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Re: Wie pünktlich kommt ihr zu den Sessions

Di, 13.Dez 2022, 09:47
Es ist schon bezeichnend, wenn man das Verwenden generische Maskulinum, welches nachweislich eben nichts mit dem Geschlecht zu tun hat, als beleidigend und ausschließend auffasst und deklariert, stattdessen eine konstruierte, missverständliche und vor allem sexualisiert-politisierende Sprache verwendet und dann noch meint innovativ und liberal zu sein, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.
Jeder der meint, durch die allgemein gültige Sprache nicht angesprochen zu sein, sollte doch lieber überlegen, woher seine Minderwertigkeitskomplexe herkommen, denn anders lässt sich nicht erklären, woher diese Interpretation kommt.
Mir ist es im übrigen vollkommen egal, welches soziale Geschlecht jemand sich zuschreibt.

Re: Wie pünktlich kommt ihr zu den Sessions

Di, 13.Dez 2022, 10:32
knutdergrosse hat geschrieben:
Di, 13.Dez 2022, 09:47
Es ist schon bezeichnend, wenn man das Verwenden generische Maskulinum, welches nachweislich eben nichts mit dem Geschlecht zu tun hat, als beleidigend und ausschließend auffasst und deklariert, stattdessen eine konstruierte, missverständliche und vor allem sexualisiert-politisierende Sprache verwendet und dann noch meint innovativ und liberal zu sein, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.
Jeder der meint, durch die allgemein gültige Sprache nicht angesprochen zu sein, sollte doch lieber überlegen, woher seine Minderwertigkeitskomplexe herkommen, denn anders lässt sich nicht erklären, woher diese Interpretation kommt.
Mir ist es im übrigen vollkommen egal, welches soziale Geschlecht jemand sich zuschreibt.
zumal hier aus einer Prozentzahl in einem Studio versucht wird, etwas allgemeingültiges herzuleiten. Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet, reden wir nicht mal über 0,1% Personen, die das betrifft. Jetzt versuchen 0,1% 99,9% zu einer Sprache zu zwingen, die sich einfach schlecht anhört. Zudem hat die Benutzung der gewohnten Sprache nichts damit zu tun, ob jemand (ich) tolerant Personen gegenüber ist, die sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühlen oder nicht wissen, was sie sind, oder vielleicht heute so, morgen so?. Ich zieh mir ja selbst gerne Damenlatex in der Session an und würde auch Bi-Spiele mitmachen. Dafür brauche ich keine Gendersprache, dann gibt man mir im Spiel eben einen weiblichen Namen oder nennt mich die Gumminutte. Die Gendersprache bringt mich aber genau aus dem o.g. Punkt (0,1% vs 99,9%) dazu, einen Hass auf diese Personen zu entwickeln und diese Personen abzulehnen. Und nein, nicht weil ich ein alter weißer Mann bin. Es geht einfach nicht, dass sich die Mehrheit an Minderheiten orientieren muss. Das spaltet die Gesellschaft und nützt Euch nichts, im Gegenteil. In der Natur gibt es übrigens genau zwei Geschlechter. M und W. Fertig. Alles andere wird in unserer Kultur mittlerweile mehr oder weniger akzeptiert, weil wir auf Toleranz gedrillt werden. Es gibt kein einziges Argument, was mich davon überzeugen könnte, das gendern gut ist und ich werde jede Person und jedes Unternehmen meiden, das gendert.
Grüße

Latexus
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Re: Wie pünktlich kommt ihr zu den Sessions

Di, 13.Dez 2022, 12:48
Latexus hat geschrieben:
Di, 13.Dez 2022, 10:32
knutdergrosse hat geschrieben:
Di, 13.Dez 2022, 09:47
Es ist schon bezeichnend, wenn man das Verwenden generische Maskulinum, welches nachweislich eben nichts mit dem Geschlecht zu tun hat, als beleidigend und ausschließend auffasst und deklariert, stattdessen eine konstruierte, missverständliche und vor allem sexualisiert-politisierende Sprache verwendet und dann noch meint innovativ und liberal zu sein, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.
Jeder der meint, durch die allgemein gültige Sprache nicht angesprochen zu sein, sollte doch lieber überlegen, woher seine Minderwertigkeitskomplexe herkommen, denn anders lässt sich nicht erklären, woher diese Interpretation kommt.
Mir ist es im übrigen vollkommen egal, welches soziale Geschlecht jemand sich zuschreibt.
zumal hier aus einer Prozentzahl in einem Studio versucht wird, etwas allgemeingültiges herzuleiten. Auf die Gesamtbevölkerung gerechnet, reden wir nicht mal über 0,1% Personen, die das betrifft. Jetzt versuchen 0,1% 99,9% zu einer Sprache zu zwingen, die sich einfach schlecht anhört. Zudem hat die Benutzung der gewohnten Sprache nichts damit zu tun, ob jemand (ich) tolerant Personen gegenüber ist, die sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühlen oder nicht wissen, was sie sind, oder vielleicht heute so, morgen so?. Ich zieh mir ja selbst gerne Damenlatex in der Session an und würde auch Bi-Spiele mitmachen. Dafür brauche ich keine Gendersprache, dann gibt man mir im Spiel eben einen weiblichen Namen oder nennt mich die Gumminutte. Die Gendersprache bringt mich aber genau aus dem o.g. Punkt (0,1% vs 99,9%) dazu, einen Hass auf diese Personen zu entwickeln und diese Personen abzulehnen. Und nein, nicht weil ich ein alter weißer Mann bin. Es geht einfach nicht, dass sich die Mehrheit an Minderheiten orientieren muss. Das spaltet die Gesellschaft und nützt Euch nichts, im Gegenteil. In der Natur gibt es übrigens genau zwei Geschlechter. M und W. Fertig. Alles andere wird in unserer Kultur mittlerweile mehr oder weniger akzeptiert, weil wir auf Toleranz gedrillt werden. Es gibt kein einziges Argument, was mich davon überzeugen könnte, das gendern gut ist und ich werde jede Person und jedes Unternehmen meiden, das gendert.
Ich wüsste gerne, wie Du darauf kommst , dass jemand Dich in diesem Thread dazu "zwingt" anders zu schreiben oder zu formulieren als Du es bisher gewohnt bist oder vorziehst. Niemand erwartet das von Dir. Aber so wie Du erwartest, dass man Dich so schreiben/sprechen lässt wie Du es möchtest, können doch auch Menschen die Wert auf eine gendergerechte Sprache legen, erwarten, dass man nicht gleich ausfallend wird wenn sie es eben anders machen.
Die Diskussion erinnert mich gerade sehr an Situationen, wenn ich auf einem meiner(!) Social Media Accounts etwas über ein veganes Produkt schreibe, das mir sehr gefallen hat. Weder bin ich der Meinung, dass alle Menschen sich vegan ernähren sollen (das können auch einfach nicht alle), noch erwarte ich das. Mein gesamtes familiäres und partnerschaftliches Umfeld ernährt sich zum Beispiel nicht vegan, und das ist ok. Ich habe das nur für mich selbst so entschieden, und schreibe dann auch darüber was ich gut finde oder eben nicht. Trotzdem kommen immer irgendwelche Lappen um die Ecke mit "Dazu passt ein Sauerbraten!" oder "Jetzt hört doch mal auf das allen aufzudrängen!". Das ist in etwa dasselbe Mindset wie es hier gerade zur Schau gestellt wird.
Wer keine gendergerechte Sprache nutzen will, der oder die wird nicht dazu genötigt. Aber in einem Thread wo es um etwas völlig anderes geht, sich so zu echauffieren, weil manche Personen so schreiben wie sie es für sich entschieden haben und richtig finden - dafür habe ich keinerlei Verständnis. Dann mach es halt anders. Was ist da bitte für eine Erwartungshaltung, dass gefälligst andere Menschen Dinge so tun, wie Du sie für richtig und sinnvoll hältst?
Ich würde die Aufregung ja noch verstehen, wenn hier gefordert worden wäre, bitte künftig im Dominaforum nur gendergerechte Sprache zu nutzen. Das fände ich genauso unangemessen, wie den wütenden Rumpelstilzchentanz, der hier aufgeführt wurde. Aber das hat einfach kein Mensch getan, oder möchtest Du mir kurz die Stelle zeigen wo das geschehen ist, weil ich sie überlesen habe? Ich habe das so gelesen, dass eine Person zum ursprünglichen Thema einen Beitrag geschrieben, und darin gendergerechte Sprache angewendet hat. Woraufhin sie deswegen direkt angegriffen wurde.
Lass uns doch so schreiben wie wir es möchten, so wie wir Dich schreiben lassen, wie Du es möchtest.
Und wenn Du wirklich Schnappatmung bekommst, weil andere Menschen Dinge anders angehen, gibt es glaube ich auch in diesem Forum eine block Funktion, mit der man Beiträge von bestimmten Personen ausblenden kann.
*varium et mutabile semper femina*
https://madame-simone.de/
https://t.me/salonmadame
https://www.studio-s-secret.de/

Re: Gendern, alte weiße Männer, generisches Maskulinum und streiten

Di, 13.Dez 2022, 13:12
Na ja, madame_simone , auch wenn man vielleicht nicht gezwungen wird, dieses Kauderwelsch zu sprechen, gedrängt dazu wird man nach meiner Beobachtung schon, gezwungen es zu lesen wird man aber jedenfalls. Und damit wird die Sprache, wie knutdergrosse es treffend ausdrückt, politisiert und sexualisiert, was bislang nur in Gesellschaften der Fall war, bei Faschisten, bei Kommunisten etc. , mit denen sich die Befürworter des Kauderwelsch nicht gemein machen wollen. Sie übersehen aber dabei, dass die Politisierung der Sprache eine Aggression darstellt.

Re: Gendern, alte weiße Männer, generisches Maskulinum und streiten

Di, 13.Dez 2022, 13:43
@slavenagdy:
joo du hast recht und ich stimme dir da zu.

Mir geht es auch auf den sack wie hier unsere Sprache vergewaltigt wird.
Vor allem wie mit dem gendern auch gleichzeit der Kampf der Frauen für Wahlrecht, Selbstbestimmung auch vor allem der Kampf, dass sie NICHT mehr nur auf ihre Weiblichkeit reduziert werden -- mit Füßen getreten ..
Ein Bürger zB ist einfach ein Mitglied einer Gemeinschaft OHNE dass sich aus diesen Wort ein Geschlecht, eine Hautfarbe eine Religion usw usw ablesen lässt.
Es sine eben einfach ALLe Menschen dieser Gemeinschaft
aber
Bürger und Bürgerinnen -- hier wird schon eine Geschlechtrennung vorgenommen.
Obiger Terminus ist inzwischen ja schon offiziell und ich höre es täglich in den Nachrichten
Einen Schritt weiter -- wenn nun eine Regierung eine Verordnung für Bürger erlässt, kann sie OHNE es zu begründen alle Bürgerinnen (oder umgekehert) durch die Hintertüre ausschließen
ein gefundenes Fressen für jeden Populisten und potentiellen Diktator
Man kann leichter ein Atom zertrümmern, als ein Vorurteil

http://www.myblog.de/janus4252

Re: Wie pünktlich kommt ihr zu den Sessions

Di, 13.Dez 2022, 15:16
Madame_Simone hat geschrieben:
Di, 13.Dez 2022, 12:48


Ich wüsste gerne, wie Du darauf kommst , dass jemand Dich in diesem Thread dazu "zwingt" anders zu schreiben oder zu formulieren als Du es bisher gewohnt bist oder vorziehst. Niemand erwartet das von Dir. Aber so wie Du erwartest, dass man Dich so schreiben/sprechen lässt wie Du es möchtest, können doch auch Menschen die Wert auf eine gendergerechte Sprache legen, erwarten, dass man nicht gleich ausfallend wird wenn sie es eben anders machen.
Die Diskussion erinnert mich gerade sehr an Situationen, wenn ich auf einem meiner(!) Social Media Accounts etwas über ein veganes Produkt schreibe, das mir sehr gefallen hat. Weder bin ich der Meinung, dass alle Menschen sich vegan ernähren sollen (das können auch einfach nicht alle), noch erwarte ich das. Mein gesamtes familiäres und partnerschaftliches Umfeld ernährt sich zum Beispiel nicht vegan, und das ist ok. Ich habe das nur für mich selbst so entschieden, und schreibe dann auch darüber was ich gut finde oder eben nicht. Trotzdem kommen immer irgendwelche Lappen um die Ecke mit "Dazu passt ein Sauerbraten!" oder "Jetzt hört doch mal auf das allen aufzudrängen!". Das ist in etwa dasselbe Mindset wie es hier gerade zur Schau gestellt wird.
Wer keine gendergerechte Sprache nutzen will, der oder die wird nicht dazu genötigt. Aber in einem Thread wo es um etwas völlig anderes geht, sich so zu echauffieren, weil manche Personen so schreiben wie sie es für sich entschieden haben und richtig finden - dafür habe ich keinerlei Verständnis. Dann mach es halt anders. Was ist da bitte für eine Erwartungshaltung, dass gefälligst andere Menschen Dinge so tun, wie Du sie für richtig und sinnvoll hältst?
Ich würde die Aufregung ja noch verstehen, wenn hier gefordert worden wäre, bitte künftig im Dominaforum nur gendergerechte Sprache zu nutzen. Das fände ich genauso unangemessen, wie den wütenden Rumpelstilzchentanz, der hier aufgeführt wurde. Aber das hat einfach kein Mensch getan, oder möchtest Du mir kurz die Stelle zeigen wo das geschehen ist, weil ich sie überlesen habe? Ich habe das so gelesen, dass eine Person zum ursprünglichen Thema einen Beitrag geschrieben, und darin gendergerechte Sprache angewendet hat. Woraufhin sie deswegen direkt angegriffen wurde.
Lass uns doch so schreiben wie wir es möchten, so wie wir Dich schreiben lassen, wie Du es möchtest.
Und wenn Du wirklich Schnappatmung bekommst, weil andere Menschen Dinge anders angehen, gibt es glaube ich auch in diesem Forum eine block Funktion, mit der man Beiträge von bestimmten Personen ausblenden kann.
Tut niemand, aber ich muss diesen Mist lesen. Etwas anderes entspringt Deiner Phantasie.
Grüße

Latexus
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Re: Gendern, alte weiße Männer, generisches Maskulinum und streiten

Di, 13.Dez 2022, 21:57
Bei dem Thema habe ich eine etwas differenzierte Haltung. Unsere BDSM Community, die sich hier im Dominaforum trifft, erwartet von der Gesellschaft eine gewisse Toleranz. Es soll allgemein toleriert werden, dass wir gegen Bezahlung bestimmte sexuelle Dinge praktizieren, die manch eine/r als „pervers“ empfindet. Es gibt viele Länder, wo so ein Geschäftsmodell verboten ist. Ich bin froh, dass Deutschland ein (relativ) liberales Land ist, wo so etwas toleriert wird.

Wenn ich auf der einen Ebene Toleranz erwartet, dann möchte ich sie auch auf einer anderen Ebene gewähren. Wenn also eine Person bei privaten Belangen unbedingt in Gendersprache schreiben möchte, dann respektiere ich dies. Um klar zu stellen: Ich finde diese Art des Sprechens/Schreibens zwar völlig absurd, aber es juckt mich auch nicht.

Anders sieht’s aus, wenn ich z.B. offizielle Schreiben von Behörden, Unternehmen,Vereinen, etc. erhalte. Da lege ich großen Wert darauf, dass ich in dem korrekten Deutsch angesprochen werde, was ich in der Schule gelernt habe. Gendersprache ist kein korrektes Deutsch und wird zudem von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt.
In diesem Sinne werde ich selbst niemals Gendersprache verwenden. Ich werde auch keine Session mit einer Person unternehmen, die während unserer gemeinsamen Zeit im Studio Gendersprache verwendet.
.

"In 1969 I gave up women and alcohol. It was the worst 20 minutes of my life." - George Best

"The big difference between sex for money and sex for free is that sex for money usually costs a lot less." - Brendan Behan

Re: Gendern, alte weiße Männer, generisches Maskulinum und streiten

Mi, 14.Dez 2022, 04:24
paul50 hat geschrieben:
Di, 13.Dez 2022, 22:42
Ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht. Ist doch gut wenn mit der Gendersprache darauf aufmerksam gemacht wird, das eben nicht alles nur männlich zu sehen ist. Und davon jetzt sogar Sessions abhängig zu machen, erscheint mir eher als gekränkter männlicher Stolz.
Unsinn, entweder hast Du Prinzipien oder nicht.
Grüße

Latexus
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Re: Gendern, alte weiße Männer, generisches Maskulinum und streiten

Mi, 14.Dez 2022, 15:53
Was hier noch wenig zur Sprache kam ist, dass es vermutlich auch davon abhängt ist, wer angesprochen werden soll. Jetzt mal auf die Anzeigen und Websites von Dominas und Studios bezogen, sieht es ja nach wie vor überwiegend so aus, dass der weitaus größere Teil das generische Maskulinum verwendet. Und die Zielgruppe ist da in der Regel (cis) männlich.
Ich selbst nutze auf meiner eigenen Homepage, in meiner Werbung usw. nicht oft das generische Maskulinum, weil ich eben nicht ausschließlich männliche Kundschaft ansprechen möchte. In der persönlichen schriftlichen Kommunikation auch nur dann, wenn ich es mit Personen zu tun habe, die eine Lese- und Rechtschreibschwäche haben, oder einen Screenreader benutzen. Denen muss ich es nicht noch komplizierter machen. Vor einer Weile habe ich auf Twitter mal etwas herum gefragt, was nicht-binäre, queere, respektive trans Personen dazu veranlassen würde, eine Domina zu besuchen. Mit einer der häufigsten Punkte die genannt wurden, war die Art der (An-)Sprache, sowie das deutlich machen, dass man für diese Personen einen sicheren Rahmen bieten kann und möchte. "Sicher" bedeutet in diesem Fall zum Beispiel, dass man eine Person nicht misgendert, oder taktlose respektive sogar transfeindliche Ausdrücke benutzt. Ich möchte so einen sicheren Rahmen bieten. Und ich möchte sehr gerne, dass sich mehr Menschen unterschiedlicher Geschlechter trauen, einmal in ein Studio zu gehen und neue Erfahrungen zu machen.
Das bringt dann halt auch mit sich, dass andere Menschen nicht zu einer Session zu mir kommen, weil sie kein Verständnis dafür haben oder eine inklusive Herangehensweise schlicht ablehnen. Aber seit ich meine Sprache mit der Zeit verändert habe, ist der Anteil von Frauen und anderen nicht männlichen Personen von 0% auf die wie schon mal erwähnten etwa 15% angestiegen. Das ist für mich ein Erfolg, denn natürlich ist der Löwenanteil der Personen die ein Studio besuchen noch immer männlich und ganz so schnell wird sich das sicher nicht ändern.

Wer wirklich so ein ganz massives Problem mit der Veränderung von Sprache hat, hat auch noch immer unglaublich viele Alternativen wo "wie damals" geschrieben wird. Wobei "wie damals" bedeutet: "seit Ende der 1990er Jahre", also seit der Rechtschreibreform. Seit damals schreiben auch Ämter und andere offizielle Stellen nicht mehr die sog. "alte Rechtschreibung", die sehr viele von Euch sicher noch gelernt haben. Wenn man hier mal schauen möchte, die Veränderungen sind deutlich umfangreicher gewesen, als hier und da mal ein Sternchen und "innen" zu tippen. Plus, manche Formulierungen waren nur von 1996 bis 2004 korrekt, wurden danach aber wieder abgeschafft:
https://www.fehler-haft.de/wissen/altundneu.html (es gibt noch deutlich mehr Seiten, die die Unterschiede ausführlicher aufzeigen).

Zu diesem Thema kann eine Diskussion endlos werden, weil die Ansichten so sehr auseinander gehen. Das ist an sich auch nichts Schlechtes, aber wenn wir uns darauf einigen könnten, nicht immer gleich abwertend über andere Personen zu schreiben, deren Entscheidungen als "Mist" o.ä. zu bezeichnen, wäre der Austausch mit Sicherheit etwas fruchtbarer. Wobei ich bei der einen oder anderen Person gar nicht so sicher bin, ob echtes Interesse an Austausch besteht, oder nur darauf gewartet wird, dass manche Menschen Dinge anders handhaben.
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Re: Gendern, alte weiße Männer, generisches Maskulinum und streiten

Mi, 14.Dez 2022, 16:41
Mist bleibt Mist und Gendern gehört dazu, das ist quasi wie in einem Umerziehungslager. Bei aller Toleranz lehne ich das als Verballhornung unserer Sprache ab. Mit der Rechtschreibreform ist das ebenfalls nicht vergleichbar, denn im alltäglichen Sprachgebrauch hat sich dadurch nichts geändert, manches wird etwas anders geschrieben - ok. Der Gendersprachgebrauch pervertiert unsere Sprache aber; auf diese Art der Perversion reagiere ich allerdings höchstallergisch. Über 80% der Bevölkerung, übrigens auch die Mehrheit der weiblichen Bevölkerung lehnen das ab. Und eine Minderheit will das der Mehrheit aufdoktrinieren? Sorry, das lasse ich mir nicht gefallen.
Ich hab das Gefühl, dass hier jeder Strohhalm herbeigezogen wird, um uns zu erklären, dass gendern gut ist. Nein, es ist nicht gut, nein nicht nur nicht gut, es ist einfach schlecht. Ich spreche hier auch über keine einzige Person abwertend sondern ausschließlich über das Gendern. Über Personen, zumal welche, die ich persönlich nicht kenne, abwertend zu schreiben, kommt mir nicht in den Sinn. Warum auch?
Grüße

Latexus
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