
Sara,
Du nimmst wirklich jede Antwort an Dich wahr, ein weiteres Mal Dein Konzept niederzuschreiben.
Da Du eh alles genau weißt und nicht annehmen kannst, werde ich keine Zeit darauf verwenden, Dir lang und breit zu antworten.
Ich sehe es ähnlich wie LadyLotus. Das einzig Einzigartige, das ich an Dir entdecken kann, ist, dass Du permanent auf Deine Einzigartigkeit hinweist :-).
Würden wir alle das machen (was glaubst Du,
wie einzigartig
meine Sessions sind?), wäre das Internet bis an den hintersten Rand vollgeschrieben.
Einen grundsätzlichen Denkfehler erkenne ich noch bei Dir. Ich hoffe, ich darf ihn Dir mitteilen, ohne als Antwort nochmals eine genaue Erläuterung Deines Konzepts zu bekommen, das habe ich glaube nach der dritten Wiederholung schon verstanden.
Ich habe stark den Eindruck, dass Du -wie viele andere Frauen auch- der Meinung bist, dass Dein Stundenlohn als Domina identisch mit dem Betrag sein muß, den Du vom Gast pro Stunde verlangst.
Du möchtest nichts von Deiner Freizeit opfern, nicht "laufhausartig" herumsitzen und keine Zeit investieren. Du willst nur dann Domina spielen, wenn es auch Geld dafür gibt. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, haben Leute, die sich für ein Spiel interessieren, nicht mal die Möglichkeit, zuvor Deine Stimme am Telefon zu hören.
Es mag sein, dass Du so begnadet, so wunderschön, so charismatisch, so dich-selbst-zurücknehmend und so geschickt im Umgang mit Deinen Gästen bist, dass sie Dir diesen Berufsalltag ermöglichen.
Nur bei uns Normalsterblichen ist es leider so, dass wir von einem solchen Stundenlohn nur träumen können. Zu unserer Arbeit gehört Toleranz gegenüber Enttäuschungen, wie sie aus geplatzten Terminen entstehen kann und eine wie auch immer geartete Methode, die Verarscher zu kompensieren. Das alles (und hier spreche ich jetzt nur für mich, nicht pauschal für alle Kolleginnen) zeitweise durchaus auch für einen Stundenlohn, den ich früher mit Aushilfsjobs neben dem Studium locker auch bekommen habe.
Ich gehöre zu denen, die ua. aus beruflichen Gründen mit Anzahlung arbeiten (und ich freu mich, dass das bald ein Ende hat). Es ist uns passiert (und kann uns derzeit auch noch jederzeit wieder passieren), dass wir bei plötzlichen Absagen trotz der Anzahlung draufgezahlt haben, dh. wir haben zusätzlich zum Verdienstausfall im regulären Job noch aus eigener Tasche die Anzahlungssumme um das ergänzt, was zB. zur Locationmiete oder zum Statistenhonorar fehlte.
Und? Glaubst Du, wir haben das in Rechnung gestellt? Glaubst Du im Ernst, ich mache wegen ein paar 100 Euro, die mich das im Jahr kostet, so eine Thermik?
Bei Stundenpreisen um 200 Euro, die Du ja nimmst, solltest Du auch bei spontanen Absagen geschmeidig bleiben. Freu Dich einfach, wenn sie Dir wenigstens Bescheid sagen. Das ist nicht selbstverständlich.
Du bist nicht wirklich in einem Beruf, der wie jeder andere ist – Du kannst Dich nicht mit anderen Dienstleistungsberufen vergleichen. Aber ich schweife in Bereiche ab, wo Du Dir eh nichts sagen läßt und da nutze ich meine Zeit lieber für andere Dinge.
Seraphina
"Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel. Der Teufel verändert dich."
***8mm***
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