Hallo in die Runde,
ich wollte hier mal was zur Diskussion stellen und fragen ob es nur mir so geht.
Kurz zum Hintergrund: Mein erster Studiobesuch war ziemlich genau vor 26 Jahren , ich hab das dann bis ca.2012 ziemlich oft ausgelebt, tolle Erlebnisse und ganz wenig Reinfälle gehabt. Danach war dann aus Gründen eine lange Pause mit nur sehr sporadischen Studiobesuchen bis vor ca. 4 Jahren.
So jetzt kommst du praktisch in eine neue alte Szene , die damaligen Favoritinnen haben aufgehört oder sind weit weg gezogen. Dann kuckst du dir die gängigen Portale durch und meinst erstmal du blätterst durch einen Supermodel-Katalog ! Praktisch ausnahmslos sehr attraktive Frauen, supergeile outfits und professionelle Fotos . Alles marketingmässig super durchgestylt aber irgendwie auch austauschbar, oberflächlich um nicht zu sagen langweilig . Auch die Texte ähneln sich so sehr, alle sind natürlich absolut veranlagt, kommen aus der privaten Szene usw usw....von den " Lifestyle Dominas " fang ich garnicht erst an .
Früher war natürlich das Angebot nicht so riesig aber da gabs Ladys die standen für ne gewisse Richtung , hatten auch mal Ecken und Kanten, waren in gewisser Weise Typen wenn ich das so sagen darf. Heute herrscht schon ein bischen Einheitsbrei find ich.
Nicht falsch verstehen , ich denke es gibt heute genauso gute Dominas wie früher nur wie find ich die ???? Nehmen wir nur mal München her , das Angebot erschlägt dich einfach . Wenn ich da nach der try and error Methode vorgehe ruiniert mich das erstens und zweitens kanns ewig dauern......ich bin nämlich in der Beziehung nicht gerade der einfachste .
Ich will auch gar keine Empfehlungen , hab ja auch garnix gesagt in welche Richtung meine Vorlieben gehen, mich würde nur interessieren ob das andere auch so sehen oder ob das eher das Gemosere von nem alten weissen Mann ist ?
Vielleicht gibts ein paar Meinungen ?
Grüsse vom Chrom-Molybdänstahl
Re: Wie sang schon Nina Hagen " Ick kann mir garnich entscheiden, alles so schön bunt hier...."
Fr, 16.Jan 2026, 02:59Tja, früher war halt einfach alles besser. .... oder auch nicht?!? :-)
gefangener
Re: Wie sang schon Nina Hagen " Ick kann mir garnich entscheiden, alles so schön bunt hier...."
Fr, 16.Jan 2026, 08:59Ich verstehe dich vollkommen – mir geht es ganz genauso. Früher war sicher nicht alles besser, aber es war ehrlicher und greifbarer. Die Auswahl war kleiner, dafür gab es Frauen mit Profil, mit Ausstrahlung, mit einer klaren Haltung. Man hatte das Gefühl, da steht ein Mensch dahinter und nicht nur ein perfekt poliertes Konzept.
Heute ist die Auswahl riesig, aber vieles wirkt austauschbar und glattgebügelt. Gerade das Thema „Lifestyle-Domina“ stößt mir dabei immer mehr auf. Für mich fühlt sich das oft weniger nach gelebter Überzeugung an, sondern nach Marketing: Dominanz nicht mehr als Dienstleistung, sondern als Identität verkauft – inklusive der Erwartung, dass man nicht nur Sessions bucht, sondern auch Fan wird, dauerhaft zahlt, abonniert, schenkt, finanziert.
Das mag für manche erfüllend sein, für mich ist es das nicht. Ich suche keine Zugehörigkeit, kein Machtgefälle im Alltag und keine Rolle, die mein Leben bestimmt. Für mich ist BDSM ein wichtiger Teil meines Lebens, aber eben nur ein Teil – nicht mein Lebensmittelpunkt. Session gegen Bezahlung, mit Respekt auf Augenhöhe, fertig.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich meine Sessions inzwischen stark reduziert habe. Früher waren es zehn bis zwölf im Jahr, heute eher fünf oder sechs. Und wenn ich mir dann bewusst Geld zusammenspare, mich umschaue, eine Dame anschreibe und als Antwort nur eine standardisierte Nachricht bekomme, in der vor allem die Anzahlung im Vordergrund steht, verliere ich schnell das Interesse. Dann fühlt es sich nicht mehr nach Begegnung an, sondern nach Abwicklung.
In solchen Momenten entscheide ich mich immer öfter anders – und investiere mein Geld lieber in ein Konzert, einen Städtetrip oder etwas, das mich als Mensch berührt und nicht nur als Zielgruppe anspricht.
Heute ist die Auswahl riesig, aber vieles wirkt austauschbar und glattgebügelt. Gerade das Thema „Lifestyle-Domina“ stößt mir dabei immer mehr auf. Für mich fühlt sich das oft weniger nach gelebter Überzeugung an, sondern nach Marketing: Dominanz nicht mehr als Dienstleistung, sondern als Identität verkauft – inklusive der Erwartung, dass man nicht nur Sessions bucht, sondern auch Fan wird, dauerhaft zahlt, abonniert, schenkt, finanziert.
Das mag für manche erfüllend sein, für mich ist es das nicht. Ich suche keine Zugehörigkeit, kein Machtgefälle im Alltag und keine Rolle, die mein Leben bestimmt. Für mich ist BDSM ein wichtiger Teil meines Lebens, aber eben nur ein Teil – nicht mein Lebensmittelpunkt. Session gegen Bezahlung, mit Respekt auf Augenhöhe, fertig.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich meine Sessions inzwischen stark reduziert habe. Früher waren es zehn bis zwölf im Jahr, heute eher fünf oder sechs. Und wenn ich mir dann bewusst Geld zusammenspare, mich umschaue, eine Dame anschreibe und als Antwort nur eine standardisierte Nachricht bekomme, in der vor allem die Anzahlung im Vordergrund steht, verliere ich schnell das Interesse. Dann fühlt es sich nicht mehr nach Begegnung an, sondern nach Abwicklung.
In solchen Momenten entscheide ich mich immer öfter anders – und investiere mein Geld lieber in ein Konzert, einen Städtetrip oder etwas, das mich als Mensch berührt und nicht nur als Zielgruppe anspricht.
Re: Wie sang schon Nina Hagen " Ick kann mir garnich entscheiden, alles so schön bunt hier...."
Mo, 19.Jan 2026, 12:13Ja Tom da sprichst du was an worauf ich noch garnicht eingegangen bin:
Wenn ich das Gefühl habe daß Videos drehen , Abos verkaufen , irgendwelche Fanclubs oder sonstiges Onlinegedöns einen grösseren Teil einnimmt als die anloge Tätigkeit im Studio nehm ich sowieso Reissaus !
Genauso wenn mit irgendwelchen Zertifikaten von Mistress Academien geworben wird .
Wenn ich das Gefühl habe daß Videos drehen , Abos verkaufen , irgendwelche Fanclubs oder sonstiges Onlinegedöns einen grösseren Teil einnimmt als die anloge Tätigkeit im Studio nehm ich sowieso Reissaus !
Genauso wenn mit irgendwelchen Zertifikaten von Mistress Academien geworben wird .
Re: Wie sang schon Nina Hagen " Ick kann mir garnich entscheiden, alles so schön bunt hier...."
Di, 20.Jan 2026, 05:16Ich würde meinen, du hast es auf den Punkt gebracht.Tom_X_Tom hat geschrieben: ↑Fr, 16.Jan 2026, 08:59Früher war sicher nicht alles besser, aber es war ehrlicher und greifbarer. Die Auswahl war kleiner, dafür gab es Frauen mit Profil, mit Ausstrahlung, mit einer klaren Haltung. Man hatte das Gefühl, da steht ein Mensch dahinter und nicht nur ein perfekt poliertes Konzept.
Dankeschön!
Re: Wie sang schon Nina Hagen " Ick kann mir garnich entscheiden, alles so schön bunt hier...."
Di, 20.Jan 2026, 08:07Hier gibt es für den, den es interessiert, Aufklärungsbedarf, denn Mistress Academy und das daraus resultierende Resultet darf durchaus positiv gesehen werden.
In der Academy melden sich eigenständig und völlig unbeeinflusst Frauen aus dem täglichen Leben, die sich für die professionelle Domina oder Klinikerin interessieren. Sie haben einen Bezug zum SM, sind sich aber erstmal unsicher, was es mit der Professionalisierung auf sich hat und was es braucht dafür.
Da kommt dann die Academy ins Spiel - die Frauen werden an die Thematik herangeführt, nach und nach, können hierbei für sich selbst ausloten, ob das Ganze für sie in Frage kommt oder eher nicht. Alles auf absolut eigenständiger und gewollter Basis bei völliger Selbstbestimmung. Steuer, das Kaufmämmische, bestimmte Fortbildungen zur Erlangung von Fachkompetenzen ( z. B. Klinik ) und vieles mehr wird diesen Frauen nähergebracht.
Das ist aufwändig gehalten, geht über längere Zeiträume. In dieser Zeit brechen einige weg, andere bleiben und stellen sich der " Domina ".
Hier im Dominaforum wird von so einigen sehr positiv berichtet, die in der Academy angefangen haben - sie erlangen in allerlei Beziehungen deren Sicherheit, um kundenorientiert auf Basis eigener Vorlieben und Vorstellungen zu agieren.
Untereinander haben sie auch über die Lehrgänge hinaus Kontakt, betreiben Erfahrungsaustausch und helfen sich dabei gegenseitig. Es führt zu legaler Prostitution, beugt Vorurteilen und Klischees vor.
Bestimmte Einzelpersonen der Politik würden Prostitution nur allzugerne weghaben, fabulieren von Freierbestrafung. Dem Eindruck, Prostitution unterläge überwiegend dem Zwang, wird durch eine Academy und z. B. auch von einer ehemaligen Polizeikommissarin namens Calea Toxic wirksam entgegengetreten. Denn es ist genau umgekehrt.
SM und Prostitution brauchen diese starken Gegenbewegungen!
Garantien gibt es nirgendwo, aber ich empfinde das als tolles Konzept im Sinne aller.
DomHunter






