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Zwangsprostitution

Do, 04.Jul 2019, 21:24
Eben läuft Bericht in Kontraste "Prostitution". Natürlich die Breimeier von der SPD, die alles kriminalisieren will. Aber auch die Gegenposition der selbstständigen Sexarbeiterin. Fazit: Die Forderung nach Verbot ist ein wichtiger Schritt, um die Debatte zu beflügeln. Ergebnis offen.

Das betrifft nicht unbedingt den SM Bereich, aber bestimmt in Teilen. Von daher denke ich, dass jeder von uns sensibler werden sollte, ob die besuchte Dame wirklich selbstbestimmt handelt. Bei "günstigen" Preisen sollte man genauer hinschauen. Dazu gehört neben der Zwangsprostitution meiner Meinung nach auch Drogensucht, d.h. wenn die Dame in diesem Bereich tätig ist, weil sie mehr für die gleiche Zeit bekommt. Auch wenn sie dafür "mehr" Service leisten muss. Zunächst macht sie nur die Preise und das Geschäft der seriösen Damen kaputt, nebenbei macht sie aber auch sich selbst kaputt, ist ein potentielles Gesundheitsrisiko und gefährdet andere.

Re: Zwangsprostitution

Fr, 05.Jul 2019, 10:04
Hi champion,
Das ist mir zu einfach - Ich glaube nicht, dass die Gefahr auf Zwangsprostitution zu treffen sinkt, wenn man eur 100 die Stunde mehr zahlt.
Hierfür sehe ich keine Anhaltspunkte.
Ich habe für mich ausgemacht, dass ich bei Dominabesuchen zu 90% auf Milieu treffe. Für die bislang besuchten Damen lege ich für keine einzige die Hand ins Feuer, ob diese nicht auch „gezwungen „ wird mir dominant zuzusetzen.
Ein schlechtes Gewissen bleibt daher bei jedem Besuch ...

Re: Zwangsprostitution

Fr, 05.Jul 2019, 10:40
Das Verhältnis dürfte eher umgekehrt sein, wenn wir es richtig darstellen wollen. Die allermeisten Dominas und Bizarrladies sind selbstbestimmend, gestalten deren Tourenpläne eigenständig, suchen deren Wirkungsstätten selber aus, haben ganz normales Privatleben oft mit Familie und Kind. Wenn Milieu, dann in einigen wenigen Locations selber, diese wenigen Läden findet man aber nicht ( mehr ) im Dominaforum.
Von wegen 90 Prozent Zwang pp. ist, sorry, hausgemachter Quatsch.


DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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http://www.flash-emotions.com
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http://www.domina-portrait.com

Re: Zwangsprostitution

Fr, 05.Jul 2019, 13:26
Sehe ich auch so, ich hatte bei keiner Dame im BDSM Bereich bislang das Gefühl daß es sich um Zwang handelt. In einer persönlichen mißlichen Lage mag sich manche mal befinden, wie halt jeder Mensch - und das schlägt in der Branche vielleicht dann etwas stärker durch.

Dazu kommt daß der durchschnittliche SM Gast vielleicht mal bißchen nervig ist - Gewalttäter und Besoffskis sind aber tendenziell wohl eher in anderen Pay6 Segmenten unterwegs.

Zwangsprostitution

Fr, 05.Jul 2019, 14:09
Ich gehe zu 100% d’accord mit DomHunter und Toy1978!

In den aktiven Phasen habe ich schon einige gewerblich tätige Dominas kennengelernt.
Mit einigen davon verbindet mich auch Privates und somit habe ich auch Hintergrundwissen zum Beruf.
Ich kenne teilweise sogar die Partner und Familien.

Nicht eine einzige der Damen wird da zu irgend etwas gezwungen.
Außnahmen:
Das Finanzamt, welches wie ein Zuhälter an der Prostitution kräftig verdient
und die behördliche „Inquisition“, welche die Damen durch das leidige Schutzgesetz zu unmenschlichen Aktionen zwingt!
(Auch die Würde einer Domina ist unantastbar!)

Mag sein, das es sowas wie Zwangsprostitution im SM-Bereich gibt, meine Erfahrungen sind aber ganz andere.

Re: Zwangsprostitution

Fr, 05.Jul 2019, 23:45
Auch im Stino-Bereich der Prostitution sind längst nicht so viele Zwangsprostituierte wie die SPD-Alice es der Welt weismachen will. Im Rxxxxxxxx gab es auch schon eine Unterhaltung dazu, in die sich Johanna Weber eingeklingt und deutlich gemacht hat wie wichtig es auch seitens der Kunden ist sich zu engagieren; sei es öffentlich oder mit Spenden. Und was soll ich sagen: Leider hat sie recht. Wäre schön, wenn wir (Huren wie Klienten gleichermaßen) nicht drauf angewiesen wären, aber wir brauchen Vertreter, die uns in der irr- und fehlgeleiteten Politik darstellen.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Zwangsprostitution

Sa, 06.Jul 2019, 07:46
Ich hasse diese scheinheilige Diskussion und den Ruf nach Verbot wegen Zwangsprostitution. Nach der Logik hätte man die Branche in der ich arbeite (und alle anderen) zur Zeit der Wirtschaftskrise so um 2008 auch verbieten müssen. Schließlich arbeite ich weil ich das Geld brauchte und wurde ausgebeutet.
Die Politiker wollen Prostitution nicht als Job anerkennen und dann dafür die gleichen Bedingungen schaffen, die ein Job mit sich bringt: Arbeitszeiten, Versicherung, Renteneinzahlung etc... Es erschließt sich mir nicht, wieso man Prostitution wegen häufig schlechter Arbeitsbedingungen verbieten soll und alle anderen Jobs nicht ;).

Re: Zwangsprostitution

Sa, 06.Jul 2019, 07:51
In einem Gespräch mit einer ehemaligen Bizarrlady erführ ich, dass Sie nach ihrem Schulabschluss eine Berufsausbildung absolvierte die aber beendet wurde (vom Arbeitgeber) und Sie keinen Betrieb fand um ihre Berufsausbildung fortzusetzen. Zum Amt wollte Sie aber auch nicht um Hartz 4 zu beantragen (kann ich sehr gut verstehen) und als Hilfsarbeiterin irgendwo für einen Hungerlohn zu arbeiten und sich ausbeuten zu lassen ebenfalls nicht. Da Sie eine gute Ausstrahlung hatte und auf einer Fetischparty erfuhr, dass man im BDSM Bereich brutto 250 bis 300 Euro die Stunde verdienen konnte (brutto 125 bis 150 Euro nach Abszug des Anteils für das Studio) wandte Sie sich an eine bekannte Domina und stellte sich im Studio vor. Dort arbeitete Sie dann 2 Jahre bis Sie ihren zukünftigen Partner (einer ihrer Kunden) kennenlernte und seitdem mit ihm zusammenlebte. Und seit letztem Jahr absolviert Sie wieder eine Berufsausbildung.

Und das Alles ohne Zwang!

Wenn dann müsste man von finanzieller Notlage sprechen, in denen sich manche Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter befinden. Das trifft aber im BDSM Bereich nur auf die Wenigsten zu. Im horizontalen Gewerbe ist das schon eher der Fall. Da bietet aber Hartz 4 auch keine Alternative, da die Menschen von den Jobcentern als Leibeigne behandelt werden und bei Unternehmen arbeiten müssen die ihre Leute wie Vieh oder bessere Sklaven behandeln.

Re: Zwangsprostitution

Sa, 06.Jul 2019, 18:32
AV_ hat geschrieben:
Sa, 06.Jul 2019, 07:51
Da Sie eine gute Ausstrahlung hatte und auf einer Fetischparty erfuhr, dass man im BDSM Bereich brutto 250 bis 300 Euro die Stunde verdienen konnte (brutto 125 bis 150 Euro nach Abszug des Anteils für das Studio) wandte Sie sich an eine bekannte Domina und stellte sich im Studio vor.
50% Abgaben ist aber schon fast sittenwidrig....
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Zwangsprostitution

Sa, 06.Jul 2019, 21:07
Escort-Sklavin hat geschrieben:
Sa, 06.Jul 2019, 18:32
AV_ hat geschrieben:
Sa, 06.Jul 2019, 07:51
Da Sie eine gute Ausstrahlung hatte und auf einer Fetischparty erfuhr, dass man im BDSM Bereich brutto 250 bis 300 Euro die Stunde verdienen konnte (brutto 125 bis 150 Euro nach Abszug des Anteils für das Studio) wandte Sie sich an eine bekannte Domina und stellte sich im Studio vor.
50% Abgaben ist aber schon fast sittenwidrig....
Von dem Stundensatz den mein Arbeitgeber für mich verlangt bleiben mir auch nur 50% oder sogar weniger!

Re: Zwangsprostitution

So, 07.Jul 2019, 06:43
AV_ hat geschrieben:
Sa, 06.Jul 2019, 22:05
@Escort-Sklavin
>50% Abgaben ist aber schon fast sittenwidrig....

Erzähl das mal dem Finanzamt! ;-)

Manch einer hier zahlt als Arbeitnehmer fast 50 % Steuern und Sozialabgaben und das gilt nicht als sittenwidrig.
Steuern und Sozialabgaben empfinde ich auch nicht als sittenwidrig, denn die Sozialabgaben sind ja für dich selbst in schwierigen Lagen wie Arbeitslosigkeit, Krankheit etc. und von den Steuern sollen in aller Regel ja Finanzierungen für die Gesellschaft getätigt werden. Ich wundere mich immer darüber was die Leute meinen wofür Sozialabgaben und so denn sind als ob alles, was sie nicht im eigenen Portemonnaie haben, als sinnlos versickert gilt; das mag in manchen Fällen so sein, wenn man bedenkt, was die Regierung so finanziert, aber Sozialabgaben gehören zu einer der großen Errungenschaften, um die uns viele in der Welt beneiden.
Ich meine lediglich mal, dass die Abgaben in einem Studio keinesfalls so hoch sein können, dass sie es rechtfertigen die Anbieterin mit nur 50% vom Sessiontermin übrigzulassen. Wenn ihr von einer einstündigen Session von den 250 Euro nur 125 Euro bleiben, nichts für ungut, aber dann arbeite ich doch nicht als Bizarrlady/Domina/Sklavin, sondern arbeite von Zuhause aus, mache nur "normale" Sachen, habe einen ausgelasteteren Terminkalender und behalte die 120-150 komplett für mich (vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben versteht sich).
50% abzugeben wäre für mich keine Option. Aber vielleicht bin ich auch blauäugig und kenne die Gepflogenheiten dessen nicht, was meiner Logik widerspricht.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Zwangsprostitution

So, 07.Jul 2019, 06:45
Also mir kommen fast die Tränen.
Fakt ist doch, wie hier festgestellt wurde, es handelt sich bei den Damen die hier schreiben NICHT um Zwangsprostituierte (Selbständige Unternehmerinnen) bzw ich würde es so ausdrücken, sie machen diesen Job freiwillig, weil sie ihn selbst, völlig nüchtern, OHNE Drogeneinfluß und im Vollbesitz Ihrer geistigen und köperlichen Kräfte, ausgewählt haben.
Sie können also frei entscheiden, ob sie diese Arbeit machen wollen oder nicht und auch zu welchen Bedingungen.
Was soll also das Gejammer, dass ich dann nur auf 20€ Stundenlohn komme?
Wenn das nicht reicht, dann muss man als Unternehmerin und auch als Arbeitnehmerin entscheiden, etwas anderes zutun oder versuchen bessere Konditionen rauszuhandeln oder eventuell selber zu investieren und zB ein eigenes Studio gründen und somit die Einkommenssituation zu verbessern.
ich bin selber sein vielen jahren selbständig und musste mich Laufe diese Jahre mehrmals neu orientieren, weil ich eben manchmal auch in Sackgassen gelandet bin.
Man kann leichter ein Atom zertrümmern, als ein Vorurteil

http://www.myblog.de/janus4252

Re: Zwangsprostitution

So, 07.Jul 2019, 08:36
Wie kommst du denn auf Gejammer?

1. 50% Abgaben pro Sessoon empfinde ich als Wucher. Im Lux gibts das deswegen in dieser Form auch nicht.

2. Viele denken sich, oh, die verdienen ja so viel von meinen Kröten. Man muss das aber mal betriebswirtschaftlich aufrechnen und entsprechend ins Verhältnis setzen. Siehe mein Beispiel oben. Dann wird den meisten Leuten mal erst klar, was überhaupt am Ende der Rechnung rauskommt.

3. Für eine unqualifizierte (im Sinne von nicht zugangsbeschränkte) Tätigkeiten sind Stundenlöhne ab 20,- netto schon mal nicht sooooo schlecht. Selbständige Unternehmende anderer Branchen lachen sich da wahrscheinlich dennoch schlapp.

4. Bedenke auch, 5 Sessions pro Tag sind unrealistisch, zumindest regelmässig. Jeder Gast wünscht sich Zeit und Aufmerksamkeit, dazu gehört auch eine gute Vor- umd Nachbereitung, also Arbeit, von denen der Gast nichts mitkriegt. Den ganzen Adminkram nicht zu vergessen.

5. Nur kein Neid :)
Lady Velvet Steel

Erziehung für Anspruchsvolle
BDSM Studio LUX
0152 / 347 130 51

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