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Do, 13.Dez 2007, 00:07
LetzterMaso hat geschrieben: Für die, sagen wir, nächsten 5.000 Jahre dürft Ihr uns in halbnacktem Outfit vor der bösen, bösen Welt da draußen retten. Das ist nur fair.
Genau! Das wäre in der Tat nur fair, und geil wär das auch. Aber das 21. Jahrhundert wird sowieso das Jahrhundert der Frauen. Und natürlich das Jahrhundert der Chinesen...also im Grunde genommen das coolste und avandgardistischste für einen Kerl heutzutage wäre es, sich von einer Chinesin versklaven zu lassen. Hmmm....watt ne nette Vorstellung: invertierter Rassismus als Sahnehäubchen auf dem ganzen anderen Perverszeug. Nett! ....und wenn man sich ranhält: Im Moment weiss die durchschnittliche Chinesin wahrscheinlich noch gar nicht, WIE cool sie ist...
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Do, 13.Dez 2007, 01:34
Jagged hat geschrieben: Aber das 21. Jahrhundert wird sowieso das Jahrhundert der Frauen. Und natürlich das Jahrhundert der Chinesen...also im Grunde genommen das coolste und avandgardistischste für einen Kerl heutzutage wäre es, sich von einer Chinesin versklaven zu lassen. Hmmm....watt ne nette Vorstellung: invertierter Rassismus als Sahnehäubchen auf dem ganzen anderen Perverszeug. Nett! ....und wenn man sich ranhält: Im Moment weiss die durchschnittliche Chinesin wahrscheinlich noch gar nicht, WIE cool sie ist...
Kurzer Einspruch,DIESE Chinesin wusste schon vor 75 Jahren,wie cool es ist,junge Engländer erst auspeitschen zu lassen und dann in ihr Schlafgemach zu bringen:

http://www.wetcircuit.com/wp-content/my ... nchu00.jpg

Irgendwie erinnert mich ihre Mimik an eine bestimmte Frau aus diesem Forum ...

Gruss Mechanik
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

Re: Devotismus feat Devotismus

Do, 13.Dez 2007, 20:23
Madame Zarah hat geschrieben:An den Anfang meines Postings stelle ich heute einen lieben Gruß.

Für mich steht die Frage nach der Definition - DEVOTISMUS - maßgeblich eindrucksvoller im Rampenlicht als die Frage, mit welcher Leichtigkeit denn DIESER unter dem Zepter einer Dame auszuleben ist.

Solange Devotismus mit dem Bedürfnis nach Lüsternheit und "Orgasmusgarantie" im Fadenkreuz der Betrachtung steht, grenze ich den unterwürfigen Gedanken aus.

Für mich ist der reine Devotismus eine wahrliche Größe der Person, die genug Vertrauen aufbringen kann um respektvoll und in Hingabe seine Bedürfnisse hinter die des dominierenden Parts zu stellen.
Jemanden wahrlich zu dienen um darin seine Erfüllung zu finden - fern ab von Geilheit und Begierde - weit ausgegliedert aus dem "Ich-wünsche-mir-so-sehr- Lexikon" der eigenen Sprache Namens Egoismus.
-Ja, DAS nenne ich Devotismus.

Sich einer gewissen Person - für ein gewisses Zeitfenster - für die pure Begleichung sexueller Gelüste - unter Einbeziehung aller vorhandenen Neigungen, Leckerchen und Kopfkinopassagen - hinzugeben, sprich sich zu unterwerfen - für mich nicht mit dem Wort Devotismus zu beschreiben.

Hier geht es doch eher darum eine sexuelle "Spielbeziehung" auszuleben.

- Geht man für solch eine "Spielbeziehung" in ein Dominastudio sind die
Verhältnismäßigkeiten von aktiv/passiv relativ schnell geklärt.
- Solch eine Begegnung sollte verhältnismäßig einfach realisierbar sein.

- Möchte "Mann" in einer Partnerschaft auch nur diese Form der Spielbeziehung leben, dann kann sich dieser sogenannte "Devotismus" relativ schnell in das Wort Egoismus verirren, berücksichtigt man, dass eine fraglich aktive Person im sexuellem Miteinander darauf eingeschränkt wird immer wieder die Träume und Fantasien seines "Untergebenen" aktiv zu erfüllen um die pseudo-Herrschaft zu übernehmen.
- Solch eine Beziehung im privaten Rahmen zu finden ist sicherlich nicht ganz so einfach, ist der passive Teil nicht bereit sich seine Fäden des
"Neigungscharakters" auch nur ein wenig aus den Händen nehmen zu lassen.

So steht für mich zur Frage - um welche Form des "Devotismus" soll sich denn die eingangs dargestellte, erschwerte Partnersuche definieren?
- Obgleich eigentlich stellt sich diese Frage für mich nicht wirklich, denn meine Antwort habe ich in meinem Posting bereits eingegliedert.

So sehe ich sie nun einmal - die bunte Wirrnis der Dinge.

In diesem Sinne - alles Liebe in der Vorweihnachtszeit und einen Kranz voll farbenfroher Grüße hinterläßt >> Madame Zarah
Ich möchte erst einmal meinen grossen Respekt zollen, dass es jemand geschafft hat meine Gedanken in irgend einer Form zu verstehen und diese mit einfachen und realistischen Worten wieder zugeben.

Es geht nicht sehr darum in den Ego Part zu gehen sondern die Spielwiese einer Frau/Mann Beziehung so einzubringen, sodass auch ein Part der gerne mal Devot oder passive sein mag dieses auch bekommt.

Da ich als Mann es langsam nervig finde immer der Tiger im Bett raushängen zu lassen. Da ich und das habe ich heute in einem Gespräch zugeben müssen (Gespräch mit guter Freundin) ich kann ob jetzt mit Mann oder Frau kein Kuschelsex empfinden obwohl ich dies gerne bei einem anderen machen, aber einen eigenen nicht empfinden kann und vlt ist deshalb mein wunsch nach dem devoten oder passiven so gross, dem anderen seine befriedigung zu geben und mich dann zufrieden zu fühlen.

Fr, 14.Dez 2007, 11:24
LetzterMaso hat geschrieben:Devote Männer mit Charakter und Stil haben es einfacher als sie glauben, verzetteln sich aber nur zu gern in zu schleimiges Getue, was ihnen nicht selten das Genick bricht. Welche Frau will Kriecher?
Ich hätte es nicht passender formulieren können!

Fr, 14.Dez 2007, 14:53
Liebe Forumsteilnehmer,

nachdem Dreiachser dem Forum bereits das Totenglöckchen geläutet hat, möchte ich noch schnell meine Sicht beitragen. Ich habe meiner damaligen Freundin (und späteren Ehefrau) sehr früh gesagt, dass ich maso bzw. devot veranlagt bin, um ihr die Chance zu geben, die Beziehung noch rechtzeitig zu beenden, ehe sie sich verliebt. War wohl schon zu spät, sie hat mir gesagt, wenn ich es bräuchte, würde sie versuchen, mir zu geben, was ich brauche. Ich darf sagen, dass sie durchaus nicht unbegabt war, aber die etwas härteren Gangarten machten ihr keinen Spaß. Möglicherweise war es dumm von mir, dass ich nicht nebenbei bei professionellen Dominas Ausgleich suchte, aber es sollte für mich die eine, wahre Beziehung sein. Nachdem der Sex etwas lahmte, waren auch Kompromisse und andere Bemühungen von mir keine Lösung, denn es fehlte dann beim Sex die Spontanität, die meiner Frau als (wohl übermäßig) emotionaler Mensch wichtig war.

Irgendwann sagte sie mir, es sei Schluss mit SM, sie käme sich außerdem im Lederkorsett albern vor. Möglicherweise habe ich mit meiner Neigung die Ehe zerstört, aber ich glaube, dass diese Sicht viel zu kurzsichtig wäre. Tatsächlich gehört sie m.E. zu den Schwarz-Weiß-denkenden bzw. -fühlenden Menschen, deren Begeisterung für den Partner irgendwann ins Gegenteil umschlägt.

M.E. sollte man im Zusammenhang mit Beziehungen Sex sowieso nicht überbewerten. Wenn man hierzu Untersuchungen glauben will (für deren Wissenschaftlichkeit ich allerdings nicht einstehen kann, es kam sogar mal im Fernsehen), sind gemeinsame Interessen und Ziele wesentlich wichtiger. Bei einer SM-Beziehung ist aber Sex meines Erachtens schon aufgrund der speziellen Veranlagung so wichtig, dass fraglich scheint, ob unter diesen Voraussetzungen langdauernde Beziehungen überhaupt möglich sind. Lady-Tara spricht aus ihren Erfahrungen von einer Halbwertszeit von SM-Beziehungen von maximal 5 Jahren (macht allerdings zusätzlich eine Wandlung der gesamten Gesellschaft verantwortlich). Vielleicht wird dem Top aufgrund seiner Persönlichkeit der Sub nach einer Weile zwangsläufig langweilig und er sucht sich neue Reize, dann wäre es völlig falsch, wenn sich ein Sub einen Top für eine langdauernde Partnerschaft sucht.

Das hieße dann konkret: Ich brauche sehr viel Zeit und Energie, um im privaten Bereich als Sub meine Top zu finden und wenn ich sie gefunden habe, muss ich mich auf ein rasches Ende der Beziehung einstellen. Eine frustrierende Vorstellung.

Odysseus

PS: Oh je, ich hatte "Titenglöckchen" statt "Totenglöckchen" geschrieben. Ob dieser Ausdruck von den Mods wegen Obszönität und Jugendschutz hätte ausgeixt werden müssen?

Sa, 15.Dez 2007, 23:04
@Odysseus
Du schreibst, dass die Basis für länger-dauernde Beziehungen gemeinsame Interessen und Ziele seien. Und du schreibst, dass in einer SM-Beziehung Sex sehr wichtig sei - und deshalb diese Beziehungen nicht allzu lange halten könnten.
Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen.
Wieso sollten Partner in einer SM-Beziehung nicht gemeinsame Interessen und Ziele haben können? Und wieso sollte immer der Sex im Vordergund stehen?
Es ist wohl eine Frage, was man unter einer SM-Beziehung versteht.
Wenn es darum geht, dass Sub es einfach toll findet, wenn Dom in einem aufreizenden Outfit mit der Peitsche rumfuchtelt, etc. und es im Grunde nur darum geht, dass beide (oder im schlechteren Fall) nur einer davon geil wird und dann seine sexuelle Erfüllung findet, mag die Sichtweise zutreffen, dass es eigentlich nur um Sex geht und da stimmt wohl auch die Einschätzung, dass irgendwann der Reiz nachlässt.
Wenn SM (oder auch D/s) jedoch so verstanden wird, dass sich Sub wirklich hingibt und Dom wirklich Verantwortung übernimmt - das Ganze also über die reine Sexualität hinausgeht, sondern Einfluss hat auf die Art des Lebens - dann kann eine solche Beziehung sehr, sehr eng und tief werden. Es ist ein gegenseitiges Vertrauen und eine Innigkeit möglich, die es in einer "gewöhnlichen" Beziehung wohl selten gibt. Wenn dann noch gleiche Interessen, Ziele, etc. - kurz eine freundschaftliche Basis - da ist, dann kann eine solche Beziehung sehr stabil sein.
Ich persönlich erlebe es so. Wäre es nicht so, hätte ich meinen Liebsten Sub nicht geheiratet.
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

So, 16.Dez 2007, 16:36
Hallo Annemarie,

danke für Deine Antwort. Du hast recht, meine Vorstellung von SM (insb. D/S) beschränkt sich auf den sexuellen Bereich, SM sozusagen als Spiel. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, praktizierst Du 24/7, was ich für mich ablehne. Mir wäre unwohl, würde ich SM auch im Alltag leben. Ich möchte die Verantwortung für mich behalten und hätte andernfalls Angst, meine Persönlichkeit zu verlieren. Ohne Dir nahe treten zu wohlen, habe ich Bedenken, ob 24/7 auch wirklich "sane" ist. Solange ihr beide mit diesem Lebensstil zufrieden seid, mag ich aber gar nicht viel dagegen sagen, zudem ich ja auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen habe und mir insoweit Erfahrungen fehlen. Außerdem kenne ich ja keine Details Eurer Beziehung.

Für mich gehört zu einer guten Partnerschaft auch, dem anderen Freiraum zu lassen und ihn in seiner Eigenständigkeit zu unterstützen. Das muss in einer SM-Beziehung allerdings nicht zwingend ausgeschlossen sein - ich stelle es mir aber nicht unproblematisch vor.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, für ein paar Tage mich ganz hinzugeben und zu dienen, aber auf Dauer möchte ich mich nicht in derartige Abhängigkeiten von einer Person begeben. Was ist denn, wenn es vorbei ist? Habe ich durch die Partnerschaft, auch wenn sie vorbei ist, mehr gewonnen als verloren oder mit deren Ende alles verloren?

Unabhängig davon ist es allerdings bemerkenswert, dass Eure Beziehung anscheinend hält. Ich wünsche Euch noch viele gemeinsame glückliche Jahre.

Odysseus

So, 16.Dez 2007, 23:00
Hallo Odysseus
Danke für deine Gedanken dazu.
Ja, wir VERSUCHEN so etwas wie 24/7 zu leben - weil es für uns beide "stimmt". Einfach "spielen" ist nicht so unser Ding - jedenfalls nicht in der Partnerschaft. Ich schreibe bewusst "versuchen", weil der Alltag uns natürlich schon immer wieder einholt.
Es ist uns auch klar, dass diese Art zu leben sehr risikoreich ist. Die Beziehung ist so eng und die gegenseitige Abhängigkeit so gross, dass es in der Tat katastrophale Folgen haben könnte, wenn sie in die Brüche geht - aus was für Gründen auch immer.
Wir haben uns trotzdem entsschlossen, dieses Riskio einzugehen und zwar sehr bewusst.
Wir sprechen auch oft - auf gleicher Augenhöhe - miteinander. Das Ganze ist etwas, das wir BEIDE zusammen ausgedröselt haben - ich war und bin immer eher zurückhaltend, da es für mich eine grosse Verantwortung mit sich bringt. Ich spüre aber auch, wie wichtig es meinem Liebsten ist, Verantwortung abgeben zu können. Und ich merke auch, dass es meinem Bedürfnis, Kontrolle auszuüben, fürsorglich und auch mal garstig zu sein entgegen kommt. Ich habe gemerkt,. dass ich es auch geniesse ... Also lasse ich mich darauf ein. Ich versuche aber schon - so weit wie möglich - dafür zu sorgen, dass mein Liebster eine gewisse Alltagstauglichkeit behält. Die Persönlichkeit verlieren wird er wohl nie - dafür ist diese viel zu stark! %lach%
Freiheitsberaubungen aller Art
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