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Do, 22.Dez 2005, 14:25
Hallo ihr Lieben,

nun, ich selbst zähle mich zu den Menschen, die Drehbuch-Kandidaten genauso wenig wegschicken, wie "Aktion-Reaktion"-Spieler.

Ein Vorgespräch ist wichtig - so manch einer sass schon 1 Stunde oder gar länger bei mir und berichtete mir ausführlich von seinem SM-Leben. Je mehr ich über ihn weiss, desto besser kann ich das Spiel lenken.
Vorliebenlisten, Tabulisten, "Hab-ich-noch-nicht-getan-interessiert-mich-aber"-Listen sind wichtig - aber meine Spielpartner wissen, dass ich das in der Listenform nicht hören will ... mich interessiert der Hintergrund. Mich interessieren Gründe eines misslungenen Spiels - das warum, das wieso und das weshalb. Dafür nehme ich mir gerne Zeit.

Bereits hier entsteht eine erste, grobe Skizze an dem Menschen, den ich gegenüber sitzen habe. Ein grobes Skizzieren von Raum, Spielzeug, Spielart ... wie weit kann ich gehen? Doch das meiste passiert spontan - von jetzt auf gleich ... aus dem Bauch heraus.
Ein Aktion-Reaktion-Spiel .... Jede meiner Aktionen löst eine Reaktion aus, auf welche wieder eine Aktion folgt.

Doch auch denjenigen, der mir einen Zettel mit seinem Drehbuch in die Hand drückt, wird nicht weggeschickt - sofern das Drehbuch dem entspricht, was ich ebenfalls mag und verantwortungsvoll vertreten kann.
Meist ist dort nur eine Szene beschrieben - eine Szene, die wir weiterspielen oder nachspielen.
Auch wenn "Drehbuch" seltsam klingt - es wird zu einem individuellem Spiel, sobald es von zwei Akteuren oder mehr besetzt wird.
Denn auch hier gibt es wieder "Aktion-Reaktion".

Und ein Drehbuch, in welchem genau beschrieben stand, welchen Satz ich womit beantworten muss ... nein, das habe ich noch nie bekommen.

Es ist der Kick, der uns SMer reizt, ein Spiel zu spielen. Ob der Kick nun dadurch entsteht, dass ein Spiel auf einem Blatt Papier niedergeschrieben nachgespielt wird oder ein Spiel im Kopf der Beteiligten eingebrannt nachgespielt wird, ist dabei egal ....
wichtig ist: beide sollen sich wohlfühlen und die Zeit zusammen geniessen.

Ich selbst sage immer:
Die Tabus sind der Rahmen, die beide Spielpartner vorgeben. Aber das Bild .... das malen wir gemeinsam aus.

Viele herzliche Grüsse
Nala

Do, 22.Dez 2005, 15:08
@ Skorpio

Ich bin immer skeptisch, wenn irgendjemand sich zur Instanz erhebt und behauptet, im menschlichen Kontext sei irgendwas "genau so". Ich kann nur sagen, dass etliche Menschen die Schmerzen durchaus als geil empfinden, andere wiederum die Hingabe und das Gefühl erregt, dass damit eine Person Macht über sie hat, und wieder andere, vielleicht du selber, Schmerzen nicht geil finden können.

@ Schmerzherzen

Natürlich kann eine Grenzerweiterung immer schief gehen, weil die Domina die Reaktion des Gastes missversteht. Aber das gehört schließlich auch zum Beruf und zu den Fähigkeiten, die sich eine Domina aneignen kann (und wie ich finde sollte), dass sie den Gast und seine Reaktionen fein wahrnimmt und richtig einschätzt. Wenn man sich dann im Spiel sehr darauf konzentriert, wie der Gast reagiert, dann ist das Risiko gering, dass es schiefgeht.
Wie weit der Graben im von mir beschriebenen Beispiel war: Der Gast meinte, er sei nicht schmerzgeil und im Spiel wurde er dann genau Schmerz so geil, dass er damit kam.
Wenn du dich nach derartigen Erfahrungen sehnst, dann ist mutiger werden schon ein guter Vorsatz, allerdings: Trau schau wem!!

Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

Do, 22.Dez 2005, 15:54
Hallo Schmerzherzen

Sorry Deine Frage hatte ich übersehen.

Nein ich sagte sie solle berücksichtigen was ihr am meisten liegt.

Ich wäre mit zwei oder sogar einer Praktik voll zufrieden gewesen
wenn sich Lady Zandra darauf dann auch konzentriert hätte.

So waren es zwei Sachen die jeweils 5 Minuten in einer einstündigen
Session angeschnitten wurden und von extrem keine Spur.

Dann brauch man aber seinen Gast nicht nach Vorlieben zu fragen.

Gruß Jürgen

Sa, 31.Dez 2005, 04:00
Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm:

Gleich zu Beginn dieses Threads, meldeten sich zwei mitlesende Damen per P.M. bei mir und forderten mich auf, doch einfach meine Phantasien schriftlich niederzulegen und sie ihnen zukommen zu lassen.
Da staunte ich nicht schlecht. Konnte es so einfach sein? Meine bisheruge Erfahrung beim "Dominas-anmailen" verliefen meist nicht sehr gut, um es al höflich auszudrücken.

Also schrieb ich meine Phantasien auf und bekam auch prompt zwei Antworten. Die positivere von beiden kam von Domina Nora. Leider war der Termin erst in 3 Wochen, also war Geduld und Forumstudien angesagt. Domina Nora verkürzte die Zeit ab und an mit einer kleiner Vorfreuden-Mail.

Um es kurz zu machen: die Session war der Hammer! Das Vorgespräch ersetzten wir durch etwas Smalltalk, da ja alles schon gesagt bzw. geschrieben wurde. Ich war nervös wie immer, aber ich versuchte auch einem Rat aus diesem Thread zu folgen und meinen Willen mitsamt meiner Kleidung abzulegen.
Spätestens nach 5 Minuten Session war klar: das war genau MEIN Spiel (angereichert mit einigen sehr netten Ideen von Domina Nora). Ich musste keine Angst haben, sondern es nur geniessen. Gehirn abschalten, Hautsynapsen an. So muss das sein.

Also Forumer: wer nicht so gut im Reden ist, der schreibe seine Phantasien auf und sende sie per Mail. Wer nicht antwortet, ist auch nicht interessiert. Ich werde das in Zukunft immer so machen.
Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, auf dieser Session aufbauen zu können, weil sie schon zu 75% Prozent perfekt war. Wann hat man das schon mal?

Ein schönes neues Jahr mit vielen Mails wünscht euch:
Schmerzherzen

Sa, 31.Dez 2005, 08:42
Freut mich für Dich Schmerzherzen das Du den für Dich geeigneten
Weg und vielleicht auch die passende Mitspielerin gefunden hast.

Bau darauf auf,wenn es Dir so sehr gefallen hat.
Denn wenn Du die Dame besser kennst lernt sie dadurch im Umkehrschluss auch Dich besser kennen.
Dadurch wird das Erlebte von Session zu Session für
Dich tiefgreifender werden und Du wirst erheblich intensiver fühlen

Gruß Jürgen

Mo, 02.Jan 2006, 01:00
Lieber Schmerzherzen,
die fehlenden 25% könnten wir doch sicherlich auch noch mit Deinen und meinen Ideen und der gemeinsamen Umsetzung füllen. Mein Kopfkino läuft!
Herzliche Grüße
Domina Nora
Zuletzt geändert von Domina Nora am Mo, 02.Jan 2006, 22:24, insgesamt 1-mal geändert.

Mo, 02.Jan 2006, 15:17
Bizarrliebhaber hat geschrieben: Denn wenn Du die Dame besser kennst lernt sie dadurch im Umkehrschluss auch Dich besser kennen.
Dadurch wird das Erlebte von Session zu Session für
Dich tiefgreifender werden und Du wirst erheblich intensiver fühlen

Gruß Jürgen
Hallo Bizarrliebhaber,

Deine Sichtweise gefällt mir, denn sie trägt der Tatsache Rechnung, daß zwischen Menschen ALLE Ereignisse zusammen geschaffen und verantwortet werden. Dies gilt selbst, wenn man glaubt, etwas Positives zu erreichen, daß man einander mit Ansprüchen konfrontiert oder auf Rechte pocht anstatt sich einzubringen. Nur erreicht man auf dieses Weise allerdings kaum etwas, was die Beteiligten wirklich befriedigt. Dann bleibt der berühmte Nachgeschmack. Man kann natürlich eine SM-Beziehung als Geschäftsbeziehung auffassen. Dann wird sie wohl technisch und kalt bleiben. Man kann sie aber auch als gemeinsame Arbeit auf einer gemeinsamen Baustelle sehen. Dann ist der menschliche Ertrag größer und die ganze Sache befriedigender. Dann zahlt es sich auch leichter und es erübrigt sich die Wut über das herausgeworfene Geld.

(Ubd bevor jetzt wieder irgendjemand mich über die Destruktivität der Dominas belehren möchte: ja natürlich gehören zwei dazu. Das ist doch eine Binsenweisheit.)

Es ist oft schwierig, aus dem Stand mit einem Menschen, den man überhaupt nicht kennt, etwas Gemeinsames zustande zu bringen, das dann auch noch alle Beteiligten befriedigt. In der Regel braucht man Zeit dafür, d.h. Konstanz und Wiederholung. Jeder, der Partnerschaften ernst nimmt, hat dies erfahren. Was also nach meiner Einschätzung wirklich notwendig ist, ist Beziehungsfähigkeit auf beiden Seiten. Wenn dann die Domina darüberhinaus auch noch ein echtes dominantes Beziehungstalent hat, kann man von Glück reden. Ansonsten wird es eben mehr Geduld bedürfen.

Das konstruktive Minimum, das der Gast mitbringen muß, ist vernünftige und eingehende Information. Das kann als seinen ersten Beitrag einschließen, daß er Hemmungen überwinden muß. Ob man diese Kommunikation nun "Drehbuch" nennt oder anders nennt, erscheint mir nicht so wichtig. Für wichtiger halte ich, daß sich der Beitrag des Gastes für eine gelungene Session nicht in der Aushändigung des Geldes erschöpft. Seine Hemmungen zu überwinden und sich so gut wie möglich mitzuteilen, sollte allerdings von der Domina auch als Leistung
(an)erkannt werden.

Aufeinander eingehen, einander ernst nehmen, sich besser kennenlernen, etwas entwickeln - das halte ich für einen sinnvollen Ansatz. Und wenn "Drehbücher" dabei helfen - umso besser. Man kann natürlich Grundsatzpositionen verkünden, man kann aber auch pragmatisch sein und vertreten, daß alles, was der Session nützt, in Ordnung ist - gerade unter dem Gesichtspunkt, daß man sein Geld sinnvoll einsetzen möchte.

Gruß

Irredentia
Zuletzt geändert von irredentia am Mo, 02.Jan 2006, 17:53, insgesamt 1-mal geändert.

Mo, 02.Jan 2006, 18:42
@
Ja - auch, wer sich lang genug im Kreis dreht, erreicht irgendwann das Ziel... :)

Kranker
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

Mo, 02.Jan 2006, 20:42
@
Hi Hi Hi - etwas kitzeln muss erlaubt sein. Das Posting von irredentia ist noch nicht mal schlecht (wenn man(n) den Blickwinkel berücksichtigt) - fast schon zu gut, um von ihr selbst zu sein... :) Und wie gesagt - irgendwann schliesst sich der Kreis!

@Roxana
Dein Statement erinnert mich an Deine Frage wegen meines Berichtes und der benötigten Zeit - hatte ich damals wohl falsch gedeutet und entsprechend beantwortet - sollte auf jeden Fall keine Kampfansage werden. Mein Bericht und meine Statements sind eigentlich nur Auswuchs dessen, was in meinem Kopfkino abläuft. Das Erlebte und Angelesene wird registriert und irgendwann schriftlich fixiert - der Zeitaufwand reduziert sich deshalb auf die Zeit des Eingebens auf meinem PC. Der Zeitpunkt zur realen Umsetzung und die investierte Zeit kommt dann, wenn sich für meinen gesunden Menschenverstand eine kostengünstige Alternative ergibt (Kreativität kennt keine Grenzen) - solange muss ich halt suchen und das kann möglicherweise dauern... :) Aber in den letzten Jahren haben sich bei mir viele Dinge dank meiner Ruhe erledigt - und so wird auch dieses Warten seinen Zweck erfüllen!

Grüße
Kranker
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

Mo, 02.Jan 2006, 23:06
Manchmal steht man auch nur einfach im Abseits und wird trotzdem noch überrollt.

Und, wenn man ganz viel Glück dabei hat, befindet man sich danach wieder mitten im Leben, selber so erlebt. :)

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