Do, 28.Apr 2011, 06:52
von Adrian Pein
Ob man gemocht wird?
Es ist eine Emotion, eine grundlegende Emotion vielleicht sogar?
Wollen wir nicht alle geliebt werden, wobei das Wort Liebe hier eine sehr lockere und breite Definition inne hat, nicht nur im Sinne der Liebe zwischen Partner?
Schon in der Schule freuen wir uns, wenn wir anerkannt, gelobt und vielleicht sogar gemocht werden, was sich später auch oft im Berufsleben zeigt. Es erfreut man/frau, wenn man/frau gemocht und geschätzt wird.
Warum sollte dies nicht auch bei SM so sein? Darf es hier nicht sein?
Vielleicht ist es gerade hier noch stärker vorhanden in der Realität?
Man will geqüält werden, geschlagen, aber dennoch auch gemocht werden, es ist u.a. ein Teil der Geborgenheit, des "Aufgefangen werden".
Und sicherlich auch ein ganz wichtiger Aspekt bei der sadomasochistischen Begegnung im knappen Zeitraum der gebuchten Sessions. Eine Session, ein Erlebnis, in dem vor allem Emotionen im Mittelpunkt stehen, welche durch Manipulationen, Aktionen, Verbalitäten hervorgerufen werden. Vulgo: Geilheit und Erregung, gepaart mit Schmerz, Demütigung, usw.
In diesem Rahmen, in diesem Sammelsurium der Gefühle kann es durchaus sein, dass der Sklave das Bedürfnis hat, gemocht zu werden, was ja auch okay ist oder sein sollte.
Vielleicht ist auch für viele Sklaven gerade der Kick dann vorhanden, wenn er die Domina sehr gern mag, und dies auch umgekehrt zu spüren ist.
Anderer wiederum bevorzugen die Distanz, das eisige Ausgrenzen der Dame, etc...
Es hat ja jedermann/frau einen anderen Zugang zu SM, andere Wertigkeiten, Preferenzen, daher kann diese Frage wohl kaum eindeutig oder allgemein gültig beantwortet werden, und ist somit auch von der jeweiligen Konstellation Domina-Sklave verschieden und klar unterscheidbar.