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Mo, 29.Jan 2007, 01:35
Gummisteve hat geschrieben: Du hast ein Problem mit Deiner Rolle. Dies zu diskutieren ist hier der falsche Ort.
Falsch,lieber Gummisteve, hier im off-toppic ist es genau der Richtige.

Bei einigen Reaktionen auf die Beiträge von Lady Vampira ensteht bei mir der Eindruck,als seien diese nicht bewusst gelesen worden.Daher möchte ich Lady Karina und Simply vorbehaltlos beipflichten.

Immer wieder ist auf Websites ,auch von US Dominas,zu lesen dass auf Höflichkeit und Anstand Wert gelegt wird.Ich habe das anfangs nicht verstanden,da diese Tugenden auch im Alltag üblich sein sollten...und Angesichts einer strengen Frau erst recht.Leider ist dem anscheinend nicht immer so.
Würde ich mich irgendwo als PRIVATER Putzsklave (Gott verschone mich vor diesem Schicksal %baby% )bewerben,wie beschrieben,kämme es mir doch nie in den Sinn am Wohlverhalten der Lady rumzukritisieren.
Eine andere Strenge in diesem Forum fand einmal,in Empörung über solches Verhalten das richtige Wort:GROTESK

Auch wenn es 50 andre Orte gibt,so jedoch nur einmal.. eine Lady Vampira,nur einmal eine Lady Maclaine,nur einmal eine Lady Mercedes,nur..

Gruss Mech
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

Mo, 29.Jan 2007, 13:24
Herrin Karina hat geschrieben:...und ausserdem;wieso soll eine prof. domina denn nicht ihr "eigenes ding" durchziehen können?

Kann sie ja auch!

Aber dann bitte nicht hier auftreten und schreiben "ihr regt euch auf Dominas wollen nur euer Geld", und auf einer anderen Seite nach Geldsklaven suchen.

Aber dann bitte auch nicht hier auftreten und zu einem großen Rundumschlag ausholen, es sogar noch als "kulturellen Verfall" bezeichnen wenn Besucher von Dominastudios Wünsche äußern.

Und dieser Rundumschlag richtete sich ja auch in einer Hinsicht gegen all die Damen, welche nicht so abgespaced sind wie LV, und diesen "kulturellen Verfall" (im Sinne von LV) zulassen oder ermöglichen

Was mir allerdings auch bei dem Posting von LV sehr bitter aufgestoßen ist, ist das die Schiene welche sie einschlägt psychologisch sehr grenzwertig sein kann. Und gehört mit Sicherheit nur in die Hände von wirklich verantwortungsbewußten und erfahrenen Dominas welche all diese Höhen- und auch Tiefflüge lange hinter sich.
Deren Priorität Nummer eins, trotz alldem, das Wohlergehen des Gastes ist, und nicht wie es mir im Falle von LV eher scheint, nur um den eigenen Gaudifaktor und das Geld geht.
Denn unter solchen Voraussetztungen kann die Schneise der emotionalen und psychischen Zerstörung schon vorprogramiert sein.

Begbie

Mo, 29.Jan 2007, 13:41
Die Diskussion hier ist sehr interessant, aber ich geb zu mir ging es wie den ersten paar die hier was geschrieben haben: mir fehlt ein Grund oder irgendeine Angabe, was der Anstoß für das erste Posting war...
Denn ansonsten könnte solch ein Text im Werbeforum stehen oder nicht?

Mo, 29.Jan 2007, 14:18
begbie27 hat geschrieben: Aber dann bitte nicht hier auftreten und schreiben "ihr regt euch auf Dominas wollen nur euer Geld", und auf einer anderen Seite nach Geldsklaven suchen.
Es geht hier doch nicht um die Person Lady Vampira, sondern um die Respektlosigkeit, mit der Dominas wahrscheinlich fast täglich konfrontiert werden.

begbie27 hat geschrieben: ...es sogar noch als "kulturellen Verfall" bezeichnen wenn Besucher von Dominastudios Wünsche äußern.
Ich kann keine Stelle bei Lady Vampira mit einer derartigen Aussage finden.

begbie27 hat geschrieben: Und dieser Rundumschlag richtete sich ja auch in einer Hinsicht gegen all die Damen, welche nicht so abgespaced sind wie LV, und diesen "kulturellen Verfall" (im Sinne von LV) zulassen oder ermöglichen
Mal abgesehen von deiner überflüssigen Beleidigung, richtet sich Lady Vampiras Kritik nicht ansatzweise gegen andere Dominas.

begbie27 hat geschrieben: Deren Priorität Nummer eins, trotz alldem, das Wohlergehen des Gastes ist, und nicht wie es mir im Falle von LV eher scheint, nur um den eigenen Gaudifaktor und das Geld geht.
Genau das Gegenteil ist der Fall:
Lady Vampira hat geschrieben: Wieviel Gefahr SM birgt wird verdrängt, Hauptsache "die Alte macht was ich sage, denn ich zahl ja dafür". Als Domina hat man wahnsinnig viel Verantwortung für Gesundheit und evtl. Familienfrieden seines Gasts. Sie ist die jenige die führt und wirklich wissen muss was sie tut. Was ist wenn etwas schief läuft oder ungewollte Schäden zurückl bleiben? Das Risiko besteht immer, aber man kann Fehler vermeiden.

Herrin Karina hat die richtige Bezeichnung, für die
Art und Weise, wie auf Lady Vampira eingeprügelt wird, gefunden. Es ist beschämend.

winke winke SimplyTheBest
mens sana in corpore sano

Mo, 29.Jan 2007, 15:18
Leute....

..... die gute Frau Vampira ist selbstständig und kann ihr Business doch aufziehen, wie sie will (und es meinetwegen auch kundtun).

Sie kann in einer Traumwelt leben oder ihren Prinzipien treu bleiben -
Leute mit ähnlicher Einstellung glücklich machen oder gutgläubige IQ-Opfer abschöpfen - (je nach Standpunkt).

Nach wie vor gilt: wer nicht will, wird nicht gezwungen.

Ich persönlich würde das Geld lieber anzünden, als mich auf eine (professionelle) Session einzulassen, bei der ich nicht wenigstens die grobe Richtung vorgeben kann.

Mo, 29.Jan 2007, 15:36
hallo begbie,

ich habe mich nicht von ihr angegriffen gefühlt.vielleicht habe ich ihr posting aber auch etwas anders verstanden als du...-vielleicht interpretieren manche aber auch zuviel in dieses posting hinein.

ihr können als domina möchte ich nicht anzweifeln..ich kenne sie ja auch gar nicht.

was ich verwerflich finde ist die tatsache,wie hier einige auf sie herumhacken- nur weil sie sich mal luft gemacht hat!

und warum eigentlich bezweifelt ihr ihr verantwortungsbewusstsein nur weil sie (angeblich) geldsklaven sucht? für mich sind das zwei grundverschiedene dinge.-es scheint menschen zu geben,die darauf stehen..na und?!

...und mal hand aufs herz,begbie; wenn dir jemand geld schenken würde,weil es ihm spass macht..- würdest du es dann nicht nehmen?! :-D

bleibt doch mal locker,leute

herzliche grüsse winke winke ,

herrin karina
*jede begegnung,die unsere seele berührt,hinterlässt eine spur,die nie ganz verweht*

http://www.herrin-karina.de

Re: Was bildet ihr euch eigentlich ein...?

Mo, 29.Jan 2007, 16:13
Hallo Schmerzherzen,
Schmerzherzen hat geschrieben:Ich persönlich würde das Geld lieber anzünden, als mich auf eine (professionelle) Session einzulassen, bei der ich nicht wenigstens die grobe Richtung vorgeben kann.
die grobe Richtung legst Du doch schon fest, wenn Du Dich für eine Dame entscheidest. Im Fall von Lady Vampira ist die Richtung dann sogar schon deutlich genauer als nur grob festgelegt. Wenn ihre Richtung nun nicht die Deinige ist, gehst Du halt nicht zu ihr, wie Du ja auch schon richtig geschrieben hast. Mit dieser pragmatischen Lösung können sicher alle Beteiligten gut leben.

Völlig unklar ist mir dagegen, warum sich einige andere hier über die deutlichen Worte von Lady Vampira so aufregen. Sie wird sich das sicher gut überlegt haben, schließlich verzichtet sie so auf einige potentielle Kunden und damit auf Geld. Für das, was ihr bleibt, muss sie sich dann aber auch nicht mehr so stark verbiegen, was meiner Meinung nach der tiefere Sinn der ganzen Sache ist. Paradox erscheint es mir allerdings, daraus den Vorwurf zu konstruieren, Lady Vampira sei geldgeil.

Soweit erst einmal meine Gedanken dazu,

Ruwur
Carpe diem

Re: Zwei Paar Schuh, wenn ihr mich fragt

Fr, 02.Feb 2007, 13:53
@petitPrinz

Ich lese gerade den Thread und bin erst hier angekommen, habe aber gleich eine konkrete Frage:
petitPrinz hat geschrieben:Die Clubszene, gerade in einer Stadt wie Berlin, erlaubt SM-affinen Menschen die Begegnung mit Gleichgesinnten. Spielpartnerschaften finden sich hier als Übereinkünfte unter Berücksichtigung der individuellen Interessen oder Vorlieben beider. Sicher ist hier auch das angemessene Umwerben der Angebetenen durch uns devot Veranlagten angebracht. WunscherfüllerInnen findet man in der SM-Clubszene natürlich kaum.

winke winke petitprinz
Die Clubscene in Berlin interessiert mich sehr, aber ich habe mich noch nicht hingetraut, hauptsächlich aus Angst, an jemanden zu geraten, die ..... . Darum meine Frage. Werden Tabus von den in der Scene aktiven Herrinnen akzepiert?

Ansonsten finde ich auch den Rest Deines Beitrags gut!

Herzliche Grüße

winke winke

Fr, 02.Feb 2007, 14:30
@Roxana

[quote="Roxana Sallés

Mooooment!!!
Sklaxxxxzentrxxx?...anderswo verdienen?
Warum sollen sie?
Weil du recht engstirnig denkst, mhhhh?

Ich sage dir, das diese Ladys auch hier vollkommen richtig und meinerseits jedenfalls sehr willkommen sind.
Ich schätze sie sind garantiert mit ihren Umsätzen zufrieden, denn sie wollen ja auch gar keine Herren durch ihre Werbung ansprechen die deine Sichtweise teilen, also was?

Es beweist, das einige professionelle Damen eben mitunter keine Scheu davor haben durch ihre öffentliche Meinung eventuell potentielle Gäste zu vergraulen.
Einige wollen sich eher selbst treu bleiben als etwas umzusetzen, was ihnen widerstrebt und nur des Geldes wegen.
Andere machen ihren Job eben liieeb und Programm ganz nach Vorstellung und würden sich nie erlauben das auszusprechen was sie tatsächlich denken nachdem du die Tür raus bist und das ist ja auch manchen Herren wurscht, :shock: ist doch beides ok.
Andere folgen dennoch ihren eigenen Gesetzen und verbiegen sich auch nicht im professionellen Rahmen-für den der der es eben auf diese Weise "braucht"(wie du so schön formuliertest) und wünscht.

Roxana[/quote]

Auch dem kann ich zustimmen! Es ist eben ein vielschichtiges Thema.

Mir ist eine engagierte "naturveranlagte" Herrin, die nur das macht, was ihrer "Naturveranlagung" entspricht, erheblich lieber als eine Dienstleisterin, die ohne Motivation ihren Job herunterreißt. Wenn Veranlagung von Herrin und Gast übereinstimmen, kann es ein herrliches Erlebnis werden. Ich kann mit einer Herrin, die (sich) immer wieder fragt (wenn auch im Geiste), ob das so wohl okay ist, auch nicht viel anfangen. Wenn man sich noch nicht kennt, ist es umso wichtiger VORHER, d.h. per Mail oder im persönlichen Gespräch, abzugleichen, ob die Wünsche (Veranlagungen?) übereinstimmen und wenn man merkt, dass man Zweofel hat sollte man offen damit umgehen und auch mal gehen oder weggeschickt werden. Ungeachtet dessen gibt es auch wunderbare Herrinnen, die sich eher als Dienstleisterinnen verstehen!

[quote="Roxana Sallés
Mir scheint, Lady Vampira erlebt gerade ähnliches wie es uns allen in diesem Job bereits widerfahren ist (die ewig nervenden Schmarotzer... %raucher% ) und sie macht sich auf diese Weise Luft.
Ich kann sie verstehen und wer sich angesprochen fühlt... zwink
Roxana[/quote]

Ich fühle mich nicht angesprochen, möchte nur verstehen, welche Art Personen hier gemeint sind.

Herzliche Grüße
Jeanies
winke winke

Mischmasch

Di, 29.Jan 2008, 05:15
Guten Morgen!
Es sind in der Tat verschiedenste Themen, die hier munter miteinander vermischt werden.
Ich werde mal versuchen, einzeln zu diesen Themen meine Sichtweise darzulegen:
Tonfall:
Als ich Lady Vampiras Beitrag las, musste ich mehrmals schmunzeln. Ja, sie hat eine ziemlich direkte und undiplomatische Art sich auszudrücken.
Lustigerweise wird das zwar von einer Domina im Allgemeinen erwartet - sie soll böse, streng, demütigend und was weiss ich was noch sein.
Aber bitte nur während der Session - ansonsten soll sie doch bitte eine super-freundliche Diplomatin sein. Nun ja, ziemlich schizophren - nicht?
O.K. Ich bin auch freundlich, verständnisvoll, ja sogar herzlich. Allerdings mime ich auch nicht während einer Session die Obergifthexe. Ich bevorzuge da meist die leisen Töne - auch auf diese Art kann man "böse" und streng sein. %zwinki%
Lady Vampire ist offenbar anders gestrickt - sie ist laut, direkt, zuweilen vielleicht beleidigend. Was solls? Das ist offenbar ihre Art.
Es ist niemand dazu gezwungen zu ihr zu gehen. Im Gegenteil, sie sagt ganz klar, was sie will und was nicht.
Klar, es gibt etliche Dominas, die hin und her wechseln können zwischen den unterschiedlichsten Tonalitäten. Das ist sicher ein Vorteil. Aber nicht alle Menschen beherrschen das perfekt. Oder sie müssen es erst im Laufe des Lebens lernen.
Dazu ein kleiner Exkurs: Lustigerweise werden offenbar von vielen Domina-Besuchern JUNGE Dominas bevorzugt.Diese Dominas sollen aber bitteschön mit knapp über 20 eine Reife in den Bereichen Menschenkenntnis, zwischenmenschlichem Umgang, Weltanschauung, und was weiss ich was alles haben wie eine 40-Jährige. Hmmm ... sich schon mal darüber Gedanken gemacht?
Respekt:
Ja, Respekt ist mehr als ein "Sie", es ist aber auch mehr als der Umgangston. Respekt bedeutet auch, dass man sein Gegenüber ernst nimmt. In wie weit wurden die Kernaussagen von Lady Vampira ernst genommen?
Tribut/Geschenke
Lady Vampira auf Grund dieses Postings Geldgeilheit zu unterstellen, ist ziemlich daneben. Ob sie früher als Gelddomina tätig war, ist eine andere Sache. - Jetzt scheint sie real Sklaven/Subs zu erziehen und will dafür Tribut. Sie hat offenbar Mühe mit diesem Begriff und bezeichnet ihn lieber als Geschenk. O.K. Es geht um eine Gegenleistung für, das was sie bietet. Ihr Frust, der in dem Posting zu spüren ist, rührt wohl daher - dass sie immer wieder von Schmarotzern belästigt wird. - So wie das Roxana erwähnt hat. - Davor bleibt wohl keine Domina verschont. Ich auch nicht. Ich bekomme auch x Anfagen von Typen, die meinen, sie bekämen bei mir eine Gratis-Session, wenn sie nur lange genug jammern. Dies, obwohl ich von Anfang an ganz klar meine Konditionen (auch finanzieller Art) nenne. Das nervt mit der Zeit. Ebenso Angebote von sogenannten "Putzsklaven", etc, die ein bisschen mit einem Lappen herumwedeln wollen ... Genau so nervig sind Typen, die finden: "Ach, ich dachte, du machst das, weil es dir Spass macht, weil du so veranlagt bist - und nicht weil du Geld verdienen willst." Toll! Spricht jemand einem Kunstmaler seine Freude am Malen ab, nur weil er seine Bilder VERKAUFEN möchte??? Ziemlich schräg - nicht? Nun. Solche Aussagen hört, liest man als Domina immer wieder. Insofern kann ich Lady Vampiras Frust durchaus verstehen!
Wunscherfüllung/Dienstleistung:
Zu diesem Thema wurde in diesem Forum schon sehr viel geschrieben. Auch ich habe schon mehrmals meinen Senf dazu gegeben (u.a. im Thread "Echte Veranlagung versus Professionalität" oder so ähnlich, habe jetzt nicht nachgeguckt.) Ich kam damals darauf diesen Thread zu starten, weil ich von vielen Interessenten darauf angesprochen wurde. Sie meinten sie möchten nicht (mehr) zu Studio-Dominas gehen, da die ja gar nicht echt veranlagt seien und nur eine Dienstleistung erbringen, sprich eine Wunschliste abhaken würden. (Ob das wirklich so ist, sei dahin gestellt.) Hier wird nun von mehreren Leuten gerade diese Dienstleistungs-Mentalität gelobt. Lady Vampira grenzt sich ganz klar davon ab. Ich persönlich sehe da für mich eher einen Mittelweg. Ich kenne und lebe beide Seiten. Ich bin "private Herrin" meines Lebenspartners und ich bin nebenberuflich als Domina tätitg. Als Domina bekomme ich eine finanzielle Entschädigung für mein Tun. Ich mache da nicht einfach das, was mir grad passt, sondern bin bereit auf die Wünsche der subs einzugehen. Da der "Funke nur überspringt", wenn ich auch Spass daran habe, mache ich aber nur Sachen, die mir auch liegen und zu denen ich Lust habe. Einfach eine Wunschliste abarbeiten tue ich nicht. Das mache ich den Interessenten von Anfang an klar. Ich sage ihnen, dass ich von ihnen erwarte, dass sie eine gewisse Offenheit mitbringen, bereit sein sollten, sich von ihren Wünschen zu lösen ... sich auf das einzulassen, was ich ihnen gebe. Selstverständlich werde ich nicht total etwas anderes tun, als sie sich vorstellen - aber eine reine Dienstleistung ist es nicht. Leute, die mit der Idee zu mir kommen, dass sie genau dies und das erleben wollen, sind bei mir eher falsch ...
Und nun noch kurz zum "privaten Herrin-Sein": Auch als nicht-bezahlte Herrin tue ich nicht einfach das, was mir grad in den Sinn kommt ohne Rücksicht auf meinen sub. Meiner Meinung nach funktioniert so etwas nicht auf Dauer. Eine Beziehung - auch im Bereich BDSM - funktioniert nur, wenn das Geben und Nehmen ausgeglichen ist. Das heisst beide Seiten müssen zum Zug kommen, müssen das Gefühl haben, dass ihnen diese Beziehung etwas bringt. Klar akzeptiere ich auch als private Herrin Tabus. Wer das nicht tut, steht bald alleine da. Denke ich jedenfalls.
Überhaupt ist das Klischee, "private Herrinnen" würden nur auf ihre Befriedigung achten und die ihrer subs missachten, meiner Erfahrung nach falsch. Im Gegenteil. Oft sind es die subs, die voll auf ihre Kosten kommen und die Herrin muss schauen, dass sich auch mal zu ihrer Befriedigung kommt. Aber das führt nun zu weit. Wer mehr darüber wissen möchte, soll sich bitte in einschlägigen Foren schlau machen und da auch mal zwischen den Zeilen lesen.
Insofern Jeanies machst du dir wohl zu viele Sorgen. Ich kenne die Berliner Szene zwar nicht, aber ich nehme nicht an, dass die Herrinen da total anders ticken, als anderswo.
Huiii! Das ist wieder mal ein Bandwurm-Beitrag geworden!
Ach ja, allen, die sich ein bisschen tiefergehende Gedanken über das Verhältnis von Studio-Gästen und Dominas machen möchten, empfehle ich das Buch von Lady McLaine (das sie in ihrem Forum anbietet). Mir ist beim Lesen dieses packend geschreibenen Textes einiges klarer geworden ... Auch wenn ich in einigem nicht mit ihr übereinstimme.
Aber: Man muss nicht immer gleicher Meinung sein - nicht wahr? %lach%
Gute Nacht!
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

Di, 29.Jan 2008, 08:52
Ich hab den Thread eben erst gesehen.

Ich dachte ich lese nicht richtig, was die Threaderöffnerin da von sich gibt.
Tribut sollte auch als solches gesehen werden, denn es wird keine Dienstleistung bezahlt, sondern die Lady beschenkt.
lol

Ich habe hier kürzlich eine Umfrage gestartet zu einem ähnlichen und passenden Thema. Wenn die Ergebnisse der abstimmenden Dominas und Studiobesucher dort einigermassen repräsentativ sind, dann dürften für die Threadverfasserin hier, nicht mehr viele Gäste übrigbleiben.

Nun stellt sich die Frage, arbeitet die Dame gewerblich um davon zu leben oder ist sie finanziell unabhängig und macht sie es nur zum Vergnügen?

Bei letzterem kann sie vorgehen und agieren wie sie möchte. Bei gewerblicher Ausübung sollte sie sich mal den Markt inclusive Wettbewerb etwas genauer anschauen.

Begbie und Lady McLaine haben sehr passende Antworten gegeben.

Di, 29.Jan 2008, 15:16
"Mein Fall sind sie nicht, die Dominas, die auf ihren Websites darauf verweisen, sich selbst auszuleben und von ihren Kunden das bedingungslose Unterwerfen erwarten. Die sollen doch bitte in der Sklaxxxxzentrxxx inserieren und ihr Geld anderso verdienen."

Bitte tu es einmal: Stell dir vor, du wärst eine Frau, Single, attraktiv, SM-lerin, tabulos ... und du inserierst in der Sklaxxxxzentrxxx, dass du dich ausleben willst, natürlich nur aus Leidenschaft, weil du dich ausleben willst. Weißt du, was passiert? Du hast 100 Mails pro Tag im Postfach, 10 Heiratsanträge von Männern, die dich nooch nie gesehen haben und bekommst jeden Tag zu hören, wie toll und schön und klug du bist - dabei ist KEINER dieser Herren an dir als Mensch interessiert. Und ein paar Mal lässt du dich darauf ein, denn du willst dich ja ausleben, aber irgendwann merkst du, sie wollen die Domina, nicht die Frau mit anderen, ja, auch weiblichen Facetten ... und wenn du Glück hast, hast du einen Stalker erwischt, der dich nicht hergeben will. Er sagte zwar, er ist devot, aber nun scheint er recht dominant von dir zu fordern ... und zu verlangen, dass du nicht mit anderen spielst, weil du sonst eine Hure bist. Da gibt es Geschichten ... alles sehr nett. Wirklich!

Verzichtest du also auf SM, obwohl du gierig bist? Obwohl du Menschen und ihre Reaktionen und verschiedensten Neigungen kennen lernen willst? Obwohl du dich austoben willst, weil dein Hunger so groß ist?

Ich glaube nicht. Ich denke, du fändest es nur realistisch, in ein Studio zu gehen, um klar zu trennen zwischen deinem geilen SM und deinem Privatleben.
Und ich denke, so ist es für viele von uns das Beste. Klare Fronten - und dennoch Leidenschaft, wenn du an die Richtige kommst.
Oder - ich in diesem Fall - an mein richtiges Gegenüber.

Meine Meinung,
Nova

Di, 29.Jan 2008, 15:59
@Nova de Sade

"dabei ist KEINER dieser Herren an dir als Mensch interessiert"

Da muß ich Ihnen vollkommen recht geben, schließlich will ich ja auch keine Partnerschaft mit dieser Dame eingehen, sie soll nur gegen einen guten Obulus meine Wünsche erfüllen!

@Lady Vampira

Zum Respekt gebe ich Ihnen in der Beziehung recht, wenn mich jemand respektlos behandelt, tue ich mit ihm/ihr das Gleiche. Allerdings ist Respekt etwas, daß nicht auf Knopfdruck vorhanden ist.

Wenn ich zum ersten Mal bei einer Dame erscheine, bringe ich Ihr die Höflichkeit entgegen, die sie auch mir gewährt. Dabei entscheide ich aus dem Ton bzw. Benehmen meines Gegenübers, wie ich mich verhalte.

In meinem individuellen Fall lebe ich nur meine Phantasie aus und es ist mir egal, ob die Dame eine gute Schauspielerin ist oder einer Veranlagung nachgeht.

Jedenfalls sollte eins klar sein, sobald Geld im Spiel ist, handelt es sich um eine DIENSTLEISTUNG. Und es werden dafür keine Geschenke verteilt, sondern ein Entgelt gezahlt. (Leistung und Gegenleistung)

Ich bin sehr froh, daß es das Internet gibt, da es Einem eine Informationsfülle zur Verfügung stellt, wonach man seine Bewertungen bilden kann.

Ich führe mittlerweile Kosten-Nutzen-Analysen aufgrund meiner individuellen Erfahrungen durch, bevor ich mich für den Besuch bei einer Dame entscheide.

Ich für meinen Teil mag zum Beispiel keine Damen, die Piercings oder Tatoos haben. (Dies soll weder eine Beleidigung, noch ein Angriff auf ihre Person sein, sondern nur die Darlegung meiner individuelle Veranlagung)

Zu den Terminen geb ich Ihnen ebenfalls recht, schon aus Anstandsgründen sollte der Kunde, falls er verhindert ist, dies der betreffenden Dame auch mitteilen. Und zwar spätestens einige Stunden vorher!

Di, 29.Jan 2008, 16:09
Sehr schön beschrieben Nova! bravo
Allerdings möchte ich einwenden, dass es tatsächlich sein kann, dass eine Frau, die ihre dominante/sadistische Neigung privat ausleben möchte, in einem sehr seltenen Fall an ein Gegenüber geraten kann, das ANDERS ist. Sprich, es gibt tatsächlich devote (und vermutlich auch masochistische) Männer, die nicht nur an der Herrin/Domina interessiert sind, sondern die GANZE FRAU, oder besser, DEN GANZEN MENSCHEN, erleben wollen, mit all seinen Facetten (inklusive der weichen, verschmusten, alltäglichen, langweiligen, hässlichen, schwachen, lustigen, ... Seiten). Ich habe so einen Partner gefunden. Aber ich denke, das war so etwas wie ein SECHSER IM LOTTO.
Bei vielen männlichen subs habe ich den Eindruck, es geht ihnen im Grunde nur darum, dass ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Und das nennen sie dann DIENEN. *haha* Und sie sind sich dessen nicht einmal bewusst. Das ist das Verrückte.
subs dieser Art sind bei einer Domina, die sie bezahlen, tatsächlich besser aufgehoben. Dann stimmt auch wieder das Gleichgewicht von Geben und Nehmen. Insofern habe ich als Domina auch kein Problem damit, mich auf die Bedürfnisse meines Gegenübers zu konzentrieren.
Was mich jedoch wirklich nervt - und ich denke, das ist auch etwas, was Lady Vampira ausdrücken wollte - sind Typen, die meinen, wenn die Domina schon Spass hat an der Sache, dann soll sie das doch bitteschön GRATIS tun. Dass das, was ich als Domina biete und erwarte nicht das Gleiche ist, wie das, was ich als private Herrin biete und erwarte, kapieren sie einfach nicht. Oder sie WOLLEN es nicht kapieren.
Das nervt auf Dauer und zwar gewaltig.
Also, wer sich bei einer Domina meldet, sollte bitte nicht anfangen über die geforderte Entschädigung zu diskutieren. Das passiert jedoch IMMER WIEDER.
Aber eben ... wenn ich jetzt weiterfahre, dann verfalle ich bald in den gleichen Ton wie Lady Vampira. %lach%
Einen besinnlichen Tag wünscht euch
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

Di, 29.Jan 2008, 16:50
@AV_: Hast du Novas Beitrag gut gelesen?
Der Satz, den du zitierst "dabei ist KEINER dieser Herren an dir als Mensch interessiert" bezieht sich NICHT auf zahlende Studiogäste, sondern auf die Herren subs, die sich auf ein Inserat einer privaten Herrin melden. Und die darf wohl erwarten, dass sich die subs, die sich melden auch an ihr als Mensch interessiert sind, schliesslich geht es dabei um eine nicht-Tribut-pflichtige Spielbeziehung oder gar Partnerschaft.
Freiheitsberaubungen aller Art
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