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Bizarrlady Annabel Schöngott

Mi, 21.Dez 2005, 22:57
@sepsis
Vielen Dank für die schönen Wünsche zu den anstehenden Feiertagen und Dir auch einen guten Rutsch in das neue Jahr oder "Sonstwohin" - nutze die Zeit der Besinnung, um zu derselben zu gelangen.

Und mache Dir keine unnötigen Sorgen wegen des Gerichtsstandes... Statements zu meinem "wunderschönen Weihnachtsgedicht" einfach nur in den richtigen Thread einstellen, ja!?

Kranker
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

Mi, 21.Dez 2005, 23:54
Wie ich bereits sagte, hat mich dieser Thread und einige Antworten / PMs hier dazu gebracht, mal genauer mein Verhalten beim Vorgespräch zu reflektieren. Kann ja nicht nur an den Frauen liegen, wenn es mal wieder schief läuft.

Nicht nur das: mir wurde auch klar, dass viele Teilnehmer hier (und damit viele Gäste der Damen) mit ganz unterschiedlichen Erwartunghaltungen zu einer Session gehen:

- manche möchte eine 1:1 Geschichte

- manche möchten ein kleines bisschen "Mal-sehen-vielleicht-weiss-noch-nicht-über-die-eigene-Grenze-gehen" und für

- manche ist eine Domina nur dann eine, wenn sie die Zügel komplett in die Hand nimmt und die Session (bis auf Tabus) frei gestalten kann.

Welcher Typ bin ich eigentlich? Soll ich weiterhin mit Dominas spielen, oder mich lieber an die Bizarrlady wenden?

Interessant fand ich auch den Tipp einer Dame, etwas im Voraus schriftlich zu fixieren (das noch reichlich Spielraum lässt - einzig die Klauslität darlegend, denn die ist es ja letztendlich, die "kickt"). Das erspart Herumstottern im Vorgespräch (nicht jeder kann mal so kurz seine innersten Schamgrenzen so offenlegen) oder wie in meinem Fall: der Versuchung zu erliegen, möglichst alle synaptischen Verknüpfungen erläutern zu wollen.

Was mich trotzdem noch interessieren würde:
wie würden die Damen ein optimales Vorgespräch beschreiben?

Hypothese: Erstbesuch. Der Gast ist angenehm und die Chemie stimmt.
Was wird erwartet? Eher kurz und knapp? Reicht ein Deckungsverhältnis von 50%, um die Session zu starten?

Wie kann man als Gast deutlich deutlich machen, welche(r) Punkt(e) einem SEHR wichtig wäre(n)?
Nochmals: ich meine kein minutiöses Ein-Stunden-Drehbuch, sondern ein paar Schlüsselreize, ohne die es nicht geht. Und ohne die man nie diesen speziell gefärbten Trieb entwickelt hätte.

Wie lässt sich trotz freien Spiels (und eventueller Grenzüberschreitungen) sicher stellen, dass diese Schlüsselreize umgesetzt werden? Würdet ihr bei voraussichtlicher Langweile das auch sagen oder an eine andere Dame des Hauses weiter verweisen?

Kurz: wie gestaltet sich ein optimales Vorgespräch ohne Reibungsverlust in der Kommunikation?

Bin gespannt.

nick Broomfield

Do, 22.Dez 2005, 00:46
Hallo sepsis, Herrin Karina, und alle Forumliebhaber,
zu diesem Thema muß ich unbedingt den wunderbaren Film "fetishes" von Nick Broomfield
erwähnen, der vor ein paar Jahren auf "arte" zu sehen war.
Bild
Mistress Raven, deren intelligente Ausstrahlung mich bis heute fasziniert
und Gründerin des New Yorker Studios Pandoras Box
gibt in diesem Dokumentarfilm bereitwillig Auskunft über ihren Arbeitsalltag
und die Bedürfnisse ihrer Kunden. Wobei letztere sogar während der Sessions interviewt werden.
In einem Teil des Films erzählt Mistress Raven warum Sie nicht mehr aktiv als Domina arbeiten will.

Wer diesen Film zufällig in seiner Fernsehprogrammzeitschrift entdecken sollte, bitte bitte den Sendetermin posten !!!

wäre unendlich dankbar

nes
%knast%

PS: Auf dieser Seite http://www.eonline.com/Reviews/Facts/Mo ... 39,00.html gibts noch nen Filmausschnit (leider nbissl mickrig im Format)
Zuletzt geändert von nes am Do, 22.Dez 2005, 00:49, insgesamt 1-mal geändert.

Do, 22.Dez 2005, 10:50
Sepsis hat geschrieben: Den Wert einer guten Domina kann man nicht hoch genug schätzen. Sie bietet ihrem Gast einen einzigartigen Freiraum. Einen Raum in dem er sich völlig fallen lassen kann. Eine Zeit in der er ganz er selbst sein kann, nicht beurteilt und nicht verurteilt wird für seine Sehnsüchte, für sein inneres Wesen das er für gewöhnlich im normalen Alltag nicht zur Schau stellen kann, da er nur auf Unverständnis stoßen würde. Mir fällt nichts ein, womit dies zu vergleichen wäre.
Hmm. Und was macht man, wenn man normalerweise S/M immer nur privat ausgelebt hat und nur in Zeiten der Singlenot zu einer professionellen Dame geht? Also nicht gleich ob des geschaffenen Freiraums in Euphorie verfällt? Sollte man das erwähnen oder einfach die Erwartungen extrem runterschrauben?

Do, 22.Dez 2005, 11:26
Nach meiner bisherigen Erfahrung sind die Gäste, die ein sehr ausschweifendes Vorgespräch führen, eher diejenigen, die nicht wirklich springen wollen, die innere Vorbehalte gegen ihr geplantes Erleben haben, die sich selber nicht vertrauen, die die Kontrolle gar nicht abgeben und sich nicht fallen lassen wollen - jedenfalls nicht in ihrem Innersten. Oft geben sie der Domina dann auch Anker für die Session á là das und das mag ich; aber eigentlich auch nicht, denn es kommt auf die Situation an ... oder so ähnlich.

Natürlich ist der Gast gefordert, einen Handlungsrahmen zu spannen, wenn er denn für sich selber einen definiert hat. In seinen Kopf gucken können wir nicht. Und "Alles was geil ist" umfasst von CBT über KV bis Nähen für jeden etwas anderes, das ist nun mal nicht konkret, auch wenn viele Gäste sich wundern, dass man was anderes darunter verstehen kann als sie selber. Also bitte etwas konkreter schildern, was dich geil macht. Und ebenfalls die Tabus sind wichtig, das war ja schon klar. Wenn nun aber von Schlüsselreizen die Rede ist, die vorkommen sollen, z.B. bestimmte Vokabeln, eine bestimmte Bewegung oder Berührung etc., dann muss der Gast eben auch dies deutlich erwähnen. Allerdings die Hintergründe dazu episch auszubreiten, das lenkt eher von den harten Fakten ab, die aus dem Vorgespräch während der Session erinnert werden müssen, abgesehen davon, dass die Hintergründe für die Schlüsselreize nichts zur Sache tun.

Ich halte es in der Regel so, dass ich alles, was mein Gast mir schildert, in meinen Worten und so wie ich es verstanden habe, wiederhole. So kann man ein Fehlverständniss am leichtesten erkennen und korrigieren.
Und wenn ein Gast Praktiken und Zuwendungen wünscht, die ich nicht geben kann oder will, dann sage ich das mehr als klar und deutlich, empfehle ihm sogar die eine oder andere Dame, die ich für geeigneter halte. Und dabei ist es egal, ob der Gast sich spontan für mich entschieden hat, oder speziell zu einem festen Termin mit mir erschienen ist.
Wenn der Gast trotz meiner deutlichen Worte mit mir spielen will, dann biete ich ihm alternative Handlungen und Praktiken an, die zu mir passen und von denen ich mir vorstellen kann, dass sie ihm gefallen. Das führt sogar häufig zu für den Gast ganz überraschenden positiven Ergebnissen und Erlebnissen.

Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

Do, 22.Dez 2005, 12:08
Heißt das, daß ihr doch genaue Anweisungen braucht? Ich weiß doch noch garnicht was mir wirklich gefällt. Nadeln z.B. finde ich sehr interessant aber ob es mir gefällt kann ich noch nicht sagen. Wenn ich das jetzt so in einem Vorgespräch erwähne komme ich ja nie dazu mal die Erfahrung des Nadelns zu machen.
Also ich denke gerade der Anfänger oder der noch nicht so Erfahrene, zumindest ist es bei mir so, gibt seine Tabus bekannt und den Rest überläßt er der Domina. Schlechte Erfahrungen habe ich damit noch nicht gemacht. Ich kenne aber bisher auch nur vier Dominas.

Außerdem fehlt mir die Fantasie die andere haben. Ne, da lebe ich doch lieber für eine kurze Zeit die Fantasien der jeweiligen Domina aus solange sie nicht meine Tabus anrührt. Das kann auch sehr interessant sein. :-)

Do, 22.Dez 2005, 13:31
@ Lady Marfa:
Vielen Dank für das Posting. Der Nebel lichtet sich etwas. Klingt alles so leicht und selbstverständlich. Ist es ja eigentlich auch, wenn da nicht dieses blöde Lampenfieber wäre.

Do, 22.Dez 2005, 13:32
@ bizarrliebhaber

Ich weiß nicht, wie du auf "genaue Anweisungen" kommst. Hab ich mich mit Handlungsrahmen vielleicht so missverständlich ausgedrückt? Ich meinte damit, dass der Gast mir mindestens seine Tabus schildert und, wenn er es weiß, das, was er sich vorstellen kann. Das und verwandte Praktiken bildet dann der groben Rahmen, innerhalb dessen ich meine Session steigernd aufbaue. Wenn er nicht weiß, was er selber mag, dann kann domina halt nur rumprobieren und hoffen, dass sie etwa den Geschmack trifft.

Neulich hatte ich mal wieder einen Gast, der mir grob skizzierte, welche Praktiken er etwa mag, welche Tabus er hat, dass er nicht so schmerzgeil sei, dass er sich aber überraschen lassen und auf mich einlassen möchte. Im Endeffekt führte ich ihn dann dahin, dass er gerade und nur durch den Schmerz geil wurde, was ihn positiv überraschte, weil er Neues über sich lernte. Das ging aber nur, weil er sich einlassen wollte auf mich und weil ich seine Reaktionen in der Session gut lesen und umsetzen konnte.

Du siehst, ganz ohne irgendeinen Hinweis auf Vorlieben des Gastes kann es sich ziemlich leicht zu einem Stochern im Trüben entwickeln. Aber dennoch kann der Gast nur dann Neues erleben, wenn er den Willen dazu auch kund tut. Und damit so eine über seine Erfahrungen hinausgehende Session gut wird muss man schon aus der Summe seiner Schilderungen im Vorgespräch und aus der exakten Beobachtung während der Session erkennen, was ihn noch kicken könnte, wohin die Reise gehen könnte.

Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

Do, 22.Dez 2005, 13:48
@ Lady Marfa:
Man liest das so oft, dass Über-seine-Grenzen-Gehen der absolute Kick sein soll. Was, wenn nicht?
Wo ist der Unterschied zwischen meinen Tabus und meinen Grenzen? Haben diese Grenzen zwangsläufig immer nur was mit Schmerz zu tun oder sind es auch psychische Grenzen (Dinge tun müssen, die man sonst nicht tun würde)?
Die Vorstellung ist generell sehr interessant (und wohl auch Hauptfantasie vieler S/Mler), aber wie oft klappt das? Liegt nicht hier auch eine grosse Gefahr des Missverständnisses?
Wie gross war denn der Graben zwischen Vorgespräch und Grenze bei Deinem zitierten Gast?

Ich glaube, ich muss mutiger werden :-)

Do, 22.Dez 2005, 13:52
Lady Marfa, ich geh mal davon aus, daß Sie sich auf meinen Beitrag bezogen. Mit ihrer Antwort auf meine Frage ist alles geklärt, weil ich mich irgendwie darin wiederfinde und es bei mir ähnlich läuft. Ich habe immer ein gutes Vorgespräche, meine Tabus sind bekannt und zum Glück entsprechen sie denen der Domina. Ein Drehbuch gibt es nicht. Und so kann sie halt von Session zu Session steigern was das Zeug hält. Auch wenn ich Schmerz immer noch nicht als geil empfinde und auch wenn die Dominas das behaupten, so weiß ich doch mittlerweile das ich über eine hohe Schmerzschwlle verfüge und bin vor allem über das erstaunt was frau mit mir machen kann, wenn sie es denn will. :-)

@ Schmerzherzen, also bei mir sind es nicht die Schmerzen, die ich als Grenze sehe. Vielleicht lasse ich mich beim nächsten Mal solange verhauen bis ich es als geil empfinde. Wobei mein Hintern beim letzten Mal mehrere Tage einfach nur blau war und das fand ich war eine geile Erinnerung.
Die Grenzen können auch psychologischer Natur sein. Z.B. wenn dir etwas befohlen wird, was du vorher noch nie gemacht hast und im normalen Zustand nie machen würdest. Und plötzlich wird dir bewußt was du da eigentlich machst, für wen du es machst, das sind meiner meinung nach Grenzerfahrungen.

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