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Workshops : in welcher Szene? mit welchen Opfern?

Di, 28.Aug 2007, 23:42
Ich persönlich bin da etwas skeptisch, würde mich aber gern auch eines Besseren belehren lassen (sowohl was dieses konkrete Angebot als auch vergleichbare Angebote aus der vollkommerziellen Szene angeht....) : Wer der hier Mitlesenden war evtl. einmal Teilnehmer?

Mir wurde von einem Veranstalter aus KA berichtet, in dessen Haus einmal solch ein Kurs stattgefunden hat, das Informationsniveau sei ziemlich niedrig gewesen.

Von wenigen kurzen Begegnungen (ohne daß ich sie jemals in Aktion gesehen hätte, ist also subjektives Vorurteil) ist mir V. eher unsympathisch (ich ihr wahrscheinlich auch....)

Ich glaube, in Workshop-Veranstaltungen für die private Szene (teilweise entgeldlich von Shops etc. organisiert, aber eben mit überwiegend privatem Klientel) ist wohlmöglich mehr zu lernen. Auch dahin kann ja ggf. ein "Übungsobjekt" eine angehende oder sich fortbildende Profi-Dame begleiten.
Ggf. kann man sich auch als "Paar" gemeinsam eine erfahrenere Domina buchen.
Oder von erfahrenen Privatpaaren lernen.

Allerdings habe ich die enttäuschende Erfahrung mit "Übungsobjekten o.f.I" machen müssen, daß die oft mehr versprachen, als sie hielten: sie ließen z.B. mehr Erfahrenheit mit daraus resultierender Feedback-Fähigkeit vermuten oder mehr Belastbarkeit bzgl. der zu erlernenden Praktiken etc. Einige haben wohl eher auf eine kostenlose Wunscherfüllungs-Session spekuliert (ohne Lerneffizienz für mich), weswegen ich jetzt zumindest beim ersten derartigen Date mit einem Fremden auch hier einen Obulus verlangen würde, bis sich ggf. seine "Tauglichkeit" auf dem passenden Niveau erwiesen hat: Zum Beispiel ist in einem Bullwhip-Workshop ein rein devoter "Sklave" fast ohne Maso-Eigenschaften, den ich nur leicht tätscheln darf, sicher nicht das passende Objekt, und wenn es um einen Technik-Workshop geht, sollte der Passive auch kein RolePlay suchen....

Am besten erscheint es mir immer noch, privat in der privaten Szene zu lernen (aber manchmal hat frau ja "ganz privat" auch mal Lust, die Konzentration fallenzulassen und eher nach ganz eigener Neigung als nach technischem Lernziel Veranstaltungen im Rahmen von Treffen in der Privatszene auszuwählen....)

Mi, 29.Aug 2007, 07:26
daß die oft mehr versprachen, als sie hielten:
Right!

nene, wenn ich ein Übungsobjekt brauchen würde, fände ich schon ausreichend im Freundeskreis (von Weichei bis Hardcore alles dabei). Gott-sei-Dank.

Liebe Grüsse
Nala

Mi, 29.Aug 2007, 12:25
Geehrte Damen,

das klingt ja fast so, als ob man(n) sich mal in der Privatszene umschauene sollte - habe ich bisher nie gemacht - meine Erfahrungen basieren rein auf kommerzieller Ebene, auch wenn ich mal vor Urzeiten das Vergnügen hatte, mit einer Domina auch privat etwas zu haben...

Doch inzwischen bin ich "züchtiger" Familienvater, so dass ich keine Ausflüge ins private Fach wage...

Herzlich,
Geniesser67
Männer werden nicht erwachsen, ...
die Spielsachen werden nur teurer.

zwangsläufig/violetta

Mi, 29.Aug 2007, 12:58
hi - mal allgemein:
zu beiden hab ich einige male den link hier
eingestellt: es gab keine kommentare. - komisch
ich selbst habre seit 1-2 jahren den newsletter im abo und erhalte mehrmals pro monat detaillierte infos.
von marketing versteht die frau (und ihre freundin frl r....) sicher was. das ist schon profimäßig gemacht.
ob die sessions gut sind? keine ahnung, nie irgendwas gehört. aber es muß ja wohl laufen - andernfalls würde die sache schon längst eingeschlafen sein
also: hat jemand mal was gehört? teilgenommen? es finden die seminare und workshops ja wohl in berlin und köln statt.

@sara
hi -"workshops von shops für die private szene" wer bitte schön bietet so etwas an? und wenn, dass das dann nur gegen geld möglich ist , ist doch selbstverständlich - die sind doch nicht von der caritas.
"übungsobjekte ofI" wer ist denn so naiv dahinter nicht den gast, der es umsonst möchte, zu erkennen? sara!
"ausbildung in der privatszene": ja, da sitzen dann z.b. die "smart" leute in jeans und treiben es wie die pfadfinder,knotenüben, toll, geil äh. und reden darf man nur nach vorherigem eintrag in die rednerliste.
und dann noch die "meetings", regelmäßige stammtische in kneipen: da wird dann heiß und innig über alles mögliche (von fußball bis kochrezepten) gequatscht, nur nicht über "das" thema.
ganz anders z.b. in amerika (new york "eulenspielgel") oder landesweit die PEP organisation (people exchanging power, von E.A.Miller )da geht die post ab....

grüße feigenblatt

Re: zwangsläufig/violetta

Mi, 29.Aug 2007, 13:22
feigenblatt hat geschrieben:"workshops von shops für die private szene" wer bitte schön bietet so etwas an?

Ich dachte konkret an www.s-art.de :)

Ansonsten : Ja, Szenegruppen wie Smart Rhein-Ruhr (kenne ich persönlich nicht, aber das wird ähnlich sein wie Schlagseite Mannheim oder Smash Frankfurt) kann man mögen oder auch nicht. Aber in der Tat war mir sowas bei meinen Kommentaren über "ganz privat" im Gegensatz zu "entgeldlich von Shops organisiert" im Kopf. Übrigens unterscheiden solche Gruppen meiner Erfahrung nach meist noch SM-themengebundene Gesprächskreise und nicht themengebundene Stammtische. Die lesbisch-queere Szene ist mir persönlich aufgrund meines Coming-Out-Backgrounds nochmals geläufiger, die Lesben machen beispielsweise jährlich die Frauen-SM-Osterkonferenz mit praktischem und theoretischem Workshopangebot als Tagesprogramm (und Playparties als Abendprogramm :)

Ob es naiv ist, unter potentiellen Übungsopfern nicht grundsätzlich den Faker zu vermuten? Ob man nicht genug Übungsopfer im privaten Freundeskreis haben sollte? Nun, da ich in der Regel nur die Sachen explizit üben muß, die ich nicht sowieso privat betreibe....da ich auf o.g. Konferenz beispielsweise vorrangig passiv spiele und nicht aktiv lerne... da mir privat nicht viele männliche Genitalien zur Verfügung stehen, weil ich darauf privat nicht meinen Focus lege....könnte ein Übungssklavenszenario o.f.I. durchaus in beiderseitigem Interesse sein und war es durchaus schon, z.B. hab ich von einem erfahrenen schwulen Switcher, der selbst als Master ein Gewerbe hat, privat und o.f.I. meine Klinik-Kenntnisse erworben: Er war dann Lehrer und Objekt zugleich.

Es wäre völlig schwachsinnig gewesen, wenn dieser Mensch mich dafür hätte bezahlen müssen! Im Prinzip war er in dem Moment mein Dienstleister und nicht ich seiner, wobei er auch seine Freude an der ungewohnten Konstellation mit einer queeren Frau hatte....

Aber solch "aktives Passivsein" muß aber einer halt können, wenn einer kein Feedback geben könnte oder neue Praktiken nicht anleitet, sondern nur "mach mal" sagen würde, wäre das nutzlos (oder man müßte noch eine Lehrherrin oder einen Lehrherrn dazusuchen bzw. gemeinsam einen der o.g. Workshops besuchen.) Wenn jedoch die Belastbarkeit für das gewünschte Lernthema nicht ausreicht, ist gar nichts mehr zu machen: Wenn beispielsweise ein Klinikopfer schon vor der ersten Nadel zittert, dann brauch ich wohl nicht über Vernähung mit Chirurgenbesteck bei ihm nachzudenken....und das, was ich schon sicher beherrsche, biete ich wiederum nicht im Übungssklavenszenario an... Aber ich bin durchaus der Meinung, trotz mancher Erfahrung auch noch einiges dazulernen zu können, wenn es eben mal mit Lehr- und Objektperson thematisch wirklich paßt. Wenn darüberhinaus keine zusätzliche Serviceleistung von mir verlangt wird (die teilweise aber indirekt doch von Bewerbern erhofft/erwartet wird: permant dominantes Auftreten meinerseits schwebt mir selbst für ein o.f.I. Übungs-Setting definitiv nicht vor!) , dann wäre es ja wohl unangebracht, mich dafür fin. vergüten zu lassen. Ein o.f.I. Übungs-Szenario verstehe ich für mich selbst nicht als "privat", sondern als "berufliche Fortbildung".... Trotzdem hab ich bei Angeboten wie "zwangsläufig" einen (berechtigten oder unbegründeten?) Argwohn....

Über meine Spiel- und Service-Motivationen in privater Szene (überwiegend lesbisch-passiv als dominant bottom) oder auf freiberufl. Basis (überwiegend hetero-aktiv als service top) hab ich mich schon an anderer Stelle hier im Forum ausgelassen. Beides macht "Spaß" und bringt "Erfüllung" - jedes aber auf seine Weise.
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