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SM, eine Droge? Weg von der Normalität in eine Fantasiewelt?

Do, 07.Okt 2004, 22:11
Alle sind hier bestimmt weittestgehendst einer Meinung, dass die Ladys von uns Sklaven verehrt werden sollen und wir ein gehöriges Maß dazu beitragen, ihnen ein großzügigeres Leben zu ermöglichen als es den meisten von uns beschieden ist.
Dafür erhalten wir ja auch bei ihnen die Möglichkeit, real unsere Fantasien ausleben zu können. Das ist einerseits sehr gut und schön, andererseits birgt es aber auch die Gefahr in sich, dass wir diesen Ladys bzw. den ausgeübten Praktiken dann rettungslos verfallen können.
Doch, sind es wirklich immer unsere Fantasien, die wir da real ausleben oder sind es Fantasien, die uns suggeriert werden?
Fantasien, die uns verbal in unser Gehirn eingeimpft werden und dort wie eine Droge wirken. Und Fantasien, die wir, z. B. hier im Forum, durch das lesen der Beiträge in uns aufnehmen, die sich dann immer stärker entwickeln und auf ein Ausleben warten.

Auf so eine „Droge“ reagieren wir manchmal sofort, manchmal auch erst nach mehreren „Einimpfungen“ und deren ist Wirkung von ständiger Dauer, schlimmer noch als manche der Drogen die es sonst gibt.

Die Frauen, denen dass bewusst ist, haben eine gehörige Macht über uns, durch den Einsatz guter Verbalerotik, die sie mehr oder weniger dazu benutzen, um uns völlig abhängig von sich und/oder den ausgeübten sexuellen Praktiken zu machen.
Abhängigkeit bedeutet aber auch gleichsam eine Sucht und wie schon von Remington Steele an anderer Stelle hier geschrieben: Sucht kommt von Suche
Und wir sind Suchende, die sich dem Einfluss von Personen aussetzen, die naturgemäß schon mehr Kontrolle über ihre und unsere Sexualität haben als vielen von uns bewusst ist.
Der angeborene Trieb wird zwar teilweise durch unsere Gedanken beeinflusst und wir sind dadurch in der Lage ihn zu steuern. Doch, was passiert, wenn wir unter dem Einfluss einer guten Verbalerotik stehen, die in unserem Kopf auch die perversesten Ideen freisetzen kann?
Nach und nach werden wir diesen Ideen erliegen. Oft wollen wir sie doch zumindest einmal ausprobieren, um zu erleben, ob sie uns bei unserer Suche weiterbringen und wir dann das finden was wir suchen, den vielleicht absoluten Kick.
Manchmal ist dieser Kick ja auch besser, weil neu, doch wie lange dauert es dann, bis wir wieder eine neue Steigerung der Reizschwelle brauchen und wie weit geht eine Domina und wie weit gehen wir dabei?

Das die Verbalerotik die stärkste Waffe der Frau ist, wird wohl jedem klar sein, denn:
Beweis 1: Die Unzahl von Sexhotlines, die alle letztendlich auf diese Art funktionieren und das sehr gut.
Beweis 2: Verbalerotik in schriftlicher Form, siehe meine Forumsbeiträge über Chantal in Essen, die anscheinend für eine ganze Reihe Leser so von Interesse sind, dass es dort in nur knapp 8 Monaten über 7500 Hits gegeben hat und die dazu geführt haben, dass ein paar der Leser zu Chantal gegangen sind, weil die niedergeschriebenen Erlebnisse ihre Fantasie so stark anregten.
In unserem Fall kommt ja dann noch die uns verbal manipulierende Person körperlich hinzu, die durch ihre Präsenz und ihre Handlungen, die auf uns einwirkenden Reize in verstärktem Maße dazu benutzen kann, uns Dinge erleben lassen zu wollen, die wir vielleicht noch kurz vorher als pervers abgetan hätten.

Nur, es gibt so eine Vielzahl von Praktiken und in den verschiedensten Richtungen, die auch noch kombiniert werden können, dass es der Domina immer ein Leichtes sein wird neue Fantasien in uns zu wecken, neue Ziele zu suchen, einen noch tolleren Kick erleben zu wollen.
Hier stellt sich die Frage der Verantwortung. Einmal unserer Eigenen uns gegenüber und Die der Domina, die schließlich die Rolle der führenden Person innehat und somit meist auch bestimmt, was bei einer Session passiert. Dadurch haben wir uns quasi selbst ausgeliefert, was ja auch eigentlich normal ist in einer Beziehung DOM-Sub.

Doch wie weit können wir einer Domina trauen und wie sehr wird unser Urteilungsvermögen getrübt, wenn wir völlig unter dem Einfluss ihrer Macht stehen, die uns auch nach einer Session nicht mehr loslässt, weil unser Geist völlig durch das Verbale und die Erlebnisse durchdrungen ist.
Sieht unser Vertrauen nicht schon bald nur noch so aus, dass wir uns von der Domina nur eine Hilfe auf der Suche nach diesem Kick versprechen und dabei ganz vergessen, dass wir auch einen Weg zurück in die Normalität brauchen?
Und, hat die Domina wirklich ein Interesse daran, dass wir diesen Rückweg finden oder gehe ich Recht in der Vermutung, dass sie uns nur allzu gerne in dieser Gedankenwelt gefangen sieht und hält, weil er uns dann, wie eine Marionette, in seinem Sinne manipulieren kann?

Natürlich gibt es auch SM-ler, die eine Session immer genau nach einem Drehbuch abgespult haben wollen und so vielleicht einigermaßen geschützt sind, vor verbaler Manipulation und von diesen ist hier auch nicht unbedingt die Rede, denn sie sehen in einer Domina lediglich eine Dienstleistungsperson, die sie für die Befriedigung ihrer Lust auf Zeit rekrutieren, weil ihnen gerade danach ist einem Trieb nachzugeben, der nicht dem Normalen entspricht und der nicht mit dem evtl. vorhandenen Partner umzusetzen ist.
Ich meine hier vielmehr die unter uns, die wirklich auf der Suche sind, nach der Domina und nach den Praktiken, die uns den absoluten Kick verschaffen und von der wir uns insgeheim aber auch irgendwie noch mehr erhoffen, ohne dabei aber so richtig zu wissen was oder wer es ist, denn mit neuen Fantasien entstehen neue Ziele, die wir nicht klar erkennen können, weil sie sich bei jedem weiteren Schritt auch einen Schritt wegbewegen und immer in der Ferne sind.

Suchen wir da etwas, was es eigentlich nicht gibt oder zumindest nur sehr selten, weil kurz wir nach einer Session merken, dass etwas fehlt, sei es, dass wir wieder alleine sind oder unser evtl. vorhandener Lebenspartner nicht mehr das für uns ist was wir ja jetzt suchen?
Oder suchen wir eigentlich nur einen Partner, welcher uns die Führungsrolle abnimmt, weil wir einer normalen Beziehung Angst vor dem Versagen haben und deshalb das Gelingen eines sexuellen Aktes in die Verantwortung von diesem übertragen wollen?

Egal, was oder warum wir das machen, wir entfernen uns immer mehr zusehends von der Normalität, wenn auch anfangs ganz langsam und deswegen aber umso gefährlicher, denn, es ist ein schleichender Prozess und er führt uns immer tiefer in die Welt des SM.
Irgendwann merken wir zwar dann alle, dass wir ganz anders über die verschiedensten SM-Praktiken denken, als die meisten Personen in unserem normalen Umfeld, doch dann haben wir meist schon einen so großen Weg vieler kleiner Schritte gemacht, dass wir unseren Ausgangspunkt nicht mehr wahrnehmen können und bemerken unsere Orientierung verloren zu haben.

Ist man nun erschrocken und versucht umzukehren, so geht es einem meist so, wie einem Süchtigen, der ja nur dann ohne eine Droge auskommen kann, wenn er wirklich absolut keinen Kontakt mehr dazu hat, wenn sein Umfeld intakt ist und er auch aus diesem Hilfe bekommt.
In unserem Fall ist es aber oft schwerer mit seinem Umfeld über unser „Problem“ zu reden, denn es wird ja von den meisten Menschen nicht als Sucht erkannt, sondern fast immer nur als pervers usw. abgetan und die Meinung herrscht vor, dass man es ja einfach sein lassen kann.

Ein Normalsexler kann sich da nicht in uns hineinversetzen, das ist für ihn einfach nicht nachvollziehbar. Haben wir doch keine Droge im herkömmlichen Sinn genossen und was soll dann so schwer sein mit dem SM aufzuhören?
Doch, wenn wir hier kaum Hilfe erwarten können bzw. nicht bekommen, wer soll uns dann helfen, ein Psychoanalytiker?
Ist auch sehr schwer, so meine eigene Erfahrung, kam er doch zu dem Schluss, ich hätte ja keine Potenzprobleme und wenn mir das gefiele, so sei es allein meine Entscheidung dies zu tun oder zu lassen.
Die Krankenkasse sollte sich das Geld für die Sitzungen zurückzahlen lassen!!!

Häufig liest man auf den Homepages verschiedener Ladys, man solle sich fallen lassen und sie würden einen wieder auffangen. Bei mir hat das wohl schon am Anfang nicht funktioniert und ich scheine so richtig auf den Kopf gefallen zu sein, habe ich doch den Eindruck einen irreparablen Schaden erlitten zu haben und manch einer wird jetzt hier vielleicht schmunzeln und sich denken: „Ja, wenn ich das so lese, da hat er völlig Recht, unser sausauger,“ nur, bin ich da wirklich alleine mit solchen Gedanken?
Geht es euch nicht auch meistens so, dass ihr denkt: „Warum habe ich das heute wieder gemacht?“ Ganz besonders dann, wenn man wieder etwas Neues ausprobiert hat oder doch wieder etwas machte, was man im klarem Zustand eigentlich rundweg ablehnen würde, unter dem Einfluss seiner Domina dann aber doch gemacht hat.

Nur, wie will uns eine Domina denn auffangen?
Das Erlebte haben wir in unserem Gedächtnis gespeichert und es lässt sich nicht einfach wieder löschen. Im Gegenteil, es wird sich immer mehr dort festsetzen und zu unserer Normalität gehören. Denn, je öfter wir es praktizieren, desto stärker wird der bleibende Eindruck sein, ist es doch wie ein Lernprozess.
Ich habe aber bisher noch kein Nachgespräch geführt, bei dem es hieß ich solle das Erlebte jetzt vergessen und zur Tagesordnung übergehen, damit man beim nächsten Mal wieder bei Null anfangen könne und einen Reset-Schalter habe ich auch nicht.
Wie bitte schön, soll man da also aufgefangen werden bzw. was soll man darunter verstehen?
Und, ist es nicht so, dass eine Domina ihre Macht über uns genießt, sei es, weil sie sich finanziell bereichern kann und/oder weil es ihr Spaß macht, uns von sich abhängig zu machen, weil sie sich bestätigt fühlen möchte?
Warum sollte eine Domina also ein Interesse daran haben, dass wir in die Normalität zurückfinden?
Macht es doch für Sie keinen wirklichen Sinn, weil doch vielleicht ein zahlender Gast verloren ginge und sich das fortsetzen würde, bis sie keinen Sklaven mehr hat.
Oder gibt es da einen Mittelweg, den ich nicht erkannt habe und für mich auch schwer vorstellbar ist, weil ich eigentlich, in Bezug auf Suchten, der Meinung bin, es gibt nur ein „Ja“ oder „Nein“.
So, momentan reicht es euch bestimmt und falls ihr es überhaupt bis hierher gelesen haben solltet, so danke ich für das Interesse.
Wie ihr bestimmt gemerkt habt, bin ich von SM hin - und hergerissen, besonders wegen dem finanziellen Aspekt, der mich schlichtweg erdrückt, weil ich leider nicht in dem Maße über Geldmittel verfüge, wie ich sie haben müsste, um meinen Trieb ausleben zu können (würde mich dann bestimmt bei einer Herrin einmieten oder zumindest in der Nähe wohnen wollen).
Weil das aber leider nicht der Fall ist, schreibe ich halt mal so meine Gedanken nieder und bin gespannt, ob das Forum besser ist als der Psycho-Knilch.
Mit freundlichen Grüßen und ich hoffe sehr, dass die Ladys mir deswegen nicht böse sind.
Euer sausauger winke winke

SM eine Droge?

Fr, 08.Okt 2004, 23:02
Beeindruckende Gedankengänge !! Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt da ich in einer ähnlichen Situation bin, zumindest was das finanzielle und die damit verbundene Seltenheit meine Sucht nach Unterwerfung auszuleben,ângeht. Andererseit ist vielleicht das auch ganz gut so weil ich im Bezug auf meine Sucht immer wieder eine Steigerung suche.
Ob SM nun eine Droge ist oder angeborene Sucht nach Unterwerfung kann ich nicht so genau sagen.
Bei mir fing es es jedenfalls schon in frühester Kindheit an. Dazu haben sicherlich auch verschiedene Erlebnisse beigetragen, oder haben sie meine Bestimmung vielleicht nur ans Licht gebracht ? Auf jeden Fall kann ich im normalen Leben nicht unbedingt mit einer dominanten Partnerin auskommen.Doch wenn es um die Befriedigung meiner sexuellen Triebe geht kann sie gar nicht dominant genug sein. Ein ständiger Zwiespalt in meinem Leben. Und damit begründet sich natürlich auch der ständige Drang zu einer Herrin zu gehen und dafür zu bezahlen. Eine besondere Verehrung für die jeweilige Dame habe ich deshalb aber nicht.Wenn dann nur für sie als Menschen oder für ihre Arbeit. Für mich ist und bleibt es eine Dienstleistung wenn auch die schönste die es für mich gibt und deshalb bezahle ich auch gerne dafür. Das schlimmste was mir bisher bei einem Studiobesuch passiert ist, das ich mich in die Dame verliebt hatte. Aber wie gesagt erlaubte es meine finanzielle Lage nicht noch vollends meinen Kopf zu verlieren. Insofern kann ich nur sagen SM ist mehr als eine Droge und der Preis hält uns vom Drogenmissbrauch ab.


Dennoch wünsche auch ich mir mehr davon o\o

Grüsse von Madmax!! winke winke
Zuletzt geändert von Madmax am Mi, 13.Okt 2004, 00:13, insgesamt 1-mal geändert.

SM als Droge

Sa, 09.Okt 2004, 07:47
Hallo Sausauger,

Dein Beitrag hat mich sehr bewegt und es fällt mir schwer, darauf adäquat zu antworten.

Ich möchte (erstmal) nur einige wenige Punkte aufgreifen, denn sonst würde die Antwort Romanlänge erreichen.

Du schreibst, daß ein Vanilla/Blümchensexler sich nicht vorstellen kann, daß SM eine Droge sei.

Aber warum möchtest Du das mit einem "Normalo" diskutieren?

Es gibt doch mittlerweile so viele Möglichkeiten, sich mit SMern auszutauschen, (und das nicht nur im Internet).

Und dann würdest Du vielleicht auch feststellen, daß SM keine Droge ist (sein muß).

Droge hört sich so negativ an, genauso wie das "Wegtherapieren".

Warum willst Du das?

Ist SM nicht etwas wunderschönes? Ist es nicht toll, daß unsere Sexualität so aufregend ist?

Dein Beitrag erscheint mir, als wärest Du mit Dir und Deinem SM nicht im reinen, denn Du schreibst, daß Du auf der Suche bist.

Ich habe das große Glück, SM nicht nur beruflich, sondern auch privat ausleben zu dürfen, und ich kenne diese Zweifel nicht (mehr).

Mir scheint, Du suchst bei professionellen Damen etwas, was Du eigentlich lieber privat erleben möchtest.

Darum auch Dein Zweifel des "sich falllen lassens" bei einer Domina.

Natürlich kann Dich eine professionelle Domina nur in der Session auffangen, und innerhalb dieser Session ist es durchaus möglich, sich fallen zu lassen.

Aber Du hast Recht. Sie ist nicht da, wenn Du wieder zu Hause in Deinem Kämmerlein sitzt, und es in Dir nagt, und die Phantasien Purzelbäume schlagen.

Hast Du mal darüber nachgedacht, Dich mit anderen SMern auszutauschen? Hast Du die Möglichkeit, Dich aus der Anonymität zu befreien und reale SM Kontakte zu knüpfen?

Mir fallen noch so viele Dinge ein, aber diese würden den Rahmen dieses Forums sprengen, glaube ich.

Ich biete Dir gerne eine tiefergehende Diskussion per PM an, wenn Du darauf Lust hast.

Liebe nachdenkliche Grüsse erstmal bis dahin,

Tanja

Nicht Reset drücken!!!

Sa, 09.Okt 2004, 13:07
Hallo Sausauger,

beim Lesen deines Beitrags bekomme ich den Eindruck, dass das Problem bei dir sehr ausgeprägt ist, aber im Grunde auf ein sehr allgemeines Missverhältnis von Dominas und Sklaven hindeutet.
Wie du richtig schreibst, gibt es viele Ladies, die sehr gute Geschäftsfrauen sind. Und dies sind sie mit Priorität Nummer eins. Dieses Geschäftsinteresse bringt es mit sich, dass sie recht viele Sessions machen, also in jedem Falle mehr, als es im privaten Rahmen und bei einer privaten D/S-Beziehung üblich ist. Entsprechend viele Sklaven gehen monatlich durch ihre Hände. Es ist für diese Frauen absolut unmöglich, diesen Sklaven neben den eigentlichen Sessions Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dafür müsste der Tag mindestens 48 Stunden haben. Darüber hinaus ist das Gefühl der Verantwortung, wenn überhaupt, nur auf die Session bezogen. Alles andere wird aus gutem Grund weggeblendet. Eine Domina hat gelernt ihren Egoismus zu kultivieren. Leider vergessen viele, dass zu einer starken Persönlichkeit nicht nur Egozentrismus, sondern auch eine Form von Ethik dazu gehört. Anderenfalls reduziert man sich selbst auf einen sadistischen Roboter, unfähig das eigene Verhalten zu reflektieren.
Wenn du dich in solche Hände begibst aus Gründen der sexuellen Stimulation oder eines neuen Kicks wegen, dann sollte dir von Anfang an klar sein, dass du mit dem Folgen deiner Kicks alleine bleiben wirst. (von diesem rühmlichen Forum einmal abgesehen). Das ist ungefähr so, als würdest du zu einem Chirurgen gehen, dir den Bauch aufschneiden lassen und das alles in dem Bewusstsein, dass man dich nach der Operation auf der Straße aussetzt.
Denn – und das weißt du wohl sehr gut – eine Domina öffnet dich, sie geht unter die Haut, greift ganz tief in dich hinein. Alles andere wäre auch für dich langweilig und uninteressant. Mit deinen neuentdeckten Abgründen und entfesselten Begierden aber musst du auch im Alltag zurechtkommen. Dies ist ganz alleine sehr schwierig. Psychologen sind mit der Thematik überhaupt nicht ausreichend vertraut, deine Frau vermutlich schlichtweg überfordert.
Weil ich das weiß und es von vielen Sklaven kenne, dürfen sie sich jederzeit an mich wenden, ihre Gedanken äußern und auch Rat erwarten oder einfach ein Ohr, das zuhört. Geschäftlich ist das für mich nicht lohnenswert. Aber es gibt mir ein gutes Gefühl, den Sklaven nicht auf Bearbeitungsfläche und Geldbörse reduziert zu haben. Außerdem gewinnt man so interessante Einblicke in die Psyche devoter Menschen. Ich habe mich für diesen eher „ungeschäftlichen“ Weg entschieden und vergebe entsprechend wenige Audienzen. Vermutlich und hoffentlich bin ich nicht die einzige, die das so handhabt.
Wenn du eine Domina suchst, solltest du vielleicht auch Kriterien der Art berücksichtigen: Wie viele Sessions macht sie pro Tag? Ist sie möglicherweise bereit, einen monatlichen Pauschalbetrag zu verhandeln, den ich sicher erübrigen kann? Beantwortet sie Emails, die sich nicht unbedingt mit der nächsten Terminabsprache beschäftigen? Hat sie im Anschluss an die Session noch Zeit für ein Gespräch, das länger als zehn Minuten dauert? Interessiert sie sich überhaupt für Probleme oder geht es nur um Feedback zur Session?

Nun zu der angesprochenen Suchtproblematik: Es gibt auch Vanillas, die an nichts anderes denken können als an den nächsten zu vollziehenden Akt. Hier sehe ich zwischen SM und „normalem Sex“ keinen gravierenden Unterschied. Sucht ist immer eine Frage der Persönlichkeit. Wer zur Sucht neigt, hat ein Problem mit dem Maßhalten. Aus welchen Gründen auch immer.
SM-ler bewegen sich von Natur aus von der Normalität und von gesellschaftskonformen Mittelwegen und Durchschnittserlebnissen weg. Sie sollten dennoch versuchen, ein eigenes gesundes Gleichgewicht zu finden. Wer Extreme (er)leben möchte, der muss auch für die nötige Erdung sorgen, sonst driftet er völlig ab.
Dein Psychologe hat Recht und Unrecht zugleich. Sein Kommentar war sicherlich blödsinnig, aber im Grunde deutet er darauf hin, dass NUR DU die Möglichkeit hast, dein Verhalten zu ändern. Ich kenne dein Privatleben nicht, aber ich hoffe sehr, dass es Dinge außerhalb von SM gibt, die dir wichtig sind. Diese solltest du kultivieren und ausbauen.
Wenn du schreibst, dass die Damen Macht über dich gewinnen, so verliere nicht aus den Augen, dass du ihnen diese Macht übergibst. Es ist deine Aufgabe, diese Macht mit Bedacht zu vergeben. Es ist ihr Aufgabe, mit dieser Macht richtig umzugehen.
Die entfesselten Phantasien, von denen du sprichst, können nur wachsen, wenn sie auf fruchtbaren Boden fallen. Die Domina macht aus dir keinen neuen Menschen, sie öffnet nur bisher vielleicht verborgene Türen.
Du sprichst von dir als einem Suchenden: Du wirst immer suchen, immer von Sehnsucht getrieben sein. Das ist unabhängig von dem Rhythmus, mit dem du Dominas besuchst. Die Häufigkeit, die du deinem Geldbeutel auferlegst schmälert diese Tatsache in keiner Weise, sondern hat nur andere unangenehme Nebenwirkungen, die du vermeiden könntest. Den „absoluten Kick“, wie du schreibst, die absolute Befriedigung ist eine Illusion, die nur einen Zweck hat: Sie treibt dich weiter.
Aber wie bei jeder Sucht: Die Einsicht muss von innen kommen. Von DIR selbst. Das Heroin ist nicht Schuld daran, dass es konsumiert wird. Du kannst deine Domina nicht ändern, aber du kannst dich verändern. Klingt banal, ist aber wahr.
Nur, wie will uns eine Domina denn auffangen?
Das Erlebte haben wir in unserem Gedächtnis gespeichert und es lässt sich nicht einfach wieder löschen. Im Gegenteil, es wird sich immer mehr dort festsetzen und zu unserer Normalität gehören. Denn, je öfter wir es praktizieren, desto stärker wird der bleibende Eindruck sein, ist es doch wie ein Lernprozess.
Ich habe aber bisher noch kein Nachgespräch geführt, bei dem es hieß ich solle das Erlebte jetzt vergessen und zur Tagesordnung übergehen, damit man beim nächsten Mal wieder bei Null anfangen könne und einen Reset-Schalter habe ich auch nicht.
Du schreibst das so, als könntest du deine SM-Neigung unter keinen Umständen in dein Leben integrieren. Dies ist aber möglich, wenn du erkennst, dass diese Neigung zu deiner Persönlichkeit dazu gehört. Sie hindert dich nicht daran, danach in die Normalität zurückzukehren mit dem wohligen Gefühl, etwas Besonderes, einen gute Session genossen zu haben. Du sollst dies um Himmels Willen nicht aus deinem Gedächtnis löschen, das wäre doch schade. Warum willst du das? Warum hältst du Normalität und SM-Neigung für nicht kompatibel?
Gelebtes SM sollte dich stärker, zufriedener und gelassener in den Alltag entlassen.

Erkenne dich selbst!!!!

Ganz herzliche Grüße

Lady Wanda

Sa, 09.Okt 2004, 16:38
Sausauger, mir schien es, das Du sehr stark polarisierst.

Nemen wir uns Deine Betrachtung des Normalos. Wenn ich als Normalo jedem sexuellen Reiz nachgehen würde hätte ich einen Kalorienverbrauch vergelichbar mit dem eines Triathleten :-) Was will ich damit sagen: Nicht die Technik oder die Art Deiner sexuellen Aktivität ist das Problem. Es scheint nur so, weil unsere Gesellschaft hier eine Trennung definiert hat. Sexualität ist in erster Linie ein Thema zur Arterhaltung, das ist das einzige Standard Programm was uns Mutter Natur mitgegeben hat. Französich? iss nicht! Anal? iss nicht! ... SM? iss nicht?!

Ich möchte deshalb Deine Aufmerksamkeit auf die Häufigkeit und auf das Eindringen in die Phantasie lenken. Wenn Du Dich fragst welche Phantasie - ganz einfach SM!

Teil 1 die Häufigkeit:
Die Häufigkeit bekommst Du im ersten Schritt nur mit einer Planung in den Griff. Z.B. plane 200 Euro pro Monat (Budget Plan) oder plane eine Studiobesuch alle 6 Wochen (Mengen Plan und die Domina freut sich über eine verläßlichen Stammkunden)... Dazu mußt Du Dich zwingen, Du solltest Dich nicht treiben lassen. Des weiteren beschränke Deine "Suche" bzw. die Zeit die Du dafür benötigt. So sind max. 2 Tage pro Woche genug um im NET rumzusurfen! Dem ist so!!

Teil 2 die Phantasie:
SM ist gekennzeichnet von Phantasie. Dieses Land zu erforschen benötigt es eine Partnerschaft. Die Partnerschaft auf Zeit, bei einer Domina, in einem Studio, ist die wahrscheinlichste Realisierung. Eine private SM Beziehung halte ich für sehr problematisch, da eine Partnerschaft meist nicht diese intensive Reise verträgt. Sind doch die Alltagsprobleme in erster Lienie zu bewältigen. Für die, die in einer stabile SM Partnerschaft leben, Glückwunsch. Such Dir eine Domina (infos aus den Foren) in Deiner Nähe, die auf ihre Gäste eingehen kann. Das muß nicht die junge, hübsche Schnecke sein, mit der super tollen Homepage. Ich glaube Du benötigst im Moment etwas Stabilität. Da könnte ein häufiger Wechsel Dich eher belasten. Lass Deine Phantasie auf Reisen gehen und genieße SM. Die meisten gestehen sich nicht ein, diese Reise als relevant zu empfinden, geschweige den Weg zu gehen. Es ist mutig und stark sich seiner Interesssen zu stellen. Sag der neuen festen Domina, das Du wieder Stabilität benötigst oder noch besser gib ihr einen Ausdruck Deines Postes hier. Frag sie im Vorgespräch ob sie damit klar kommt, achte auf ihre Körpersprache, wenn Du Dir nicht sicher bist, was in ihr vorgeht, Finger weg.

noch ein paar Thesen
Selbstbewußtsein ist vielleicht auch ein Schlüssel, aber die Frage kann ich Dir nicht beantworten.

Ich liebe Ausdauersport, das schmerzt auch :-), kompensiert eine zu starke Fixierung auf was auch immer (SM, Arbeit, ...) und macht müde ...

SM ist mein Dessert aber nur Dessert macht krank.

... und vergiß die Psycho Fuzzies. Die Stärke zum Schwach sein kommt aus Dir heraus und nicht von Außen. Ich frage so einen Typen auch nicht, wenn ich 3 mal täglich Sex mit meiner Frau hätte, ob das normal ist (oder ich würde schon fragen um ihn neidisch zu machen :-)

So, 10.Okt 2004, 01:15
Ein freundliches Hallo an die Damen und die Herren,

ich bin angenehm überrascht, wie sehr sich hier Mühe gemacht wird sich auch mit Problemen auseinanderzusetzen und möchte mich erst einmal herzlich für die Tipps, Anregungen und Vorschläge bedanken.

Jetzt habe ich eine ganze Menge zu verarbeiten und dazu brauche ich ein wenig Zeit, um das zu schaffen, ehe ich ich zu dem einen oder anderen Punkt meine Meinug niederschreiben kann.

@kleintanja, danke für dein Angebot bzgl. Diskussion. Gerne nehme ich dein Angebot an, es muß aber nicht unbedingt per PM sein und ich habe jetzt meine EMail eingeblendet.
Weil da nicht so schnell der Posteingang überfüllt ist, bietet sich diese Alternative auch noch und ich überlasse der Dame die Wahl :)

Mit freundlichen Grüßen
sausauger :)

SM, eine Droge?

So, 10.Okt 2004, 21:03
Guten Abend "Leidensgenossen",
guten Abend Sausauger,
es war ruhiger geworden um dich, Sausauger, als hättest du Zeit gebraucht, die Gedanken zu ordnen. Ich hab`s gelesen, gedacht, hier funkt einer SOS. ??
Deine Einschätzungen teile ich zu einem kleinen Teil.
Mein Bekenntnis:
Ich gehe gern zu einer Dame, die dominant ist(?), sein kann, sich selbst nicht als Domina bezeichnet, seit 6, 7 Jahren, habe sie übrigens in der Stahlstr. kennen gelernt, sie wirkt jetzt privat.
Von Zeit zu Zeit gehe ich fremd - fast mit einem schlechten Gewissen -
angeregt und aufgeregt durch Forumsbeiträge - Chantal, keine Reue, Jeanie, vielleicht geht mehr, Michelle, ja, kannte ich schon, Vanessa, habe ich noch nicht gesehen, beunruhigt mich. Ohne dich, mein lieber Sausauger, wäre das nicht passiert.
Zu deinem Post/ Posting - hießt das so?- kurz und nüchtern:
1. Ich sehe keinen Anlass, "die" Ladies zu verehren, eher die Notwendigkeit, an dem Sockel zu rütteln, auf den sie von einigen pauschal gestellt wurden und werden. Zu viele kreuzten meinen Weg durch die Bordelle, denen ich besser nicht begegnet wäre. Ich hätte das Geld besser von der Rheinbrücke geworfen, das wäre aufregender geworden.
2. Die Damen, Dominas, Ladies sind Geschäftsfrauen. Das ist völlig ok.
Vielleicht waren sie früher Brötchenverkäuferin, Bankberaterin oder wollten Ärztin oder Rechtsanwältin werden. Jetzt bieten sie andere diensstleistungen an, ein scharfes Lackoutfit, eine enge Lederhose, das kleine Schwarze mit tiefem Ausschnitt, Vorversprechungen für Männer, wie du, wie ich, wie viele andere, die hier im Forum schreiben und noch mehr lesen. "Die Wahrheit is aufem Bett"
3. Das Spiel zwischen Lady und Kerl läuft, wenn er zuvor offen und klar seine geheimen Lüste ausplaudert - läuft, wenn sie gut zuhört - das ist eine Kunst - läuft, wenn sie umzusetzen versteht, was er erträumt. Das ist eine große Kunst. Das ist das Spiel zwischen Käufer und Verkäufer, fast wie im richtigen Leben. Gewinner sind beide.
4. Wenn es "gefunkt" hat, bin ich jedesmal nach Hause gefahren, habe nacherlebt, habe mich gefreut und war tief zufrieden. Danach war erstmal Ruhe im Karton.
Übrigens: Remington Steele hatte mal geschrieben: "Lasst Blumen sprechen". Kann ich nur bestätigen.
Hatte es nicht gefunkt, bin ich nach einer Woche wieder unruhig geworden, habe es irgendwann nicht mehr ausgehalten, bin ins Auto gestiegen...
5. Fantasielieferant für die Lady bin ich. Ihre "Macht über mich" hängt von meiner Erzählung ab. Wenn ich doch nur die verdammten Hemmungen abschütteln könnte. Die Fantasien der Damen habe ich selten erlebt, wie auch? Nach einigen Sätzen, wir haben uns gerade kennengelernt, kann sie mich nicht durchschauen, schon gar nicht, wenn sie an den nächsten Boutiquebesuch denkt, oder den Konflikt mit ihrem Freund zu bewältigen sucht. Es gibt, so fürchte ich, manchmal Ereignisse, die sind fesselnder als ein bedürftiger Devoter. Die Folge kann nur sein, es werden einige Routinen abgenudelt, die Brustwarzen sind bei mir völlig uninteressiert, hätte ich das doch vorher bloß gesagt, oder?
Eine halbe Stunde nach meinem Abschied bin ich vergessen, ein anderer Typ sitzt noch auf dem Bett. Ich komme nach drei Wochen wieder. Was hat sie, die Lady, für mich vorgesehen? Hat sie über mich nachgedacht, an Strategien gefeilt, wie sie mich überwältigen und dominieren kann?
Glaube ich nicht, Sausauger.
6. Verbalerotik? 2, 3 Ladies habe ich kennengelernt, die mehr als nur "geil" sagen können.
7. Verantwortung der Domina? Umgang mit Poxxxxxxx, ja. Das muss sie wissen. Und sonst? ich kann die Verantwortung für mein Verhalten, für mein "damit - umgehen" nicht an der Garderobe abgeben. Das Auffangen gilt für das aktuelle Drama, was gerade gegeben wird. Dann bin ich ganz allein der Entscheider. Die Dame, Lady, Domina, wird, wenn sie sich abgeschminckt hat, nach Hause gefahren ist, die nette Nachbarin von gegenüber, die ich beim Bäcker treffe, die junge Mutter, vielleicht, die ihr Kind mit dem (viel zu großen) Jeep/SUV von der Schule abholt.
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P.S.: Lady Wanda, ich glaube, du bist eine gefährliche Frau. Eine Lady, die einen Mann um den Verstand bringen kann, weil du tiefer denkst, als er - und er hat das nicht vermutet. Oder habe ich von mir geschrieben?

So, 24.Okt 2004, 15:49
Geht es euch nicht auch meistens so, dass ihr denkt: „Warum habe ich das heute wieder gemacht?“ Ganz besonders dann, wenn man wieder etwas Neues ausprobiert hat oder doch wieder etwas machte, was man im klarem Zustand eigentlich rundweg ablehnen würde, unter dem Einfluss seiner Domina dann aber doch gemacht hat.
...aber darum geht es: Vom Verstand, der "normalen" Gesellschaft und der eigenen Scham gezogene Grenzen langsam zu dehnen und viellecht zu überschreiten... das doch der Kick. Auch bei normalem Sex. Dinge, von denen man/frau sagt, dass man sie NIE machen würde (z.B. AV oder andere "Ekelhaftigkeiten"), die aber im Rausch der Gefühle und in einer ganz bestimmten Situation einfach nur geil sind und tiefe Befriedigung bieten...

SM eine Droge?

Do, 25.Nov 2004, 22:19
Guten Abend Leidensgenossen,
guten Abend Sausauger,
ich fand es bemerkenswert, dass du diese Frage aufgeworfen hattest.
Eine Zeit lang hielt ich mich für suchtgefährdet, war darüber durchaus besorgt. Zeitweise kann das wohl auch tatsächlich so sein. "Zeitweise", das ist wörtlich zu nehmen, wie ich mir jetzt doch sicher bin. Und das fühlt sich gut an.
Die Folge ist, das ich zu Themen hier im Forum teilsweise sehr nüchtern
Stellung beziehen kann. Und das auch tue, wenn iches tue. Ich verstehe ein Forum als Marktplatz von Meinungen.
Das wollte ich einfach noch mal loswerden, denn irgendwie entstehen durch diese Berichte, Schilderungen, die Fragen, die Antworten, Beziehungen, Vertrautheiten und Einsichten, die wohl sonst nirgends so ausgesprochen werden. Andererseits gibt der eine oder andere Schlenker Aufschluss über die "andere Welt" des Schreibers, was auch Gedanken beim Leser auslösen kann.
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SM eine Droge?

So, 28.Nov 2004, 00:16
Sorry,

ich habe mich eigentlich zu wenig um diesen Beitrag gekümmert.
Zuerst schiebe ich hier einmal eine Antwort ein, die ich einer Dame aus dem Forum als PN geschickt hatte und nachdem sie mir erlaubte sie zu veröffentlichen, habe ich das hiermit gemacht und ich spreche ihr hier noch einmal meinen Dank aus.

Der gilt aber auch den anderen Damen und Herren, die sich die Mühe gemacht haben meine Verwirrung zu verstehen und mir mit Ratschlägen zu helfen.
Verehrte ...,
es ist mir eine Ehre, das Sie mich persönlich anschreiben und es freut mich, wenn Ihnen meine Beiträge gefallen haben und Bedanke mich an dem Interesse an diesen und meiner Person.
Das Thema Nachgespräch kommt bei vielen Damen, die in einem EC arbeiten oft zu kurz und selbst ist man(n) nicht immer manns genug es selbst zu beginnen.
So ist es mir selbst oft ergangen und manche Frau war nicht immer gerade dankbar , wenn ich sie auf Dinge hingewiesen habe, die sie hätte anders oder besser machen können.
Mit dem Geld ist es so eine Sache. Ich bin nie auf Sparsamkeit hin erzogen worden und war daher immer etwas leichtfertig im Umgang damit.
Durch diese Art komme ich natürlich schon einmal schnell in Situationen, wo ich aus purer Geilheit alles vergesse und mir mehr Besuche bei einer Dom erlaube, als es eigentlich vernünftig ist. Ich habe zwar ein relativ gutes Einkommen, doch mit ca. 2400 €/Netto/Monat kann man keine riesigen Sprünge machen, wenn man eine 4köpfige Familie zu ernähren hat und einen Hauskauf finanzieren muß.
Habe ich wieder einmal über die Strenge geschlagen, so plagen mich danach Gewissensbisse und ich hoffe immer nur, dass nicht plötzlich eine größere Reparatur oder ähnliches anfällt.
Meine Frau und ich mögen uns zwar, doch sexuell haben wir es schon lange aufgegeben auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen, zu weit haben wir uns hier auseinanderentwickelt.
Sie läßt mir meinen Freiraum, weiß natürlich nicht über alles bescheid, was ich da so treibe, wenn ich unterwegs bin und das ist auch ganz gut so, denn sie würde es bestimmt nicht ertragen das zu wissen.

Was will ich, was suche ich. Meine Gefühle sind in dieser Hinsicht so verworren, wie Sie es beim Lesen meines Beitrags empfunden haben. Nur eines weiß ich mit Sicherheit.
Ich suche nicht die peitschenschwingende Domina oder eine Frau der ich die Stiefel küsse, auch wenn ich so etwas auch schon gemacht habe.
Ich glaube eher, dass ich eine etwas verruchte Frau suche, die sich ihrer Sexualität und dadurch ihrer Wirkung auf einen Mann bewußt ist und es dadurch genießt von mir angebetet und verehrt zu werden.
Eine Frau, die mich durch ihre körperlichen Reize, deren Zurschaustellung, dem körperlichen Kontakt und auch dem Entzug meine Lust auf sie steigert und die mich dadurch an sich bindet.
Sie sollte aber auch in der Lage sein, mich zu führen und zu verführen, zu quälen und zu strafen und mich doch trotzdem zu lieben und nach Steigerung meiner Lust diese auch zu nutzen, indem sie mich benutzt und damit meine ich dann auch den normalen Verkehr.
So in etwa stelle ich mir meine Herrin vor, die ich wohl nicht finden werden kann, zumindest nicht so schnell in der prof. Szene.
Rein privat so eine Herrin zu finden wäre zwar sehr schön, jedoch auch sehr gefährlich für meine Ehe, die ich manchmal zwar verfluche, doch ich habe eine Tochter und somit eine Verantwortung, die ich schon jetzt nicht gerade immer so erfülle, wie es sein könnte, würde ich mir meine sexuellen Ausflüchte ersparen.
Da wäre dann wieder das Thema Geld und Zukunftssorge und der Kreis schließt sich.
Seelisch mache ich einen hehörigen Spagat, es schmerzt im Schritt und Sie wissen bestimmt nur zu gut, wie empfindlich wir Männer in dieser Gegend sind.
Weiter möchte ich sagen, dass ich manchmal das Gefühl habe, ich suche eine Domina aus folgenden Gründen auf:
1. Ich habe eine gewisse Angst sexuell zu versagen, die Dom führt mich 2. Ich suche eine Art Bestrafung, weil ich mit mir unzufrieden bin
3. Ich habe den Bezug zum normalen Sex gänzlich verloren und könnte allein dabei keine große Lust mehr empfinden, bleibt also nur SM
4. Weil ich mich immer wieder zu dominanten Frauen hingezogen fühle, weil ich im Laufe der Jahre immer mehr diesem Reiz erlegen bin.

Und auch hier entsteht ein Kreis, denn, wenn ich diese Gründe sehe, so habe ich ja eigentlich schon versagt, sobald ich zu einer Dom und nicht ins Bett zu meiner Frau gehe.

Nun ja, ich spinne jetzt schon sehr lange in dieser Gedankenwelt herum und finde kein klares Bild, wenn auch die zuvor stehenden Zeilen vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel meiner seelischen Abgründe gebracht haben mögen und ich Danke Ihnen nochmals herzlich, dass Sie mich durch Ihre Fragen zu neuen Denkansätzen und möglichen Schlussfolgerungen gebracht haben.
Ich hoffe, Sie sind jetzt nicht noch unklarer als vorher über meine Suche/Sucht im Bilde und würde mich sehr freuen von Ihnen zu lesen.
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