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von der Domina "gemocht" werden

Sa, 09.Apr 2011, 10:03
Ihr Lieben,

ich eröffne mal ein neues Thema, inspiriert von dem "Geschenke-für-die-Domina" Thread.

Dort wird die Frage, wann und ob eine Domina mit ihrem Gast unentgeltlich essen geht, ja sehr emotional diskutiert.

Warum ist das so?

Wird diese unentgeltliche Privatzeit als besondere Wertschätzung empfunden?

Ist diese Wertschätzung bei anderen Dienstleistern auch wichtig, sprich werden auch die Stamm-Friseurinnen, Stamm-Steuerberaterinnen, Stamm-Krankengymnastinnen oder Stamm-Therapeutinnen zum Essen eingeladen?

Oder ist diese Wertschätzung nur im Kontext einer sexuellen Dienstleistung zu sehen und damit irgendwie wichtig?

Liegt es daran, daß man sich als Gast sexuell und damit eventuell emotional entblößt, und ist es darum wichtig, von der Domina "gemocht" zu werden?


Auf anregende Diskussionen freut sich,

LadyTanja
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www.lady-tanja-hamburg.de
http://blog.lady-tanja-hamburg.de
www.galerie-de-sade.de/Hamburg/Lady-Tanja-a302.html

Sa, 09.Apr 2011, 10:37
Ich befürchte, dass auch dieser Pfad sich wieder entzünden wird, weil einfach die Einstellungen von Gästen dazu, ebenso wie die Einschätzungen von Profi-SM-erinnen, sehr auseinander gehen, und vielleicht auch hier wieder jedermann sich allein durch abweichende Meinungen anderer angegriffen fühlen wird.

Denn genau so, wie du fragst:
"Liegt es daran, daß man sich als Gast sexuell und damit eventuell emotional entblößt, und ist es darum wichtig, von der Domina "gemocht" zu werden?"
kenne ich persönlich meist Gäste, die sehr wohl differenzieren können, dass sie sich mir mit ihren Neigungen darstellen, und und dass ihre Neigungen lediglich in einem Teil ihres Mensch-Seins ausmachen, und die es schätzen, genau mit diesem Teil ihres Mensch-Seins von mir als Domina geschätzt und aufgenommen zu werden, was eben innerhalb der Session seinen Raum hat.

Lady Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

Sa, 09.Apr 2011, 11:11
Liebe Lady Tanja,

mit seiner Lady zum Essen gehen, hört sich sehr gut an, aber das muss wohl wachsen. Ich käme nie auf diese Idee, nach der zweiten oder dritten Session die Domina dazu einzuladen.

Wenn sich dann aber ein, ich sage mal, freundschaftliches Verhältnis entwickelt hat, so ist das etwas anderes und so etwas habe ich auch schon erlebt. Mit seiner Traumlady zum Essen gehen, so richtig plauschen, hat auch einen Vorteil, man lernt sich noch besser kennen. Aber wie vor schon angedeutet, das muss nach und nach wachsen!

Lieben Gruß
JumpyCat

Sa, 09.Apr 2011, 12:12
liebe lady tanja,

eine schöne thread-eröffnung. egal, wie der thread noch verlaufen wird.

eine antwort, die sicher nur für mich gilt. JA, es ist genau so, wie du sagst. ich möchte von der domina, die mich geschlagen, getreten, angespuckt, gefoltert und verhöhnt hat - ich möchte von ihr gemocht werden.
für mich ist es ein grauen, wenn die domina nach einer session nur kühl kalkulierte abschiedsfloskeln übrig hat, und ich dann draußen stehe wie eine offene wunde. zum glück erlebe ich das nicht so oft, weil ich meine besuche sorgfältig aussuche. aber ja, ich gebe es zu: im innersten will ich gemocht werden. denn im innersten ist diese art sexualität auch immer - ein liebesspiel.

jetzt höre ich schon höhnische kommentare: dit kannste vergessen mit dem mögen, is alles gespielt etc.

ich weiß das. ich weiß, dass es ein inszeniertes gekauftes liebesspiel ist. (deshalb würde ich auch kaum eine essenseinladung aussprechen, weil ich die domina damit in eine zwickmühle bringe.) dennoch ist es wertvoll, sich am ende wieder gemeinsam, wie soll ich es nennen, abzuschließen. es ist so wertvoll wie der höfliche und zu nichts verpflichtende blumenstrauß zu beginn einer session.

jedenfalls für mich.

amen.

gemocht werden

Sa, 09.Apr 2011, 13:51
@Magma

Danke für dieses offene, ehrliche Statement.

Und ja...es gibt viele Gäste, die ich wirklich mag und mit denen ich mich vor und nach der Session gerne unterhalte, ohne auf die Uhr zu schauen.

Ob ich meine Freizeit mit diesen Gästen verbringen möchte, steht auf einem anderen Blatt (das Wort Zwickmühle beschreibt es zutreffend).


Gruß,
LadyTanja
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@Lady Tanja

Sa, 09.Apr 2011, 19:33
"....... Warum ist das so? ..."

Für eine Domina ist das halt nur ein 0815 Geschäft. Männer kommen und gehen. Viele Männer denken oder hoffen, dass da mehr wäre. Sie hoffen, dass sie einzigartig sind und träumen vieleicht sogar von irgendeiner Art Beziehung. Eine erstklassige Domina kann möglicherweise die "Träume" der Männer zumindest für die Dauer einer Session wahr werden lassen.

Und wir Männer kapieren einfach meist nicht, dass wir bestenfalls nur bei einer Diensleisterin, ähnlich einer Friseuse, sind.

Gruß
Drifty

Sa, 09.Apr 2011, 19:39
Wie bereits erwähnt: Eine "Beziehung" kann wachsen, sie muss aber nicht. Dazu gehören immer zwei. Ob und was sich daraus entwickelt wird nur die Zeit zeigen. Und selbstverständlich gehört auch ein wenig Glück dazu.
Bello e impossibile

Sa, 09.Apr 2011, 19:43
Jeder GAst einer Domina sollte Realist bleiben.

Man stelle sich die Frage wie wahrscheinlich es ist, dass die Steuerberaterin eine Einladung zum Essen annimmt.
Dann stelle man sich die Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass die Frau, der man Geld gibt damit sie einen erniedrigt, schlägt und in den Mund pinkelt eine solche Einladung annimmt und sich darauf ehrlich freut, dass dieser Mann sie privat zu Essen ausführt.

Ausgeschlossen ist nichts. Aber die Wahrscheinlichkeit...?

So, 10.Apr 2011, 06:16
Hallo Tanja

Deine Frage lautet "unentgeldlich" Essen zu gehen. Hier ist die "Dienstleistung" der Dame die Vorraussetzung, wenn auch unentgeltlich. Ich könnte mir das von mir selbst und bei meiner Favoritin nicht vorstellen. Die Lust darauf fehlt komplett. Und hier liegt auch die Antwort. Die Lust!. Ich habe bei meiner Dame und mir die eine und andere Gemeinsamkeit entdeckt. Interessen und Empfindungen. Hier interessiert mich ausschließlich der Mensch. Und unter dieser Vorraussetzung kann ich mir ein Zusammentreffen zunächst einmal vorstellen. Meine "Lust" hat dabei nichts verloren. Ich reduziere die Dame nicht auf die Dienstleisterin, sondern betrachte sie als temporäre Begleiterin oder Gesellschafterin zum Interessenaustausch. Mir kommt dabei die Museumsaufseherin in den Sinn. Ohh Gott ohh Gott was für tolle Themen erwarten mich, wenn ich sie auf die Dienstleistung reduziere.

Habe ich dann die Tage einmal wieder "Lust" auf meine Sexworkerin, so kaufe ich mir ihre Aufmerksamkeit. Zwei vollkommen verschiedene Schuhe!

Liebe Grüße von
Jorgo, der sich sehr gerne an Deine Maklergeschichten erinnert :-D

So, 10.Apr 2011, 10:31
Wie so oft: es kommt drauf an.
Ist es eine Domina in einem prof. Studio, ist die Wahrscheinlichkeit dass man hinterher zusammen essen geht, eher gering. (Es sei denn man hat sich so oft getroffen, dass die Gespräche ins Private übergehen und wenn beide denken man hat sich noch mehr zu erzählen - warum nicht privat was unternehmen?)
Ist es eine eher "private" Lady die das nebenbei macht und kein Riesenstudio zu betreuen hat, ist die Wahrscheinlichkeit für private Unternehmungen höher (meiner Erfahrung nach). Wenn beide sich gegenseitig schätzen und verstehen - warum nicht? Es gibt kein Gesetz das sowas verbietet. :-D
Und ja, warum sollte man nicht von dieser Lady gemocht werden (wollen)? Es geht hier nicht um eine Steuerschätzung, es geht doch um recht intime "Dienstleistungen" - sonst weiss kaum jemand wie empfindlich meine Brustwarzen sind oder wie dehnfähig mein Po...
Wenn diese Lady mich und meine Neigungen mag, ist das Ganze einfach besser, intimer und realer. Wenn eine nur stur ihr Programm nach Liste durchzieht, das gefällt uns doch meistens auch nicht...

P.S.: Ach ja, mit meinem Steuerberater versteh ich mich auch privat gut. Wie gesagt, es kommt immer drauf an...

So, 10.Apr 2011, 10:57
@Helmut


" Was lange währt , wird endlich gut "


Es ist ein schönes Gefühl , Angekommen zu sein.


Zum Thema,

in meinem Fall stellt sich die Frage nicht , nach der Session mit der

Domina Essen zu gehen , eine Tasse Kaffee , ein Glas Wasser ,

eine nette und angeregte Unterhaltung und dann möchte ich nur

so schnell wie möglich nach Hause , an einen entspannten Aufenthalt

in einem Restaurant ist da in meiner Situation nicht zu denken.



Viele Grüsse


Gast-H :-D
Zuletzt geändert von Gast-H am So, 10.Apr 2011, 12:38, insgesamt 1-mal geändert.

So, 10.Apr 2011, 11:38
Liebe Lady Tanja,

das ist in der Tat ein sehr interessantes Thema, und mir ist - allerdings aus der Perspektive des Gastes - auch schon aufgefallen, dass es sehr emotional diskutiert wird.

Dabei habe ich den Eindruck, dass das, was in anderen Bereichen des Geschäftslebens als normal oder verhaltensüblich empfunden wird, im Verhältnis zwischen Domina und Gast eher als Zudringlichkeit empfunden wird, und manchmal wird in eine Einladung zum Essen auch mehr hereininterpretiert als eigentlich dahinter steht.

In meinem Beruf ist es zum Beispiel völlig normal, dass man mit einem Kunden, der von auswärts angereist ist, Essen geht - selbstverständlich ohne dass die Honoraruhr, die es auch in meinem Beruf gibt, tickt. Wenn der Kunden auf Geschäftsreise ist und über Nacht bleibt, kommt es durchaus auch vor, dass man mit ihm Abendessen geht oder ihm die Stadt zeigt - auch das alles natürlich selbstverständlich, ohne dass die Uhr tickt.

Wenn ich umgekehrt die Dienste z.B. eines Immobilienmaklers in Anspruch nehme, habe ich es auch häufig erlebt, dass ich zum Kaffee oder auch Mittagessen eingeladen werde, wobei ich zugeben muss, dass es auch schon Situationen gab, in denen mir das eher lästig war, allerdings weil ich als Kunden von meinem Dienstleister "beschwatzt" wurde und nicht umgekehrt.

Eine Einschränkung muss ich allerdings machen: Bei den meisten dieser Begegnungen sind Männer unter sich. Wenn z.B. aber ein Geschäftskunde weiblich ist, würde ich wahrscheinlich zum Abendessen mit anschließendem Barhopping noch Kollegen oder jedenfalls mindestens eine Kollegin mitnehmen, es sei denn ich kenne die Kundin gut. Bei einem Mittagessen oder Kaffeetrinken würde ich das allerdings nicht tun und würde mir zutrauen, das Essen so zu gestalten, dass es nicht zu unangenehmen Situationen kommt.

Und damit sind wir auch schon beim Thema: Vermutlich ist es einfach so, dass es - auch in ganz gewöhnlichen Situationen - in unserer Gesellschaft immer noch als etwas anderes empfunden wird, ob man als Mann mit einer Frau oder mit einem Mann essen geht. Wenn man als Mann eine Frau zum Essen einlädt, die man nicht näher kennt, spricht ein Anfangsverdacht dafür, dass man(n) weitergehende Absichten hat (auch wenn das wie jedenfalls bei mir in den weitaus meisten Fällen nicht so ist).

Bei der Domina kommt hinzu, dass einen während der Session eine besondere körperliche (und auch mentale) Nähe verbindet, die es schwierig erscheinen mag, einfach so zu einem unkomplizierten Abendessen überzugehen. Ich könnte mir vorstellen, dass das der Grund ist, weswegen auf beiden Seiten gegen "unentgeltliche" Abendessen Vorbehalte bestehen.

Meine Einstellung dazu: Es kommt immer auf die Situation an. In den weitaus meisten Fällen gehe ich nach der Session wieder, ohne einen gemeinsamen Kaffee oder ein gemeinsames Essen anzubieten, es wäre in der Tat in den konkreten Situation unpassend. Wenn es sich um eine Gastdomina handelt, die in meiner Stadt allein zu Besuch ist und dort längere Zeit verweilt, biete ich ihr ggf. an, sich bei mir zu melden, wenn ihr danach ist und überlasse es dann ihr, wie sie reagiert oder ob sie sich meldet oder nicht. Und wenn die Situation es geboten erscheinen lässt, erlaube ich mir schon einmal eine Essenseinladung. Ich erinnere mich, dass einmal mich einmal eine Sessionpartnerin nach der Session fragte, was ich heute nachmittag unternehme. Ich antwortete, dass ich jetzt erst einmal hungrig sei und etwas essen müsse. Nachdem sie antwortete, dass sie auch Hunger habe, sind wir zusammen etwas essen gegangen, und es war ganz nett und völlig unkompliziert. So etwas muss sich aber aus der Situation ergeben und kann nicht geplant werden, und es gehört immer auch ein wenig Fingerspitzengefühl dazu...Auch das gilt aber für beide Seiten.

Allerdings würde ich nie eine Dame, mit der ich Essen gehe, Geld für ihre Anwesenheit bezahlen. Dies allerdings nicht aus Geiz, sondern weil ich es als unnatürlich empfinden würde, mich in einer solchen Situation nicht wohl fühlen würde und auch überzeugt davon bin, dass ich ein interessanter und kultivierter Gesprächspartner bin und ein Essen mit mir keine Zumutung ist, die man sich bezahlen lassen muss. Es ist aber natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass ich eine Dame einlade und die Rechnung übernehmen - das tue ich aber bei jeder anderen Frau (ausgenommen beim Mittagessen mit Kolleginnen oder Geschäftsessen mit Kundinnen, bei denen dieses aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt ist) auch, das gehört sich einfach so, wenn man nicht gerade mittelloser Student ist und mit einer berufstätigen Frau essen geht.

Ich versuche immer, nach einem Grundsatz zu handeln: Man sollte das Leben nicht komplizierter machen als es ist. Allerdings sollte man auch vorausschaubar handeln und bewusst oder aus mangelndem Taktgefühl andere in Situationen bringen, die diese als kompliziert empfinden. Das alles gilt auch und insbesondere im Verhältnis zwischen Frau und Mann.

Übrigens habe ich auch schon einmal meine Friseurin zum Kaffee eingeladen...
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