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Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Di, 14.Nov 2023, 15:49
SM-erfahren hat geschrieben:
So, 12.Nov 2023, 08:59
Madame_Simone hat geschrieben:
So, 12.Nov 2023, 08:30
SM-erfahren hat geschrieben:
So, 12.Nov 2023, 00:07
Und private SM Erfahrung als Femdom ist etwas ganz anderes wie die Erfahrung als professionelle Domina im Studio,das sind zwei verschiedene Welten !
Ach, das würde ich gar nicht mal so sagen. Ja, im Studio liegt der Fokus natürlich darauf, dass es eine Dienstleistung ist, und somit auf den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen die für diese zahlen. Man ist auch eher unter Zeitdruck, weil die Sessions ja für bestimmte Zeiträume gebucht werden, und man nicht wie im privaten Kontext "so vor sich her spielt" ohne auf die Uhr zu achten. Oft ist auch mehr Augenhöhe dabei, das kommt aber sehr auf die Konstellation an. Ansonsten kann ich von meiner Seite aus sagen, dass es inhaltlich jetzt nicht so große Unterschiede gibt.
Ich war schon 20 Jahre privat im BDSM Bereich unterwegs, bevor ich als Domina angefangen habe. In den zwei Jahrzehnten habe ich etliche Workshops mitgemacht, konnte sehr gut herausfinden was für mich passt und was nicht, habe festgestellt, dass ich leider eine Latexallergie entwickelt habe, bin mit ausgezeichnetem Wissen über die Reinigung von Gerätschaften und Möbeln (wilde Parties, da muss ordentlich geputzt werden), aber auch STI Übertragbarkeit usw gestartet. Gut, ich bin auch mit einer exam. Krankenpflegeperson verheiratet, von der konnte ich mir gerade im Bereich von Nadelungen, Klinik und generell Anatomie viel zeigen lassen (hat mich trotzdem nicht zur Klinikerin gemacht, einfach nicht meine bevorzugte Spielart). Wenn ich den Finger auf den größten Unterschied zwischen privat und beruflich im praktischen Sinne legen müsste, dann ist das der, dass ich im beruflichen Kontext verschiedene riskante Dinge nicht mache, die ich im privaten Bereich schon öfter gemacht habe. Und ich werde nicht dafür bezahlt. ;)
Es gibt Menschen aus dem privaten BDSM Bereich, die fachlich und praktisch mehr drauf haben, als professionelle Dominas, und es gibt professionelle Dominas, die für private Menschen Workshops geben, und denen viel beibringen können, weil sie viel mehr Erfahrung haben. Manche Studios bilden ihre Jungdominas super aus, andere lassen sie lediglich mitlaufen und sie müssen sich alles - learning by doing - selbst aneignen. Es ist nicht immer alles so schwarz und weiß.
Ich war auch ganz lange im privaten SM unterwegs und meine Erfahrungen waren keine guten, obwohl ich viele Femdoms kennenlernte. Mit Tabus und Vorstellungen eines Subs, hatten fast alle ein Problem, das durfte man(n) nicht haben, sonst war man als Sklave nicht authentisch genug, und wurde wie ein Verbrecher behandelt, es war offensichtlich das man nur immer den Narzissmus der jeweiligen Dame befriedigen sollte, das Wohl eines Subs war ihnen dabei auch völlig egal, und wehe man war ehrlich und übte mal Kritik oder wollte Augenhöhe, man hatte nur zu gehorchen sich alles gefallen zu lassen . Das mag für ganz extrem devote Subs , vielleicht toll sein ? Jedem das seine. Aber NEIN danke darauf kann ich z.B. verzichten, ich verstehe unter Dominanz etwas ganz anderes, nämlich in erster Linie die Fähigkeit führen zu können, und Dominanz kann auch liebevoll, verständnisvoll, kompromissbereit und empathisch sein, es geht dabei nicht darum nur andere unterdrücken und despotisch für seine Zwecke missbrauchen zu wollen. Natürlich gab es im privaten SM bezw bei den Femdoms auch Ausnahmen, aber das waren ganz wenige !
Ich gehe da lieber zu einer Domina ins Studio, da werde ich auch als Mensch behandelt, und nicht eiskalt als Objekt ohne Willen und Tabus. Wie gesagt jedem das seine, aber ich bin froh das es die Profi-Dominas im Studio gibt, wo ich meinen SM leben und erleben darf ! Und mich stört es wenn eine private Femdom meint, sie geht ins Studio um auch da ihre narzisstische Vorstellung von SM weiterleben zu können, um damit auch noch Geld zu verdienen. Da kommen dann dabei so Profiltexte raus wie in etwa „ ich tue was ich will, und du hast nur zu gehorchen, und was du willst interessiert mich nicht“ bitte verschont mich vor solchen narzisstischen Dominas im Studio, die sollen bitte im privaten SM bleiben ! Da können sie dies ausleben, aber im Studio möchte ich bitte eine Domina erleben die auch auf meine Wünsche eingeht! Schließlich ist man auch zahlender Gast und nicht jemand der sich misshandeln lässt und noch Geld dafür zahlt und das soll bitte auch so bleiben ! Das man wenigstens auch noch Wünsche, Tabus und Vorstellungen bei den Dominas im Studio haben darf, wenn man sie schon nicht im privaten SM haben darf !

Aber ich habe im Laufe der Zeit auch viele private Femdoms mit dieser narzisstischen Einstellung im Studio kommen und gehen sehen.
Weißt du vielleicht, was man früher unter Zofe verstanden hat? War das eine Art Softsklavin? Eine Dame für die erotischen Bedürfnisse der Herren? Oder einfach nur eine Assistentin? Im letzten Fall wäre die Konstellation ja nicht viel anders als jetzt, aber im ersten und zweiten Fall fände ich das eher doof, es ist halt nicht jede (soft-) devot oder bereit, GV u.ä. anzubieten, vor allem dann nicht, wenn sie eigentlich als klassische Domina arbeiten will.

Und zum Narzissmus: ich würde zwar nie behaupten, dass jede private Femdom darunter leidet, aber ich kann verstehen, wie es zu solchen Eindrücken kommen kann: in der privaten Szene sind tendenziell mehr devote als dominante Frauen unterwegs und so werden die Femdoms mit Angeboten überhäuft und leider ist viel Schrott darunter. Viele interessieren sich null für die Frau und suchen einfach eine kostenlose Wunscherfüllerin. Dann sind die Frauen einerseits von solchen Männern genervt und andererseits müssen sie sich nicht groß anpassen, da sie aus genug Kandidaten wählen können, warum denn auch? Eine Domina passt sich eher an, da sie nun mal Geld dafür bekommt und irgendwo ist ja genau das der Sinn und Zweck von Sexarbeit.

Und leider Gottes sind auch gute, erfolgreiche Dominas manchmal von Narzissmus betroffen, teilweise eben WEIL sie erfolgreich sind. Sie zeigen das aber ihren Kunden gegenüber entweder gar nicht oder nur so, dass es die Gäste erst Recht anlockt. Aber privat kommen dann teilweise echt unmögliche Sprüche: es fängt mit der sogenannten Whorearchy an, man sei ja was Besseres als eine normale SW und dann halt so Sachen wie: die lässt sich lecken bzw f*cken, weil sie nichts drauf hat oder die macht KV und Vomit, weil sie nicht in der Lage ist, mit ihren Fähigkeiten Geld zu verdienen usw.usf. Natürlich sagt nicht jede Domina solche Sachen, aber es kommt leider vor.

Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Di, 14.Nov 2023, 16:44
High Priestess hat geschrieben:
Di, 14.Nov 2023, 15:49
SM-erfahren hat geschrieben:
So, 12.Nov 2023, 08:59
Madame_Simone hat geschrieben:
So, 12.Nov 2023, 08:30


Ach, das würde ich gar nicht mal so sagen. Ja, im Studio liegt der Fokus natürlich darauf, dass es eine Dienstleistung ist, und somit auf den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen die für diese zahlen. Man ist auch eher unter Zeitdruck, weil die Sessions ja für bestimmte Zeiträume gebucht werden, und man nicht wie im privaten Kontext "so vor sich her spielt" ohne auf die Uhr zu achten. Oft ist auch mehr Augenhöhe dabei, das kommt aber sehr auf die Konstellation an. Ansonsten kann ich von meiner Seite aus sagen, dass es inhaltlich jetzt nicht so große Unterschiede gibt.
Ich war schon 20 Jahre privat im BDSM Bereich unterwegs, bevor ich als Domina angefangen habe. In den zwei Jahrzehnten habe ich etliche Workshops mitgemacht, konnte sehr gut herausfinden was für mich passt und was nicht, habe festgestellt, dass ich leider eine Latexallergie entwickelt habe, bin mit ausgezeichnetem Wissen über die Reinigung von Gerätschaften und Möbeln (wilde Parties, da muss ordentlich geputzt werden), aber auch STI Übertragbarkeit usw gestartet. Gut, ich bin auch mit einer exam. Krankenpflegeperson verheiratet, von der konnte ich mir gerade im Bereich von Nadelungen, Klinik und generell Anatomie viel zeigen lassen (hat mich trotzdem nicht zur Klinikerin gemacht, einfach nicht meine bevorzugte Spielart). Wenn ich den Finger auf den größten Unterschied zwischen privat und beruflich im praktischen Sinne legen müsste, dann ist das der, dass ich im beruflichen Kontext verschiedene riskante Dinge nicht mache, die ich im privaten Bereich schon öfter gemacht habe. Und ich werde nicht dafür bezahlt. ;)
Es gibt Menschen aus dem privaten BDSM Bereich, die fachlich und praktisch mehr drauf haben, als professionelle Dominas, und es gibt professionelle Dominas, die für private Menschen Workshops geben, und denen viel beibringen können, weil sie viel mehr Erfahrung haben. Manche Studios bilden ihre Jungdominas super aus, andere lassen sie lediglich mitlaufen und sie müssen sich alles - learning by doing - selbst aneignen. Es ist nicht immer alles so schwarz und weiß.
Ich war auch ganz lange im privaten SM unterwegs und meine Erfahrungen waren keine guten, obwohl ich viele Femdoms kennenlernte. Mit Tabus und Vorstellungen eines Subs, hatten fast alle ein Problem, das durfte man(n) nicht haben, sonst war man als Sklave nicht authentisch genug, und wurde wie ein Verbrecher behandelt, es war offensichtlich das man nur immer den Narzissmus der jeweiligen Dame befriedigen sollte, das Wohl eines Subs war ihnen dabei auch völlig egal, und wehe man war ehrlich und übte mal Kritik oder wollte Augenhöhe, man hatte nur zu gehorchen sich alles gefallen zu lassen . Das mag für ganz extrem devote Subs , vielleicht toll sein ? Jedem das seine. Aber NEIN danke darauf kann ich z.B. verzichten, ich verstehe unter Dominanz etwas ganz anderes, nämlich in erster Linie die Fähigkeit führen zu können, und Dominanz kann auch liebevoll, verständnisvoll, kompromissbereit und empathisch sein, es geht dabei nicht darum nur andere unterdrücken und despotisch für seine Zwecke missbrauchen zu wollen. Natürlich gab es im privaten SM bezw bei den Femdoms auch Ausnahmen, aber das waren ganz wenige !
Ich gehe da lieber zu einer Domina ins Studio, da werde ich auch als Mensch behandelt, und nicht eiskalt als Objekt ohne Willen und Tabus. Wie gesagt jedem das seine, aber ich bin froh das es die Profi-Dominas im Studio gibt, wo ich meinen SM leben und erleben darf ! Und mich stört es wenn eine private Femdom meint, sie geht ins Studio um auch da ihre narzisstische Vorstellung von SM weiterleben zu können, um damit auch noch Geld zu verdienen. Da kommen dann dabei so Profiltexte raus wie in etwa „ ich tue was ich will, und du hast nur zu gehorchen, und was du willst interessiert mich nicht“ bitte verschont mich vor solchen narzisstischen Dominas im Studio, die sollen bitte im privaten SM bleiben ! Da können sie dies ausleben, aber im Studio möchte ich bitte eine Domina erleben die auch auf meine Wünsche eingeht! Schließlich ist man auch zahlender Gast und nicht jemand der sich misshandeln lässt und noch Geld dafür zahlt und das soll bitte auch so bleiben ! Das man wenigstens auch noch Wünsche, Tabus und Vorstellungen bei den Dominas im Studio haben darf, wenn man sie schon nicht im privaten SM haben darf !

Aber ich habe im Laufe der Zeit auch viele private Femdoms mit dieser narzisstischen Einstellung im Studio kommen und gehen sehen.
Weißt du vielleicht, was man früher unter Zofe verstanden hat? War das eine Art Softsklavin? Eine Dame für die erotischen Bedürfnisse der Herren? Oder einfach nur eine Assistentin? Im letzten Fall wäre die Konstellation ja nicht viel anders als jetzt, aber im ersten und zweiten Fall fände ich das eher doof, es ist halt nicht jede (soft-) devot oder bereit, GV u.ä. anzubieten, vor allem dann nicht, wenn sie eigentlich als klassische Domina arbeiten will.

Und zum Narzissmus: ich würde zwar nie behaupten, dass jede private Femdom darunter leidet, aber ich kann verstehen, wie es zu solchen Eindrücken kommen kann: in der privaten Szene sind tendenziell mehr devote als dominante Frauen unterwegs und so werden die Femdoms mit Angeboten überhäuft und leider ist viel Schrott darunter. Viele interessieren sich null für die Frau und suchen einfach eine kostenlose Wunscherfüllerin. Dann sind die Frauen einerseits von solchen Männern genervt und andererseits müssen sie sich nicht groß anpassen, da sie aus genug Kandidaten wählen können, warum denn auch? Eine Domina passt sich eher an, da sie nun mal Geld dafür bekommt und irgendwo ist ja genau das der Sinn und Zweck von Sexarbeit.

Und leider Gottes sind auch gute, erfolgreiche Dominas manchmal von Narzissmus betroffen, teilweise eben WEIL sie erfolgreich sind. Sie zeigen das aber ihren Kunden gegenüber entweder gar nicht oder nur so, dass es die Gäste erst Recht anlockt. Aber privat kommen dann teilweise echt unmögliche Sprüche: es fängt mit der sogenannten Whorearchy an, man sei ja was Besseres als eine normale SW und dann halt so Sachen wie: die lässt sich lecken bzw f*cken, weil sie nichts drauf hat oder die macht KV und Vomit, weil sie nicht in der Lage ist, mit ihren Fähigkeiten Geld zu verdienen usw.usf. Natürlich sagt nicht jede Domina solche Sachen, aber es kommt leider vor.
Wie gesagt früher war es der Brauch für eine neue Domina als Zofe erstmal rangeführt zu werden, was da genau dann dabei passierte ? Mag ich mir kein Urteil erlauben ? War auch sicher verschieden? Ich denke aber nicht das die Dame da extrem als Sklavin herhalten musste ? Aber sie wurde vermutlich eben auch für die devote Seite sensibilisiert, so das sie halt auch versteht was in einem devoten Gast so vor sich geht. Dazu kann aber eine Domina die diese Ausbildung als Zofe auch hatte , dazu sicher mehr sagen ? Möchte mir da wie gesagt kein Urteil erlauben ? In wie weit dies ging ?

Sagen wir es mal so sicher hat eine Private Femdom die volle Auswahl was Subs angeht, das weis ich auch, denoch gibt es da aber keine Entschuldigung für Narzissmus diesbezüglich. Denn wenn ich in meinem Gegenüber nicht nur einen Spielpartner sondern auch einen Menschen sehe, der Bedürfnisse hat, der Gefühle hat, der Tabus hat. Dann reagiere ich anders, trotz vieler Angebote, das ist keine Entschuldigung !
Zuletzt geändert von SM-erfahren am Di, 14.Nov 2023, 16:47, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Di, 14.Nov 2023, 16:45
High Priestess hat geschrieben:
Di, 14.Nov 2023, 15:49
SM-erfahren hat geschrieben:
So, 12.Nov 2023, 08:59
Madame_Simone hat geschrieben:
So, 12.Nov 2023, 08:30


Ach, das würde ich gar nicht mal so sagen. Ja, im Studio liegt der Fokus natürlich darauf, dass es eine Dienstleistung ist, und somit auf den Wünschen und Bedürfnissen der Menschen die für diese zahlen. Man ist auch eher unter Zeitdruck, weil die Sessions ja für bestimmte Zeiträume gebucht werden, und man nicht wie im privaten Kontext "so vor sich her spielt" ohne auf die Uhr zu achten. Oft ist auch mehr Augenhöhe dabei, das kommt aber sehr auf die Konstellation an. Ansonsten kann ich von meiner Seite aus sagen, dass es inhaltlich jetzt nicht so große Unterschiede gibt.
Ich war schon 20 Jahre privat im BDSM Bereich unterwegs, bevor ich als Domina angefangen habe. In den zwei Jahrzehnten habe ich etliche Workshops mitgemacht, konnte sehr gut herausfinden was für mich passt und was nicht, habe festgestellt, dass ich leider eine Latexallergie entwickelt habe, bin mit ausgezeichnetem Wissen über die Reinigung von Gerätschaften und Möbeln (wilde Parties, da muss ordentlich geputzt werden), aber auch STI Übertragbarkeit usw gestartet. Gut, ich bin auch mit einer exam. Krankenpflegeperson verheiratet, von der konnte ich mir gerade im Bereich von Nadelungen, Klinik und generell Anatomie viel zeigen lassen (hat mich trotzdem nicht zur Klinikerin gemacht, einfach nicht meine bevorzugte Spielart). Wenn ich den Finger auf den größten Unterschied zwischen privat und beruflich im praktischen Sinne legen müsste, dann ist das der, dass ich im beruflichen Kontext verschiedene riskante Dinge nicht mache, die ich im privaten Bereich schon öfter gemacht habe. Und ich werde nicht dafür bezahlt. ;)
Es gibt Menschen aus dem privaten BDSM Bereich, die fachlich und praktisch mehr drauf haben, als professionelle Dominas, und es gibt professionelle Dominas, die für private Menschen Workshops geben, und denen viel beibringen können, weil sie viel mehr Erfahrung haben. Manche Studios bilden ihre Jungdominas super aus, andere lassen sie lediglich mitlaufen und sie müssen sich alles - learning by doing - selbst aneignen. Es ist nicht immer alles so schwarz und weiß.
Ich war auch ganz lange im privaten SM unterwegs und meine Erfahrungen waren keine guten, obwohl ich viele Femdoms kennenlernte. Mit Tabus und Vorstellungen eines Subs, hatten fast alle ein Problem, das durfte man(n) nicht haben, sonst war man als Sklave nicht authentisch genug, und wurde wie ein Verbrecher behandelt, es war offensichtlich das man nur immer den Narzissmus der jeweiligen Dame befriedigen sollte, das Wohl eines Subs war ihnen dabei auch völlig egal, und wehe man war ehrlich und übte mal Kritik oder wollte Augenhöhe, man hatte nur zu gehorchen sich alles gefallen zu lassen . Das mag für ganz extrem devote Subs , vielleicht toll sein ? Jedem das seine. Aber NEIN danke darauf kann ich z.B. verzichten, ich verstehe unter Dominanz etwas ganz anderes, nämlich in erster Linie die Fähigkeit führen zu können, und Dominanz kann auch liebevoll, verständnisvoll, kompromissbereit und empathisch sein, es geht dabei nicht darum nur andere unterdrücken und despotisch für seine Zwecke missbrauchen zu wollen. Natürlich gab es im privaten SM bezw bei den Femdoms auch Ausnahmen, aber das waren ganz wenige !
Ich gehe da lieber zu einer Domina ins Studio, da werde ich auch als Mensch behandelt, und nicht eiskalt als Objekt ohne Willen und Tabus. Wie gesagt jedem das seine, aber ich bin froh das es die Profi-Dominas im Studio gibt, wo ich meinen SM leben und erleben darf ! Und mich stört es wenn eine private Femdom meint, sie geht ins Studio um auch da ihre narzisstische Vorstellung von SM weiterleben zu können, um damit auch noch Geld zu verdienen. Da kommen dann dabei so Profiltexte raus wie in etwa „ ich tue was ich will, und du hast nur zu gehorchen, und was du willst interessiert mich nicht“ bitte verschont mich vor solchen narzisstischen Dominas im Studio, die sollen bitte im privaten SM bleiben ! Da können sie dies ausleben, aber im Studio möchte ich bitte eine Domina erleben die auch auf meine Wünsche eingeht! Schließlich ist man auch zahlender Gast und nicht jemand der sich misshandeln lässt und noch Geld dafür zahlt und das soll bitte auch so bleiben ! Das man wenigstens auch noch Wünsche, Tabus und Vorstellungen bei den Dominas im Studio haben darf, wenn man sie schon nicht im privaten SM haben darf !

Aber ich habe im Laufe der Zeit auch viele private Femdoms mit dieser narzisstischen Einstellung im Studio kommen und gehen sehen.
Weißt du vielleicht, was man früher unter Zofe verstanden hat? War das eine Art Softsklavin? Eine Dame für die erotischen Bedürfnisse der Herren? Oder einfach nur eine Assistentin? Im letzten Fall wäre die Konstellation ja

Bereits vorher beantwortet

Technisches Problem ! nochmal erschienen !

Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Di, 28.Nov 2023, 14:41
Ich finde es sehr schwierig, hier eine Schublade aufzumachen. Als ich meinen "Erstbesuch" geplant und nach einer, meinen Bedürfnissen entsprechenden Lady gesucht habe, schaue ich beim Stöbern der jeweiligen Webauftritte natürlich erst nach dem Ort. Und ich glaube, es liegt in der Natur des Menschen, dass dann zunächst die optische Erscheinung ins Auge fällt. Jeder Mensch hat da unterschiedliche "Beuteschema" (was für ein lustiges Wort von einem sub...;-))

Bei mir war es ebenso. Ich habe an dem Ort, wo ich gesucht habe tatsächlich zwei Ladies gefunden, die mich durch Ihre Erscheinung ansprachen. Nachdem ich dann festgestellt hatte, dass beide die gleiche Ausstattung, gleichen Tabus und Möglichkeiten anboten, habe ich frecherweise auch beide angeschrieben.

Eine hat geantwortet, die andere nicht. Meinen Erlebnisbericht meines ersten Besuchs bei der zusagenden Dame schreibe ich noch an der richtigen Stelle hier ins Forum.

Nur soviel: Die äußere Erscheinung des Auftritts auf der Webseite, mit den Fotos aus einem Shooting, das exzellente Aussehen dieser Dame ( deren Alter sich vermutlich um die 30 Jahre herum bewegt - ich sage an dieser Stelle nicht den Namen, denn ich sitze gerne auf meinem Hintern, falls ich mich mich mit dem Alter vertan haben sollte ;.-) und die Session waren super, also ich hatte keinen Unterschied zwischen Posing und Macherin.

Meine Erfahrung darin soll aber nicht andere Erfahrungen abreden oder als falsch darstellen, ich bin mir sicher, dass es alle Facetten dieses Themas zu beobachten gibt.

Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Fr, 01.Dez 2023, 14:19
Tanja_Zofe hat geschrieben:
Di, 28.Nov 2023, 14:41
.

Nur soviel: Die äußere Erscheinung des Auftritts auf der Webseite, mit den Fotos aus einem Shooting, das exzellente Aussehen dieser Dame ( deren Alter sich vermutlich um die 30 Jahre herum bewegt - ich sage an dieser Stelle nicht den Namen, denn ich sitze gerne auf meinem Hintern, falls ich mich mich mit dem Alter vertan haben sollte ;.-) und die Session waren super, also ich hatte keinen Unterschied zwischen Posing und Macherin.

Meine Erfahrung darin soll aber nicht andere Erfahrungen abreden oder als falsch darstellen, ich bin mir sicher, dass es alle Facetten dieses Themas zu beobachten gibt.

Super für dich, dass die Session toll war.
Im Eingangsthread von "First class" ging es um Poserinnen und Macherinnen, er hat auch klar definiert was er darunter versteht.
Dann hast du mit dem Posing etwas falsch verstanden.

Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Mi, 25.Sep 2024, 19:47
Madame_Simone hat geschrieben:
Di, 16.Mai 2023, 11:05
MaxxM hat geschrieben:
Di, 16.Mai 2023, 09:36
Das Bedürfnis nach dem derzeitigen Schönheitsideal in Verbindung mit Soft-SM dürfte nach meinem Empfinden gerade auf dem Markt überwiegend gefragt sein.
Da schließt sich aber die Diskussion an, was überhaupt "richtiger SM" sein könnte.

So wie ich das mitbekomme, wollen viele Kunden wohl auch kein heftiges "zupacken" (mehr), sondern eher etwas für das Auge. Will aber einschränken, dass ich das aus vereinzelten Gesprächen mitgenommen habe. Falls jemand Interesse an einer Marktforschung hat, wäre eine Umfrage vielleicht eine Idee...
Ich glaube auch, dass es weniger um "posing" geht, als um das bedienen einer bestimmten Nachfrage. Die Idee, dass der überwiegende Teil unserer Gäste SMer sind, die eine fordernde und schmerzhafte Behandlung wünschen, ist nicht ganz zutreffend. Immer mehr Menschen möchten ihre Fetische und "soften" Praktiken im Studioambiente ausleben, ohne sich überhaupt als (BD)SMer zu bezeichnen.. Darauf reagieren die Kolleginnen natürlich, und es zieht auch mehr Sexarbeiterinnen in den BDSM Bereich, die gar nicht planen mehr als optischen Vorstellungen und soft-bizarren Phantasien zu entsprechen, oder Escort Service mit kinky Ambiente anzubieten. Das ist auch ok, so wird das Angebot einfach immer diverser.
Auf der anderen Seite macht es das für potentielle Gäste natürlich etwas aufwändiger herauszufinden, wer denn nun tatsächlich "zupacken" kann. Ich persönlich bin auch eher oldschool und mag Begegnungen die mir buchstäblich Muskelkater verursachen, weil das eben auch meine Vorlieben bedient. Dafür biete ich diverse Materialfetische nicht an. Andere Kolleginnen sind im softeren, bizarren Bereich unterwegs. Vielleicht nicht ganz so versiert im OTK Spanking, mit Singletails, Rohrstöcken und Tawsen, bauen dafür aber sehr erotische Fetisch-Phantasien für ihre Gäste, die ganz ohne Schmerzen auskommen, und die Gäste zufrieden grinsend wieder gehen lassen.
All das hat seine Berechtigung. Die auf wirklich allen Gebieten versierten Kolleginnen, die dazu auch umwerfend aussehen, viel Erfahrung haben, sanfte Erotik und harten SM mühelos verbinden und sowohl sanfte Sirenen als auch richtig zupackende Teufelinnen sind, die gab und gibt es meiner persönlichen Erfahrung nach ohnehin nicht so oft. Auf Anhieb würden mir gerade nur eine so vielseitige Kollegin dazu einfallen.
Heutzutage wird auch in unserer Branche immer mehr "spezialisiert".
Gute Argumente! Ich denke, die Spezialisierung in der BDSM- und Fetischwelt hat definitiv für mehr Vielfalt gesorgt, die einer größeren Bandbreite an Geschmäckern und Vorlieben gerecht wird. Nicht jeder Kunde sucht nach Hardcore-SM, und es stimmt, dass die Nachfrage nach sanfteren, erotischeren Erfahrungen steigt. Ich stimme jedoch zu, dass es für diejenigen, die echte Intensität suchen, schwierig sein kann, einen Dom zu finden, der diesen körperlichen, geradlinigen Stil wirklich liefert. Beide Ansätze haben sicherlich ihren Wert, aber für mich persönlich sind es die traditionelleren, praktischeren Erfahrungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Do, 26.Sep 2024, 09:41
Poser und Macher gibt es in allen Lebensbereichen, vom Handwerker über den Kollegen im Büro oder den Filialleiter des Supermarktes um die Ecke. Im BDSM-Bereich ist dies keineswegs anders.

Ich denke jedoch, dass sich nur diejenigen Dominas lange halten können, die echte Macherinnen sind und ihre Kunden befriedigen. Poserinnen wird in der heutigen Zeit schnell der Saft abgedreht.
_________________________
Wenn die Peitsch' knallt auf mich nieder, werd' ich glücklich, immer wieder!
_________________________
Domina, rotz in meine Fresse - auf dass ich Dich niemals vergesse!

Re: Dominas - Poserinnen versus Macherinnen

Do, 26.Sep 2024, 15:49
SM-Vampir hat geschrieben:
Do, 26.Sep 2024, 14:01
Auch bei einer Anfängerin kann man eine tolle Session erleben. Auch wenn eine Domina schon etliche Arbeitsjahre auf dem Buckel hat ist das noch lange keine Garantie das es eine tolle Session wird. Es kommt darauf an wie sie eine Session gestaltet. Also wie kreativ die Dame ist, damit die Session nicht langweilig wird.
Es kommt unabhängig von Alter und Erfahrung letztlich auf die Chemie zwischen beiden Parteien an. Es gibt keine Garantie für eine ultimative Session, wenn die Chemie nicht so recht passt.
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