Jo, klassisches und unsterbliches Thema. Dass sich mein SM Verstaendnis mit dem von Forumskollegen GeniesserCH weitgehend deckt, das habe ich schon desöfteren Kund getan. Romantic, Old School :- ) Eben so, wie es sein sollte :- ))
Es steht auch ausser Frage, dass in dieser Beziehung jeder anders gestrickt ist und das der devote Sub hier anders zu bewerten ist, als der fetischorientierte Lustsklave oder naturveranlagte Masochist. Wie so oft hier, und eigentlich ganz besonders hier, verallgemeinern geht da eigentlich gar nicht.
Lehrgeld in dieser Beziehung habe ich mehr als genug bezahlt, und amüsanterweise noch nicht mal vorrangig im paydomsexfetisch Bereich ...
Man lernt. Man ist devot und fetischorientiert, aber man ist deshalb noch lange nicht blöd :- )
Und nach einer gewissen Zeit, so glaube ich zumindest, bekommt man ein Gefühl für Aufrichtigkeit und auch für Authentizität.
Wenn es dann so passt wie bei GCH, jau. Für mich, und das habe ich schon 100fach hier und da geschrieben, gibt es nichts mehr, aber auch wirklich NICHTS mehr, dass diese Vertrautheit, diesen Respekt, dieses, sich intimst zu kennen und zu r e s pektieren, toppen könnte.
Wenn man dies denn will, wie Domhun korrekterweise einwarf.
Das sucht nicht jeder, braucht nicht jeder, will nicht jeder. Brauchen wir keine weiteren Worte drüber zu verlieren.
Ist man aber derart gestrickt, und hat man dann sein Ggüber gefunden, dann kann es so unglaublich schön, erfüllend, erquickend sein bzw werden, dass man wirklich nichts anderes mehr anstrebt.
Sich dergestalt fallen lassen zu können... verstanden zu wissen, angenommen zu wissen und manchmal auch in seine Schranken verwiesen zu werden. Das bedarf Zeit. Und auch hier wiederhole ich mich natürlich. Selbstredend verändert man sich. Ich mag die Redewendung, "man wächst".
Im Idealfall.
Augenhöhe, ja schon irgendwo. Ist man naturveranlagt, ist Augenhöhe aber dennoch auf den Knien. Weil man weiss, dass selbst auf den Knien wird man korrekt "behandelt" und niemals ausgenutzt. Ist man einmal so weit, etwas, dass man sich erarbeiten muss, ja erdienen muss, dann kann, gibt es eigentlich keine Grenzen mehr, keine Scham, weil man sich vertrauend in sein "Schicksal" , in seine "Bestimmung" ergeben kann, wissend dass man immer aufgefangen werden wird und wissend dass Top weiss, was gut für Sub ist und was noch vertretbar und was eben nicht mehr geht. Auch das ist wichtig.
Berührt hat mich, dies noch kurz am Rande, die Bemerkung, dass auch dieser gemeinsame Weg irgendwann zu Ende gehen wird. Je älter man wird, desto mehr drängen sich solche Gedanken auf. Und bezeugen natürlich die ungewöhnliche emotionale "Tiefe" solcher Beziehungen.
Und die Angst, dieses, ich sage jetzt mal "überirdische" Glücksgefühl doch irgendwann verlieren zu müssen,mit Brahms Requiem zitiere ich mal schnell, "und alles Fleisch, es ist wie Gras" ( Ist sicher irgendein Psalmenzitat )
Das Sub hier dennoch, das unterstelle ich jetzt einfach mal, und von mir auf andere schliessend, völlig ungerechtfertigterweise natürlich, das Sub hier also dennoch hofft, "Spuren" zu hinterlassen, auf seine Weise, jo das geht jetzt zügig in Richtung devoter Metaphysik :- ))
Und in meinem Fall war dies ganz am Anfang schon ein Thema. Also vor so ca 10 Jahren. Als ich mir bereits Gewahr wurde, dass diese "Beziehung" zumindest für mich, aussergewöhnlich war, und werden würde. Wir leben in Beziehungen, sind soziale Wesen, streben nach Akzeptanz und möchten "verstanden" werden. Und immer ist es ein Geben und ein Nehmen. Common sense.
Aber ab einer gewissen Grenze und Erfahrung geht es nicht mehr (nur) um das Geben. Sondern um Respekt, Hochachtung, Wertschätzung, Vertrauen im gegebenen Rahmen.
Der, ist man ehrlich sich selbst gegenüber, und kennt man sich gut genug und lange genug, eigentlich die Grenzen von selbst setzt.
Niemals, Augenhöhe hin oder her, niemals würde ich die Dominanz meines Tops in Frage stellen. Einwände, Anregungen, lebenserfahrene Weisheiten, kundtun, jederzeit, aber entscheiden wird immer nur sie und akzeptieren werde immer nur ich.
Fetishoutfit ? Makeup ? Heels ? Hastenichtgesehn ?
Nach einer Weile so völlig unerheblich geworden für mich. Nicht, dass ich derartiges nicht zu schaetzen wüsste. Im Gegenteil. Leder ? Latex ? Uniformen ? Overknees ?
Manchmal könnte ich sterben dafür gefühlsmaessig. Und dennoch es ist zweitrangig geworden.
Im Vordergrund steht immer die Persönlichkeit. Die mich in Ihrem Bann zieht. Zog. Immer gezogen hat. Und immer ziehen wird. :- ) In Jeans und in Sneakern genuegt jederzeit ein Fingerzeig, um mich auf die Knie oder in die Schranken zu weisen.. Jederzeit... Ohne wenn und aber.
So bin ich, und so möchte ich sein, mit einem Top, der diese "Ergebenheit" verdient aus meiner Sicht. Weil man niemals enttäuscht wurde. Und weil man immer sich akzeptiert zu fühlen das Privileg hatte.
Der "graue" Bereich hier, alldieweil doch zuallerst Dienstleistung, der ist doch jedem ein wenig reflektierendem Sub evident. Fantasien gg Tribut.
Aber hallo. Darum geht es hier doch in 95% der Fälle.
Und das ist auch gut so.
Sucht man nach einer gewissen Zeit nach den verbleibenden 5% und findet man eine gewisse "Seelenverwandtschaft" oder doch zumindest eine Spielbeziehung die letztendlich auf tiefem Vertrauen basiert. Dann, so finde ich jedenfalls, dann, kann man sich sehr glücklich schätzen.
GCH tut dies ganz offensichtlich. Und ich tue dies auch. Seit langem und ohne Vorbehalte und äusserst dankbar, auf meine Weise.
My 5 cents ! :- )
Ein deutsches Requiem PS:
Über Karajans Charakter kann man streiten, seine bis ins kleinste Detail zu fühlende "Kontrolle" des Orchesters und der Partitur stehen ausser Zweifel. Und sind bzw waren immer "benchmarks" für folgende Dirigentengenerationen . Und für mich :- )
Und nur am Rande, etwas, dass ich auch erst hier gelernt habe: Man kann Brahms lieben und dennoch sich mit den "Boesen Onkelz" anfreunden. Offenen Herzens und wachenden Geistes gibt es so viel zu erleben und zu erkunden.
Und ja auch hier wiederhole ich mich, aber manche Dinge sind nun mal fast unsterblich :
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
H.Hesse Stufen ! Ein Gedicht, welches mich seit gefühlten 30 Jahren begleitet. Neben Rilke. Ok Und Baudelaire. Und überhaupt... aber was geht eigentlich über die Poesie einer Singletail ? ...
OK, heavy metal... hat auch seinen Reiz :- ))
https://www.youtube.com/watch?v=nIsbXJ81SK0
Ja ok, Arch Enemy Live 2008 in Tokyo, Japan.
Mit dieser oberaffenbüberfettkrassen Sängerin. Schwer zu toppen. Wirklich. Ohne Worte, was für eine Frau :- ) Ich glaube, live würde man nur noch sterben wollen :- ))
https://www.youtube.com/watch?v=xIm0Vz3Q74A ( WE WILL RISE ).... o m g yes pls pls let's rise !!!
https://www.youtube.com/watch?v=tgWYTAi7mEQ