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Sa, 29.Sep 2007, 22:49
Hallo Lady-Tara,

vielen Dank, dass Du uns Deine Erfahrungen mitgeteilt hast. Ich finde sie sehr interessant.

Dass es sehr nervig ist, wenn ein unkompliziertes Kuscheln mit dem Partner nicht mehr geht und alles unter dem Blickwinkel SM gesehen wird, würde ich auch so empfinden. Ich denke, dass ich nicht so extrem bin. Oft wollte ich beim Vanilla-Sex vor dem Höhepunkt geschlagen, beschimpft oder zumindest gepackt werden. Hat meine Frau sicherlich auch genervt.

Dass Du als (dominante) Frau ganz angenommen werden möchtest, ist nur zu verständlich. Alles andere wäre langweilig und eine Reduktion auf ein bloßes Objekt. "Liebe" wird u.a. als "wechselseitige Komplettannahme im Modus der Höchstrelevanz" definiert. Klar, wir wünschen uns alle, so akzeptiert zu werden, wie wir sind.

Dass langdauernde Partnerschaften und Ehen selten geworden sind, finde ich traurig. Meine Eltern waren noch ein Leben lang ein Paar. Nüchtern betrachtet sind Ehen allerdings vor allem Wirtschaftsgemeinschaften. Die Vorstellung von der romantischen Liebe besteht erst seit etwa 200 Jahren. Sabine Kügler, die im Dschungel mit ihrer Familie unter Eingeborenen aufgewachsen ist, schreibt, dass sie nur in einem Fall zwischen Eingeborenen so etwas wie Liebe entdeckt zu haben glaubte. Üblicherweise wurde die Frau (auch mit Gewalt) entführt, nach 2 Wochen kam das frischgebackene Ehepaar wieder aus dem Dschungel bzw. "Flitterwochen" zurück und das wars dann.

Monogam lebende Völker waren in Europa vor einigen tausend Jahren wenig verbreitet. Möglicherweise kommt in unseren Zeiten wieder zum Vorschein, was im Menschen angelegt ist: Eine Gemeinschaft zum Kinderkriegen und -Erziehen, nicht mehr und nicht weniger. Wesentlich ist - biologisch gesehen - nur die Arterhaltung.

Andererseits ist unsere Gesellschaft auch sehr schnelllebig. Alles scheint erreichbar, schneller, höher, weiter. Wir Männer sehen Hochglanzbilder und Websites und erwarten auch in unserem Leben Traumfrauen. Wenn die Alte nicht mithalten kann, wird sie vielleicht nicht ausgetauscht, aber man ist unzufrieden und sucht sich vielleicht Abwechslung. Uns Männern geht es aber manchmal auch nicht viel besser, siehe nur "American Beauty". Kulturelle Werte als Bindemittel gehen verloren.

Dazu fällt mir ein, dass am Samstag, 6.10., um 20.15 Uhr im Fernsehen der Film "About Schmidt" (mit Jack Nicholson in Bestform) ausgestrahlt wird. Hat im weiteren Sinne auch etwas mit unserer Gesellschaft zu tun und ist einer der besten Filme, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Allerdings ein trauriger Film.

Ob die Dauer von SM-Beziehungen kürzer ist, kann ich nicht beurteilen, aber es würde zusammenpassen. Vielleicht ist nämlich in SM-Beziehungen der "Tanz der Geschlechter" schneller, die Flamme lodernder, so dass früher oder später einer rausfliegt.

Odysseus

Re: Der perfekte Partner?

So, 30.Sep 2007, 00:33
jeronimo hat geschrieben: Als dominante Frau zu sagen ich nehme mir was ich will ist sicherlich genauso falsch wie als Mann zu sagen mach mit mir was du willst, aber am liebsten das, das und das. Dann haben beide nicht miteinander geredet.
Ich nehme an du meinst hier die sexuelle Komponente. Dann hättest bei dem Satz das was ich rot markiert habe mit (dem "aber") weglassen sollen, dann wäre ich voll und ganz deiner Meinung.

Selbstverständlich nehme ich mir heute als private Domina von meinem Partner und Sklaven in sexueller und BDSM-Hinsicht das was ich will. Wer will mir das vorwerfen? Dafür bin ich doch doch die Domina in dieser Konstellation.

In welchem Rahmen das alles geschieht, haben wir davor schon längst geredet und beide wissen voneinander, was Sache ist.
jeronimo hat geschrieben: Lady Marfa hat Folgendes geschrieben:

„Erst Liebe, dann Vertrauen, gemeinsames Aufbauen einer Partnerschaft und dann SM.“

So viel Geduld bringt heute wer auf?


Stellt sich für mich die Frage, was ist, wenn es am Ende bei SM nicht passt?
Übrigens hat das Lady Tara geschrieben :-D

Ja genau. Als ich anfing mich zu meinen dominanten und sadistischen Phantasien zu bekennen ging es mir genau so. Irgenwann nach den ersten Paar Monaten kam der Tag an dem ich sagte: "Du jetzt kennen wir uns ne Weile und es ist an der Zeit dir was zu sagen ..."

Heute sind wir in einer guten Zeit, in der es eine Menge BDSM-Communitys gibt, in nahezu jeder grösseren Stadt gibt es Gruppen, Gemeinschaften, Partys, Stammtische, etc. Überall da kann man auf Gleichgesinnte treffen. Eine Garantie jemand passenden fürs Leben mit SM zu finden gibts natürlich auch da nicht.

Unterwerfer hat geschrieben:Ich hatte eine Beziehung zu einer Domina (privat, sie war aber auch professionell) und die ist dann nach einer Weile gescheitert.

[...]

Je mehr ihre Liebe zu mir wuchs, desto mehr wollte sie ausschließlich Kuschelsex, was mir zwar auch gut gefiel, und außerdem war sie die Herrin, und ich hatte mich darauf einzustellen, aber...!

Ihre Neigung zum SM hatte sie nicht verloren, und die spielte sie dann mit ihren professionellen Gästen. Damit bin ich als Sub nicht fertig geworden.
DIESEN Bericht finde ich sehr interessant! Neu ist mir das allerdings nicht, sowas habe ich von anderen Femdoms auch schon gehört.

Aber wenn ich meinen eigenen ganz persönlichen Maßstab von "echt veranlagt" anlege, dürfte das doch gar nicht möglich sein. Jedenfalls kenne ich bei mir keine derartigen Veränderungen meiner Lust an Sadismus/Dominanz durch aufkommende Liebe. Ganz im Gegenteil.

Irgenwo habe ich mal folgenden Satz gelesen: "D/s ist keine Lösung für Leute, die Schwierigkeiten mit dem Zusammenleben haben, sondern eine mögliche Herausforderung für solche, die darin besonders gut sind!"

So hatte ich auch mal eine Beziehung zu einem total beziehungsunerfahrenen Mann. Trotzdem liebte ich ihn und klar spielte BDSM bei uns eine Rolle. Nach einer Weile wurde ich in der Beziehung sehr unglücklich.

Er hatte kaum Einfühlungsvermögen, er ging in unseren vielen Gesprächen überhaupt nicht auf mich, meine Bedürfnisse und Gefühle ein. Das wirkte sich auf das Beziehungsleben genauso aus wie auf die Sexualität und BDSM. Reden nutze aber leider nichts.

Das erkannte er wohl selbst und irgendwann erwartete er von mir, daß ich ihm sein Unvermögen stattdessen als "Herrin" per BDSM in ihn hineinprügle. Da war der Anfang vom Ende meiner Gefühle für ihn und nach einer Weile trennten wir uns im Guten.

Mein Fazit daraus:
Eine Beziehung mit BDSM in der Sexualität, im Lifestyle, selbst bei 24/7, kann nur dann funktionieren, wenn beide Beteiligten wissen, wann BDSM und alles was dazugehört (Machtgefälle, Elemente wie Demütigung, Bestrafung, Erziehung etc.), aussen vor bleiben muss.

Gruss
Lady Lotus
Zuletzt geändert von LadyLotus am So, 30.Sep 2007, 01:56, insgesamt 1-mal geändert.
Am 1. Tag erschuf Gott den Hund.
Am 2. Tag erschuf Gott den Menschen, damit der sich um den Hund kümmert.
... Punkt 3 - 6 (Ihre Signatur ist zu lang.)
Am 7. Tag wollte Gott sich ausruhen, aber sie musste mit dem Hund "Gassi gehen".
©LadyLotus

So, 30.Sep 2007, 01:42
Odysseus hat geschrieben: Außerdem könnte der Sub, der sich völlig aufgibt, schnell für seine Partnerin uninteressant werden.

Stimmt! Das ist auch noch mal so ein kompliziertes Thema....herauszufinden, wieviel Nachgiebigkeit und Unterwerfung SIE wirklich will, und wieviel eigene Aktivität sie vom Sub trotzdem wünscht und braucht, damit das Ganze interessant bleibt.

@ The Ladies:

Ich finde die Offenheit und Ehrlichkeit in Ihren Antworten toll, und zumindest für einige von uns männlichen Subs bestimmt sehr interessant, für mich definitiv. Ihre Ehrlichkeit hier ist sicher alles andere als kundenwirksame Werbung, insofern wird auch etwas der manchmal geäußerte Verdacht widerlegt, dass die Damen hier vor allem Eigenwerbung betreiben. Ich poste hier erst seit kurzem, und ich finde es prima, dass diese Art von offenem Dialog möglich ist! respekt
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

So, 30.Sep 2007, 06:57
Und weil dieser Threat wirklich sehr schön ist und ausnahmsweise mal nicht zugemüllt wird, gebe ich auch noch eine kleine Episode dazu:
Vor längerer Zeit verlor ich eine große Liebe und war sehr traurig.
Im Studio begegnete ich dann zufälligerweise einem Mann, der mich in seiner hingebungsvollen, sehr leidenschaftlichen Art irgendwie berührte.
Beim Verlassen des Studios fragte ich ihn, ob er mich privat treffen wolle.
Der Arme bekam zwar fast einen Herzinfarkt, aber stimmte zu.
Eines war klar: Auf Grund des großen Altersunterschiedes und der Lebensumstände ging es zu keinem Zeitpunkt um eine eventuelle Partnerschaft. Das war total klar.
Und so spielten wir ein paar Wochen, kochten zusammen und hatten wirklich Spaß.
Bis der berühmte Moment kam (ich glaube Tara hat ihn weiter oben beschrieben) als sich mein Spielfreund gemütlich auf den Bauch legte und ohne auch nur einen Blick an mich zu verschwenden schon mal mit Seufzen anfing.
Und genau wie Tara hab ich mir den Tatbestand betrachtet, bin aus dem Bett gestiegen und habe zu Martin gesagt:
"So, das wars. Die Show ist vorbei."
Wir sind dann allerdings noch fast ein Jahr gute Freunde geblieben und als er sich wirklich verliebte, hab ich ihm in langen Gesprächen beigebracht, dass nur "Nehmen" auf Dauer jede Beziehung kaputt macht. Er hat meinen Rat annehmen können und ist (glaube ich) glücklich geworden.
Gruss von
Lady MacLaine

So, 30.Sep 2007, 11:21
Den geehrten Ladies möchte ich meinen respekt zollen - selten haben mich Zeilen so berührt!

Auch ich hatte vor sehr langer zeit eine Beziehung zu einer Domina, die aber aus anderen Gründen in die Brüche ging - es war aber eine Beziehung, ich betrachtete die Gute nicht als Dienstleisterin (nochmals Respekt an die Ladies, wie souverän (und letztendlich liebevoll!) sie auf das " auf den Bauch drehen" reagierten), sondern als Partnerin, deren Bedürfnisse für mich essentiell sind - mir geht es in einer Beziehung nur gut, wenn es auch der Partnerin gut geht!

Und eine Beziehung lebt nun einmal von Geben und Nehmen, ob da nun SM eine Rolle spielt, oder nicht! Persönlich kann ich es gar nicht verstehen, nur zu nehmen- mir geht es gar so, dass ich nach einer Phase des Nehmens noch stärker bemüht bin, zu geben. Das hätte ich bei den beschriebenen Subs noch viel mehr erwartet, denn eine Frau, die diesen Fetisch teilt, ist doch wesentlich schwerer zu finden, als auf dem "normalen" Markt. Hier merke ich auch, dass die professionellen Dominas auch nur Menschen sind, deren Gefühle mit ihnen durchgehen, obwohl sie eigentlich ihre Pappenheimer wesentlich besser können müssten. Und ich finde das sympathisch und ich zolle Euch, Lady MacLaine, Lady Tara und Lady Lotus nicht nur Respekt, sondern es berührt mich - danke für solche Bezeugungen!

Ich für meinen Teil lebe in einer gut funktionierenden Ehe (mit allem Drum und Dran (Kinder, Hund, Haus,...) ohne jeglichen SM und gerade weil ich meine Frau liebe, kommt eine Trennung nicht in Frage, weil sie eine sexuelle Praktik (wenngleich die für mich reizvollste) nicht teilt, sie geradezu verabscheut und mich in der Hinsicht als Kranken sieht. Sie weiss um die Neigung, doch ich schweige das Thema aus und lebe es im professionellen Bereich aus. Lange habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen gehabt, doch es tut auch meiner Beziehung gut, wenn diese "Spannungen" abgebaut werden - es ist halt ein körperliches Bedürfnis.

Finde diesen Thread sehr angenehm und freue mich auf die weiteren Kommentare!

Herzliche Grüße in den Sonntag,
Geniesser67 winke winke
Männer werden nicht erwachsen, ...
die Spielsachen werden nur teurer.

Subbi-bashing?

So, 30.Sep 2007, 22:21
Hallo Lady-Tara
Lady-Tara hat geschrieben: Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist wohl in jeder Partnerschaftsform gleich. Ich als dominante Frau möchte jedoch ganz angenommen werden. In all meinen Facetten. Im SM – egal ob privat oder professionell- wird „nur“ die Domina gesehen.
Das ist, was ich meinte:eine Trennung zwischen Tara als Person und Domina Tara.Das im SM von den Subs ,die Du in Chats,Stammtischen kennenlernst in erster die Domina gesehen wird,kannst Du ihnen doch nicht verübeln.
Im professionellen Bereich kommt seitens des Gastes die Unsicherheit dazu ,nicht zu sehr nach den Facetten zu forschen um nicht aufdringlich zu wirken...
Lady-Tara hat geschrieben:Die Wahrnehmung des passiven Part richtet sich viel mehr auf die Domina als auf die Person die diese auch ausmacht.
Im Privaten möchte ich auch kuscheln und mal verschlumpft rumlaufen, möchte nicht ständig auf meine Worte oder Gesten achten.
Also ich stelle mir eine Göttin im Jogginglumpen hochgradig sympathisch vor(ist ernst gemeint)
Lady-Tara hat geschrieben:Ich versuche durch erzählen einer Begebenheit das mal zu verdeutlichen.
Der Mann mit dem ich eine Partnerschaft lebte, brauchte nur ein paar Sätze um eine wunderschöne „Vanilla Sex Situation“ zum kippen zu bringen und mir meine Rolle in dieser Partnerschaft deutlich zu machen:
„Ach ich soll dich jetzt in den Arm nehmen? – Aber hättest du nicht vielleicht eher Lust mir noch mal ordentlich ein paar Schläge auf den Hintern zu geben? – Also ich würde die jetzt bevorzugen.“
Drehte sich im Bett auf den Bauch und schnurrte schon mal vorsorglich los, auf das was da nun auf ihn treffen würde.
Ich tat es nicht.
Ich stand auf und überdachte die Situation.
Die nachfolgenden Treffen lies ich ihn einfach ein wenig bestimmen um zu sehen wohin denn seine Reise mit mir gehen sollte.
Weniger Partnerschaft – mehr SM. Ich lernte er funktionierte als „Sub“ wunderbar- fing ich jedoch an, von Ihm „normales Partnerschaftliches Verhalten“ zu fordern, knickte er ein. Er war dem einfach nicht gewachsen.
Dies ist als Fazit nicht auf diese eine Begebenheit zurück geführt. Sondern eine Quintessenz dessen was ich mit submissiven Männern Privat erlebt habe
Kann es nicht auch sein,dass Du die Intensität der Neigung Deiner privaten Partner unterschätzt hast?
Lady-Tara hat geschrieben:Eine Partnerschaft ist alles.
Wenn dann SM dazu gehören würde, dann als gleichberechtigter Bestandteil wie auch Alltag und Vanilla Sex.
Hast Du Deinen privaten Partnern Deine Ansprüche von Beginn klar gesagt?

jeronimo hat geschrieben:Gibt es den perfekten Partner, den Traummann(frau) wo alles 100% passt? Oder besteht das Leben nicht aus Kompromissen? D
@jeronimo
Wie wahr.Ich persönlich bin kein kompromissbereiter Mensch,deswegen halte ich mich auch für beziehungsunfähig.
geniesser67 hat geschrieben: Ich für meinen Teil lebe in einer gut funktionierenden Ehe (mit allem Drum und Dran (Kinder, Hund, Haus,...) ohne jeglichen SM und gerade weil ich meine Frau liebe, kommt eine Trennung nicht in Frage, weil sie eine sexuelle Praktik (wenngleich die für mich reizvollste) nicht teilt, sie geradezu verabscheut und mich in der Hinsicht als Kranken sieht. Sie weiss um die Neigung, doch ich schweige das Thema aus und lebe es im professionellen Bereich aus. Lange habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen gehabt, doch es tut auch meiner Beziehung gut, wenn diese "Spannungen" abgebaut werden - es ist halt ein körperliches Bedürfnis.
@Geniesser67
Ahnt oder weiss Deine Frau,dass Du Deine Neigung auslebst?

Gruss Mechanik
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

So, 30.Sep 2007, 23:16
Lady MacLaine hat geschrieben: Im Studio begegnete ich dann zufälligerweise einem Mann, der mich in seiner hingebungsvollen, sehr leidenschaftlichen Art irgendwie berührte.
Beim Verlassen des Studios fragte ich ihn, ob er mich privat treffen wolle.
Der Arme bekam zwar fast einen Herzinfarkt, aber stimmte zu.

Jetzt haben Sie aber was angerichtet....nach diesem verifizierten Praezedenzfall könnte man(n) sich beim nächsten Besuch der Stammdomina Schwachheiten einbilden, a-la: "Hmmm....hingebungsvoll....leidenschaftlich...ich geb mein Bestes...man weiss ja nie...vielleicht:" %gern%

Just kidding: Der Bursche, von dem Sie erzählen, hat halt den Secher mit Zusatzzahl gezogen. Kommt vor, kann man aber nicht mit rechnen. %wink%
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Re: Subbi-bashing?

Mo, 01.Okt 2007, 02:11
mechanik hat geschrieben:Das ist, was ich meinte:eine Trennung zwischen Tara als Person und Domina Tara.
Wieso "Trennung", wenn es jetzt doch um privates BDSM geht - zufälligerweise gerade HIER besprochen mit Damen, die sich in beide Richtungen (privat und kommerziell) ausleben?

Meine Erlebnisse dazu:

Eine übliche paar Monate Bekanntschaft endete so:
"Mit Lady Lotus ist alles geil, super und toll, aber mit dem 'Blümchen' komme ich nicht klar.

Im Bereich BDSM-Erotik liebte er es, komplett in Gummi zu dienen. Dabei wusste er genau, daß "dienen" im BDSM Bereich keine passive Handlung sein muss, und auch daß die dominante Frau sich nimmt was sie will ...

Im Zwischenmenschlichen aber wurde es schwierig. Er hatte Probleme mit seinem Betrieb und erzählte mir ständig davon, zeigte mir seine Unterlagen und fragte, was ich davon halte, wollte mit mir besprechen, wie er das lösen kann ... Meine "Blümchenmeinung" dazu passte ihm aber nicht.

Eine weitere paar Monats-Bekanntschaft meinte:
"Das 'Blümchen' liebe ich, aber mit Lady Lotus komme ich nicht klar."

Er war ein super Kerl, zuverlässig, ehrlich, witzig, alles was eine Frau sich wünscht. Aber sein BDSM bestand zu 90% aus Fesselung und Analspielen. Alles was darüber hinaus passierte, war spürbar nur mir zuliebe.

Gruss
Lady Lotus
Am 1. Tag erschuf Gott den Hund.
Am 2. Tag erschuf Gott den Menschen, damit der sich um den Hund kümmert.
... Punkt 3 - 6 (Ihre Signatur ist zu lang.)
Am 7. Tag wollte Gott sich ausruhen, aber sie musste mit dem Hund "Gassi gehen".
©LadyLotus

Mo, 01.Okt 2007, 05:46
Guten Morgen mechanik,

wie Lady Lotus schon sagte, geht es um meine private Sicht im SM- nicht um die Profi Domina. (Danke Lady Lotus :-D )
Selbst wenn ich denjenigen über eine Kontaktanzeigen Seite kennenlernte, (Internet war noch ein Luxusgut!) war schon im Vorwege klar, dass wir beide SM Neigung hatten.
Nur weil dies klar war heißt es doch nicht, dass ich von einem möglichen Partner in erster Linie als Domina wahr genommen werden muss?

Wenn ich einen Mann auf privater Ebene begegne, dann sei sicher, dass ich sowohl seine als auch meine Erwartungshaltung um das Thema Partnerschaft und SM überprüfe ob da Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Das bezieht sich sicher auch auf meine Wünsche bzgl. Alltag und Vanilla Sex.
Wenn dem nicht so gewesen wäre, käme er als Partner nicht in Frage.
Ich schrieb aber auch, dass er sich als Sub perfekt für meine Bedürfnisse in dem Thema heraus stellte. Nur die menschliche Komponente...

Odysseus äußerte sich dazu recht treffend:
Odysseus hat geschrieben: Dass es sehr nervig ist, wenn ein unkompliziertes Kuscheln mit dem Partner nicht mehr geht und alles unter dem Blickwinkel SM gesehen wird, würde ich auch so empfinden.
Dass Du als (dominante) Frau ganz angenommen werden möchtest, ist nur zu verständlich. Alles andere wäre langweilig und eine Reduktion auf ein bloßes Objekt. "Liebe" wird u.a. als "wechselseitige Komplettannahme im Modus der Höchstrelevanz" definiert. Klar, wir wünschen uns alle, so akzeptiert zu werden, wie wir sind.
Odysseus
...ich glaube dem ist nichts hinzuzufügen.

Aber in sofern hast du natürlich Recht, ich unterschätzte das er ausschließlich eine Wunscherfüllerin für seine Neigung suchte. Lady Lotus und Lady MacLaine haben beide geschrieben, dass dies das Ende einer jeden möglichen Partnerschaft für Sie bedeutet. Ich weiche von dieser Regel nicht ab.
Der Satz dazu - den ich ebenfalls schon postete lautet:
"Begrenzt du mich auf deine Neigung, bist du bei mir verkehrt!!"
An dieser Aussage hat sich nach all den Jahren nichts geändert.
Das birgt automatisch in sich: "Stelle ich das dennoch fest- beende ich die Partnerschaft."

Schönen Tag
Lady Tara
Es ist viel wertvoller, stets den Respekt der Menschen
als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben.

http://www.galerie-de-sade.de/Hamburg/L ... a2438.html
http//www.sm-feeling.de

Mo, 01.Okt 2007, 19:04
Hallo Lady Lotus und Lady-Tara.
Mein Ausdruckweise in Diesem Thread ist missverständlich: hätte statt Domina Tara die dominante Frau Tara schreiben sollen.
Lady-Tara hat geschrieben: Selbst wenn ich denjenigen über eine Kontaktanzeigen Seite kennenlernte, (Internet war noch ein Luxusgut!) war schon im Vorwege klar, dass wir beide SM Neigung hatten.
Nur weil dies klar war heißt es doch nicht, dass ich von einem möglichen Partner in erster Linie als Domina wahr genommen werden muss?
Ich würde das wahrscheinlich tun..offen gesagt.Was nicht heissen muss,das ich jemanden ausschliesslich darauf reduziere.
Das vom Dir erwähnte Beisp. mit dem auf dem Bauch Kehrendem find ich schon auch heftig...
Lady-Tara hat geschrieben:Ich schrieb aber auch, dass er sich als Sub perfekt für meine Bedürfnisse in dem Thema heraus stellte. Nur die menschliche Komponente...
Das ist das,was ich wiederum als Trennung auffasse..

Frauen beschweren sich öfters,dass sie nicht geliebt werden.Meiner Erfahrung nach kann die Liebe nicht vorausgesehen,nicht geplant werden..sie kommt einfach..meist unerwartet.
Lady-Tara hat geschrieben:Schönen Tag
Lady Tara
dieser Wunsch hat sich vollumfänglich erfüllt. :-D

Gruss Mechanik

PS.Hoffe,Du nimmst mir meine Permanent-Polemik in diesem Threat nicht übel.
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

Mo, 01.Okt 2007, 19:49
mechanik hat geschrieben: PS.Hoffe,Du nimmst mir meine Permanent-Polemik in diesem Threat nicht übel.
...mmhh, ich frage mich nur was du davon hast? Ich sehe deine Fragen nicht als Angriff. Warum hast du denn den Wunsch mich und meine Ansichten anzugreifen?

- es freut mich, dass dein Tag schön war :-D

Lady Tara
Es ist viel wertvoller, stets den Respekt der Menschen
als gelegentlich ihre Bewunderung zu haben.

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Mo, 01.Okt 2007, 23:22
Lady-Tara hat geschrieben: Ich sehe deine Fragen nicht als Angriff. Warum hast du denn den Wunsch mich und meine Ansichten anzugreifen?
Bin ich beruhigt. %gern% Dachte lediglich dass dieser Eindruck entstehen könnte.

@Ladys
Mir fällt es schwer manche Handlungsweise nachzuvollziehen,wie die manch Eurer Partner welche bei Euch dann in Ungnade gefallen sind.
Allerdings vermute ich hat das vielleicht auch mit eurer Selbstwahrnehmung,eurer Diversifizierung der eigenen Person zu tun.Die Frau,das Blümchen,die Domina ,die Geliebte.Euer gegenüber nimmt diese Kategorisierung ebenfalls wahr...und sucht sich die heraus,die ihm am besten gefällt:Die Domina

Nur so eine Theorie

Gruss Mechanik
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

Mal was Neues ...

Mo, 01.Okt 2007, 23:58
Hallo,
geniesser67 hat geschrieben:Ich für meinen Teil lebe in einer gut funktionierenden Ehe (mit allem Drum und Dran (Kinder, Hund, Haus,...) ohne jeglichen SM und gerade weil ich meine Frau liebe, kommt eine Trennung nicht in Frage, weil sie eine sexuelle Praktik (wenngleich die für mich reizvollste) nicht teilt,
Ja mein lieber Geniesser, so weit war ich auch schon einmal...
Meinen Respekt an Deine Frau, die Deine Eskapaden dann letztendlich akzeptiert und (vielleicht ?) auch toleriert.
Meine Göttergattin war leider nicht ganz so leidensfähig, den von Dir beschriebenen Status (Mein Haus, mein Boot, mein Pferd etc..) konnte ich dann ablegen und mein Leben nach 20 Jahren noch einmal neu aufbauen ...
Aber ich kann nicht sagen, dass es mir jetzt schlecht geht, manchmal muss man etwas neues anfangen ..

Gruß von

NippleTorture

Venus kriegt den Pelz und heißt nicht mehr Venus

Di, 02.Okt 2007, 19:42
geniesser67 hat geschrieben:Den geehrten Ladies möchte ich meinen respekt zollen - selten haben mich Zeilen so berührt!

Und eine Beziehung lebt nun einmal von Geben und Nehmen, ob da nun SM eine Rolle spielt, oder nicht! Persönlich kann ich es gar nicht verstehen, nur zu nehmen- mir geht es gar so, dass ich nach einer Phase des Nehmens noch stärker bemüht bin, zu geben. Das hätte ich bei den beschriebenen Subs noch viel mehr erwartet, denn eine Frau, die diesen Fetisch teilt, ist doch wesentlich schwerer zu finden, als auf dem "normalen" Markt. Hier merke ich auch, dass die professionellen Dominas auch nur Menschen sind, deren Gefühle mit ihnen durchgehen, obwohl sie eigentlich ihre Pappenheimer wesentlich besser können müssten. Und ich finde das sympathisch und ich zolle Euch, Lady MacLaine, Lady Tara und Lady Lotus nicht nur Respekt, sondern es berührt mich - danke für solche Bezeugungen!

Ich für meinen Teil lebe in einer gut funktionierenden Ehe (mit allem Drum und Dran (Kinder, Hund, Haus,...) ohne jeglichen SM und gerade weil ich meine Frau liebe, kommt eine Trennung nicht in Frage, weil sie eine sexuelle Praktik (wenngleich die für mich reizvollste) nicht teilt, sie geradezu verabscheut und mich in der Hinsicht als Kranken sieht. Sie weiss um die Neigung, doch ich schweige das Thema aus und lebe es im professionellen Bereich aus. Lange habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen gehabt, doch es tut auch meiner Beziehung gut, wenn diese "Spannungen" abgebaut werden - es ist halt ein körperliches Bedürfnis.

Finde diesen Thread sehr angenehm und freue mich auf die weiteren Kommentare!

Herzliche Grüße in den Sonntag,
Geniesser67 winke winke
Offen und ehrlich? Ihr redet über Liebe wie Buchhalter. Zärtlich sein, lachen, zuhören, verstehen üben und den anderen ansehen. Im Rausch übereinander herfallen. Gedichte schreiben.
Nix BDSM, nix Kopfkino, er sollte, sie möchte, aber, wenn dies, dann kann ich das nicht mehr machen usw. usw.

Hat sowas je geholfen? Glaub ich nicht. Entschuldigung für mein respektloses Daherlatschen.

Gefühlssachen analysieren, wohlmöglich Handlungspläne schreiben, auswendig lernen, Familienaufstellung machen? Hin zum nächsten Ernstfall folgern? Der so ernst gewünscht ist? Ich versteh zu träumen.

Wenn ich für den Ernstfall aufrüste, taugt das allemal nicht. Dies hier habt ihr spätestens übermorgen vergessen. Wenn´s denn wenigsten eine anregende Unterhaltung war? Um die Zeit rumzukriegen? Eine Trennung zwischen Domina und Privatperson? Einen Menschen aufteilen? Gräulich.

Ein Mensch, eine Frau, schau sie an, lass das schwüle Vokabular , ich liebe meine Frau, muss alle 14 Tage zu einer Domina, du verstehst, ich versäume keinen Elternabend, ich habe Haus und Hof verdient, Baum gepflanzt , aber meine Neigungen, körperlichen Bedürfnisse. Was soll ich denn schöneres tun?

In Ordnung Chef, deine Frau, Belle de jour, sie nennt sich Severine. Letzten Donnerstag war ich bei ihr. "...und ich hatte gedacht, man müsse sterben, um in den Himmel zu kommen." Charles Bukowski war auch da. Sag´s nicht weiter. Vertrauen gegen Vertrauen. Großes Wort, nicht wahr? Nur ein bisschen verhunzt.
Leben ist jeden Tag neu.

erodom
Antworten

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