Hallo und guten abend,
ich bin zwar nicht "Ihrs" fühle mich aber dennoch angesprochen.
Ich bin schon einige Tage im SM-Leben unterwegs und gehöre wohl zu der Sorte "Altmodisch, Konserativ".
Also jede Domina ist grundsätzlich "meine Herrin".
Schon da frag ich mich, gehört die "Herrin" mir? Ist Sie mein Eigentum?
Wenn nicht, wieso sage ich "meine"?
Gut, ich sage schlichtweg "Herrin".
Ach, das weiß ich schon beim ersten Besuch, nein schon viel vorher, bei der "Bewerbung", dass sie "die" Herrin ist.
Türe rein, Session gemacht, Türe raus, nächste Dominante Dame (ach ist ja alles Domina) aufsuchen und sofort sagen "Das ist meine Herrin".
Und wie in manch anderen Treads schon angesprochen: Die Dame hat als meine Erfüllungsgehilfin zu funktionieren. Ich bezahle, also bestimme ich." Da frag ich mich nun wieder, wer ist Top und wer sub? Sub bestimmt über Top und diese(r) wird somit zum Untertan.
Es gab Zeiten, da galt SM noch als krankhaft. Wurde auch in einigen Foren oft behauptet, dass es heute auch noch so sei. Wenn etwas falsches oftmals wiederholt wird, wird es dadurch noch lange nicht richtig.
SM und Domina wurde nur hinter vorgehaltener Hand gesagt. SM findet in irgendwelchen dunklen Schmuddelecken statt, hieß es.
Ich habe eine Vielzahl von Damen kennengelernt, die vieles hatten, und wo ich vieles erlebt habe, jedoch Schmuddelecken nie.
Einige Zeit später, als offener darüber gesprochen und SM "modern" wurde, da haben sich dann einige Damen aus dem Rotlichtmilleu schnell in ihrem Zimmer noch zwei Holzlatten und Rundstöcke aus dem Baumarkt geholt, fertig war die Domina.
Und dann kamen die wundersamsten salbungs- und klangvollsten Namen.
Plötzlich wurden sie Life-Style-Dominas. Und genug in die Werbung gesteckt und schon galt man als "The Quenn of SM" -Hatschi! Dieser verdammte Pfeffer aber auch-
Ich tröte mal groß ins Land, dass ich demnächst bei der anderen Queen bin und schon klingeln überall die Telefone und Termine werden vereinbart. Dabei hat es den Anschein, als wären es nicht Königinnen, sondern Königskinder. -Verdammt, wer hat die Kerze ausgeblasen-
Das war dann die Extremzofe.
Und lese ich heute die Erlebnisstorys, so geht ohne Poxxxxxxx, Dominaparfüm (wenn es was eleganter sein soll) gar nix und poppen, lecken, blasen ist an der Tagesordnung.
Ich bring es mal etwas platt rüber, da es im Sprachjargon der neuzeitlichen Sklavengeneration wohl so "am Tag" ist.
Und wenn ich in der Session nicht abspritzen kann, ist die Domme nix wert. Wxxx kann ich mir selbst einen, dafür brauch ich die doch nicht und schon gar kein Heidengeld rauswerfen.
Ich muss meinen Orgasmus haben. Fertig. Aus. Basta.
Was hat ein Orgasmus mit Wxxx, abmelken, spritzen zu tun?
Ich war sehr oft und in sehr vielen Studios und habe sehr oft Orgasmen gehabt. Allerdings im Kopf und nicht zwischen den Beinen. Und habe es in diesem erlebten Zusammenhang auch nie bereut.
Es gab Wochenenderziehungen von freitags bis sonntags, während dieser Zeit ist kein einziger Gast zum abspritzen gekommen, allerdings hatten alle einige Orgasmen.
Zum poppen, lecken, blasen brauch ich keine Domina. Auch keine Jungdomina. Das ist eher etwas für die Strasse.
Früher gab es mal einen guten Ausspruch: "Schuster bleib bei deinen Leisten".
In Zeiten der finanziellen Knappheit tauchen halt immer mehr Damen auf, die schon seit Kindergartenzeiten dominat sind und deshalb wohl auch adelig sind.
Es wurde schon in einem anderen Tread gesagt und wohl gründlichst untersucht und recherchiert, dass mehr als nur die überwiegende Mehrheit neben dem Beruf Domina noch einen Zweitjob haben.
Ich kenne einige der Minderheitsgruppe, die ausschliesslich SM machen. Sie machen es mit Herz und Seele. Mit Verstand und Leidenschaft.
Ich habe es erst kürzlich erlebt und geniesse es noch immer.
Was ich erlebt habe und wie, das sage ich bestimmt nicht hier. Denn 1. ist es der falsche Platz, 2. ist es SM der Art "FSK 18" gewesen und es war weder Poxxxxxxx, noch poppen, lecken, blasen dabei.
Zudem war es mein persönliches Empfinden. Ob es beim nächsten Mal auch wieder so volldoll wird, hängt von der Tagesform aller Beteiligten ab. Würde ich meine Erlebnisse hier kundtun, so entsteht von der Dame, von dem Haus eventuell ein falscher Eindruck. Denn für viele mag es zu soft gewesen sein (kaum vorstellbar, es gab kein Gebrülle und keine niedersten Ausdrücke. Ich bin nicht auf allen vieren rausgekrochen, habe keinen Dreck von Schuhen abgeleckt, bin trotzdem mit Schmerzen mehr als nur konfrontiert worden. Und es gab kein pp, und das was heute "in" ist. )
Lady-Tara hat geschrieben:
Denken alle so?
Nein, alle nicht, aber offensichtlich sehr viele der Forumteilnehmer. Dies geht aus den Berichten hervor.
Lady-Tara hat geschrieben:Wäre es nicht besser die Begrifflichkeiten der einzelnen Damen genauer zu unterteilen, damit mein Gegenüber auch weiss, wem er sich anvertraut?
Um peinliche Situationen, für beide Seiten, zu vermeiden?
Das ist wenig hilfreich, denn ob da was geschrieben steht oder nicht, interessiert eine spezielle Gruppe nicht.
Da Sie hier die Grundsatzfrage aufstellen, gehe ich davon aus, dass auch Sie damit konfrontiert, ja belästigt wurden, dass jemand halt "mehr" will.
Aber steht auf Ihrer HP nicht
Lady Tara is untouchable!
?
Lady-Tara hat geschrieben:Und doch, wer weiß eigendlich aus welchem Anlaß sich welche Dame Ihre Betitelung aussucht?
Je klangvoller der Name, desto mehr Kunden und mehr Umsatz. Etwas BWL ist da auch dabei.
Lady-Tara hat geschrieben:Ist es nun Schubladendenken, wenn ich mir wünsche, dass wir Ladys uns
nach unseren eigenen Neigungen, und dem, was wir zu geben bereit sind,
den Titel wählen?
Ist es ein Trugschluß, wenn ich annehme, dass wir Damen in diesem Falle von der Vielfältigkeit der Spielplätze besser zu unterscheiden sind?
Ja da bin ich doch mal gespannt auf Namensgebung: Lady N.
(N. steht für Name und nicht als Abkürzuung für irgendeine Dame deren Pseudonym oder wirklicher Name so beginnt) die leckbare. Lady N. die unnahbare. Lady N. die sich auf GV freut. ....
Lady-Tara hat geschrieben:Sinnlose Schubladen oder der richtige Gedankenansatz?
Ich meine es ist der richtige Gedankenansatz, befürchte jedoch, dass es nicht zum gewünschten Erfolg führt, im Gegenteil, Sie werden "in der Luft zerrissen" oder gar sträflich mißachtet.
Im Mittelalter nannte man das "geächtet". Das verstehen heute einige als geachtet.
Lady-Tara hat geschrieben:Können unsere Gäste dann von vornherein für sich schon klarstellen, was sie von einer Dame ungefähr erwarten dürfen?
Wenn die HP eindeutig beschrieben ist, die Gäste dann auch noch lesen und das Gelesene verstehen können, dann ja.
Lady-Tara hat geschrieben:...Klarheit?
Das hieß aber früher "Noch Fragen Hauser?"