Tzzzzzz *verschränkt die Arme und stampft trotzig mit der Pfote auf*cm hat geschrieben:Miezecat: Die Zahl von 50 Frauen genügt auf die Gesamtzahl der im Gewerbe tätigen Frauen völlig aus, die Frage ist nur sind bzw. waren diese Frauen repräsentativ. Möglicherweise hat sich das Gewerbe die letzten 1-3 Jahre völlig verändert oder Berlin ist nicht für Deutschland repräsentativ oder die Damen, die sich bei Lady MacLaine beworben haben und bei und mit ihr gearbeitet haben waren eine "ganz spezielle Auswahl aller Dominas". Was ich eher nicht denke ....
Deine Frage "Warum macht man denn einen stressigen Job, an dem man keinen Spaß hat und am Ende des Tages nicht mal ordentlich Kohle in der Tasche hat?" kann man ja auch für viele Jobs stellen, egal ob z.B. Krankenschwester oder Coiffeuse. Zudem ist natürlich auch der Unterschied, dass man als "Domina" keine mehrjährige Ausbildung, gewisse schulische Vorbildung, etc. benötigt und natürlich viele in dieses Gewerbe angezogen werden wie es z.B. in den zwei oben erwähnten Berufsbereichen nicht der Fall ist. Dies habe ich auch so im Buch gelesen und deshalb ist die Spanbreite der Dominas was Interessen, Ausbildung, etc. angelangt auch grösser als in anderen "Berufsparten".
Auch, wenn es jetzt nicht so populär ist, aber für mich ist die Diskussion, ob die Dame eine BDSM-Neigung hat oder nicht, relativ irrelevant. Die Frage ist für mich eher, ob die Domina die "Neigung" hat sexuelle "Wünsche/Träume" von Männern zu erfüllen (als Dienstleisterin) und für sie es befriedigend ist, wenn ein Kunde glücklich nach Hause geht.
Das ist auf jeden Fall eine steile These! Dazu müsstest du aber die absolute Zahl der tätigen Dominas beziffern können, um dann die Validität der Korrelationshypothese testen zu können. Und, liebe Popcorn-snackende Community, ich kenne mich nun wirklich mit dem ubiquitären small-n-problem aus. Ich habe schließlich drei Mal an der Statistik-Prüfung teilgenommen. Ja ok, das eine Mal war ich nicht da, weil ich verkatert im Bett lag, das zweite Mal hatte ich auf Lücke gelernt und es wurden nur die Lücken geprüft, aber dafür konnte ich dann beim dritten Versuch richtig durchstarten.
To make a long story short: 50 Frauen sind als Stichprobe zu wenig, aber es geht ja auch gar nicht um eine Studie. Sondern es geht um die Motivation, die hinter der Berufswahl steht. Darüber hatten wir gesprochen. Und Lady MacLaine hatte verallgemeinert, dass die Frauen "ohne Spaß am Job" ihrer Arbeit nachgingen, die darüber hinaus schlecht bezahlt wird. Und das bezweifle ich weiterhin.
Aber ich gehe mit, wenn wir es nicht "Spaß" nennen, sondern … na …. sagen wir Sinnhaftigkeit. Das trifft dann auch auf die von dir erwähnten Krankenschwestern zu. Letztendlich liegt doch die Basis eines gelungenen Berufslebens darin, dass man eine Mischung aus motivierenden Faktoren hat: wirtschaftlicher Erfog, soziale Anerkennung, ein angenehmes Arbeitsumfeld, sinnstiftende Tätigkeiten.
lord_of_the_board hat geschrieben:Dieser Meinung und diesen Aussagen schließe ich mich vollumfänglich an.Miezecat hat geschrieben:Danke auch für die Offenheit und den Einblick! Du hattest das ja schon weiter oben beschrieben, aber es überzeugt mich nicht gänzlich. 50 Frauen sind natürlich schon mal eine gewisse Menge, aber gemessen an der Zahl der tatsächlich im Gewerbe tätigen Frauen ist es keine Fallzahl, die einen belastbare Aussage zulässt. Und mal abgesehen von den Zahlen und Zusammenhängen und ich möchte das jetzt auch nicht als anmaßende Frechheit verstanden wissen, aber: warum macht man denn einen stressigen Job, an dem man keinen Spaß hat und am Ende des Tages nicht mal ordentlich Kohle in der Tasche hat? Vielleicht stehe ich jetzt auf dem Schlauch, aber in meinem Kopf ergibt das keinen Sinn.
Und ja, ich erwarte tatsächlich, dass mir der Profi-Top hinterher suggeriert, dass es ein klasse Spiel war. Bei durchschnittlichen Tributen von 200 bis 300 Euro pro Stunde sollte diese Illusion im Preis inbegriffen sein. Aber ich bin schon in der Lage zwischen Fantasie und Realität zu unterscheiden. Bilde ich mir aber auch vielleicht nur ein.Jedenfalls wäre ich tatsächlich unangenehm berührt, wenn ich nach der Session zu hören bekomme: "Man, jetzt war ich aber schon froh, dass die zwei Stunden irgendwie vorbei gegangen sind."
Super Typ, dieser Lord-Man! Der weiß, was gut ist! *hebt die rechte Pfote für ein High-Five*



