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Di, 06.Nov 2007, 20:24
Lady MacLaine hat geschrieben:Heute weiß jeder, aber auch jeder Gast, dass es sich um eine bezahlte Dienstleistung handelt, die nach seinem Willen (und natürlich auch für sein Geld, das ist keine Frage) ablaufen soll.
Liebe LadyMacLaine, es weiß jeder, dies ist korrekt. Im Wissen darüber liegt nicht die Tragik verborgen. Tragisch wird es, wenn dies angewandt wird. Würde ich Sie nun um einen Termin bitten, um meine nichtmasochistischen Sehnsüchte ausleben zu dürfen, z.B. Füße massieren zu dürfen, und nichts anderes, würden Sie dies wohl nicht ausschlagen.
Oder wenn Sie dies ausschlagen, wird es eine andere nicht tun. Und genau in diesem Augenblick wird aus der Domina eine Wunscherfüllungsgehilfin, die sich letzten Endes vom Kunden dominieren lässt, ohne ihre eigene Natur ausleben zu dürfen. Ich empfinde dies als eher als tragisch für die Domina, wenn sie so mit sich umspringen lässt. Meines Erachtens liegt es an der Domina, dem Kunden verständlich zu machen, dass er zwar Wünsche äußern darf, aber damit zu rechnen hat, dass die Session völlig anders laufen kann.

Also gut, dies wird heute länger. Es sollte mal Tacheles geredet werden. Ein Beispiel, aus eigener Erfahrung. Ihr Thema: Zunahme des Fetischismus. Wenn es in 5 von 10 Anrufen darum geht, ob denn die Herrin dies oder jenes zum anziehen hätte und bei einer Verneinung sogar vereinzelt gemault wird, sagt dies einiges über den Respekt aus, den diese Personen einer Domina gegenüber besitzen. Und es gibt Fälle, in denen die Dame dem Anrufer dann nicht durchs Telefon ins Gesicht springt, was angemessen wäre. Nein, es wird nach dem entsprechenden Outfit gesucht, um ja den Termin nicht zu verpassen. Denn Tribut minus Klamottenkauf = immer noch Gewinn.

Ha, ha, und dann erscheint der Kunde nicht. Soll ich dann noch großartig trösten? Nein, dann sagt man eben "dusseliges Stück", auch wenn es seine Herrin ist. Gibt dann zwar Ärger, aber irgendwann merkt sie es selbst. Und wenn nicht, kann man nicht mehr helfen.

Die Sache liegt doch auf der Hand. Als Mann, der Sehnsüchte in Bezug auf Fetischismus besitzt, kann ich genauso gut in ein Freudenhaus gehen. Dort kann ich mir auch wünschen, was sich die Dame anzuziehen hat, mich ein wenig rumkommandieren lassen, brauche keine Angst vor Schmerzen zu besitzen und komme obendrein sicher zum Orgasmus. Für diese Sorte an Männern ist es reizvoll, sich ihren Fetisch bei einer eher gefährlich und dominant wirkenden Frau abzuholen.
Super Kick. "Klasse war es, ich war bei der berüchtigten Lady XYZ, habe alles bekommen, was ich wollte und bin ohne blauen Fleck wieder nach Hause gekommen."

Ach, und diesen Schuh wollen sich Frauen anziehen, die sich "Domina" schimpfen?
Nur, weil die Kohle benötigt wird? Weshalb dann nicht ehrlich sein und sich in "Bizarrlady" umtitulieren? Oder besser noch in "Sklavia in spe"? Ich kann nur sagen, Ehre wem Ehre gebührt. Die Zeiten mögen sich verändert haben, Lady MacLaine. Aber es existieren noch genug Männer, die in einer Domina eine Frau mit sado-dominanten Neigungen sehen, die sich das von einem Kunden nimmt, was sie möchte und sich nicht darum schert, was wir wollen. Weswegen wir sie lieben. Und ich hoffe, ich bekomme auf diese Aussage etwas Zustimmung von den Kerlen hier.

Die schönste Sache an einem Besuch ist doch neben der Zweisamkeit auch die gegenseitige Herausforderung. Aus männlicher Sicht doch der Reiz, wie sehr man als Mann den Anforderungen einer erwachsenen, in ihrer Sehnsucht dominant und/oder sadistisch veranlagten Frau gewachsen ist. Kommt man damit klar, was sie sich nimmt? Kann man dem begegnen, es erwidern? Versagt man gar? Verzweifelt man oder wird einem eine neue Türe geöffnet? Macht sie aus einer Seele Kleinholz oder wird es ein schönes Lagerfeuer für beide? Aus solchen tiefschürfenden, beide Seelen beanspruchenden Sessions gehen doch Beide mit einem fetten Grinsen auseinander.

Ich empfinde es als schade, dass viele Männer dies nicht erkennen, weil sie so sehr in ihren Fetischen und Geilheitsphantasien gefangen sitzen, sich beinahe verzweifelt an sie klammern und sich nicht aus ihren eigenen, geistigen vier Wänden befreien möchten. Warum sie nicht einfach mal sagen können "machen Sie mit mir bitte, was Sie wollen" um damit die Domina, als auch sich selbst zu ehren? Das ist in meinen Augen Männlichkeit. Und wenn es nur eine Session ist, die ihr mal mit dieser Einstellung angeht, Jungs. Nur eine. Ihr werdet keine anderen mehr wollen.

Sie sehen, die Mythen sind noch da, Lady MacLaine. Die Verehrung ist noch da. Ich treffe mit meiner Meinung und Einstellung sicherlich die Zustimmung einiger Männer. Ich weiß persönlich, dass es sie gibt. Man muss schließlich nicht jedem gefallen. Eine Domina ebenso nicht. Eine Domina, die allen gefallen will, bekommt vielleicht im Schnitt mehr Kunden, der Geldbeutel fühlt sich praller an, aber seelisch erleidet sie irgendwann Schiffbruch, weil ihr ihre einstige Berufung und Lust irgendwann verleidet wird, durch die Dämonen, die sie selbst in ihr Haus gelassen hat. Und davon weiß ich gut zu berichten. Denn wenn eine Seele leidet, leidet irgendwann auch die nächststehende Seele und es weitet sich darüber gehend hinaus aus.

Die Berufung wird zur Qual, der Beruf ödet an, der Respekt vor den Männern sinkt, der Respekt vor sich selbst auch. Frau wird melancholisch, zynisch, vergangenheitsliebend und zukunftsmüde. Genau die Symptome, die durch Ihre Mails klingen, die durfte ich als Erfahrungswerte in Empfang nehmen. Und darauf habe ich als Sklave keinen Bock mehr. Weil wir diejenigen sind, die nicht ständig so stark sein können, um zu halten, weil die Kunden an der Seele unserer Herinnen und Geliebten nagen. Weil wir nicht ständig auf die Schnauze bekommen wollen, wenn wir Kritik anbringen, wenn wir erkennen, dass etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Weil wir als Sklaven nicht unendlich seelisch belastbar sind, wenn eine Herrin leidet, die Mann und Kind besitzt, ihre Seelenqualen aber ungern zu Hause abladen möchte und uns dafür auserwählt. Es ist nicht mal das Problem, dass mit uns kein SM mehr betrieben wird, weil Lust und Energie abhanden gekommen sind. Völlig gleich. SM kann so unwichtig sein. Es ist einfach das Problem, dass wir erkennen, dass sich eine Frau mit Prinzipien, die man wegen eben dieser so lieben gelernt hatte, sich in etwas verwandelt, was nicht mehr sie ist. Dass sie sich selbst fremd wird. Und DAS tut verdammt weh. Weil sie sich selbst verliert und man sie aus diesem Grund ebenso verliert.

Eine Domina sollte eben den einen Kunden pro Monat nehmen, der ihre Gelüste erfüllt und ihr die Ehre des Tributs übergibt. Vielleicht den ein oder anderen Fetischisten einweben, den sie putzig findet und der sie nicht in ihrem Ego belastet.
Dann passt es doch. Wenn ich mich hier durch das Forum lese, so fällt mir auf, dass die wortgewandteren Beiträge von den "Herren" Ladies stammen. Ich setze also Bildung voraus. Bildung sehe ich gleichbedeutend mit einem Beruf, mit der frau Geld verdient. Wenn dem so ist, dürften die meisten Damen nicht von jedem dahergelaufenen Kunden abhängig sein. Lassen sie sich dennoch auf diese ein, fehlen mir ehrlich gesagt die Worte. In dem Fall müssen manche Dominas geborene Masochistinnen sein, welche die Lusterfüllung des Mannes in einer bizarren Art als eigene Dominanz empfinden. Dann wäre es okay. Dann wäre es mir zu hoch und es müsste mir erklärt werden. Das kann so sein, aber das würde dann bedeuten, dass ich Zeit meines Lebens Dominanz und Sadismus falsch interpretiert habe.

War ein längeres Posting, aber es musste mal raus. Ich bin ein Jungspund. Ihnen Ratschläge zu geben dürfte reichlich vermessen sein. Mir tut es einfach weh, dass Sie so demütig resignierend anmutend über die heutige Generation der Sklaven und Dominas denken. Vielleicht sind wir ja bekloppt. Gut möglich. Aber zum "alten Eisen" zähle ich Sie bestimmt nicht. Ein bisschen mehr Pfeffer und Angriffslust von Ihrer Seite würde Ihnen sicherlich nicht schlecht zu Gesicht stehen. *augenzwinkernd gesagt*

Ich küsse jetzt einfach mal Ihren unsaubersten Stiefel.

Grüße,
Steffen

Di, 06.Nov 2007, 21:10
@Lady MacLaine

Ich muß Ihnen zu 100% recht geben, auch wenn die Ausführungen von LetzterMaso aufmuntern sollen, sieht die Realität nunmal anders aus!

Ich bin selbst jemand, der mehr seinen Fetisch auslebt, als sich einer Domina zu unterwerfen. Für mich ist es eine Dienstleistung, in der meine Wunschvorstellungen erfüllt werden sollen. Dafür bin ich auch bereit einen höheren Obulus zu zahlen.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, genieße ich es von einer Bizarrlady dominiert und ausgenutzt zu werden, als von einer waschechten Domina. Der Grund liegt halt darin, daß diese Damen nicht nur Aktiv veranlagt sind, sondern auch ihre passive Seite ausleben. Allerdings auf einem Niveau, das nicht mit einem Puff vergleichbar ist.

BDSM wird heutzutage aus ökonomischen Gesichtpunkten betrieben, um einen stetig wachsenden Markt von Fetischisten zu bedienen. Die Anzahl der Kunden, die ihren Fetisch ausleben wollen, wächst um ein Vielfaches mehr als die Anzahl der "echten BDSM Veranlagten".

Für Damen mit einer echten Dominaveranlagung gibt es heute nur noch einen Weg, um ihre finanzielle Existenz zu sichern und nicht von ihrer Veranlagung abzuweichen zu müssen. Stammkunden!!!

Durch den Aufbau eines Stammkundennetzes aus echten BDSM Veranlagten und deren Haltung, werden sie auch in Zukunft fortbestehen und sich nicht selbst verleugnen müssen.

Durch den Wegfall der Grenzen, strömen aus anderen Teilen der Welt Damen in unser Land, die auf diesen Zug ebenfalls aufspringen und die Situation der Dominas verschlimmern.

Aber wie schon gesagt, ist die Zahl der echten BDSM Veranlagten geringer, als die der Fetischisten. Daher wird es eine Regulierung des Dominamarktes geben und nur die, die ihre Kunden von sich überzeugen können, werden überleben!

Di, 06.Nov 2007, 22:30
AV_ hat geschrieben:Für Damen mit einer echten Dominaveranlagung gibt es heute nur noch einen Weg, um ihre finanzielle Existenz zu sichern und nicht von ihrer Veranlagung abzuweichen zu müssen. Stammkunden!!!
Hallo AV,

weshalb gehen eigentlich so viele Menschen davon aus, dass eine Domina ihre finanzielle Existenz nur über den Weg des zahlenden Kunden zu sichern hat? Werden die Damen für dumm gehalten, keinen Beruf erlernt zu haben und auszuüben oder einen Mann/Freund oder Frau/Freundin zu besitzen, der/die sie finanziell absichert? Ist eine ernstgemeinte Frage. Ich mache mir nämlich so langsam Sorgen.

Gruß,
Steffen

Di, 06.Nov 2007, 23:03
Steffen,

sicher mag die eine oder andere Dame keine Alternative zur Arbeit als Domina haben - doch eine erfolgreiche Domina ist mit Sicherheit nicht dumm. Es gibt hier so einige Damen im Forum, die ich sogar für sehr intelligente und interessante Frauen halte.

Im allgemeinen ist es aber in diesem Forum so, dass die Damen Vollzeitprofis sind und somit keine Möglichkeit haben, etwas durch einen Normalberuf zu verdienen...

Gerade Du bist doch auch ein Beispiel dafür, dass ein Mensch mit einem nicht so tollen Beruf (Du erwähntest was von einem Arbeiter), sich doch sehr gut auszudrücken vermag und somit nicht nur ich Deine Beiträge gerne liest.

Die Mann / Freund Variante lasse ich mal aussen vor.

Herzlich,
Geniesser67
Männer werden nicht erwachsen, ...
die Spielsachen werden nur teurer.

Di, 06.Nov 2007, 23:28
geniesser67 hat geschrieben:Im allgemeinen ist es aber in diesem Forum so, (...)
"Im allgemeinen" ist ein dehnbarer Begriff, geniesser. Wir lassen den mal so stehen. ;-)

PS: Ja klar. Aus dem Grund mag ich Dominas ja so sehr. Weil sie Arbeiterinnen sind. Am Fleische und der Seele eines Mannes. Weil es ihnen etwas gibt. Wenn man sie lässt. Und nicht nur wegen der Kohle. Wünsche eine schöne Nacht,

Steffen

Mi, 07.Nov 2007, 07:48
Hi LetzterMaso:
Du hast da etwas ganz falsch verstanden:
Gerade ich resigniere nicht, gerade ich leiste es mir (und "leisten" in dem Sinne, dass ich auf die meisten Gäste verzichte) ganz offen und deutlich in meinem Profil zu schreiben WAS ICH NICHT MAG UND NICHT ANBIETE!
Und bekräftige das auch bei Anfragen per Mails und am Telefon.
Und gerade das erhält mir persönlich die Freude an der Arbeit im Studio.
OK, es ist Zufall dass ich mich auch weiterentwickelt habe und nun mal mehr auf die reinen Fetisch-Sitzungen stehe, als auf das Dominagetue.
Wahrscheinlich gibt es mich deswegen überhaupt noch.
Deine Hymne auf die "echten" Sklaven ist süss, schrammt aber komplett an der Realität im Studio vorbei.
Beispiel von gestern: Ein lange Jahre bekannte Gast kommt zu Besuch.
Auf die Frage, was er denn heute erleben möchte, die Standartantwort: "Mach doch, was dir Spaß macht."
Ich sage "ja, klar" und grinse innerlich.
Als ich ins Studio komme, liegt er schon gemütlich mit geschlossenen Augen auf der Liege und bewegt sich im weiteren Verlauf der Session keinen Millimeter.
Einziges Lebenszeichen nach einer halben Stunde:"Kannst du bitte das Band abmachen, das ist mir unangenehm."
Ok, habe ich nur angenommen, weil wir uns Jahre kennen und ich im ja Vorfeld wusste, dass es so ablaufen würde.
Aber, lustig ist das schon!
Auch dir Letzter Maso würde etwas mehr Realitätssinn bezüglich unserer Branche gut tun: Glaubst du wirklich, auch nur eine einzige VollProfidommse würde nach einem angenommenen, ausreichenden Lottogewinn am nächsten Tag auch nur einen Fuß ins Studio setzen?
NO WAY!
Wenn wir jetzt mal die Hobby-Dommsen und Feierabendherrinnen außen vor lassen, ist heute jede Dame der Branche gezwungen jeden, aber auch jeden Gast anzunehmen, der Interesse bekundet.
Die paar Kolleginnen, die wirklich auswählen können, kannst du deutschlandweit wahrscheinlich mal gerade an zwei Händen abzählen.
So isses und nicht anders.
Gruss aus Berlin
Lady MacLaine
PS: Kann mich nicht erinnern, mit dir Mails getauscht zu haben

Mi, 07.Nov 2007, 16:48
Moin zusammen,

ich denke es ist ein Irrglaube anzunehmen das alle Dommsen den Job nur machen weil sie ausschließlich ihren Neigungen nachgehen.

Sicher gibt es welche die sich ansehen ob Die Neigung des "Kunden" mit den eigenen übereinstimmen und dann abwegen ob sie einen Termin machen oder nicht.
Wie Lady MacLaine aber schon sagt kann man es sich nicht leisten einen Kunden abzulehnen wenn im Hintergrund die laufenden Kosten eines Studios lauern. Es ist überall in der Wirtschaft der Fall das man Kompromisse eingehen muss um einen "Auftrag" zu erhalten und sicher nicht die eigenen Wünsche im Vordergrund stehen.

Die Ausführungen von LetzterMaso stellen sehr schön die Wunschvorstellungen vieler dar die sich einer richtigen Domina hingeben wollen und eben nicht wissen möchten was in der kommenden Stunde zu erwarten ist. Auch für mich eine grauenvolle Vorstellung genau zu wissen jetzt zwickt sie mich rechts und dann links.

Wie überall muss man somit unterscheiden ob dies alles Hobby oder Beruf ist.
In meinen Augen ist nichts verwerfliches dabei auch als Domina Kompromisse einzugehen und auch Dinge zu akzeptieren die vieleicht "nur" als Fetisch zu bezeichnen sind.

Auf lange Sicht werden jedoch nur die Damen Erfolg im Geschäft haben die wie Lady MacLaine Spass an der Sache haben und mit Freude dabei sind. Dies hat nichts damit zu tun das man sich selbst verleugnen muss.

Grüße aus Hamburg
Joppel

Mi, 07.Nov 2007, 18:29
Lady MacLaine hat geschrieben: Auch dir Letzter Maso würde etwas mehr Realitätssinn bezüglich unserer Branche gut tun: Glaubst du wirklich, auch nur eine einzige VollProfidommse würde nach einem angenommenen, ausreichenden Lottogewinn am nächsten Tag auch nur einen Fuß ins Studio setzen?
NO WAY!
...ein Monat...genau einen Monat und keinen Tag länger würdest Du, Lady MacLaine ;es trotz Lottogewinns ohne Studio aushalten.

Liebe Grüsse
Mechanik
zu leiden für die Schönste...ist das schönste

Do, 08.Nov 2007, 08:19
zunächst zur ursprünglichen Fragestellung:

vor ziemlich genau 10 Jahren traute ich mich erstmalig in ein Studio und zu einer Domse.
Seither kann ich exakt 10 Studiobesuche verzeichnen, die durchschnittliche Häufigkeit bitte ich selbst auszurechnen...

Wollen würde ich gerne öfter, aber begrenzende Faktoren sind der schnöde Mammon und die mangelnden Gelegenheiten (nichts (hoffentlich) ahnende Ehefrau...)

zur restlichen Diskussion:
hier wäre ich auch dafür, einen eigenen Thread zu eröfnen....

Gruß
Servus

Do, 08.Nov 2007, 15:26
@etzterMaso:
Ich empfinde es als schade, dass viele Männer dies nicht erkennen, weil sie so sehr in ihren Fetischen und Geilheitsphantasien gefangen sitzen, sich beinahe verzweifelt an sie klammern und sich nicht aus ihren eigenen, geistigen vier Wänden befreien möchten. Warum sie nicht einfach mal sagen können "machen Sie mit mir bitte, was Sie wollen" um damit die Domina, als auch sich selbst zu ehren?
Es gibt sie noch und die Dunkelziffer ist nach meiner Kenntnis recht hoch.
Tendenz steigend.
Und das ist gut so:-)

Liebe Grüße,

Roxana

Do, 08.Nov 2007, 16:15
Ich schreibe doch noch einmal eine Antwort, obwohl servus1 um Rückkehr zum Thema gebeten hat.
Ich bin beruflich genauso wie privat folgender Überzeugung:
Jeder (erwachsene) Mensch träg soetwas wie einen "erotischen Fingerabdruck" in sich.
Mir ist noch kein besseres Wort dafür eingefallen.
Das soll heißen: Jeder trägt tief in sich eine Phantasie, eine Sehnsucht, ein Bild oder wie man es auch immer nennen mag.
Das Kopfkino bei der Selbstbefriedigung kann über Jahrzehnte die gleichen Bilder, Worte oder Geschehnisse produzieren und sich auch nicht wesentlich ändern.
Jeder Mensch reagiert auf sein ganz persönliches Szenario wie ein Seismograph.
Wenn jemand einen Partner findet, der dieses Szenario spiegeln kann, dann nenne ich es (ganz privat) mein erotisches Echo. Mein vergangenes Liebesleben hat mir mehr als einmal deutlich gezeigt: Ist mir mein Partner genau dieses Echo nicht, hilft alles reden, bemühen, probieren und experimentieren nichts.
Er wird mich nicht berühren.
Oder, wenn er mein Echo ist, mich so tief berühren, dass es bis unter jede Haut geht.
Diese Erkenntnis habe ich irgendwann auf den Dominaberuf übertragen und akzeptiert, dass auch jeder unserer Besucher diesen erotischen Fingerabdruck in sich trägt.
Darum werfe ich auch niemandem vor oder halte ihn sogar für einen schlechten Diener, wenn er eben ganz genau nur auf seine eigenen Bilder, Worte, Gesten oder Kleidung reagiert.
Meiner Meinung nach kann niemand von uns aus seiner sexuellen Haut.
Wird es versucht, geht es meistens daneben.
Ob im Profistudio oder zu Hause im Schlafzimmer.
Darum weiß ich, dass der berühmte Satz: "Herrin, ich werde alles für Sie tun", einfach nicht funzt.
Gruss aus Berlin
Lady MacLaine

Do, 08.Nov 2007, 18:57
Hallo zusammen, ich gehe ebenfalls zurück zum Thema. Ich besuche etwa drei-, viermal im Jahr eine Domina, öfter kann ich es mir finanziell nicht leisten und auch komme ich nicht öfter an Orte wie Nürnberg oder München. Und bei mir am Wohnort oder Arbeitsort gibts keine. Was die andere Diskussion angeht, schreibe ich einen eigenen Beitrag, das dauert aber länger, den muss ich außerhalb des Forums als WORD-Dokument erstellen und dann hier aus meiner Zwischenablage einstellen. Bis dann. Gruß vom Dreiachser.

Do, 08.Nov 2007, 19:22
@Dreiachser

Ja bitte, erstelle einen neuen Thread. Hätte zu diesem Thema auch noch einige Anmerkungen und Fragen, insbesondere an Lady MacLaine (@Lady MacLaine, ich verwechselte das Wort Mails mit Postings, sorry) und habe ein Posting verfasst. Halte es zurück, bis Du den Thread gestartet hast.

@Roxana

Du verkündest das Revival der furchtlosen Recken und tabulosen Asis? Subbr, es geht wieder aufwärts mit Germany. Und falls nicht, machen wir Dich dafür verantwortlich. :)

Liebe Grüße,
Steffen
Antworten

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