Hallo!
Danke Jimmy, daß Du diesen Thread wieder rausgeholt hast. Ich möchte auch mal meinen Weg schildern:
Warum ich so bin? Keine Ahnung! Habe mir kaum die Mühe gemacht, mich psychoanalytisch unter die Lupe zu nehmen, geschweige denn von einer anderen Person dahingehend analysiert zu werden. Ich bin, wie ich bin! Keine schlimmen Kindheitserfahrungen gemacht, im Gegenteil: Ich hatte eine traumhafte Kindheit! Behütet und doch frei aufgewachsen, von meinen Eltern weder zu arg gegängelt worden, noch die Leine zu lang gelassen. Ich bin (zum Glück!!!) niemals geschlagen worden, wurde in der Schule nicht unterdrückt, noch habe ich selbst gemobbt, war beliebt, hatte (und habe) viele Freunde. Keine Traumata. Alles im grünen Bereich. Ich weiß also nicht, woher meine Neigung kommt (vielleicht durch die unten genannten Prägungen?). Und wenn schon! Ich fühl mich glücklich so. Möchte kein Nicht-Maso sein! Möchte mich nicht therapieren oder therapieren lassen!
Ich bin Masochist – und das ist auch gut so! (Ist Wowi einer?).
Ich denke, es wird vielen von Euch ähnlich ergangen sein, bis Ihr Eure spezielle Neigung erkannt habt:
Schon als Kind war ich fasziniert von Bestrafungen, die ich im Fernsehen gesehen habe (heimlich, da meine Eltern schon darauf geachtet haben, was jugendgemäß ist und was nicht).
Faszinierend fand ich Filme, die auf englischen Kriegsschiffen des 18. oder 19. Jh. gespielt haben, denn irgendwann kam immer eine Auspeitschung vor. Damals natürlich nichts von SM wissend, spürte ich eine tiefe innere Erregung, wenngleich mir auch als kleiner Junge schon klar war, daß das, was man da gesehen hat, in der Realität zu verurteilen sei.
Ich erinnere mich noch gut an die Serie „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ (in den späten 70ern oder frühen 80ern im Fernsehen zu sehen, Brigitte Horney als Tante Polly): Tom wurde wegen Bibelmogelei aufgrund seiner Liebelei zu Becky Thatcher von seinem Lehrer mit dem Rohrstock bestraft: Das hat mich sehr fasziniert (es gab natürlich herzlich wenig zu sehen, aber auch da kann man schon von Kopfkino sprechen). Das ging lange, lange mit mir um!
Ebenfalls prägend: Ein Schulfreund von mir hat in Daddys Bücherschrank rumgestöbert. Was fand er? Eine illustrierte „Geschichte der O“ (in Comicform). Wenn Daddy nicht da war, haben wir uns das mit einer Mischung aus Abscheu und Faszination angeglotzt (wir waren in der 2. Klasse, natürlich wurde mir erst später bewußt, um was es sich dabei gehandelt hat). Dann zufällig mal eine „Cosmopolitan“ meiner Mutter durchgeblättert und prompt einen Bericht über SM mit Schwarz-Weiß-Fotos gesehen.
Phantasien gehabt, aber nicht wissend, um was es sich handelte. Später dachte ich, ich sei ernsthaft krank, wie kann mir was Spaß machen, was mit Schmerz, Folter und Leid zu tun hat??? Habs aber ignoriert.
Mit ca. 13 oder 14 Jahren kam die Bewußtwerdung, daß es für diese Art von Empfinden und Fühlen ja anscheinend einen Begriff gibt! Und ganz wichtig für mich: Wenn es dafür einen Begriff gibt, bin ich nicht allein! Sehr befreiend. Allein war ich trotzdem mit meiner Neigung. Ich konnte mit niemandem darüber sprechen. Jetzt kann ich es! Dafür

ich diesem Forum und allen, die so eifrig daran mitarbeiten!
Mit ca. 15 oder 16 erste pubertierende sexuelle Erfahrungen à la „Vanillastyle“, mir hat damals sm-technisch nichts gefehlt, es waren schöne Erlebnisse. Irgendwann bricht sie aber doch durch, die Neigung, also nach Literatur geschaut, förmlich gesucht, peinlich berührt in einer Buchhandlung irgendwelche komischen Bücher wie „Die dunkle Seite der Lust“ oder „Die heilige Hure“ von Heidemarie Emmermann gekauft. Im „Penthouse“ war auch mal eine Fotoline über Dominas, damit verbrachte ich Stunden auf dem Klo!
Dann die Zeitschrift „Stern“: Groß aufgemachte Titelstory: Sina-Aline Geissler: „Ich bin Masochistin“! Sofort gekauft, toller Bericht, tolle Bilder (für einen, der noch nicht in Sex-Shops durfte). Was tut der kleine Masochist? Er kauft sich die Bücher der Geissler (faszinierender Nachname übrigens, paßt doch hervorragend, oder?): „Mut zur Demut“ und „Lust an der Unterwerfung“.
Im „Stern“ auch Ende der 80er Jahre eine beeindruckende Story über den Beruf der Domina mit krassem Titelblatt (diese Ausgabe habe ich heute noch, Titelblatt ist leider abhanden gekommen). Dies war mein Handwerkszeug (im wahrsten Sinne des Wortes), mit dem ich mich rumgeschlagen habe.
All das führte zu Kopfkino, Phantasien bauen, ersten automasochistischen Erfahrungen.
Ich habe mich so danach gesehnt, endlich 18 zu werden, 1991 wars dann endlich soweit (nun wißt Ihr, wie alt ich bin!

). Meine erste „Amtshandlung“: Mitglied in einer Videothek werden. Nun folgte eine lange Zeit der visuellen Formung anhand von VHS-Filmen, teilweise gute, teilweise grottenschlechte Produktionen. Sex-Shops: „Freies Forum für Erziehungsfragen“ (kauf ich mir manchmal heute noch), „Blushes“, „Janus“, später dann, Mitte der 90er, die ersten „Sado-Maso-Dominaführer“ (die ich mir auch heute noch regelmäßig kaufe).
Nach dem Abi 1992 Zivildienst. Erstes eigenes Geld verdient. In den Anzeigen hinten im „Freien Forum“ die Foto-Anzeige einer sehr fülligen Domina gelesen aus meiner Stadt (ich stamme aus Karlsruhe). Ich weiß es noch wie heute: Mehrere Wochen habe ich überlegt: Soll ich da anrufen? Wenn ja, was soll ich am Telefon sagen? Soll ich hingehen? Fragen über Fragen ... Ich ging immer wieder spazieren und malte mir verschiedene Kontaktszenarien aus.
Eines schönen Sonntags, die Weltgeschichte schrieb September 1992, meine Eltern waren das Wochenende über weggefahren, faßte ich all meinen Mut zusammen und rief morgens mit fürchterlich klopfendem Herzen und belegter Stimme bei besagter Dame (einer gewissen Lady Carmen) an und fragte nach einer Anfängersession. Sie war sehr freundlich und bot mir an, vorbeizuschauen (Preis: 200 Mark für eine Stunde).
Ich habs getan! Ich habe einen Termin ausgemacht! Habe mich am Telefon gar nicht so blöd angestellt! Andere gehen sonntagmorgens in die Kirche, ich zur Domina! Da ich mögliche unbeabsichtigte Treffen mit Freunden an diesem Morgen in den öffentlichen Verkehrsmitteln vermeiden wollte (damals war es „in“, sich sonntagmorgens zum Frühstück in der Stadt zu treffen), fuhr ich mit dem Fahrrad über Schleich- und Umwege zum Ort meiner Sehnsüchte (Auto hatten meine Eltern). Mein Herz raste, das kann ich mir heute gar nicht mehr richtig vorstellen – Ihr Euch erst recht nicht!. Ich bin zwar heute vor jedem Besuch immer noch sehr aufgeregt, obwohl ich mich durchaus als Profi bezeichnen würde, aber die Aufregung vor der allerersten Session ist schon etwas vollkommen anderes! Vor meinem ersten GV war ich nicht so nervös (komischerweise kann ich mich an den gar nicht mehr so gut erinnern, obwohl er sehr schön war!).
Die Location befand sich in einem Altbau im Erdgeschoß, also in einem Wohnhaus. Ich klingelte, eine bestrapste Dame öffnete mir und bat mich in ihr Zimmer. Bei diesem Etablissement handelte es sich um eine Mischung aus Kleinpuff und SM-Studio, also aus „normal“ arbeitenden Damen und eben besagter Carmen, die dort ein tatsächlich nicht schlecht eingerichtetes Studio betrieb. Die Strapsdame reichte mir eine (wirklich so bezeichnete!) „Speisekarte“, aus der man aus ihrem Repertoire auswählen konnte. Von GV über Französisch, Anal usw. gab es auch „Peitsche“ usw. (ich weiß gar nicht, ob der Begriff „Spanking“ damals in Deutschland bereits so verbreitet war?). Als ich angab, eigentlich einen Termin mit Lady Carmen vereinbart zu haben, war sie sehr verständnisvoll, sie merkte offensichtlich (war auch unschwer zu erkennen), daß ich blutigster Anfänger, sozusagen ein klassisches SM-Ei, war und sagte Carmen Bescheid, die mich dann sehr freundlich in Empfang nahm und in ihr Studio geleitete, das ich mir ziemlich ähnlich wie all die anderen Studios in den Magazinen vorgestellt habe.
Ich möchte Euch hier nicht mit Details langweilen, es war eben eine Anfängersession. Ich wollte den Rohrstock und ein bißchen dominantes Gehabe spüren, alles andere kannte ich ja nicht groß. Die Dame fragte mich gründlich aus, wann Neigung zum ersten Mal gespürt, Phantasien usw. Ich betonte mehrmals, daß ich Anfänger sei und sie bitte nicht zu hart zuschlagen sollte. Sie konnte mich dahingehend beruhigen, so daß ich allmählich Vertrauen faßte und meine Nervosität langsam abklang. Ich mußte mich ausziehen, hinknien und zum Bock (ein Turnhallen-Sport-Bock) kriechen, mich darüberlegen. Verdammt komisches Gefühl: Nackt von einer vollkommen fremden Dame den Hintern voll zu bekommen! Ich habe mich aber entschieden, mußte da durch! Sie schlug anfangs mit der Hand, wechselte schließlich zu anderen Schlaginstrumenten, dann kam endlich der Stock. Jetzt war ich wieder wahnsinnig aufgeregt, mein Herz klopfte so laut wie ein Presslufthammer – gleich würde ich die ersten, so lange ersehnten Stockhiebe empfangen! Wie würde ich reagieren? Die folgenden Augenblicke vor dem ersten Schlag kamen mir wie in Zeitlupe vor, Sekunden wurden zu Stunden! Sie holte aus – und: Der Schlag war sehr soft! Zwar schlug sie im Laufe der Zeit etwas stärker, aber dennoch blieb es immer im untersten Schmerzbereich. Ich wußte nicht, ob ich enttäuscht oder erleichtert sein sollte?
Irgendwann mußte ich mich in die Ecke stellen, wurde als „unartiger Junge“ beschimpft, bekam ein bißchen Peitschenlektionen, dann wieder über den Bock, dann wieder runter, ich mußte mich vor die Herrin stellen, dann – jetzt beim Schreiben kommt tatsächlich wieder die Erinnerung – schlug sie mir ganz sanft auf meinen Dödel und beschimpfte mich wieder als unartigen Jungen (ein „richtiges“ Rollenspiel hatte ich mangels Erfahrung und Aufregung nicht „bestellt“, ich verließ mich ganz auf die Intuition der Lady). Nach weiteren Rohrstocktändeleien mußte ich mir auf Knien vor der Herrin einen runterholen, das wars dann auch!
Das Nachgespräch war recht ausgiebig. Sie wollte wissen, wie ich mich während der Session gefühlt habe, wie ich mich jetzt fühle, was mir gefallen hat, ob die Schläge, das ganze Spiel, in Ordnung waren usw. usw. Das fand ich super, immerhin war ich Neuling, sie hat mich ja sozusagen „entjungfert“. Mein Feedback fiel dementsprechend positiv aus, was die Dame sichtlich erfreut hat. Nach einer guten Stunde verließ ich das Etablissement.
Die Rückfahrt auf meinem Fahrrad war komisch (nicht wegen der so gut wie nicht vorhandenen Sitzbeschwerden): Einerseits fühlte ich mich befreit und stolz, nach dem Motto: „Du hast es durchgezogen!“, „Du hast es geschafft!“, „Du warst bei einer Domina!“, „krass!“.
Andererseits war ich auch unzufrieden, nicht des Geldes wegen, eher fühlte ich doch eine unbefriedigte Leere, eine Unsicherheit. Kann ich das Ganze mit meinem Selbst vereinbaren? Immerhin hatte ich mich ja – auch wenn es nur sehr soft vonstatten ging – demütigen lassen, hatte mich entwürdigen lassen! Ich, der ich doch irgendwie einigermaßen selbstbewußt war (und bin). Was sollten nur die Geister denken? Die, die mich kannten, aber nicht mehr da sind? Was würde meine Familie, was meine Freunde von mir denken, sofern sie es wüßten? Kann ich noch vor mir selbst Respekt haben? Ich, der ich mich gerade nackt habe züchtigen und entwürdigen lassen?
Auch physisch war ich mir unsicher: Ich hätte sicherlich mehr vertragen, hatte aber fürchterliche Angst vor Striemen, kannte ja auch die Reaktion meiner Haut noch nicht (obwohl ich mich auch schon vorher desöfteren mit einem Bambusstock, Ihr wißt schon, so einen, den man zum Pflanzen-Hochbinden benötigt, also einen unflexiblen, nicht biegbaren Stock, mehrmals selbst gezüchtigt habe, aber das ist ja was vollkommen anderes!).
Ich war mir einfach nicht sicher: Wars das jetzt? Sieht (professioneller) SM so aus?
Den ganzen Sonntag über war ich zwiespältig. Ich hatte weder einen Absturz, noch flog ich im Subspace.
Dennoch: Als meine Erregung zurückkam, griff ich mir meine Magazine und ließ die Session gemeinsam mit meinem Anschauungsmaterial Revue passieren. Ich kam zum Schluß: Ja, das ist mein Weg! Das bin nunmal ich! Das nächste Mal werde ich professioneller agieren, werde mir Ziele setzen. So kam es dann auch....
Nochmals: Diese allererste Session war komisch, nicht Fisch, nicht Fleisch, dennoch bin ich der Dame sehr dankbar. Sie hat es geschafft, mich nicht zu „verderben“, mir meine Phantasien zu erhalten, mir kein irgendwie geartetes Trauma zu verschaffen und vor allem: Mir mein Selbstwertgefühl zu erhalten! Sie hat mich sensibilisiert.
Ich war gerade mal 19 Jahre alt!
Aufgrund der finanziellen Einschränkungen konnte ich erst ca. ein Jahr später wieder aktiv werden. Zum Studium zog ich nach München, wo ich bis heute hängengeblieben bin. Hier ist die Dichte der Sex-Shops, Videotheken und vor allem SM-Studios um einiges größer als in meiner Heimatstadt (obwohl es dort auch recht gute Studios gibt, im „Unlimited“ war ich mal vor 4 Jahren bei Dark Lady Isis, die aber jetzt bei Lady Dolora in der Pfalz arbeitet, außerdem gibt’s in Karlsruhe die für meine Begriffe best ausgestattetste Videothek für unseren Bereich, die ich jemals gesehen habe (Adlerstraße)).
Nun: Auch in München mußte ich erstmal finanzielle Abstriche machen, da mir als Student das Geld fehlte, um mir unser doch leider sehr teures Hobby leisten zu können.
Im „Geile Ärsche“-Magazin (ja, das gabs wirklich!) laß ich ein Inserat einer gewissen Madame Yvonne-Dominique, die in einem gewissen „Studio Sturm“ arbeitete, was damals ganz in meiner Nähe lag. Bei dieser Dame war ich dann bis Anfang 2009 mehr oder weniger regelmäßig zu Gast (dann siedelte sie in die Schweiz über), natürlich besuchte ich auch andere Damen, das kam aber erst später.
Auch hier überlegte ich mir lange, ob ich einen Termin ausmachen sollte. Dann faßte ich mir ein Hez und rief an, konnte für den gleichen Tag noch einen Termin bekommen. Hier merkte ich den Unterschied zwischen einer mittleren Großstadt und einer „Weltstadt“: Halbe Stunde 200 Mark!
Nun kamen mir meine Überlegungen wieder in den Sinn, die ich nach meiner Erfahrung bei Carmen in Karlsruhe angestellt habe: Einigermaßen präzise die Wünsche und Vorstellungen schildern. Das Problem war nur: Welche Wünsche und Vorstellungen hatte ich eigentlich? Daß ich den Rohrstock mochte, war mir klar, aber es könnte auch etwas mehr sein! Meine Phantasie war noch etwas begrenzt, zumindest, was das reale Ausleben anging. Heute lache ich über den kleinen, dummen, unerfahrenen Severin. Heute werden aus den bisher gemachten Erfahrungen immer wieder neue Erfahrungen geboren! Aber damals???
Das Studio befand sich in einem großen Haus mit vielen weiteren Etablissements in einem Gewerbegebiet (Stahlgruberring). Noch heute erinnere ich mich an das enge Treppenhaus: Der Geruch: eine Mischung aus Latex, Desinfektionsmitteln und Verruchtheit, geil!
Lady Yvonne-Dominique öffnete mir persönlich die Tür und bat mich in ihr Studio. Am Telefon hatte ich ihr gesagt, ich sei noch Anfänger. So war auch sie sehr behutsam, fragte nach meinen Erfahrungen und was ich mir so vorstelle. Nun sagte ich, was ich wollte: Rohrstock, verbale Strenge, Schmerzen immer steigernd, dennoch im mittleren Schmerzbereich bleibend. So wurde ich alsbald an ein Gestell gebunden, das erste Mal wurden mir durch eine andere Person Brustwarzenklammern angebracht, die ziemlich schmerzten, aber das war genau mein Ding! War die Idee der Lady!!! Dann wurde mein Sack abgebunden und mit Gewichten beschwert, das war genau mein Ding! War die Idee der Lady!!! Ihr merkt: Sie machte mit, war kreativ! Half mir, meine Neigung zu konkretisieren! Gemeinsam mit mir Ideen zu entwickeln, denn das hatte ich ihr vorher auch gesagt: Daß ich etwas phantasielos sei und Hilfe bedürfte.
Nach diesen Behandlungen mußte ich meinen Arsch rausstrecken und wurde mit verschiedenen Instrumentarien vorgewärmt, dann kam der Stock zum Einsatz: Natürlich war ich wieder sehr aufgeregt, hegte aber innerlich die Befürchtung, es könne ähnlich soft ablaufen wie bei Lady Carmen. Es kam jedoch anders: Die Lady hatte einen ausgezeichneten Rohrstockduktus. Es gelang ihr, die Intensität wunderbar feinfühlig zu steigern. Stellungswechsel: Ich wurde über einen klassischen Bock gebunden, mußte die Schläge laut und deutlich mitzählen, wurde verbal beschimpft („Sklavensau“, „Geiler Bock“ usw.). Die Schläge erhielt ich sowohl auf die Ansätze der Oberschenkel als auch auf die Globen. Ab und zu faßte die Lady an meinen Schw***z und an meine abgebundenen Eier, begann mich anzuw*****n, mich aufzugeilen und steigerte den Härtegrad der Schläge. Das Feeling der Klammern an den Brustwarzen tat sein Übriges. Zum Schluß legte sie mir ein vibratorähnliches Instrument um meinen Dödel, schlug weiter zu, hielt dann inne und brachte mich zum Orgi.
Ein intensives Nachgespräch folgte. Auch sie wollte wissen, wie es mir erging. Details wurden nachbereitet. Es war eine Super-Session, meine erste „richtige“.
Als ich das Studio verließ, war ich absolut happy und befriedigt. So mußte es sein!!! Eines wußte ich aber auch: Nie mehr einen Orgasmus in einer Session! Das wollte ich von nun an zuhause machen, denn so kann ich den Flow noch länger aufrechterhalten, das Nachgespräch verläuft dann ebenfalls intensiver! Und ich flieg wie ein Flieger! Außerdem habe ich für mich das Gefühl, daß ich durch die Orgi-„Verweigerung“ eher Sklave bin. Hat doch ein Sklave eigentlich kein Recht auf sexuelle Befriedigung!
Madame Yvonne-Dominique besuchte ich die kommenden Jahre so ca. 2-3 Mal jährlich und wir steigerten die Intensität immer mehr. Seit dem Jahr 2008 bis zu ihrem Aufbruch in die Schweiz wurden die Besuche wesentlich häufiger (ca. einmal im Monat). Die Praktiken änderten sich, bzw. wurden im Laufe der Zeit erweitert. Madame Yvonne-Dominique hatte einen fantastischen Nagelstuhl, der meine Sitzbeschwerden nach wirklich heftigen Züchtigungen nicht gerade linderte! Bastonade, Keuschheitsgürtel, Wachsspiele, CBT usw. Sie war es, die mich in den letzten Jahren wesentlich belastbarer gemacht hat... Danke hierfür, Herrin!
Viele Sessions bei anderen Damen folgten: Natscha von Barowski, Lady La Donna, Madame Evelyn, Comtesse Larissa, Bizarrlady Angelique, Lady Bonny, Madame Christin, Madame Monique, sowie einige „Eintagsfliegen“ : Geniale, gute, aber auch minderwertige Sitzungen – letztere verbuche ich unter „Erfahrungen“. All diese Spiele führten mich auf den berühmten Weg – den Weg, der das Ziel bedeutet. Bisher!
Bis ich bei Lady Susanna „gelandet“ bin. SIE ist für mich die Offenbarung. Bei ihr erlebte ich zum ersten Mal, was es bedeutet, wirklich Sklave sein zu dürfen, sein zu müssen! SIE ist es jetzt, die meine Grenzen erweitert!
Als Quintessenz meiner bisherigen Erfahrungen paßt ein abgewandeltes Zitat aus dem 13. Jahrhundert, ein Zitat des hl. Thomas von Aquin, des berühmten Kirchenlehrers:
Wenn Thomas spricht:
„Alles, was ich gesagt habe, erscheint mir wie Spreu“ (er meint damit seine Gotteserkenntnis, die all seine berühmten, wichtigen Schriften überflüssig gemacht hat), so meine ich:
„Alles, was ich vor Lady Susanna erlebt habe, erscheint mir wie Spreu!“.
Wie es weitergeht? Keine Ahnung!
Manchmal hoffe ich, daß ich bald den Weg (der eigentlich das Ziel bedeutet) zu Ende gegangen und dann am Ziel bin: Sklave sein zu dürfen, ohne großes Gerede! Der Herrin zu dienen, für sie zu leiden, ihr bedingungslos zu gehorchen, mich ihr hinzugeben! Je mehr sie mich verachtet, mich demütigt, desto verbundener fühle ich mich ihr. Durch meine Erniedrigung folgt IHRE Erhöhung, folgt UNSER Subspace.
Ich hoffe, ich kann noch viele weitere, intensivste, grenzerweiternde Erfahrungen machen. Ich hoffe, ich kann wirklich einmal von mir sagen: „JA, ICH BIN SKLAVE!!!“.
Das alles ist Hoffnung, vielleicht auch nur Kopfkino, wer weiß das schon genau?
Viele Grüße
Severin 247