Vor einiger Zeit (16. Juli) hatte ich die Frage gestellt, wer Theorien zur Psychologie der Devotion kennt.
Zwar bekam ich da einige Anegungen (Danke!), aber konnte mich nur in Teilen in den Theorien wiedererkennen.
Heute möchte ich zur Diskussion stellen, was ich selber vermute, warum man als devoter Mann eine Domina besucht.
Ich weiß, dass die Wirklichkeit sehr komplex ist. Trotzdem werde ich hier alles sehr vereinfachen und vielleicht auch überspitzen, damit ich es überhaupt irgendwie darstellen kann. Ich sehe meine Deutung auch nicht im Widerspruch zu anderen Sichtweisen, aber als nötige Ergänzung.
Ein üblicher Erklärungsversuch lautet ja, dass sich Männer, die beruflich viele Entscheidungen in Führungspositionen fällen müssen, dass die sich also gerne mal fallen lassen und über sich bestimmen lassen möchten. Ein Rollentausch als Ausgleich. Und in überschaubarem Rahmen, weil einigermaßen ritualisiert und meistens ziemlich abgesichert. Es gibt eine Balance zwischen Ungewissheit für den Nervenkitzel und vereinbarten Maßnahmen bzw. Tabus.
Es mag sein, dass dieses Bedürfnis nach Ausgleich durch eine passive Rolle bei vielen Domina-Kunden wichtig ist, aber ich weiß, dass es auf viele andere nicht zutrifft, z. B. auch bei mir selber muss es andere Gründe geben.
Ich meine, oft ist ein moralisches Problem der Antrieb:
Laut Sigmund Freud ist das Ich ja oft im Konflikt zwischen dem Über-Ich (das unter anderem die erlernten Moralvorstellungen geltend macht) und dem Es (das das Triebhafte vertritt).
Ich fühle mich als Ehemann im Konflikt zwischen dem Anspruch meiner Frau treu zu sein und dem Wunsch erotische Abenteuer mit anderen Frauen zu haben.
Dieser Konflikt schwelt jahrelang und wird wohl bei den meisten Ehemännern (wie bei mir) unterdrückt bzw. nur teilweise oder indirekt ausgelebt: in der Phantasie (mit Unterstützung von Pornos usw.), in wenigen Seitensprüngen, heimlich bei Prostituierten usw.
Dazu kommt das Masturbieren. Die Selbstbefriedigung ist ein Ventil, aber moralisch gesehen schon ein Stückchen Untreue gegenüber der eigenen Partnerin.
Ich erlebe mich als schwacher und überforderter Versager gegenüber dem Sexualtrieb, der mich im Griff hat. Darunter leidet längerfristig meine Selbstachtung. Attraktive Frauen bleiben mindestens gedanklich eine ständige Versuchung, in der täglichen Umgebung und in den Medien.
Die Moralvorstellungen fordern für mein wiederholt untreues Verhalten Reue und Bestrafung. Ich habe oft genug erfahren, dass ich mich aus eigener "Kraft" nicht steuern kann, nicht beherrschen. Nur innere und äußere Hemmungen verhindern, dass die ganze bürgerliche Fassade zerbricht.
Da bietet sich eine Domina als Ausweg oder als Kompensation an: Sie verspricht mich zu beherrschen (weil ich es selber nicht schaffe), außerdem mich für falsche Handlungen zu bestrafen und zum Gehorsam ihr gegenüber zu erziehen.
Wenn ich ihr einigermaßen vertraue, finde ich es sogar noch besonders anziehend, wenn sie von mir entschieden fordert, ich dürfe ausschließlich sie als Herrin haben. Das ist sozusagen dann ein stellvertretender Ersatz für die mangelnde Treue gegenüber der Partnerin. Das, was ich im gewohnten Leben nicht bekomme, suche ich hier.
Ich erlebe die Domina oder Herrin als erotisch attraktive Frau, bei der ich endlich mal schwach sein darf und die mich gleichzeitig so streng führt und fesselt, wie es meine Partnerin tun müsste, wenn sie meine Untreue verhindern sollte (wenn sie davon wüsste).
Und die Qual des "verdienten" Leidens ist für manche noch ein zusätzlicher indirekter Lustgewinn, denn die Erotik wird für Masos an den Schmerz gekoppelt.
Die Domina gibt dem außerdem der Tatsache einen Ausdruck, dass ich mich selber moralisch verachte (manchmal nur halb bewusst): Sie erniedrigt mich verbal und demütigt mich durch entsprechende Befehle und Handlungen.
Alle konventionellen Maßnahmen einer Domina dienen diesen widersprüchlichen Bedürfnissen. Der Kuss auf die Stiefel drückt die (freiwillige) Unterwerfung aus und die Anerkennung der eigenen Unwürdigkeit gegenüber einer bewunderten und eigentlich heiß begehrten Frau; die Fesselung lässt nacherleben, wie ausgeliefert man sich der weiblichen Macht fühlt usw.
Der psychische Konflikt wird im Rollenspiel anschaulich. Das scheint wiederum eine gewisse Befriedigung zu verursachen, so wie manchmal der künstlerische Ausdruck einer schwer begreifbaren Sache gleichsam psychologisch befreiend wirkt (auch wenn es nicht immer bis zu einer eigentlichen Erkenntnis der Problematik kommt.)
Eine geschickte Domina hält mich in diesem kaum auflösbaren Spiel gefangen, indem sie von mir etwas fordert, was ich teilweise nicht erfüllen, geben oder leisten kann; und dieses Versagen ist dann Grund genug, dass meine Erziehung fortgesetzt werden muss...
Das alles bestelle ich mir als Domina-Kunde gegen Bezahlung, denn ich möchte zu dem gezwungen werden, was ich mir insgeheim wünsche, aber was ich sonst nicht mich offen auszuleben traue, weil die Konsequenzen sich nicht mit meiner bürgerlichen Existenz vertragen würden. Der Zwang erleichtert übrigens mein schlechtes Gewissen, denn ich kann mir dann zeitweise vormachen, ich hätte je keine freie Wahl mehr, ich sei ja sogar objektiv wehrlos und überwältigt - was ich ja innerlich oft tatsächlich bin.
(In einer besonderen Ausprägung kann die relativ teure Bezahlung einer professionellen Domina dazu führen, dass ich als Kunde auch das als eine gewisse Strafe werte. In extremer Form wird das Bezahlen zur Ersatzhandlung: Ich fühle mich so minderwertig, dass ich einer schönen und sich dominant gebenden Geldherrin "Tribut" zolle, da ich mir moralisch einrede oder einreden lasse, ich müsste ihren Geldforderungen nachgeben, weil ich ja schließlich die für mich unrerreichbare Geldherrin als Wxxx benutze. Hier wird die sexuelle Befriedigung eng und symbolkräftig mit dem Geldabdrücken verknüpft.)
Das ist meine Interpretation dieser Vorgänge.
Auch wenn diese Analyse jetzt sehr nüchtern klingt, verderben solche (vermeintlichen?) Erkenntnisse nicht die Lust und Sucht.
Oder geht es dir anders?
Und wie vestehst du dieses merkwürdige Verhalten, sich einer Domina zu unterwerfen oder von ihr unterworfen werden zu wollen?
Vielleicht schreibst du hier dazu, ob du dich in meiner Darstellung wiedererkennen kannst oder ob du die Sache anders siehst.
Re: WARUM UNTERWIRFT MAN SICH EINER DOMINA ?
Mi, 12.Okt 2022, 20:11Suchtsau hat geschrieben: ↑Mi, 12.Okt 2022, 07:41Vor einiger Zeit (16. Juli) hatte ich die Frage gestellt, wer Theorien zur Psychologie der Devotion kennt.
Zwar bekam ich da einige Anegungen (Danke!), aber konnte mich nur in Teilen in den Theorien wiedererkennen.
Heute möchte ich zur Diskussion stellen, was ich selber vermute, warum man als devoter Mann eine Domina besucht.
Ich weiß, dass die Wirklichkeit sehr komplex ist. Trotzdem werde ich hier alles sehr vereinfachen und vielleicht auch überspitzen, damit ich es überhaupt irgendwie darstellen kann. Ich sehe meine Deutung auch nicht im Widerspruch zu anderen Sichtweisen, aber als nötige Ergänzung.
Ein üblicher Erklärungsversuch lautet ja, dass sich Männer, die beruflich viele Entscheidungen in Führungspositionen fällen müssen, dass die sich also gerne mal fallen lassen und über sich bestimmen lassen möchten. Ein Rollentausch als Ausgleich. Und in überschaubarem Rahmen, weil einigermaßen ritualisiert und meistens ziemlich abgesichert. Es gibt eine Balance zwischen Ungewissheit für den Nervenkitzel und vereinbarten Maßnahmen bzw. Tabus.
Es mag sein, dass dieses Bedürfnis nach Ausgleich durch eine passive Rolle bei vielen Domina-Kunden wichtig ist, aber ich weiß, dass es auf viele andere nicht zutrifft, z. B. auch bei mir selber muss es andere Gründe geben.
Ich meine, oft ist ein moralisches Problem der Antrieb:
Laut Sigmund Freud ist das Ich ja oft im Konflikt zwischen dem Über-Ich (das unter anderem die erlernten Moralvorstellungen geltend macht) und dem Es (das das Triebhafte vertritt).
Ich fühle mich als Ehemann im Konflikt zwischen dem Anspruch meiner Frau treu zu sein und dem Wunsch erotische Abenteuer mit anderen Frauen zu haben.
Dieser Konflikt schwelt jahrelang und wird wohl bei den meisten Ehemännern (wie bei mir) unterdrückt bzw. nur teilweise oder indirekt ausgelebt: in der Phantasie (mit Unterstützung von Pornos usw.), in wenigen Seitensprüngen, heimlich bei Prostituierten usw.
Dazu kommt das Masturbieren. Die Selbstbefriedigung ist ein Ventil, aber moralisch gesehen schon ein Stückchen Untreue gegenüber der eigenen Partnerin.
Ich erlebe mich als schwacher und überforderter Versager gegenüber dem Sexualtrieb, der mich im Griff hat. Darunter leidet längerfristig meine Selbstachtung. Attraktive Frauen bleiben mindestens gedanklich eine ständige Versuchung, in der täglichen Umgebung und in den Medien.
Die Moralvorstellungen fordern für mein wiederholt untreues Verhalten Reue und Bestrafung. Ich habe oft genug erfahren, dass ich mich aus eigener "Kraft" nicht steuern kann, nicht beherrschen. Nur innere und äußere Hemmungen verhindern, dass die ganze bürgerliche Fassade zerbricht.
Da bietet sich eine Domina als Ausweg oder als Kompensation an: Sie verspricht mich zu beherrschen (weil ich es selber nicht schaffe), außerdem mich für falsche Handlungen zu bestrafen und zum Gehorsam ihr gegenüber zu erziehen.
Wenn ich ihr einigermaßen vertraue, finde ich es sogar noch besonders anziehend, wenn sie von mir entschieden fordert, ich dürfe ausschließlich sie als Herrin haben. Das ist sozusagen dann ein stellvertretender Ersatz für die mangelnde Treue gegenüber der Partnerin. Das, was ich im gewohnten Leben nicht bekomme, suche ich hier.
Ich erlebe die Domina oder Herrin als erotisch attraktive Frau, bei der ich endlich mal schwach sein darf und die mich gleichzeitig so streng führt und fesselt, wie es meine Partnerin tun müsste, wenn sie meine Untreue verhindern sollte (wenn sie davon wüsste).
Und die Qual des "verdienten" Leidens ist für manche noch ein zusätzlicher indirekter Lustgewinn, denn die Erotik wird für Masos an den Schmerz gekoppelt.
Die Domina gibt dem außerdem der Tatsache einen Ausdruck, dass ich mich selber moralisch verachte (manchmal nur halb bewusst): Sie erniedrigt mich verbal und demütigt mich durch entsprechende Befehle und Handlungen.
Alle konventionellen Maßnahmen einer Domina dienen diesen widersprüchlichen Bedürfnissen. Der Kuss auf die Stiefel drückt die (freiwillige) Unterwerfung aus und die Anerkennung der eigenen Unwürdigkeit gegenüber einer bewunderten und eigentlich heiß begehrten Frau; die Fesselung lässt nacherleben, wie ausgeliefert man sich der weiblichen Macht fühlt usw.
Der psychische Konflikt wird im Rollenspiel anschaulich. Das scheint wiederum eine gewisse Befriedigung zu verursachen, so wie manchmal der künstlerische Ausdruck einer schwer begreifbaren Sache gleichsam psychologisch befreiend wirkt (auch wenn es nicht immer bis zu einer eigentlichen Erkenntnis der Problematik kommt.)
Eine geschickte Domina hält mich in diesem kaum auflösbaren Spiel gefangen, indem sie von mir etwas fordert, was ich teilweise nicht erfüllen, geben oder leisten kann; und dieses Versagen ist dann Grund genug, dass meine Erziehung fortgesetzt werden muss...
Das alles bestelle ich mir als Domina-Kunde gegen Bezahlung, denn ich möchte zu dem gezwungen werden, was ich mir insgeheim wünsche, aber was ich sonst nicht mich offen auszuleben traue, weil die Konsequenzen sich nicht mit meiner bürgerlichen Existenz vertragen würden. Der Zwang erleichtert übrigens mein schlechtes Gewissen, denn ich kann mir dann zeitweise vormachen, ich hätte je keine freie Wahl mehr, ich sei ja sogar objektiv wehrlos und überwältigt - was ich ja innerlich oft tatsächlich bin.
(In einer besonderen Ausprägung kann die relativ teure Bezahlung einer professionellen Domina dazu führen, dass ich als Kunde auch das als eine gewisse Strafe werte. In extremer Form wird das Bezahlen zur Ersatzhandlung: Ich fühle mich so minderwertig, dass ich einer schönen und sich dominant gebenden Geldherrin "Tribut" zolle, da ich mir moralisch einrede oder einreden lasse, ich müsste ihren Geldforderungen nachgeben, weil ich ja schließlich die für mich unrerreichbare Geldherrin als Wxxx benutze. Hier wird die sexuelle Befriedigung eng und symbolkräftig mit dem Geldabdrücken verknüpft.)
Das ist meine Interpretation dieser Vorgänge.
Auch wenn diese Analyse jetzt sehr nüchtern klingt, verderben solche (vermeintlichen?) Erkenntnisse nicht die Lust und Sucht.
Oder geht es dir anders?
Und wie vestehst du dieses merkwürdige Verhalten, sich einer Domina zu unterwerfen oder von ihr unterworfen werden zu wollen?
Vielleicht schreibst du hier dazu, ob du dich in meiner Darstellung wiedererkennen kannst oder ob du die Sache anders siehst.
Deine Gedanken und Rückschlüsse sind m.E. durchaus richtig, was aber jeder wieder etwas anders für mich interpretiert. Viele männliche Personen wünschen sich eigentlich die Unterwerfung bei einer Frau; die Führung, die konsequente Erziehung u.v.m. !!! Ich glaube nicht, dass es nur immer sexuelle Aspekte sind.
Aber die meisten trauen sich nicht damit ehrlich und offen umzugehen. Was auch verständlich ist.
Trotzdem bin ich froh, dass es die Damen gibt.
pruegelboy
Re: WARUM UNTERWIRFT MAN SICH EINER DOMINA ?
Mi, 12.Okt 2022, 22:04Gute Frage. Bei mir ist es so, dass ich im normalen Miteinander und hier meine ich nicht das Sexuelle, mich eher unwohl fühle von eine Frau geführt zu werden. Und sich ihr zu unterwerfen, geht erst recht nicht. Ich denke, dass das gesellschaftliche Schranken sind und die immer noch typisch männliche Sozialisation , welche hier eine Rolle spielt. Und die Sehnsucht nach der gegensätzlichen Seite und das Ausleben dieser, weil der Mann eben auch beide Seiten hat, das dürfte die Motivation sein. Und im BDSM-Spiel ist das zeitweilige Ausleben eben leicht möglich.
Was der Vortrag von @Suchtsau angeht, ist es bei mir anders. Ich mag auch das Spiel des untreuen Mannes der von der Domina beherrscht und bestraft wird. Aber diese Phantasie hat nichts mit meinen realen Ansichten und Gefühlen zu tun. Treue ist mir privat nämlich schon sehr wichtig. Nur eben nicht bei Dominas.
Was der Vortrag von @Suchtsau angeht, ist es bei mir anders. Ich mag auch das Spiel des untreuen Mannes der von der Domina beherrscht und bestraft wird. Aber diese Phantasie hat nichts mit meinen realen Ansichten und Gefühlen zu tun. Treue ist mir privat nämlich schon sehr wichtig. Nur eben nicht bei Dominas.
Re: WARUM UNTERWIRFT MAN SICH EINER DOMINA ?
Do, 13.Okt 2022, 15:53Da hat sich die Zuchtsau richtig Mühe gegeben. Bei mir ist es auch so dass wenn ich in einer Beziehung war
meiner Partnerin immer treu war. Es war nicht einfach, aber es ging. Ich habe einen Fetisch der mit großer
Wahrscheinlichkeit aus meiner Kind und Jugendzeit kommt. Zu dieser Zeit sah ich und war ich ab und an bei
einer Frau die einen bestimmten Beruf ausübte ,sie sah so wundervoll aus und roch so gut ,mit langen roten Locken.
Ich sage nur Herrlich... darum zieht es mich heute zu einer Domina....
meiner Partnerin immer treu war. Es war nicht einfach, aber es ging. Ich habe einen Fetisch der mit großer
Wahrscheinlichkeit aus meiner Kind und Jugendzeit kommt. Zu dieser Zeit sah ich und war ich ab und an bei
einer Frau die einen bestimmten Beruf ausübte ,sie sah so wundervoll aus und roch so gut ,mit langen roten Locken.
Ich sage nur Herrlich... darum zieht es mich heute zu einer Domina....
Re: WARUM UNTERWIRFT MAN SICH EINER DOMINA ?
Sa, 15.Okt 2022, 21:55Interessantes Thema. Ich hatte bereits vor einigen Tagen einen längeren Text verfasst. Leider wurde ich ausgeloggt bevor ich ihn abschicken konnte. Somit war der Text weg und ich schreibe nochmal eine Kurzfassung.
Tatsächlich habe ich mir dazu auch bereits häufiger Gedanken gemacht. Der berufliche Aspekt, trifft bei mir zu. Ich trage im Beruf Verantwortung und genieße es diese abzugeben. Aber natürlich ist das nicht der alleinige Grund.
Vor kurzem hatte ich eine besondere Session. Es kam zur Situation, dass ich Schw*** eine anderen Sklaven lutschen sollte. Sowas hatte ich noch nie gemacht. Die Session war sehr geil und lange nachgewirkt. Natürlich habe ich mir die Frage danach gestellt, ob ich Vll eine Bi-Neigung habe. Damit habe ich mich intensiv beschäftigt und kann es absolut ausschließen. Es war einzig und allein die extreme Unterwerfung die mich so geil gemacht hat.
Ich schreibe über dieses Erlebnisses, weil du in deinem Post folgendes schreibst:
Das alles bestelle ich mir als Domina-Kunde gegen Bezahlung, denn ich möchte zu dem gezwungen werden, was ich mir insgeheim wünsche, aber was ich sonst nicht mich offen auszuleben traue, weil die Konsequenzen sich nicht mit meiner bürgerlichen Existenz vertragen würden
Diesen Punkt kann ich für mich für mich komplett ausschließen. Obwohl ich mir diese Frage bereits stellte. Ich glaube es sind einfach sehr sehr viele Puzzleteile die unsere Leidenschaft ausmachen. Bei jedem sehr individuell. Ich für mich bin jedenfalls noch nicht zur eigenen Erkenntnis gelangt.
Tatsächlich habe ich mir dazu auch bereits häufiger Gedanken gemacht. Der berufliche Aspekt, trifft bei mir zu. Ich trage im Beruf Verantwortung und genieße es diese abzugeben. Aber natürlich ist das nicht der alleinige Grund.
Vor kurzem hatte ich eine besondere Session. Es kam zur Situation, dass ich Schw*** eine anderen Sklaven lutschen sollte. Sowas hatte ich noch nie gemacht. Die Session war sehr geil und lange nachgewirkt. Natürlich habe ich mir die Frage danach gestellt, ob ich Vll eine Bi-Neigung habe. Damit habe ich mich intensiv beschäftigt und kann es absolut ausschließen. Es war einzig und allein die extreme Unterwerfung die mich so geil gemacht hat.
Ich schreibe über dieses Erlebnisses, weil du in deinem Post folgendes schreibst:
Das alles bestelle ich mir als Domina-Kunde gegen Bezahlung, denn ich möchte zu dem gezwungen werden, was ich mir insgeheim wünsche, aber was ich sonst nicht mich offen auszuleben traue, weil die Konsequenzen sich nicht mit meiner bürgerlichen Existenz vertragen würden
Diesen Punkt kann ich für mich für mich komplett ausschließen. Obwohl ich mir diese Frage bereits stellte. Ich glaube es sind einfach sehr sehr viele Puzzleteile die unsere Leidenschaft ausmachen. Bei jedem sehr individuell. Ich für mich bin jedenfalls noch nicht zur eigenen Erkenntnis gelangt.
Re: WARUM UNTERWIRFT MAN SICH EINER DOMINA ?
So, 16.Okt 2022, 22:52@waterlion - Nur kurz angemerkt, dieses Malheur passiert nicht nur Dir, also langen Beitrag verfasst, sich Gedanken gemacht, was Zeit braucht, und dann, wenn man absenden moechte, hat der Sever einen bereits verabschiedet etc... ärgerlich. Manchmal im Cache noch zu retten, aber empfehlenswert ist es jederzeit, entweder den Beitrag in einem Editor zu verfassen und später hier reinzukopieren, oder aber hier zwischendurch speichern ( Entwurf speichern ) bevor es zu lang wird.
@sucht - Finde ich gut, seine triebhaften Beweggruende derart zu reflektieren. Weil es uns im Grunde hilft auf unserer "Suche" nach Erfüllung. Nun ist das Thema natuerlich so alt und so vielfaeltig und facettenreich, dass all die Beitraege in diesem Forum nicht annaehernd in der Lage wären, es befriedigend ;- ) zu erörtern.
Muss ja auch nicht. Die Beweggruende sich jemandem zu unterwerfen sind so unterschiedlich, wie wir Subs/Bottoms individuell verschieden sind. Und mit ein wenig Geduld und Spucke wird man durch Nutzung der SuMa hier einiges zum Thema finden. Oder in einem der vielen anderen Foren zum Thema ( S Z ) . Ob man bei Freud beginnen moechte, bei Foucault, bei deSade oder Sacher-Masoch, Reich oder v.a.m. Am einfachsten beginnt man bei sich selbst. Weil, es muss ja einen Grund geben, warum man dergestalt Lustgewinn sucht.
Umsomehr, und das sollte man hier niemals nicht vergessen, da wir uns hier in einem Forum für professionnelle dominant-bizarre Dienstleistungen befinden.
Man wird finden, dass es natuerlich veranlagte Devotion gibt, so wie es naturveranlagten Masochismus gibt. Kontrollaufgabe ist nur einer der Aspekte. Anbetung, Verehrung, Bewunderung, Fetischbedienung, wie zB Leder oder Heels oder Korsagen oder oder oder. Selbstaufgabe im Vertrauen auf einen guten Top... es kann so viele Spielarten geben. Ob man dafuer nun unbedingt im anderen Leben eine Fuehrungsposition haben muss, lasse ich mal dahingestellt. Gibt es bestimmt. Muss aber auf gar keinen Fall...
Insofern... wenn der ein oder andere sich hier bemuessigt fuehlen wird, die individuellen Beweggruende zu teilen, dann haette der Fred seinen Zweck sicher erfuellt...
Und deshalb fange ich damit an, hier im offenen Bereich und natuerlich mich gerne wiederholend:
Mein Weg in die Unterwerfung war lang. Indirekt. Eine Entwicklung sozusagen. Hier im bezahlten Dienstleistungsbereich. Kann man sich durchaus aussuchen, welchen Kick man denn befriedigt haben moechte. Outfits. Rollenspiele und verbale Szenarien. Spezielle Praktiken. Tabuüberschreitungen. Ueberall wird man etwas von Submission finden und "bedient" werden koennen.
Warum ? Weil es, entsprechend geneigt, unendlich aufregend sein kann. Irgendwann vielleicht, bemerkt man, dass in der Unterwerfung viel mehr liegen kann, als nur eine "Triebbehandlung". Das in der Unterwerfung unter einen Top, der diese "absolute" Hingabe verdient, ein Zusammenspiel begruendet sein kann, basierend auf ggseitigem Respekt und Vertrauen, welches so erfuellend sich anfuehlen kann, das man Worte dafuer suchen muss...
Warum habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, mich dergestalt zu unterwerfen ? Letztendlich, weil ich irgendwann jemanden traf, der mich als devoten Sub und als Mensch vollstaendig akzeptiert und angenommen hat. So wie ich bin und sein wollte. Was ueber viele Jahre gewachsen ist.
LG Moro
@sucht - Finde ich gut, seine triebhaften Beweggruende derart zu reflektieren. Weil es uns im Grunde hilft auf unserer "Suche" nach Erfüllung. Nun ist das Thema natuerlich so alt und so vielfaeltig und facettenreich, dass all die Beitraege in diesem Forum nicht annaehernd in der Lage wären, es befriedigend ;- ) zu erörtern.
Muss ja auch nicht. Die Beweggruende sich jemandem zu unterwerfen sind so unterschiedlich, wie wir Subs/Bottoms individuell verschieden sind. Und mit ein wenig Geduld und Spucke wird man durch Nutzung der SuMa hier einiges zum Thema finden. Oder in einem der vielen anderen Foren zum Thema ( S Z ) . Ob man bei Freud beginnen moechte, bei Foucault, bei deSade oder Sacher-Masoch, Reich oder v.a.m. Am einfachsten beginnt man bei sich selbst. Weil, es muss ja einen Grund geben, warum man dergestalt Lustgewinn sucht.
Umsomehr, und das sollte man hier niemals nicht vergessen, da wir uns hier in einem Forum für professionnelle dominant-bizarre Dienstleistungen befinden.
Man wird finden, dass es natuerlich veranlagte Devotion gibt, so wie es naturveranlagten Masochismus gibt. Kontrollaufgabe ist nur einer der Aspekte. Anbetung, Verehrung, Bewunderung, Fetischbedienung, wie zB Leder oder Heels oder Korsagen oder oder oder. Selbstaufgabe im Vertrauen auf einen guten Top... es kann so viele Spielarten geben. Ob man dafuer nun unbedingt im anderen Leben eine Fuehrungsposition haben muss, lasse ich mal dahingestellt. Gibt es bestimmt. Muss aber auf gar keinen Fall...
Insofern... wenn der ein oder andere sich hier bemuessigt fuehlen wird, die individuellen Beweggruende zu teilen, dann haette der Fred seinen Zweck sicher erfuellt...
Und deshalb fange ich damit an, hier im offenen Bereich und natuerlich mich gerne wiederholend:
Mein Weg in die Unterwerfung war lang. Indirekt. Eine Entwicklung sozusagen. Hier im bezahlten Dienstleistungsbereich. Kann man sich durchaus aussuchen, welchen Kick man denn befriedigt haben moechte. Outfits. Rollenspiele und verbale Szenarien. Spezielle Praktiken. Tabuüberschreitungen. Ueberall wird man etwas von Submission finden und "bedient" werden koennen.
Warum ? Weil es, entsprechend geneigt, unendlich aufregend sein kann. Irgendwann vielleicht, bemerkt man, dass in der Unterwerfung viel mehr liegen kann, als nur eine "Triebbehandlung". Das in der Unterwerfung unter einen Top, der diese "absolute" Hingabe verdient, ein Zusammenspiel begruendet sein kann, basierend auf ggseitigem Respekt und Vertrauen, welches so erfuellend sich anfuehlen kann, das man Worte dafuer suchen muss...
Warum habe ich mich letztendlich dazu entschlossen, mich dergestalt zu unterwerfen ? Letztendlich, weil ich irgendwann jemanden traf, der mich als devoten Sub und als Mensch vollstaendig akzeptiert und angenommen hat. So wie ich bin und sein wollte. Was ueber viele Jahre gewachsen ist.
LG Moro
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )



