Hallo Lady Katharina,
sehr interessanter Beitrag.
Seit meinem letzten Beitrag hier, auf den du Bezug genommen hast, ist inzwischen einige Zeit vergangen und ich habe am 29.12. meine zweite Session erlebt, wieder bei Lady Sabine Weber in Nürnberg. Inzwischen weiß ich, dass ich SMer bin und werde wieder hingehen, wenn es Zeit, Gelegenheit und Finanzen zulassen.
Wien ist leider für mich nicht erreichbar, in der Realität existiert leider kein Scotty wie auf der Enterprise, der einen schnell mal hinbeamen würde (grins). Sonst würde ich mal vorbeischauen.
Ich glaube nicht, dass es bei den meisten Leuten Intoleranz ist, wenn sie unsereinem aus dem Weg gehen, sondern es ist einfach Unsicherheit und Angst, etwas falsch zu machen. Lady Sabine hat mir gesagt, ich war nicht ihr erster blinder Gast, das hat natürlich die Tür schon weit aufgestoßen. Und es gab auch keine Probleme, schon gar nicht bei der zweiten Session, wo wir uns besser kannten. Ich denke, die meisten Damen, die damals meine Mail mit der Anfrage gelesen haben, haben sich einen hilflosen schwerfälligen Tollpatsch vorgestellt, der im wahrsten Sinne des Wortes blind durch die Gegend tappt, orientierungslos die erste halbe Stunde damit verbrät, im Bad das Waschbecken zu suchen, der bei der Session die Panik bekommt und dann im Empfangsraum wohl noch den Glastisch zerdeppert, auf dem Mylady die Geschenke erwartet :-). Solche und ähnliche Szenen wird manche süddeutsche Domina im Geiste vor Augen gehabt haben, als sie im Sommer meine Mail las. Ich muss dazu sagen, dass ich schon fast damit gerechnet habe, dass die meisten ablehnen werden. Ich dachte mir, da kommen Mails in der Art "Danke für dein Interesse, aber das machen wir besser nicht, halte es wie mit dem Autofahren und Fliegen, träum weiter davon, Gruß und tschüss." Nun, eine solche Mail kam nicht, es kam überhaupt nur eine einzige Antwort, aber dafür positiv, und das war die aus Nürnberg. Ich muss gestehen, als ich das erste Mal bei ihr anrief und sie auch noch da war :-), hatte ich sicher vor Aufregung 180 Puls und dachte mir erst, was sag ich denn jetzt, und dann war auch noch die Verbindung saumäßig schlecht, was am Handy der Dame lag (ich hasse Handys), aber sie nahm mir am Telefon die Unsicherheit und dann erst recht, als ich schließlich zum ersten Mal ihr Studio betrat. Ich habe keine Minute der beiden Sessions bereut und hoffe, bald eine dritte zu erleben. Inzwischen hat sie auch keine Hemmungen mehr, einen Blinden zu schlagen, das hat sich schon während der ersten Session gelegt. Und ich hoffe, meine Grenzen weiter ausbauen zu können und auch standfester zu werden, was den Schmerz angeht. Diesmal habe ich nach 20 Hieen auf Hintern und Rücken die Waffen gestreckt, mein "Endziel", wenn man so sagen kann, sind 50. Aber ich hielt acht Nadeln aus, vier in jeder Brustwarze, und das hat mich auch erstaunt, und mir ging es hinterher vorzüglich. Dass ich nicht zum "Schuss" kam, das liegt schlicht und einfach an meinen körperlichen Voraussetzungen, dazu ist bei mir nun mal zu wenig Potenz vorhanden, damit habe ich mich arrangiert. Aber der letzte "Schuss" ist ja auch nicht das Entscheidende, jedenfalls nicht für mich, und das habe ich der Dame, die sich Vorwürfe machte, weil "sie es nicht geschafft hat", wie sie mir sagte, - oh

, jetzt habe ich den Faden verloren, wurde abgelenkt. Naja, sie war jedenfalls dann doch erleichtert, dass ich zufrieden war, und ich verließ das Studio als ausgeglichenerer und entspannterer Mentsch als vor der Session.
Aber ich kann mir auch vorstellen, dass es bei anderen Behinderungen schon gravierende Schwierigkeiten gibt, die einfach technischer Natur, "behinderungsbedingter Natur" sind, wie es im Bürokratendeutsch heißt. Aber ich spreche jetzt auch von Behinderungen und nicht von Krankheiten. Ein Diabetiker oder Asthmatiker ist nicht behindert, behindert ist ein Blinder, ehörloser, Rolstuhlfahrer, sehr kleinwüchsiger Erwachsener, Spastiker, um nur diese Beispiele zu nennen.
Und es freut mich, Lady Katharina, dass du eine der wenigen Damen bist, die sich trauen, diese Leute als Gäste anzunehmen, gerade weil sie wissen, dass sie positive Erlebnisse haben werden.
So, das soll es für heute gewesen sein. Entschuldigung nochmal für meine verwirrte Schreiberei, aber ich kann hier während dem Tippen nicht mitlesen und verliere daher leider ab und an den Faden, vor allem, wenn wie eben das Telefon klingelt und irgendeiner sich verwählt hat.
Nichts für ungut und bis neulich: Dreiachser.