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Re: Undine bei Maischberger

Mi, 21.Jan 2015, 17:17
Die Sendung fand ich hochinteressant.

Undine war wirklich Klasse!

Schade, dass die Zeit so kurz war. So konnte längst nicht alles in der nötigen Tiefe diskutiert werden, z.B. warum sich die Damen so sehr gegen eine Registrierung streuben.

Für diejenigen, die die Sendung verpasst haben,
hier ist der link:
http://mediathek.daserste.de/Menschen-b ... tId=311210

so long

naughtyBoy winke winke
Richtig gut wird´s nur, wenn das Herz dahinter steht!
oder
Wenn du liebst, was du tust, wirst du nie wieder in deinem Leben arbeiten (Konfuzius)

Re: Sexarbeit ist Arbeit

Mi, 21.Jan 2015, 17:27
Ich pflichte dir bei. Auch der Gast/ Kunde hat sich prima verkauft, insgesamt gefiel mir die Art der Argumentationen. Jeder hat seine Sichtweise sachlich und nachvollziehbar dargestellt.

Undine erwartungsemäß gut positioniert, sehr schade, dass es keine direkten Wortgefechte mit ihr gab.

Nur die Politikerin haute mir erwartungsgemäß zu sehr auf die Trommel, Politiker denken halt jeden Tag an Wahlkampf...deren erklärtes Ziel, Prostitution völlig abzuschaffen langfristig, wird sie bestimmt nicht mehr erleben.
Alle vier Jahre wieder halt :-)

Ansonsten ist ja eh alles beschlossen. Die Registrierung an sich bleibt in Ausführung umstritten - vollheitliche Datenerfassung beim Amt des eigenen Wohnsitzes oder doch nur Ausstellung einer Art ID Card nach Vorlage des Gewerbescheines bei einer x- beliebigen Behörde woanders?
Das Eine bedeutet in Umsetzung Komplettouting als Sexarbeiterin, das Zweite lässt noch einiges an Anonymität im eigenem Umfeld übrig.

Zukünftige Konzessionspflicht für Studiobetreiber inkl. Bauamt, Brandschutz und Co.
Dies wohl nicht bei Ein- Frauen- Betrieben.

Das und einiges mehr wird kommen.





DomHunter
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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Mi, 21.Jan 2015, 18:24
Ich fand besonders beachtenswert die Aufzählung ziemlich am Ende, was denn wohl von Seiten der Betroffenen gewünscht wird, speziell die Einlassungen zum Punkt Einstiegsberatung.
Bei meinen Ausbildungen widme ich diesem Punkt, der Einstiegsberatung, immer on top eine gute Stunde in aller Ausführlichkeit, weil ich es ebenfalls immens wichtig finde, dass potentielle Kolleginnen aufgeklärt und klar-sehenden Auges in den Beruf einsteigen. Und ich möchte sagen, dass die in der Diskussion genannten 70 % aller Interessentinnen, die nach gründlicher Aufklärung von ihrem Vorhaben Abstand nehmen, fast zu tief gegriffen sind.

Insofern ... ja, das ist wohl der erste wichtige, wichtigste Anlauf- und Aktionspunkt auf dem Berufsweg.

Aber mir ist sowieso schleierhaft, wieso so viele Frauen so blauäugig, blind und unbedarft und ohne sich vorab schlau zu machen in diese selbständige unternehmerische Tätigkeit starten; und dann am Ende, oder wie im Falle der ausgestiegenen Erzählerin in der Diskussionsrunde, hinterher von ihren Erfahrungen überrascht verbittert sind und mit erbostem Finger auf andere zeigen.

La Marfa
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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Mi, 21.Jan 2015, 19:39
@Marfa: Du magst ja den Interessentinnen in deinen Seminaren die (bittere) Wahrheit über die Aussichten in unserem Beruf ehrlich aufzeigen. Damit bist du aber ganz klar eine Ausnahme. Wahr ist im Gegenteil, dass die Studios/Puffs überall händeringend neue Frauen brauchen und jeder Bewerberin am Anfang das Blaue vom Himmel vorschwadroniert wird. Vom tollen Verdienst, netten Kunden etc...etc

Bis die Mädels dann dahinterkommen, was für üble Sachen sie machen müssen und wie wenig Kohle am Ende wirklich bleibt, ist der Zug oft schon abgefahren und sie bleiben für das eine oder andere Jahr hängen.
Gruß von
Lady Maclaine

Re: Sexarbeit ist Arbeit

Mi, 21.Jan 2015, 20:42
Ich hab ja schon einige Studios von Innen gesehen und auch verschiedene versionen der Einstiegsberatung mitbekommen.
Nirgends ist mir bis jetzt aufgefallen, dass "das Blaue vom Himmel" versprochen wurde, im Gegenteil, jede Hausdame hat ausführlich auf die (oft nocht so prickelnden) Realitäten hingewiesen.

Wahrscheinlich ist das ein Vorteil, wenn man in verschiedenen Studios rumreist und arbeitet, man bekommt Einblicke, die man sonst nicht so hat, wenn man nur zuhause bleibt. So eine Walz kann wirklich lehrreich sein.
Lady Velvet Steel

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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Mi, 21.Jan 2015, 21:07
Dass du damit Recht haben musst, Lady Maclaine, zeigen die vielen neuen Göttinnen und Sterne, die als solche dauernd am dominanten Himmel auftauchen, die sich oftmals entweder im Handumdrehen in wandernde Kometen verwandeln oder als schnell verglühte Sternschnuppen gänzlich vom Schirm verschwinden, was man in der Branche allerorts beobachten kann oder besser gesagt leider beobachten muss.

Aber allein wenn man als Betreiberin seine Funktion ernst- und seine Aufgabe wahrnimmt, dann muss man Bewerberinnen, speziell solchen, die nicht nur für sich selbst, sondern womöglich auch für Kinder verantwortlich sind, reinen Wein einschenken, dass z.B. allein eine Krankenversicherung zu haben kein Luxus ist und für selbständig Tätige auch nicht gerade Peanuts, und dass man sich seine emotionale Hygiene nicht erhalten kann, wenn man der eigenen Not gehorchend jeden Kunden an jedes Ziel begleitet, anstatt sich auch mal die Ablehnung einer unpassenden Anfrage zu leisten.

Sicher ist es auch heutzutage noch möglich, sich einen Kundenstamm und ein ausreichendes Einkommen aufzubauen, aber das ist ein langer Weg konsequenter und zuverlässiger Arbeit, und es darf nicht verschwiegen werden, dass dies dazu auch im dominanten Gewerbe zu allermeist doch eine gewisse Geschmeidigkeit und Biegsamkeit erfordert.

Es wäre schön, wenn man Menschen vor ihren eigenen Dumm- und Blindheiten retten könnte; aber das selten geht, kann man nur dafür sorgen, dass man auch als Betreiberin immer ehrlich in den Spiegel schauen und das eigene Spiegelbild ertragen kann.

La Marfa
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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Mi, 21.Jan 2015, 21:15
@ Velvet Steel
Ich erfahre häufig von Interessentinnen, dass sie mit gelinde gesagt oberflächlichen Auskünften von Betreiberseite versorgt wurden. Auf der anderen Seite glaube ich kaum, dass du dir als wissende und kritische SW, die sehr bewusst ihre unternehmerischen Entscheidungen trifft, ausgerechnet solche Studio für deine Gastspiele aussuchst.

La Marfa
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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Mi, 21.Jan 2015, 23:43
Auch wieder wahr ;)

Für doofe Leute verdien ich kein Geld. Die fallen dann gleich raus.

Ich hab das allerdings auch schon ein paarmal von kolleginnen gehört, sie seien gar nicht ausgebildet worden. Bei Nachfragen stellt sich dann raus, sie haben sich schon mit ihrem grossen Erfahrungsschatz beworben, um nicht von vorneherein rauszufallen.

Ich war aber auch schon in studios, da hat die Chefin erst mal Wissen abgeklopft. Man weiss ja nie ;)
Lady Velvet Steel

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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Do, 22.Jan 2015, 08:31
Es gibt auch deutliche Unterschiede zwischen SM Studios, und ich kenne nun wirklich die allermeisten in D, - und der großen Bordellschwemme.

Der Level beim SM ist einfach ganz anders, die Fluktuation zwar hoch, aber noch lange nicht so ausgeprägt wie in Puffs bzw. Bordellen. Und es wird da in öffentlicher Wahrnmung ( noch ) nicht ausreichend getrennt.

Die angebotenen Beratungen werden ja im SM Bereich angeboten, siehe Marfa, aber auch anderswo. Frau muss ja nur etwas suchen und kann dann jederzeit drauf zurückgreifen - nur, sie muss es auch wollen.

Stattdessen denkt man offensichtlich lieber an das schnelle Geld, pflegt eigene Träumereien und fantasiert innerlich schon von Reichtum und Wohlstand, ohne zu wissen oder oft wirklich zu können oder tatsächlich Veranlagung ( zumindest anfängliche Lust am Tun ) in sich zu tragen, anstatt erstmal Geld in die Hand zu nehmen, um die Zeit, die erfahrene Frauen investieren, um schlau zu machen und aufzuklären, - zu vergüten.

Und wer eben dazu nicht bereit ist, wird zu allermeist auf ganz natürliche Art herausgefiltert ( und wählt dann womöglich lieber das einfacher gestrickte Bordell ).
Ich finde das gar nicht schlecht so, die Spreu trennt sich schon hier vom Weizen und übrig bleiben die, die die nötige Professionalität und Ernsthaftigkeit mitbringen, um mittel bzw. langfristig bestehen zu können.

Wie gesagt - man sollte wirklich eine Trennung von SM und gängiger Prostitution anstreben. Das wird viel zu oft in einen Topf geworfen und zwar nur deshalb, weil die Rechtssprechung das so vorgibt.



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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Do, 22.Jan 2015, 08:39
Hmmmm... und wo bitte ist der Unterschied zwischen einer Handentspannung (30 Euro im Puff) und einer "Zwangsentsamung" (10 Minuten für 35 Euro) im Dominastudio?
Wie willst du dem unbefangenen Betrachter da irgendeinen Unterschied erklären?

Domhunter, ich hab echt manchmal den Eindruck, du träumst dir eine Welt zusammen, die nicht wirklich existiert.
Gruss
Lady Maclaine

Re: Sexarbeit ist Arbeit

Do, 22.Jan 2015, 09:14
Du erweckst nun den Eindruck, ein Gast geht ins SM-Studio, macht sich untenrum frei und lässt sich mal eben nur und ausschließlich " zwangsentsamen ".
Ohne Drumherum, ohne Spannungsbogen, ohne Szenerie, ohne Vorgespräch, ohne Nachgespräch.

Ich weiß ja nicht, wie deine Erfahrungswerte dahingehend ausgefallen sind, mir ist jedenfalls kein Studio geläufig, das diese Praktik allein für sich genommen für 35 anbietet. Und wenn, dürften das doch wohl absolute Ausnahme sein.

Das ist doch mehrheitlich in eben Bordellen gang und gäbe. Einzelne etwaige Ausnahmen im SM Bereich, eher von Einzeldamen, muss man nun nicht als allgemeingültig deklarieren. Das ist nicht zutreffend.

Welches renommierte Studio bietet das denn an? Sicher nicht Bizarradies, MZ, Darkside, Hekate, Avalon, HDH, CBC, Centric, DivasDome, Cologne Decadence usw.
Ich kenne keines.



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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Do, 22.Jan 2015, 09:31
Hier in Berlin. Und hier im Forum bejubelt und beschrieben von einem dergestalt behandelten Gast :shock:
Ich schreib den direkten Link nicht..... will ja nicht unhöflich sein.

Soll der Gesetzgeber jetzt allen Ernstes unter die Betten kucken, ob ein "wirkliches" SM-Spiel abgehandelt wurde, oder nur eine runtergezogene Hose versorgt wurde?
DAS ist doch lächerlich!

Bezahlter Sex ist eine sexuelle Dienstleistung. Ohne wenn und aber.
Gruß
Lady MacLaine

Re: Sexarbeit ist Arbeit

Do, 22.Jan 2015, 10:54
Nun gehst du ja sehr ins Detail.

Ich meine, ein einzelner Schreiber im Dominaforum gibt keinesfalls echte Qualitätsmerkmale eines SM Studios wieder. Das sehe ich nicht als Maßstab und oft weiß man auch nicht aufgrund derer Anonymität, deren echten Beweggründen, warum etwas geschrieben wird, -was davon stimmt und was nicht.

Grundsätzlich sehe ich, von einzelnen unrühmlichen Ausnahmen mal abgesehen, schon deutliche Unterschiede zwischen einem Bordell und einem klassischem SM Studio.

Aber ich gebe ja nur meine Meinung wieder und vor allem stünde natürlich erstmal der Wille, etwas bewegen zu wollen. Das ist dann eh nicht mehr mein Ding, sondern von den beauftragten Vertreterinnen der Verbände - und die arbeiten auch im Zusammenspiel mit den Regionalpolitikern wirklich gut in eurem Sinne.



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Re: Sexarbeit ist Arbeit

Do, 22.Jan 2015, 11:07
Nun, dann als nicht in Details:

Ich sehe auch kaum einen Unterschied, kaum von Kundenseite, die mittlerweile vielfach in SM-Buchungen die gleiche körperliche "Nahbarkeit" verlangen, wie in Nicht-SM-Begegnungen, noch von SM-Anbieterinnenseite, die die gleiche körperliche Zuwendung gewähren, wie Nicht-SM-Prostituierte - beides kann man an unendlich vielen Stellen auch hier im Forum in unendlichen vielen Ausprägungen als Angebote oder auch als Kundenverlangen nachlesen.

Und auch die Features, die Einsteigerinnen vielfach als ausreichend für den Einstieg in den Beruf erachten, sind die gleichen: "Ich hab Körper, das reicht", oder auch zusätzlich im Falle von SM-Einstieg: "Ich hab Körper und Männer quälen ist mir egal" (selber so gehört).
So gibt es sowohl im SM wie auch im Nicht-SM Anbieterinnen ohne Eigen- und Fremdverantwortung, Anbieterinnen, die ihren Beruf nicht auf solide Basis gestellt haben, wie es auch in beiden Richtungen des Sexberufs Betreiber gibt, die ihre Verantwortung annehmen und tragen, und solche, die außer dem eigenen geschäftlichen Vorankommen nichts interessiert.

Worin sollen die erwähnten Unterschiede zwischen SM-Paysex und Nicht-SM-Paysex also bestehen, zumal solche großen, die verschiedene Gesetze rechtfertigen würden?

La Marfa
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