feigenblatt hat geschrieben:"workshops von shops für die private szene" wer bitte schön bietet so etwas an?
Ich dachte konkret an
www.s-art.de :)
Ansonsten : Ja, Szenegruppen wie Smart Rhein-Ruhr (kenne ich persönlich nicht, aber das wird ähnlich sein wie Schlagseite Mannheim oder Smash Frankfurt) kann man mögen oder auch nicht. Aber in der Tat war mir sowas bei meinen Kommentaren über "ganz privat" im Gegensatz zu "entgeldlich von Shops organisiert" im Kopf. Übrigens unterscheiden solche Gruppen meiner Erfahrung nach meist noch SM-themengebundene Gesprächskreise und nicht themengebundene Stammtische. Die lesbisch-queere Szene ist mir persönlich aufgrund meines Coming-Out-Backgrounds nochmals geläufiger, die Lesben machen beispielsweise jährlich die Frauen-SM-Osterkonferenz mit praktischem und theoretischem Workshopangebot als Tagesprogramm (und Playparties als Abendprogramm :)
Ob es naiv ist, unter potentiellen Übungsopfern nicht grundsätzlich den Faker zu vermuten? Ob man nicht genug Übungsopfer im privaten Freundeskreis haben sollte? Nun, da ich in der Regel nur die Sachen explizit üben muß, die ich nicht sowieso privat betreibe....da ich auf o.g. Konferenz beispielsweise vorrangig passiv spiele und nicht aktiv lerne... da mir privat nicht viele männliche Genitalien zur Verfügung stehen, weil ich darauf privat nicht meinen Focus lege....könnte ein Übungssklavenszenario o.f.I. durchaus in beiderseitigem Interesse sein und war es durchaus schon, z.B. hab ich von einem erfahrenen schwulen Switcher, der selbst als Master ein Gewerbe hat, privat und o.f.I. meine Klinik-Kenntnisse erworben: Er war dann Lehrer und Objekt zugleich.
Es wäre völlig schwachsinnig gewesen, wenn dieser Mensch mich dafür hätte bezahlen müssen! Im Prinzip war er in dem Moment mein Dienstleister und nicht ich seiner, wobei er auch seine Freude an der ungewohnten Konstellation mit einer queeren Frau hatte....
Aber solch "aktives Passivsein" muß aber einer halt können, wenn einer kein Feedback geben könnte oder neue Praktiken nicht anleitet, sondern nur "mach mal" sagen würde, wäre das nutzlos (oder man müßte noch eine Lehrherrin oder einen Lehrherrn dazusuchen bzw. gemeinsam einen der o.g. Workshops besuchen.) Wenn jedoch die Belastbarkeit für das gewünschte Lernthema nicht ausreicht, ist gar nichts mehr zu machen: Wenn beispielsweise ein Klinikopfer schon vor der ersten Nadel zittert, dann brauch ich wohl nicht über Vernähung mit Chirurgenbesteck bei ihm nachzudenken....und das, was ich schon sicher beherrsche, biete ich wiederum nicht im Übungssklavenszenario an... Aber ich bin durchaus der Meinung, trotz mancher Erfahrung auch noch einiges dazulernen zu können, wenn es eben mal mit Lehr- und Objektperson thematisch wirklich paßt. Wenn darüberhinaus keine zusätzliche Serviceleistung von mir verlangt wird (die teilweise aber indirekt doch von Bewerbern erhofft/erwartet wird: permant dominantes Auftreten meinerseits schwebt mir selbst für ein o.f.I. Übungs-Setting definitiv nicht vor!) , dann wäre es ja wohl unangebracht, mich dafür fin. vergüten zu lassen. Ein o.f.I. Übungs-Szenario verstehe ich für mich selbst nicht als "privat", sondern als "berufliche Fortbildung".... Trotzdem hab ich bei Angeboten wie "zwangsläufig" einen (berechtigten oder unbegründeten?) Argwohn....
Über meine Spiel- und Service-Motivationen in privater Szene (überwiegend lesbisch-passiv als dominant bottom) oder auf freiberufl. Basis (überwiegend hetero-aktiv als service top) hab ich mich schon an anderer Stelle hier im Forum ausgelassen. Beides macht "Spaß" und bringt "Erfüllung" - jedes aber auf seine Weise.