Sa, 23.Jul 2005, 21:33
von begbie27
Zuerst einmal vielen Dank für eure netten Worte, aber auch für die ein oder andere kritische Meinung.
Da hier in der letzten Zeit so einige Meinungen und Kommentare zum Besten gegeben wurden, welche mir die Galle hochkommen ließen, habe ich mich entschlossen diesen Bericht zu schreiben, um an Hand eines (sehr extremen) Beispieles aufzuzeigen was gemeint ist.
Eigentlich wollte ich den Thread den Titel „Harte Worte“ geben, und dann am Schluss so richtig ausholen.
Ich brauchte mehrer Stunden für dieses Posting, und während des Schreibens geht man ja wieder ganz tief rein und zurück in das Erlebnis. Jedenfalls, als es dann soweit war um meine Geschütze aufzufahren, war ich in der Stimmung wie damals, und ich stand einfach wieder über allen Dingen.
Dieselben Meinungen entlockten mir nur noch ein müdes Lächeln, und ich sah auch keinen Sinn mehr darin, und somit blieb es eigentlich nur bei ein wenig Kritik.
War vielleicht auch besser so, und wie tomcat vollkommen richtig schreibt, es ist ja schließlich auch ein Dominaforum hier.
@mike-sm
du schreibst du kannst nicht verstehen wie jemand solche Torturen auf sich nimmt um sich danach wieder gut und wohlbehütet zu fühlen.
Ich treibe mich manchmal hier im Forum in der KV Abteilung rum, und lese den ein oder anderen Beitrag. Da tauschen sich Leute aus wie sie den Würg oder Brechreiz überwinden usw. und ich sitze dann und denke mir „Ja wenn ihr es schon zum Kotzen findet, dann lasst es doch ganz einfach sein“. Ich kann dies auch nicht nachvollziehen, aber es gibt mit Sicherheit einige Gemeinsamkeiten dabei.
Meiner Meinung nach geht es dabei um die Herstellung einer Extremsituation, wie im meinem Fall, bestehen aus Angst, Schmerz, Ungewissheit, aber auch Vertrauen, Sehnsucht und Hingabe.
Diese Extremsituation, löst natürlich extreme Reaktionen im Gehirn aus. Den sog. Kick!
Ich bin auch in der Lage in einer „normalen“ zwischenmenschlichen Beziehung Geborgenheit und Zärtlichkeit aufzunehmen und auch zu erwidern. Nur in einer solchen Situation, da liegt man offen da und physische Berührungen die bleiben da nicht nur an der Oberfläche, sondern gehen tief bis in das Innerste, genauso wie ich nenne es jetzt ganz einfach psychische Berührungen. Demütigungen, wenn auch vielleicht nur als Bestandteil des „Spieles“ hätten mit Sicherheit fatale Folgen.
Eine sexuelle Komponente gab es bei mir währen der ganzen Session nicht, kann dir aber sagen, dass die Wochen danach wollte ich von SM nichts wissen. Das ist nicht negativ gemeint, sondern ich war noch so voll von Emotionen und Eindrücken, dass es mich einfach nicht interessierte.
@Dieter
ich weiß nicht ob ich deine Frage richtig verstanden habe.
Wie ich schon schrieb, wollte ich damals einen Sessionbericht schreiben, und hier posten, was ihr aber nicht recht war, und deshalb habe ich es sein lassen.
Wenn man solche Erlebnisse hat sehnt man sich natürlich nach ein wenig Austausch und auch die Meinung von anderen, und ich würde sogar sagen ganz besonders den Kritischen.
Irgendwie sah ich jetzt auch meine Chance gekommen, dies ganze unter einem anderen Deckmantel zu tun.
Diese „Lobhuldelei“, diente eigentlich dazu zu zeigen, das Qualität eben nicht unbedingt seinen Preis haben muss, das es ganz einfach ein Akt ist der auf Geben und Nehmen beruht.
Und wenn manche Dominas hier ihr Auffassung kundtun, dass dies nicht einfach ein PR Gag ist, sondern das es auch Leute gibt, die genau das suchen.
Und dies war eben ein sehr extremes Beispiel, dass wenn man eben nicht die Dienstleiterin oder Prostituierte in dem Menschen sieht mit welchem man sich auf Sessios einlässt, man mit Sicherheit eindrucksstärkere Erlebnisse haben kann.
Einfach die Unfähigkeit auch nur einen Schritt nach links oder rechts von seinem eigenen Film abzuweichen, verbaut einem vieles.
Aber wie gesagt im Moment stehe ich da drüber. Jedem das seine!
Der Fairness halber muss ich sagen, dass diese Dame es vom finanziellen absolut nicht nötig hätte als Domina zu arbeiten, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Das sagen zwar viele, aber bei ihr ist es Tatsache und deshalb kann sie es sich auch leisten in die wenigen Sessions welche sie noch macht wirklich nur das zu tun was sie will, und auch dementsprechend viel Zeit zu investieren.
@DomHunter
Wir hatten danach ein zeitlang Kontakt, per Mail und Telefon, der schief aber vor ein paar Moneten ein, ist aber nicht gestorben, und er wird es auch sehr wahrscheinlich nie, denn dafür war das Erlebnis zu intensiv. Es ist wie ein unsichtbares Band welches geknüpft wurde. Er wird ein einmaliges aneinander auseinander sein und ich glaube, das dies gut ist, denn alles andere wäre…………..da fehlen mir die Worte. Es ist wie ein Kreis, welcher sich schloß. Und von meiner Seite her ist auch kein Bedrüfniss da.
Aber irgendwie gibt es ein Gefühl der Sicherheit, irgendwo da draußen einen Rettungsring zu haben für den Fall das ich wieder einmal auf dem dünnen Eis auf welchem ich mich bewege einstürzten sollte. Und dies will ich nicht missbrauchen.
Mit freundlichen Grüßen
Begbie
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begbie27 am Mi, 10.Aug 2005, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.