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So, 27.Nov 2005, 23:29
Wenn ich die Texte von einigen hier lese, verstehe ich schon, warum sie nicht das bekommen, was sie erwarten....sie sollten dann aber das erhalten, was sie verdienen...(einen Tritt in den Hintern und die Türe zu geschlagen zB) zZ

Mo, 28.Nov 2005, 00:53
@gast46
Viele Forumsteilnehmer haben schon wissen lassen, dass sie zum großen Teil nur „mitlesen“ – vielleicht solltest Du Dich auch darauf beschränken…!?

@Lady Marfa
Sie haben doch sicherlich gelesen, dass ich mit meinen Postings polarisieren möchte – und auf die Reaktionen zu meinem letzten Posting bin ich nun wirklich sehr gespannt. Auf Kleingeistigkeiten wie bei Gast46 – Typ „auf den fahrenden Zugspringer“ – kann ich hierbei gut verzichten bzw. überlese diese. Ich bin auch der Meinung, dass sich dieser Thread nicht selbst überholt bzw. im Kreis dreht - denn, wer Dienstleisterin ist und wie die Preis-/Leistungsverhältnisse sind, wurde Gott sei Dank schon in anderen Threads hinreichend besprochen. Deshalb hoffe ich auf weiterin rege Anteilnahme an diesem Thema hier - danke, schmerzherzen.

Was die Beurteilung meiner Persönlichkeit anbelangt, gratuliere ich Ihnen – ehrlich! Ich bin Patient und Geniesser – bereit, sowohl Schmerzen zu ertragen als auch Wärme zu empfangen – der von mir geforderte Spagat zwischen Klinikbehandlung, Fürsorge und Studio-Dominanz im Zusammenhang mit Dehnungsspielen bis Strap-On, CBT und Harnröhrenfolter bis zur Zwangsentsamung. Direkt devote oder dominante Eigenschaften im klassischen Sinne habe ich an mir bis heute nicht entdeckt (die Dame hat auch bei Strap-On keine Macht über mich) – dazu habe ich vor einigen Monaten auch schon einmal eine Frage gestellt, die leider unbeantwortet blieb (von wegen Kopf freimachen und so…, das Thema wurde von den Mod´s verschoben und ist offensichtlich untergegangen). Es liegt mir in jedem Fall fern, im Schutz von Anonymität irgendwelche Personen direkt zu beleidigen oder zu kompromittieren – ich treibe keine Machtspiele, weil dafür auch die Freizeit noch zu kostbar ist. Meine Postings spiegeln meine Erfahrungen aus „Literatur“, Internet, eigenen Studiobesuchen und einmaligen Kontakten in der Szene wider – und da rede ich auch schon mal gerne von „knallhartem Business“.

Teller hat vollkommen recht – bei einem Studiobesuch mit der Anmeldung „ich hätte gerne eine GynStuhlbehandlung“ liefere ich mich der Dame aus und riskiere eine kompetente und gute, aber letztendlich vielleicht auch unbefriedigende Behandlung, weil ein bestimmtes Detail einfach gefehlt hat. Das Geld ist futsch – und in diesem Fall muss ich damit leben können. Im Idealfall fahre ich zum Studio und habe das Glück, sogar die von mir insgeheim schon ausgesuchte Dame anzutreffen. Ich schildere meine (F)Phantasie (ich habe Streit mit der neuen Rechtschreibung!) möglichst detailliert und die Dame sagt mir „tut mir leid, das ist nicht machbar“ – schade und ich fahre wieder nach Hause. In einem anderen Studio sagt die Dame (gleicher Typ, annähernd gleiches Aussehen) – „oh, das klingt lustig – wir können dieses und jenes, aber nicht alles – wir lassen den Katheter weg und dafür bekommst du einen Analplug eingeschoben, bevor ich dich auf der Liege fixiere, weil es in zwei Stunden nicht zu schaffen ist“ = Jaaaa, Lady Marfa, das nenne ich dann eine ideale Verhandlungsbasis zur beiderseitigen Befriedigung. Insoweit gebe ich sogar Lady Tara in Teilen recht, wenn sie die „Herrin“ ist – mir hat nur der Ton nicht gefallen, wie sie „schmerzherzen“ niedergemacht hat - es gibt nämlich einen feinen Unterschied zwischen einer Session und Meinungsäusserung in einem Forum.

Lieben Gruß
Kranker %doc%
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

Mo, 28.Nov 2005, 02:53
Da habe ich ja was angerichtet.... :shock:

Und wahrscheinlich hat Kranker auch recht, wenn er meint, dass ich mich mit diesem Thread in Gefahr begehe, mich zu wiederholen, aber mir brennt das Thema einfach unter den Nägeln. Nicht, weil ich hier (frisch) im Forum nur rumnörgeln möchte, sondern weil ich wissen möchte, wie es euch da draussen bei diesem Thema so ergeht. Nicht, um eine gemeinsame enttäuschte Sklavenfront zu bilden, sondern um die Tücken von Kommunikation zu diskutieren. Dieser Thread ist das beste Beispiel dafür.

Jetzt wiederhole ich mich wirklich (ist das letzte Mal, versprochen :) ) :
Um mal ein bißchen konreter zu werden: seit 10 Jahren gehe ich relativ regelmässig in Studios. Vieles, was meine Phantasie heute anregt, habe ich in Session zum ersten Mal kennengelernt. Aber vieles ist auch seit nun bald 20 Jahren gleich geblieben und das erzähle ich auch immer im Vorgespräch:
1.) Ich liebe Gewichte (Klammern) an Brustwarzen und Schwxxz.
2.) Zum Schluß möchte ich kniend und geohrfeigt vor der Herrin kniend abspritzen.
3.) Keine Nadeln und keine Hodenquetschungen - Lust und Schmerz sollten sich insgesamt die Waage halten.

Ist jetzt kein sooo enges Korsett, aber selbst diese Eckpfeiler scheinen schon genug "Drehbuch" zu sein, um es einfach zu ignorieren.

Manchmal ende ich ohne eine einzige Klammer (60 Minuten in der Hoffnung: "Jetzt gleich....vielleicht jetzt...), mal als halbe Gummipuppe, mal als Lecksklave und und und. Ich bin nicht schüchtern, druckse im Vorgespräch nicht vage herum.Komme als Privatperson - lasse also die Macht, die ich in meinem Beruf ausüben kann, vor der Türe. Bin bei jedem Studiobesuch auf ein GEMEINSAMES Erlebnis aus und könnte auch mit einer Abweisung leben. Kein Problem. Aber wenn nach einem Vorgespräch gesagt wird: "Na, das dürfte ja nicht allzu schwer sein", dann richte ich mich darauf ein, wenigstens den kleinsten gemeinsamen Nenner zu treffen.

Möchte mit der gleichen Toleranz aufgenommen werden, welche die Damen auch fordern. Und wenn es nicht einige rühmliche Ausnahmen gegeben hätte (z.B. Lady Alexa damals in Stuttgart oder Louiza), dann würde ich gar nicht merken, wie schief das manchmal laufen kann. Von privaten Beziehungen ganz zu schweigen, aber die habe ich ja absichtlich NICHT angesprochen, weil dieser Vergleich immer hinken wird.

@ Lady Tara:
Dieser rüden Tonfall kam dann doch überraschend, zumal mich Ihre Homepage wieder hoffen lies, daß es doch noch Menschen in diesem Business gibt, die während des Spiels noch Menschen bleiben und keine selbstgefällige Machtjunkies. Die die Möglichkeiten eines GEMEINSAMEN Trips noch für selbstverständlich halten.

@Lady Marfa
Der Vergleich mit dem Restaurantbesuch stammt übrigens von Stella. Und ja: manchmal habe ich auch Lust auf Restaurants wie das "Weisse Haus", wo Überraschung zum Konzept gehört, aber trotzdem bleibt auch dort ein Wiener Schnitzel ein Wiener Schnitzel und mutiert nicht zum Jägerschnitzel.
Natürlich macht gerade das Vorhandensein einer anderen Persönlichkeit aus, daß ein Spiel entsteht. Wenn ich eine 1:1 Umsetzung meiner Phantasien möchte, dann hole ich mir einfach mit Kopfkino einen runter. Enttäuschungen ausgeschlossen :)

@ Roxana:
hoffe mit obenstehender Beschreibung die Frage beantwortet zu haben?

@irredentia:
Wohl wissend, daß der Technikervergleich hinkt, nannte ich auch das Beispiel des Architekten, dessen Werkzeuge ähnlich komplex sind.
Für Geld bekommst du immer nur Ware, nicht mehr. Willst du mehr, mußt du wohl die Mühe einer Beziehung auf dich nehmen. Aber da hast du noch weniger Aussicht, durch trotziges Fordern etwas zu ereichen.
DAS ist für mich eine wahre Bankrotterklärung. Schon mal was von Liebe gehört? Eine private S/M Beziehung wird einzigartig durch Liebe, mit Liebe. Das ist der ganze Trick.

@ Helmut
Vielen Dank für die Tips, aber wie Du an meinem Posting erkennen kannst, bin ich von solchen Drehbuchvorstellungen weit entfernt. Werde aber gerne mal bei Tanja und/oder Undine vorbeischauen. Danke.

Drehbuch

Mo, 28.Nov 2005, 09:51
Ihr Lieben,

ich bin erst heute auf dieses Thread aufmerksam geworden, hatte ich doch am Wochenende SM, in dem mein Drehbuch nicht immer berücksichtigt wurde. *grins*

Ja, auch wir Damen haben privaten SM. :)
Das in allen Fällen Undine und / oder Tanja beteiligt sind ist kein Zufall,
die beiden lieben diese Spiele mit Konzept.

Also versuche es mal bei Undine oder/ und Tanja im Studio Rex.
Danke, Helmut winke winke

Gute Vorgespräche zu führen ist sicher eine schwierige Kunst. Auch mir gelingt das nicht immer.

Gerade, wenn ein verunsicherter, schüchterner Gast vor mir sitzt, habe ich oft das Gefühl, als müsste ich ihm seine Phantasien wie Würmer aus der Nase ziehen.

Beliebt ist auch der Satz „wie beim letzten Mal“. Wenn das letzte Mal allerdings ein halbes Jahr her ist, muß ich zu meiner Schande gestehen, dass ich mich höchstwahrscheinlich nicht an das Spiel erinnern kann. :)

Oft trauen sich Gäste auch im Vorgespräch nicht, das zu sagen, was sie wirklich wünschen. Erst im Spiel (und im Moment der Geilheit) kommt dann plötzlich so ein Satz wie „ich möchte von meiner Herrin vollgepisst werden“ und ich wundere mich, weil im Vorgespräch nie von NS die Rede war und kann nur versuchen, mich auf diesen Wunsch einzustellen.

Ein Drehbuch hat viele Vorteile. Der Gast kann sich vorher im stillen Kämmerlein Gedanken machen. Alleine, ohne bohrenden Blick eines dominanten Gegenübers.

Schreiben hilft, Gedanken zu konkretisieren, sich zu reflektieren.
Auf Papier ist man oft ehrlicher als mit Worten (meine subjektive Erfahrung).

Ein Drehbuch kann ja auch in Form einer Geschichte (mit verschiedenen Praktiken) verfasst sein, dann riecht die Abhandlung nicht so nach „Wunschzettel“.

Ich mag sowohl Drehbücher, die mir relativ viel Gestaltungsfreiraum lassen, als auch ganz konkrete „Anweisungen“, wie die Zahl der Schläge, die wann mit welchem Instrument auszuführen sind.

Im ersten Fall wünscht der Gast vielleicht ein kleines „Überraschungshäppchen“ innerhalb seines Drehbuches, im zweiten Fall geht es um die detailgenaue Umsetzung seiner Phantasien.

Beides ist völlig in Ordnung, verstehe ich mich doch durchaus als „Dienstleisterin“. :)

Ein Drehbuch ist mir jedenfalls immer noch lieber als der berühmte Satz „ich mach was Du willst“.

Erstens stimmt das niemals (niemand macht „alles“), und zweitens ist es dann meine undankbare Aufgabe, im Phantasie-Nebel meines Gastes herumzustochern. Und das ist oft für alle Beteiligten unbefriedigend.

Das war’s von mir,

lieben Gruß
Tanja
www.bizarrlady-tanja-hamburg.de

Mo, 28.Nov 2005, 10:16
Schmerzherzen hat geschrieben: @ Lady Tara:
Dieser rüden Tonfall kam dann doch überraschend
Hallo Schmerzherzen,

für den rüden Tonfall entschuldige ich mich nun.

Du hast Recht, dein zweites Posting hat die Erklärung geliefert.

So! klingt das ganz anders und auch für mich nachvollziehbar was deine Gedanken betrifft.

Einen schönen Tag noch

Lady Tara
Es ist viel wertvoller, stets den Respekt der Menschen
als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben.

http://www.galerie-de-sade.de/Hamburg/L ... a2438.html
http//www.sm-feeling.de

Mo, 28.Nov 2005, 14:50
Hallo!

Ich bin völlig neu in diesem Forum, aber speziell bei dem Thema „Drehbuch“ erschließt sich mir nicht völlig, warum eine solch herbe Auseinandersetzung entstehen konnte.
So beruht das hier geschilderte Problem aus dem völlig unterschiedlichen Verständnis, die devote/masochistische Männer (verständlicherweise) von einem Besuch bei einer Profi-Domina haben. Dieses Missverständnis lässt aus meiner Sicht die Auseinandersetzung in diesem Thread weiter eskalieren, als notwendig.

Deshalb möchte ich versuchen, diesbezüglich meine Sicht der Dinge darzulegen:
Das größte Konfliktfeld ergibt sich m. E. aus der Motivation, aus dem ein submissiver Mensch eine Domina aufsucht.
Begreift der Devote den Besuch in einem Studio als eine Dienstleistung (Erinnern wir uns, seit dem 01.01.2002 ist sogar gesetzlich der Begriff „sexuelle Dienstleistung“ für die Tätigkeit einer Domina verankert.), wird er SELBSTVERSTÄNDLICH erwarten, seine Phantasien, seine Vorstellung, SEIN Drehbuch umgesetzt zu bekommen. Er zahlt, die Domina erbringt eine Dienstleistung. Funktioniert das gut, sind beide Seiten zufrieden und man kommt wieder ins Geschäft. Ich behaupte jedoch, dass dies nur klappt, wenn die menschliche Komponente außen vor bleibt, wenn es nur um die Möglichkeit des Auslebens seiner Neigung ging.
Deshalb hinkt der Vergleich mit einem guten Essen. Der Koch wird für seine Fähigkeit, Essen zuzubereiten bezahlt, er entwickelt im besten Fall noch einen Bezug zu seiner Kreation (sprich seiner Leistung), aber hat nie den Bezug zu dem Gast, der es verspeist, in den meisten Fällen sieht er ihn nicht einmal.
Die „dienstleistende“ Domina hat etwas mit ihm gemein: sie SIEHT ihren Gast nicht als Menschen, sie sieht ihn als (mehr oder weniger angenehmen) Geschäftspartner. Sie hat im besten Falle den Ehrgeiz, eine gute Session zu bestreiten und ihn als Kunden zu halten. Was bereits die Dienstleisterin Domina vom Koch unterscheidet ist, dass Sie mit dem Faktor „Mensch“ umgehen muss. Jede Session, mag sie noch so sehr Drehbuch und abgespult sein, ist etwas Einzigartiges, mit einem ganz bestimmten Menschen. Nicht vergleichbar mit einer nach Rezept gekochten Speise.
Das eigentliche Problem jedoch ist: die wenigsten devoten Menschen sind mit einer tatsächlichen Dienstleistung zufrieden, jedenfalls nicht, wenn sie ehrlich zu sich selbst sind. Sie möchten zu Jemandem gehen, der sie so sieht, wie sie tatsächlich sind, mit all den schwachen bis starken Seiten, ohne den Menschen aus dem Auge zu verlieren. Sie möchten Jemandem begegnen, der ihre Wesenszüge, ihre Neigung nicht nur nicht ablehnt (wie es vielleicht unsere Lebenspartnerin tut), sondern sie sogar annimmt und schätzt.
Das sind Dinge, die wir uns (ich behaupte sogar mal dreist, im überwiegenden Maße) wünschen. Aber das sind eben Dinge, die eine Domina, die sich als pure Dienstleisterin versteht, nicht erbringen kann, da sie keinen menschlichen Bezug zu ihren (Geschäfts-) Partnern aufbaut.
Und dann beginnt für eine Frau mit ECHTEN Ambitionen, echten Gefühlen, der eigenen Lust am SM und (für mich vielleicht der wichtigste Bereich) dem zeitlichen Verbundensein mit ihrem Gast eine Gratwanderung zwischen gewerblich erbrachter Leistung und intensiv gelebten Gefühlen. Zwischen dem Wunsch, dem Gast eine für ihn erfüllende Session zu bieten und den eigenen dominanten Zügen, der FemDom in der Domina.

Ich habe diesen Konflikt für mich folgendermaßen gelöst:
Wenn ich eine Domina aufsuche, ist natürlich Sympathie entscheidend. Ohne ein gewisses Mindestmaß an menschlicher Bindung ist für mich keine Session denkbar, da es den, für mich vielleicht verletzbarsten Teil meiner selbst berührt. Es gibt weit gesteckte Absprachen, die einfach notwendig sind (ich glaube, an diesem Punkt waren sich im Nachhinein auch Schmerzherzen und Lady Tara einig im Thread „Gretchenfrage Drehbuch“). Innerhalb dieser Grenzen ist die Lady Herrin des Geschehens. Wenn ich mir etwas anders gewünscht hätte, werde ich das anmerken und sehen, ob die Lady mich und meine Bedürfnisse ernst nimmt. Wenn ich jedoch meiner (in diesem Fall zeitlich begrenzten) Herrin aufoktruiere, wie sie mit mir umzugehen hat, verliere ich einen grossen Teil meiner Devotion und damit beschneide ich mich selbst. Für mich ist eine Session nur erfüllend, wenn ich die FemDom, die mir diese wunderschönen Gefühle verschafft, nicht aus dem Auge verliere.

Es bleibt anderen unbenommen, zu einer dienstleistenden Domina (schon die Verbindung von Dienstleistung und Domina ist für mich angesichts meiner Neigung eher absurd) zu gehen. Aber ich bitte all jene, die danach unzufrieden sind, darüber nachzudenken, woraus das resultiert. Im Gegenzug ist es wahrscheinlich sinnvoll für alle, die genau das suchen – eine Dienstleistung -, sich jemandem temporär unterzuordnen, der genau dies anbietet.


just my two cents
Marcel

Mo, 28.Nov 2005, 16:58
@Marcel
Ein Forum dient nun mal dazu, sich im Rahmen einer Diskussion zwischen unterschiedlich „konstruierten“ Menschen auseinanderzusetzen. Das diese Auseinandersetzung hier eskaliert sein soll, entzieht sich meinem Verständnis – wenn ich da einmal von ein paar Quertreibern absehe. Für einen „Neuling“ im Forum nimmst Du auf jeden Fall eine starke Position ein, wenn Du mit deinem Beitrag den Schlüssel zur Weisheit präsentieren und die Diskussion abschliessen möchtest – so meine persönliche Interpretation Deines Prologs und der Wortwahl. Ich meine sogar, viele Äusserungen schon einmal irgendwo anders in sogenannten Fachbüchern oder Anzeigen gelesen zu haben.

SM ist doch wohl unbestritten das Ausleben von Neigungen in unterschiedlichster Form – Dom und Sub, Sklave, Fetisch um nur einige zu nennen. Trotz Deiner meines Erachtens herauszulesenden Eigenschaft als Sub oder Sklave sprichst auch Du von „weit gesteckten Absprachen, die einfach notwendig sind“ – ein dehnbarer Begriff und durchaus als „Drehbuch“ und in diesem Zusammenhang auch als Selbstlüge zu interpretieren (ich lasse mich da gern korrigieren). Du wirst mir allerdings nicht erzählen können, dass Du die sympathische Domina ein zweites Mal aufsuchst, wenn sie Deine weit gesteckten Absprachen nicht einhält, oder!?

Deiner schlussziehenden Argumentation möchte ich insofern folgen, dass ich für das Ausleben eines Fetisch keine „Herrinen-Domina“, sondern möglicherweise eine dominante Dame oder berührbare Bizarrlady aufsuche, die flexibel und intelligent genug ist, mein Drehbuch-Kopfkino umzusetzen. Ich gehe sogar soweit, dass ich – wenn ich längere Arme hätte – gar keine Dame aufzusuchen bräuchte und entsprechend viele Teuros sparen könnte = aber das ist nicht das Thema! Jeder – wage ich einmal zu behaupten – hat eine Traumsession im Kopf, die er irgendwann auch real umsetzen möchte. Und genau da beginnt die Suche nach der passenden Dame, dem Umfeld und der realen Preis-/Leistungsverhältnisse. Bei mir ist es z.B. so, dass eine Dame mich nie beherrschen wird – ich möchte mich insoweit als eine Art Geniesser dem frivolen Spiel der Dame hingeben – und dazu gehört neben dem Heilungsschmerz einfach auch ein bisschen Wärme (kein Sex oder Sonstiges) und das Gefühl, dass mein Dödel zwischendurch auch einmal angefasst wird (und zwar nicht nur zum Abbinden).

Freundliche Grüße
Kranker %doc%
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

@Schmerzherzen

Mo, 28.Nov 2005, 18:45
Schmerzherzen hat geschrieben:1.) Ich liebe Gewichte (Klammern) an Brustwarzen und Schwxxz.
2.) Zum Schluß möchte ich kniend und geohrfeigt ....................
3.) Keine Nadeln und keine Hodenquetschungen ......................
Hallo Schmerzherzen mit dieser kleinen Wunsch- und Tabuliste bist Du
weit von einem Drehbuch entfernt!

zu Punkt 2) Viele Ladies sind bei Schlägen in das Gesicht sehr zurückhaltend weil da mehr schiefgehen kann als bei einer Rohrstock-Symphonie auf dem Hinterteil.

Die Frage ist: "Warum sagen sie es Dir nicht"

Zu Punkt 1 - 3) Es gibt viele sogenante Ladies oder wie sie sich sonst nennen, die außer bei den Geldscheinen nicht bis DREI zählen können.
Die lesen oder gar schreiben auch nicht hier im Forum denn das können sie oft auch nicht!
Alle Ladies die Das hier lesen sind nicht gemeint.
Gruß von Helmut aus Berlin
Bild

Mo, 28.Nov 2005, 18:59
@ Kranker

Es ist für mich schon erstaunlich, wieviel Du in meine Äusserungen hineininterpretierst, insbesondere da ich meinen Beitrag weder als eine abschliessende Bemerkung, noch als der Weisheit letzten Schluss gesehen habe, sondern ausschliesslich als meine ganz persönliche Meinung betrachte. Von irgendwelchen belehrenden Äusserungen (und nebenbei bemerkt würde es mich doch sehr wundern, wenn Du Beiträge von mir in der Fachliteratur fändest) bin ich ungefähr genauso weit weg, wie von "einer starken Position" als "Neuling" (i am, what i am.). Sofern es eine "Position als Neuer" in einem Medium wie diesem überhaupt gibt. Ich gehe davon aus, dass man sich in diesem Forum, solange es denn höflich geschieht, nicht erst nach einer gewissen Schamfrist zu Wort melden darf.

Zu Deiner konkreten Frage: Nein, ganz gewiss werde ich eine Domina kein zweites Mal aufsuchen, wenn sie sich an Absprachen nicht hält. Aber bei mir zum Beispiel gibt es solche konkreten Absprachen in Bezug auf spezielle Praktiken eigentlich weniger, eher ein Festlegen der absoluten NONOs und sicher ein Hervorheben der von mir favorisierten Vorlieben. Insgesamt bin ich diesbezüglich nur sehr wenig enttäuscht worden, wobei ich vielleicht erwähnen sollte, dass ich viel mehr Augenmerk auf die Chemie zwischen mir und der betreffenden Dame lege, als auf ein, nunja, nennen wir es mal Drehbuch. Damit bin ICH zumindest nur in sehr seltenen Ausnahmesituationen schlecht gefahren. Und wenn es nicht geklappt hat, bringt es m. E. nicht viel, sich lauthals darüber zu beschweren und herumzujammern (darunter fällt für mich NICHT der sachliche und informierende Austausch hier im Forum), sondern ich betrachte es eigentlich eher wie eine (wenn auch extrem kurzzeitige) Beziehung, die zu Ende geht: Ich stelle keine Schuldfrage, sondern es hat für mich einfach nicht gepasst und so geht man eben auseinander.

Deine Aussagen zu Deiner bevorzugten Art der Session kann ich jedoch nicht ganz nachvollziehen. Auf der einen Seite möchtest Du ganz klar DEINE Vorstellung durchgebracht sehen, siehst also in einer dominanten Dame zunächst Jemanden, der "flexibel und intelligent genug ist", Dein "Drehbuch-Kopfkino" zu befriedigen (das ist ja dann die vielzitierte Erfüllungsgehilfin / Wunscherfüllerin / Dienstleisterin). Ja, Du gehst sogar soweit zu behaupten, dass Du eigentlich gar kein Gegenüber brauchst, wenn Du Deine Vorlieben selbst realisieren könntest. Dann aber wünscht Du Dir in gleichem Atemzug "Wärme", Nähe und Berührung. Ich glaube nicht, dass Dir das eine Domina, die sich als Dienstleisterin versteht, geben kann. Zumindest halte ich die Wahrscheinlichkeit für sehr gering. Und dabei ist eher sekundär, ob die Dame berührbar ist, oder nicht. Da zählen wohl eher menschliche Qualitäten.

However, insgesamt bin ich ja gar nicht so weit von Dir entfernt mit der Auffassung, dass jeder sich genau DIE Lady suchen sollte, die den eigenen Vorstellungen am nächsten kommt. Meine werden in diesem Fall ganz bestimmt nicht die Deinen sein. Das hält mich in keiner Form davon ab, Dir in jedem Falle zu wünschen, mit deiner selbstgewählten Form von SM möglichst glücklich zu werden.

just my two cents
Marcel

Drehbuch

Mo, 28.Nov 2005, 22:02
Hallo zusammen,

ich lese seit gestern in diesem Thread mit und habe mir dazu so meine Gedanken gemacht.

Ich denke mir, ohne eine gewisse Art Drehbuch geht es gar nicht. Sind wir doch mal ehrlich und machen uns selbst nichts vor: Die meisten Studiogänger heute suchen nicht den klassischen SM eines Severin in den Büchern von Leopold von Sacher-Masoch, will sagen, eine Unterordnung unter den Willen der Herrin, die mit dem Sklaven machen kann, was sie will, sondern die meisten Studiogänger heute suchen gerade die Erfüllungsgehilfin, die Umsetzerin gewisser Fantasien, mehr oder weniger Drehbuchausführerinnen. In den letzten 15 Jahren haben sich die Dominastudios in Deutschland in einer Weise vermehrt, dass man gar nicht umhin kann, festzustellen, dass es die "Kundschaft" in dieser großen Zahl unter den klassischen Sklaven gar nicht geben kann, denn so viele Männer, die das suchen und wollen, gibt es nun auch nicht, ebenso gibt es aber wirklich wenige dieser "echten" Herrinnen, die den klassischen Sklaven entgegenkommen und der passende Gegenpol für sie sind. Ich bin kein Sklave und bezeichne mich auch nicht als solcher, und die Domina, bei der ich vergangenen Oktober meine erste Session erlebte, kam mir entgegen, indem sie auf meine antasien einging und ich habe eine gute Session erlebt und werde wieder zu ihr gehen. Und so geht es vielen, oder sie waren eben nicht zufrieden und gehen nicht mehr zu der Dame, die sie enttäuscht hat. Ich liebe Distanz, bevorzuge keinen direkten Körperkontakt, dafür muss die Dame mit mir sprechen und ich liebe Nadeln und Peitschen. Die Optik interessiert mich aus naheliegenden Gründen überhaupt nicht, bei mir stimmt die Chemie eben anders oder auch nicht. Tatsache ist jedoch, wenn mich eine Domina während einer Session nach einem Vorgespräch, in dem ich meine Tabus erwähnt habe, zu denen NS gehört, wenn sie mich also dann, wenn ich gefesselt bin, zwingen würde, NS zu schlucken, dann würde ich ihn ihr erstens vor die Füße kotzen und zweitens sie unr ihr Studio hier im Forum so sehr niedermachen, dass sie es in absehbarer Zeit dichtmachen könnte. Wenn Domina also auf Gast, Kunde, Klient, wie ihr wollt, nicht eingeht, dann ist das am allerersten schlecht für ihr eigenes Geschäft. Wenn Schmerzherzen hier erklärt, er sagt der Dame, er steht auf Klammern und bekommt dann keine einzige in der ganzen Session, dann hat die Lady ihren Job verfehlt. Denn er hat ihr ja nicht gesagt, sie soll machen, was sie will, das sagt ihr vielleicht der nächste Gast, und wenn der dann etwas bekommt, was er eigentlich lieber nicht haben wollte, dann ist er selbst schuld, er hat ja vorher nichts gesagt.

Ich bleibe also bei meiner Feststellung: Ein Drehbuch in gewissem Sinne muss sein.

Das war jetzt meine persönliche Meinung, ein bischen Erfahrung durch eine einzige Session und ein paar edanken.

Bis neulich: Dreiachser.

Mi, 07.Dez 2005, 00:07
Hallo,

wegen Zeitmangel habe ich den Thread nur überflogen, möchte aber dennoch was dazu loswerden, auch auf die Gefahr hin, vielleicht etwas zu wiederholen, was bereits gesagt wurde.

Ich möchte vorher darauf hinweisen, dass ich nur für mich bzw. uns spreche, ich bitte darum, das nicht zu verallgemeinern. Jede Domina ist anders und das ist ja auch gut so.

Sich jemandem auszuliefern, ohne mitzubestimmen, geht privat.
Was wir anbieten, ist schlicht eine Dienstleistung. Ich gehe auch nicht zum Bäcker und bestelle zwei Vollkornbrote, um dann dankend eine Kirschtorte in Empfang zu nehmen - auch wenn sie viel mehr wert ist als die Brote.

Obwohl wir ganz deutlich auch die komplette -soweit machbar- Umsetzung von Drehbüchern anbieten, haben wir bislang noch keines erhalten. Meine Meinung dazu: schade, denn das wäre eine Herausforderung.

Wir müssen sogar meistens um die Beschreibung von Fantasien bitten, die kommen dann gelegentlich auch mit Entschuldigungen und es seien doch nur Anhaltspunkte und wir sollten sie nicht so ernst nehmen und .... häääää?
Manchmal versuche ich zu glauben, dass unsere Fantasie getestet werden soll und unsere Fähigkeit, Dinge zu erraten - aber tatsächlich glaube ich, dass sich da einfach so ein ungeschriebenes Gesetz eingebrannt hat: "sag nicht, was du willst, sonst wird die Domina ungehalten".

Nö, werd ich nicht. Wenn ich weiß: er möchte den Dildo erst nach dem Rohrstock und dass ich ihm ins Gesicht spucken soll, kurz bevor er kommt, dann sind das für mich wertvolle Infomationen und WIE ich das umsetze, das bleibt meiner Kreativität überlassen. Meine Beziehung zu dem Gast bleibt von solchen Wünschen unbelastet, ich fühle mich nicht herabgesetzt, wenn ich sie erfülle. Dafür bin ich doch da, dafür mache ich doch diese Arbeit.

Und auch wenn da jemand ganz viele Wünsche hat und ich im Vorfeld schon abschätzen kann, dass ich die nicht unterbringen kann im vorgesehenen Zeitfenster, dann kommt entweder eine Eingrenzung auf das für den Gast wichtigste oder aber das Übergeben der Entscheidung an mich.
Wie ich von einem gewünschten Punkt zum nächsten überleite, was ich selbst noch hinzufüge (hach, in Wünschen kann man wie im Kaffeesatz lesen :-D ), das wird doch erst in der Session offenbar.

Außerdem, wie bitter ist das denn, wenn jemand vielleicht lange gespart hat, um den Termin vereinbaren zu können, seit Ewigkeiten seine Träume mit sich rumträgt und die, die ihm nun den Himmel auf Erden bereiten könnte, sagt "nö, ich bin doch Domina, ich entscheide" - vielleicht nicht mal laut, so daß er die für sich richtige Entscheidung treffen kann, sondern nur für sich, so dass das traurige Erwachen dann kommt, wenn es vorbei ist und ihm nicht einer seiner Wünsche erfüllt wurde?
Da möchte ich mich lieber nicht weiter hineindenken...

WAS immer passieren kann, ist, dass eine Session eine Eigendynamik entwickelt, in deren Verlauf mal was unbeachtet bleiben kann. Davor ist wohl keine gefeit. Aber das ist was anderes.

So, nun dürft Ihr mich gerne vierteilen und mein Domina-Sein in Frage stellen.

Seraphina
"Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel. Der Teufel verändert dich."
***8mm***

Regensburg, 0160 6996 142

http://de-lacrima.de/Kompetenzen.htm

Mi, 07.Dez 2005, 10:43
@Werte Seraphina,
... von wegen vierteilen - mit stolz geschwellter Brust und mit einem gewissen Ausdruck von Zufriedenheit habe ich Ihr Posting zur Kenntnis genommen. Mein Drehbuch ist fertig - es wartet nur noch auf die praktische Umsetzung... und in dieser Hinsicht habe ich auch schon von anderer Seite eine liebe und interessante Antwort erhalten, auf die ich noch zurückkommen muss, wenn Zeit und Lust da sind. Leider mangelt es vielen Damen oder Studios oder Adressen trotz Emailangaben an der nötigen Offenheit, sich zu möglichem Zeitaufwand und dem Obulus oder gar überhaupt zu äussern. Dies kann man(n) aus der Sicht des ehrlich Interessierten nur bedauern.

Liebe Grüße
Kranker
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

Mi, 07.Dez 2005, 11:32
Sehr geehrte Seraphina,

wunderbar Ihre Einstellung, genau das richtige fuer mich. Viele Damen vergessen naemlich, dass es eine gewisse Zeit braucht um a. den obulus zu sparen und b. seine eigene Phantasie reifen zu lassen um sie dann auch benennen zu koennen, was will ich wirklich und welche phantasie sollte ich lieber nicht ausleben.
Ich bin auf jeden fall Ihr fan. vielen dank

bizarre gruesse

kadokian

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