kv-neugier hat geschrieben:
insofern hätte ich gedacht, dass viele eher hardcore-sessions wollen wenn sie zu einer "sklavin" gehen.. und weniger dann doch am ende eher kuschelige tendenzen hätten..
"Kuschelig" ist relativ, aber der Anteil an aktiven Gästen, denen es explizit wichtig ist, Dinge zu tun, bei denen die Passive sich wohlfühlt, ist doch recht hoch. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich deutlich mache, dass ich im Studio nicht in Bereiche gehe, die mir ernsthaft unangenehm sind, bzw. bei denen es ein "echtes" Machtgefälle braucht, damit ich diese Dinge aushalten kann. Widerstand und Hingabe als Teil eines Rollenspiel sind fein, aber es ist genau das: ein Rollenspiel.
Für wirkliche Unterordnung brauche ich eine tiefe, persönliche Beziehung zu meinem Gegenüber, die über das, was ich im Studio leisten kann und möchte, weit hinausgeht.
Ich kenne allerdings passive Kolleginnen, die sich, wenn die Chemie stimmt, auch im Studio emotional weiter öffnen als ich das in der Regel tue. Aber das ist auch da nichts, was man "buchen" kann, das passt, oder es passt nicht.
Und was Spuren angeht, kann ich Tanja nur zustimmen. SM ist ein so weites Feld, und nicht jeder aktive Gast möchte überhaupt Praktiken ausführen, die Spuren hinterlassen - es gibt zum Beispiel reine Fetischisten, Rollenspieler, Bondage-Fans, softe Flagellanten. Und je mehr Übung man hat, desto weniger leicht bekommt man Spuren, und desto schneller verschwinden sie auch. Ich habe zum Beispiel gestern hundert von einem zwei-Meter-Mann voll durchgezogene Rohrstockhiebe kassiert, und heute sieht man nur noch zwei Stellen, an denen (verstehentlich, das versuche ich zu vermeiden) die Haut ein bisschen aufgeplatzt ist.
das wäre eben so meine fantasie im aktiven bereich.. wirklich ne sklavin zu haben wie im alten rom.. eine wo man alles machen kann.. und wo man auch mal in aller zeit seine technik verfeinert :-).. den willen ein wenig bricht...
Nun, das "wirklich" (und nicht nur im Sinne eines Rollenspiels) zu erleben, wird im kommerziellen Bereich schwierig bis unmöglich sein. Privat ist das durchaus zu finden, allerdings selten mal so eben, ohne ein intensives aufeinander eingehen und eigene emotionale Invesition, sprich, im Rahmen einer gewachsenen, gegenseitigen (Liebes-)Beziehung.