Auf der Seite der dominanten Damen geht SM ganz sicher durch alle Bevölkerungsschichten, da er auf eine Neigung und nicht auf die Herkunft oder den sozialen Status zurückgeht.
Besonders SM-affin sind vermutlich Berufsgruppen, die sich mit der Psyche, dem menschlichen Körper oder auch mit dem Phänomen der Macht befassen. Aus diesem Grunde habe ich unter den Dominas häufig Psychologinnen, Krankenschwestern (überproportional häufig), Physiotherapeutinnen/Masseurinnen und auch die ein oder andere Juristin angetroffen. Ein wenig wundert mich immer, dass es nicht mehr Polizistinnen und Lehrerinnen gibt, aber das hängt vielleicht mit dem Beamtenstatus und damit zusammen, dass für diese Berufsgruppen äußerst gefährlich werden könnte, wenn nach außen bekannt wird, dass sie als Dominas arbeiten. Auch die klassische Büroangestellte oder Sekretärin findet man recht selten, letztere haben vielleicht manchmal ihr tägliches Übungsobjekt auch im Büro sitzen

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Natürlich spielt der finanzielle Background auch eine Rolle. Es gibt eine Reihe von Dominas, die noch Studentinnen sind - hier wiederum häufig Psychologiestudentinnen -, und die ein oder andere Krankenschwester kann sicher ein Zubrot gut gebrauchen. Auch freischaffende Künstlerinnen findet man recht häufig.
Generell ist mein Eindruck, dass der Anteil der Akademikerinnen bei den dominanten Damen ziemlich hoch ist...
Was uns Männer anbelangt, so geht die Neigung zwar sicher auch durch alle Schichten und Bevölkerungsgruppen. Zum einen kann sich aber nicht jeder einen Dominabesuch leisten - was ich z.B. zu Studentenzeiten immer sehr bedauert und wodurch ich einige Jahre mit schönen Erfahrungen verloren habe -, zum anderen glaube ich, dass man sich in einem sehr von Männlichkeitsritualen und Machismus geprägten Umfeld schwer tut, sich seine Neigung einzugestehen. Obwohl ich sicher bin, dass es dort ebenso Subs gibt wie in anderen Gruppen auch, könnte ich mir vorstellen, dass es für einen Bauarbeiter, Handwerker oder auch Polizisten schwerer ist, seine Neigungen auszuleben, weil er im Falle eines Bekanntwerdens Spott und soziale Ächtung befürchten muss und seine Männlichkeit in Frage gestellt wird.
Für einen Freiberufler (Unternehmer, Architekt, Anwalt, eventuell auch Arzt) ist es sicherlich leichter, SM auszuleben, da er von den Meinungen und dem Urteil anderer häufig unabhängiger sein wird. Führende Manager dürften sich nach meiner Einschätzung ebenfalls häufig in Dominastudios tummeln. Sie sind auf ihrem Weg nach oben sowieso ziemlich einsam und resistent gegenüber dem Urteil anderer geworden und setzen sich zudem täglich mit dem Verhältnis von Macht und Ohnmacht auseinander. Bei vielen Menschen, die ich seit Jahren kenne und die ich auf ihrem Weg nach oben beobachtet und begleitet habe, fällt mir auf, dass sich ihre Persönlichkeit sehr stark verändert und ins Extreme, ja bisweilen ins fast schon Perverse verkehrt (das, was wir in den Politik- und Wirtschaftsteilen täglich lesen, ist leider allzuoft das Resultat davon). Häufig verlieren sie mit der Zeit den Boden unter den Füßen, was auch die Sehnsucht nach Halt, Geborgenheit aber auch Bestrafung und Disziplin erklärt, den sie bei einer Domina suchen. Führungskräfte in der Politik dürfen in ihrer "wahren Welt" keine Schwächen zeigen oder ausleben, weder in ihrem beruflichen noch in ihrem privaten Umfeld, da sowohl Lebenspartnerin und Freunde sie regelmäßig wegen ihres sozialen Status auswählen und von ihnen Stärke erwarten. Da bleibt fast nur der Weg zur Domina, die in diesen Fällen wohl häufig auch die Rolle der Psychotherapeutin erfüllt. Die wahre Selbstreflexion erfolgreicher Menschen findet häufig weder im Beruf noch in der Familie, sondern eher in einer Parallelwelt statt. Mir sind jedenfalls eine ganze Reihe beruflich erfolgreicher Menschen bekannt, bei denen das so ist.