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Maso sein: Hilft das im normalen Leben?

Mi, 18.Feb 2009, 19:51
Anfang der Woche musste ich mich einer hochnotpeinlichen, kleinen Operation beim niedergelassenen Chirurgen unterziehen. Sagenwamal: Eine kurze, aber überaus heftige Session Analplay, bei der meine Grenzen nicht nur getestet, sondern klar überschritten wurden. Und ein Safeword hamse mir auch nicht gegeben. Wenigstens war alles komplett AOK-gesponsert...

Was ich gemerkt habe, und jetzt jeden Tag beim Verbandswechsel inclusive Herumgepopel in meinen rohen Fleisch wieder merke: Ich war schon immer ein Jammerlappen beim Arzt und bin es immer noch. Objektiv sind die Schmerzen harmloser, als bei mancher Session, die *nicht* von der AOK finanziert wird, aber das hilft mir kein bisschen.

Natürlich ist mir klar, dass der Witz beim S/M das Um-erotisieren des Schmerzes ist, und dass das natürlich beim Arzt eher nicht geht, trotzdem sollte man meinen, dass man als gelegentlich praktizierender Masochist ganz allgemein etwas fitter wird im Umgang mit Schmerzen---aber kein bisschen bei mir!

Wie ist das bei euch?
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Re: Maso sein: Hilft das im normalen Leben?

Mi, 18.Feb 2009, 20:46
Jagged hat geschrieben: trotzdem sollte man meinen, dass man als gelegentlich praktizierender Masochist ganz allgemein etwas fitter wird im Umgang mit Schmerzen---aber kein bisschen bei mir!

Wie ist das bei euch?
Unsinn - das ist nur bei Körperstellen der Fall, die sich schon eine eigene Schmerzabwehr zugelegt haben. Brustwarzen zum Beispiel.

Meine haben schon eine Art "Hornhaut". Dinge, die mir vor 20 Jahren und jedem Nichtmasochisten sowieso schweineweh getan haben, sind heute, geil oder ungeil, einfach nur eine Lachnummer.

Andere Stellen bilden aber solche Schutzmechanismen nicht. Hornhaut im Aschlo kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen. Und dann helfen eben nur die Geilheitsendorphine, den Schmerz als angenehm zu empfinden. Halbwertszeit dieser Endorphine leigen aber nunmal im Millisekundenbereich - und sie sind daher nach dem Orgasmus endgültig verschwunden und dann tut es eben weh.
Grüße

Latexus
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Re: Maso sein: Hilft das im normalen Leben?

Mi, 18.Feb 2009, 22:23
Latexus hat geschrieben: Unsinn - das ist nur bei Körperstellen der Fall, die sich schon eine eigene Schmerzabwehr zugelegt haben. ..........Endorphine

Ich wollte das Thema lieber etwas heiterer präsentieren, aber Unsinn habe ich natürlich nicht geschrieben. Schmerz/Schmerzwahrnehmung/Schmerzchronifizierung/Schmerzmanagement etc sind wesentlich komplexer als nur mechanische Polsterung durch Hornhaut und momentane Überdeckung durch Endorphine. Es ist wesentlich ein Phänomen bei dem neuronales und kognitives interdependiert. Kognition hat, besonders bei solchem Schmerz, der nicht überraschend auftritt, einen wesentlichen Einfluß...und insofern ist es nicht wirklich fernliegend, sich von kontrollierten Schmerzerlebnissen in S/M-Sessions eine Möglichkeit zu erhoffen, mit anderem Schmerz eventuell besser umgehen zu können. Klappt nur offensichtlich bei mir (noch) nicht. :shock:

otrok hat geschrieben: Eventuell musst Du halt vom Chirurgen zu einer Ärztin wechseln...
Kein Scheiss: ich hatte tatsächlich erst bei einer Praxis unter weiblichem Namen angerufen....ging da aber nicht. Und meine Internistin hat mich dann zu einer Chirurgen-Gemeinschaftspraxis weitergeschickt, wo die Chance 33% gewesen wäre....habe aber einen der beiden männlichen Schlitzer gezogen. %oh%
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Do, 19.Feb 2009, 06:01
Ich weiss nicht, was mir lieber wäre:
a) auf Schmerz ganz normal wie jede andere "Memme" zu reagieren oder
b) sich der Peinlichkeit auszuliefern und die Reaktion eines Masos zu zeigen, die sich in einem zufriedenen Stöhnen oder im Extremfall gar in einer Ejakulation manifestiert...

Mir wäre Variante b) echt peinlich, auch wenn sich medizinisches Fachpersonal sicherlich einiges gewohnt ist.

%doc%
Wie nennt man das Sexualorgan des Sklaven? - Gehirn :-)

Re: Maso sein: Hilft das im normalen Leben?

Do, 19.Feb 2009, 07:45
Jagged hat geschrieben:
Latexus hat geschrieben: Unsinn - das ist nur bei Körperstellen der Fall, die sich schon eine eigene Schmerzabwehr zugelegt haben. ..........Endorphine

aber Unsinn habe ich natürlich nicht geschrieben.
Hab ich auch nicht behauptet. Das "Unsinn" bezog sich darauf im Allgemeinen, dass ein praktizierender Masochist fitter im Umgang mit Schmerzen ist, wenn er diese nicht in einer Session erlebt. Du könntest es auch als Synonym für "nein, dass sehe ich anders" einsetzen - es ist eben sehr umgangssprachlich gewählt gewesen.
Grüße

Latexus
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Schmerzen

Do, 19.Feb 2009, 07:54
Ihr Lieben,

die Therapiemaßnahmen meines Bandscheibenvorfalls hätte das Herz jeden Masos höher schlagen lassen:

Ich bekam ein Stützkorsett (gesponsert bei DAK), übrigens in sexy schwarz.
Das Teil sieht wirklich so gut aus, daß ich es auch auf Parties schon getragen habe.

Zusätzlich durfte ich zweimal die Woche auf die Streckbank. Dort wurde ich festgeschnallt, mein unterer Lendenwirbelbereich wurde nach unten gezogen, während mein Oberkörper durch die Fesseln bewegungsunfähig verharrtte.

Das Thema Nadeln wurde durch eine Akupunktur abgedeckt, die ich auch zweimal die Woche über mich ergehen lassen mußte.

Zur Stimulation erhielt ich leihweise (auch sponsored by DAK) ein Stromgerät, um meine Muskulatur zu stimulieren.

Die größte Sadistin in dieser Zeit war allerdings meine Krankengymnastin!!

winke winke Jagged: Dir gute Besserung. Ich hoffe, Du bist schnell wieder einsatzfähig. *grins*

Lieben Gruß,
LadyTanja
*bekennendes Weichei beim Arzt*
_______________________
www.lady-tanja-hamburg.de
http://blog.lady-tanja-hamburg.de
www.galerie-de-sade.de/Hamburg/Lady-Tanja-a302.html

Re: Maso sein: Hilft das im normalen Leben?

Do, 19.Feb 2009, 07:58
Latexus hat geschrieben:Das "Unsinn" bezog sich darauf im Allgemeinen, dass ein praktizierender Masochist fitter im Umgang mit Schmerzen ist, wenn er diese nicht in einer Session erlebt.
das widerum wage ich zu bezweifeln.

bei mir ist allerdings das schemrzempfinden anders als bei einem maso.

bei dem sport z.b., den ich nur noch hobbymäßig betreibe, habe ich recht oft unangenehme schmerzen an verschiedenen stellen, damit komme ich gut zurecht.
auch zahnarzt oder andere hinterlistige mediziner beunruhigen mich nicht im geringsten.

sobald ich aber einer dominanten frau ausgeliefert bin und dort schmerzen ertragen muss, ist meine heldehaftigkeit verflogen.
da komme ich nur mit zähne zusammenbeissen und willen ein stück weit, bevor ich aufgebe, lust durch schmerz verspüre ich eher weniger.

vg
s.b.

Re: Maso sein: Hilft das im normalen Leben?

Do, 19.Feb 2009, 08:19
somebeing hat geschrieben:
Latexus hat geschrieben:Das "Unsinn" bezog sich darauf im Allgemeinen, dass ein praktizierender Masochist fitter im Umgang mit Schmerzen ist, wenn er diese nicht in einer Session erlebt.

bei mir ist allerdings das schemrzempfinden anders als bei einem maso.


vg
s.b.
Bist Du denn Masochist oder doch eher dann derjenige, der devote Spiele genießt?
Grüße

Latexus
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Do, 19.Feb 2009, 08:37
ich bin wohl eher der devote, mag aber auch kleine schmerzspielchen wie wachs, strom oder brustwarzen quälen.

für härtere sachen mit peitsche oder rohrstock bin ich vollkommen ungeeignet, da sinkt meine lustkurve rapide nach unten, das sehe ich dann mehr als test für mich, wie weit mich mein wille zum durchhalten bringt.

Re: Schmerzen

Do, 19.Feb 2009, 17:56
Tanja hat geschrieben:Ihr Lieben,

die Therapiemaßnahmen meines Bandscheibenvorfalls hätte das Herz jeden Masos höher schlagen lassen:

Ich bekam ein Stützkorsett (gesponsert bei DAK), übrigens in sexy schwarz.
Das Teil sieht wirklich so gut aus, daß ich es auch auf Parties schon getragen habe.

Zusätzlich durfte ich zweimal die Woche auf die Streckbank. Dort wurde ich festgeschnallt, mein unterer Lendenwirbelbereich wurde nach unten gezogen, während mein Oberkörper durch die Fesseln bewegungsunfähig verharrtte.

Das Thema Nadeln wurde durch eine Akupunktur abgedeckt, die ich auch zweimal die Woche über mich ergehen lassen mußte.

Zur Stimulation erhielt ich leihweise (auch sponsored by DAK) ein Stromgerät, um meine Muskulatur zu stimulieren.

Die größte Sadistin in dieser Zeit war allerdings meine Krankengymnastin!!

winke winke Jagged: Dir gute Besserung. Ich hoffe, Du bist schnell wieder einsatzfähig. *grins*

Lieben Gruß,
LadyTanja
*bekennendes Weichei beim Arzt*
Das kann ich alles sehr gut nachfühlen,ich bin auch bandscheibenoperiert,habe einige Facettenblockierungen und die Reha nach der Bandscheiben-OP hinter mir , und vorher der typische Schongang,weil jeder Schritt weh tut , da gab es starke Schmerzmittel,die dann fast zur Abhängigkeit geführt haben,starkes Krippeln überall bei Nichteinahme,seitdem mache ich einen großen Bogen um Schmerzmittel.
Das ganze kann nur der nachfühlen,der es selbst erlebt hat.

Do, 19.Feb 2009, 18:00
somebeing hat geschrieben:ich bin wohl eher der devote, mag aber auch kleine schmerzspielchen wie wachs, strom oder brustwarzen quälen.

für härtere sachen mit peitsche oder rohrstock bin ich vollkommen ungeeignet, da sinkt meine lustkurve rapide nach unten, das sehe ich dann mehr als test für mich, wie weit mich mein wille zum durchhalten bringt.
Meine Meinung ist,es sollte immer noch Lustschmerz entstehen können,ich würde mir nie , Schmerzen um jeden Preis zufügen lassen.
Ist ja auch sinnlos,meiner Meinung nach,den jeder der mal eine saftige Rohrstockstrafe bekommen hat,weiß wie dann die Folgetage aussehen,das hat dann nichts mehr mit Lustschmerz zu tun.

Do, 19.Feb 2009, 18:01
@ Latexus

Sind wir nicht alle kleine Weicheier ?
Ich denke, wenn wir in die Hände einer konsequenten Domina kommen, dann ist es mit unserer Herrlichkeit vorbei.

Daher liegt unsere Bestimmung doch darin, zu träumen, um irgendwann die Schmerzen ertragen zu können.
Ich selber, sehe mich eigentlich an der Spitze, der sogenannten Weicheier... winke winke

Weicheier

Do, 19.Feb 2009, 18:14
Ich finde das hat mit Weichei nichts zu tun,jeder mag etwas anderes und fühlt sich dabei gut und das ist doch ok.
Man muß sich nicht mit anderen vergleichen oder messen,es geht rein um die eigene Befriedigung und um den Spaß an der Sache.
Ich bin z.B . ein Jammerlappen beim Zahnarzt oder wenn es Spritzen gibt,aber wenn ich nach einer Session tagelang mit Kissen auf der Couch sitze,denke ich mit Genuß an die Erziehung zurück.
Antworten

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