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Sexuelle und seelische Abhängigkeit

So, 13.Jun 2004, 01:26
Ein freundliches Hallo an Alle.
Bei mir hat sich im Laufe der Jahre ein schwer kontrollierbares Verlangen nach dominaten Frauen eingestellt und irgendwie bin ich deswegen auf der Suche nach der Traumfrau, die es versteht mich hörig zu machen.
Gleichwohl habe ich aber auch Angst vor dieser Situation, kann sie doch auch gleichbedeutend mit dem finanziellen Ruin sein, denn logischerweise bedeutet die Hörigkeit, dass man sehr häufig zu einer Domina geht, weil man ihr völlig verfallen ist.
Nur ganz selten wird es dann wohl sein, dass die Lady sagen wird, man solle nicht so oft zu ihr kommen und an sein Geld denken. :)
Ich habe zwar auch schon das Glück gehabt Ladys zu begegnen, die in finanziell schlechten Zeiten auch für weniger Geld entgegenkommend waren, doch letztendlich summieren sich auch Kleckerbeträge zu größeren Beträgen, wenn man häufig (min. 1mal die Woche) sein kleines Abenteuer hat.
Je nach Entfernung zu der Dom kommen da auch ganz schöne Summen, allein für´s Fahren zusammen.
Manchmal schaffe ich es, mich ein paar Wochen zurückzuhalten und es kehrt eine gewisse innere Ruhe ein und ich bin auch allgemein leistungsfähiger, weil ich den Kopf frei habe.
So eine Phase kann schon einmal 4 oder 8 Wochen andauern, doch dann werde ich wieder unruhig und die Phantasien schlagen wieder Purzelbäume.
Extrem war die Zeit, als ich gleich drei Frauen kannte, die, jede auf ihre Art, es verstanden mich verrückt zu machen. Alle drei sind mittlerweile von der Bildfläche verschwunden, was zwar schade ist, aber auch gut, wenn man deren Gefahrenpotenzial sieht.
Anstatt jetzt aber irgendwie aufzuatmen und zur Ruhe zu kommen, halte ich wieder Ausschau nach Ersatz, wobei ich wohl schon jemand gefunden zu haben scheine. Die Leser meiner Beiträge wissen schon, welche Lady ich meine, will hier jetzt keine Werbung machen.
Mich würde interessieren, ob ihr auch solche Situationen kennt und wie ihr damit fertig werdet bzw. wie ihr da rauskommt und Abstand gewinnen tut.
MfG
sausauger

Sexuelle und seelische Abhängigkeit

So, 13.Jun 2004, 07:11
Hallo, sausauger.....

interessanter Beitrag. Da ich ebenfalls nicht mit Reichtümern gesegnet bin, von der Lust her aber durchaus alle zwei Tage oder öfter zu einer Domina gehen könnte, verkneife ich mir auch so einiges.

Ich hatte eine Zeit lang mal den Idealfall, als ich privat eine Frau mit dominanten S/ M Neigungen kennenlernte.

Aber, wie Latexus an anderer Stelle schon erwähnte, bei privaten S/ M Frauen gibt es immer wieder Probleme und das war dann auch bei uns so.

Ich habe nun das Glück, ungebunden zu sein und brauche dann zu Hause auch nichts verheimlichen. Man lernt mal hier, mal dort etwas kennen. Meist ist es sehr nett, aber aufgrund mangelnder Gemeinsamkeiten, auch was die " Bettvorlieben " betrifft, trennt man sich dann wieder im Guten.

Ich habe die Auffassung, daß man auch privat bei seiner Herzdame die Möglichkeit haben muß, Dinge wie Natursekt, Peitsche und Strapon ausleben zu können und da gibt es nicht wenige Frauen, mit denen das geht.
Immer Blümchensex in der Partnerschaft ist schlecht und unzählige Dom.- Besuche sind kaum bezahlbar.


DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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http://www.flash-emotions.com
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http://www.domina-portrait.com

Sexuelle und seelische Abhängigkeit

So, 13.Jun 2004, 10:54
Hallo sausauger.

ich kenne dieses Problem sehr gut. Solange ich auf der Suche nach der Traumlady bin, liegt aber alles im grünen Bereich. Man reist durch deutsche Lande und erfreut sich seines promiskuitiven Daseins. Getrieben wird man dabei von sexuellen Phantasien. Irgendwann findet man aber die Traumlady. Man besucht sie ein zweites Mal, dann ein drittes Mal. ein zehntes Mal und irgendwann kann man die Zahl seiner Besuche gar nicht mehr überschauen. Die Frau wird plötzlich zur Obsession. Sie ist die Sonne, um die all mein Denken kreist und ich könnte jeden Tag Stunden bei ihr verbringen. Wenn es soweit gekommen ist (naturgemäß geschieht das selten), dann bin ich von der Frau so besessen, dass eine seelische Abhängigkeit droht. In diesem Stadium tritt für mich das Sexuelle in den Hintergrund, obwohl wir natürlich vorwiegend sexuelle Motive durchspielen. Ich kenne die Situation, in der man hochrechnet, welch astronomischen Geldbedarf man hätte, wenn man der eigenen Leidenschaft in Zukunft hemmungslos freien Lauf ließe und ich kenne das Gefühl des Schreckens, dass einen dabei überfällt.

Es kommt in der Regel nicht so schlimm. Not macht erfinderisch und man findet neue Wege die Sache zu finanzieren. Man arrangiert sich auch mit der Lady. Man ist ihr vielleicht auch nicht ganz gleichgültig. Und irgendwann, wenn man so verrückt nach der Frau geworden ist, dass man weder aus- noch ein weiß, beginnt die Leidenschaft allmählich zu verblassen, bis sie dann endlich versiegt ist.

Das Pendel schwingt immer hin und her. Von souveränem Desinteresse bis zur bedrohlichen Leidenschaft. Das sind die Wendepunkte des Lebens. Wie sagte Alexis Sorbas: Das Leben ist eine unbequeme Angelegenheit.

Gruß

Remington Steele

Sexuelle und seelische Abhängigkeit

So, 13.Jun 2004, 16:57
dieses gefühl und auch die situation ist mir auch bekannt. hat sich "dank" meiner beruflichen entwicklung aber von selbst geregelt. als ich noch in hamburg gewohnt habe war ich einer Sandra auf der herbertstraße im wahrsten sinne des wortes verfallen. sie konnte alles mit mir machen. sie rief und ich kam und nicht anders herum. für diese frau hätte ich beinahe alles gemacht und war auch kurz davor.
wie gesagt beruflich musste ich dann nach ddorf ziehen und.....nun ja, vermissen tue ich sie wirklich und eine dame, die mich auch nur annähernd so berührt hat, sowohl körperlich als auch seelisch habe ich hier noch nicht gefunden.
selber habe ich mir aber auch auferlegt, dass ich nicht mehr nach HH fahre und auch ihre telefonnummer lösche um nicht völlig durch zu drehen.
also sausauger, du bist nicht allein....

Sexuelle und seelische Abhängigkeit

Mo, 09.Aug 2004, 08:28
Hi Leute,

auch bei mir ist eine gewisse Abhängigkeit nicht zu leugnen. Zwar bezieht sich diese nicht auf eine bestimmte Dame, sondern auf Studiobesuche allgemein.
Da ich nicht zum oberen Drittel der Verdiener gehöre und mir die Besuche heimlich aus dem Haushaltsgeld rausschneiden muss, konnte ich meine Fantasien bislang auch noch nicht so oft ausleben (bislang "nur" 6 Studiobesuche).
Da nicht alle dieser Sessions ein Highlight waren, ist der Suchtfaktor vielleicht noch nicht so immens, aber ich kann mir schon vorstellen, dass, sollte man "seine" Lady erst gefunden haben, der Drang nach einem Wiedersehen immer stärker wird...

Was mich echt interessieren würde, wäre an dieser Stelle der ein oder andere Beitrag von unseren hochverehrten Domsen zu dieser Fragestellung. Wie sehen die Erfahrungen diesbezüglich am "anderen Ende der Gerte" aus?

Somerliche Grüße
Servus

Sehr interessant ...

Di, 17.Aug 2004, 18:01
.....das Thema und mit Sicherheit abendfüllend. Aber ein paar Gedanken dazu werde ich hier versuchen beizutragen.

Fast jede/r sucht für sich das einzig Wahre, den oder die Eine/n, aber bei allem Verständnis habe ich den Eindruck, das allzu oft gerade in diesem unseren Bereich viel zu schnell die rosarote Brille aufgesetzt wird und den Blick trübt. Vielleicht kalt ausgedrückt, aber es könnte sehr wohl an der Angebots/Nachfrage Situation liegen?
Eine verantwortungsvolle Domina erkennt die Gefahr und weiß mit den Gefühlen umzugehen, unter Umständen wird sie die Verbidung lösen....doch muß es erst soweit kommen?? Redet miteinander.....Grundlage jeder Beziehung, wie auch immer sie geartet sein mag, ist die Kommunikation....die wenigsten Dominas dürften ein Interesse daran haben, ihre "Schutzbefohlenen" in den Ruin zu treiben, weder finanziell und schon gar nicht psychisch.......
Der finanzielle Aspekt. Natürlich kann man nicht erwarten, bereits nach dem zweiten dritten Besuch einen Sympathierabatt zu bekommen, aber sprecht finanzielle Engpässe an.....wenn ihr mutig genug seid, subs zu sein dann habt auch den gestriemten Hintern in der Hose und steht auch mal seelische Qualen DURCH...verbeißt euch nicht.


So schön es für eine dominante Lady ist, die Hörigkeit des ihr Anvertrauten zu spüren, so ist dennoch gleichermaßen in die Pflicht genommen, darauf zu achten, dass er weiterhin in seinen Grenzen bleibt....denn er kann es irgendwann nicht mehr selber neutral beurteilen.
Mir fällt zum dem Thema noch viel ein, aber die Zeit drängt mich gerade, .
Daher........................
Einen freundlichen Gruss.....Lady SMile

Abhängigkeit

Di, 17.Aug 2004, 19:41
@Lady Smile Danke für die Position. Leider wird das nur für verantwortungsbewußte Damen gelten aber schön zu höhren das es noch soetwas wie Achtung gibt.

Ich hatte auch bei mir eine höhere Frequenz meiner Studio Besuche beobachtet und um nicht in Gefahr zu laufen (finnaziell als auch eine zu große Fixierung auf SM, verbunden mit einem Umdefinieren meiner Lebensziele) mir folgende Spielregeln auferlegt:
- max. 6 Studiobesuche im Jahr
- ein Studiobesuch ist für mich kein flüchtiges Abenteuer sondern wird richtig geplant, so werden spontane Besuche blockiert
- ein weiterer Besuch steht erst an, wenn ich bei mir eine Weiterentwicklung sehe
- Studiobesuche sind wie Urlaub und der ist auch begrenzt

Für mich war das eine rein mentale Geschichte.

Abhängiger Nachzügler

So, 12.Sep 2004, 20:55
Guten Abend Leidensgenossen,
es ist ziemlich tragisch, ein Mann zu sein.
Die Weltgesundheitsorganisation behauptet, dass der Mann sich alle 8 Minuten mit Sex befasst. Stimmt nicht. Ob es wohl überhaupt einen Augenblick ohne Sexgedanken gibt?
Der Körper, so habe ich so dann und wann den Eindruck, sucht schon mal nach der weißen Fahne. Der Kopf aber spielt immer verrückter im erotischen Theater.
Mehr und mehr suche ich das Forum auf, um mich anzuregen, um mich aufzuregen. Sehr töricht, sagt der Verstand; aber was hat der schon mit mir zu tun.
Sausauger, Ladylecker, Remington Steele, ich lese die Beiträge, um vielleicht doch Hinweise auf die Dame zu finden, bei der ich meine "Ruhe" finde. Es sieht nicht gut aus. Ich fürchte (hoffe?), dieser Weg hat kein Ende.
Frechdachs hat seine Regelung beschrieben, die finanziellen Aderlässe unter Kontrolle zu halten. So in etwa mache ich das auch. Jeder Besuch bei der Dame meiner Sehnsucht ist für mich ein außerordentlicher Lebensmoment, auf den ich mich freue, auf den ich mich gedanklich vorbereite. Höchstens alle 3, besser 4 Wochen, dann habe ich kein schlechtes Gewissen, mache mir keine Vorwürfe. Und die Vorfreude ist von langer Dauer. In der Verzögerung liegt der Genuss.
Ich habe erst seit April 04 einen Internetanschluss. Zunehmend geraten meine Vorsätze ins Wackeln, meine Besuche im Dforum schaffen erhebliche Unruhe. Vertrackter Weise gibt es eine Menge von Beiträgen, die durchaus Kultur haben und Nachdenklichkeiten offenlegen, die mich anziehen, weil ich trotz zunehmenden Alters mit dem "Thema" noch nicht durch bin.

Erotische Träume
erodom

P.S.: Eine Bitte: Jeanie in Dortmund beschäftigt meine Fantasie mehr und
mehr. Wer kann/will etwas mehr über sie erzählen....?
Ladylecker,Remington Steele vielleicht auch?

Di, 14.Sep 2004, 23:57
Ein freundliches Hallo an Alle

und ganz besonders an Die, welche sich hier die Mühe gemacht haben zu antworten.

Die hier nicht namentlich von mir genannten Personen haben vergleichsweise ja ein ähnliches Problem wie ich, mit dem Umgang dieser Art Abhängigkeit und so gehe ich hier auf die Beiträge ein, die, aus meiner Sicht, eine mögliche Lösung desselben beinhalten, wenn man
a: eine entsprechende Lady findet, oder
b: sich gewisse Regeln auferlegt und diese auch einhält.

@LadySmile,
es freut mich ganz besonders, dass sich hier die Mühe gemacht haben einen Beitrag zu leisten und es wäre wirklich schön, wenn alle Ladys so denken und handeln würden aber es sind halt nicht alle Ladys, wenn sie sich auch so nennen.

Ich kenne die Szene nur aus den verschiedenen Straßen und Häusern in NRW und das seit ca. 30 Jahren. Mit einigen Frauen war ich dieser Zeit ganz gut vertraut und habe dadurch auch mit diesen über Dinge gesprochen, die nicht nur mit ihnen und mir zusammenhingen.
Oft genug habe ich da zu hören bekommen, dass Gäste gnadenlos ausgenommen wurden und sogar der Einsatz von harten Drogen dabei ins Spiel kam.
Natürlich sind wir Männer es auch selbst Schuld, wenn wir uns so gehen lassen, dass wir alle guten Vorsätze vergessen, doch gerade beim Thema Drogen ist nicht nur die Grenze des guten Geschmackes überschritten, sondern auch die des Gesetzgebers. Solche Damen arbeiten nicht nur verantwortungslos, sie sind auch noch Straftäter im übelsten Sinne, denn sie setzen neben der sexuellen Abhängigkeit auch noch auf die zu Drogen.

@frechdachs,
prima, wie du es schaffst mit deinen Gefühlen und dem Geld umzugehen, ich wäre froh, wenn ich das auch schaffen würde, schätze aber, ich werde es nicht mehr schaffen diese Kurve zu kriegen, weil ich mich in den vergangenen Jahren zu sehr daran gewöhnt habe aus einem Bauchgefühl heraus, oder war es etwas tiefer? zu einer Domina fahren zu müssen.

@erodom,
ich kann dir nur zu deiner bisherigen Einstellung beglückwünschen. Halte auf jeden Fall daran fest und bleibe ein Gourmet und lasse dich nicht durch unsere Beiträge dazu verleiten einen Weg zu beschreiten, der zwar oft sehr er- und aufregend ist, dafür aber auch sehr steinig und frustrierend, weil eine Sucht nach Mehr entsteht, die doch nicht zu stillen ist.

Abschließend hätte ich auch noch eine Idee, welche aber nur mit einer Lady möglich wäre, die vertrauenvoll und korrekt ist und für den Sklaven geeignet, welcher sich an nur eine Lady bindet:

Um sich nicht in Einzelsessions zu verzetteln und dann irgendwann festzustellen das man hier einen Betrag x und dort y usw. ausgegeben hat, die sich dann zu einer größeren Summe addieren, als eigentlich verfügbar ist, spricht man mit der Lady seiner Wahl offen über seine Finanzen.
Dann kann man ihr den Vorschlag machen, ihr das gesamte, im Monat frei verfügbare, Geld nach Gehaltseingang zu übergeben.
Daraus kann sie gut die Bereitschaft des Sklaven erkennen, sein Möglichstes für sie zu opfern und, vorausgesetzt es ist mehr als der Obulus für eine Session, ist sie dann auch bereit, ihrem Sklaven mehr als die übliche Zuwendung angedeihen zu lassen, weil sie sicher sein kann einen wirklichen Stammsklaven zu haben.

So etwas ist natürlich eigentlich wirklich nur für jemand interessant, der nicht immer wieder einmal den Kick dei verschiedenen Lady sucht und hätte für die Domina den Vorteil, dass sie schon am Monatsanfang über die gesamte Summe für die Sessions verfügen kann.

MfG
sausauger winke winke

Mi, 15.Sep 2004, 02:04
"My wife ran away with my best friend, and I still miss him a lot."
(altes Countrylied)

Hallo!

Zu Lady Jeanie:
Die Frau ist Anfang dreißig, schlank, wirkt eigentlich recht unscheinbar, fast mädchenhaft und ist hübsch anzusehen. Sie hat das, was ich Naturgefühl nenne, das heißt, sie hat die Begabung, einen Mann so kühl und herablassend zu behandeln, dass er von ganz allein das Bedürfnis verspürt, sich ihr sexuell und emotional auszuliefern, und sie kann ihrem überlegenen Rang auch hervorragend mit sachter und dennoch eindringlicher Stimme in präziser Form Geltung verleihen. Für Anhänger der devoten Fraktion dürfte sie zur ersten Garde überhaupt in diesem Land zählen; Schmerzbesessene, Geräteturner, Grabscher und Dirtyfreaks werden das anders sehen. Es erscheint mir angemessen zu bemerken, dass Lady Jeanie in einer Bordellstraße arbeitet.

------


Ich möchte zunächst darauf verweisen, dass es eine Vielzahl von Tätigkeitsfeldern gibt, in denen Frauen händeringend nach männlicher Beteiligung suchen. So beklagenswert ist unser Geschlecht nicht.

Die schärfste Waffe gegen Sucht und seelische Leere ist ein Netzwerk bereichernder sozialer Kontakte und Betätigungen. Eine Domina kann einem das innere Vakuum nicht nehmen, außerdem hat sie daran gar kein Interesse.
Ein Blick auf eine spieltheoretische Erkenntnis: Wer eine permanente Option hält, wird diese Option nicht einlösen, weil er seine strategische Position schwächt, wenn er die Option aus der Hand gibt. Nur eine bedingte Option weckt Handlungsbedarf.
Eine Domina, die sich eines beständigen Zustroms an zahlungswilligen Verehrern versichern kann und insbesondere Gäste empfängt, die ihr glaubwürdig ihre absolute Ergebenheit demonstrieren, wird den Teufel tun, von dieser Ergebenheit Gebrauch zu machen. Sie müsste im Gegenzug nämlich emotionale Vebindlichkeit liefern und damit Resourcen hergeben, die ihr an anderer Stelle fehlen werden. Sie wird vielmehr wohlwollend die Lage zur Kenntnis nehmen und ihre Position nicht verändern.
Da hilft nur die Pistole auf der Brust. Entweder du lässt dich auf mich ein oder tschüs! Die bedingungslose Ergebenheit muss an eine Bedingung geknüpft sein: ein Paradoxon. Wo zu hoch gepokert wird, zerplatzt künstlich aufgestaute Nachfrage wie eine Spekulationsblase an der Börse.
Sucht ist, wenn man unter seinem eigenen Verhalten leidet. Sucht kommt von Suche. Insofern, Erodom, hört die Suche nicht auf, sofern man nicht zu sich selber findet. Erst aus dieser Position heraus kann man den Kontakt zur Domina genießen - nur wer souverän auftritt, kann sich genüsslich unterwerfen.
Ein Trost an alle, denen ein paar Groschen im Portemonnaie fehlen: Finanziell ist das Problem nicht zu lösen. Ich habe es wirklich versucht, ich musste in den letzten Jahren keinerlei finanzielle Restriktionen beachten. Und ich war bestürzt, als ich feststellte, wie hoch meine Bereitschaft war, mein beachtliches Vermögen zu opfern, um meine Vorstellungen von SM konsequent auszuleben. Noch bestürzter war ich allerdings, als ich merkte, dass mir das gar nichts genützt hätte: Man kann für Geld von einer Frau nicht kaufen, was für Geld nicht zu haben ist.

In der Welt der bizarren Erotik sitzen junge, attraktive Frauen in der Pole-Position - c'est la vie. Natürlich tun sie das, was nahe liegend ist - sie delektieren sich an einer überreichen Nachfrage. Und es ist ja so einfach. Männer funktionieren hier wie auf Knopfdruck. Zum Piepen komisch manchmal. Unkonventionelle männliche Verhaltensmuster sind deshalb erforderlich. Es ist bezeichnend, wie irritiert Lady SMile auf das geplatzte Rendezvous reagiert hat, das sie in ihrem vorletzten Beitrag beschreibt.
Ich kenne keine Domina, der ich nachsagen könnte, sie wäre einfach nur geldgeil. Sie alle wollen vielmehr persönliche und berufliche Bestätigung und das Gefühl spüren, begehrt zu werden. Die erotischen Bedürfnisse von Männern und Frauen sind völlig unterschiedlich. Hierüber gilt es einmal nachzudenken, hier müssen die Stellschrauben gedreht werden, damit das Spiel in der Balance bleibt. Ungünstige Rahmenbedingungen verändert man nicht, indem man sein Schicksal beklagt, sondern indem man Überraschungen bereithält und nicht ganz so durchsichtig agiert.

Gruß

Remington Steele

Mi, 15.Sep 2004, 20:09
@Remington
Respect, Du hast Dir viel Zeit genommen für einen sauberen Standpunkt.

Die Konsequenz aus Deiner Darstellung sind die zwei Lager:
- die reinen SM Konsumenten
- die SM Junkies

Die erste Gruppe konsumiert ab und an und die Domina hat mit mit dieser Gruppe eine Wartungsarme Kundschaft. Eine Kundschaft die wenig Customer Care benötigt.

Die zweite Gruppe, zu denen wohl die hier beteiligten gehöhren, hinterfragen sich. Der Service der Domina, value add, steht durch diese Gruppe auf dem Prüfstand. Wohl nur diese Gruppe kann der Domina ein erweitertes Erfolgserlebnis bieten. Beide Seiten, Domina und Gast, sollten sich über diese Abhänigkeit im klaren sein.
Vom finanziellen Aspekt hat die Domina wohl die zweite Gruppe nicht unbedingt nötig. Die erste Gruppe ein ausreichendes Kundenpotential zur Verfügung.

Allerdings wird der Spaß, der Weg aus der Fließbandarbeit heraus und weiter in die Tiefe zu gehen, über die zweite Gruppe definiert. Ich habe schon bei einigen Damen, als sich mich als einen bekannten Kunden identifiziert haben, gesehen, das sie sich teilweise sogar noch an den Ablauf der Session erinnerten. Der Gesichtsausdruck war dann nie gelangweilt, sondern fast wie bei einem Kind auf dem Jahrmarkt - oh sorry die Wiesn fängt ja bald an :-)

Ich glaube deshalb, das es sich hier um eine Abhänigkeit handelt. Eine Bestätigung für die Domina (vom schmeicheln als Frau, bis Anerkennung der erbrachten Leistung), gibt es nicht umsonst. Auf der anderen Seite sollten wir uns unserer Abhänigkeit klar werden und mit der von Remington aufgezeichneten Stärke als Person und Kunde bewußt agieren - auch wenn wir dann im Studio ach so erbärmlich sind. ich biete der Dame auch etwas und mit dem nötigen Respekt wird aus dem "Laufkunden" evtl. ein Stammkunde.

Sexuelle und seelische Abhängigkeit -

Di, 21.Sep 2004, 21:56
Guten Abend "Leidensgenossen",
ich werde darauf achten, Remington Steele, die "Anführungen" nicht zu unterschlagen. Es gibt eben Phasen, in denen ich Eintrübungen im Kopf habe; das geschieht regelmäßig einmal im Monat, ja, es ist wohl meine "Periode". Das ist die "tragische" Seite meines Mannseins, das Denken nimmt rapide ab, jedes Frauenbein in Strümpfen, stürzt mich in Verwirrung, jede enge Hose steigert meine Unruhe.
Dann wird es Zeit.
Danke für deine Überlegungen, Remington, Danke an dich, Sausauger für deine Aufmunterung.
Ich will gestehen, dass ich nicht so im Geschehen lebe, wie ihr, wie insbesondere Sausauger. Vielleicht hat auch so manche Domina ihre Probleme mit mir, weil ich nicht, wie Remington aufzählt, zur Riege der Schmerzbesessenen, Gräteturner und Dirtyfreaks, zähle.
Und doch bin ich ein Abhängiger. Ich lasse mich antörnen von den Berichten. Verbale Dominanz, Sausauger hat von Chantal erzählt, ich war elektriziert, selbst während einer KiefernOP habe ich daran gedacht.
Michelle, habe ich auch schon erlebt. Jeanie ist wirklich eine dominante Lady, ich war total verspannt und nicht voll genussfähig.
Nach so einem Besuch, wenn er denn annähernd befriedigend verlaufen ist, habe ich für eine Weile Ruhe. Die Sucht ist abgeklungen.
War es nicht so toll, bin ich für neue Anregungen sehr aufgeschlossen.
Das gefällt mir eigentlich nicht. Seit ich das "Forum" kenne, stöbere ich immer häufiger in den Berichten, werde neugierig, werde angeregt. Das Karussel beginnt sich wieder zu drehen.
Sag mal, Sausauger, hast du eigentlich nie mehr Ruhe? Wenn du nicht nächtens in den Straßen auf Streife bist, schreibst du, nicht nur über deine Erlebnisse, du wirfst Fragen auf, über diese Szene, über Auswirkungen und Abhängigkeiten. Alle Achtung. Dein Name taucht in anderen Postleitzahlengebieten auf. Wo nimmst du die Zeit und die Kraft her, auch noch im normalen Leben in der Spur zu bleiben?
Das Titelthema hast du nicht aus Versehen angesprochen, nicht wahr?
Mir hast du geholfen, mehr Klarheit zu gewinnen.
Erotische Träume
erodom

Dominanz und Moral

Mi, 22.Sep 2004, 11:03
Von der anderen Seite der Gerte aus ist eine Form der seelischen Abhängigkeit durchaus gewünscht, da sie jede Begegnung intensiviert und ganz andere Möglichkeiten eröffnet.

Sofern die finanziellen Mittel des Sklaven nicht äußerst großzügig bemessen sind, steuere ich die Zahl seiner Besuche bei mir, zuweilen spreche ich auch für einen gewissen Zeitraum Besuchsverbote aus. Der Sklave ist dann aber nicht alleine gelassen, sondern wird von mir per Mail oder telefonisch weiter betreut. Wenn man dem Sklaven das Warten auf eine Audienz abverlangt, so trägt er seine Aufgabe hoffentlich mit Würde und kommt beim nächsten Mal noch motivierter. Sehnsucht ist in gewisser Weise ja auch als devoter Genuss zu betrachten. Gelegentlich verbringe ich mit Sklaven/Sklavinnen auch gerne einen Abend im Restaurant oder im Theater. All dies sind Dinge, die die Beziehung am Leben erhalten ohne dass sehr große Ausgaben entstehen.

Das Ruinieren des Sklaven ist nicht in meinem Sinne. Ich bin ein menschliches Wesen, dem eine persönliche Moral noch nicht ganz abhanden gekommen ist. Es mag vielleicht seltsam klingen, aber ich beabsichtige mit meiner Dominanz tatsächlich eine Wesensverbesserung beim jeweiligen Zögling.

Die Hand zum Kuss,

Lady Wanda

Do, 23.Sep 2004, 23:26
Sehr geehrte Lady Wanda,
ich nehme gerne Ihre ausgestreckte Hand und erlaube mir einen Kuss auf diese zu hauchen.
Und vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben und die Lage aus der Seite der Macht beleuchtet haben.
Ich finde Ihre Stellungnahme sehr beeindruckend und kann die Sklaven nur beglückwünschen, die die Ehre haben, Ihnen dienen zu dürfen.
Ihre Einstellung zeigt, dass sie nicht nur eine Domina spielen, sondern es wohl auch mit Leib und Seele sind, sich dabei aber auch Ihrer Verantwortung bewußt sind, welche eine Domina Ihrem Gegenpart entgegenbringen sollte, um eine langfristige Beziehung aufbauen zu können.
Mit Ihrer Einstellung werden Sie bestimmt die Erfahrung gemacht haben, dass Ihre Sklaven Ihnen in menschlicher Hinsicht alles geben werden, womit ich nicht das schnöde Geld, sondern den Menschen als Ganzes meine.
Ein solcher Sklave ist letztendlich mehr wert, als ein nur zahlender Gast, denn er wird sich auch außerhalb einer Session zu Ihnen hingezogen fühlen, weil er Sie auch menschlich zu schätzen weiß.
Ich selbst hatte bisher eigentlich nie das Glück eine Lady mit so einer Einstellung kennen zu lernen, was vielleicht auch daran liegt, dass ich nur in den einschlägigen Bordellen in NRW nach einer Herrin suche und diese vielleicht durch die tägliche Laufkundschaft in gewisser Weise abgestumpft sind und nicht mehr den Blick und das Gefühl für eine Beziehung zu einem Sklaven entwickeln, wie Sie es machen.
Sie scheinen aber ein Grund mehr zu sein, warum man(n) sein Herz in Heidelberg verliert. Ich wünsche Ihnen sehr viel Glück bei der Wahl Ihrer Sklaven und dass Sie Ihnen Ihre Einstellung entsprechend danken.

@erodom,
es freut mich, wenn mein Beitrag dir geholfen hat und du jetzt mit der nötigen Vorsicht die Sache angehen kannst.
Zu mir, ich verbringe eigentlich zu viel Zeit mit dem Lesen und teilweise Kommentieren der verschiedenen Beiträge und manchmal wünsche ich mir, der PC würde abstürzen, alle Daten wären verloren und ich hätte schlagartig vergessen, dass es solche Foren gibt.
Anderseits hat sich das hier zu einer Art Hobby entwickelt, welches ja auch noch anregend und informativ ist. Ist es doch schön, wenn man seine Gedanken austauschen kann und auch neue Erkenntnisse durch die Beiträge bekommt, allein schon dadurch, dass man sich auf diesem Weg mehr mit der Thematik auseinandersetzt, als es ohne die hier vertretenen, verschiedensten, Sichweisen der Fall wäre.

Hierzu dann auch noch meinen Dank an frechdachs und an Remington, deren Beiträge keines Kommentares bedürfen, denn sie beinhalten sehr vernünftige Argumente, die in mir einige Gedanken freigesetzt haben und ich werde versuchen die gemachten Anregungen umzusetzen.

Vielleicht habe ich ja das Glück und schaffe es, durch anderes Auftreten und entsprechender Ehrerbietung, eine Lady für mich zu gewinnen, die in mir nicht nur einen zahlenden Sklaven, sondern auch einen Freund und Partner sieht, der nicht nur sexuelle Sehnsüchte ausleben möchte, sondern eben auch ein ganz normaler Mann und Mensch ist und auch in seiner Auserwählten, neben der Domina, eine ganz normale Frau sieht, die er aber eben viel mehr verehrt, als es die meisten normalen Männer machen würden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Beteiligten viel Glück bei der Wahl der Partner.
sausauger winke winke
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