Waterlion08 hat geschrieben: ↑Do, 16.Jan 2025, 21:54
In Berlin und München scheint es mir so, als hätten die Damen sich in Sachen Tribut untereinander abgesprochen. In den gängigen Studios verlangt jede Dame, egal welcher Qualität, die genannten 300€.
Der Bogen ist damit in meinen Augen überspannt.
Die von Dir genannten 250€-270€/h sehe ich als marktgerecht an. Allerdings findet man dies leider nicht mehr in den genannten Großstädten.
Es ist durchaus so, dass sich regional die Anbieter*innen aneinander orientieren, wenn auch nicht unbedingt absprechen. Wenn in vier von fünf Studios 300€ die Stunde aufgerufen wird, dann muss man sich überlegen ob man im fünften Studio niedrigere Preise beibehalten will, auf die Gefahr hin, dass sich potentielle Kundschaft fragt "Hmm, warum sind die 50€ billiger? Ist da die Qualität nicht so hoch?"
Beginnt eine neue Kollegin in der Sexarbeit (nicht nur im BDSM Bereich), und fragt welche Preise angemessen sind, dann bekommt sie oft den Tip, sich in ihrer Region umzusehen und an den aufgerufenen Preisen zu orientieren. Man will ja weder "billig" wirken, noch es übertreiben. Beides führt nicht zu der Klientel die man sich vorstellt.
Was die Honorare innerhalb eines Studios angeht ist es meine Erfahrung aus diversen Studios in HH, Köln und Berlin, dass man die Kolleginnen nicht "unterbieten" soll. Selbstverständlich ist es die Entscheidung der Anbieterinnen, was sie aufrufen, denn schon qua Gesetzt gibt es für Studiobesitzer keine Handhabe Preise vorzuschreiben. Nichtsdestotrotz gibt es ungeschriebene "Gesetze" untereinander. Man kann also immer mehr, sollte aber nicht weniger verlangen. Rufen die meisten Damen in Studio X 280€ auf, dann kann man es mit 300€ versuchen. Ruft man aber 220€ auf, dann wird das nicht gern gesehen. Das führt dann natürlich auch dazu, dass noch neue, eventuell noch nicht so erfahrene Kolleginnen eben einen ähnlichen Preis verlangen, wie die Kolleginnen, die schon länger im Geschäft sind. (Das sind nur meine Erfahrungen, unterschiedliche Kolleginnen haben da vielleicht andere und ggfs. gibt es da auch regionale Unterschiede)
In Hamburg ist die 300€ Marke noch nicht erreicht, und darüber bin ich ganz froh. Ich sehe zur Zeit nicht die Notwendigkeit mein Honorar anzuheben, aber sollte es der ortsübliche Tribut werden, stehe ich genau vor dem oben beschriebenen Problem - ich würde Kolleginnen unterbieten. Dann überlegt man sich halt, ob man nur noch Hoteltermine anbietet, oder das eigene Honorar nach oben anpasst.