Hallo Katarina,

für deine Gedanken. Ich möchte hierzu ein paar kurze Anmerkungen meinerseits loswerden.
Lady Katarina hat geschrieben:Klar, ich halte auch nicht viel davon, dass so gut wie jedes Puff eine sog. strenge Kammer bereit hält und SW Claudia plötzlich zu Herrin Claudia mutiert, das doppelte verlangt für die perversen Leistungen und mit einer Orion Peitsche jetzt die böse Domina ist.
Dieses Bild habe ich im Kopf, wenn ich an "berührbare Dominanz" denke. Eine gute Session ist in meinen Augen nur dann möglich, wenn beide eine gewisse Neigung zum SM haben. Eine Domina, die auch im privaten Bereich SM auslebt, ist für mich in ihrer Rolle deutlich glaubwürdiger.
Aber wenn sich eine Domina berühren läßt, warum haben damit so viele ein Problem?
Schließlich ist das ganz alleine ihre Sache. Wer es nicht mag, muß ja nicht hingehen.
Aber deswegen ist sie noch lange nicht weniger Wert als die Unberührbare oder schlechter oder gar weniger authentisch. So ein Blödsinn. Genauso wie es der Gast aus sexueller Motivation heraus macht, kann sie es ja auch machen.
Da habe ich meine Zweifel. Ich habe ja auch nicht das Bedürfnis, gleich mit meiner Domina zu schlafen.
Auch die Preisdiskussionen sind hinfällig. Zig mal schon diskutiert.
Ein Gast, der weiß, was Spielzeug, Studiopflege, Verbrauchsmateralien und Werbung kostet, wird wenn das "Service" passt, gerne den geforderten Betrag bezahlen.
Sehe ich auch so. Selbst wenn diese Kosten nicht bestehen würden, muss man einfach auch zugestehen, dass die Dienstleistung an sich schon fraglos einen gewissen Wert hat.
Zu Hause wird ja auch nicht sexlos geSMt.
Der Vergleich hinkt ziemlich. Daheim hätte ich eine Partnerin, mit der ich eine Beziehung führen würde und SM wäre darin nur ein kleiner Bestandteil. Die Situation im Studio ist dann doch eine ganz andere.
Warum darf nicht jeder so sein, wie er möchte.
Überall lese ich immer "MEHR TOLERANZ" für SM, für unsre Tätigkeit als Domina. Aber gerade hier gibt es die größte Intoleranz, die ich je erlebt habe.
Ich für meinen Teil möchte mich weniger gegen etwas aussprechen, als vielmehr für etwas. Leider ist ja ein gewisser Verdrängungsprozess zum Nachteil der klassischen Dominanz zu beobachten.