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Fr, 25.Aug 2006, 01:52
@ Dunkles_Wesen

Ich hätte zu deinen Beispielen gerne noch ein paar ergänzende Optionen hinzugefühgt, die nicht deiner Phantasie entspringen, sondern wie es in einer "24/7" zumindest bei mir tatsächlich:


Bsp 1: morgens sitzt man gemeinsam am Frühstückstisch ... nun hört man auf einmal vom aktiven Part "auf die Knie" ....

- bei meinem Privatsklaven brauche ich das nicht zu sagen, denn wenn er mit dem Decken des Frühstückstisches fertig ist, kniet er sowieso und wartet bis ich ihm erlaube sich zu setzen und zu essen. Manchmal frühstückt er auch kniend.


Bsp. 2: der aktive Part hat gerade Lust dem Sub den Arsch zu versohlen

- dann tue ich es halt. Mein Privatsklave muss eben herhalten und aushalten, sich noch zu überlegen ob er das geniessen wird spielt für beide keine Rolle und ist Zeitverschwendung


Bsp. 3: jeden Abend schläft man gemeinsam ein, jedoch genau an diesem Abend wünscht Top, das sub mit gefesselten Händen sowie verbunden Augen schläft, und sich unterstehen soll den aktiven Part anzufassen, sonst setzt es z.b. eine Ohrfeige.

- warum sollte ich sowas dummes tun? Ich habe kein Interesse um 5 Uhr früh einen unruhigen Sklaven neben mir im Bett zu haben weil er nicht mehr schlafen kann und eigentlich dringend Pipi machen muss und ich mag auch am folgenden Tag keinen schlecht glaunten weil übermüdeten Sklaven neben mir ertragen müssen.

- wozu überhaupt der Aufwand, wenn ich nicht angefasst werden will dann sage ich zum Sklaven: "Nicht anfassen"

- schon bevor ich überhaupt anfing bewusst BDSM auszuleben hätte ich jedem der die Anweisung "nicht anfassen" ignoriert, mehr als nur eine Ohrfeige verpasst.

- usw. usf. ... :-D


Dunkles_Wesen erinnerst du doch noch an unseren Mailkontakt vor ein paar Jahren in dem es um deine Webseite ging? Ich fürchte deine Vorstellungen von privatem BDSM mit einer Lebenspartnerin sind immer noch genauso unrealistisch wie damals.

Gruss
Lady Lotus
Am 1. Tag erschuf Gott den Hund.
Am 2. Tag erschuf Gott den Menschen, damit der sich um den Hund kümmert.
... Punkt 3 - 6 (Ihre Signatur ist zu lang.)
Am 7. Tag wollte Gott sich ausruhen, aber sie musste mit dem Hund "Gassi gehen".
©LadyLotus

Fr, 25.Aug 2006, 23:57
ich schließe mich mal ungefragt der mehrheit hier an :-) und geb meinen senf dazu..

24/7er Beziehungen können aus meiner Sicht nur sehr eingeschränkt langfristig - und das ist ja das ziel - funktionieren, da beziehungen gleich welcher art aus abwechslungen bestehen.. mal geht man ins kino, mal schwimmen, mal vielleicht sm, mal backt man kuchen gemeinsam und schmiert sich das eis auf die nasen :-) oder besucht freunde und familien-mitglieder... und sowas kann man schwer mit einem menschen machen der immer nur "ja, herrin" sagt.. besonders dann wenn man probleme hat und echte diskussionen sucht oder rat.. oder schultern zum anlehnen..

ein reines sm geprögtes 24/7 verhältnis halte ich für ziemlich realitätsfern.. wenn man den dauernden zustand wünscht und nicht nur 1 oder 2 wochen als spiel..

die wirkliche aufgabe des "ichs" unabhängig von eigenen motiven und wünschen, sexuellen vorstellungen und ideen, findet doch meist selbst seine grenzen wenn die wirkliche lust am unterwürfig sein verschwindet.. wann auch immer das ist.. oder aber die "herrin" oder der "dom" sind gelangweilt und entziehen die gunst.. dauerhaft sind solche beziehungen doch ziemlich langweilig.. wenn man nur das eine machen kann.. und all das andere schöne eben nicht.. oder wenn das "kümmern müssen" überhand nimmt für die herrin.. die es nicht will.. und doch gezwungen werden soll durch interessen des sklaven..

und den 24/7 sklaven möchte ich erleben der es duldet und keine neue sucht, wenn "herrin" sagt: okay, ich nehme dich.. ab heute haben wir null kontakt.. du gehst arbeiten.. und schickst mir immer all dein geld und einmal in der woche schicke ich sklaven 2 der dich bestraft wenn es sein muß".. ist man sklave macht man das.. man hat ja keine wahl als eigentum.. aber wer tut sowas ohne belohnung, ohne eigene bedürfnisbefriedigung??? insofern sind wir wieder beim punkt: alles ist interessensorientiert.. auch das "sklave" sein.. man will irgendwas.. und erwartet, die erfüllung.. und sei es das gefühl zu bekommen, nicht entscheiden zu dürfen und ausgeliefert zu sein.. was wiederum auch erst erzeugt werden muß.. und nicht defakto schon in sich selbst existiert..

doch selbst wenn.. die gefahr, dass die domina einen anderen kennenlernt, der mehr spaß bereitet ist doch vorhanden..

und was ist mit den sonstigen sehnsüchten?? das kuscheln-wollen der domina?? gespräche führen wollen mit dem partner?? was ist bei kinderwunsch und kindererziehung?? soll man dann immer sagen "schweig du sau" vor den kindern???

ich halte solche beziehungen für völlig abwegig langfristig.. es sei denn, sie sind zeitlich unterbrochen in einem bestimmten ausmaß und lassen öffnungen fließend zu.. und abseits vom sm gibt es noch eine andere ebene.. die natürlich schattiert sein kann mit einer gewissen hierarchie..

wobei mir der gedanke hochkommt: ob man überhaupt glücklich werden kann als domina wenn der partner einen nicht für sich haben will sondern wirklich einem sagt "mach doch was du willst"?? ist es ein glück so einen partner zu haben?? oder wünscht sich nicht jeder irgendwo auch einen partner der zu einem gehört.. den man nicht teilen muß.. wo das ende der beziehung nicht absehbar ist?? ist eine domina auf dauer glücklich wenn sie 24/7 beziehungen hätte privat und kann das einen menschen erfüllen?? bleibt bei dominas nicht auch eine sehnsucht nach einer beziehung, die einzigartig ist und bleibt und wo man nicht andere reinläßt?? kann ein mensch wirklich glücklich sein im wissen, dass sklave sowieso vielleicht einen überhaupt nicht liebt sondern nur seinem fetisch nachgeht??

an diejenigen die wirklich glauben 24/7 ein lebenlang leben zu wollen mit aller konsequenz kann ich nur die frage stellen: warum seid ihr dann nicht längst im jemen oder in afrika in irgendeinem abgelegenen ursprungsdorf und seid wirklich sklave?? dort existiert sowas noch in den einzelnen familien und sippen.. was auch dazuführen kann, ermordert zu werden bei nicht ausübung der pflichten, vergewaltigt zu werden, verkauft an andere stämme oder was auch immer.. aber so ist das sklavenleben nunmal abseits von eigenen interessen.. und war es schon immer.. oder glaubt einer, sklaven hätten jemals entscheidungsrechte gehabt??

alleine schon das aussuchen der "herrin" ist an sich ein widerspruch zum sklaven-dasein.. und schon hier zeigt sich die dominanz eigener interessenslage.. von tabus mal ganz abgesehen die dann deklariert werden.. und erwartungen etc.. wenn man sich solche sklaven anhört wird meist gleich ne liste vorgegeben wie "am liebsten mag ich" oder "ich wünsche harte bestrafung" oder "ich bin eine dreiloch irgendwas".. - mit betonung der gewünschten benutzung..

nebenbei: einem menschen der das alles am doch so macht, und wirklich sich aufgibt.. und wirklich keine interessen verfolgt.. und wirklich das dauerhaft sucht.. dem würde ich auch zutrauen auf einmal einen wunsch nach "ausleben eines sklavenaufstandes" zu besitzen.. und das er einen nachts einfach mal so erdolcht.. und sich daran dann ergötzt.. er - der große held der sich spartakus-ähnlich befreit.. - es gibt genug solche spinner... auch das ermorden des "herrn" kann ja einen reiz am ende ausüben..

nuja.. aber da mir das wohl nie passieren wird das frau mir dieses angebot macht.. ist es auch relativ müßig sich tiefergehende gedanken zu machen :-).. wenn ich auch zugeben muß, dass ich mich freuen würde, wenn meine freundin devoter wäre und alles tun würde, was ich so will.. und das unabhängig von eigenem lustempfinden.. einfach so.. :-) .. eben wenn man selbst es will.. und ansonsten eben nicht..

in diesem sinne erstmal lg

kv-neugier

Sa, 26.Aug 2006, 00:19
ergänzung:

für jeden echten 24/7 er sklaven kann ich ja folgendes angebot machen:

er wird sklave.. muß hart arbeiten.. gibt mir das geld.. und wohnt irgendwo in einer kleinen schabbracke.. wem das reicht, bitte sehr.. so war das sklavensein immer.. ob im rom oder in den usa.. in afrika und wo auch immer.. das ist sklave sein.. einfach das tun was der herr will.. und eigene motive vergessen.. z.b. sexuelle..

nur seihen wir doch mal ehrlich: die meisten 24/7 sucher sind einfach am ende z.b. irgendwelche transen, die dann mit perücken und stöckelschuhen eigentlich nur wild und von allen möglichen berührt werden wollen oder erniedrigt und sich dadurch einen runterholen.. oder vorgeführt werden wollen von dominas.. oder bestimmte wünsche haben wie z.b. hinsichtslich der härte und dem ausmaß von schlägen etc..

immer ein vorhandenes "ich will".. "ich möchte".. "ich verlange"..

und wenns nicht erfüllt wird, hoppelt mister 24/7 ins internet und sucht sich einen neuen herrn oder eine neue herrin..

damit möchte ich solche menschen garnicht schlechtmachen.. aber ist doch ein fakt, dass eigentlich keiner der 24/7er menschen wirklich 24/7 lebt.. sondern alles interessensgesteuert ist.. so wie es sich nunmal zwangsläufig ergibt wenn der "herr" oder die "herrin" keinen rechtsanspruch hat, keine wirkliche macht.. sondern immer nur soweit gehen kann wie der sklave es zulassen möchte.. will der herr/die herrin nicht in den knast..

soo.. das wars aber jetzt :-)

lg

kv-neugier

24/7

Di, 05.Sep 2006, 11:45
Hallo DomHunter, @all,

ich nehme Deine Antwort im Kontaktmarkt mal zum Anlass, ein wenig zum Thema 24/7 zu schreiben:

Da finde ich also eine Kontaktanzeige, es möchte ein junger Mann (22Jahre), der nach eigenen Angaben gut aussieht, 24/7 leben.

Hat lange darüber nachgedacht, und weiß, daß 24/7 sein Weg ist, das kein Spiel ist, sondern die Realität.

Will sein Leben aufgeben.

Ist kein Wunschzettelsklave, schreibt aber vorsichtshalber mal, auf was er steht.

Ist tabulos. Ist sauber.

Ist belesen, also nicht doof.

Will seinen Körper und Geist zur Verfügung stellen.


Nun gut. Nehme ich das also mal ernst.

Ich bestelle den jungen Mann zu mir, finde ihn sympathisch und möchte ihn versklaven.

Erste Frage, die sich mir stellt: Wohin mit ihm? Er kommt ja nicht aus Hamburg. Könnte sich ja ne Wohnung in Hamburg suchen.

Aber…er will ja dauerhaft mir, seiner Herrin zur Verfügung stehen. Dann soll ihn also vermutlich in Ketten (da steht er nämlich drauf) in meiner Wohnung unterbringen.

Da ich einen Lebenspartner habe (oder muß die Herrin etwa unabhängig sein, nee, nee, er hat ja keine Ansprüche und ist sogar bi), möchte ich meinen 24/7 Sklaven also nicht in mein Schlafzimmer lassen. Gehört sich ja auch nicht. Will er ja auch nicht.

Also wahlweise Keller oder Dachboden, je nachdem, was mir zur Verfügung steht.

Ein Schlafplatz ist also gefunden.

Zweite Frage: Was soll er essen? Und…soll ich finanziell dafür aufkommen?
Naja, ist ja ein Sklave. Bekommt Reste und Abfälle. Das wird die Haushaltskasse schon verkraften.

Dritte Frage: Was kann der Sklave für mich tun? Kann er gut handwerken, ist er ein guter Putzmann, hat er Ahnung von Webdesign? Hmmm, mal nachschauen. Hab ich jetzt keinerlei Angaben in seiner Bewerbung gefunden. Ist belesen. Also ein guter Vorleser.
Naja.

Vierte Frage: Was tue ich, wenn der Sklave krank wird? Ist er krankenversichert? Oh…nee, hat ja alles aufgegeben. Naja, wird meine Haushaltskasse schon verkraften, ihn zu versichern.
Andererseits muß ich ihn ja auch nicht versichern. Wenn er krank ist, ist er nicht mehr nützlich und wird entsorgt.

Fünfte Frage: Was tue ich, wenn sich meine eigenen Lebensumstände ändern und ich den Sklaven nicht mehr halten kann? Hat er eine soziale Absicherung (private Rentenversicherung, Lebensversicherung o.ä.)? Nicht…hmmm, wird die Haushaltskasse schon verkraften.

Und wenn nicht, ist ja nicht mein Problem. Ist ja nur ein unnützer Sklave.

Usw, usw…

Ich habe mitnichten etwas gegen das Konzept 24/7. 

Ich habe selbst bereits schon so gelebt. Ich besitze einen 24/7 Sklaven (der nicht bei mir wohnt, der sein eigenes Geld verdient und mir nicht immer zur Verfügung steht).

Nur…wenn ich lese, daß ein 22jähriger Mann entschieden hat, sein bisheriges Leben aufzugeben, um sich wahllos der nächst besten dahergelaufenen Herrin zu unterwerfen, dann kann ich das nun mal nicht ernst nehmen.

Ernst nehmen könnte ich, wenn ein Mann, der mich bereits kennt, mich fragt, ob ich mir vorstellen könnte, daß 24/7 ein denkbares Lebensmodell wäre.

24/7 beschließt man doch nicht einfach.

Das entwickelt sich eventuell aus einer Bindung. Es gehören Vertrauen, Kennenlernen, Sympathie und ähnlich gelagerte Interessen/Vorlieben dazu.

Just my 2cts,

Lieben Gruß,
BizarrladyTanja

PS: Oder mal ganz ernsthaft gefragt: Will solch ein Bewerber tatsächlich die nächsten 50 bis 60 Jahre wie Natascha Kampusch leben?

Di, 05.Sep 2006, 12:03
Das, was besagter Mensch schrieb, war, dass er eine 24 / 7 Partnerin sucht - also Deutschlandweit.

Von sofort einziehen war eher nicht die Rede.

Auch möchte ich ihm nur aufgrund seines Devotiotismus nicht gleich sämtliche rationalen Gedankengänge absprechen...

Ich denke, es dürfte jedem klar sein, das man nicht spontan von irgendwoher angereist kommen und sofort einziehen kann.

Und schon gar nicht bei jemanden, der bereits einen festen Partner hat.

Wenn man denn also dahingehend niemanden kennenlernen möchte, ist ja auch keiner gezwungen, näher auf ein solches Gesuch einzugehen.
Gerade im gewerblichen Bereich, mit all den Negativ- Erfahrungen, ist so ein Ansinnen wohl eher zwecklos.

Durchaus verständlich, finde ich, denn wer will schon zum achten oder neunten Mal seine Zeit mit einem weiteren Reinfall vergeuden oder wie soll man noch echte Emotion oder gewisse Erwartungshaltungen entwickeln können, wenn die Erlebnisse zuvor sämtlichst negativ waren?

Stichwort " Sessions umsonst ".

Es wäre zu wünschen, dass dieser junge Mann entweder eine Frau in seiner Umgebung findet oder aber aus beruflichen Gründen örtlich flexibel ist. Wie gesagt, so ein Dominaforum ist natürlich nur sehr bedingt für derlei Ansinnen geeignet.

DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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24/ 7 oder wer will das eigentlich, ein Sklave sein?

Fr, 08.Sep 2006, 13:53
Letzthin sprach mich eine Domina in einer Session mit dem Namen Sklave an. Ich fand es eher abtörnend.

Sie dachte wahrscheinlich, dass dies meinen Wunsch nach Sex und intensiver Stimulation entspricht, nur eigentlich wollte ich nur ein bisschen erotische Fantasie ausleben, mit einer schönen und bedrohlichen Frau in sexy Outfit, die Nippel-Klammern und Dildos handhaben kann.

Wer will das eigentlich sein, Sklave.
Das ist doch nur ein Fantasiegebilde einer andauernden Beziehung in freiwilliger Unterwerfung zu einer anderen Person in der Hoffnung, man kann die ganze Zeit BDSM haben. Nur das klappt doch nicht. Das ist doch das gleiche, als ob ich sagen würde, ich heirate, weil ich immer heißen Sex haben will. Jedoch eine Heirat ist mehr als Sex und ein Sklave zu sein, ist mehr als BDSM-Spiele zu spielen. Und so wie nicht jeder, der Sex hat, heiraten will, so will nicht jeder, der gefesselt und den Po verhauen haben will, ein Sklave sein.

Vor allem frage ich mich, welche Frau würde sich denn einen Sklaven antun wollen. Einen Sklaven als passiven Halunken, der bloß auf Befehl handelt. Innerhalb der Struktur, die die Frau vor gibt, benötigt sie doch eher einen Kerl, der mit Eigeninitiative daran arbeitet, das Leben der Frau zu verbessern. Und das kann doch eigentlich mit einer Sklavenkreatur, der sie auch noch das Denken abnehmen muss, gar nicht gelingen. Was soll man also mit einem Sklaven. Diese Wunschdenker nach Versklavung sind weder Kinder noch Objekte sondern eigentlich doch auch Leute mit der Verpflichtung ihr Leben für sich selber und für andere selber in die Hand zu nehmen.

Es gibt sicherlich die Tops die die emotionale und psychologische Ambition haben, einen langfristige Domina/Sklave –Beziehung zu führen. Jedoch glaube ich nicht, dass die die Rockstars einer privaten SM-Party sind. Ich bevorzuge doch eher diejenigen Dominas, die eine BDSM-Scene liefern können, die einem noch drei Tage später angenehm daran denken lässt.

Also, was soll diese Bezeichnung als Sklave.

Do, 22.Nov 2007, 22:32
Ein sehr schöner Thread mit sehr guten Antworten, der es nicht verdient hat seine Existenz in den Niederungen des Forums zu fristen. Es sind ja auch viele neue LeserInnen an Bord. Ich möchte den Thread aber von dem 24/7 - Staub befreien. Hierüber wurde schon genug geschrieben. Versklavung ist auch ohne 24/7/365 realisierbar und in seiner Intensität ähnlich.

Honigtatze fragt "Also, was soll diese Bezeichnung als Sklave."

Persönliche Wahrnehmung gefällig?

Ich möchte mich schon im Vorfeld entschuldigen, dass es etwas herb wird, weil ich ein Sklavendasein ziemlich emotional schildern werde. Wanda besitzt in einem Punkt in besonderem Maße recht. Man wächst hinein. Und es kann einen, wenn man sich zu sehr darauf fixiert, kurz- oder mittelfristig aus der Bahn werfen, wenn es beendet wird und man vor dem Scherbenhaufen einer Illusion steht. Es kann einen verbittern und die unangenehmsten menschlichen Eigenschaften in einem hervorrufen. Es will wohl überlegt sein, denn lässt man sich auf eine solche Form der zwischenmenschlichen Beziehung ein, gibt es kein Zurück mehr, da sich eine Eigendynamik entwickelt, die sich sehr schwer steuern lässt.

Es kann anfangen bei einer Begegnung, die eher oberflächlicher Natur ist. Z.B. auf einer Party, beim spielen oder auch, ja, in einem Studio. Wie bei mir. Man bleibt in Kontakt und es entwickelt sich eine Freundschaft. Es wird gemerkt, dass man ja gar nicht so unterschiedlich denkt und sich gegenseitig etwas zu erzählen hat. Wie man so schön sagt, stimmt einfach die Chemie. Selbstverständlich trifft man sich zu weiteren Sessions. Eines Tages bemerken beide Seiten, dass die Form des ständigen Telefonierens, Treffens, Briefe Schreibens zu wenig ist. Weil man sich gegenseitig so viel Gutes tat, weil man immer vertrauter wird. Es zeigt sich dann, wenn erste Eifersüchtigkeiten auftreten. Wenn man sich z.B. als Mann mal einen Tag länger Zeit lässt, um ihre wichtige Mail zu beantworten. Oder anders herum. Der erste Schritt zur Einengung persönlicher Freiheit ist getan. Nur nimmt man dies auf beiden Seiten noch nicht so recht wahr, weil man immer noch eine Freundschaft besitzt, die einem hoch und heilig erscheint. Nur, wie das so ist mit Sehnsüchten, werden die Treffen intensiver und das Verlangen ebenso. Im Grunde befindet man sich schon längst nicht mehr in einer puren Freundschaft. Es ist zu diesem Zeitpunkt schon wesentlich tiefer und dann geht auf einmal alles recht schnell. Auslöser kann ein Krach sein, ein Streit. Streitigkeiten, in denen ein Mann schon mal sagen kann, dass man doch nicht ihr Sklave sei und was sie sich einbilden würde. Und ehe man sich versieht, kommt die wütende Antwort aus dem Hörer, dass man es doch sei. Sei es aus Zorn, aus Wut oder aus Angst zu verlieren. Es wurde ausgesprochen. Die ganze Energie zwischen beiden Seiten hat sich entladen und es herrscht Stille. Und Erschöpfung. Beide Seiten denken nach. Man weiß um die Freundschaft, doch es hat sich etwas verändert. Beide müssen sich entscheiden, wo ihre persönliche Reise hingeht. Es steht viel auf dem Spiel. Niemand will den anderen verletzen und das nächste Treffen ist ach so anders. Es bedarf keiner Worte. Es wissen beide, dass diese Veränderung stattgefunden hat. Es bedarf überhaupt keiner Verträge oder dergleichen Schnickschnack. Die Hierarchie hat sich schleichend, gleich einer Waagenstellung verändert. Mann ist nun nicht mehr Freund und Spielpartner, Mann ist Sklave. Man hat sich gebeugt.

Was es so schwer macht, oder besser gesagt, was es mir so schwer machte, das war der Verlust der Freundschaft. Es war nicht mal so sehr der Verlust der persönlichen Freiheit, nicht mehr alles tun uns lassen zu können, was ich will. Dieser Verlust wird mehr als nur aufgefangen durch eine unglaubliche Woge des Vertrauens, die einem entgegenschlägt, wenn man ihr diesen Wunsch erfüllt. Wenn man dieses Glück in den Augen sieht. Die Freundschaft dagegen, die spielt sich nun auf einer anderen Ebene ab. Vielleicht auch in einem selber, durch einen selber. So sehr man sich bemüht, sich nicht zu verändern, man tut es. Die Gefühle für sie verändern sich, die Gedankenwelt nimmt sie nicht mehr als Freund wahr. Man nimmt sie als Person wahr, die man über alles liebt und für die man alles nur Erdenkliche tun würde. Und in manchen Situationen schmerzt es. Ein "nein" wie unter Freunden geht nicht mehr wie früher. Dieses "früher" bricht immer wieder empor und es ist ein sehr schmerzhafter und steiniger Weg, dies nach und nach als einen Teil der Vergangenheit zu akzeptieren. Zudem verändert sich auch der Freundeskreis. Man hat sich, so sie will, nach ihren Wünschen zu richten. Manche oder viele Abende mit Freunden und Kumpels fallen eben flach. Über kurz verzeihen sie dies einem. Über lang nicht. Doch wie will man sich gegen den Willen der Person entscheiden, der man im Grunde schon längst verfallen ist? Man akzeptiert es, dass sich manche von einem abwenden, weil sie die Veränderung in einem nicht gutheißen wollen oder können. Übrig bleiben wenige.

Es sind ihre Regeln, die nun zählen und man läuft Gefahr, sich zu sehr auf sie zu fokussieren, nimmt dies selber aber nicht mal wahr. Sie im Grunde auch nicht, denn einen Menschen zu besitzen, der einem früher schon so nahe stand und der einem nun gehört, erzeugt Stolz. Hingabe zu spüren erzeugt Wärme. Es ist wie eine Sucht - auf beiden Seiten. Es gibt Tage, an denen beide Seiten der Meinung seien, sich in einem Zustand der absoluten Glückseligkeit zu befinden. Es IST definitiv ein Rauschgefühl. Auf der einen Seite das Gefühl, niemals mehr einen Menschen zu verlieren, der einem auf Knien die Treue geschworen hat, auf der anderen Seite das Gefühl so viel geben zu können, den ich als Halt von unten bezeichnen würde. Ja, man spürt, dass auf beiden Seiten dieser Drang vorhanden ist, sich gegenseitig beschützen zu wollen. Sich gegenseitig eine besondere Form der Verantwortung geschworen zu haben. Nur ist die Sprache eine unterschiedliche. Man weiß um die Rollen.

Es ist etwas Schönes. Beizeiten. Aber auch hart. Es werden alle Eigenschaften und psychischen und physischen Verstecke, die man als Mann gerne besitzt, auf die Probe gestellt. Manch Demütigung bleibt einem nicht erspart. Und ja, es gibt auch Momente, in denen man beinahe hasst. Warum sie einem dies nur antun kann. Weshalb man dies verdient habe. Man wird mit der Belastbarkeit des eigenen Egos konfrontiert und es fühlt sich stellenweise so an, als ob einem nicht nur die Kleidung genommen wird, sondern noch die Haut, das Gewebe und auch die Knochen, dass man sich nunmehr als reine, entblößte Seele fühlt. Man würde gerne nach seinen Rechten schreien, teilweise macht es einen krank, aber man kann es nicht. Man macht es nicht. Weil man schon viel zu tief drin ist. Und weil man viel zu sehr liebt.
Man hat sich längst mit der Rolle des Sklaven identifiziert und fängt damit an die Momente, die einen belasten als Ding wahrzunehmen. Ein Ding hat keine Gefühle. Es nimmt hin. Manches geht nicht, in einer solchen Beziehungsform, ohne ein Stück seiner Selbst in sich abzutöten. Und genau ab dem Punkt ist man endgültig angekommen als Sklave.

Und genau ab da geht der Schlammassel los. Darüber möchte ich jetzt aber nicht schreiben. Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung, die einen verändert. Man lernt sehr viel über sich selbst. Eigenschaften, von denen man gar nicht weiß, dass diese überhaupt in einem existierten. Man kommt der Person, mit der man sich auf derartiges einlässt auch auf wunderbare und teilweise erschreckende Weise näher, als es in jeder anderen Beziehungsform möglich wäre. Es tun sich Abgründe auf beiden Seiten auf. Aber auch Höhen. Und es ist ein immens harter Aufprall, wenn es dann zuende geht. Das ist nicht six feet under, das sind sixty feet under. Und ich kenne Mädels, die um einiges empathischer und hingabevoller als ich agierten. Dagegen sind meine Erfahrungen und Zeichnungen gar nichts. Mir wurde erklärt, weshalb es zuende sei. Ich bekam die Chance zu verstehen. Manche eben nicht. Dies ist auch ein Grund, weshalb ich massive Probleme mit männlichen Tops besitze. Oder zumindest sehr skeptisch bin. Wenn ich sehe, wie achtlos weggeworfen werden kann, erzeugt dies in mir den blanken Hass. Es ist nun einmal so, dass man als Sklave oder Sklavin nicht gehen kann. Zumindest nicht dann, wenn man mit Herzblut bei der Sache ist und man es nicht als Spielerei betrachtet. Man kann nur von oben entlassen werden. Und in der Hinsicht bin ich froh ein Kerl zu sein, denn wie unendlich abgefuckt manch Typ jemanden fallen lassen kann, dies wurde mir schon zu deutlich vor Augen geführt. Und das waren auch sehr starke Mädels. Denn darin liegt das Problem: je stärker man als Person ist, umso tiefer ist frau oder mann bereit zu geben.

Auch ein Grund, weshalb ich mich tunlichst zurück halte, wenn es um die Diskussion geht, wer masochistischer oder aufopferungsvoller im Geben sei. Männer oder Frauen. Ich persönlich habe mit dem Thema Versklavung vorerst abgeschlossen. So schön es auch sein mag, trotz der Entbehrungen, es geht immer irgendwann zuende. Es lässt sich nicht vermeiden. Es lässt sich auch nicht reproduzieren. Für mich jedenfalls nur noch durch Sessions, ob sie Stunden oder Tage gehen mögen. Und wenn ich schon dabei bin: BDSM ist nun mal kein Spiel. Es ist ernst. Auch wenn es nicht gerne gehört wird. Wie eine Pflanze, die langsam, aber unaufhörlich wächst. Womit ich wieder bei dem Satz von Wanda wäre, die schrieb, dass man in eine Versklavung hinein wächst.

Grüße,
Steffen

Do, 22.Nov 2007, 23:21
respekt Letzer Maso für das, was du geschrieben hast!
Das ist sind Worte, die aus der Erfahrung und aus dem Innersten kommen.
Ich gehöre (mit meinem Liebsten) auch zu den "Unverbesserlichen", die so etwas wie 24/7 zu leben versuchen. Ich schreibe bewusst VERSUCHEN, denn das wird es wohl immer bleiben. Eine Art Fernziel. Der Weg ist gepflastert mit Alltäglichkeiten, die einen immer wieder aus dem "Traum" oder "Rausch" herausreissen. - Er ist sehr schön, dieser "Traum"/"Rausch", so viel Nähe ist wohl kaum in einer anderen Beziehungsform möglich, habe ich das Gefühl. Noch nie habe ich so eine grosse Hingabe gespürt - beidseitig. Mit Verliebtheit hat das Ganze übrigens nichts zu tun, auch nicht viel mit Sex. Unsere Beziehung ist aus einer Freundschaft gewachsen. Vieles was Lady Wanda geschrieben hat, spricht mir aus dem Herzen.
Oft stresst es uns, wenn wir von der Realität eingeholt werden, herausgerissen werden - aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Wir spechen dann ganz "gewöhnlich" miteinander, tun ganz "gewöhnliche" Sachen - sind auf gleicher Augenhöhe - und dann haben auch beide die Möglichkeit, darüber zu sprechen, wie das Ganze auf sie wirkt, auch Frust und Unlust abzuladen. Und zusammen kann man wieder versuchen "die Waage" herzustellen, so dass "es" für beide wieder "stimmt". Das braucht es meiner Meinung nach, damit so etwas auf Dauer funktionieren kann. Ja, auf Dauer. Das ist ein Wunschtraum ... vielleicht. Ich hoffe es nicht. Gerade, wenn sich zwei Menschen so stark aufeinander einstellen, ist das ein sehr tiefes Loch in das man bei einer Trennung fallen würde. Und zwar nicht bloss für den Sklaven/die Sklavin, sondern auch für die Herrin/den Herrn. Entgegen der gängigen Praxis haben wir vereinbart, dass die Beziehung nicht einseitig auflösbar ist, also der dominante Teil einfach tschüss sagen kann. O.K. das ist vielleicht mit ein Grund, weshalb wir auch geheiratet haben. Das macht das Ganze nicht sooo einfach. ;-)
Übrigens: Einen Sklaven, der neben mir am Boden kniet, wenn ich frühstücke würde ich auf Dauer nicht aushalten. Überhaupt: Meine dominante Rolle lebe ich in meiner Beziehung nicht so "direkt" aus, eher subtiler. Ich habe halt die Kontrolle über meinen Liebsten - und zwar sehr weitgehend! Er verlässt z.B. nicht ohne mich das Haus ... huiii, das wird jetzt vermutlich einen Aufschrei des Entsetzens auslösen!!! - und kann ihm auch jederzeit etwas befehlen. Er wird es ausführen, sprich, sich daran halten. Logischerweise befehle ich ihm nichts, was ich nicht mit gutem Gewissen vertreten kann. Es sind eher Kleinigkeiten. Ich denke, auf diese Art kann man BDSM sehr gut mit dem Alltag verknüpfen, ohne dass es für beide Seiten zu doof wird mit der Zeit. Es ist mir auch bewusst, dass ich eine grosse Verantwortung meinem Liebsten gegenüber trage. Er ist total von mir abhängig. Das ist eine ziemlich grosse Belastung für mich. Und es ist mir auch klar, dass ich ihn nicht einfach im Regen stehen lassen kann. Es ist ein sehr grosses Risiko, das wir eingehen. Für uns ist es die Art, wie wir leben möchten.
Es ist uns klar, dass die meisten Menschen das als "krank", "irr",etc. ansehen. Das ist uns, ehrlich gesagt, vollkommen egal.
Eine gute Nacht!
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

Do, 22.Nov 2007, 23:36
Ach ja, hier noch der übliche Nachtrag:
Nala hat die Bewerbungen von sogenannten 24/7-Sklaven bei ihr erwähnt. Sowas habe ich auch schon mehrmals erhalten. Sich bei einer professionellen Domina (oder in meinem Fall einer semi-professionellen Domina) als 24/7-Sklave zu bewerben, finde ich schon ziemlich stange! Ich kann so etwas nicht wirklich ernst nehmen!
Und wenn man sich die Zeit nehmen würde, da wirklch nachzuhaken würde sich wohl in den allermeisten Fällen herausstellen, dass der 24/7-Sklave sich eine kostenlose Dauersession bei Kost und Logis erhofft.
Mit wirklicher Versklavung - sprich Hingabe und Demut - hat das absolut nichts zu tun. Wer wirklich versklavt werden will - erst recht - 24/7 - muss damit rechnen, dass er sehr oft Dinge tun muss, die ihm absolut nicht passen, die alles andere als geil sind. Und dazu gehört halt auch, dass man oft einfach geduldig sein muss, warten muss, bis die Dame Lust und Zeit hat, sich mit dem Sklaven zu befassen. Und vielleicht tut sie das dann nicht im geilen Lack-Latex-Leder-oder-weiss-der-Geier-was-Outfit, sondern im flauschigen Hausanzug!
Vielleicht legt sie aber auch lieber die Füsse hoch und guckt gemütlich eine Fernsehserie. Und der Sklave darf sich vielleicht dann einfach deneben setzen, ebenfalls TV gucken und ein bisschen mit seiner Herrin kuscheln. %gern% Übrigens etwas, das auch einer dominanten Frau durchaus gefallen kann.
%lach%
Nun ja ... ich denke, das wesentliche ist: 24/7 ist keine Dauer-Session, sondern eine Beziehung, in der BDSM immer eine Rolle spielen KANN. Im Gegensatz zu "gewöhnlichen" BDSM-Beziehungen eben JEDERZEIT.
Eine gute Nacht!
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art
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