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Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Sa, 20.Jun 2015, 15:11
Nur mal ein ganz kurzer Gedanke: vor lauter Jobtime, Kernzeit, Aufpreisen für X oder Y erfordert es nicht nur Aufwand, sich zeitlich "durchzukämpfen" um nicht als Gast versehentlich in der falschen Zeitschiene zu landen sondern man muss eigentlich vorab schon genau wissen, was man denn gerne hätte in der Session. Aber wenn dann das Wunschaufpreisprogramm nicht zur Tagesform passt ...? Ich denke zwar aus allem was man hier leesen kann, dass es auch dann eine faire Lösung geben wird, aber es macht halt die Sache weniger spontan.

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

So, 21.Jun 2015, 00:23
Es ist vollbracht. Nachdem ich nun wirklich den ganzen Samstag damit zugebracht habe, steht die Prosa bzgl. der Neuanschaffungen auf http://regeln1.domina-frankfurt.net und auf der Folgeseite http://regeln2.domina-frankfurt.net finden sich dazu die Zahlen. Sessionvorbereitende Plauderzeit-Einheiten heißen nach wie vor so (und sind nur noch beim ersten Date mit dem Equipment verpflichtend, ab dem 2. Mal kann jeder selbst entscheiden, ob es für seine Maße/Bedürfnisse/Vorlieben sinnvoll ist, die Zeit weiterhin einzuplanen, oder nicht) und die Reinigungs-Aufpreise sind jetzt doch in Zahlen ausgedrückt (die dann im Kontext der vorausgehenden Erläuterungen stehen).

Zudem hab ich ein paar Dinge, die längst draufstanden, noch ein bißchen umstrukturiert und umgeschrieben, aber rechnerisch nichts mehr an ihnen geändert.
fanrheinmain hat geschrieben:Nur mal ein ganz kurzer Gedanke: vor lauter Jobtime, Kernzeit, Aufpreisen für X oder Y erfordert es nicht nur Aufwand, sich zeitlich "durchzukämpfen" um nicht als Gast versehentlich in der falschen Zeitschiene zu landen sondern man muss eigentlich vorab schon genau wissen, was man denn gerne hätte in der Session. Aber wenn dann das Wunschaufpreisprogramm nicht zur Tagesform passt ...? Ich denke zwar aus allem was man hier leesen kann, dass es auch dann eine faire Lösung geben wird, aber es macht halt die Sache weniger spontan.
Richtig, ich bin auch nicht spontan! Ich glaube, daß ich deshalb in dem gut bin, was ich tue, weil ich vor dem Eintreffen des Gastes recht viel Zeit damit verbringe, mich in das vorbesprochene Wunschprogramm einzustimmen und einzufühlen. Ab spätestens zwei Stunden vor dem Date bin ich normalerweise für niemanden mehr ansprechbar.


Ich führe vor JEDER Session eine Email-Korrespondenz, in der die Inhalte soweit wie nötig bzw. möglich vorgeplant werden.

Dabei wird natürlich auch bedarfsweise nochmal abgecheckt, ob der Preis richtig ausgerechnet wurde -> es landet also niemand versehentlich in der falschen Zeitschiene.

Wichtiger ist mir aber, in der Vorab-Korrespondenz nicht nur die Lieblingspraktiken oder Rollenspielszenarien, sondern auch die Motivationen dahinter zu verstehen und nachzuvollziehen. Da ich privat switche, finde ich oft Parallelen zu eigenem passivem Erleben, auch wenn es natürlich nie 1:1 dasselbe sein kann. Aber die Parallelen aufzuspüren hilft mir beim Verständnis. Jemand, der zum Beispiel angepinkelt werden will, kann das tun, weil er sich davon beschmutzt und gedemütigt fühlt oder deshalb, weil er sich dabei nah und verbunden fühlt. Oder es geht ihm gar nicht um den Beziehungsaspekt, sondern nur um den Geruch der Flüssigkeit, den er per se fetischisiert. Das ist jetzt nur ein ganz simples Beispiel, aber wenn die Absprache nur "Bietest du Golden-Shower-Sessions an?"- "Ja" wäre, dann hätte ich halt noch gar keine Ahnung, worum es letztendlich wirklich geht. Auf so einer Basis würde ich also noch nicht den Termin bestätigen, sondern erstmal nachfragen, was eigentlich konkret erwartet wird. Und nein, das heißt wiederum NICHT, dass nun wie bei einem Rezept dann Schritt für Schritt geplant ist: man nehme 10ml Wasser und verrühre sie mit 200g Mehl .... Im Gegenteil, es heißt eher, daß ich eine Ahnung davon habe, welche Geschmäcker meinen Kunden faszinieren und dann innerhalb dieses Rahmens durchaus spontan noch (soweit dies die Kundenfantasie zuläßt, mal habe ich viel Spielraum und mal wiederum sehr enge Vorgaben) zu der einen oder anderen (oft zuvor für eventuelle Einsätze bereits zurechtgelegten) Zutat greifen kann. Aber das Gespür für den Grundgeschmack darf ich nicht verlieren, wenn ich also -um beim Kochvergleich zu bleiben- auf arabische Küche eingestellt wäre und dann plötzlich französische Cuisine verlangt würde, käme ich in der Tat vollkommen aus dem Ruder. So geschehen zum Beispiel einmal, als jemand in seinen Emails die ganze Zeit von Seilfesselungen gesprochen hatte und ich total im "Rope Mindspace" schwelgte, er dann aber auf einmal bloß einen Monohandschuh anziehen wollte, weil er den bei mir an der Wand hängen sah, da war ich dann einfach selbst total ausgebremst und entsprechend mies lief die Session. Das passiert aber zum Glück so selten, dass ich mich nicht mehr erinnere, welches Jahr das überhaupt war.

Wenn ihr mal meine Berichte auf https://www.domina-frankfurt.net/299 (neue Seite, auf die ich gerade umstelle) bzw.
https://www.domina-frankfurt.net/117 (alte Seite, d.h. es gibt derzeit einige Doppelungen) anschaut, werdet ihr merken, daß ich oft genau für meine gute Vorbereitung und Einfühlung in die zuvor geäußerte Kundenfantasie gelobt wurde.

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Was die hier oftmals geäußerter Vorstellung von "Buchung bei spontaner Geilheit" betrifft, fällt mir dazu vor allem ein, daß ihr Hetero-SM-Männer offenbar (falls es wirklich klappt !???) total verwöhnt seid.

Zumindest diejenigen mit den nicht allzu ausgefallenen SM-Fantasien: von Hetero-SM-Männern mit ausgefalleneren Fantasien, von denen sich einige auch unter meinen Kunden befinden oder im privaten SM-Stammtisch, weiß ich nämlich, daß sie auch nicht so leicht mal ihre Sehnsüchte bei der nächstbesten Domina verwirklichen können, - zumindest, wenn zu dem, was sie brauchen, auch die Gewißheit gehört, wirklich in der eigenen Facette verstanden zu werden.

Ich als privat vor allem selbst passive SM-Lesbe, die in Heidelberg studiert hat und nur in Berlin lesbische Playparties besuchen konnte, die immer alle 3 Monate stattfanden, und die diesen Events entgegenfieberte, um dann da mal wieder schön f*cken (und das heißt für mich: lesbisch und mit SM) zu können, und die noch jetzt ihre privaten Playdates irgendwo in der Bundesrepublik verteilt hat und sie dann eben besucht oder sich besuchen läßt, wenn es sich mal irgendwie einigermaßen für beide Seiten einrichten läßt, kenne es jedenfalls nur so, daß die Wunscherotik eben gut geplant sein muss! Und auf "negotiation" liegt nach meinem SM-Verständnis auch ein sehr großer Schwerpunkt. So hab ich's sozusagen bei meiner eigenen SM-Biografie von Anfang an gelernt und die Vorzüge davon auch von Anfang an kennen- und liebengelernt.

Ich habe sogar ein paar Kunden, die WIRKLICH weitgehend offenlassen, was in einer Session geschieht. Da verlasse ich mich dann auf durchaus spontane Intuition. Und häufig ist "irgendwie offenlassen" dann auch nur sowas wie "tu mir irgendwie weh, aber nicht zu doll" - auch wenn sie's so nicht formulieren würden. Dann kann ich mich eben auf Soft-Painplay einstimmen und in der Session im Wesentlichen die Reaktionen lesen, deuten und davon die nächsten Schritte (ist das dann spontan oder nicht?) abhängig machen.... Aber die meisten Menschen, die denken, sie wären OFFEN, stellen bei den einfachsten Nachfragen fest (z.B. der nach der NS, siehe oben), daß sie doch eine sehr eingefahrene Meinung à la "ich steh auf Xy wegen Ab, deswegen muss jeder andere Xy-Fan das genauso empfinden und deswegen weiß meine Domina auch, was ich brauche, wenn ich Xy sage" haben und erst erschreckend überrascht sind und dann geradezu aufblühen, wenn ich etwas tiefer nachhake....

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

So, 21.Jun 2015, 09:04
Als SMler mit 25 jähriger Studioerfahrung möchte ich gerne mal meine Gedanken zur Preisgestaltung bei Sara kundtun:

Ich hatte mich schon mehrfach mit dem Gedanken getragen bei Sara um einen Sessiontermin zu bitten.
Allerdings schrecken mich die "Geschäftsbedingungen" und unzähligen Regeln total ab.
Alles viel zu kompliziert und tatsächlich mehr eine wissenschaftliche Abhandlung als eine einfache Regel um eine Session miteinander zu vereinbaren.
Da stelle ich mir vor, wie eine Session bei Sara wohl ablaufen würde?!
(Formblätter, Verträge, Vereinbarungen....?)

Kurzum: Mag sein, das es für Sara ein Geschäft ist, welches aus ihrer Sicht komplexe finanzielle Regeln braucht.
Wenn ich SM auslebe, dann bewusst unkompliziert und fern geschäftlicher Regeln - davon habe ich im Beruf nähmlich mehr als genug.
Es klappt doch bei der Mehrzahl anderer Damen und Studios auch ohne solch komplizierten Regeln!

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

So, 21.Jun 2015, 10:59
sub5 hat geschrieben: Da stelle ich mir vor, wie eine Session bei Sara wohl ablaufen würde?!
(Formblätter, Verträge, Vereinbarungen....?)
Nee, wenn die Formalitäten klar sind, dann kann ich mich eben auch selbst in den Playspace hineinversenken und muss dann eben nicht mehr mit den Gedanken irgendwo anders sein. Dann bin ich mir sicher, daß ich hinterher mein Geld kriege und dass ich auch in meinen Rahmenbedingungen respektiert bin und dass ich alles einsetzen kann, was ausgemacht ist, ohne mich darin dann noch einzuschränken oder über irgendwas zu ärgern oder grübeln oder was zurückzuhalten oder so, sondern dann bin ich ganz focussiert.

Wie gesagt, ich kenne es aus der sm-lesbischen Szene und somit meiner privaten SM-Welt, daß die Basis jedes guten Plays eine gute Vorverhandlung ist. Wenn es ein kommerzielles Play ist, dann eben auch eine entsprechend finanzielle Vorverhandlung.
sub5 hat geschrieben:
Mag sein, das es für Sara ein Geschäft ist, welches aus ihrer Sicht komplexe finanzielle Regeln braucht.
Nee, SM ist aus meiner Basis so, daß es eine für beide Seiten stimmige Grundlage braucht. Und die "Regeln" sorgen eben dafür, daß ich selbst freien Kopfes ins Date gehen kann. Und sie berücksichtigen schlichtweg meine Lebensumstände. Ich erfinde die Jobtime-Preise ja nicht einfach aus der Luft, ich HABE nunmal in meinem Hauptberuf eine Kern- und eine Nebenzeit. Und ich bin nunmal nicht bereit, mit jemandem einen Termin abzusprechen, der ihn lapidar mit "Sorry, geht doch nicht" platzen läßt, ohne sich auch nur die geringsten Gedanken zu machen, was das für mich bedeutet. Jetzt fragt ihr euch wohlmöglich, warum sich ein Kunde Gedanken um das persönliche Wohlbefinden einer Dienstleistung machen soll: nun, weil es so, wie ich die Sache angehe, eben eine sehr persönliche Dienstleistung ist. Und die macht auch emotional einiges mit mir, was absolut okay ist - aber nur, wenn ich mich auch in meinen Bedürfnissen respektiert fühle.
sub5 hat geschrieben: Wenn ich SM auslebe, dann bewusst unkompliziert und fern geschäftlicher Regeln - davon habe ich im Beruf nähmlich mehr als genug.
Fein, und wenn ich mich irgendwo emotional verdammt tief reinhänge, dann brauche ich nunmal gewisse Sicherheiten und echten Respekt. Und der drückt sich auch darin aus, daß jemand das zu würdigen weiß, was ich tue und mir nicht erzählt, ich hätte doch de facto mit irgendwas viel weniger Aufwand, als ich de facto habe.

Aber ja, ich gebe es zu, ich bin Physikerin und jemand schrieb mal in einem anderen Forum, dass das vieles erklären würde. Das war allerdings jemand, der auch diese Mischung aus Analyse und Passion mochte (und als solche auch verstand....)

sub5 hat geschrieben: Es klappt doch bei der Mehrzahl anderer Damen und Studios auch ohne solch komplizierten Regeln!
Klar, die Mehrzahl der anderen Damen hat entweder diese Tätigkeit als Hauptjob oder teilt sich, wenn's ein Nebenjob ist, vorher im Studio ihrer Wahl in einen Schichtplan ein. Da sitzt sie dann mehr oder weniger gelangweilt rum und wartet, bis jemand kommt oder fängt bei Terminen relativ knapp vorher an, sich umzuziehen und ein paar Sachen zurechtzulegen und ist dann damit vorbereitet. Das ist vermutlich jetzt zu platt über einen Kamm geschert, aber es war zumindest doch mein Eindruck in Etablissements mit mehreren Kolleginnen. Da kam dann die Herrin aus der Session und sagte : "Da war schon wieder so ein Perverser, der wollte ..... - naja, ich hätt fast kotzen müssen, aber ich hab's doch hingekriegt." Und ich sitz dann daneben und denk mir: "Hey, ich bin genauso pervers! Vielleicht nicht in genau derselben Facette, aber doch in der mindestens genau tiefen Intensität, wenn nicht noch tiefer." SM ist in vieler Hinsicht mein Leben, zum Drüber-Reden, zum Selbst-Genießen und zum Weitergeben an andere (ja, als Job, aber doch mit Idealismus dahinter - in gewisser Weise, was von Kolleginnen schon kritisiert wurde, mit einem missionarischen Flackern dahinter :)

Ich hab mir ja ein paar Studios angeguckt, und hab keine Kollegin erlebt, die sich so verausgabt hat wie ich, die haben alle sehr viel "professionelle Distanz" gewahrt. In gewisser Weise muss man das natürlich, da kommt bei mir vermutlich tatsächlich das schützende Regelwerk rein, aber wenn das dann geklärt ist, spiele ich mit "nackter Seele" für die Dauer der Session. Und ja, es ist beruhigend, dass das dann in einem sicheren Netz aus akzeptierten Konditionen geschieht. Und ja, ich bin auch wirklich schon zu Zeiten, wo ich keine "Regeln" hatte, heulend in mich zusammengebrochen, weil irgendwas schiefgegangen ist - oder weil ich gemerkt hab, daß ich ein Engagement und SM-Gefühle in einen Faker verschwendet hatte und dann stand ich da mit meiner aufgeladenen Energie und einer fremden Fantasie und musste erstmal Psychohygiene-Methoden finden, um mit dem enormen Frust klarzukommen. Die meisten Damen, die ich kenne, würden einfach sagen "Was für'n Arsch" und sich dann eine Zigarette anzuünden, und schon wäre die Sache erledigt. Aber obwohl ich teilweise sogar teurere Preise aufrufe als diese, bin ich überzeugt, daß die es mehr "wegen dem Geld" machen als ich, ich mache es eben "des Projektes wegen". (Und ja, auch im Hauptberuf mache ich gern spannende Projekte mit Engagement und würde sie trotzdem nicht tun, wenn ich nicht dafür bezahlt würde -> das eine schließt das andere nicht aus. Aber man kann halt mit voller Überzeugung hinter dem, was man verkauft (und wie man es verkauft, und was man selber dafür braucht, damit man es auch in der gewünschten Qualität und ohne selbst Schaden zu nehmen verkaufen kann) stehen und sich mit Herzblut reinhängen oder man es "halt als Job" machen und den vielleicht sogar auch ernst nehmen, aber halt trotzdem nicht so nah an sich heranlassen.

Und trotzdem muss ich nach der Session wieder bei mir ankommen, und dazu hilft eben auch das Regelwerk. Und wenn ich nur putze und weiß, daß ich dabei noch soviel verdiene wie als Studentin bei ner Mathe-Nachhilfe. (Und wir reden hier nur vom Putzaufwand der später angeschafften Extras, nicht von der Standardausstattung, deren Reinigung ja in den Grundpreisen auch includiert ist.)

Ich hab nie behauptet, wie die "Mehrzahl der anderen Damen" zu sein. Mein Selbstverständnis als "professionelle Privatlady" (mit einer Unterscheidung in "inwieweit Domina?" - "inwieweit BDSM-Lady?" - "inwieweit privat?" - "inwieweit nicht privat?" - "inwieweit professionell?") hab ich hier "auseinanderklamüsert":

https://www.domina-frankfurt.net/212
sub5 hat geschrieben: Ich hatte mich schon mehrfach mit dem Gedanken getragen bei Sara um einen Sessiontermin zu bitten.
Allerdings schrecken mich die "Geschäftsbedingungen" und unzähligen Regeln total ab.
Solltest du -oder ein anderer der hier mitlesenden "Mehrzahl der anderen Kunden" doch mal Interesse haben und es einfach mögen, schreibt mich an und verweist bitte auf diesen Thread. Sagt mir dann, ob ihr aus den Latex- und Hightech-Extras

Latexkleidung/Bondageball/Vakuumbett/inflatable Bodybag/Seriouskit-Milker mit/ohne Pulsating Rubber Vacuum Suit/Bondagebock

irgendetwas haben wollt oder mit Scheiße spielen wollt und ob ihr, wenn es billig sein soll,

abends noch ab 21h30 kommen könnt unter der Woche

oder wenn nicht, dann

wenigstens am Wochenende.

Tja, und dann sag ich euch, was es kostet (und falls ich "zufällig" Lust habe, dann noch ein Extra mit reinzunehmen, tu ich es sogar gratis :)
und verlange "einfach" eine Anzahlung und kippe dafür die Stornoregel. Ja, ist einfacher. Finde ich nur blöder.

Die Gewißheit, die manche Dominas sich über die Anzahlung holen, hole ich mir üblicherweise über die sessionvorbereitende Korrespondenz - über die Inhalte UND über die Regeln. Aber wenn ihr die nicht wollt, dann machen wir es platter, mit Anzahlung. Und wenn ich mich nicht vorbereiten soll durch eine Einstimmung in eure Fantasiewelt, dann tu ich es halt nicht. Und dann versuche ich, euch anonym als "einen von vielen" zu behandeln. Ehrlich gesagt wird mir, wenn ich das niederschreibe, schon fast übel. Aber trotzdem reizt es mich jetzt gerade, euch zu beweisen, daß ich das vermutlich auch kann, wenn es sein muss. Vielleicht sogar so, daß ihr die Session gut findet. Aber vermutlich nicht so, daß sie meine eigenen Ansprüche an "guten SM" erfüllt. Ist dann halt wie ein Koch, der mangels Budget mit begrenztem Vorrat arbeitet. So würde ich dann mangels Regelsicherheit auch nicht mit "vollem Herzen" arbeiten, sondern einen Teil meiner Energie in die "professionelle Distanz" stecken. Und SM-Pornos kopieren, den Tipp hat mir zu meiner Anfangszeit im Profi-Bereich eine wohlmeinende Mistress gegeben. Tja, blöderweise hab ich die Dinger schon früher als reizlos erachtet. Aber ja, wenn es sein mußte (und unter Zeitdruck und ohne Vorbereitungszeit im Studio konnte ich es auch) und ich über die Kundenfantasie so gar kein Input hatte, hab ich's auch schon getan (nimm den Koch, der mit Verachtung die Fertigprodukte aufwärmt, vielleicht sogar vom Gast gelobt wird und sich selbst nur denkt: "Nee, echt jetzt???")

Der Fairness halber muss ich allerdings auch sagen, daß mir auch Damen bekannt sind, die auch -wenn auch in ganz anderer Weise- einen sehr hohen beruflichen Ehrgeiz an den Tag legen. Vielleicht können die sogar besser bondagen als ich oder haben bestimmte Schlagtechniken besser drauf. Garantiert stylen sie sich besser zu ner Kunstfigur hoch. Aber ich kenne halt keine, die ihren Ehrgeiz auch in aufrichtige Herzlichkeit legt. Ich spiele mit einem Kunden, wenn er es wirklich zuläßt, genauso intensiv wie mit einer rein privaten SM-Affäre. Und üblicherweise bin ich danach auch genauso verausgabt :) Wenn es mal wirklich nicht "funkt", macht es mich übrigens -wie den o.g. Koch- auch dann traurig, wenn der Gast überhaupt nicht gemerkt hat, daß es nicht 100% waren. (Ist so ein bißchen so, wie einen Vortrag zu halten, der nicht ganz fertig geworden ist und hingeschnuddelt wurde und der absolut ausreicht, aber eben doch die eigene Seele unbefriedigt läßt - einfach weil man weiß, es hätte intensiver sein sollen.)

Puh, das war ein emotional niedergeschriebener "Kladderadatsch". Und obwohl ich alle meine früheren Beiträge noch x-mal editiert habe, mach ich es diesmal ganz bewußt nicht. So war es nämlich das, was ich denke, wenn ich gar nicht logisch zensiere. Beim Niederschreiben sind mir durchaus Widersprüche und Unstimmigkeiten aufgefallen. Insbesondere möchte ich mich im Vorfeld schon bei denjenigen Ladies entschuldigen, die sich wohlmöglich von meiner pauschaliert schlechten Meinung "auf den Schlips getreten" fühlen. Jetzt wieder logisch gebe ich zu, das ist eine Wertung nach einem ganz bestimmten Wertesystem, obwohl man eigentlich nicht sagen soll, was "richtiger" und was "falscher" SM ist. Ich weiß, daß es sowohl Dominas gibt, die selbst auch SM leben und in ihrer Weise gut sind (und genau das Richtige für gewisse Menschen) und auch welche, die mit SM privat gar nichts anfangen können und dennoch (oder sogar deswegen?) in ihrer Weise gut sind (und genau das Richtige für vielleicht wieder andere Leute) und dass "Gott einen bunten Zoo" hat. (Und manchmal sind auch graue Vögel bunt, wenn man erstmal die Unterseite des Gefieders sieht.)

Ich ende mal mit dem bekannten Coming-Out-Lied (was ja eigentlich gar nicht als solches gedacht war, aber doch vielen "Perversen" vieles gegeben hat):

I AM WHAT I AM

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

So, 21.Jun 2015, 12:05
Beim Durchlesen des obigen Threads fällt es mir schwer, nicht wenigstens noch die Rechtschreibfehler und Wortdoppelungen rauszukorrigieren. Aber ich hab ja beschlossen, ihn unverändert zu lassen. Aber das muss ich wenigsens noch korrigieren: "Ich kenne keine Domina, die sich so verausgabt" sollte in der Bedeutung "Ich kenne keine Domina, die sich so emotional verausgabt" verstanden werden! Weder unter denjenigen, die's auch privat leben noch denjenigen, die's nicht tun. Obwohl einige von denen privat durchaus sehr emotional intensiv spielen können :)


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Noch ein bißchen weiter "runtergekommen":

So, ihr Lieben, mein Puls rast. Jetzt sind wir ziemlich weit weg von der eigentlichen Frage, und irgendwie doch gleich wieder nah dran. Für wen sind die "Regeln"? Und welchem Zweck dienen sie? Wenn es drum geht, es möglichst vielen Kunden möglichst leicht zu machen, sind sie natürlich völliger Schwachsinn - da sind wir uns immerhin einig. Wenn es aber darum geht, einen Rahmen zu schaffen, in dem ich das entfalten kann, was ich entfalten möchte, sind sie schlichtweg notwendig. Für mich. Denn das, was ich auch ohne "Regeln" anbieten könnte, stößt mich selber in gewisser Weise ab - das hat man wohl auch am zynisch-verächtlichen Ton eben gemerkt, für den ich mich nochmal entschuldige, den ich aber trotzdem stehenlassen will. Und bitte, liebe Damen, protestiert und schreibt, daß ich euch falsch charakterisiert habe. Es war WIRKLICH mein Eindruck, dass SO die "Mehrzahl aller Damen" ist, aber ich HOFFE, dass ich mich geirrt habe. Und von mindestens einer Dame weiß ich sogar tatsächlich inzwischen, dass sie mehr Tiefgang hatte, als ich ihr je zugetraut hätte -> nur hat sie den halt gut unter der "professionellen Distanz" auch mir gegenüber versteckt :)

Mir fiel aber gerade, als ich pinkeln war und mich ein bißchen beruhigt hab, noch was Wesentliches auf: Einige von euch wollen "einfach ein bißchen abschalten". Ich glaube, das kann der Mainstream-SM sogar tatsächlich leisten. Nur für einige von uns SM-Menschen ist SM eben so viel mehr als das - egal, ob ich das als Privatperson, als Freierin oder als Domina beurteile und aus Erfahrung mit den Menschen, die mir jeweils in den entsprechenden Szenen begegnen.

Und ja, wenn ich nur "ein bißchen abschalten" wollte, hätte ich wohlmöglich sogar selbst gar keinen Bock auf komplizierte Regeln. Nur kam mir das bis dato ehrlich gesagt noch nie in den Sinn, dass jemand aus so einer "banalen" (sorry!) Motivation heraus eine Domina aufsucht. (Mir wäre aber auch nie in den Sinn gekommen, daß jemand mit echtem SM-Interesse "Shades of Grey" gut findet, und da habe ich auch kürzlich eine interessante Begegnung gehabt, bei der dann letztlich auch ein Flogger geschwungen wurde ... )

Insofern finde ich die Diskussion schon wieder wirklich spannend und erhellend. Ich wußte, daß meine "Regeln" auch vorfiltern und gewisse Leute abschrecken, aber ich wußte noch nicht so genau, daß sie ggf. auch nach "Tiefegrad des Anliegens/Bedürfnisses" filtern.... wer sich das erfüllen kann, was ich selbst als Passiva im SM suche und meinen Kunden nach bestem Wissen und Gewissen als Aktiva zu geben versuche, der ist selbstverständlich eher bereit, dafür auch wochenlang vorzuplanen und auf einen Termin hinzufiebern und der/die hat dann auch nicht einfach "keinen Bock mehr" an dem Tag. Aber wer nur "ein bißchen Entspannung" sucht, ja, der braucht tatsächlich echt was anderes. Das ist auch mir offenkundig. Immer wieder faszinierend, wieviele Shades of Grey und Principles of Lust es doch tatsächlich gibt....

Mein letzter Absatz im vorigen Posting ist natürlich bitterzynisch, und bzgl. des "ich könnte es" oder "ich könnte es nicht" war ich total uneindeutig, je nachdem, welche Interpretation von "können" ich jeweils mitgedacht habe. "Ich könnte es nicht so, daß ich dabei mit mir im Einklang wäre" und "Ich könnte es rein technisch" wäre wohl richtig.

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

So, 21.Jun 2015, 13:26
Ich finde es schon witzig, dass bei dir Stornokosten anfallen. :-D Wie stellst du diese dem Gast eigentlich in Rechnung? Glaubst du, der würde diese dann beim zweiten Besuch tatsächlich bezahlen?? (sofern es überhaupt zu einem zweiten Besuch kommt)

Wie unterscheidest du eigentlich Plaudereinheiten mit Vor- und Nachgesprächen? Ein Vor- und Nachgespräch kann meiner Erfahrung nach auch mal etwas länger dauern. Sagst du dem Gast dann "So, ab jetzt muss ich aber noch etwas zusätzlich berechnen...!" :-D

Nebenbei erwähnt interessiert es NIEMANDEN, ob du das hauptberuflich oder nebenberuflich machst.
Bello e impossibile

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

So, 21.Jun 2015, 16:42
Nun, die Vorkorrespondenz per Email ist erfahrungsgemäß (sonst hätte ich die Tätigkeit schon 2004/2005 niedergelegt) gut genug, daß die von dir genannten Probleme tatsächlich nicht auftreten.

Und doch, mich interessiert es sehr wohl, ob ich es nebenberuflich mache oder nicht: Das gibt mir nämlich zum einen die Freiheit und zum anderen auch die Notwendigkeit, auch wirklich zu sagen: "Entweder es klappt so, oder es klappt halt gar nicht." Es gibt Menschen (wie gesagt: meist mit ähnlichem beruflichen Background) die das supergut verstehen. Und andere, die es nicht tun - und die dann eben keine Kunden werden.

Ich hatte noch nie in den ganzen Jahren eine Situation, wo es eine Unklarheit bzgl. Plauderdate oder Vorgespräch gab. Wenn jemand bei mir direkt eine Session bucht, ist das meiste, was andere erst im Vorgespräch klären, ja sowieso schon durch die Emails abgeklärt und es kann ziemlich zügig losgehen. Bei Plauderdates hingegen wird inhaltlich entweder gar nicht über die bevorstehende Session gesprochen, oder es ist explizit -teils an separaten Tagen- bewußt ein ganz anderes Zeitfenster für ein intensives Gespräch angesetzt, und auch eine konkrete Zielsetzung für die Besprechung schon klar.

Ich bin übrigens wohl nicht nur die einzige Domina, die Stornogebühr einfordert, wenn sie versetzt wird, sondern auch die einzige Domina, die selbst Stornogebühr zahlt im Falle eigener Krankheit o.ä. Gezahlt wird meist per Überweisung, seltener per Briefpost, noch seltener per Paypal und nur dann, wenn ein Ersatztermin noch binnen 7 Tagen ist, wird bar verrechnet. Es ist selten, daß ich jemanden, der vorher die "Regeln" akzeptiert hat, überhaupt noch an diese erinnern muss: meist steht in der Absagemail gleich ein Vorschlag zur Zahlungsabwicklung bzw wenn ich absage, frage ich meinerseits gleich nach der bevorzugten Methode. (Und habe ich tatsächlich nicht das meist bei der Vorkorrespondenz gleich vorherrschende "gute Gefühl", dann lasse ich mir die max. Stornosumme auch voranzahlen. Siehe http://www.dominaforum.net/forum/post24 ... ml#p245415 Dies ist allerdings selten nötig.)

Es funktioniert. Aber offenbar nur mit demjenigen Klientel, was sich auch an so einer Art von "Regeln" nicht stört.

Vielleicht hat es auch was von "Loyalität unter SM-ern", wobei das dann halt nur diejenigen "SM-er" mit einem bestimmten SM-Verständnis sind. Und das wiederum wird ziemlich schnell schon in den ersten paar Mails klar bei einer Neuanfrage: meist nehmen die Leute, die mich anschreiben, ganz gezielt auf Textpassagen Bezug, in denen sie sich wiedergefunden haben. Und wenn es doch mal nach "Standardanschreiben" klingt, das an mehrere Ladies wortgleich rausging, hake ich nach, ob es einen Grund gab, ausgerechnet mich zu wählen und inwieweit die Selbstpräsentation auf der HP denn eine Rolle spielte. Wenn dann nichts kommt, hat sich die Sache sowieso erledigt. Man muss bei mir also nicht nur viel lesen und rechnen, sondern auch viel (oder zumindest plausibel) schreiben, um einen Termin zu kriegen :)

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Bzgl. der Latex- und HighTech-Aufpreise bin ich mit der Aufteilung der auf "Regeln1" gelisteten Erklärung und der auf "Regeln2" gelisteten Konkretisierung übrigens nun wirklich "versöhnt" - eure Kritik hat mir sehr geholfen, herauszufinden, was mir wirklich wichtig ist und wohinter ich stehen kann. Ich war im Regel-Finden etwas aus der Übung, weil es da nun schon über längere Zeit keine Neuerungen mehr gegeben hatte. Im Prinzip könnten wir den Thread jetzt, denke ich, schließen. Es sei denn, jemand mag wirklich noch ganz allgemein was zum ursprünglichen Thema sagen. Vielleicht gibt es ja noch eine Domina, die es anders handhabt als "die Mehrheit" und trotzdem auch anders als ich?

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Mo, 22.Jun 2015, 12:20
Sorry, Du hast eine relativ komplizierte Preisgestaltung und selbstverständlich kannst Du dies so machen wie Du willst und die Kunden können dies entweder akzeptieren oder nicht. Aber bitte frage hier nicht nach unserer Meinung, wenn Du sowieso nichts ändern willst.

Zudem sind "gute" Mathematiker, Naturwissenschaftler auch kurz und prägnant. Ein Paper von 500 Seiten können viele schreiben, aber eines auf wenigen Seiten, wo dass essentielle behandelt wird, ist viel eindrücklicher. Anders gesagt, lieber kurz und relevant als lange Ausführungen, die sowieso niemand liest. Meine 5 Cents.

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Mo, 22.Jun 2015, 13:01
Du zahlst also an einen potentiellen Gast 220 € (Bsp. für "normale" Session"), wenn du 24 Stunden vorher absagen musst? Zitat: "... die einzige Domina, die selbst Stornogebühr zahlt" Oder wie ist das zu verstehen?

Das ein Gast seine Anzahlung zurückbekommt, wenn es zu keiner Session kommt, ist doch vollkommen klar. (falls du dies gemeint hast)
Bello e impossibile

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Mo, 22.Jun 2015, 13:28
Wieso wird in diesem Thread jetzt eigentlich doch die Stornoregel diskutiert? Ich hatte zu Beginn doch explizit darauf hingewiesen, daß das nicht Thema dieses Threads sein soll, sondern mir um die Beaufpreisung für Latex etc. geht.

Aber gut, dann zitiere ich mal aus https://www.domina-frankfurt.net/113#storno:
Die individuellen Gründe für eine Absage (bzw. Umplanung) spielen für die Stornoverpflichtung keine Rolle: Natürlich kann jedem einmal etwas Unvorgehenes wie Krankheit, familiäre Zwischenfälle, hauptberufliche Verpflichtungen, schlechte Verkehrsverbindungen, höhere Gewalt o.ä. dazwischen kommen - dies kann Ihnen oder mir passieren. Die Stornoregel gilt der Fairness halber für beide Parteien gleichermaßen: Sollte ich einen bereits bestätigten Termin also meinerseits noch absagen (verschieben) müssen, schulde auch ich Ihnen einen Entschädigungsbetrag. Die Stornozahlungen sind binnen 7 Kalendertagen zu begleichen.

Bei Kurzzeitsessions bezieht sich der prozentuale Stornoanteil auf den wochentagsabhängigen Grundpreis einer Sessionstunde zur bevorzugten Empfangszeit und wird wie folgt nach Kurzfristigkeit/Frühzeitigkeit der Absage gestaffelt: 50% bis 3 Stunden vorher, 25% bis 24 Stunden vorher, 15% bis 3 Tage vorher, 10% bei mehr als 3 Tagen Vorlauf.
Wenn es also eine Wochenendsession ist, bei der eine Stunde im Grundpreis 220€ kostet, dann gilt bei einer Absage 25 Stunden vorher gegenseitig ein Stornobetrag von 15% * 220 = 33€ und 23 Stunden vorher gegenseitig ein Stornobetrag von 25%*220€= 55€. Und da üblicherweise vorher niemand angezahlt hat, bedeutet das, daß ich von meinem Geld dann 33€ bzw. 55€ an ihn zahle, wenn ich die Absagende bin. Hat er vorher z.B. 110€ angezahlt, dann zahle ich logischerweise entsprechend 143€ bzw. 165€ aus. Ich frage, ob ich den Betrag überweisen soll oder auf welche andere Art begleichen - wenn er etwas wünscht, was extra Geld kostet wie z.B. einen Einschreibebrief oder Paypal, dann ziehe ich das Porto bzw. die Gebühren noch vom Stornobetrag ab. (Wenn umgekehrt er abgesagt hat, dann erwarte ich, daß volle 33€ bzw. 55€ auf meinem Konto oder in meinem Briefkasten landen.)

In den bevorzugten Empfangszeiten (Feierabend und Wochenende) gilt die Storno also wirklich für beide Seiten exakt gleich. Denn mit welchem Recht sollte ich von jemandem Stornogeld kassieren, der erkrankt, wenn ich mir selbst herausnehmen würde, im Falle eigener Krankheit einfach so unser Date zu canceln. Um gar nicht erst diskutieren zu müssen, ob der/die Absagende "wirklich krank" war oder das nur eine "faule Ausflucht" aus anderen Gründen ist, gilt hier einfach "Storno auch bei höherer Gewalt", egal, ob ihm oder mir die widerfährt. Ich hab schonmal nach einem Unfall von der Intensivstation aus jemanden mit beauftragt, sich um die Auszahlung der dadurch anfallenden Stornogelder zu kümmern. Das geht natürlich nur, weil es eben nur für die richtig kurzfristigen Cancellungen wirklich teuer wird, die meisten waren also gering und somit die Summe für mich auch noch bei mehrwöchigem Ausfall überschaubar.

Etwas anders ist die bei der Jobtime, also der Zeit, die ich nur mit größerem Aufwand überhaupt habe freischaufeln können (d.h. der Freischaufelungs-Aufwand ist dann schon erfolgt, und das kann ich auch arbeitsmäßig dann selbst tatsächlich nicht wieder rückgängig machen, sonst kriege ich bei zuviel Hin&Her nämlich bald das Entgegenkommen meiner Chefs und Kollegen auch nicht mehr), deswegen gilt:
Im Falle einer Jobtime-Buchung sind zudem bei kundenseitiger Absage die entsprechenden Aufpreise für die jeweils erste Basiseinheit (z.B. bei Kombibuchung für eine Sessionstunde und eine Plauderzeit-Einheit) voll zu entrichten, für die darüber hinausgehende Zeit anteilig gemäß o.g. prozentualer Staffelung. Da es sich bei den genannten Aufpreisen um organisationsbedingte Aufpreise handelt, sind diese Teilbeträge von der sonstigen Gegenseitigkeit der Stornoregelung ausgenommen.
Geht es also um die Stornierung eines anderthalbstündigen Termins zur Job-Kernzeit mit 250€/Std, die sich aus 200€ Grundpreis + 50€ Jobtime-Aufpreis zusammen setzen, also um einen Buchungsbetrag von 500€; schulde ich dem Kunden im Falle einer Absage mit weniger als 24 Stunden und mehr als 3 Stunden vorher dementsprechend 25%*200€ = 50€ und er mir, wenn er absagt, dennoch 25%*200+1,25 * 50€=117,50€. (Wer das nicht akzeptieren kann, muss sich also auf die ursprünglichen Empfangszeiten während meiner hauptberuflichen Freizeit beschränken.)

Die Reinigungsaufpreise etc. fließen in die Stornoberechnung nicht ein: wenn es keine Session gibt, gibt es schließlich auch keine Reinigung.

@Reisender: Eine bloße Anzahlungsrückerstattung wäre in der Tat KEINE gegenseitige Stornoregel. Allein den Gedanken finde ich abwegig, dass man das meinen könnte!!!
cm hat geschrieben: Aber bitte frage hier nicht nach unserer Meinung, wenn Du sowieso nichts ändern willst.

Nun, ich habe nach einer Meinung gefragt, nicht nach einem blindlings zu befolgenden Kommando. Insbesondere habe ich die Diskussion auf mich wirken lassen, um dann zu entscheiden, WIE ich die Latex- und High-Tech-Aufpreise formuliere. Konkret hat "eure Meinung" dazu geführt, daß ich bzgl. der Vorbereitungspreise zwar weiterhin i.W. meine ursprüngliche Idee verfolge, allerdings eine "Mischkalkulation" über die verschiedenen Toys gemacht habe, anstatt auch nochmal unterschiedlich viele Plauderzeit-Einheiten dafür anzusetzen; und daß ich die
die Reinigungspreise der Lesbarkeit halber doch nun in Euro statt in "Plauderzeit-Pauschaleinheiten" angebe. Ich danke euch also durchaus -und hab das nun auch mehrfach getan- für eure Beiträge. Aber das heißt dann trotzdem nicht, daß ich jetzt alles (insbesondere nicht das, was sich bereits bewährt hat) auch gegen meine Überzeugungen nach der Mehrheitsmeinung ändere -> ich glaube, dies ließ mein Eröffnungsthread auch nie vermuten.

Abgesehen davon hatte ich ein paar spannende Erkenntnisse darüber, WIESO ich mit der Mainstream-Kundschaft nicht zurechtkomme. Gerade das aktuelle Posting ist ein Beispiel: Einige Leute lesen "gegenseitige Stornoregel" und unterstellen dann ihre eigene Interpretation dazu, ohne weiterzulesen - offenbar weil sie sich gar nicht erst vorstellen können, dass ich "Gegenseitigkeit" ernst meine. Und sie lesen auch nichts über die Höhe des Stornobetrags, sondern unterstellen gleich, es sei der volle Sessionpreis (Reisenders Beispiel für eine 220€-Session). Andere Leute lesen die Seiten aufmerksam und freuen sich drüber, dass es jemand anders macht als "die Mehrheit der Dominas", weil sie z.B. selbst schon über das "übliche Prozedere" genervt waren - möglicherweise schreiben von denen weniger hier im Forum, in der Tat hab ich oft Anfragen im Stil von "Ich gehe schon seit 10 Jahren zu keiner Domina mehr (oder: ich habe mich noch nie getraut, eine Domina anzuschreiben), weil mich immer XYZ gestört hat. Ihre Seite läßt vermuten, daß es diesbzgl. anders ist bei Ihnen." - das bezieht sich manchmal auf die formalen und manchmal auf die inhaltlichen Aspekte.

Es gab auch schon Anfragen, die so klischeehaft klangen, daß ich dachte, derjenige sei wohl bei stärker am Mainstream orientierten Kolleginnen besser aufgehoben. Dann habe ich das auch exakt so zurückgeschrieben bzw. drum gebeten, mir erst einmal zu erläutern, wieso genau er eigentlich ausgerechnet zu mir will. Wenn dann keine Antwort kommt, dann hat sich die Sache erübrigt und das ist dann auch wohl für beide Seiten angenehmer so....
Zuletzt geändert von sara am Mo, 22.Jun 2015, 14:24, insgesamt 5-mal geändert.

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Mo, 22.Jun 2015, 14:06
@Reisender:

Bei weniger als 3 Stunden wären es 50% vom Grundpreis einer Sessionstunde, siehe oben.

100% gilt für Plauderzeit-Einheiten bei Absagen innerhalb von weniger als 3 Stunden vor dem Termin, siehe Webseite.

Hat er also z.B. eine (egal ob ein-, zwei- oder dreistündige) Session mit vorausgehender Plauderzeit am Wochenende gebucht und sagen ich oder er ab, zahlen wir dem jeweiligen Gegenüber :

50%*220+100%*60 = 170€

Ja. Diese 170€ zahle ich dann (ZUZÜGLICH ggf. einer Anzahlung, die es evtl. vorher gab), falls ich den Termin -egal aus welchem Grund- so kurzfristig absagen muss.

(Und sollte der Kunde drauf bestehen, das Geld NICHT ausbezahlt zu bekommen, was es auch schon insbesondere bei Stammkunden und/oder bei kleineren Beträgen wie -z.B. 20€ für ein mehr als 3 Tage vorher abgesagtes Feierabenddate- gab, bestehe ICH darauf, es dann in einen Sessiongutschein umzuwandeln und beim nächsten Treffen zu verrechnen.)

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Mo, 22.Jun 2015, 20:27
...also in der Zeit wo Sara hier über solche Regeln wie "50%*220+100%*60 = 170€" referiert, habe ich bereits anderswo 2 tolle Sessions gehabt!

...und zwar OHNE komplizierte Regeln, Berechnungen, Vereinbarungen usw.
Und alle beteiligten Parteien sind auf ihre Kosten gekommen:
Die Dominante hat ihren Tribut, ich hatte eine tolle Session und bin befriedigt und wir hatten gemeinsam eine richtig gute Zeit.

So einfach kann es sein!

@Sara: Du wolltest wirklich unsere Meinung hier erfragen?!
Meine Meinung:
Verabschiede Dich von dem ganzen komplexen Regelwerk und mach die Dinge einfacher!
Überlege Dir bitte auch mal, ob Du unter diesen ganzen Regeln und Bedingungen irgendeine beliebige Dienstleistung kaufen würdest!
Bei mir scheitert es schon beim Lesen der ersten Sätze Deiner "Gebührenordnung".

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Mo, 22.Jun 2015, 20:47
Also wenn ich den Thread verfolge, dann sehe ich das so, dass es durchaus eine Gruppe von Gästen / Kunden gibt, die das Modell von Sara schätzen - deshalb scheint es ja gut zu funktionieren und die Erlebnisberichte auf der Website sprechen für sich. Allerdings wird es eben auch klar, dass Sara eine eigene und spezielle Zielgruppe gefunden hat - was aus meiner Sicht für ihre Kreativität und Konsequenz spricht.

Im Endeffekt wäre mein Fazit daher, dass das Modell von Sara ganz sicher nicht auf die gesamte Szene passt. Das macht jedoch nichts, denn erstens kann man es eh niemals jedem Recht machen und zweitens ist ein solches Modell richtig und tragfähig, wenn es zur gegenseitigen Zufriedenheit funktioniert.

Insofern ist es aus meiner Sicht interessant, was Sara uns an Informationen und Diskussionen ermöglicht. Ein Einblick in eine Welt, die man vielleicht nicht so ganz ohne weiteres nachvollziehen kann. Aber da sie funktioniert muss das Modell schon ziemlich gut sein. Damit ist es aber auch nicht nötig, etwas grundlegend zu ändern :-).

Re: Preistransparenz: Wie genau wollt ihr es wissen ?

Mo, 22.Jun 2015, 20:51
Ich finde das auch alles übertrieben.

Für mich hat das den Charme eines Gesetzestextes oder einer Verwaltungsvorschrift. Also keinen - oder zumindest eines sehr trockenen, verstaubten Charmes.

Ein einfacher Sessionpreis mit Vor- und Nachgespräch zum festen Preis. Ob dann noch "Plauderzeit" dazukommt oder nicht, liegt an der "Chemie" und am Zeitplan der Beteiligten. Berechnet wurde mir das noch nie.

Alles andere ist einfach zu viel des Guten.........

Mich würde ein solches Preisgefüge - Monstrum vom Besuch des Studios abhalten.

Schöne Grüße
Lederfreak winke winke
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