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Mi, 10.Jun 2009, 20:33
Hallo liebe SM- Gemeinde und Krawallbürsten :-) ,
ich bin zwar auch noch nicht jenseits der 30, bewege mich aber schnurstracks drauf zu.
Zum Thema: es gibt meiner Meinung nach viele "Küken", die meinen, sie hätten die SM- Weisheit mit Schaufeln gefressen, meinen, von 1x zuschauen und einschlägiger Lektüre lesen, sie seien JETZT "Domina". Schwupps, dann noch tolle Fotos gemacht,oder (wie Lady MacLaine so schön beschreibt:
Rundum-Bizarr-Service und das am besten von einer geklonten 20jährigen Busenmaus) und fertig.
Dominanz setzt sich meiner Meinung nach aus: sexueller Intelligenz, emotionaler Intelligenz, Lebenserfahrung(en) und geistiger Reife zusammen.Sicherlich kann man die "technischen Fertigkeiten "relativ schnell erlernen....aber das macht doch noch keine Domina aus.
Es ist anscheinend heutzutage wichtig für viele junge Mädels, den schnellen Euro zu verdienen, möglichst viel anzubieten um möglichst jeden Interessierten "bedienen" zu können. Das hat meiner Meinung nach eher was mit "Abfertigung" zu tun, aber im Moment scheint ja Masse eher wichtiger zu sein als Klasse.
Schade, das man heute oft nur noch eine junge, gutaussehende,zwar freundliche "Hülle" vorfindet aber ohne jeglichen Inhalt.
Ich wünsche Klaubla und Gleichdenkenden, das sie auf ihrer Suche doch noch fündig werden, und Authentizität finden werden.Es gibt sie noch zwink Gruß Kendra Black

Mi, 10.Jun 2009, 22:34
Vielleicht kann man den heutigen Trend in zwei Kategorien von Kunden unterteilen:

A) Einmal die, die ihren Wunschzettel bzw. ihre Fantasien erfüllt haben möchten, durch die Inspiration unserer modernen Medien z.B. Internet (Hollywood). Beauty-Stars in schönen Leder- bzw. Latexoutfits, wo sich nicht nur das Herz zur Höhe aufrichtet. :-D

Zu diesen Leuten muß ich gestehen, gehöre ich auch! Man sucht etwas Vergleichbares und mischt zu den BDSM-Varianten ebenfalls die Varianten des Normalen Sex. Eine Art von Kombi-BDSM entsteht, es sollen alle Triebe zugleich befriedigt werden.

Der Zuwachs dieser Variante ist, meiner Meinung nach seit den 80´er Jahren, im Begriff immer größer zu werden.

B) Und diejenigen, die dem Klassischen nachgehen, daß sich ab den goldenen Zwanzigern des 20. Jahrhunderts entwickelt hat und bis in die 70´er Jahre fortgeschritten ist. Um diese Variante zu schätzen, muß man schon ein wirklicher Masochist sein und nicht nur so tun!

Diese Variante schätzen, so denke ich, vor allem die Älteren unter uns, weil sie damit aufgewachsen sind. Von den Jüngeren mag es auch Einige geben, die dem nachgehen, dabei vermute ich aber, daß deren Anzahl schon geringer ist.

In meinen Fetischfantasien, möchte ich gar kein Sklave sein mit dem eine Herrin tun kann, wonach ihr gerade ist.
In meinen Fantasien gebe ich temporär die Kontrolle an eine Dame ab, die mir meine Wunschfantasien von Devotheit erfüllen soll. Ob Sie dabei authentisch ist oder nur sehr gut schauspielern kann, ist mir persönlich egal, solange die Fantasie richtig rüberkommt und die Gesundheit ihres Kunden gewahrt bleibt!

Do, 11.Jun 2009, 09:08
zum Glück gibt es doch diese Tage das Internet und u.a. dieses Forum, um einen groben bis feinen Überblick der einzelnen Damen zu bekommen. So kann man zumindest die Damen für seine jeweiligen Interessen und Vorlieben relativ gut einordnen. Eine absultute Sicherheit dieser Ahnungen kann man aber erst beim 1. Zusammentreffen bestätigt bekommen. Da passt es dann, oder auch nicht, wie Roxana es schon richtig sagte. Wenn die Chemie nicht stimmt, bleibt es maximal bei einer Kurzsession, wenn es stimmt, ......dann gibt es Wiederholungen :-D .
ich liebe es zu verwöhnen und verwöhnt zu werden,
oder
Es gibt drei Worte, die jeder Mann beherrschen sollte: ,Ja natürlich, Schatz!‘

Do, 11.Jun 2009, 14:29
Irgendwie wird dieses immer gleiche draufhauen auf die jungen Mädels der BDSM Zunft langweilig. An der (natürlich polemisch vorgetragenen) Kritik ist bestimmt viel dran, aber die immer gleichen Generalisierungen nerven. Alter ist ein Faktor, aber muss nicht der ausschlaggebende Punkt sein. Ich hab auch schon die eine oder andere Dame im reiferen Alter getroffen, die überhaupt nicht dominant war, etwa so viel Ausstrahlung besaß, wie mein Nickname ausdrückt, und trotzdem eine Peitsche in der Hand hielt und der Meinung war, es sei die größte Ehre ihr fünf braune Scheine für eine Stunde Spiel zu geben.

Meiner Meinung nach, braucht die Dame Ausstrahlung, die Überlegenheit und Kenntnis ausdrückt. Wenn ich das Gefühl hab, mein Gegenüber weiß selbst nicht so recht, was sie wohl in den nächsten zehn Minuten tun wird, kriege ich Angst.
Zum zweiten braucht eine dominante Dame in meinen Augen dringend ein ziemlich hohes rhetorisches Talent. Sie darf nicht auf den Mund gefallen sein und der Redefluss in der Session sollte nicht ... äh(was sag ich jetzt bloß zu ihm?).. sein.
Die Optik muss passen. Doch auch. Ich will mich von der Dame sexuell angezogen fühlen, will ihr aber ebenso an ihrem Äußeren die Domina abnehmen.
Was micht zum letzten Punkt bringt und damit bin ich dann ganz auf Linie der Vorredner und Vorrednerinnen: Insgesamt will ich einer Dame gegenüber sein, die glaubwürdig ist.

LG
zero
dum spiro, spero....

Wiederholungen

Do, 11.Jun 2009, 17:52
Um den Satz von Tina Games weiterzuführen:
Wenn es stimmt, dann gibt es Wiederholungen, und dann kann sich
eine langfristige, intensive Verbindung zwischen Herrin und Sklave
aufbauen mit schönen, lustvollen Sessions, an der beide Seiten ihren
Spaß haben.

Gruß an alle

andi62

Fr, 12.Jun 2009, 00:07
Aus meiner Sicht ist alles keine Frage des Alters und der Erfahrung, sondern der persönlichen Chemie. Eine schöne Session kann ich mit einer Domina mit 30-jähriger Erfahrung ebenso haben wie mit einer 19jährigen Anfängerin.

Es gibt erfahrene Dominas, deren Auftreten und Beiträge hier im Forum mich eher abschrecken und es gibt junge Dominas, die neu am Markt auftreten und mich sofort beeindrucken Ein Beispiel ist für mich z.B. Miss Flowers, die vor gut zwei Jahren mit viel Selbstbewusstsein und gegen alle aus meiner Sicht bisweilen ziemlich unfaire Kritik und Zweifel die Dominaszene im Sturm erobert und allen Kritikern schnell gezeigt hat, über welch außergewöhnliches Talent als Domina sie verfügt. Kein Mensch, außer vielleicht denjenigen, die sie als Konkurrentin fürchten, würde heute noch auf die Idee kommen, sie als "20jährige Busenmaus" zu beschreiben. Damals war das durchaus noch anders, sie hat nur alle Zweifler widerlegt.

Wenn ich das Gefühl habe, dass eine dominante Dame mit Leidenschaft und Spaß bei der Sache ist und in der Lage ist, auf meine Wünsche einzugehen, ist mir das Alter ziemlich egal.

An dieser Stelle bin ich auch schon bei der auch hier angesprochenen Wunschzetteldiskussion:

Immer wieder lese ich auf den Homepages von Dominas, dass sie es nicht als ihre Aufgabe ansehen, die Wunschzettel ihrer Kunden abzuarbeiten. Das ist eine Servicementalität, die ich nicht verstehe. Viele Kunden mögen ja beim dominanten Spiel die Rolle eines Sklaven einnehmen - mein Ding ist das nicht -, aber im Grunde ist es doch ebenso wie bei allen anderen Dienstleistungen: Der Kunde (und nicht die Domina) ist König, er bezahlt eine Dienstleistung und hat an diese Dienstleistung bestimmte Erwartungen, und es ist Aufgabe der Domina als Anbieterin der Leistung, diese Erwartungen so gut wie möglich umzusetzen.

Wenn z.B. ich mit meiner sehr ausgeprägten Vorliebe für kräftiges Handspanking in ein Dominastudio gehe, so ist es für mich selbstverständlich, dass ich nicht mit dem Rohrstock oder der Peitsche verhauen werde, weil es meiner potentiellen Sessionpartnerin besser gefällt oder sie ihre Hand schonen möchte. Wenn ich wegen meines Bein- und Wadenfetisches wünsche, dass sie einen Rock trägt, erwarte ich, dass sie nicht in einer Hose oder hohen Stiefeln erscheint und ich ihre Waden nicht sehen kann. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie teilt mir mit, dass sie die von mir vorgeschlagene Session nicht machen möchte - was ich selbstverständlich zu respektieren habe -, oder aber sie geht auf meine Vorstellungen ein und versucht, sie so gut wie möglich umzusetzen. Ich würde es aber nie der Sessionpartnerin allein überlassen, wie sie die Session gestaltet ("Dominanz ohne Absprachen"), denn da sie mich ja in der Regel nicht kennt, ist die Gefahr, dass sie an meinen Vorstellungen vorbeidominiert, doch verhältnismäßig groß. Ich sehe es sogar als meine Obliegenheit als Kunde an, der dominanten Dame meine Vorstellungen von der Session möglichst exakt zu schildern, ihr also im Vorgespräch gewissermaßen meinen Wunschzettel zu überreichen.

Übrigens ist es mir keineswegs egal, was meine Sessionpartnerin bei der Session empfindet, ganz im Gegenteil: Mir ist es sehr wichtig, dass auch sie Freude und Spaß an der Session hat und die Chemie zwischen uns stimmt. Wenn ich während einer Session merke, dass ihr etwas im Verlauf der dominanten Behandlung besonders gefällt, versuche ich da ebenso einzugehen wie sie es auch tut. Denn es gibt für mich nichts Schöneres, wenn mir meine Sessionpartnerin am Ende der Behandlung mitteilt, dass es auch ihr gefallen hat. Und bei fast allen meiner Sessions war das bisher auch der Fall und sie sind sehr harmonisch verlaufen.

Ganz konkret denke ich da eine ganz wundervolle Session mit Lady Velvet Steel, der ich im Vorgespräch meine Vorstellungen und Neigungen sehr genau geschildert hatte. Sie hat diese ganz hervorragend und mit viel Kreativität umgesetzt und meine Erwartungen dabei noch erheblich übertroffen. Und Lady Velvet Steel ist noch nicht lange im Geschäft und ihrer Tätigkeit als Domina entspricht einer persönlichen und privaten Neigung, die sie immer weiter entdeckt und ausgebaut hat. Ihr Einstieg ins professionelle Geschäft war wohl überlegt und sorgfältig vorbereitet. Das sind die neuen Dominas, die wir brauchen.
Zuletzt geändert von Leopard am Fr, 12.Jun 2009, 00:47, insgesamt 3-mal geändert.

Fr, 12.Jun 2009, 00:28
Grüß Euch!

Ein äußerst interessantes Thema, welches Ihr da angesprochen habt.
Gern möchte ich meine Gedanken und Erfahrungen beisteuern.

@ Gast-H:
Zum User Gast-H möchte ich jetzt nicht allzu viel sagen. Abgesehen davon, daß ich nicht auch noch das Thema verwässern möchte, hat es augenscheinlich keinen Sinn. Offensichtlich kann oder will Gast-H das Gesprochene nicht verstehen.
Und so kompliziert sind Roxanas richtigen Worte auch nicht – sonst gäbe es nicht so viele Threads mit enttäuschten Sessions hier.
Genauso denke und handle ich auch. Abgesehen davon, dass es doch äußerst fair ist, vor einer Session zu sagen, es passt nicht und auf’s Geld zu verzichten, als eine mittelmäßige bis schlechte Session durchzuwürgen.

Und außerdem – warum sollten bitte nur die Gäste das Recht haben, sich die Domina auszusuchen??
Wir „müssen“ ja auch nicht alles und jeden annehmen? Wo bleibt dann die Authentizität?

@ Lady McLaine:
Das ist mir jetzt schon einige Male negativ aufgefallen. Deine Aussagen sind teilweise echt eine Beleidigung.
Und zwar jenen Menschen gegenüber, die offen zu ihrer Sexualität stehen und diese auch ausleben.
Du sprichst öfter sehr abschätzig und beleidigend über Menschen. Über Dominas, wie auch Du eine bist. Über Gäste, jene von denen DU auch lebst.

„Dahergelaufenen“
Einmal lebst „auch“ Du oft von den „Dahergelaufenen“, wie Du sie nennst.
Es ist ja völlig legitim, daß Dominas gewisse Praktiken ablehnen. Warum auch immer – das geht ja niemanden etwas an.
Aber dann darf man sich und wird sich auch in der Regel nicht darüber aufregen, dass Menschen, die genau das suchen, wo anders fündig werden.
Ich persönlich lehne z.B. Adultbabies, Tiererziehungen und noch einige Dinge strikt ab. Ich empfehle im Bedarfsfall Interessierte an andere Herrinnen weiter, als ihnen eine mittelmäßige oder gar enttäuschende Session zu machen, nur weil ich das schnelle Geld bevorzuge.

Die Männer von heute haben eben mitbekommen, daß es auch anders gehen kann. Daß Dominas von „heute“ nicht mehr z.B. aus Scham gegenüber ihren Kolleginnen (weil als Domina/Sexworkerin, darf man ja keinen eigenen Spaß haben) auf ihre eigenen Lustgefühle verzichten.
Die Gäste haben erkannt, dass zu SM eben noch ein Stückchen mehr als nur Schlagen und z.B. Bondage gehören kann. Da ist natürlich das Internet und die Medien nicht ganz unschuldig – aber Göttin sei Dank kann man sich heute schon sehr früh informieren.

Ich kenne ja privat auch niemanden, der nicht zumindest einige sexuellen Komponenten in eine Session einbaut.

Bei einer Sklavin schaut ja auch niemand blöd, wenn ein Gast danach fragt oder sie es anbietet – nein es ist sogar ein Muß.
Warum dürften dann Dominas nicht das tun, was sie wollen?? Die Logik versteh ich nicht wirklich!
Und ob sie nun wie z.B. Roxana oder ich aus Lust und Freude das machen, was wir anbieten oder wie andre, weil es eben Trend ist. Wenn betroffene Dame das was sie macht, gerne und gut macht, der Gast zufrieden ist, wo liegt das Problem?

Aber der Zeitgeist hat sich eben gewandelt – wie überall!

Natürlich haben die Gäste mittlerweile die Möglichkeit mit Freude angenommen, auch sexuell auf ihre Kosten zu kommen bzw. zu sehen, dass es die Frau auch geil macht und sie gerne mit ihren sexuellen Reizen spielt.

Und es stört mich gewaltig, dass Du all jene Frauen, die offen dazu stehen und es auch im Studio ausleben, derart nieder machst.
Die wenigsten Menschen tun dies Göttin sei Dank, weil sie etwas kompensieren müssen – der SMler von heute erlebt SM, weil es ihm gut tut, weil es ihn geil macht – egal ob Männlein oder Weiblein – egal ob Dom oder Sub.

Ich verstehe also nicht, warum verdammt nochmal kein Sex dabei sein darf. Und ob nun ein Studio ihre Sklavin mit „Miss XXX“ bewirbt oder sie „Lady YYY“ nennt, das ist wohl einzig und alleine die Sache der jeweiligen Person und sollte Dich nicht weiter tangieren.

Es reicht wenn wir von der Allgemeinbevölkerung als Domina und als SMler ohnehin in lauter Schubladen gesteckt werden, dann brauchen wir dieses Schubladendenken und diese Intoleranz nicht auch noch unter uns.

Nur weil ich meinen Körper, meine Lust, meine Leidenschaften einsetze, um einen Gast und mich selber heiß zu machen, heißt ja noch lange nicht, dass ich eine wie Du es nennst „Kuschel-Puschel“-Domina sein muß oder gar meinen Stellenwert als Herrin verliere.
Wenn Du Dominanz einzig und alleine an solchen Sachen fest machst ist das ohnehin Deine Sache – akzeptiere aber bitte, dass es Menschen gibt, die das auch noch anders sehen und hör bitte auf, diese Menschen (auch mich) immer so nieder zu machen.

Und das alles hat ZeroZero sehr gut dargestellt. Danke!

Schöne Grüße aus Wien,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

Fr, 12.Jun 2009, 06:25
@Katarina:
Alles schön und gut und hier auch schon tausend mal gebetsmühlenartig wiederholt.
Ob nun Kuschelsession mit "echtem" Lustgefühl *bös grins* oder harte Abstrafung - alle sollen glücklich und zufrieden sein, dann ist doch alles gut.
Aber wie so oft wird im Laufe einer Diskussion der Anfang vergessen und hier ging es darum, dass sich jemand darüber äußerte, keine, ihm zusagende Dominanz in den Studios mehr zu finden.
Jemand, der keine Mumu lecken will und wohl jemand, der offensichtlich von der heutigen Szenerie enttäuscht ist.
Da kannst du tausend mal aufschreiben, wie lustvoll alles ist, es wird nicht die Tatsache verdecken, dass viele Besucher heute nicht mehr zufrieden sind.
Ich weiß, dass dir und vielen anderen Kolleginnen meine Schreibe hier nicht gefällt. Kein Wunder: Ich schleime ja auch nicht seitenlang, wie toll, berauschend und entzückend die Profi-Szene ist. Im Gegenteil!
Ich sehe die Schwachstellen in unserer Branche genau und und bin mir nicht zu fein, sie auch anzusprechen.
Lady MacLaine

Fr, 12.Jun 2009, 09:35
Also mit Verlaub: Ich verstehe einen Teil der ganzen Aufregung nicht. Die Profi-BDSM-Szene ist nach meiner Einschätzung ein Paradebeispiel für die Marktwirtschaft. Der Markt wird zum großen Teil von der Nachfrage geregelt. Die Anbieterinnen - und es sind ja meistens -innen, müssen sich zwangsläufig der Nachfrage anpassen, wenn sie nicht verhungern oder den Beruf wechseln wollen. Zu Frau Merkel mit der Bitte um eine Bundesbürgschaft fürs Studio wegen der schlechten konjunkturellen Lage zu gehen, scheint doch eher aussichtslos.
Und wenn in den vergangenen Jahren immer mehr Muschi-leckende, Seidenpeitschen-liebend Kunden auftauchen, in deren Kopf aber 24/7 rumschwirrt, kann es sich keine der Profis langfristig leisten, auf die Hardcorenummer zu setzen.
Wenn alle Neuwagenkunden auf einmal rote Autos haben wollen, werden VW, BMW, Audi und Toyota mit Sicherheit nicht 80 % ihrer Autos lindgrün lackieren. Sie werden die alle schön rot anmalen. Und wenn ich dann doch eines in lindgrün haben will, muss ich mehr bezahlen.
Es bleibt also nur die Spezialisierung - will heißen ein fester Kundenstamm. Es gibt genügend Angebote für die Kuschel-Leck-Theaternummer und es gibt weiterhin Damen, die konsequent ihren Stil durchziehen und sich auf keine Kompromisse einlassen. Und das ist auch gut so :-D
Das individuelle Problem des Einzelnen mag damit noch nicht gelöst sein. Da hilft wohl nur suchen, suchen und nochmal suchen. Und die Chance, den passenden Kick direkt vor der Haustür oder in U-Bahn-Nähe zu finden, ist wahrscheinlich gering.
die Absatzratte

Fr, 12.Jun 2009, 16:59
Grüß Euch,

@ Lady McLaine:

Ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn jemand das sagt, was er denkt - als rumzuschleimen.
Gehöre ich ja auch zu diesem "Klientel".

Was mich bei Dir massiv stört, habe ich gesagt - dass Du jede Frau massiv nieder machst, die Spaß am Sex hat, dies zugibt und jene Frauen, die eben diesen anbieten - egal ob nun freiwillig oder aus marktechnischen Gründen. Was Dir aber auch egal sein kann im Grunde.
Bist Du ja Domina und nicht ihre Psychotherapeutin oder Wirtschaftsberaterin.

Da Du mich hier ja auch zwangsläufig angreifst und niedermachst, werde ich meine Meinung dazu kund tun. Und wenn Du meinst wir wiederholen uns, dann schreib nichts dazu, dann brauchst Du dich auch nicht wiederholen!

@ All:

Was mich so stört ist, dass von vielen hier - besonders offenbar L. McLaine alle Frauen, die auch sexuelle Komponente, Erotik, Nähe miteinbringen in eine Session - nur als Kuscheldominas mit Seidenpeitsche (wie Absatzratte sagte), KuschelPuschel, Schmusedoms angesehen werden, die vom Thema SM keine Ahnung hätten.

Nochmal SM ist sexuell motiviert.
Früher mag es häufig vorgekommen sein, dass das noch anders war. Das ändert sich heute Göttin sei Dank.

Der Studiogeher von heute (und da sind durchaus auch ältere, sehr extreme Subs dabei) hat eben gesehen, dass er auch im Studio SM wie daheim erleben kann.
Und die wenigsten haben daheim eben nur Hardcore-SM.

Und ob ich mich nun als Domina dem füge - da sind wir bei Absatz-Rattes Post:

@ Absatzratte:
Also ich kann jetzt nur mal von mir aus gehen. Was andere Damen tun, tangiert und interessiert mich nicht wirklich.

Ich sehe SM halt ein wenig mehr als nur reine Dienstleistung am Manne.
Daher verbiege ich mich a) nicht für Geld und b) werde ich irgendwelchen Trends auch nicht hinterherlaufen.

Der Vergleich mit der Autowirtschaft und dem roten Auto - gut, das mag sicher auf reine Dienstleister zutreffen, keine Frage.
Aber es gibt eine Menge an Männern, die genau das nicht wollen, sondern denen lieber eine Herrin ist, die authentisch und echt ist und dafür weniger macht, als eine die alles anbietet und sich für ein paar Euro in jede Ecke reckt.

Und klar gebe ich McLaine dahin gehend recht, dass sich der Trend (gerade durch die ganzen Puffs, die SM für sich entdecken) sich in eine gewisse Richtung entwickelt.
Darum geht es mir auch gar nicht - es ging mir um die beleidigende Aussage - ALLEN gegenüber und damit kann ich nicht.

Und wenn in den vergangenen Jahren immer mehr Muschi-leckende, Seidenpeitschen-liebend Kunden auftauchen, in deren Kopf aber 24/7 rumschwirrt, kann es sich keine der Profis langfristig leisten, auf die Hardcorenummer zu setzen.

Ich kann nicht beurteilen, "welche" Kunden immer öfter auftauchen. Bei mir melden sich Menschen, die Vorlieben haben - wir sehen dann ob sie sich denken und wenn sie das tun, vereinbaren wir ein Kennenlerngespräch!


Und ich verstehe auch nicht, warum man nicht auch erotische Komponente in eine Session (ob nun mit ein und dem selben Gast oder mit andren) einbauen kann und trotzdem bei seinen konsequenten Stil (wie immer der aussieht - hängt ja auch vom Gegenüber ab) durchziehen kann. Außerdem ist doch nicht jeder Mensch gleich und eine gute Domina geht ohnehin auch auf den andren Menschen ein und fährt nicht ihr starres Programm - egal ob kuschelig oder konsequent.

Jede Dame ist anders - sofern sie auf ihre eigenen Neigungen und Vorlieben hört und nicht den Kaufmannsladen vor der Brust hält, wo alles drin ist, was SM hergibt, so hat auch jede Dame ihre eigenen Anhänger.

Und ein echter SMler wird lieber die Dame wählen, die ein paar Sachen anbietet und diese auch persönlich mag, als jene, die den ganzen buten Garten des BDSM/Fetisch beackern und nichts davon können!


In diesem Sinne lieben Gruß,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

Fr, 12.Jun 2009, 21:08
KendraBlack schrieb:

Es ist anscheinend heutzutage wichtig für viele junge Mädels, den schnellen Euro zu verdienen, möglichst viel anzubieten um möglichst jeden Interessierten "bedienen" zu können.


Sehe ich auch so!!!
Wenn ich mir in der SZ so einige "Bunny" Profile anschaue,kann ich dem nur beipflichten.18 Jahre und Moneydomme,kein Real zeichen und ein Profiltext als kämen sie gerade vom Brettergymi.Diesen schlichten Gemütern sollte man wirklich den gar ausmachen,andernfalls wird das der Szene auf dauer doch sehr schaden
Wir nehmen die Mark,
aber wir geben den Pfennig

Fr, 12.Jun 2009, 21:12
Grüß Dich Morten-V!

Um jetzt auf das "Problem" Moneydoms einzugehen.

Ich denke, das sind doch zwei Paar Schuhe. Einmal glaub ich, dass nicht mal immer Mädchen sind, die hinter diesen Seiten stehen. Aber das ist wieder ne andre Geschichte.

Hier geht es eindeutig darum, Menschen - in dem Fall Männer nach Strich und Faden zu verarschen und abzuzocken.
Wenn ein Mann so dumm ist, gehört es ihm irgendwo. Das hat aber nichts mit BDSM zu tun. Das hat nichts mit Dienstleistungen zu tun. Das hat auch nichts mit einem SM-Studio zu tun.

Hier ging es ja speziell um Studios bzw. Dominas, die ja auch etwas anbieten - klar, in etlichen Fällen halten sie es dann leider nicht - aber bei MoneyMiss(en) ist es ja offensichtlich, dass außer Schulden und ev. blöden Emails nicht viel zurückkommen wird.

Das sollte man nicht vermischen. Obwohl ja auch einige Dominas (aus Studios jetzt) sowas in der Art anbieten...

Lieben Gruß,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

Fr, 12.Jun 2009, 21:23
@ Lady Katarina

ich hatte einmal eine Real NS session mit einer jungen moneydomme,die mir bestätigte das die ganze Nummer auch nur bedingt funktioniert,es ist eben die Vorstufe zum Realen SM und in dem Fall kann ich mich nur dem Zitat von KendraBlack anschließen!

L.G
Wir nehmen die Mark,
aber wir geben den Pfennig

Fr, 12.Jun 2009, 21:39
Servus Morten,

also die "Vorstufe" zum SM wäre für mich, sich zaghaft an die Thematik heranzutasten, aber nicht von einer nichtveranlagten, jungen Göre die Euroscheine aus der Tasche ziehen zu lassen, noch dazu ohne Gegenleistung - auch wenn diese manchmal vielleicht in Form von einigen Treffen oder dem Versprechen auf mehr, den Dummen an sich zu binden.

Wer sich auf sowas einläßt, ist genauso dafür selber verantwortlich, wie die Herrschaften, die sich von Damen zu nächtlicher Stunde das Leben vorraus sagen lassen - natürlich gegen fette Euro.
Oder auch die ganzen Partnerbörsen im TV und Internet, die nur zum Löhnen aber nicht zum Fröhnen da sind.

All das hat nicht mal was mit Dienstleistung zu tun. Geschweige denn von BDSM, den man halt gegen Bezahlung erleben kann.

Lieben Gruß,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

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Fr, 12.Jun 2009, 21:57
Hallo Lady Katarina

machen wir uns nichts vor...die Psyche der Männer ist unergründlich;-)aber keine frage,wer sich damit einlässt hat es nicht anders verdient abgezockt zu werden.

Ich habe mich vor gut einem Jahr mit dem Thema gründlichst ausseinandergesetzt und mich mit einer Real zu einer Outdoor session getroffen nachdem ich Sie immer wieder auf das Thema NS angeschrieben habe und irgendwann fand das date halt statt.
Die session ansich war gar nicht so schlecht,allerdings würde mir niemals in den Sinn kommen irgendwo Kohle hinzuschicken
Wir nehmen die Mark,
aber wir geben den Pfennig
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