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Re: Gewissensbisse

Di, 26.Jul 2016, 17:46
Für mich ist der Text von Sub marine im Gegensatz zu Deinem Text wirklich stimmig und er beschreibt genau, welche Möglichkeiten es für ihn gäbe (nicht zu einer Domina zu gehen, es der Frau zu sagen, etc.) und warum es diese verwirft. Der Text ist so gut, dass ich ihn schon mehrmals durchgelesen habe.
Der Text mag stimmig sein, habe ich ja auch geschrieben, aber jetzt wo du es noch mal wiederholst und ich eben so auch früher argumentiert habe.
Nö, er ist total das Gegenteil, er ist reinste Gewissensberuhigung, dazu gleich mehr.
für Dich mag dies unmöglich sein, aber für andere geht dies
Es geht nur für die, die eine offene Beziehung haben, für die, die das nicht haben, kehren sich alle Argumente auch deine ins Gegenteil. Und somit ist meine Argumentation keineswegs falsch.
Das Gewissen und ob es moralisch verwerflich ist, muss jeder von uns selber beurteilen.
Nein, die Moral machen andere. Nur nebenbei, mich schert die Moral nicht die Bohne, die die anderen machen. Sprich dies bezüglich habe ich keine, aber hat sub marine hat sie, sonst müsste er ja nicht den Versuch unternehmen, zu trennen, was auch immer das hießen mag.
Warum kannst Du für alle anderen sagen, dass man es nicht trennen kann und es eine Farce ist und es das Unehrlichste ist?
Weil es eben so ist.
Du hast mich nicht verstanden, nun gut, ich habe aufgrund von Länge meines Beitrags gekürzt.
"Man kann zwar sagen". Ich liebe meine Frau und wenn ich ganz ehrlich bin, ich will ihr nie weh tun, daher mache ich ein wenig SM und gut ist? Und weil ich das gar nicht so schlimm finde, trenne ich ich das ganz schnell mal von meinem Gewissen. Der einzige Mensch, der das beurteilen kann, ob das gewissenlos ist oder nicht, dürfte die Frau sein oder etwa nicht?

CM, deine Frau hat dir frei gegeben. Sie sagt: "Guter SM, mach dir mal kein Gewissen, ich liebe dich auch so".
Glück für dich.

Ergo, es gibt bei sub marine wie auch bei mir und vielen anderen, die hier sind, ein Defizit und jeder hat mehr oder weniger seinen eigenen Weg gefunden, das zu kompensieren.
Aber zu behaupten, man hat dabei kein Gewissen, ist schlichtweg eine Lüge. Eine Lüge sich selbst gegenüber.
Und das ist unehrlich.

Ich möchte andere Worte dafür finden und das so erklären:

sub marin und andere, z.B. auch ich, suchen nicht nur, sie praktizieren sexuelle Taten außerhalb der Ehe/Beziehung. (OK, wenn man jetzt SM nicht als etwas Sexuelles , dann brauchen wir wohl überhaupt nicht mehr weiter zu diskutieren).
Wenn die geliebte Partnerin das nicht toleriert, ist es Betrug an ihr.
Wer anderes behauptet, macht sich nur was vor.
Behauptet man, dass man seine Partnerin liebt und was ganz wichtig ist, denkt man, dass dies gegenseitig ist und diese einen ebenso liebt, man aber gleichzeitig einen Betrug beginnt und sich dann hinstellt, zu sagen: "Ich kann das mit besten Gewissen trennen" hat man entweder einen Dachschaden- oder man belügt sich selbst.

Da ich mich selbst in die Gruppe der Betroffenen einordne und mir auch keinen großen Kopf mache, ob ich nun gewissenlos oder was auch immer bin, kann man durchaus sagen, ich komme ja zu dem selben Ergebnis.

Bloß meine Aussage ist eine andere.

Ich sage: "Ich liebe meine Frau und will ihr eigentlich nicht weh tun".
Und weil ich weiß, dass es der Fall wäre, wenn sie davon wüsste, sage ich es ihr nicht.
Gleichzeitig ist mir die Moral anderer wie ich vorher schon beschrieben habe, Scheiß egal.
Aber. Ich mache mir Gedanken darüber, dass ich meine Betrugstat oder wie man das auch ausdrücken will, im Konflikt mit meiner Beziehung ist.
Dass ich hier eine Handlung vollziehe, die ich nicht durch irgendwelche Äußerungen von Trennlinien beschönigen kann.
Es ist einfach Fakt, dass ich in einer festen Beziehung eine Fehlung begehe und ich lasse es zu und ich lasse auch ein Gewissen zu.
Wenn man so will, Ich stehe zu meinem Betrug und rede mir nicht ein, dass es etwas ganz anderes ist.

Und das meine ich mit Ehrlichkeit mir selbst gegenüber.
Es ist mein Gewissen und trotzdem tue ich es.

Und mit Verlaub, damit bin ich in dieser Welt ganz bestimmt nicht alleine.

Ist die Partnerin oder Partner offen, also gesteht er mir das "Nebenher" zu, dann liegt ein ganz anderer Fall vor.

Meine Frau erlaubt mir auch, einer anderen Frau hinterherzuschauen. Ja sie gestattet sogar zu flirten, so lange sie eben davon weiß, also mache ich mir kein Gewissen.

Ist es nun deutlicher?
Wenn nicht, reden wir in verschiedenen Spähren.
Was schlägst Du jetzt Sub Marine vor? ... ff
zu sich selber ehrlich sein. Das schlage ich vor. Er muss gar nichts sagen.

Ich sagte ja, ich bin nicht der Moralist, ich mag bloß nicht das Gerede von Gefühlstrennung etc.
Und wer bin ich denn, dass ich anderen vorschlagen will, wie sie zu leben haben.

Und dahingehend sehe ich meine Kritik an der Schön-Rednerei als gerechtfertigt

Zumal man devote Handlungen nicht einfach wie Brötchen beim Bäcker kauft.

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ui ich bin jetzt im Status auch was bearbeiten zu dürfen.
So füge ich noch mal das dazu:
Du etwas nicht moralisch oder verlogen hälst
Das ist nicht fair, mir das anzudichten.
Ich hoffe,das kam jetzt raus, dass ich ganz und gar nicht moralisch bin und ebenso was eine Lüge ist oder was ich damit meine.
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