Hallo :- )
Schreib hier mal kurz etwas zu einem Thema, das mich immer wieder auch persönlich berührt(e), mit dem ich nicht selten konfrontiert war, zu dem ich aber, seiner Komplexität wegen, nie wirklich einen endgueltigen Standpunkt einzunehmen, in der Lage war. Glaube ich. Einfach, weil er so unglaublich facettenreich ist.
Wobei, wieso sollte man einen "endgueltigen" Standpunkt überhaupt anstreben. Alles fliesst und ist herrlich bunt. Das hat einen Wert an und für sich...
Transgender also. Anlass hier ein Radiofeature/Interview zu Linus Giese bzw seinem neuen Buch. Ich verlink hier mal nixx. Es reicht die Suma um unzaehlige Hits zu finden. Wen es interessiert.
Interview kam bei mir voll angenehm und unaffektiert rüber. Der Mod war auch voll uptodate transverstehend. Obwohl Linus wohl schon lange medienaktiv ist, hatte ich noch nie von gehört. Bin aber auch nicht so der (a-)soziale Medienanhaenger nicht.
Was mich nun interessierte daran, war, dass ich mir bewusst wurde, wie umfangreich die transgender Thematik eigentlich ist. Sein kann. Für mich, der nicht wirklich denkt, im falschen Körper geboren zu sein, aber dennoch sehr oft das Beduerfnis verspürt, Frau sein zu dürfen, ist diese ganze Welt doch in erster Linie sexuell konnotiert. Also schwerpunktmässig.
Linus hingegen, so hörte ich, genoss es bereits, mit einem männlichen Namen angesprochen zu werden. Diese kleine sprachliche Nuance brachte es ins Rollen. Und, man beachte, Frau begehrt zu Mann sich zu veraendern. Um glücklich zu werden. Also sich zu fuehlen, hoffentlich.
Im Laufe des Interviews kamen Themen zur Sprache wie, natuerliches, biologisches, bzw anerzogenes Geschlecht ( Zur Lektuere empfohlen in diesem Zshang Judith Butler Gender Trouble bzw Das Unbehagen der Geschlechter ) . Man kann das sehr tief versuchen zu ergruenden. Theoretisch.
Aber hier hörte ich jemanden konkret erzaehlen von eben diesen Zweifeln und Unklarheiten und Konsequenzen fuer ein gelebtes Leben im vllcht falschen Koerper.
Und von dem erfüllten Verlangen sich so geben zu koennen, wie man sein moechte.
Zweifellos ein spezielles und irgendwo minderheitenexotischanmutendes Thema. Was es aber deshalb nicht weniger interessant macht, als heterovanillaproblematische Beziehungen etc.
Gerne zB habe ich gelesen in diesem Zshang "Jin Xing" Catherine Texier, Mein Leben als Soldat und Tänzerin. Shanghai Tango.
LG M.
Ich bin Linus - Transgender etc...
Di, 27.Okt 2020, 00:40Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )



