Leider bin ich erst jetzt auf diesen Thread aufmerksam geworden, möchte aber auch gerne noch meinen Senf dazugeben.
Das Angebot finde ich ein interessantes Experiment, das Ergebnis überrascht mich etwas aber nicht wirklich. Wer würde freiwillig kommen und sagen: hier ich verdiene gut und zahle deshalb mehr? Das mag bei sozialen Aktionen gelegentlich vorkommen, aber hier? Anders herum hätte ich gedacht, dass mehr "Sozial Schwache" das Angebot genutzt hätten. Aber wahrscheinlich wollen die wenigsten ihre Identität preisgeben und es liegt daran.
Völlig undiskutabel ist es für mich, einen Termin einfach nicht wahrzunehmen. Eine Absage zu einer angemessenen Zeit ist das Mindeste was sich gehört. Gleiche Personen würden wahrscheinlich einen fürchterlichen Aufstand machen, wenn umgekehrt, die Herrin nicht da wäre. Und sie hat in der Regel keine Chance, vorher abzusagen, weil sie ja häufig die Identität nicht kennt (s.o.).
Die Diskussion um die Preise finde ich unsäglich und nur noch nervig. Ein Studio ist kein Sozialdienst. Was soll dann die Aussage, das ist so teuer, das kann ich mir nicht leisten. Gut, wenn es so ist, dann kann man sich das nicht leisten. Ich kann mir einen Australien-Urlaub auch nicht leisten!
Preise ergeben sich aus Angebot und Nachfrage, so ist das in der Marktwirtschaft, und warum sollte sie hier sozial sein.
Gehe ich in ein Spitzenrestaurant mit angenehmen Ambiente, Top-Service und Spitzenküche, dann kostet das mehrere hundert Euro. Das leistet man sich allenfalls gelegentlich und wenn eine der Leistungen nicht stimmt auch nur zweimal, zum ersten und zum letzten Mal gleichzeitig. Ich erwarte aber nicht, das diese Leistung das gleiche kostet wie in meinem Stammlokal um die Ecke. Warum eigentlich nicht, die verarbeiten doch beide nur Lebensmittel die sie irgendwo kaufen und wenn einer meint, er muss ein edles Ambiente schaffen und mehrere Ober bezahlen, ist doch sein Problem und nicht meins, oder? (Vorsicht: Ironie!)
Wenn ich in einem Top-Ambiente, wie z.B. die Residenz Avalon, vielleicht auch das CBC in Essen oder das Bizzaradies in München, ein tolles Erlebnis mit einer Top-Herrin erwarte, die möglicherweise auch noch als zusätzlichen Effekt die eine oder andere Dame des Hauses hinzuzieht, muss ich dafür bezahlen. Und wenn das Erlebnis toll ist, wiederhole ich es gerne, wenn nicht, schaue ich mich woanders um. Wenn ich weniger bezahlen möchte, muss ich Abstriche machen, beim Ambiente, möglicherweise eine Hausdame akzeptieren, die auf die Uhr schaut und sich meldet, und vielleicht auch bei der Herrin. Die Qualität der Herrin ist zum Glück nicht vom Ambiente abhängig und ein großes Glück ist es, seine Traum-Herrin zu finden, der eine günstige Kalkulation möglich ist. Was mir die Herrin wert ist, muss ich selbst entscheiden und wenn sie ihren Preis wert ist, gehe ich immer wieder hin (soweit es mein Budget erlaubt), wenn nicht dann nicht. Und wenn ich den angemessenen Preis nicht bezahlen kann, okay, ich möchte auch Porsche fahren, aber deshalb senkt Porsche die Preise nicht auf ein Niveau, das ich bezahlen kann, auch nicht für Studenten und HartzIV-Empfänger.
Herzliche Grüße
