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Di, 06.Feb 2007, 11:31
Guck dir mal die anderen Beiträge von Lady Lotus in diesem Forum an. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich empfinde ihre Art zu schreiben ebenfalls hin und wieder verletzend und sogar teilweise beleidigend. Dies ist sehr bedauerlich, da Lady Lotus meines Erachtens eine sehr niveauvolle Frau ist, die es eigentlich gar nicht nötig hat sich auf diese Weise mitzuteilen. Andererseits hat eine (künstlich?) aufgebrachte Domina aber auch etwas Belustigendes und daher beäuge ich die Formulierungen nicht so genau und achte mehr auf die Inhalte und da lassen sich bei Lady Lotus auch schon mal interessante Gedankengänge finden.

winke winke SimplyTheBest
mens sana in corpore sano

Di, 06.Feb 2007, 23:24
Hallo,
LadyLotus hat geschrieben:@ -Platon- und NippleTorture

Aus euren letzen Beiträgen habe ich ein neues Thema erzeugt.
Warum haben Sie ein neues Thema erzeugt ?
Es wird etwas unübersichtlich, wenn das Thema in mehreren Freds verteilt ist. Oder ging es mehr darum, herauszufinden : Was macht der beschi..ne Gast (jetzt nicht in Sinne von KV, grins) ?

Ich antworte mal hier im Fred : Kann mir nicht passieren, da ich grundsätzlich keine Anzahlung leiste. Als Gegenleistung erscheine ich auch pünktlich zur vereinbarten Zeit. Kalkuliere bei Studios in der Nähe auch Staus und Verzögerungen ein, wenn ich zu früh in der Nähe bin gehe ich halt vorher essen oder Kaffee trinken (je nach Restzeit). So kommt kein Stress auf, man muss sich Zeit nehmen.
Ist das Studio mehr als vier Stunden Anreise entfernt, fahre ich einen Tag vorher hin und übernachte vor Ort im Hotel, ist dann auch stressfrei...
Wenn man geniessen will, sollte man vorher den Stress rausnehmen.
-Platon- hat geschrieben:Ich habe es verschiedentlich erlebt, daß ich glaubte, ein bestimmtes Szenario sei genau abgesprochen - und dann war die betreffende Lady zum Termin weder materiell noch mental vorbereitet.
Genau diese Erfahrung von Dir spricht gegen eine Anzahlung ! Wenn die Dame mir bisher unbekannt ist, gibt es keine Anzahlung.
Wenn man sich dann später kennt und vertraut, ist eine Anzahlung nicht mehr erforderlich.

@LadyLotus : Aus den oben genannten Gründen kann ich also mit Erfahrungen (ob gut oder schlecht) über Anzahlungen nicht dienen.
Es gibt bei mir keine Anzahlung.

Gruss von

NippleTorture

Mi, 07.Feb 2007, 09:48
Und damit ist diese Diskussion endgültig auf dem Punkt:
"Normale" Studiobesucher müssen - sollen - werden und brauchen keine Anzahlungen zu leisten!
Von hirnrissigen "Stornogebühren" mal ganz abgesehen.

Der Umgang mit geplatzen Terminen gehört zu unserem normalen Alltag genauso dazu, wie das Klo zu scheuern.
Wenn in Einzelfällen (lange Session, viele Vorbereitungen, spezieller Einkauf usw) Anzahlungen geleistet werden, so sind das Ausnahmen und unsere Gäste bestimmen selbst, ob sie genug Vertrauen haben, ihre Mäuslein vorab auf die Reise zu schicken.
Es gibt einige Ladies in Deutschand (nenne bewusst keine Namen) die aufgrund ihrer wirklich privaten Arbeitsweise Termine nur nach Vorkasse annehmen. Bis das aber klappt und auf lange Strecke zum finanziellen Erfolg führt, braucht es einen untadeligen Ruf, persönliches Charisma und eine exellente Sessiongestaltung.
Das schaffen nur ganz wenige......
Gruss aus Berlin von
Lady MacLaine

Mi, 07.Feb 2007, 10:30
NippleTorture hat geschrieben:Warum haben Sie ein neues Thema erzeugt ?
Weil ich der Meinung bin, daß Erlebnisse mit verlangten, gemachten Anzahlung ein eigenes Thema darstellt, ganz einfach.
NippleTorture hat geschrieben:Oder ging es mehr darum, herauszufinden: Was macht der beschi..ne Gast (jetzt nicht in Sinne von KV, grins)?
-Platon- hat geschrieben:Ich habe es verschiedentlich erlebt, daß ich glaubte, ein bestimmtes Szenario sei genau abgesprochen - und dann war die betreffende Lady zum Termin weder materiell noch mental vorbereitet.
Auch, mich hätte interessiert was -Platon- unternommen hat als er trotz Anzahlung die Domina unvorbereitet angetroffen hat.
NippleTorture hat geschrieben:Es gibt bei mir keine Anzahlung.
Bei mir auch nicht. Deshalb bin ich genau darauf neugierig was Gäste die Anzahlungen geleistet haben schon alles erlebt haben.

Gruss
Lady Lotus
Am 1. Tag erschuf Gott den Hund.
Am 2. Tag erschuf Gott den Menschen, damit der sich um den Hund kümmert.
... Punkt 3 - 6 (Ihre Signatur ist zu lang.)
Am 7. Tag wollte Gott sich ausruhen, aber sie musste mit dem Hund "Gassi gehen".
©LadyLotus

Mi, 07.Feb 2007, 12:36
LadyLotus hat geschrieben: Auch, mich hätte interessiert was -Platon- unternommen hat als er trotz Anzahlung die Domina unvorbereitet angetroffen hat.
Ich hatte (etwas weiter oben in diesem Thread) geschrieben:
"Ich habe es verschiedentlich erlebt, daß ich glaubte, ein bestimmtes Szenario sei genau abgesprochen - und dann war die betreffende Lady zum Termin weder materiell noch mental vorbereitet."

Die Sessions, an die ích bei diesem Satz gedacht habe, waren glücklicherweise NICHT mit einer Anzahlung verbunden gewesen. Und bei den betreffenden Ladies hätte ich eine Anzahlung auch nicht in Betracht gezogen. In diesen Fällen war es einfach nur schade um meine Zeit. Und enttäuscht war ich natürlich auch.

Aaaalso nochmal eben zu meiner Anzahlungs-Story - drei Anzahlungen in 15 Jahren:
1. Ein KV-Termin mit Lady X. Perfekt.

2. Ein KV-Termin mit derselben Lady X. KV ging nicht. Haben wir eine Menge anderer netter Sachen gemacht, so daß es trotzdem eine schöne Session war. Anzahlungen für einen KV-Termin ziehe ich aber seitdem nicht mehr in Betracht.

3. Eine Session mit Lady Sara. Das war so ein Fall, wie ihn Lady MacLaine beschreibt: Lange Session und sehr aufwendige Vorbereitungen, die für Lady Sara mit hohem Zeitaufwand und erheblichen Kosten verbunden waren. Die Session selbst war für mich einzigartig - in der Intensität meiner Erfahrung allenfalls vergleichbar mit einer einzigen anderen Session, die etwa 15 Jahre zurückliegt. Diese Anzahlung würde ich also jederzeit wieder leisten.

-Platon-

doch noch ein Statement

Mi, 07.Feb 2007, 16:41
Hallo, eigentlich wollte ich mich jetzt ganz raushalten, aber ein paar Fragen bzw. Kritikpunkte kehren immer wieder und ich nehme doch nochmal Stellung.

1) Akademikerin: Mir wurde zunächst von einem Kritiker an meiner Webseite, die meinen berufl. Werdegang NICHT betonte (und mein Studium nichtmal erwähnte), vorgeworfen, sie sei ZU AKADEMISCH.

Ich müsse den Seitenaufbau ändern, Text rausnehmen, Bilder zufügen, mich "anders & erotischer verkaufen", mich mehr an gängigen Seiten der Konkurrenz orientieren. Da ich das nicht wollte, weil ich meinem Stil treu bleiben mochte, hab ich den reflektierenden (akademischen?) Charakter stattdessen betont.

Viele würden offenbar sagen (ihr tut das ja alle): überbetont. Aber das mag ja dann der Gast entscheiden.... wem das "zu kompliziert" ist, dem bin ich vermutlich sowieso auch zu kompliziert - no problem. Ist vielleicht besser, das gleich auszusortieren. Muß ja nicht jeder zu mir passen.


2) Ich hab nie hier behauptet, daß ich was Besseres bin (falls doch: sagt mir wo; ich glaube, Sachen die ich als subjektive Empfindung gemeint habe, habt ihr als für objektiv befundene Wertung interpretiert). Ich sag hier schon immer "anders". Lady Antonia, dir stimme ich in diesem Punkt zu: Mensch kann "anders" sein, ohne in besser/schlechter zu werten. Obwohl ihr mir alle vermitteln wolltet, daß ich "nichts besonderes" sei und viele andere Frauen genauso arbeiten wie ich, hab ich das bisher noch nicht erlebt.
Und da ihr mir alle so massiv klarmacht, daß mein Konzept nicht gehen könne(!) und ich allein auf dem Holzweg(!) sei, ich müsse mich gewöhnen, ist mein Weg ja offenbar doch normabweichend.


3) @LadyLotus: Was ich nicht kann/bin: Eine typische Femdom.
Ich bin weder Femme (ich fühle mich der queer/transgender-Szene zugehörig, wo sich Geschlechterrollen und -attribute sehr stark mischen!) noch Domme (sondern aktives/passives SM-Spielkind). Als ich zu MacLaine ins Studio kam (sie hat es hier ja schon verraten, daß ich bei ihr war) , gab es die ersten Anweisungen, wie ich auszusehen hätte: Perücke über den damals teilrasierten Schädel (Shaving ist mein Fetisch), HighHeels an die flachschuhgewohnten Füße (als SM-Lesbe hab ich nie Absatzschuhe tragen müssen und auch nie mit Dominanz verbunden, da denk ich eher an Boots....), viel mehr Schminke ins Gesicht (womit ich mich gefühlt hab wie ein TV). Und ein gewisses distanziertes souverän-dominantes Auftreten als Standardverhalten gegenüber den Gästen, das mir auch nicht entsprach.

Damals hab ich das für mich abgelehnt und gar nicht gewollt. Inzwischen will ich es auch immer noch keinesfalls zu meinem Norm-Angebot / Standardauftreten machen. Ich will nicht die Femdom SEIN , aber ich will sie INSZENIEREN KÖNNEN. Und DAS muß ich lernen. Um keine Illusionen zu verkaufen, würde ich meine Gäste jedoch weiter darauf hinweisen, daß ich keine Femdom BIN.

Erläutert dir das nun die Passage, nach der du gefragt hast? Wieso ich ein rituelles Auftreten derzeit nicht beherrsche, künftig zu lernen bereit bin und trotzdem als professionelles Grundauftreten für mich (nicht für andere!) weiterhin ablehne?

4) @DomHunter + @Platon: Danke für eure Vermittlungsversuche. Ihr habt recht, ich hab sehr nüchtern auf der Ebene sprachlicher Aussage und nicht auf emotionaler Wertungs-Basis argumentiert. Mir war nicht klar, daß ich damit derart die Emotionen hochpusche. Mir war nicht klar, was alles zwischen den Zeilen herausgelesen werden KÖNNTE.

5) Ich muß mich nicht gewöhnen. Ich muß herausfinden, ob der Weg als Profi so für mich in einer Weise funktioniert, daß ich ihn auf eine Vollberuflichkeit ausdehnen möchte oder nicht. Genau um das herauszufinden, hab ich die Zwischenlösung mit der hauptberufl. Festanstellung. Sachen, die mich stören, kann ich entweder eliminieren oder nicht. Indem ich mein Konzept und Angebot anpasse und dazulerne, mich erweitere und ausprobiere. Sehe, was funktioniert, was für mich funktioniert, und wie gut es funktioniert (dh. auch, wieviel Geld es bringt und wieviel Kosten es verursacht, wieviel berufl. Freude und Befriedigung es bringt und wieviel Frust).


6) Storno: Vielleicht wird meine eigentliche Frage ja im neuen Thread zum Thema Anzahlung mitbeantwortet? Dieser Thread ist ja mehr zu einer Angriffsfläche und einem Kleinkrieg über meine Person, mein Konzept, meine Arroganz, meine Naivität etc. geworden. Ich hatte ja ursprünglich hier aber durchaus auch mal Gäste nach ihren Erfahrungen mit Anzahlungen/Stornogebühren gefragt, bzw. zu ihrer diesbzgl. Meinung. Mit Stornogebühren gibt es offenbar keine Erfahrungen, weil ihr das alle für schwachsinnig haltet. Was nicht heißt, daß ich nicht trotzdem für mich und meine Interessenten die Regelung einführen kann, daß ein Ersatztermin nach kurzfristiger Absage grundsätzlich nur noch vergeben wird, wenn ich zuvor ein Stornogeld bekomme.

7) Mißverständnis bzgl. Storno-Idee / Realisierbarkeit :

Daß ich Stornogeld nicht einfordern kann von einem Gast, der mich von vorneherein nur für einen Kopffick foppen wollte und den ich nie zu Gesicht bekomme, hab ich hier von Anfang an gepostet!
Klar ist auch, daß das gilt für Faker, die ständig ihren Namen wechseln.

Ich hab mich ausschließlich auf seriös gemeinte Anfragen bezogen, die einfach unverbindlich ohne böse Absicht gecancelt werden, weil sich der Kunde schlichtweg nicht bewußt gemacht hat, daß ich mir meine Freizeit individuell einteile in Kundensessions und Privatzeit und eben nicht "sowieso daheim" bin. Ich finde es nicht grundverkehrt, hier eine Parallele zu Escort-Girls zu ziehen. Hauptunterschied ist nur, daß ich meist nicht "besuche", sondern "empfange" - aber aufgrund verbindlicher Terminreservierung. Wenn jemand fest bei mir bucht, dann muß ich mich darauf verlassen können.
Oder man soll so fair sein, von vorneherein zu sagen: "Ich komm nur vielleicht", denn dann kann ich auch antworten: "Gut, ruf vorher durch, ich bin dann nämlich auch nur vielleicht da und hab nur vielleicht Zeit". Nur einseitige Verbindlichkeit neben anderseitiger Gedankenlosigkeit/Respektlosigkeit erzeugt den Frust!

Ich hab schon immer die Wörter "verbindlich reservieren" oder "buchen" verwendet, wenn ich per Email einen Termin ausgemacht hab. "Soll ich dir den Dienstag abend verbindlich reservieren?" oder "Laß mich bitte wissen, welchen der vorgeschlagenen Termine du ggf. verbindlich buchen möchtest." Künftig werde ich schlichtweg ergänzen, daß ich mit "verbindlich" wirklich "verbindlich" meine. Denn das sind die Situationen, die mich nerven: wenn ich eine entsprechende Zusage habe und DANN versetzt werde. Ich werde meinen Gästen aber offenhalten, alternativ einen Termin unverbindlich anzuvisieren - der ist dann aber auch meinerseits eben unverbindlich.

Eine Verbindlichkeit kann sich dann, denke ich, auch in einer Storno-Vereinbarung niederschlagen. Die übrigens auch für mich gelten würde, falls mir etwas dazwischenkäme: dann würde ich dem Gast seine Folge-Session entsprechend ermäßigen, denn gleiches Recht für beide Seiten....


8) Freiheit zu Trial & Error :

Vielleicht(?) ist auch einfach anders, daß ich mein Service-Angebot bzw. einfach dessen Ausschreibung modifiziere/verändere/verfeinere, wenn ich einen Bedarf feststelle.
Anstatt dem "Friß oder stirb" ("Gewöhn dich dran") bastele ich an der Formulierung meines Serviceangebotes so lange herum, bis es paßt oder zumindest besser für mich paßt.
Die Freiheit hätte ich nicht als Mitarbeiterin in einem Studio.

Auf diese Weise hab ich zuallererst herausgefunden, daß ich trotz aktiv/passiver Neigung nicht mehr aktiv/passiv, sondern ausschließlich aktiv arbeiten will (denn ich fühle mich zu oft nicht wohl mit den prof. Bottom-Settings...)
Zunächst, daß ich mich nicht als Domina & Herrin bewerbe, ohne den Aktiva-Aspekt zu betonen (sonst krieg ich zu devote Gäste & es paßt nicht zusammen...)
Auch, daß ich meine angeblich "zu akademische" Seite gleich auf "betont akademisch" umstellen will, war so ein Schritt (damit hatte ich von Kundenseite gute Resonanzen und einen erwünschten Filtereffekt, auch wenn ihr mich hier dafür niedertrampelt....)
Und jetzt eben: Daß sich "Verbindlichkeit" auch wirklich als "Verbindlichkeit" etablieren muß, und ich das von vorneherein auch mit fin. Konsequenzen (FALLS ein Ersatztermin anberaumt werden soll) klarstellen werde.

9) Danke

Nun habt ihr mir durch eure Angriffe doch tatsächlich geholfen, indem ihr mir gezeigt habt, daß die Bedeutung meiner Formulierungen mir zwar klar vor Augen lag, aber die Wortwahl offenbar Mißverständnisse ohne Ende hervorrief (seht ihr das jetzt auch so? oder seid ihr immer noch gegen mich? ist obige Formulierung klarer?) .... Kann sein, daß ich jetzt immer noch eure Feindseligkeit ernte, aber ich bin mir in meiner Position jetzt noch sicherer. Denn "Gewöhn dich dran" ist nicht mein Weg! DomHunter hatte recht mit seiner Einschätzung von meinem Hang zur Perfektionierung (und offenbar auch mit seiner Einschätzung von Trotteligkeit / mangelnder Einfühlung in der Kommunikation mit Leuten, die andere Wege gehen)

Viele Grüße, Sara

Mi, 07.Feb 2007, 20:55
sara hat geschrieben:DomHunter hatte recht mit seiner Einschätzung von meinem Hang zur Perfektionierung (und offenbar auch mit seiner Einschätzung von Trotteligkeit / mangelnder Einfühlung in der Kommunikation mit Leuten, die andere Wege gehen)

Viele Grüße, Sara
Ich brings mal kurz und knapp auf den Punkt:

Du bist anders, aber anders sein heisst nicht gleichzeitig, schlechter sein.
Ich mag Querdenker, eine gewisse Art von Unangepasstheit, Gegen-den-Strom-Schwimmer, auch wenn oft durch unglückliche Formulierung oder Ausdruck falsche Eindrücke entstehen.

Anderswo sagte ich es bereits - S/M lebt auch durch seine Vielfalt.
Eine Idee zu haben und sie versuchen, durchzusetzen, auch mit Nachdruck und aller Macht, ist immer ein Versuch wert.

Die Erfahrungen, die man dabei sammelt, prägen und formen einen.
Das hast Du sicher noch vor Dir im Laufe der nächsten Jahre.

Mut, Sara, hast Du jedenfalls. Auch ( oder weil? )wenn Du Dir permanent den Weg des grössten Widerstandes aussuchst.

DomHunter winke winke
( ...Strap-it-On... )
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http://www.flash-emotions.com
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http://www.domina-portrait.com

obwohl

Mi, 07.Feb 2007, 23:41
DomHunter hat geschrieben: Ich mag Querdenker, eine gewisse Art von Unangepasstheit, Gegen-den-Strom-Schwimmer,
...und für Geradelinigkeit zahlt man oft..einen hohen Preis.

@sara

obwohl Du mit Deinem permanentem Pochen auf Deinem Akademikerstatus bei mir 200prozent Prolet ziemlich bourgeois rüberkommst..

obwohl Deine Vorstellung von Stornogebühren mir einmal mehr die Nullrisikomentalität von Akademikern bewusst macht..

obwohl in Deiner Erwartungshaltung bei mir der Eindruck ensteht,als würde eine das bisherige Leben Wohlbehütete glauben ,Domina sein sei wie ein KaderJob in der Verwaltung..


mag ich Deine Offenheit ,und finde ich es ganz toll von Dir,das Du nicht klein beigibst.


gruss Mech
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

Re: doch noch ein Statement

Do, 08.Feb 2007, 02:13
@ sara,

nach deinem letzten Posting kommt für mich ein wenig Licht in die Sache. Anders sein ist das eine. Jede von uns ist anders als die andere.
sara hat geschrieben:Was ich nicht kann/bin: Eine typische Femdom.
Ich bin weder Femme (...) noch Domme, sondern aktives/passives SM-Spielkind.
...
Perücke über den damals teilrasierten Schädel (Shaving ist mein Fetisch), HighHeels an die flachschuhgewohnten Füße, als SM-Lesbe hab ich nie Absatzschuhe tragen müssen und auch nie mit Dominanz verbunden, da denk ich eher an Boots.... viel mehr Schminke ins Gesicht (womit ich mich gefühlt hab wie ein TV). Und ein gewisses distanziertes souverän-dominantes Auftreten als Standardverhalten gegenüber den Gästen, das mir auch nicht entsprach.
Daß du in deinem Outfit und Styling eher ungewöhnlich bist, für eine Frau die für zahlende Hetero Männer Interessant sein möchte, ist spätestens jetzt auch mir klar und dich darin zu ändern wird nichts bringen. Für einen üblichen Studiobetrieb der klassischen Dominanz wäre das aber nichts, da du dich sonst zu sehr verbiegen müsstest, um Erfolg zu haben.
sara hat geschrieben:Ich will nicht die Femdom SEIN , aber ich will sie INSZENIEREN KÖNNEN. Und DAS muß ich lernen. Um keine Illusionen zu verkaufen, würde ich meine Gäste jedoch weiter darauf hinweisen, daß ich keine Femdom BIN.
Hm. Wenn du keine bist, aber lernen würdest eine zu inszinieren, das entsprechend bewirbst, bekannt machst und Gäste die das suchen glücklich machen kannst, was sonst als eine Illusion wäre es dann? Gut geschauspielert? Ist Schauspielern was anderes als anderen eine Illusion glaubhaft zu machen? Was wäre schlecht an einer von dir gut rübergebrachten Illusion?
sara hat geschrieben:Erläutert dir das nun die Passage, nach der du gefragt hast? Wieso ich ein rituelles Auftreten derzeit nicht beherrsche, künftig zu lernen bereit bin und trotzdem als professionelles Grundauftreten für mich (nicht für andere!) weiterhin ablehne?
Ja das tut es. Wenn du vorher und nacher nicht so distanziert bist, wie du das anderswo bei Dominas mitbekommen hast, dann ist das eben dein anders sein. Und wenn ein Gast mit dieser deiner inszenierten Femdom Illusion glücklich und zufrieden ist - was ist schlecht daran?
sara hat geschrieben:Ich muß herausfinden, ob der Weg als Profi so für mich in einer Weise funktioniert, daß ich ihn auf eine Vollberuflichkeit ausdehnen möchte oder nicht. Genau um das herauszufinden, hab ich die Zwischenlösung mit der hauptberufl. Festanstellung. Sachen, die mich stören, kann ich entweder eliminieren oder nicht. Indem ich mein Konzept und Angebot anpasse und dazulerne, mich erweitere und ausprobiere. Sehe, was funktioniert, was für mich funktioniert, und wie gut es funktioniert (dh. auch, wieviel Geld es bringt und wieviel Kosten es verursacht, wieviel berufl. Freude und Befriedigung es bringt und wieviel Frust).
Das was ich als dein 'neues' oder anderes Konzept verstanden habe ist doch folgendes: Eigene private Räume, Termine nur nach Vereinbarung, du agierst als reine Aktiva ohne Herrinnen-Gehabe. Meiner Meinung nach ist das weder neu noch anders.

Aber das eigentliche Thema waren die Terminversetzer. Als Anfängerin in der Profi-Szene hast du weder die Erfahrung Fakes am Telefon leicht zu erkennen, noch hast du bereits Stammgäste mit denen du aufbauen kannst und die Möglichkeit, daß mal einer in der versetzten Leerlaufzeit unangemeldet vor der Türe steht ist auch nicht gegeben. Deine finanzielle Unabhängigkeit dürfte hier von Vorteil sein.

Zum Thema Terminversetzer hat die Kollegin Anna von Sax in ihrem eigenen Forum hier einen Beitrag gestartet, in dem du sicher noch weitere interessante Beiträge zm Thema finden wirst.
http://www.dominaforum.net/forum/ftopic8886.html

Gruss
Lady Lotus
Am 1. Tag erschuf Gott den Hund.
Am 2. Tag erschuf Gott den Menschen, damit der sich um den Hund kümmert.
... Punkt 3 - 6 (Ihre Signatur ist zu lang.)
Am 7. Tag wollte Gott sich ausruhen, aber sie musste mit dem Hund "Gassi gehen".
©LadyLotus

Do, 08.Feb 2007, 12:08
sara hat geschrieben:Als ich zu MacLaine ins Studio kam ..., gab es die ersten Anweisungen, wie ich auszusehen hätte: Perücke über den damals teilrasierten Schädel ..., HighHeels an die flachschuhgewohnten Füße ..., viel mehr Schminke ins Gesicht (womit ich mich gefühlt hab wie ein TV). Und ein gewisses distanziertes souverän-dominantes Auftreten als Standardverhalten gegenüber den Gästen ...
Die Verkleidung hätte ich zu gerne gesehen ... hätte mir einen Frack ausgeliehen - und wir hätten "Ein Maskenball in Berlin" gespielt! :-D
-Platon-

Do, 08.Feb 2007, 13:11
Schön, daß mein letzter Beitrag offenbar erhellend war :)

Schön auch, daß mir inzwischen doch einige von euch auch nette Sätze schreiben :)

@Lotus (Andersartigkeit + Illusionen) :

Ich bin vermutlich "anders" als der Mainstream in verschiedenen Punkten, aber ich glaub nicht, daß es daran liegt, eigene Räume zu haben (allerdings ist es glaube ich durchaus unüblich, diese so gaystyle-mäßig zu gestalten wie ich). Ich glaube aber, daß ich in eigene Räume rein muß, WEIL ich "anders" arbeite und deshalb schlecht in ein Studio passen würde.
"Anders" ist
- mein Aussehen & das Aussehen meiner Räume (eher karg als mit Zierden), beides orientiert sich an meiner lesbisch-queeren Szeneprägung
- meine Forderung nach Verbindlichkeit / Geschäftscharakter / keine Illusionen (das orientiert sich gewiß an meiner konservativen Erziehung, vielleicht eben auch meinem akad. Background, vermutlich auch mein Eigenbedürfnis nach klaren Regeln..... )
- ich will den Kunden eben gerade NICHT rasch vergessen lassen, daß ich mich ihm gegenüber als prof. Serviceleisterin sehe, ich geben ihnen in diesem Punkt KEIN Privatgefühl;

ich will, daß er sich dessen bewußt ist und mich deswegen bucht, WEIL ich eben nicht MEINE, sondern SEINE Neigung (in gewissen Grenzen, mit denen ich mich noch wohlfühle) in den Vordergrund stelle (privat und o.f.I. - bzw. auch wenn ich selbst zahlen würde für ein Date - wäre das genau umgekehrt, ich bin ja dann selbst die "dominant bottom") und SEINE Fantasien mit ihm / für ihn (auf Basis meiner SM-Erfahrung, aber unter Zurückstellung meiner Vorlieben) umsetze;

ich spreche ja auch DESHALB von "Fantasy Design" und "SM Coaching" und "Service Topping" (ja, ihr sagt "blödsinnige Wortkreationen" dazu -> aber WEIL es scheinbar "anders" ist, brauche ich vielleicht auch eigene Wörter?) und biete NUR das professionell an :

ich lasse ihn an meiner privaten Erfahrung und meinem privaten Wohlwollen für SM teilhaben, ich plaudere auch bis zu einem gewissen Rahmen aus dem privaten Nähkästchen (so wißt ihr z.B. jetzt alle, daß ich privat queer/lesbisch-passiv orientiert bin) aber ich empfinde es als grenzverletzend, wenn der Kunde fragt: "Was sind denn nun konkret deine privaten Neigungen? Was kann ich denn das nächste Mal für dich tun?"

der Kunde soll nichts für mich tun (er bezahlt und bekommt für seine Zahlung geboten, daß ich etwas für ihn tue, s.o.) , das empfände ich als unerwünschte Vermischung der Ebenen ! (siehe Thread: Die Frage nach dem Spaß)

- daß ich somit auch Dominanz NUR als Inszenierung anbiete (und das explizit betone)


Illusion: Ich halte es für Illusion, wenn ich vorgebe, etwas zu sein, was ich nicht bin. Nicht, wenn ich die "Schauspielerei" explizit herausbetone. Es kann eine kreative Schauspielerei sein, die mir auch Spaß machen kann: In Rollen zu schlüpfen. Während -glaube ich- die meisten Dominas zwar
Mutti-Baby, Gefangenenwärterin-Knastinsasse, Pfarrerin-Konfirmand, Lehrerin-Schüler etc. als Rollenspiel sehen, sehen sie "Klassische Dominanz" nicht als Rollenspiel. Ich würde die eben auch als Rollenspiel sehen, Herrin-Sklave wäre genauso ein Spiel wie die o.g. Spiele für mich ..... und Wert darauf legen, daß der Kunde das begreift ! Vielleicht(?) liegt hier ein Unterschied: Mir ist es wichtig, daß vorher/nachher eine Kommunikation auch über mein/sein SM-Verständnis stattfindet und daß das passen muß. Einer der wenigen Fälle, wo mal ein Gast zum Vorgespräch da war und dann beide einig waren, daß es nicht paßt: Er wollte in der Session vermittelt kriegen, daß Frauen Männern grundsätzlich überlegen sind. Ich hab ihm gesagt, ich werde diese "Überzeugung" auf SEINEN Wunsch hin in der Spielszene vertreten, aber ich würde sie NICHT teilen und genauso falsch finden wie das Gegenteil, daß Männer Frauen überlegen seien. Der Gast war bei mir falsch..... Der wollte nicht hören, daß ich die Meinung nicht habe, die ich im vorgegebenen Setting "spiele". Mir ist es wichtig, daß mein Gegenüber auch meine "echte" Meinung kennt. Mag unprofitabel sein, ist mir aber wichtig.

@Platon: Also femmiger stylen als DU mich gesehen hast, kann ich mich schon. Ich trage auch vorübergehend Heels - wenn ich weiß, daß das mein Gegenüber kickt.
(ich mag den Fetisch-Charakter davon durchaus auch, würde solche Schuhe aber nie länger als eine Stunde tragen :) - im passenden Setting halt, bei passenden Reaktionen, mag dann auch selbst das Visuelle ausreizen, es KANN zur Gestaltung passen....)
Ich MAG ja die Vielfalt der Fantasien, ich würde gern die ganze Palette abdecken können, deswegen ja auch die Bereitschaft zur Femdom-Ausbildung.

Ergänzung @Lotus (was ich nicht kann, aber lernen mag): Es fehlen mir auch noch Techniken im Klinikbereich, bei denen ich mich noch nicht profi-sicher fühle....da wäre vielleicht ein Workshop hilfreich.....auch das steht schon irgendwo hier gepostet.....

@ alle, die noch mitlesen: Wirklich schön, daß sich scheinbar doch einiges noch aufklären/erklären läßt.... danke....

Do, 08.Feb 2007, 16:35
sara hat geschrieben: @Platon: Also femmiger stylen als DU mich gesehen hast, kann ich mich schon.
Das ist mir klar, daß ich nur EINE von vielen möglichen Facetten gesehen habe.

Schön, daß es Sie gibt - im Forum und vor allem in der Realität!

In meinem Kopfkino bastel´ ich schon an weiteren Phantasien, die ich gerne mit Ihnen inszenieren würde. In "meinen Szenarien" kommen definitiv Boots und nicht Heels vor. Auch insofern bin ich wahrscheinlich eher der "undurchschnittliche" Kunde/Gast - "undurchschnittlich" nicht im Sinne einer Wertung, sondern in dem Sinne, daß ich mit dieser (und manch anderer) Vorliebe wahrscheinlich eher zu einer "Kundenminderheit" als zu einer "Mehrheit" der Gäste zähle.

Nochmal zu Ihrem ursprünglichen Thema: Stornogebühren. Stornogebühren halte ich für theoretisch denkbar, aber nicht für praktisch durchführbar. Ich denke, daß der Kunde/Gast dann entweder überhaupt keinen Folgetermin machen wird, oder er wird endlose Preisverhandlungen anzetteln. Gleichwohl: Wie alles im Leben könnten Sie es einfach mal ausprobieren und sehen, welche Erfahrungen es damit gibt. Anzahlungen halte ich im Gegensatz zu Stornogebühren für durchaus praktikabel - zumindest im Einzelfall.

-Platon-

Probieren

Do, 08.Feb 2007, 17:55
Hier ein Beispiel für so einen aus meiner Sicht gelungenen Mailkontakt: Nachdem ich Terminvorschläge unterbreitet hatte und der Interessent darunter eine Auswahl getroffen hatte, kam von mir folgende Bestätigung für seinen Terminwunsch :


Hallo XXX,
gut ich reserviere dir also den X.X. um X Uhr . Die Reservierung ist allerdings verbindlich: Solltest du kurzfristig absagen, würde ich Y Euro als Stornokosten verlangen - denn es kam leider nun schon mehrmals vor, daß ich einen Abend extra für jemanden fest freigehalten habe (d.h. eigene private Vorhaben oder andere Kundenanfragen abgesagt habe) und dann letztendlich versetzt wurde, was die Kunden als "rechtzeitig" empfanden, mir aber meine ganze Planung durcheinander brachte und meist einen "leeren" Abend bescherte. Hoffe auf dein Verständnis und bitte nochmals um Bestätigung.
Lady Sara


An dieser Stelle hatte der Gast die Wahl, zu sagen : "Nee, das ist mir zu blöd, lassen wir es wieder" bzw. sich nicht mehr zu melden. Wenn ich nichts mehr von ihm höre, wäre ich meinerseits nicht verbindlich verpflichtet gewesen. Stattdessen kam jedoch folgende Antwort:

Prima, ich bin gerne verbindlich und sollte wirklich etwas dazwischen kommen, zahle ich selbstverständlich die Storno.
Zuletzt geändert von sara am Mi, 14.Feb 2007, 01:23, insgesamt 2-mal geändert.
Gesperrt

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