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Re: Mailkontakt zu einer Domina zwischen den Session

Fr, 12.Okt 2007, 22:30
peizu hat geschrieben:...mal mailen, wenn ich z.B. einen Gedanken zur letzten oder nächsten Session habe, oder eine Frage, die mich beschäftigt.
Oder auch nur ein “Hallo, wie geht es“

Ich könnte mir vorstellen, daß eine kurze, sozusagen sachliche Bemerkung zur letzen oder nächsten Session nicht so sehr das Problem wäre, das "Hallo, wie gehts?" hingegen schon: In manchen Berufen, speziell solchen, bei denen tiefe Emotionen beteiligt sind und bei denen zwischen Profi und Gast/Kunde/Klient/Patient ein hirarchisches Gefälle besteht, kann es für die Psychohygiene des Profis nötig sein, das eigene Privatleben strikt zu schützen. Bei einer Domina, die in einer Session nicht nur kühl ein Program abspult, sondern sich tatsächlich auch selber emotional einläßt, kann ich mir vorstellen, daß sie sich in ihrer Freizeit einfach abschirmen muss und ihre Privatleben zum No-Go für ihre Gäste erklärt.

Dazu kommt vielleicht das Problem, daß sich ein Bottom leichter in eine Domina verliebt, als umgekehrt, was für beide Seiten ziehmlich unangenehm werden kann, bis hin zum Liebeskasper- oder sogar Stalkerproblem. Auch deshalb, nehme ich an, kann eine professionelle Domina es nötig finden, schon vorab bestimmte klare Grenzen zu setzen.

Versteh mich bloss nicht falsch: dein Anliegen war bestimmt ganz arglos---aber vielleicht ging es bei ihr eben schon über die Grenze, die sie sich mal für sich gesetzt hat.
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Sa, 13.Okt 2007, 03:06
Servus Jagged,

Du hast hier ein sehr heikles Thema angesprochen.
Ich kann nur von mir sprechen und von den Damen, die ich persönlich kenne und ihren Zugang und ihre Art mit der Materie umzugehen (im Studio und privat) sprechen.
Sonst müssen Dir hier die Damen selber Antwort stehen. Ich denke, dass jeder einen andren Zugang zum Thema hat.

Normalerweise würde ich sagen, dass man seinem Installateur ja auch nicht per email erzählt, wie toll das WC nun funktionier und man wieder genußvoll und erleichernd den Gang am Morgen empfindet.
Warum sollte es also eine Domina für nötig befinden, sich außerhalb der bezahlen Zeit um ihre Kunden zu kümmern?

Es gibt aber eben auch Frauen, die dran ein wenig mehr finden, als die Zei, die bezahlt wurde.

Und hier sind wir bei den Punkten, die Du angesprochen hast.
Ich könnte mir vorstellen, daß eine kurze, sozusagen sachliche Bemerkung zur letzen oder nächsten Session nicht so sehr das Problem wäre, das "Hallo, wie gehts?" hingegen schon: In manchen Berufen, speziell solchen, bei denen tiefe Emotionen beteiligt sind und bei denen zwischen Profi und Gast/Kunde/Klient/Patient ein hirarchisches Gefälle besteht, kann es für die Psychohygiene des Profis nötig sein, das eigene Privatleben strikt zu schützen. Bei einer Domina, die in einer Session nicht nur kühl ein Program abspult, sondern sich tatsächlich auch selber emotional einläßt, kann ich mir vorstellen, daß sie sich in ihrer Freizeit einfach abschirmen muss und ihre Privatleben zum No-Go für ihre Gäste erklärt.
Gehen wir mal von den reinen Dienstleiserinnen aus.
Hier werden jegliche Emotionen wohl sehr einseitig von seitens des Kunden sein und bleiben - zumindest so gut wie immer.

Ich kann wie gesagt nur von mir sprechen. Emotionen sind bei mir eigentlich immer vorhanden. Aber ich sehe auch ein wenig mehr als nur Dienstleistung in meinem Handeln.
Daher brauche ich auch nicht die von Dir genannte Psychohygiene. Ich trenne privat und "Beruf" nicht so wirklich.
Daher habe ich auch keine Probleme, wenn mich jemand außerhalb einer bezahlten Session meine Aufmerksamkeit sucht.
Wenn ich keine Zeit und Lust habe, dann sage ich das aber auch. Das hat aber meist nichts damit zu tun, dass derjenige mal für eine Session bezahlt hat.

Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass es eigentlich genau das Gegenteil war. Die Damen, die sich nicht nur kühl ihr Standardprogramm gefahren haben, sondern mit Liebe und Leidenschaft dabei waren, konnten da emotionaler lockerer dabei sein und sind auch außerhalb der bezahlten Session bereit gewesen zu reden/wegzugehen/mailen/etc.
Zumindest ist es auch bei mir so.
Dazu kommt vielleicht das Problem, daß sich ein Bottom leichter in eine Domina verliebt, als umgekehrt, was für beide Seiten ziehmlich unangenehm werden kann, bis hin zum Liebeskasper- oder sogar Stalkerproblem. Auch deshalb, nehme ich an, kann eine professionelle Domina es nötig finden, schon vorab bestimmte klare Grenzen zu setzen.
Das hat aber nichts mit der Neigung zu tun. Der Besucher hat "nur" die eine Domina. Die Domina hat aber viele Besucher.
Wenn sie es also nur als Dienstleistung sieht, wird sie den Menschen nie so nah an sich ranlassen.
Ich sehe aber grundsätzlich kein Problem darin, sich zu verlieben. Das einzige Problem wäre nur, wenn derjenige dann ein Problem mit meiner Tätigkeit hat - was sicher leicht passiert und mir die Erfharung im Bekanntenkreis gezeigt hat.

Stalker sind leider oft auf den Plan gerufen. Meist aber, wenn man ihre Liebe nicht erwidert.

Lieben Gruß,
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

Sa, 13.Okt 2007, 04:24
@ Lady Katarina


Interessant---was du sagst, ist so ziehmlich das Gegenteil dessen, was ich vermutet hatte. Natürlich bin ich auch keine Domina, nicht mal ein Dominus %lach% (Gibts das eigenlich: professionelle Dominusse?)---und ich war einfach von meiner eigenen, beruflichen Erfahrung ausgegangen. Ohne mich näher darüber auszulassen: ich fand es schon vor Ewigkeiten nötig, mich sogar aus dem Telefonbuch entfernen zu lassen, um private Kontaktaufnahmen meiner....sagenwirmal Klienten zu vermeiden.



Ich sehe aber grundsätzlich kein Problem darin, sich zu verlieben. Das einzige Problem wäre nur, wenn derjenige dann ein Problem mit meiner Tätigkeit hat - was sicher leicht passiert und mir die Erfharung im Bekanntenkreis gezeigt hat.


Ist es dir noch nicht passiert, dass ein Gast, an dem du wirklich nicht ausserhalb einer Session interessiert bist, sich in dich verliebt hat und du ihn davon runterbringen musstest? Ich hätte vermutet, dass das recht häufig passiert und ein regelmäßiges Problem für die Damen in deiner Profession ist.



%wink%
"Eine Frage bleibt: Was will das Weib?"
S. Freud

Sa, 13.Okt 2007, 10:56
@ Jagged

Mit deinen Ausführungen zu Beginn dieser Seite triffst du sehr nah meine Meinung zu dem Thema.

Und den Begriff Psychohygiene finde ich sogar in dem Kontext ziemlich treffend, aber nicht nur für die Domina, sondern ebenso für den Gast, dem das eben helfen könnte, sich nicht zu verlieben.

Und es soll sogar "Dominas" geben, die dieses Verlieben seitens des Gastes fördern und ausnutzen.

@ Katarina

Es ist doch zwangsläufig, dass du eher Damen kennst, die mit ihrem Beruf so umgehen, wie du es auch tust, das ist bei mir ebenso, und wieso sollte man sich auch groß mit jemandem beschäftigen, dessen Arbeits- und Lebenseinstellungen nicht zur eigenen passt.

Was mich aber irritiert ist, dass du unterschwellig die Damen, die anders als du damit umgehen, als reine, emotional unbeteiligte, auf die Minute achtende Dienstleisterinnen diskreditierst, und das auch noch, obwohl du solche nach deinem eigenen Bekunden gar nicht kennst.

Ich kann dir aus eigener Anschauung und der Kenntnis der Damen in meinem Umkreis sagen, dass du völlig in die Irre läufst mit deinen Vorurteilen, auch wenn es vermutlich vereinzelt Damen gibt, auf die auch deine Wertung zutrifft.

Um dies noch mal auf eine Metaebene zu bringen:
Es ist leider immer wieder zu lesen, wie Damen, die mit vermeintlich weiteren, großzügigeren Grenzen als ich arbeiten (z. B. berührbar, oder wie hier den Gast ins Privatleben lassen), solche, die wie ich mit strikteren Grenzen arbeiten, mehr oder weniger unterschwellig als Nicht-SM´erin, lieb- und leidenschaftslos, aufs Geld fixiert etc. versuchen abzuwerten. Und ich kann mir nicht wirklich erklären, worauf sich dieses Phänomen begründet.

Marfa
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

Sa, 13.Okt 2007, 13:05
Hallo Geniesser67 und Nightlover,

ich weiß nicht, ob es an der „Sympathie“ liegt. Auszuschließen ist natürlich nichts.

Ich glaube, es ist mehr ihre generelle Einstellung, zumal sie eine völlig unberührbare Domina ist.

Die Reaktionen der Dominas hier lassen mich nachdenken. Vielleicht sollte ich mal eine „Veränderung“ vornehmen. Im Ruhrpott lässt sich sicherlich eine berührbare (daran denke ich schon länger) Domina mit Mailkontakt-Bereitschaft finden.

Hallo Lady Katharina,

schade, dass Du in Wien und nicht im Ruhrpott lebst.
Du verkörperst exakt das, was mir gefallen würde „ eine Domina, die ihre Tätigkeit als Domina nur aus Leidenschaft betreibt“.
Gruss peizu

Sa, 13.Okt 2007, 14:05
Hallo Peizu,

in NRW gibt es solche, das weiss ich und ich kenne solche - es sind auch Damen, die Spass an der Sache haben und mit Passion ihre Sessions "leben". Sicher achten diese auch auf die pekuniären Aspekte aber sie bieten auch mehr!

Viel Erfolg bei der Suche,
Geniesser67 winke winke
Männer werden nicht erwachsen, ...
die Spielsachen werden nur teurer.

Sa, 13.Okt 2007, 14:28
Peizu schrieb: Hallo Lady Katharina,

schade, dass Du in Wien und nicht im Ruhrpott lebst.
@Lady Katharina:

Das finde ich auch.
Ich teile deine Philosophie im großen und ganzen.
Wie immer eigentlich :)

Liebe Grüße,
Roxana

Sa, 13.Okt 2007, 14:42
@LadyMarfa:
Und es soll sogar "Dominas" geben, die dieses Verlieben seitens des Gastes fördern und ausnutzen.
Also nun muß ich schmunzeln...
Fördern und ausnutzen...
Das ist ja nun eine Sache die man nie von außen bewerten könnte und somit behaupten könnte.
Sicher kann man viel hineininterpretieren in gewisse Dinge, auf welcher Seite liegt dann am Ende das Fiasko?

Mir gefällt allerdings irgendwo die versinnbildlichte, männermordende Domina, die man dennoch nie bekommt, Sadismus pur.
*Ironiemoduson: Schließlich sind wir bööööse und es ist gut so.*g

Roxana

Sa, 13.Okt 2007, 15:29
Roxana Sallés hat geschrieben:@LadyMarfa:
Und es soll sogar "Dominas" geben, die dieses Verlieben seitens des Gastes fördern und ausnutzen.
Also nun muß ich schmunzeln...
Dann warst Du höflicher als ich. Ich musste in schallendes Gelächter ausbrechen.

Meist ist es der Mann, der versucht etwas auszunutzen.

Klar, kommt vor, dass man sich auch in eine Domina verliebt. Ging sicher nicht wenigen Männern so. Mir auch. Ausgenutzt fühlte ich mich aber nicht.
Es wurde mir eher auf nette, aber bestimmte Art und Weise aufgezeigt, weshalb es nicht gehen würde. "Es soll, es soll..." ... typische Schlechtmacherei von anderen Dominas, in der Hoffung, sich als besser darstellen zu können.

Wir brauchen Euch, weil Ihr uns etwas gebt, wonach wir Sehnsucht besitzen. Ihr seid alle toll. Finde ich kacke, wenn sich Dommes gegenseitig in die Pfanne hauen.

Steffen

Mailkontakt zu einer Domina zwischen den Session

Sa, 13.Okt 2007, 15:40
Hallo !
Ich finde es hoch interessant, wie vielfältig die Meinungen zu diesem Thema sind.
Für mich persönlich ist es sehr wichtig, daß meine Lady zu einem E-Mail-Austausch bereit ist.
Man kann so eine Session in bestimmten Punkten noch einmal “aufarbeiten“, aber auch ggf. die künftige “vorbereiten“.

Nora:
Du scheinst ja sehr fürsorgliche (aktive) Gäste zu haben.

Ich hatte bisher noch nicht das Vergnügen, daß sich meine jetzige und hoffentlich noch häufige Gastgeberin bei mir nach einer intensiven Flag- oder auch Tretsession erkundigt hat, ob es mir “gut“ geht.

Aber vielleicht unterstellt sie auch, daß es mir nach ihrer “Behandlung“ einfach nur gut gehen kann und sich ihre Nachfrage somit erübrigt.

%oh% böse böse was ich jetzt geschrieben habe. Und da ich sicher bin, daß “meine“ Bizarrlady dies hier liest, kann ich ihr versichern: Niemand kann mehr sehen, wie Du Dich vor nicht allzu langer Zeit an/mit mir “vergnügt“ hast. – Also mir geht es optisch gut !


Katarina:
Deine Aussage „......Ich halte es grundsätzlich so, dass ich nur Menschen in mein Spielzimmer lasse, die mir auch sympathisch sind.....“ ist meines Erachtens der Kernpunkt, um für beide Seiten erfüllende Spiele zu erleben.

Allerdings scheinen die wenigsten Damen so zu handeln, denn dafür sind die Euros zu wichtig.

Ich als Sub habe schon bei mancher Domina nach dem ersten Gespräch den Kontakt beendet und bin gegangen, weil ich spürte, hier geht von meiner Seite nichts, wobei die Gründe hierfür sehr vielfältig waren.

Ich kann mich nur fallen lassen, das Draußen vergessen, wenn mir meine Gastgeberin sympathisch ist.

Ich brauche das Gefühl, daß eine Session nicht nur durchgezogen wird, damit wieder Geld in die Kasse kommt, sondern meine Gastgeberin sollte mir echt das Gefühl geben, daß es ihr (auch) Freude bereitet, mit mir eine bestimmte Zeit zu verbringen.

Ein solches Gefühl kann meines Erachtens z.B. durch den Inhalt einer mail verstärkt werden.

Auch meine ich, daß nicht immer zwingend die erste mail vom Sub kommen muß.


Klar hat jede Lady viele Gäste. Aber ist es so weltfremd, daß sie “zwischendurch“ nicht doch mal an einen bestimmten Gast denkt, an eine mit ihm erlebte Session oder an etwas noch nicht gemeinsam erlebtes, was sie sich aber durchaus vorstellen kann.

Und dann eine (kurze) mail an den Sub, ihm diesen Gedanken übermitteln. So etwas fällt nicht ständig, nicht regelmäßig an.

Ich freue mich jedenfalls jedes Mal riesig, wenn ich in meinen Briefkasten eine nicht erwartete mail von einer ganz bestimmten Domina vorfinde.


Jagged:
Meinst Du ernsthaft, daß ein Gast, der sich bei seiner Gastgeberin wohlfühlt, mit ihr eine möglichst lange und intensive Session erleben, vielleicht auch mal irgendetwas außerhalb des Studios “anstellen“ möchte, gleich in sie verliebt ist und sie ganz vereinnahmen will???
Ich behaupte für mich, daß zum Verlieben weitaus mehr gehört.

Allen, die dieses hier gelesen haben, ein schönes Wochenende
Slave-nrw

Sa, 13.Okt 2007, 16:35
@ slave-nrw
Nora:
Du scheinst ja sehr fürsorgliche (aktive) Gäste zu haben.

Ich hatte bisher noch nicht das Vergnügen, daß sich meine jetzige und hoffentlich noch häufige Gastgeberin bei mir nach einer intensiven Flag- oder auch Tretsession erkundigt hat, ob es mir “gut“ geht.
Ja, die habe ich. Die meisten meiner aktiven Gäste sind sehr bemüht, höflich und angenehm. Rollenspiele und Flagsessions mit meinen Gästen bringen mir Lust und machen Spaß. Ich bin mir sicher, dass ich so viel Lust an meinen "fürsorglichen" Aktiven habe, weil ich meine Grenzen klar benenne und vertrete.

Grenzen zu wahren ist meiner Meinung nach für gelungene Sessions ebenso essenziell wie Leidenschaft und Neigung - ob ich nun aktiv oder passiv arbeite.

Darüber hinaus empfinde ich mich auch als fürsorgliche Gastgeberin, die sich Probleme gerne anhört, Ratschläge gibt und Berührungsängste nimmt. Da ich mich seit fast zehn Jahren privat in der "BDSM-Szene" engagiere, empfehle ich gerne Parties oder Stammtische, beantworte Fragen zu Ansteckungsrisiken und vermittle im Zweifelsfall auch kompetente Ansprechpartner, die professionell beraten.

Aber: Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps!
Zuletzt geändert von NorahNova am Sa, 13.Okt 2007, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.

Mailkontakt

Sa, 13.Okt 2007, 17:23
@slave-nrw

ich biete jedem Gast eine Aufarbeitung per E-Mail an, wenn er das wünscht.

Ich würde allerdings NIE von mir aus einen Gast anschreiben.

Das fände ich indiskret und distanzlos.

Dein Frisör ruft Dich doch auch nicht an, um Dich zu fragen, ob Du mal mit ihm plaudern möchtest oder ob Du nicht mal wieder einen Termin haben möchtest. :-)

Und als Deine jetzige und zukünftige Gastgeberin weißt Du sehr wohl, daß Du mir immer schreiben darfst und auch immer eine Antwort bekommst.
Eine unerwartete Mail wirst Du allerdings nicht bekommen. :-(

Lieben Gruß,
LadyTanja
_______________________
www.lady-tanja-hamburg.de
http://blog.lady-tanja-hamburg.de
www.galerie-de-sade.de/Hamburg/Lady-Tanja-a302.html

Sa, 13.Okt 2007, 17:31
Grüß Euch,

@ Marfa:

Es war nichts in meinem Post wertend gemeint. Wenn es so rüberkam, sorry. Ich werte prinzipiell nicht, schon gar nicht verurteile ich jemanden, den ich nicht kenne.

Aber, da hast Du mein Post nicht aufmerksam gelesen. Ich habe durch meine Gastauftritte sehrwohl einige Damen kennengelernt, die genau nach dem Schema werkten, welches ich sehrwohl anprangerte.
Es ist nichts schlechtes daran, den "Beruf" Domina als reine Dienstleistung zu sehen. Trotzdem kann ich den Damen gratulieren, die es wie ich, aus reiner Lust und Leidenschaft betreiben (können).

Und es ist nicht zwangsläufig so, dass ich nur Damen kenne, die mit ihrem Beruf so umgehen wie ich.
Es ist vielleicht eher so, dass ich mich nur mit Damen abgebe, die es so ähnlich sehen wie ich. Es heisst ja nicht, dass alles was ich mache richtig ist oder gar für andre richtig sein muss. Wie jeder seine Sache macht, muss sowieso jeder für sich entscheiden.

Ich habe es für MICH so entschieden und für mich ist es der richtige Weg.
Und ganz einfach - ich möchte mich jeden Morgen in den Spiegel schauen können. Andre mögen vielleicht dieses Utensil nicht mal besitzen.

Diskreditiert habe ich überhaupt niemanden. Jeder soll seine Sache so mache, wie er möchte. Aber meine Meinung werde ich ja wohl noch sagen dürfen, oder?
Ich kann dir aus eigener Anschauung und der Kenntnis der Damen in meinem Umkreis sagen, dass du völlig in die Irre läufst mit deinen Vorurteilen, auch wenn es vermutlich vereinzelt Damen gibt, auf die auch deine Wertung zutrifft.
Ich habe schon viele Dominas kennengelernt und ihre "Arbeitsweisen".
Wenn Du permanent mitbekommst, wie Leute abgezockt werden, ihnen das Geld förmlich aus der Tasche genommen wird, sie betrogen werden nach Strich und Faden, ihnen vorgelogen wird, die Stunde statt 60 min nur 35 hat, Kaviar von der Strasse geholt wird und als eigener verkauft wird, Katheter und Spritzen aus Geldgier ausgewaschen werden, zwei, drei Besucher nebenher abgefertigt werden, ihnen Liebe vorgespielt wird, damit sie brav zahlen, diese Liste könnte ich jetzt weiterführen, dann wirst Du mir vielleicht meine Meinung zustehen.

Ich habe nie gesagt, dass alle so sind.
Ich kenne auch einige Damen, die das rein als Dienstleistung sehen und deshalb genauso fair sind, wie die, die es aus Leidenschaft machen.

Du tust mir also ein bissi unrecht.


@ Jagged:

Natürlich gibt es auch prof. agierende dominante Männer - wie immer man diese jetzt bezeichnet.
Ich suche z.B. schon lange ein männliches Wort für Prostituierte, nur so nebenbei.

Ich denke, es ist halt einfach, wie ich auch schon weiter oben sagte, einfach eine Frage des Zuganges.

Marfa meinte, ich würde die Leute verurteilen. Tat ich aber nicht. Ich sagte nur, dass ich durch meinen lockeren Umgang mit der Materie einfach viel stressfreier und eben lockerer mit all dem all dem umgehen kann.
Ist es dir noch nicht passiert, dass ein Gast, an dem du wirklich nicht ausserhalb einer Session interessiert bist, sich in dich verliebt hat und du ihn davon runterbringen musstest? Ich hätte vermutet, dass das recht häufig passiert und ein regelmäßiges Problem für die Damen in deiner Profession ist.
Natürlich passiert das. Und ich denke, dort wo reale Leidenschaft und Nähe im Spiel ist, ist die "Gefahr", dass es passiert noch viel größer, als bei einer unnahbaren Dame.
Jedoch muss man einfach die Grenzen und Regeln klar definieren. Mit den Leuten reden. Kommunikation ist meiner Meinung das Wichtigste.

Vor Liebe ist niemand gefeit. Das kann jedem passieren.
Hier muss man eben sehen, wie beide Beteiligten mit der Situation umgehen (können).
Und hier würde ich z.B. nie auf die Idee kommen, den Verliebten auszunützen (habe ich schon bei Damen erlebt), sondern den Kontakt, wenn es nicht förderlich ist für beide, abbrechen.

@ Peizu:

Danke :-)
Ruhrpott hat mich schon lange mal interessiert.... Vielleicht komm ich mal rauf. Soll so nette Locations zum Fotografieren dort geben.

@ Letzter Maso:
Dann warst Du höflicher als ich. Ich musste in schallendes Gelächter ausbrechen.
Meist ist es der Mann, der versucht etwas auszunutzen.
Glaubst Du wirklich?
Also ich habe z.B. nur sehr wenige Männer - sprich Besucher erlebt, die wirklich versucht haben, irgendwas auszunützen oder zu erhaschen.
Eigentlich genau das Gegenteil.

@ Slave-nrw:
Ich finde es hoch interessant, wie vielfältig die Meinungen zu diesem Thema sind.
Und das ist auch gut so - so verschieden wie die Menschen eben sind.
Katarina:
Deine Aussage „......Ich halte es grundsätzlich so, dass ich nur Menschen in mein Spielzimmer lasse, die mir auch sympathisch sind.....“ ist meines Erachtens der Kernpunkt, um für beide Seiten erfüllende Spiele zu erleben.
Allerdings scheinen die wenigsten Damen so zu handeln, denn dafür sind die Euros zu wichtig.
Achso, hatte ich doch nicht so unrecht? Aber wie wir gehört haben, ich kenne ja keine Damen, kann da also nicht mitreden....

Die wenigsten von den Damen, denen der Euro so wichtig ist, können da anders handeln.
ABer das gibt es doch in jedem Bereich, wo Geld verdient wird.
Ich als Sub habe schon bei mancher Domina nach dem ersten Gespräch den Kontakt beendet und bin gegangen, weil ich spürte, hier geht von meiner Seite nichts, wobei die Gründe hierfür sehr vielfältig waren.
Das sollten mehr Besucher tun. Nicht nachher jammern, wenn sie vorher schon ein mulmiges Gefühl im Bauch hatten.

Ich halte es aber ähnlich wie Du. Habe auch schon Besucher wieder weggeschickt, da ich merkte, wir passen einfach nicht zusammen.
Das hätte mir keinen Spaß gemacht und ich hätte Schauspielern müssen.

Ich sehe das genauso:
Ich kann mich nur fallen lassen, das Draußen vergessen, wenn mir meine Gastgeberin sympathisch ist.
Klar hat jede Lady viele Gäste. Aber ist es so weltfremd, daß sie “zwischendurch“ nicht doch mal an einen bestimmten Gast denkt, an eine mit ihm erlebte Session oder an etwas noch nicht gemeinsam erlebtes, was sie sich aber durchaus vorstellen kann.
Wie gesagt, ich z.B. mag alle meine Besucher/Spielpartner. Ich denke auch durchaus an meine Besucher.
Da die wenigsten bei mir z.B. per mail mit mir Konakt aufnehmen, sondern per Telefon, kann ich mich schwer einfach so zwischendurch bei ihnen melden. Wenn ich weiß, dass derjenige mit sms z.B. kein Problem hat, kann es schon vorkommen, dass ich zwischendurch mal durchklingel oder zurückschreibe. Ich habe ja schon erwähnt, dass ich durchaus auch mit meinen Besuchern Kontakt zwischen den Sessions habe - Essen/Kino/Theater/etc betreibe.

Lg
Katarina
+ + + Junge Dominanz aus Leidenschaft + + +

~ ~ ~ Ich kreiere meine eigene Welt, – unabhängig von den Klisches und Regeln anderer Dominas und Sklaven! ~ ~ ~

Sa, 13.Okt 2007, 18:32
Lady Katarina hat geschrieben: ihnen Liebe vorgespielt wird, damit sie brav zahlen,
[...]
Und hier würde ich z.B. nie auf die Idee kommen, den Verliebten auszunützen (habe ich schon bei Damen erlebt),
@ letztermaso @ Roxana

Ich weiß jetzt nicht, seid ihr blauäugig oder habt ihr einfach bisher Glück gehabt, dass ihr solcherlei nicht in eurem Umfeld erleben musstet? Jedenfalls scheint es das ja wohl doch zu geben, wenn sowohl Katarina als auch ich mit unseren ganz verschiedenen Erfahrungen dies erleben mussten. Und wer weiß, wer noch?

Und immer dieser blödsinnige Vorwurf, sich als besser darstellen zu wollen. Was für ein nichtssagendes Totschlagsargument, welches man jedem Argument in jeder Diskussion unterstellen darf, @ letztermaso, da musst du nur mal in deinen eigenen Beiträgen kramen, wie häufig du wohl in den Ruch gerätst, dich als besser darstellen zu wollen.
Lady Katarina hat geschrieben:Und ich denke, dort wo reale Leidenschaft und Nähe im Spiel ist, ist die "Gefahr", dass es passiert noch viel größer, als bei einer unnahbaren Dame.
So ist die Äußerung leider komplett missverständlich. Kannst du bitte begründen, wieso für dich Unnahbarkeit konträr ist zu realer Leidenschaft und Nähe? Meinst du mit unnahbar = emotional und mental unnahbar oder = körperlich unberührbar? Was meinst du mit Nähe? Und ist Leidenschaft für dich nur bebendes Fleisch oder auch berührter Geist?

Marfa
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Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

Sa, 13.Okt 2007, 18:52
Lady Katarina hat geschrieben:Ich habe schon viele Dominas kennengelernt und ihre "Arbeitsweisen".
Wenn Du permanent mitbekommst, wie Leute abgezockt werden, ihnen das Geld förmlich aus der Tasche genommen wird, sie betrogen werden nach Strich und Faden, ihnen vorgelogen wird, die Stunde statt 60 min nur 35 hat, Kaviar von der Strasse geholt wird und als eigener verkauft wird, Katheter und Spritzen aus Geldgier ausgewaschen werden, zwei, drei Besucher nebenher abgefertigt werden, ihnen Liebe vorgespielt wird, damit sie brav zahlen, diese Liste könnte ich jetzt weiterführen, dann wirst Du mir vielleicht meine Meinung zustehen.
Selbstverständlich gestehe ich dir deine Meinung zu, selbst falls du Kolleginnen, die ihre SM-Neigung professionell MIT Dienstleistungsgedanken ausleben, diese Neigung absprechen würdest, denn es wäre DEINE Meinung, und die sagte letztlich nur etwas über dich aus, und nicht über die Kolleginnen, über die du sprichst.

Aber bei deinen obigen Beispielen würde ich nicht mal mehr von SM-Dienstleisterinnen sprechen, sondern von Betrügerinnen.

Doch damit sind wir schon ganz weit weg vom Thema nicht wahr?
Oder findest du, dass eine Kollegin, die ihr Privatleben und ihr privates SM-Leben nicht mit ihrem professionellen SM-Leben vermischt, keine SM-erin ist, oder nur eine SM-erin mit weniger Leidenschaft? Oder gar in die Nähe der oben beschriebenen Betrügerinnen rückt?

Marfa
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