Bizarrlady Medea
Psychologische Dominanz & Rollenspiele Miss Hella
Red Rose !!!Das neue Domina-Studio !!!
Catherine Bizarr
Sei unsere Toilexxe!
Goddess Kara
Lady C. Winter
Domina Filme & Chat
Sei unser LUSTOBJEKT!

Wirklich devot?

So, 24.Feb 2008, 22:12
Liebe Sklaven, Subs, Zöglinge, Gäste, ...
Bei all dem, was ich hier im Forum lese, kommt immer wieder eine Frage in mir auf: Gibt es hier wirklich Devote?
Sprich Menschen, die bereit sind ihre Wünsche loszulassen, wirkliche Demut lernen wollen, das anzunehmen bereit sind, was ihnen die Herrin oder der Herr gibt.
Oder widerspricht das allzu sehr dem kommerziellen BDSM - im Sinne von, schliesslich bezahle ich, also soll die Dame/der Herr bitteschön meine Wünsche erfüllen?
Halt!
Nicht gleich wütend in die Tasten hauen!
Diese Frage stelle ich aus reiner Neugier. Es geht mir nicht darum Menschen, die im Grunde nach einer Wunscherfüllerin suchen, anzugreifen. Ich kann gut damit leben, dass es sie dies tun und ich kann es auch verstehen.
Nur ... ich weiss - aus eigener Erfahrung - dass es andere eben auch gibt - diejenigen, die nicht bloss ihre Wünsche erfüllt haben möchten und sei es auf besonders unauffällige und kunstvolle Weise, sondern wirklich ihre Wünsche LOSLASSEN.
Also: Gibt es solche Exemplare hier im Forum oder nicht?
Ich wünsche einen schönen Abend!
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

So, 24.Feb 2008, 22:19
Hallo Annemarie, ich denke schon, dass es diese Personen gibt, sie sind sicher nur sehr selten, da die meisten devoten Menschen trotzdem Ihre Wünsche und Träume haben, die sie erleben möchten. Nicht nur devote Männer, sondern auch devote Damen.

Es gibt diese Menschen sicher auch hier im Forum, nur gehören sie zu den Schreibenden oder sind es Nurleser?

Ich für mich muss sagen: Nein, ich bin sicher nicht devot, auch nicht im Spiel, ich stehe lediglich auf geilen aufregenden Bizarrsex, meist in der passiven Rolle, weil ich dann einfach besser genießen kann. Meine natürliche Veranlagung ist deutlich dominant.
Grüße

Latexus
Bild

So, 24.Feb 2008, 23:24
Eine sehr gute und spannende Frage!

Ich glaube es geht mir wie vielen anderen Usern hier, ich begreife SM als Teil meiner Persönlichkeit und Teil meines Lebens. Aber das bietet ausser der sexuellen Seite gottseidank noch ganz viele andere Facetten, die ich nie ausblenden kann und die ich als Mensch in jede Session mit rein und wieder raustrage.
Richtig devot bedeutet für mich totale Selbstaufgabe und solange ich den Überlebenswillen nicht aufgegeben habe, bin ich auch nicht völlig devot.

Eine gute Herrin kann mich an den Punkt bringen, wo es egal ist, ob eine Spielart mein Kink ist, wie sie mich quält und behandelt, aber ich werde ihr nur in dieser Szenerie den sexuellen Teil von slappysub geben, nie mehr.
Für meine noch nicht geborenen Kinder oder der Liebe meines Lebens werde ich devot sein und wenn es sein muss mein Leben geben, aber soweit aus sexuellen Motiven zu gehen, erscheint mir unvorstellbar.

Und aus vielen gesprächen mit Freunden, weiß ich dass es vilen passiven ähnlich ergeht. daher würde mich hier wirklich interessieren, ob es wahre Devote gibt.

So, 24.Feb 2008, 23:26
@ Latexus:

Die dominante Ader kann ich bestätigen - denke da an ein kleines Gerät, dass Du immer wieder genutzt hast und der arme....

Zwinkernd,
Geniesser67 winke winke
Männer werden nicht erwachsen, ...
die Spielsachen werden nur teurer.

Re: Wirklich devot?

Mo, 25.Feb 2008, 00:17
Guten Abend ,Annemarie

Warum wütend in die Tasten hauen? Du hast ja lediglich eine Frage gestellt.
Sicher gibt es Devote hier.Ich zähle mich auch dazu.Allerdings bin ich nicht jederfrau gegenüber devot,sondern nur wenigen.Vor allem solchen,die mich auf irgendeine Weise beeindrucken.
Vor vielen Jahren war ich gegenüber alles was Rock getragen hat devot.Aber mann lernt irgendwann,dass dies nicht gut rüberkommt.
So lernt man ,sich zu verschliessen.Männer haben naturgemäss ein grösseres Problem mit der eigenen Devotheit.
Annemarie hat geschrieben: Nur ... ich weiss - aus eigener Erfahrung - dass es andere eben auch gibt - diejenigen, die nicht bloss ihre Wünsche erfüllt haben möchten und sei es auf besonders unauffällige und kunstvolle Weise, sondern wirklich ihre Wünsche LOSLASSEN.
Wenn man aufmerksam in diesem Forum liest,weiss man,dass vereinzelt auch im professionellem Bereich auf dieser Ebene Sessions stattfinden.
Das kann gut gehen und manchmal werden dabei Türe zur Seele geöffnet,die besser verschlossen geblieben wären.

Gruss Mechanik
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

Mo, 25.Feb 2008, 00:43
Hallo Latexus und slappysub
Danke für eure Antworten. Interessant, wie ihr devot definiert.
So extrem - dass damit auch Alltagsdominanz ausgeschlossen ist - hätte ich es jetzt nicht definiert.
Ich hatte es allein auf den Bereich BDSM bezogen.
Vielleicht muss ich noch ein bisschen genauer ausführen, was ich meine. Es ist so: Als ich den dominanten Part in meiner privaten BDSM-Beziehung übernahm, habe ich gemerkt, dass es mich auf Dauer nervt, im Grunde nur die Wünsche meines liebsten subs zu erfüllen. Ich weiss z.B. er mag Dies und Das, also mache ich genau Dies und Das. Irgendwie funktioniert das nicht. Denn da fehlt irgendwann die Lust dazu. Mit Dominanz hat das dann gar nichts mehr zu tun, sondern es ist blosse Wunscherfüllung. Ich habe auch gemerkt, dass das bei meinem Gegenüber ankam - irgendwie war dann die Lust auf beiden Seiten weg.
Wir redeten darüber - interessanterweise hatte mein Sub, als die Rollen noch umgekehrt waren, sprich er Dom war, genau das Gleiche empfunden. Er merkte, dass ich gerne hätte, dass er dies und das mit mir tun würde, und verlor irgendwie die Lust daran. Es wurde erst besser, als ich irgendwann "resignierte" und halt das nahm, was er Lust hatte zu geben.
Klar, alle subs haben wohl Sehnsüchte und Wünsche. Wir merkten, dass es aber darauf ankommt, wie sub mit den Wünschen umgeht. Und wir kamen überein, dass DEVOT sein bedeutet, bereit zu sein, die Wünsche loszulassen. Das heisst nicht, das sub keine Wünsche haben darf - oder sie nicht äussern darf! Aber - der Trick ist, sie loszulassen. Es gibt ein schönes Sinnbild dafür: Sub wirft die Wünsche in einen Fluss und lässt sie davonschwimmen und Dom(me) fischt je nach Lust und Laune einen Wunsch heraus - oder eben auch nicht.
Es geht dabei eigentlich um die innere Haltung. Wer seine Wünsche (und damit meine ich jetzt auf BDSM bezogene Wünsche) loslässt, wird dadurch frei - frei von einer Erwartungshaltung. Und damit wird Dom(me) frei wirklich so zu agieren, wie es ihr/ihm Vergnügen bereitet. Ein(ne) Dom(me), dem/der etwas an ihrem sub liegt, wird wohl nicht vollkommen an den Wünschen des subs vorbei agieren - ansonsten würde es sub wohl irgendwann zu blöd und er/sie würde "tschüss" sagen. Aber es ist nicht mehr dieser Druck da! Dieser allgegenwärtige Wunsch "Tu dies, tu das!"
Und sub wird dadurch auch freier für andere Erfahrungen - sprich dafür, sich auf Dinge einzulassen, die Dom(me) Spass machen. Wenn beide harmonieren, kann sich so ein schönes Spiel entwickeln bei dem beide gewinnen und das Gefühl haben, dass ihre Sehnsüchte und Wünsche in Erfüllung gehen.
Apropos Alltag: Eine gesunde Portion DEMUT kann auch da nicht schaden. Wer immer nur WILL, WILL, WILL ist ziemlch fixiert und wird oft enttäuscht. Wer bereit ist Wünsche loszulassen, wird dadurch freier und offener für das, was das Leben bietet. Aber das nur am Rande. Das wird jetzt sehr psychologisch oder gar philosophisch ...
So. Und das, was ich hier geschrieben habe, ist vor allem für private BDSM-Beziehungen relevant, denke ich. Im kommerziellen Bereich ist das Ganze meist einfacher. Der Gast zahlt für die Wunscherfüllung und die Domina konzentriert sich darauf diese Wünsche in Erfüllung gehen zu lassen. Entweder offensichtlich oder eben nicht offensichtlich.
%zwinki%
winke winke
Annemarie
PS @mechanik: ich habe grad deinen Beitrag gelesen. Türen geöffnet, die besser verschlossen geblieben wären? Hmmm ... Ja, ich kann mir, glaube ich, vorstellen, was du meinst. Vermutlich ist das ein Problem im professionellen Bereich. Irgendwie ist die Distanz da dann doch zu gross, sprich, Domme kann der Verantwortung, die sie auf diese Art eingeht, schon aus strukturellen Gründen nicht wahrnehmen. Sprich, Basis sollte eine stabile Beziehung zwischen Dom(me) und sub sein, in der sub aufgehoben ist.
Freiheitsberaubungen aller Art

Mo, 25.Feb 2008, 06:47
Ja, Annemarie, ich denke auch, dass wirkliche Devotheit eher in einer Beziehung möglich ist als in bezahltem SM.
Wenn ich, egal für was, Geld bezahle, habe ich auch eine Leistungsanforderung an die Qualität, Eigenschaften, Aussehen von was auch immer. Und natürlich auch die Idee, dass meine Ziele und Wünsche befriedigt werden. Das macht die professionelle Domina eben zur Wunscherfüllerin (Thema hatten wir schon diverse Male, ich möchte dazu auch keine neue Diskussion anstoßen). Die Situation, plakativ ausgedrückt, "hier hast Du mein Geld, mach mit mir was Dir Freude bereitet, ob ich dabei Spaß habe ist egal" dürfte naturgemäß sehr selten sein, es sei denn, ein Sub ist so breit aufgestellt, dass ihm all das was Herrin tun kann Freude bereitet. Und dann sind wir wieder bei der Eingangs aufgestellten These. Und wenn gewisser Sub ein bisschen schlau ist, macht er sich doch schon mal via Internet ein Bild von der Herrin seiner Begierde und von den Dingen, die sie mag. Wenn einer kein Kliniksex mag, wird er nicht zu einer Klinikerin gehen und sagen "mach mit mir was Du willst......."
Grüße

Latexus
Bild

Mo, 25.Feb 2008, 13:28
Annemarie hat einen in diesem Zusammenhang wichtigen Punkt angesprochen: Den Unterschied zwischen Wünschen und Erwartungen.

Ein Wunsch ist eine Selbstoffenbarung des Wünschenden und beinhaltet für das Gegenüber die Freiheit, den Wunsch aus eigenem Antrieb zu erfüllen oder nicht. Eine Erwartung beinhaltet einen Appell, eine Handlungsaufforderung an den anderen. Wird die Erwartung nicht erfüllt, ist der Erwartende frustriert, was als Druck beim Gegenüber ankommt.
In diesem Sinne darf auch ein "wirklich" submissiver Mensch in seinem BDSM Wünsche haben und äussern, und damit seinen Aktiven inspirieren, aus diesen Wünschen ein gemeinsames Spiel zu machen.

Der Aktive fühlt sich dann als "Wunscherfüller" im ungemütlichen Sinn, wenn er eine Erwartungshaltung wahrnimmt. Wobei es durchaus vorkommen kann, dass ein Wunsch geäussert, aber aus Gewohnheit eine Erwartung wahrgenommen wird. Das aufzulösen ist eine Frage gelungener und konstruktiver Kommunikation.

(Wen das Thema in grösserer Tiefe interessiert, kann sich zum Beispiel in Rosenbergs Konzept der "Gewaltfreien Kommunikation" einlesen.)

Als Aktive fordere ich meine Passiven oft explizit auf, Wünsche zu äussern, auch und gerade, wenn sie "zu devot" sind und Angst haben, als "Wunschzettelsubs" aufzutreten. Ein solcher Wunsch muss weder bestimmte Praktiken, noch detaillierte Handlungsabläufe beinhalten. Ich kann mir auch eine Stimmung der Session oder ein bestimmtes Gefühl wünschen, das ich gern erleben möchte. Wie wir dann dahin kommen, bleibt dem Aktiven überlassen. Je besser man sich kennt, ob im privaten oder im kommerziellen Kontext, desto einfacher wird das natürlich.

Umgekehrt empfinde ich als Passive einen Aktiven dann als "gut", wenn er es versteht, meine Wünsche als Inspiration aufzugreifen und in seinem Sinne zu interpretieren und umzusetzen. Das kann durch zeitliche Entkopplung geschehen, indem er sich, wie von Annemarie beschrieben, einen konkreten Wunsch für ein bestimmte Praktik zu seiner Zeit herauspickt. Das erfordert eine längerfristige Beziehung und ist im kommerziellen Kontext nur bei sehr regelmässigen Stammgästen machbar. Es ist aber auch möglich, bestimmte Stimmungen und Elemente zeitnah aufzugreifen, ohne sich als "Erwartungserfüller" zu fühlen - wie ein geschickter Künstler im Improvisationstheater, der so wach und mit sich selbst verbunden ist, dass er Zurufe aus dem Publikum spontan aufgreifen und in seinem Sinne zu seiner eigenen Rolle machen kann, ohne sich unter Druck zu fühlen und damit in Stress zu geraten und an Authentizität zu verlieren.

Auf diese Weise halte ich "echte" Dominanz und Submission auch im Profistudio für machbar.


(Was nicht heisst, dass es nicht auch völlig legitim ist, wenn ein Gast mit einer bestimmten Erwartung ins Studio kommt, und diese gegen Geld erfüllt haben möchte. Als Dienstleisterin muss ich mir dann überlegen, ob diese Erwartung zu mir passt und ob ich sie umsetzen kann und will. Aber in diesem Thread ging es ja um eine andere Art von Spiel.)
Undine de Rivière - Domina und Fetisch-Escort
Erotische Hypnose MP3-Download & Online-Workshops - Hypnokink.de

Mo, 25.Feb 2008, 15:28
@Undine:
Danke Undine!
Du hast verstanden, worum es mir bei meiner Frage ging und das in verständliche Worte gefasst.

@Latexus:
Das, was du als selten beschreibst, erlebe ich durchaus. Es ist sogar sehr häufig so. Es ist dann an mir herauszufinden, ob die Person einfach Hemmungen hat die Sehnsüchte und Wünsche zu äussern oder ob wirklich eine starke Devotheit und Offenheit dahinter steckt. Meist versuche ich aus den Menschen trotzdem ihre Wünsche, Sehnsüchte, etc. "herauszukitzeln" (etwa beiläufig in einem Gespräch oder in der Form, dass sie Geschichten schreiben müssen) - nicht, um diese Wünsche 1:1 zu erfüllen, aber als Inspiration in welche Richtung das Spiel gehen könnte. Das ist natürlich nur möglich, wenn vor der Session eine längere Vorlaufzeit ist und beide Seiten interessiert an einer längeren ("Geschäfts"-) Beziehung sind.
%zwinki% Ich schreibe jetzt bewusst "Geschäftsbeziehung", da es sich in diesen Fällen nicht um private Beziehungen handelt.

@all
Wie bereits gesagt, geht es mir nicht darum, diejenigen zu kritisieren, die mit klaren Erwartungen zur Domina kommen oder Dominas, die Wünsche erfüllen.
Freiheitsberaubungen aller Art

Mo, 25.Feb 2008, 20:10
Ich würde meine Wünsche nie loslassen. Weder bei einer Domina, noch in einer privaten Beziehung. Ich glaube auch nicht das dies irgendjemand wirklich tut. Ich glaube nicht das es wirklich Devote in diesem Sinne gibt.

Wenn man keine Wünsche mehr hat, was hat man dann noch vom Leben?


Mahatma


(manchmal auch wunschlos glücklich)

Mo, 25.Feb 2008, 20:26
@Mahatma
Es geht nicht darum, keine Wünsche mehr zu haben. Es geht darum, nicht darauf fixiert zu sein, dass diese Wünsche 1:1 umgesetzt werden. Sprich, es geht um die Erwartungshaltung.
Wenn man sich von fixen Ideen, im Sinne von, "es muss genau so laufen, wie ich es will", lösen kann, ist man offener für neue Erfahrungen.
Und falls es ein Gegenüber gibt - etwa bei einem SM-Spiel oder auch bei einer Liebesbeziehung - hat das Gegenüber nicht das Gefühl, dass es eigentlich nur das tun muss, was du willst, sondern es hat eine gewisse Freiheit, auch seine Ideen einzubringen. Es kann dann ein wirklicher Austausch entstehen, ein Zusammenspiel.
Das ist meine Erfahrung - und zwar nicht nur im Bereich BDSM.
Ein zugegebenermassen blödes Beispiel aus dem Alltag:
Du gehst kurz vor Ladenschluss in eine Bäckerei und du hast genaue Vorstellungen davon was du willst: Einen Kuchen mit Kirschen drauf, z.B.
Dummerweise gibt es keinen Kuchen mit Kirschen mehr an diesem Tag. Du kannst nun frustriert den Laden verlassen und dich den ganzen Abend darüber grämen, dass der blöde Bäcker zu wenig Kirsch-Kuchen gebacken hat. Oder du kannst etwas von dem nehmen, was der Bäcker dir anbietet - ein Stück Apfelkuchen zum Beispiel. Und vielleicht entdeckst du dabei, dass Apfelkuchen auch ganz lecker ist.
Wie gesagt, ein sehr simples und blödes Beispiel - aber im Grunde geht es um das Gleiche. Finde ich jedenfalls.
Meiner Erfahrung nach gibt es durchaus Menschen, die gelernt haben in einem positiven Sinn devot zu sein, sprich demütig. Die nicht immer das Gefühl haben, es müsse immer alles nach ihrem Kopf laufen, sondern wissen, dass es manchmal wirklich befreiend sein kann, das anzunehmen, was das Leben/das Gegenüber/die Domina einem anbietet. Meiner Meinung nach ist das ein Zeichen von Stärke, von menschlicher Reife und ich habe davor grossen Respekt. Insbesondere deshalb, weil ich das oft nicht kann und wütend die Bäckerei verlasse, weil es keinen Kirsch-Kuchen mehr gibt.
evil
Mit philosophischem Gruss
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

Mo, 25.Feb 2008, 20:56
@Annemarie

Ich bin ja bekennender Wunschzettelsub und der Meinung das diese oft zu unrecht verteufelt werde. Aber um bei dem Bäckerbeispiel zu bleiben würde ich natürlich mit Apfelkuchen nach Hause kommen auch wenn Kirschen auf dem Einkaufszettel standen aber zb. nicht mit Käsesahnetorte.
Ich erwarte natürlich keine 1:1 Wunscherfüllung und kann mir auch schlecht vorstellen das dies jemand tut. Allerdings wir eine Domina oder auch Bäckerin anderes berichten können. Ich denke in einer Partnerschaft wird das nicht lange gutgehen, höchstens Wunscherfüllung auf Gegenseitigkeit.
Ich habe aber durchaus Wünsche bzw Erwartungen die ich zum Teil 1:1 erfüllt haben möchte. Damit würde ich zu einer Domina gehen, allerdings gibt es dabei meist auch noch genug Freiheiten für die Domina (sozusagen 1:2 Umsetzung)
An den Devoten der sich wunschlos in Dominante Hände begibt glaube ich nach wie vor nicht. Auf irgendeiner Ebene wird es da schon absprachen geben.

Gruss

Mahatma

Mo, 25.Feb 2008, 21:16
Zitat:
Es gibt ein schönes Sinnbild : Sub wirft die Wünsche in einen Fluss und lässt sie davonschwimmen und Dom(me) fischt je nach Lust und Laune einen Wunsch heraus - oder eben auch nicht


@Annemarie
Das Sinnbild ist nicht nur schön sondern "wunderschön". Und wenn dann der "Fischer" auch noch weiter flussabwärts steht und selbst die/der Dom(me) nicht mehr weiss ob er selbst oder der Sub die Wünsche hat schwimmen lassen und dann vielleicht andere Wünsche noch mitschwimmen - dann kann es wunderbar werden, das Spiel.

Wobei auch das vom Sub beobachtete aber gerade so "nicht gelungene" Herausfischen eines Wunsches und diesem Falle auch einer Erwartung ein teuflisches Spiel ist.

Übrigens habe ich einen ähnlichen Sachverhalt versucht im Thread mit der "Tabuliste" zu thematisieren.

Für mich ein ganz, ganz reizvolles Thema. Das mit dem "Schwimmenlassen" und "Herausfischen"..
Und vielleicht mit dem attraktiven Verpacken der ....

Grenzen - Wünsche - Erwartungen - Tabus
Hard Stuff, anstrengend aber sehr reizvoll und lohnend.

Liebe Grüsse

Rahed

der sich jetzt gleich mal in den Pool schmeisst

Mo, 25.Feb 2008, 21:38
@Mahatma
Zum x-ten Mal: Es geht nicht darum wunschlos zu sein! Es geht darum Wünsche loszulassen. %puh%
Ob du es glaubst oder nicht, ich lebe mit so jemandem zusammen - es gibt sie also, Menschen, die wirklich devot sind.
Dass es im kommerziellen Bereich (auch bei mir) meist nicht so abläuft, habe ich schon erwähnt und es geht mir auch nicht darum Wunschzettelsklaven anzugreifen oder gar zu verteufeln. Das schreibe ich jetzt ebenfalls zum x-ten Mal ... %sieh%
Wenn du mit wirklichem Devot-Sein nichts anfangen kannst, heisst das noch lange nicht, dass das für alle Menschen gilt.
@rahed
Deine Betrachtung des Sinnbilds ist ebenfalls wunderschön.
:-D
Viel Vergnügen beim Schwimmen!
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

Mo, 25.Feb 2008, 22:04
Hallo Annemarie,

so, jetzt muß ich auch meinen Senf dazu geben :-D

Also, wenn ich "Kirschkuchen" will, dann gebe ich mich mit nichts anderem zufrieden. Weil in dem Fall ist der Geruch/Geschmack von Kirschkuchen nur ein Mittel um verschiedene Erinnerungen in mir wieder wach zu rufen. Mit Apfelkuchen oder, Gott behüte, Rhabarberkuchen (nur mit Schlagsahne, weil das Zeug sonst im Hals stecken bleibt) kann ich nichts assoziieren. Ich esse dann zwar Apfelkuchen, aber die eigentliche Befriedigung kommt nicht auf.

Ich meine dieses Beispiel jetzt ohne mich auf irgend etwas konkret einzuschränken. Sei es, daß ich ein bestimmtes Auto, ein bestimmtes Haus oder sonst etwas will, weil sich in mir alles darauf eingestellt hat, dieses oder jenes zu bekommen.

Vielleicht liegt es auch daran, daß ich zuviele Kompromisse in meinem Leben gemacht habe und einfach genug von diesem flauen Gefühl im Magen habe.

Wenn ich will, daß eine Person mit mir das macht, was sie für richtig hält, dann gehe ich ohne Erwartungen hin und lass' mich überraschen (Bsp. eine Massage, wo ich mich hinlege und mich überraschen lasse, ob nur Beine oder auch Arme/Rücken und Kopf drankommen).

Aber es ist doch reichlich blöd, wenn ich mit konkreten Erwartungen hingehe und dann hoffen muß, das zu bekommen, was ich gerne hätte, oder? Da muß ich schon von vornherein klar wissen, daß das, was ich sage, VIELLEICHT umgesetzt wird. Und da würde ich es mir zweimal überlegen. Schließlich setze ich zwei teure Dinge auf's Spiel: Geld und ZEIT.

Nur mal so meine Meinung. Vielleicht sehe ich das auch falsch und die anderen haben Recht.

Gruß und "gut's Nächtle" zZ

Orkus
Woher weiß ich was ich denke, wenn ich nicht höre, was ich sage?

How do I know what I think when I don't hear what I say?
Antworten

Zurück zu „Offtopic Dominaforum“