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Re: Zwangsprostitution

Di, 16.Jul 2019, 16:10
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JEDER DENK AN SICH! NUR ICH DENK AN MICH
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Au weia, da kommen mir ja gleich die Tränen
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Aber Spaß beiseite. Und zurück zum eigentlichen Stein des Anstoßes. Meiner Meinung nach war das Johanna Webers Spendenaufruf:
Johanna_Weber hat geschrieben:
Fr, 12.Jul 2019, 23:49
Wenn wir nun aber den Bogen der Diskussion zurück zum Anfang führen, denn es ging da um eine gewisse Leni Breymaier aus der SPD, die in Deutschland das Schwedische Modell (Freierbestrafung) einführen will.

Leider ist das kein Witz, und auch wenn wir hier alle der Meinung sind, dass es gar nicht so viele "Zwangsprostituierte" gibt und Ausbeutung auch noch mal neu betrachtet werden muss, dann interessiert unsere Diskussion Menschen wie die Breymaier nicht. Sie nutzen sowohl den gesellschaftlichen Backlash für ihre moralischen Thesen "Es wäre ja schön, wenn es keine Prostitution mehr bräuchte" - "In Schweden können sich die jungen Männer nicht mehr vorstellen den Körper einer Frau zu kaufen!"

Politisch ist der Wind gerade günstig für solche Parolen, denn jeder der die Diskussion um den §219a (Infos über Abtreibung auf Webseiten von Frauenärzt*innen) verfolgt hat, weiß was ich meine. Da ging es um das Aussterben der Deutschen usw...

Fakt ist, dass wir (ja, ihr "Kunden" dürft euch auch angesprochen fühlen) jetzt was tun müssen, denn jetzt wird die Musik für neue Gesetze gemacht, die in 5 Jahren in Kraft treten. Ihr "Kunden" wollt und könnt natürlich nicht öffentlich eine eigene Lobby bilden. Blöd, aber so ist es.
Ihr könnt uns Sexarbeitenden aber helfen.
Wir vom Berufsverband sammeln gerade Geld, denn wir wollen eine Person einstellen, die sich um die politische Arbeit kümmert.
Das kann man nicht mal so ehrenamtlich nebenbei machen.

Wir freuen uns über 1x-Spenden (auch per paypal möglich) oder noch besser jeden Monat eine bestimmte Summe, denn nur damit können wir wirklich planen.

-> https://berufsverband-sexarbeit.de/inde ... oggle-id-2

Was sich der schnelle Leser hierbei gedacht hat war in etwa dies (und ich hab leider vor dem Verfassen des Posts einen Sketch von der Kebekus gekuckt daher klingen meine Gedanken grad bisschen kölsch):
"Wat? Wollen die mich verarschen? Wenn dat Hurenvolk doch in dene ihrem Verein da drinne ist, dann sollen die doch ihr Zeug da gefälligst selber zahlen, ja gehts noch? Ich zahl denen eh genug, den Weibern da, die sollen mich in Ruhe lassen! Da wollen die dass man denen noch mehr Geld gibt jedes Mal nach der Session für den Verband da!"

So auf den härtesten Kern reduziert. Ich drück die Dinge ja gern überspitzt aus.

Aber das schreibt man hier natürlich nicht hin. Ein Nebenkriegsschauplatz muss her. Ein bisschen diffus rumschreiben, egal, Hauptsache irgendwie den Spendenaufrufenden vor den Bug schießen. Aber bitte keine Diskussion anzetteln, die tatsächlich irgendwo hin führt! Das wär schon auch möglich gewesen aber ist ja anstrengend, da müsste man sich ja mit dem Berufsverband und Gesetzeszeug an sich beschäftigen und man könnte nicht einfach zwei Sätze raushauen und für die dann Beifall kassieren.
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Aber so leicht - hab ich mir gedacht - so leicht nicht. Und wenn draußen die Sonne scheint und der See um die Ecke ruft, ich glaub das mit der Diskussion, die irgendwo hinführen kann, das würd ich gern anzetteln.
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Vorweg: Ja, ich kann gut verstehen, dass das Geld bei vielen nicht locker sitzt und sicher einige aus finanziellen Gründen große Abstände zwischen Studiobesuchen machen müssen. Und dass man den Spendenaufruf auf die Schnelle vielleicht in den falschen Hals bekommen kann. Wenn man das will.

WICHTIG: Nein, wir sind nicht alle (und damit meine ich die Frauen) im Berufsverband. Ich selbst zum Beispiel erst seit diesem Jahr (Asche auf mein Haupt aber ich hatte einfach keinerlei Berührungspunkte zuvor). Und ja, alle Mitglieder zahlen Beiträge.
Wenn jetzt 80% der Dienstleisterinnen im Verband wären, gäbe es natürlich weitaus mehr finanziellen Spielraum. Dem ist allerdings noch nicht so. Trotzdem vertritt der Verband unser aller Interessen und will sein politisches Engagement aus gutem Grund verstärken. Wir haben ja alle erst miterlebt, welche Lücken das sogenannte ProstSchutzgesetzt gerissen hat und das hat ja wirklich jeden, sowohl Damen als auch Kunden, in irgendeinem Maße betroffen.
Also ja! Bin ich absolut dafür! Dass es jemanden gibt, der unsere politischen Interessen vertritt und die diesbezüglichen Entwicklungen verfolgt.

Aber. Meine persönliche Meinung. Auch mir passt etwas nicht am Spendenaufruf. Bzw. würde mir nicht passen, wenn ich den Verband nicht kennen würde (und das tun die meisten Kunden nicht). Und zwar, dass ich nichts erfahre über die Stelle, die geschaffen werden soll. Welche genauen Aufgaben die Person übernimmt. Welche Qualifikationen hier Voraussetzung sind. Jemand mit juristischem Fachwissen beispielsweise. In welcher Weise wird gearbeitet und die erarbeiteten Informationen und Einflussnahmen zugänglich gemacht werden. Ob man die Entwicklung irgendwo mitverfolgen kann. Viele offene Fragen.
Mich persönlich überzeugt man immer am besten mit vielen Infos, Transparenz, Transparenz und noch mehr Transparenz.
In diesem speziellen Fall ist das FÜR MICH zwar nicht nötig, immerhin bin ich von der Arbeit des Berufsverband schon überzeugt. Allerdings offensichtlich viele andere nicht, sonst hätte es diese seltsamen Beiträge hier allesamt nicht gegeben.

Was gut gemeint war aber vielleicht nicht förderlich, war der Kommentar, dass einige direkt nach der Session etwas gespendet haben. Die betreffenden Damen sind aber selbst in leitenden Positionen im Verband und gleichzeitig die Betreiberinnen des Studio LUX. Ganz, ganz sicher wird jetzt keine Dame nach der Session fragen, ob du noch eine Berufsverbands-Spende mit drauflegst.
Langfristig am sinnvollsten sind regelmäßige Spenden und die erhält man am besten von Mitgliedern. Und das werden auch nach und nach mehr. Wenn ich es richtig im Gedächtnis habe, existiert der Verband erst seit Ende 2013/Anfang 2014. Der hat noch nicht die Größe der Bundesärztekammer. Solange bis sich die Stelle für den Politikbeauftragten und weitere Projekte durch die Mitgliedsbeiträge selbst finanzieren, ist man eben noch auf weitere Spenden angewiesen. Und wo bitte sollte man anfragen, wenn nicht hier. Sollte ja eigentlich keinem wehtun, so eine Anfrage.

Vielleicht ist es wirklich der Aufwand, selbst zu recherchieren, der hier abgeschreckt hat. Sich durch die Website arbeiten, die dort gelisteten Gesetzestexte lesen, verstehen, die politische Entwicklung in Bezug setzen und all der Kram. Anstrengend. Besonders für den Laien. Und den, den das ganze Zeug eh nicht interessiert. Man kommt ja zur Dienstleisterin um seinen Spaß zu haben und nicht um sich mit deren Problemen zu beschäftigen. Auch wenn die einen am Ende selbst betreffen, nein bitte nicht. Kann man für sowas denn nicht einfach jemand einstellen?
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Alle 11 Minuten verhaut eine Domina einen Sklaven auf Dominaforum.net...

Re: Zwangsprostitution

Di, 16.Jul 2019, 18:35
Ich unterstütze meine 'Liebste' durch regelmäßige Besuche. Ganz geizig bin ich auch nicht; behandle Sie immer äusserst respektvoll etc. Was ich so neben den Sessions mitbekomme (geht mich ja nix an) passt auch ihr privates Umfeld (Freunde und Familie). Insofern kann ich zumindest bei ihr Zwangsprostitution absolut ausschließen. Mehr ist nicht in meiner Macht.
Zuletzt geändert von Slv4u67 am Di, 16.Jul 2019, 21:29, insgesamt 2-mal geändert.
Life is too short to ignore your passions

Re: Zwangsprostitution

Mi, 17.Jul 2019, 20:11
AV_ hat geschrieben:
Di, 16.Jul 2019, 11:17
Ein Glück, das mein Bedürfnis nach Sex mit zunehmenden Alter immer weniger wird. Wenn es soweit ist, werde ich es nicht vermissen. (Ja ich weiß, ist sehr egostisch gedacht) Aber leider habe ich in meinem Leben durch meine Mitmenschen gelernt, dass man viel öfter an sich selber denken muss. Die Gesellschaft hat sich halt in diese Richtung entwickelt und wird auch nicht mehr in eine sozialere marschieren. Das erlebe ich Tag für Tag. Also denke ich nur noch an mich selbst,
Nach Sex vielleicht, aber nach intimer Zuwendung sicher nicht. BDSMler sind nach meinem Empfinden sowieso schon weniger auf Sex, sondern mir aufs Spiel drumherum gepolt. Bin mir ziemlich sicher, dass das in zunehmendem Alter eher intensiver wird.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 07:57
Ich bezog das nur auf mich und sowohl das Verlangen nach Sex als auch nach intimer Zuwendung (und was sonst noch so darunter fällt) nimmt stetig ab! Ich bin auch immer mehr Fetischist gewesen als BDSMler und da war der Sex in der Session für mich genauso wichtig wie das Rollenspiel. Ich sehe das auch nicht als Verlust, sondern eher als Erleichterung. Wenn ich daran denke, dass ich mir vor der Pubertät nie Gedanken um Erotik, Sex usw. gemacht habe, ist das jetzt nur eine Rückkehr zu der Zeit vor der Pubertät und da war ich auch glücklich. %hula%

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 08:04
AV_ hat geschrieben:
Do, 18.Jul 2019, 07:57
Ich bezog das nur auf mich und sowohl das Verlangen nach Sex als auch nach intimer Zuwendung (und was sonst noch so darunter fällt) nimmt stetig ab! Ich bin auch immer mehr Fetischist gewesen als BDSMler und da war der Sex in der Session für mich genauso wichtig wie das Rollenspiel. Ich sehe das auch nicht als Verlust, sondern eher als Erleichterung. Wenn ich daran denke, dass ich mir vor der Pubertät nie Gedanken um Erotik, Sex usw. gemacht habe, ist das jetzt nur eine Rückkehr zu der Zeit vor der Pubertät und da war ich auch glücklich. %hula%
Poah wieviel zusätzliche Gehirnkapazität einem zur Verfügung stände wenn tatsächlich irgendwann der ganze Schweinkram wegfiele! Was tut man damit? Chinesisch lernen und Astrophysik studieren?

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 08:11
Nochmal studieren gehen ist wirklich keine schlechte Idee. Viele Ältere (ab 45) in meiner Stadt machen das sogar oder lernen neue Sprachen. Da kann man dann sein Geld auch sinnvoller einsetzen als für den Lusttrieb. Wenn ich daran denke wieviel Geld ich für die Lustbefriedigung im Laufe von zweieinhalb Jahrzehnten ausgegeben habe, wird mir schlecht!

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 10:36
AV_ hat geschrieben:
Do, 18.Jul 2019, 08:11
Wenn ich daran denke wieviel Geld ich für die Lustbefriedigung im Laufe von zweieinhalb Jahrzehnten ausgegeben habe, wird mir schlecht!
Ja das stimmt, allerdings könnte ich mir nicht vorstellen ohne sexuelle Erfüllung zu leben, diese beeinflußt ja alles andere.. ein guter Vorsatz für 2020 ist dennoch deutlich zurückhaltender zu werden. Bis dahin ist aber noch 5 Monate Zeit!! 🤠 %klatsch%

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 11:40
Mir ist schon vor einigen Jahren klar geworden, nicht mehr zu viel Geld für prof. Damen auszugeben. Dies liegt aber auch nur daran, dass ich schon einmal kurz vor dem finanziellen Ruin stand, nachdem ich meinem Suchtverlangen nicht mehr nachgeben konnte. Ich hatte zum Glück keine Schulden gemacht (und bin auch der Meinung, dass es soweit niemals gekommen wäre), aber ich habe damals so gut wie alle Ersparnisse aufgebraucht. Und da war ich gerade mal 22.

Ca. ein Jahr später bin ich glücklicherweise zu Geld gekommen und konnte seitdem auch wieder ein gewisses Vermögen aufbauen. Obwohl ich nun sehr viel mehr Geld habe, als ich zum damaligen Zeitspunkt Ersparnisse hatte, würde ich nun nicht mehr auf die Idee kommen, über meine Verhältnisse zu leben. Ich gehe mit Geld nun viel rationaler und verantwortungsbewusster um und gucke nicht mehr auf mein Vermögen, sondern auf meine monatlichen Einnahmen. Und da mag der Druck noch so groß sein. Wer einmal finanzilell am Arsch war und dann (gott sei Dank) wieder gute Zeiten erlebt, wird sich hüten, wieder alles aufs Spiel zu setzen und womöglich süchtig zu werden. (ich bin fest davon überzeugt, dass hier ein Suchtpotenzial besteht, sofern man an die richtige Dame gerät und diese einem diese schöne Welt "stückchenweise" serviert)
Bello e impossibile

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 12:59
Wollen wir nicht alle mal ein Jahr Pause machen und das Geld an Flüchtlingshilfe spenden? So vong Herzhaftigkeit her. Scherz natürlich...

Na zwischen „existenziell ruinösem Verhalten“ und „verkraftbarer, aber trotzdem leicht grenzwertiger Burnrate“ liegt ja ne ganze Welt.. wobei auch letzteres schon ne Ausnahmephase bleiben sollte..

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 14:52
Na gut - in der Dosis liegt das Gift ...
Das trifft aber dann auf alle Genussmittel und Drogen zu - von Zigaretten über Alkohol zu Koks! Dafür kann man monatlich ja ähnliche Summen ausgeben wie man in ein Studio trägt.

Die Selbsteinschätzung wie gefährdet man für Suchtmittel ist, muss schon jeder selbst abwägen.


Für mich hat das Ganze (speziell BDSM) irgendwie auch einen therapeutischen Zweck.


Ich find das Thema schon deswegen wichtig weil falls es zum Gesetzentwurf kommt keine ausreichende Lobby dagegen zur Verfügung steht - können ja die wenigsten zugeben/dazu stehn dass sie sich in nem Dominastudio rumtreiben.

Oder wir haben einen Volksentscheid an der Backe - alle radikalen Weltverbesserer stimmen dafür und die normal denkenden bleiben fern ( siehe Nichtraucherschutzgesetz in Bayern) !

Solche gravierenden Einschnitte in die Lebensqualität aus Bequemlichkeit ( bitte nicht falsch verstehen) oder weils einen nicht direkt betrifft zuzulassen halte ich persönlich für fatal!



Viele Grüße....

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 16:44
Die Idee mit dem Volksentscheid für den BDSM-Bereich würde ich unterstützen, da dann die Bevölkerung frei entscheiden kann wie sie dazu steht. Egal ob positiv oder negativ, dann gäbe es klare Verhältnisse und wir müssten uns von der Politik nichts vorschreiben lassen. Wenn 51 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung für eine Verschärfung wäre, muss man das akzeptieren. Genauso wenn 51 Prozent dagegen wären, müssen die Kritiker dies ebenfalls akzeptieren. Und wer nicht wählt muss auf jeden Fall die ein oder andere Entscheidung hinnehmen.

Re: Zwangsprostitution

Do, 18.Jul 2019, 17:27
AV_ hat geschrieben:
Do, 18.Jul 2019, 16:44
Die Idee mit dem Volksentscheid für den BDSM-Bereich würde ich unterstützen, da dann die Bevölkerung frei entscheiden kann wie sie dazu steht. Egal ob positiv oder negativ, dann gäbe es klare Verhältnisse und wir müssten uns von der Politik nichts vorschreiben lassen. Wenn 51 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung für eine Verschärfung wäre, muss man das akzeptieren. Genauso wenn 51 Prozent dagegen wären, müssen die Kritiker dies ebenfalls akzeptieren. Und wer nicht wählt muss auf jeden Fall die ein oder andere Entscheidung hinnehmen.
Gibt aber auch aktuelle Fälle wo Murks dabei rausgekommen ist sich auf Schwarmintelligenz zu verlassen! ;)

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