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Das Aufwärmen

Fr, 30.Nov 2007, 01:57
....ich weiss ja selber, dass es funktioniert: Ne Zeit lang gibt es Haue, aber nicht gar so schlimm, mit Flogger oder Hand oder so was, bis man "warm" ist. Dann kommen die wirklich üblen Geräte und man hält sie besser aus.

----aber warum eigentlich? Rein physiologisch kann ich mir das "Aufwärmen" nicht wirklich erklären: eigentlich müsste man doch eher sensibilisiert werden, also folgende Schmerzen eher noch härter empfinden. Ist das eine rein emotionale Sache? Man gewöhnt sich irgendwie daran, dass man jetzt verprügelt wird? Oder man taucht langsam in den "Subspace" ab?

Schnallt das irgendwer wirklich?
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Fr, 30.Nov 2007, 07:41
Hallo Jagged,

soweit ich weiß, bringt das Aufwärmen die Endorphine an den Start, bei mir ist es so, dass bei gutem Aufwärmen werde ich auch bei heftigen Schmerz nur noch erregter, während heftiger Schmerz gleich zu Anfang mich eher abtörnt. Das kann dann zwar auch wieder umschlagen (welche schönes dooppeldeutiger Begriff), aber es dauert einwandfrei länger.

Zudem stellte ich für mich fest, dass wenn zu schnelll heftige schwere Schläge kommen, wird mein Hintern *hart* und irgendwann taub. Während beim Aufwärmen alles weich bleibt. Ich erkläre es mit Erweiterung der Blutgefässe mit dem Aufwärmen.. und Platzen derselben bei *kalter* Heftigkeit :-)

Liebe Grüße
Iris

Fr, 30.Nov 2007, 20:56
Danke für deine Antwort aus der Sicht der Fachfrau. :-D

...ja, was du sagst, klingt plausibel: durch zunächt "angenehmen" Schmerz die richtigen Endorphine auszuschütten, die einen dann später etwas schützen. Die Erweiterung der peripheren Blutgefäße...vielleicht dämpfen die tatsächlich dann auch etwas die härteren Schläge.

%wink%
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Di, 04.Dez 2007, 07:44
Grüß Euch,

ich denke da wie Extremzofe.
Wenn jemand das Glück sein Eigen nennt, aus diesen Schmerzen Lust zu ziehen und sie nicht nur als Strafe - eben zu erdulden - dann hilft das Aufwärmen auf alle Fälle um den Menschen mal langsam hochzufahren.

Schmerzen sind ja sehr individuelle Empfindungen - die ja nur lustvoll empfunden werden können, wenn das Kopfkino auch mitspielt.

Lieben Gruß,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

Re: Das Aufwärmen

Mi, 05.Dez 2007, 10:24
Jagged hat geschrieben:Schnallt das irgendwer wirklich?
Nein. Wir unsensiblen Männer nicht.

Und deswegen: von Anfang an volle Kraft voraus. Frauen, die einen erst minutenlang aufwärmen kann man in der Pfeife rauchen. Öde. Man würde ihnen am liebsten das Schlaginstrument aus der Hand nehmen und sie in die Küche schicken, wo sie besser aufgehoben wären.

Wozu ist eine Peitsche da? Zum schlagen oder rumschwänzeln? Geht doch in einen Kuschelkurs.

Männer müssen nicht aufgewärmt werden. Der bloße Anblick einer Lady mit dementsprechenden Gesichtsausdruck und Schlaginstrument in der Hand reicht vollkommen und der Körper ist durchblutet. Aufwärmen ist etwas für Pussies. Das ist wie die Werbung vor der Sportschau. Kein Mann benötigt sie.

Aufwärmen ist eine Erfindung der Frauen. Na, wenn es Euch Spaß macht, bitte sehr. Wir sehen es Euch ja nach.

Gruß,
Steffen

Mi, 05.Dez 2007, 13:44
Grüß Euch,

tja, wenn man(n) darin seine Erfüllung sieht - fein - mir wäre es ein wenig zu einfach und einfallslos.
Für mich gehört ein wenig mehr dazu, als nur draufzudreschen ... aber fantasievolle und achtsame Menschen deswegen abwertend als Pussy zu bezeichnen, nun ja...

Sonst würde ich sagen - jeder wie er kann und mag.

LG,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

Mi, 05.Dez 2007, 17:28
Letzter Maso provoziert bewusst.
Seine Art von schwarzer Humor....oder so etwas wie Sarkasmus....

Er schreibt, hofft auf empörte Reaktionen und, wenn sie denn kommen, was hier nicht der Fall ist, durchzieht sein Maso- Antlitz ein Grinsen vom linken zum rechten Ohrläppchen, echte Freude würde dann bei ihm Einzug halten.

Nein, Maso, darauf fallen eine Katarina und natürlich ein Hunter- Dom nicht rein. Niemals! ----------------> :-D


DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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http://www.domina-portrait.com

Mi, 05.Dez 2007, 19:53
Man kann es ja mal versuchen. Aber ich bin hier wohl schon längst durchschaut. Pah. Außerdem ist mir Katarina doch auf den Leim gegangen. Ich bin also zufrieden. :)

Mir gefällt am "wärmen" aber fast noch das "zwischenwärmen" am Besten.
Wenn das Adrenalin seine Streiche spielt, durch eher streichelnde Schläge kurz nach unten geholt zu werden. Dieses auf und ab der Höhen und Tiefen. Das beherrschen nicht alle von der schlagenden Zunft. Das Momentum zu erkennen, wann es angebracht wäre. Dies ist für mich das Sinnliche am peitschen/ausgepeitscht werden. Ständig auf Adrenalin zu sein besitzt zwar auch seinen Reiz, doch es immer wieder aufzubauen erschöpft so schön.

Was das aufwärmen anbelangt, so denke ich, dass kein Einziger auf der untenstehenden Seite etwas dagegen hat. Warum auch? Die harten Zeiten kommen früher oder später.

Einfallsreichtum zeichnet sich ja auch durch das Schlagen auf Stellen aus, die Frau normal meidet, weil solche Regionen laut politisch korrekter SSC-Regelkunde als verpönt gelten. Ich kenne da eine, die vorgestern ein paar sehr nette Wirkungstreffer gelandet hat. An solchen Stellen vorher aufzuwärmen wäre zu offensichtlich. Frau will ja die Reaktion erleben, wenn ein Hieb z.B. in der Nackenregion sein Ziel findet. Aufwärmen kann also auch sehr trügerisch sein und einen in falscher Sicherheit wiegen. ;-)

Warme Grüße,
Steffen

Do, 06.Dez 2007, 14:56
Hey Ihr,

Domi lass, ich steh schon dazu, dass er mich erwischt hat. Kein Problem ...
Gibt`s halt keine o\o , sollten wir uns mal kennenlernen, sonst wäre es ja keine Strafe, ne Lady so zu pflanzen :-D

Auf der andren Seite steh ich trotzdem zu meiner Aussage. Für mich gehört eben ein wenig! mehr dazu, als wahllos draufzudreschen.
Wie ich aus meinen Erfahrungen weiß, gibt es nicht nur wirklich Männer, die drauf stehen, sondern auch Damen, die nichts andren können.
Bei den Männern frag ich mich dann immer, ob sie nur noch nichts andres kennenlernen durften.

Ein Beispiel, welches ich immer gern heranziehe.
Eine Spankingsession (privat) - Subbie wird gepeitscht und mit Rohrstock geschlagen, bis das Blut fliest.
Ich merke an seinem Gesichtsausdruck Gleichgültigkeit und ein einfaches Erdulden.
Danach setz ich mich zu ihm an die Bar und beginne ein Gespräch. Auf die Frage, ob ihm das gefällt, meint er dann:
"Naja, ich erdulde es.!" Darauf frage ich ihn, warum er sich das denn gefallen läßt, wenn es nicht seines ist und ihn nicht (er)ausfüllt. Meint er:
"Naja, was soll ich machen, besser als nichts".

Tja, was soll ich noch sagen. Ich hätte gern mit ihm gespielt...

Ich bin ganz bei Dir Letzter Maso.
Das Spiel mit dem Schlagen besteht meiner Meinung aus weit mehr, als nur draufzuhauen.
Ich bin sowieso ein Mensch, der gerne auf der Nonverbalen Ebene spielt - die verschiedenen Stimmungen von Lust, Schmerz, Verzweiflung, Entspannung, Höhepunkt, Auffangen auskostet und gern ein stetiges Auf und ab provoziert.

Ich glaube wir würden sicher harmonieren. Auch ich steh nicht so auf das ganze SSC-Regelzeugs.
Mit dem nötigen Hausverstand, ein wenig Wissen um den menschlichen Körper, das Beobachten seine(r)s Spielpartner(s)in kann man auch ohne diese ganzen Regeln auskommen :-)

Alles Liebe,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

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Do, 06.Dez 2007, 15:01
@LadyKatharina:
Mit dem nötigen Hausverstand, ein wenig Wissen um den menschlichen Körper, das Beobachten seine(r)s Spielpartner(s)in kann man auch ohne diese ganzen Regeln auskommen :-)

Schade, das du soweit weg bist. %gern%
Hast du Sylvester schon etwas vor?

Liebe Grüße,
Roxana

Fr, 14.Dez 2007, 18:15
Da ich diese Frage spannend finde, würde ich gerne noch einmal auf den Aspekt der medizinischen Ursachen des Aufwärmeffektes zurückkommen. Da ich selbst keine befriedigende Antwort darauf wusste und bei meiner Recherche im Netz auch keinen spezifischen Text zu dieser Frage gefunden habe, habe ich in einem anderen Forum einmal nachgefragt und möchte das Ergebnis an dieser Stelle kurz zusammenfassen.

Man kann das Aufwärmen vor allem unter zwei Aspekten betrachten:
  • 1. Haut und Gewebe
    Durch das Aufwärmen wird die Haut besser durchblutet. Das könnte sich dem ersten Anschein nach sogar eher kontraproduktiv auswirken: Bei stärker durchblutetem Gewebe tritt im Falle eines Traumas auch mehr Blut ins Gewebe. ( So können Eisbeutelanwendungen nach einer Flagsession helfen, Hämatome (Blaue Flecke) zu vermeiden.) Dass das Aufwärmen aber tatsächlich einen positiven Effekt auf Haut und Gewebe hat, lässt sich dadurch erklären, dass sich in besser durchbluteten Geweben mehr Wasser einlagert. Durch die Wassereinlagerung wird die Haut und das darunter liegende Gewebe geschmeidiger. Das Wasser wirkt dämpfend und verteilt den Druck besser. Diesen Effekt kennt man zum Beispiel von Gelkissen. Diese Durchblutungssteigerung zur Spurenminderung lässt sich zum Beispiel auch mit einem Heizkissen oder durchblutungsfördernde Salben erreichen.

    2. Psychisch, neurologisch und vegetativ
    Die geistige Antizipation des kommenden Schmerzes und schließlich der mechanische Reiz setzen im Körper Adrenalin frei. Adrenalin wirkt auf das Herz-Kreislauf-System, führt zu einer Erhöhung von Puls und Atemvolumen. Das bewirkt somit zum einen die besseren Sauerstoffversorgung und zum anderen auch das Einstellen des hormonellen Cocktails auf die Belastung. An dieser Stelle kommt das Webersche Gesetz ins Spiel. Das Webersche Gesetz besagt, dass ein neuer Reiz zum vorhergehenden in Relation gesetzt, dementsprechend wahrgenommen und bewertet wird. Also: Trifft ein Rohrstockschlag auf einen "kalten" Hintern, wird der Reiz in Relation gesetzt zum vorherigen Ruhepotential und als stark empfunden. Würde ein Schlag von gleicher Intensität einen "warmen" Hintern treffen, wird der letzte Schlag in Relation zum vorherigen gesetzt und als weniger stark empfunden. Dauerreize führen daher zu einem schlichten Abstumpfen. Der Organismus gewöhnt sich an die Situation. Nach einer gewissen Zeit schüttet der Körper Endorphine aus, die für den Rausch verantwortlich sind, den der passive Part spürt.
Lady Katarina schrieb:
Schmerzen sind ja sehr individuelle Empfindungen - die ja nur lustvoll empfunden werden können, wenn das Kopfkino auch mitspielt.
Dem ist mitnichten so, zumindest wenn wir das Selbe unter "Kopfkino" verstehen. Ich kenne einige Masochisten, denen es wirklich lediglich um den Schmerz geht und die mit wie auch immer gearteten D/S-Phantasien nichts anfangen können.

Viele Grüße,
Nora(h)

Das Aufwärmen

Di, 29.Jan 2008, 10:17
Ich glaube, da gibt es keine allgemeine Regel. Ich brauche die knallharte englische Erziehung mit Rohrstock und Peitsche, Zielpunkt ausschließlich der nackte Po. Ich will das wie eine zornige Strafe. Da passt das Aufwärmen nicht. Es ist aber nicht leicht, eine Domina zu finden, die gleich am Anfang fest losdrischt. Aber wer sucht, der findet auch.
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