Sei unsere Toilexxe!
Lady C. Winter
Bizarrlady Medea
Sei unser LUSTOBJEKT!
Psychologische Dominanz & Rollenspiele Miss Hella
Domina Filme & Chat
Red Rose !!!Das neue Domina-Studio !!!
Goddess Kara
Catherine Bizarr

Ich bin Linus - Transgender etc...

Di, 27.Okt 2020, 00:40
Hallo :- )

Schreib hier mal kurz etwas zu einem Thema, das mich immer wieder auch persönlich berührt(e), mit dem ich nicht selten konfrontiert war, zu dem ich aber, seiner Komplexität wegen, nie wirklich einen endgueltigen Standpunkt einzunehmen, in der Lage war. Glaube ich. Einfach, weil er so unglaublich facettenreich ist.

Wobei, wieso sollte man einen "endgueltigen" Standpunkt überhaupt anstreben. Alles fliesst und ist herrlich bunt. Das hat einen Wert an und für sich...

Transgender also. Anlass hier ein Radiofeature/Interview zu Linus Giese bzw seinem neuen Buch. Ich verlink hier mal nixx. Es reicht die Suma um unzaehlige Hits zu finden. Wen es interessiert.

Interview kam bei mir voll angenehm und unaffektiert rüber. Der Mod war auch voll uptodate transverstehend. Obwohl Linus wohl schon lange medienaktiv ist, hatte ich noch nie von gehört. Bin aber auch nicht so der (a-)soziale Medienanhaenger nicht.

Was mich nun interessierte daran, war, dass ich mir bewusst wurde, wie umfangreich die transgender Thematik eigentlich ist. Sein kann. Für mich, der nicht wirklich denkt, im falschen Körper geboren zu sein, aber dennoch sehr oft das Beduerfnis verspürt, Frau sein zu dürfen, ist diese ganze Welt doch in erster Linie sexuell konnotiert. Also schwerpunktmässig.

Linus hingegen, so hörte ich, genoss es bereits, mit einem männlichen Namen angesprochen zu werden. Diese kleine sprachliche Nuance brachte es ins Rollen. Und, man beachte, Frau begehrt zu Mann sich zu veraendern. Um glücklich zu werden. Also sich zu fuehlen, hoffentlich.

Im Laufe des Interviews kamen Themen zur Sprache wie, natuerliches, biologisches, bzw anerzogenes Geschlecht ( Zur Lektuere empfohlen in diesem Zshang Judith Butler Gender Trouble bzw Das Unbehagen der Geschlechter ) . Man kann das sehr tief versuchen zu ergruenden. Theoretisch.

Aber hier hörte ich jemanden konkret erzaehlen von eben diesen Zweifeln und Unklarheiten und Konsequenzen fuer ein gelebtes Leben im vllcht falschen Koerper.
Und von dem erfüllten Verlangen sich so geben zu koennen, wie man sein moechte.

Zweifellos ein spezielles und irgendwo minderheitenexotischanmutendes Thema. Was es aber deshalb nicht weniger interessant macht, als heterovanillaproblematische Beziehungen etc.

Gerne zB habe ich gelesen in diesem Zshang "Jin Xing" Catherine Texier, Mein Leben als Soldat und Tänzerin. Shanghai Tango.

LG M.
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Mi, 28.Okt 2020, 00:30
Ich verfolge auch die Entwicklung eines anderen Trans Mannes, der sein biologisches Geschlecht ohne Hormonbehandlung, langsam ändert. Basti Gottschalk ist ein Mann, der sich sehr für Kraftsport interessiert, aber die Zuwächse an Muskelmasse auf natürliche Weise praktiziert (was schon einige Jahre in Anspruch nimmt).
Inzwischen verfügt er über ein breites Kreuz mit muskulösen Körper und ausgeprägten Bizepsen und wirkt in seiner Ausstrahlung schon wie ein junger Mann.

https://www.instagram.com/b_muscle_g/?hl=de

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Mi, 28.Okt 2020, 20:20
moronikus hat geschrieben:
Di, 27.Okt 2020, 00:40
Linus Giese
Mich faszinieren immer die Veränderungen, die diese Transgender durch die Hormonbehandlung bemerken:
Ich kann heute kaum noch weinen. Das liegt am Testosteron. Ich werde traurig, aber körperlich passiert einfach nichts. Der Druck staut sich nur weiter auf. Mir fehlt es, das rauslassen zu können.
[...]
Manche Veränderungen sind offensichtlich. Der Haarwuchs, die Schultern, die Stimme. Andere sind subtiler. Ich ertappe mich dabei, dass ich Dinge mache, die ich früher nicht gemacht habe. Etwa dass ich besserwisserisch bin. Als Mann muss man eine gewisse Männlichkeit performen, um als Mann gesehen zu werden. Und trans Männer müssen das noch stärker, weil sie unter besonders strenger Beobachtung stehen.

Früher habe ich viel und fantasievoll geträumt. Durch das Testosteron tue ich das jetzt kaum noch.
Wie stark doch Testosteron und Östrogen unser Wesen beeinflussen.

Grüße

Meriten
Was du nicht willst, das man dir tu,
das füg auch keinem anderen zu
(es sei denn, dein Partner ist maso)

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Do, 29.Okt 2020, 23:47
@all . Find ich schonmal sehr interessant, wie viele sich in irgendeiner Form auskennen, Erfahrungen haben, sich beschaeftigt haben. Voll cool.

@AV - Ich kann mich taeuschen, aber warst Du nicht auch im Female Bodybuilding Fetischbereich unterwegs ? Ist jetzt nicht wichtig, aber Basti, find ich schon auch toll. Hoffentlich ist das nicht allzu ungesund. Hormontechnisch etc. Und btw , irgendwie kommt mir auch die hueppsche TS bekannt vor *lach. Ist jetzt im eigenen Fred off - topic, aber schnell am Rande. Jana Sinke-Lippl. Wirklich oft versucht gewesen , mal ein Erlebnis zu buchen. Herrin konnte das ueberhaupt nicht nachvollziehen. Nixx weibliches nich mehr, nur Steroide etc. Was ich übrigens nicht glauben moechte. Aber gut. Vllcht ein anderer Fred mal.

@Escort - Ja, noch ein dokumentiertes Beispiel. FrauzuMann. Dank.

@Meriten - Kurios, dass Du gerade diesen Abschnitt zitierst. Mit dem Weinen, bzw dem nicht-mehr-so-einfach-weinen-können. Weil, der ist mir im Interview auch sofort aufgefallen und haengen geblieben. Und dann gar die Traeume, also das Unterbewusstsein beeinflusst... Da kann ich natuerlich gar nichts von Wert zu kommentieren.
Wird Linus so empfunden haben bzw empfinden. Wobei ich mir denken wuerde, aus Männersicht, mehroderweniger wohl hormonmittelmaessig, ich hatte eher selten das Gefuehl nicht weinen zu "können" wenn mir danach war. Die befreiende Wirkung habe ich stets gespürt. Es fragt sich, inwiefern dies anerzogen sein kann oder hormonell bedingt... Ist ja nun auch nicht so als würden Frauen stets nah am Wasser bauen, wenn nicht grad guter Hoffnung oder evtl PMS... aber auch das ist doch individuell voll unterschiedlich, oder nicht ?

Na ja, ist wirklich ein sehr komplexes Thema ohne irgendwelche Regeln bzw Regelmaessigkeiten. Entscheidend natuerlich fuer uns hier in dieser Gesellschaft, dass man es kann. Also es zumindest versuchen kann. Immer noch nicht selbstverstaendlich akzeptiert, klar, aber verboten oder als unmoralisch etc zumindest nicht mehr offziell gebrandmarkt. Das ist schon etwas, finde ich.

Da ist Thailand zB wesentlich weiter und Länder wie Russland oder Polen zB unendlich zurueckgeblieben heute noch im Verstaendnis von Toleranz und individueller Freiheit. Fact of life.

Ich merke mal wieder, ich habe keinen Plan, wohin ich will. Eines liegt mir staendig auf der Zunge, naemlich speziell die Variante ( legt bitte nixx auf die semantische Goldwaage bei mir hier ) Frau zu Mann... die finde ich irgendwo "bemerkenswert" . Weil zum Einen, besonders bei uns, Frauen oft sehr männlich rüberkommen, unausweichliche Folge einiger Jahrzehnte feministischer Einflussnahme auf Erziehung und Politik etc ( siehe auch zB Zara , Wilde Jahre , Serie ZDF ) und zum anderen es doch oft auch diese Rollenverteilung gibt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, wer ist der Mann etc... Ouhha, jetzt bin ich ganz ahnungslos.

Ich glaube, was ich aus meiner ganz persönlichen Sicht sagen wollte ist, wie kann man eigentlich nicht Frau sein wollen *lach. Voll das staerkere, schönere und überlegene Geschlecht. Jo. Das wars von mir. Und nur von mir. Bin ja nich normal ! ;- )

LG Moro
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Fr, 30.Okt 2020, 07:27
Meriten hat geschrieben:
Mi, 28.Okt 2020, 20:20
Wie stark doch Testosteron und Östrogen unser Wesen beeinflussen.
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es an den Hormonen allein liegt. Eine Geschlechtsumwandlung ist ein Prozess, der sich schneller vollzieht undeinen aprupten Eingriff in das Ökosystem des Körpers darstellt. Anders als im Jugendalter, wo es langsam mit der Pubertät beginnt und dann irgendwann vorbei ist, hat der Organismus des erwachsenen Transgender doch keine Gelegenheit sich wirklich daran zu gewöhnen. Männer sind körperlich genauso in der Lage zu weinen wie Frauen, aber ich bin mir sicher, dass die Radikalität des Eingriffs den Körper total aus der Bahn wirft in dieser Hinsicht.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Fr, 13.Nov 2020, 07:54
@AV_
Du sagst "Stimmt!", aber der Rest des Satzes passt absolut nicht zu dem, was ich gesagt habe.
Vielleicht mal als Buchtipp etwas anderer Art von JJ Bola, "Sei kein Mann"; ein nennenswerter Teil von dem, was du aufs Testosteron schiebst wie als Mann weniger weinen zu können, ist tatsächlich eher Sozialisation. Nochmal: Männer sind genauso in der Lage zu weinen wie Frauen.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Fr, 13.Nov 2020, 20:36
Weinen ist ein unspezifischer emotionaler Ausdruck, welcher der Mimik zugeordnet wird und oft, aber nicht immer, mit Tränenfluss einhergeht. Weinen ist nicht an eine bestimmte Emotion gebunden und kommt nicht nur bei Schmerz, Trauer, Angst oder Ärger vor, sondern auch bei Freude und anderen starken Gemütsbewegungen, z. B. beim Hören von Musik.

Ähnlich wie Lachen zählt Weinen zu den archetypischen menschlichen Ausdrucksbewegungen, die nicht erlernt werden. Doch wird die Äußerung als Sozialverhalten durch situations- und geschlechtsspezifische Rollenerwartungen kulturell verschieden normiert. Ob bei Tieren – wie beispielsweise bei unter Stress stehenden Elefanten, die Tränen produzieren – von einem Weinen wie beim Menschen gesprochen werden kann, ist in der Wissenschaft umstritten.
Wikipedia -- da steht nix von Testosteron
somit sollte man Weinen nicht mit der Produktion und Absonderung der Tränenflüssigkeit gleichsetzen
Man kann leichter ein Atom zertrümmern, als ein Vorurteil

http://www.myblog.de/janus4252

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Fr, 13.Nov 2020, 23:00
Hallo.

Interessant und lehrreich die unterschiedlichen Schwerpunkte. Aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich jederzeit meinen, erkannt zu haben, dass hormonelle Einfluesse, sei es bei post-op TS die Präparate einnehmen, sei es im Bereich PMS etc, keinen geringen Einfluss haben auf emotionale Stimmungsschwankungen, insbesondere auch im "Traenenbereich" ( *lach, ja ich weiss ... )

Janus hat doch voellig Recht. Traenen können viele Ursachen haben. Sehr viele.

Worum es aber Linus doch ging im Interview bzw Buch, war, auszudrücken dass für ihn Weinen eine Art emotionales Ventil war. Ungesteuert also unterbewusst oder instinktiv. Im Nachhinein betrachtet jedoch, sah er/sie es als ein wertvolles Gefuehl. Etwas, dass er nach der Transformation eher vermisste...

Betrachte ich mich in diesem Zshang, dann gab es Momente meiner Herrin ggueber zB, in denen ich es als eine Erleichterung empfand, ihr ggueber weinen zu duerfen. Mich so verletzlich zu zeigen. Und es gab Traenen der Dankbarkeit und Traenen der Wut und Traenen des Schmerzes.

Traenen zu vergiessen jedoch, in extremen beruflichen Situationen, wo mir sehr danach war, habe ich immer instinktiv unterdrueckt. Dem verfixxten Axxloch jetzt auch noch diese Genugtuung geben ? No bloody way.

Und ich kenne auch sehr intensive Momente, in denen jemand mit asiatischem Hintergrund versuchte zu lächeln. Und zu lächeln, obwohl ihm nach heulen zu Mute war. Weiss ich. Insofern hat Escort schon Recht. Sozialisation. Übrigens etwas, das KI noch sehr lange nicht in der Lage sein wird, zu erkennen. Wir aber sofort erfuehlen...

LG Moro
Wir spielen alle, wer es weiss, ist klug ( Arthur Schnitzler )

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

So, 15.Nov 2020, 05:35
@Escort-Sklavin
Sprech da aus eigener Erfahrung! Als junger Mann mit einem hohen Testosteronwert, war ich nur selten in der Lage bei rührseligen Szenen in Film und Fernsehen zu weinen. Jetzt im mittleren Alter, mit einem deutlich niedrigeren Testosteronwert kommen mir bei denselben rührseligen Szenen oft die Tränen. Und mein Umfeld (Gesellschaft und Kultur) in dem ich lebe und aufgewachsen bin, hat sich dabei kaum verändert.

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

So, 15.Nov 2020, 09:41
AV
heisst das jetzt im Umkehrschluß, wenn ich das nächstemal beim Arzt den Testosteronwert bestimmen lass, reicht es, wenn der mir eine traurige Geschichte erzählt und wenn ich nicht weinen muss, ist der Wert ok, wenn ich weine zu niedrig??
Also die Fähigkeit Tränenflüssiggkeit abzusondern direkt an den Testostronwert zu binden ist schon etwas arg weit hergeholt.....
Man kann leichter ein Atom zertrümmern, als ein Vorurteil

http://www.myblog.de/janus4252

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Di, 17.Nov 2020, 11:18
AV_ hat geschrieben:
So, 15.Nov 2020, 05:35
@Escort-Sklavin
Sprech da aus eigener Erfahrung! Als junger Mann mit einem hohen Testosteronwert, war ich nur selten in der Lage bei rührseligen Szenen in Film und Fernsehen zu weinen. Jetzt im mittleren Alter, mit einem deutlich niedrigeren Testosteronwert kommen mir bei denselben rührseligen Szenen oft die Tränen. Und mein Umfeld (Gesellschaft und Kultur) in dem ich lebe und aufgewachsen bin, hat sich dabei kaum verändert.
Der Kontext deiner jugendlichen Unfähigkeit zum Weinen beinhaltet weitaus mehr als ausschließlich die Messung des Testosteronwertes. Das ist so wie zu behaupten, eine Paprikasuppe schmecke ausschließlich wegen der Paprika so gut, wenn man damit die ganze Palette der hinzugegebenen Gewürze ignoriert.
"So where do you live, anyway?" - "Mostly in my head."

Re: Ich bin Linus - Transgender etc...

Mi, 18.Nov 2020, 23:24
Die Beiträge von @Janus4252 werden mir nicht mehr angezeigt, ist aber auch nicht schlimm.

@Escort-Sklavin
Ein hoher Testosteronspiegel beeinflusst laut meinem Hausarzt aber das Einfühlungsvermögen des Menschen sich in die Gefühlswelt Anderer hineinversetzen zu können. Ist der Spiegel niedrig sind Menschen empfänglicher für die Gefühle Anderer und empfinden leichter Mitleid, Anteilnahme und Trauer.

Natürlich hat jeder seine eigene Sichtweise auf den Sachverhalt, ich habe meine, Du hast deine und das ist auch gut so. Wir tauschen ja hier eh nur eigene Meinungen aus ohne jemanden von irgendetwas überzeugen zu wollen oder eine Änderung der Sichtweise herbeizuführen.

Schönen Abend! :)
Antworten

Zurück zu „Offtopic Dominaforum“