Wie war deine Frage mit dem Zu-Weit-Gehen denn gemeint?
Für mich gilt bzgl. professioneller Haus-Sklaven einfach ein Preisnachlass bei tatsächlicher Nützlichkeit/Arbeitserleichterung für mich (
https://www.domina-frankfurt.net/173).
Meine Gedanken zu privaten Haussklaven bzw. 24/7-Sklaven hatte ich mal in einer Mail an einen Anwärter formuliert und zitiere jetzt einfach mal:
Was du über deine private Beziehung mit der Profi-Domse schreibst, ist meiner Meinung nach also nicht im Hinblick auf ihre Profi-Tätigkeit zu interpretieren, sondern wäre in einer privaten promisken Beziehung genauso bzw. in einer privaten monogamen Beziehung zwar ein kleines bißchen anders gelagert, aber doch ziemlich ähnlich (dann lassen üblicherweise die anfangs häufigeren Sessions nach, oder einer der beiden Partner verliert real das Interesse und stellt sich wirklich in die Erfüllung der Partnerwünsche - häufig ist es tradtionell bei Heteropaaren die Frau, die ihre eigenen Wünsche nicht mehr benennt, "frigide" wird und ggf. noch "mechanisch funktioniert" - das kann bei SM ebenso leicht passieren wie bei Vanilla-Sex. Ärgerlich ist nur, wenn ein männlicher Sklave dann gar nicht merkt, daß seine Herrin ihn nur noch nach seinen Wünschen "bespielt", ohne innerlich dabei zu sein.... ich führe gerade mit einer solchen frustrierten Herrin auch ein Email-Abo, und ich habe tatsächlich keinen guten Rat für sie, als mit dem Partner offen drüber zu reden, daß sie eigentlich ganz andere Dinge will als er - sie ist sich aber sicher, daß das dann das Ende der Beziehung bedeuten würde....
Die echte Wertschätzung, die du als unabdingbar für deine Idealbeziehung ansprichst, ist auch aus meiner Sicht absolut wichtig. Nicht nur in auf Dauer angelegten Beziehungen, egal ob als Liebschaft oder private Affäre oder Profi-Beziehung, sondern sogar für One-Night-Stands bzw. Einmal-Sessions (und auch hier wieder unabhängig davon, ob mit oder ohne entgeltlichem Kontext): echte Wertschätzung, echtes Wohlwollen sind total wichtig für SM! Ich bin immer total entsetzt, wenn manche Profi-Kolleginnen ihre Sklaven real verachten.
In einer dauerhaften Beziehung allerdings alle "niederen Tätigkeiten" nur einem Part zu überlassen, wird vermutlich schwierig. Manchmal hat man die Getränke einfach schneller und unkomplizierter selber aus dem Keller geholt, als den Sklaven danach zu schicken. (Und wenn der Kaffee gebracht werden soll und es tatsächlich darum geht und nicht um Gesten, geht es auch schneller auf beiden Füßen als auf Knien. Im realen Leben, außerhalb einer Session, würde mich dann wohl die Langsamkeit stören.) Klar, man könnte dem Sub feste Aufgaben zuteilen, die immer regelmäßig erledigt werden müssen und die man nicht mal ganz überraschend spontan auf die Schnelle braucht. Zum Beispiel Müll-rausbringen und Mülltonne-reinigen, Garten-Umgraben, Einkäufe-erledigen etc. ---- wobei das auch wieder nicht klappt, wenn es einfach zu viele Aufgaben sind, dass eine Person sie noch neben einem normalen Beruf (und somit einem normalen Einkommen) alle auf die Reihe kriegt. Und ohne sein Einkommen müßte die Herrin (oder das Herrscher-Paar) den Sub ja "durchfüttern" (bzw. hätte man in einer Zweierbeziehung eigentlich die traditionelle Hausfrauen-Konstellation, nur mit vertauschten Rollen). Manchmal muß der Aktive bzw. müssen die Aktiven einfach "mit anpacken", damit es realistisch schnell geht und alles erledigt wird. Außerdem ist echt die Frage, ob du das Mülltonnen-Putzen nach einer Weile, wenn es zur Routine geworden ist, wirklich noch erotisieren kannst - oder nicht doch anfängst, davon genervt zu werden, wenn du real bei dem Herrscherpaar / der Herrscherin wohnst und die dich tatsächlich immer schuften lassen und selbst keinen Finger krumm machen. Es ist nämlich u.U. in der Fantasie auch wieder geiler, zudem stellen sich die meisten Männer dazu auch vor, daß die Herrin dann ständig sexy angezogen ist und einen strengen Ton drauf hat - aber auch das strenge Formulieren erfordert Konzentration, und wenn die Frau stattdessen einfach in Jogginghose sagt "Denk dran, den Abwasch zu erledigen" ist es auch nicht mehr geil, sondern "normal" (bzw. wird ggf. ärgerlich, wenn die Aufgaben nicht ausgewogen sind und der Tonfall bzw. die gesamte Inszenierung eben nicht dazu geeignetet sind, dich erotisch zu animieren).
In der Tat könnte ich umgekehrt einen Sklaven, der mich absichtlich provoziert, niemals ernsthaft bei mir dulden - ich erinnere mich an einen Putzsklaven, der (absichtlich oder aus Tollpatschigkeit, das war nicht so ganz eindeutig) den Putzeimer umgeschüttet hat oder an Putzsklaven, die wirklich ihr Bestes gegeben haben, aber ihr Bestes war eben ziemlich miserabel und der Boden hinterher noch schlierig - jedesmal, wenn die dann weg waren, hatte ich damit mehr Arbeit, als hätte ich gleich selbst gewischt. Aber wenn's eine bezahlte Session ist, ist das okay. Und dann tadele ich natürlich auch peitscheschwingend und baue es selbst dann ins Play ein, wenn es mir reale Mehrarbeit bedeutet. Wäre es aber eine rein private Situation, würde mein Tadel sicherlich nicht erotisch klingen, sondern real sauer, genervt, frustriert etc. -wie du es bei deiner privaten Domina-Herrin auch erlebt hast.