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Erster Kontakt und neue Zweifel

Fr, 22.Nov 2013, 10:31
Bevor ich über meine persönlichen Probleme schreibe, möchte ich erst eine Frage stellen, die sich in jüngster Zeit erhob. Hierbei geht es um eine Erfahrung und eine Einschätzung verwandter Art, die die professionellen Studio bzw. die Damen betreffen.

Nun habe ich immer viel geredet und geschrieben. Ich bin ein Kopfmensch, der es zumindest zu Beginn eines Studiobesuchs auch bleibt. Das heißt, ich benötige für mich eine klare Motivation für einen Besuch und das Gefühl, verstanden zu werden. Ersteres kann beispielsweise in einem gehegten Wunschtraum bestehen, Letzteres ergibt sich durch eine ausführliche Schilderung diese Gedanken und Gefühle. Das bedeutet nicht, dass danach im Studio exakt dies geschieht oder überhaupt geschehen soll. Vielmehr versuche ich einem Gegenüber meine Erlebniswelt samt Innenperspektive näher zu bringen, um sowohl durch Erkennen eines gemeinsamen Verständnisses Vertrauen zu gewinnen, als auch der Person Möglichkeiten in die Hand zu geben, mir etwas in ihrer eigenen, kreativen Art zu geben, von dem ich hinterher sage: Wow, das war gut! Und selbst dies geschieht nicht aus unmittelbarem Eigeninteresse an dem Geschehen, sondern um die Kreativität und Leistung des anderen nicht zu behindern.

Angesichts all meiner Probleme und Zweifel in der letzten Zeit ist es daher recht klar, dass mich nicht nur viele Gedanken beschäftigen, sondern dass ich diese auch äußere, um gleichermaßen in einem Diskurs eine eigene Klarheit sowie Sicherheit vielleicht zu finden und einer potenziellen Professionellen einen Zugang zu mir leichter zu machen. Ich habe viel über mich nachgedacht und auch über das, was ich suche. Doch es bleiben viele Unsicherheiten, die mich auch davon abhalten, einfach irgend etwas auszuprobieren. Ohnehin ist es gerade jetzt wichtig für mich, erst einmal jemanden zu finden, der mich versteht.

Und damit begann meine neue Erfahrung. Etwa alle zwei Monate hatte ich im letzten Jahr das Gefühl, einen Punkt gefunden zu haben, ab dem ich den Besuch eines Studios wagen könnte. Da ich jedoch so lange "abstinent" war, musste ich erst ein Studio und dort eine Person finden. Dazu schrieb ich mails, falls ich aus Selbstdarstellungen eines Studios den Eindruck hatte, es könnte mich ansprechen. Hierin schilderte ich meine Suche, deutete Einschränkungen und Zweifel an, manchmal auch frühere Erfahrungen, und skizzierte jenen Wunsch, der zum Anschreiben führte. Das war nicht immer deutlich oder nur einfach, stets auch nicht knapp. Aber es wäre auch nicht anders gegangen, schon gar nicht für mich.

Meine Erfahrung, die ich jedoch machte, war: Nur jedes zweite Studio antwortete mir und ganz überwiegend - nämlich bis auf eine - waren diese Antwort knapp, wegen der Konkretheit eines Besuchs rückfragend oder abweisend im Stil "das ist zuviel zu lesen". Inzwischen habe ich dies schon einige Male erlebt, so dass meine Zweifel sich schon darauf ausgedehnt haben, ob ich auf diesem Weg überhaupt etwas für mich Passendes finden kann. Einmal nutzte ich die Möglichkeit eines direkten, persönlichen Gesprächs, aber auch das ließ letztlich genau diesen Eindruck zurück.

Plötzlich frage ich mich also, worum es den Professionellen in Studios geht oder welches Selbstverständnis sie auch gegenüber einem Kunden haben. Es könnte auch Folge eines Zeitenwandels sein, denn früher spürte ich dies nur sehr selten. Heute ist die Idee, dass man eine Dienstleistung offeriert, vielleicht verloren gegangen und man bemerkt nicht, dass ein Kunde weitaus mehr in Vorleistung gerät, weil er vorab bezahlt, ohne gegebenenfalls die Kompetenz einer Person oder ihr Verständnis für ihn zu kennen. Der hohe Stundenlohn rechtfertigt sich nicht allein aus der Art der Dienstleistung und eventuelle Materialkosten, sondern auch und gerade aus dem besonderen Verhältnis, den eine Professionelle in einem Studio zu ihrem Gast einnimmt und haben muss. Es ist verständlich, dass man sich vor Missbrauch schützen will, aber es ist trotzdem nicht in Ordnung, quasi zu sagen: Zahl du erstmal, dann höre ich dir zu; oder, in etwas anderer Weise: Es ist gleich, womit du Schwierigkeiten hast, ich werde einen Weg finden, dir etwas zu bieten, wenn du mich erst einmal entlohnt hast. Manchmal hat man da regelrecht den Eindruck, man erhielte zurück ein: Hey, ich bin die Domina, halt die Klappe und mach, was ich sage!

Ich komme hiermit nicht zurecht. Genau genommen bin ich nie damit zurecht gekommen, es entspricht nicht meiner Veranlagung. Aber als Problem ist es erst in den letzten Monaten aufgekommen durch diese Reaktionen, so dass ich nun gerade andere Gäste der Studios fragen möchte, ob mein Eindruck richtig ist oder ob bzw. worin ich mich täusche.

Anfügen will ich noch, dass ich nicht verstehe, wie man das Erwecken dieses Eindrucks auch nur riskieren will. Man vergrault doch viele potenzielle Gäste, die ähnliche Probleme haben - und sei es nur, weil sie noch gänzlich Unerfahrene sind. Meine Probleme sind dadurch auch angewachsen und damit bin ich weiter von einem Besuch entfernt als zuvor. Sind die eigenständigen Studios derart ausgelastet?

Damit bin ich bereits mitten in meiner Einschätzung, die von einem Rückblick genährt wird. Liegt es an meinen Texten? Oder an meinen Problemen? Diese Fragen konnte ich nur angehen, indem ich in meine Vergangenheit zurückschaute. Wie war es, als ich noch häufig Studios besuchte? Meine Art hat sich kaum geändert und auch damals redete oder schrieb ich viel, allerdings hatte es einen mehr positiven Charakter. Vor allem jedoch hörte man mir mehr zu. Ich entsinne mich eines Besuchs eines Studios, bei dem die erhoffte Dame nicht anwesend war - mit einer anderen plauderte ich über meine Erfahrungen und Interessen noch eine Dreiviertelstunde, obwohl ich klar zu erkennen gegeben hatte, dass ich heute verzichten würde (weil die Erhoffte am übernächsten Tag wieder da sein sollte). Es mag sein, dass dies eine Art Überredungsversuch gewesen war, doch hatte ich nicht das Gefühl, dass man es als Zeitverschwendung ansah oder mir böse war, als ich wieder ging. Überhaupt war das Klima wohl ein anderes. In meiner Erinnerung ging es bei einem Erstgespräch stets mehr darum, ob man zu einander passen würde, nicht um das Finden eines Programms, das man jetzt sofort durchziehen konnte.

Allerdings fiel mir durch die Erinnerung noch etwas Anderes auf. Die besten Gespräche, die auch zu Aktivitäten führten, hatte ich gerade nicht in den Studios in eigenständigen Häusern gehabt, sondern mit Damen in den Straßenbordellen (etwa eben Linienstraße). Vielleicht bin ich da nicht ganz fair, denn ich hatte auch lange Zeit eine Schwellenfurcht - die ersten Worte waren unverbindlicher von der Straße aus. Und ich möchte es keinesfalls pauschal verstanden wissen: Es gab auch Gegenbeispiele. Nur waren sie wenigere. Allerdings fielen schlechtere Professionelle in den Straßenbordellen schneller auf, sie waren schlicht nach wenigen Wochen fort. Ist eine Person erst einmal in einem Studiohaus aufgenommen, mag das anders sein. Aber es ist mehr als nur ein Ergebnis einer subjektiven Sammlung. Ich fühlte mich auch früher schon in manchen der größeren Studios mehr wie in einem Supermarkt. Das Personal tritt wie in einer Kollektion an und identifiziert sich unter Umständen weniger mit dem Studio und seinen Möglichkeiten, so dass auch für mich oftmals keine heimelnde Atmosphäre aufkam. Die Qualität der meisten Häuser hat heute zugenommen, Einrichtung und Material ist so umfangreich-kostspielig, dass frei Agierende es schwer haben. Aber könnte es nicht auch sein, dass dieser Vorsprung an Äußerem blendet und das Personal in diesen größeren Studiohäusern sich mehr als Angestellte einer Institution sehen und entsprechend handeln? Verschlimmert noch durch einen neuzeitlichen Trend der Kurzatmigkeit, der sich besonders beim Zuhören und Lesen im Zeitalter von sms und twitter zeigt? Oder ist es Ausdruck einer anderen, vielleicht falschen Sicherheit, weil der Gast eines Studiohauses nur die Wahl zwischen den Personen hat, aber Gast des Hauses bleiben oder ganz verzichten muss, die unabhängigen Damen aber sich mehr auch mit ihrer Umgebung und Tun identifizieren, weil sie darauf angewiesen sind, auch weil alles ihren Investitionen entsprang?

Reine Spekulation, doch auch auf meinen Gefühlen basierend und daher doppelt bedeutsam für mich. Wie ist der Eindruck anderer Studiogänger?

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Fr, 22.Nov 2013, 11:47
Lieber Nur_Arno,

die ausbleibenden oder knappen Reaktionen auf Deine E-Mails haben vermutlich mehrere Ursachen.

Meine Gedanken zu den Ursachen und dem von Dir geschilderten Trend:
1. Die Fakes scheinen immer häufiger zu werden und dementsprechend sinkt die Bereitschaft der Dominanten in Vorleistung zu gehen.
2. Insbesondere die Kombination aus lang (hoher Aufwand) und kritisch (niedrige Buchungswahrscheinlichkeit) ist problematisch.
3. Sich mit langen und anspruchsvollen Texten zu beschäftigen haben einige der jüngeren Menschen nie gelernt.

Lösungsvorschlag: Identifiziere für Dich, was für Kriterien "Deine" Dominante erfüllen muss und überlege Dir, wie Du das am einfachsten erfragen kannst. Ich würde hierzu ein Telefonat empfehlen. Lass alles weg, was nicht dem Erfragen der "Geeignetheit" dient.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Viele Grüße
Stallsklave76
Die Normalität ist eine gepflasterte Straße; man kann gut darauf gehen - doch es wachsen keine Blumen auf ihr. (Vincent van Gogh)

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Fr, 22.Nov 2013, 13:14
Du stellst hier Forderungen auf und willst bestimmen, wie sich eine professionelle Domina verhalten sollte. Warum sollten DEINE Ansprüche und Erwartungen von diesen Frauen einfach so umgesetzt werden? Diese Frauen sind selbständig und müssen genügend Geld verdienen, wie alle Kleinunternehmer und deshalb ist Dein Spruch "es ist trotzdem nicht in Ordnung, quasi zu sagen: Zahl du erstmal, dann höre ich dir zu" einfach falsch. Eine Domina bestimmt was sie anbietet, wo sie es anbietet, wieviel es kostet, wie sie Emails beantwortet, etc. und anschliessend kannst Du entscheiden, ob dies für Dich in Ordnung ist und hingehen oder falls Du es nicht in Ordnung findest, kannst Du etwas anderes anbieten, zu einer anderen Dame gehen oder eben nicht hingehen. Punkt.

Aus Deinem Mail bekomme ich den Eindruck, dass Du sehr kompliziert bist und wie Du schreibst Probleme hast. An wieviele Damen und Studios hast Du denn lange und problembehaftete Emails geschrieben? An 10, 20? Und jetzt erwartet Du, dass alle Damen und Studios sich eine Stunde Zeit nehmen und dieses komplizierte Mail zu lesen und dann detailliert (wie Du es ja erwartest) darauf einzugehen. Und dies mit dem Wissen, dass Du sowieso kaum ins Studio kommst (glaube mir, die Damen können dies oft gut abschätzen und haben darin viel Erfahrung) und falls Du kommst, sie einen schwierigen und komplizierten Kunden haben. Eine Domina ist eben nicht die Heilsarmee, die UMSONST stundenlang Mails liest und schreibt und lange Gespräche führen kann. Studios und Dominas bekommen eine Vielzahl von solchen langen und schwierigen Mails und wenn sie alle lesen und umfassend beantworten wollten, könnten sie den Laden dichtmachen. Weisst Du wieviele Termine von "Neuinteressenten" überhaupt wahrgenommen werden? Viele schreiben und reden viel, machen dann Termin ab und kommen dann nicht. Es ist mehr als verständlich, dass sich eine Domina um die "richtigen" Kunden kümmert. Falls Du wirklich interessiert bist, gehe hin, zahle mal eine Stunde und rede mit der Dame. Dann kann sie realisieren, dass Du es Ernst meinst und nicht nur Deine Probleme loswerden willst Du dann sowieso nie ins Studio kommst.

Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht, aber da ich weiss, wieviele Fakes es gibt und die Damen beschäftigt sind und nicht Zeit haben lange mit mir zu mailen oder telefonieren, bin ich bei der Terminanfrage kurz (vieles kann man den Webseiten, Boards, etc. entnehmen) und dann wenn ich Termin wahrnehme, kann ich immer noch meine Fragen stellen und meine Phantasien erläutern.

Um ehrlich zu sein, machst Du mir den Eindruck, dass Du bei einer Domina sowieso derzeit nicht glücklich wirst. Löse zuerst Deine Probleme und Deine Zweifel. Wie wäre es mit einer Therapie?

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Fr, 22.Nov 2013, 13:37
@Nur_Arno

ich möchte gar nicht auf alles eingehen, was Du da schreibst, denn es ist auch mir zu lang und ich kann Kolleginnen verstehen, die darauf nicht oder nur knapp antworten.

Diesen Satz von Dir möchte ich aufgreifen:
aber es ist trotzdem nicht in Ordnung, quasi zu sagen: Zahl du erstmal, dann höre ich dir zu;
Ich finde es komplett in Ordnung, genau das zu sagen.

Nehmen wir mal an, Dein Auto springt nur jedes dritte Mal an.

Nun schreibst Du der Autowerkstatt, zu der Du VIELLEICHT gehen möchtest.

"Mein Auto springt nur jedes dritte Mal an. Beim ersten Mal macht es ein komisches Geräusch, beim zweiten Mal blinkt es ganz hektisch. Ich hab schon die Motorhaube aufgemacht (z.B. letzten Dienstag, als ich von einem Theaterbesuch kam), hab aber nix gefunden. Danach waren aber auch die Bremsen irgendwie anders als vorher. Kann das daran liegen, daß ich die Motorhaube geöffnet habe? Die hab ich übrigens danach mit einem ganz sanften Druck wieder geschlossen, weil man ja nicht so doll mit der Motorhaube auf das Auto hauen soll. Aber weil ja das Auto nicht anspringt, wollte ich mal fragen, ob es möglich wäre, bei Ihnen vorbeizukommen, damit Sie sich den Wagen mal ansehen. Ich war ja schon bei Autowerkstatt X und Y, aber da hat man sich nicht um mein Quietschen gekümmert. Na, und Autowerkstatt Z hat gar nicht geantwortet. Ich weiß gar nicht, warum das so ist, schließlich habe ich meinen Fall vorab ausführlich geschildert und nun bin ich ganz verzweifelt, weil keine Autowerkstatt mir helfen will, und mein Wagen ja nur jedes dritte Mal anspringt...."

Auch der Automechaniker würde Dir wohl kurz und knapp antworten, daß Du gerne mit Deinem Wagen vorbeikommen kannst.
Auf Deine langatmige E-Mail würde er wohl auch nicht eingehen.

Warum sollte eine Domina, die eine Dienstleistung in Form von bezahlten Sessions anbietet, Dir kostenlos massenhaft ihrer Zeit zur Verfügung stellen?

Und das womöglich, obwohl noch gar nicht sicher ist, daß Du bei ihr erscheinen wirst.

Ein Therapeut wird sich ja auch nicht kostenlos Deine Probleme anhören, und erstmal Deine E-Mails beantworten, in der Hoffnung, daß Du dann zum bezahlten Gespräch erscheinst.

Sorry...es ist nicht Aufgabe einer Domina, sich vorab stundenlang mit den Ergüssen eines potentiellen Gastes auseinanderzusetzen.

Gleiches gilt natürlich auch für das persönliche Gespräch.

Warum sollte Dir eine Dame im Vorgespräch stundenlang zuhören, ohne dafür entlohnt zu werden?

Oh...und damit hier kein Mißverständnis entsteht:

Ich halte Vorgespräche für wichtig und unabdingbar!!

Und ich habe schon mit manch einem Gast die Zeit verquatscht..

ABER: um eine Session zu gestalten, braucht es keinen stundenlangen Austausch, weder per Mail noch persönlich.


in diesem Sinne,
LadyTanja
_______________________
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www.galerie-de-sade.de/Hamburg/Lady-Tanja-a302.html

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Fr, 22.Nov 2013, 18:47
@ Nur_Arno
Ich finde es gut, dass du deine Probleme bei der Suche nach einer richtigen Domina hier beschreibst. Auch wenn ich deine Erwartungshaltung nicht teile, spiegeln gewisse Gesichtspunkte auch meine bisher geringen Erfahrungen wieder. Der Wunsch nach einem unverbindlichen Kurzbesuch des Studios (zwischendurch, auf Abruf, wenn mal 5 Minuten Zeit sind) nur um die Atmosphäre und den ersten Eindruck zu erspüren oder sich über die Damen beraten zu lassen sind beide Male abgewiesen worden.

Zudem habe ich auch als Neulinng nicht so gute Erfahrungen gemacht mit E-mail Anfragen. Aber ich kann die Studios verstehen auch wenn ich es schade finde. Aus eigener selbstständiger Berufserfahrung weiss ich bei Neukunden ganz schnell ob sie schwierig werden und doppelt soviel Arbeit erfordern und trotzdem unzufrieden sind. Da hilft bei mir sofort ein Anruf und man kann entweder fast alles am Telefon klären oder man lässt es. Eine lange komplizierte Antwort zu schreiben ist mir dann zu Zeitaufwändig.

Dieser Weg ist für ein Studio aber nicht machbar bzw. nur dann wenn du in deiner Mail deine Telefonnummer angibst und darauf hinweist, dass ein Anruf gewünscht ist. Dies ist bei mir aber nicht der Fall. Wer möchte schon unerwartet von einer Domina angerufen werden.

Daher bleibt dir nichts anderes übrig als deine Kandidatin über die Homepage auszuwählen und anzurufen. Dabei gewisse Regeln beachten (z.B. Nummer übermitteln) und einen Termin verbindlich zu vereinbaren. Nach dem Vorgespräch entscheidest du dich für sie oder nicht. Dann ist es aber verständlich das sie für ihren Aufwand entschädigt wird.

Wenn du dann zwei- oder dreimal bei ihr warst werden E-mails auch anders aufgenommen. Aber auch dann kannst du froh sein wenn sie gelesen werden; als Vorbereitung für die nächste Session gesehen werden. Antworten sind glaube ich selten. Besonders wenn deine Mail viele verschiedene Aspekte anspricht und man erst gar nicht weiss wo man bei der Antwortmail anfangen soll.

Kurz gesagt spring ins kalte Wasser! Was kannst du verlieren? Was kannst du gewinnen? Ich habe es nicht bereut. Aber man kann natürlich auch Pech haben.

Viele Grüße
Papillon

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Sa, 23.Nov 2013, 10:09
thali175 hat geschrieben:Aus eigener selbstständiger Berufserfahrung weiss ich bei Neukunden ganz schnell ob sie schwierig werden und doppelt soviel Arbeit erfordern und trotzdem unzufrieden sind.
Genau so geht es uns Dominas auch - wir sind Prostituierte und in der überwiegenden Zahl doch erfahrene selbständige Unternehmerinnen. Und daher wissen wir eben das Vorgeschilderte auch sicher zu identifizieren. Wobei das Schlimmste die "eingebaute Unzufriedenheit" eines solchen Gastes ist.
thali175 hat geschrieben:Kurz gesagt spring ins kalte Wasser!
Das genau beschreibt die Unmöglichkeit: Da trägt jemand seine innere Kompliziertheit, Besonderheit und Komplexität wie eine Fahne oder wie einen Schutz- oder vielmehr Abwehrschild vor sich her, und ist in seiner selbst-gefeierten Kompliziertheit total erstarrt, wie sollte derjenige springen?, mehr noch: wie wahrscheinlich ist es, dass irgendeine Domina denjenigen in seinem Inneren erreicht und schon gar etwas bewegt an seiner Erstarrung?

Und wer, wenn nicht Dominas (die den Namen verdienen, und die man locker aus dem bunten Katalog der Anbieterinnen herausfiltern kann, indem man ihre Texte liest und von allgemeinen Klischees und Floskeln bereinigt), weiß wohl sehr genau um die Komplexität und Besonderheit jedes einzelnen Menschen, der ihr im Beruf begegnet?
Wenn dieses Wissen nicht genügt, sollte man dann nicht vielmehr stattdessen einen Besuch bei studierten Fachkräften aus dem Psycho-Bereich erwägen? Wie es zuvor auch schon einer der anderen Ratgeber hier geschrieben hat?

Insgesamt beschleicht den Leser aber eher das Gefühl, dass alle Ratschläge so gar nicht das waren, was der TE in seiner Entrüstung lesen wollte.

La Marfa

PS
Ein Rat für all diejenigen / den TE, die sich immer für die Reichtümer interessieren, die Prostituierte so heimschleppen: Wenn ihr mal mehr als nur dumpf herumspekulieren wollt, dann lernt doch endlich mal was über den Unterschied zwischen Stundenlohn und Stundensatz.
klassische Domina http://www.la-marfa.com
Aus- und Fortbildungen und Coachings http://www.bdsm-akademie.com

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Mo, 25.Nov 2013, 14:49
Hallo Arno,

ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung. Ich habe zuerst angerufen und das weitere Procedere besprochen, dann beim ersten Anschreiben in einer kurzen Mail nur generell anhand zwei, drei meiner Neigungen gefragt, ob es passt. Wenn ja, der dritte Gang:

Ich habe einmal deshalb meine Phantasien einer Dame mit zusätzlicher 0180-er Nummer erzählt. Sie wollte ersr gar nicht, aber ich fand´s besser so. Allerdings war das Telefonat dann etwas uninspiriert und ich war nicht wirklich schlauer geworden. Ich hatte allerdings auf diese Weise die Gewähr, dass meine Vorstellungen sozusagen einmal extra für die kommende Session verinnerlicht wurden. Die Dame ging wirklich auf mich ein.

Ein anderes Mal habe ich meine Vorstellungen geschrieben und als Ausgleich Geld dazugelegt, damit die Lesezeit für sie nicht gratis verplempert wurde. Wurde aber leider nix draus, die Dame konnte mit meinen Phantasien nichts anfangen und hörte, obwohl Neuling, schon bald wieder auf.

Ein weiteres Mal geriet ich an eine Dame, die anders strukturiert war und der ich gar nicht genug schreiben konnte. Auf meine Frage, ob es nicht für sie aufwändig sei, wenn ich dann doch nicht zu ihr käme, antwortete sie, dann hab ich eben ein paar geile Phantasien. In der Folge war ich hinter ihr her wie der Teufel und sie verzögerte ihre Antworten, nur um mich zu quälen. Allerdings macht sie nicht unbedingt nur das, was der Kunde will, sondern erteilte mir da auch eine Lektion, für die ich ihr dankbar bin.

In der gleichen Stadt ist es leicht, da würde ich immer herkommen, um mein Interesse zu zeigen und zu sehen, ob die Chemie stimmt. Wenn die Damen (wie bei mir es der Fall war) allerdings nicht in der gleichen Stadt leben, ist nachvollziehbar, dass man versucht, im Vorfeld herauszubekommen, ob es passt.

M.E. ist es am besten, wenn man ein Video ansehen kann, dann bekommt man einen ganz guten Eindruck. Aber nur wenige bieten auch Videos an und persönliche Interaktion ist freilich noch etwas anderes.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Damen, die geantwortet haben, auch sehr kundenorientiert sind, m.a.W., sehr auf Ihre Kunden eingehen, also prinzipiell keine schlechte Wahl sind.

Ich finde, auch in Deiner Mail schreibst Du etwas breit, Deinen Text zu lesen, finde ich anstrengend. Versuch Dich vielleicht mehr auf den Leser einzustellen. Und außerdem kommt es m.E. nicht nur darauf an, ob Deine Neigungen "bedient" werden, sondern auch um andere Eigenschaften der Domina wie Korrektheit und eigene Veranlagung. SM ist immer Interaktion, dazu gehören immer zwei, die dann eine Session erschaffen. Zum Teil kann man die Persönlichkeit der Domina allerdings nur im persönlichen Kontakt herausbekommen, so lange es nur Geschäft ist, gibt es oft wenig wirklich Greifbares.

Erforderlich ist freilich, dass die Damen was mit Deinen wichtigsten Neigungen anfangen können.

Gruß

Odysseus

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Mo, 25.Nov 2013, 16:08
Hallo,

Also ich kann es echt verstehen wenn Damen auf so einen Litanei nicht antworten. Ich würde nämlich so was auch nicht lesen. Der beste Weg ist, Homepage angucken, Dame anrufen, ein oder zwei Nachfragen am Telefon, Termin vereinbaren, oder auch nicht, und wenn ja, wahrnehmen und somit das Studio und die Dame kennenlernen. Und wenn es nicht passt hat man halt mal Lehrgeld bezahlt. Was soll`s. Das ist der beste Weg um die für sich passende Dame zu finden.

MfG

Frank

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Mi, 27.Nov 2013, 22:08
An eine Plage mit fakes hatte ich nicht gedacht. Ich glaubte, kann mir darin aber natürlich nicht sicher sein, dass jemand, der so ausführlich schreibt wie ich, sich dadurch bereits als Nicht-fake entlarvt. Aber deshalb schrieb hier auch meinen Text...

... der bislang einige äußerst wenig zufrieden stellende Antworten erhielt. Natürlich schreibe ich hier im Forum noch etwas anders als bei einer Anfrage in einem Studio, aber vor allem habe ich gehofft, weil dies nun eben ein Forum ist und nicht ein Geschäftstreffen zwecks eines Vertragsabschlusses, dass man hier nicht nur plaudern darf, sondern auch Leser findet, die nicht sofort bei mehr als drei kurzen Sätzen abwinken. Wenn dann in einem ähnlich langen post meine Erwartung kritisiert wird, dann sehe ich gerade darin meine Befürchtungen bestätigt.

Dieser längere post zeigt auch deutlich die Diskrepanz auf. Ich möchte keineswegs mit einem abzuliefernden Auto verglichen werden und eine Professionelle, die sich lieber als Mechanikerin sieht, ist für mich ein no-go. Enttäuschend ist die hierin enthaltene Pauschalisierung, die auch bei dem Beitrag von "cm" bereits aufscheint. Natürlich stelle ich keine Forderung. Aber ich schilderte meinen Eindruck, dass das, was früher möglich war und ich mir heute erwünsche, gar nicht mehr vorkommt. Eine Domina darf ihr Geschäft führen, wie sie es mag. Doch würden alle nur noch in dieser angedeuteten Weise als geldsuchende Kleinunternehmerinnen unterwegs sein, entstünde eine große Marktlücke. Mir ging es darum, ob es noch jene gibt, die neben dem Geldverdienen, ob aus Notwendigkeit oder innerem Trieb, noch andere, oder besser: vor allem andere Tugenden kennen. Diese sind es nämlich nach meiner Erfahrung, die, schlicht weil sie sich selbst nicht als entpersonalisierte Maschinen sehen wollen, den Kunden - gerade den potenziellen - als Menschen betrachten, Interesse an seiner Gefühlswelt zeigen und eigene Kreativität nicht zur Beliebigkeit pervertieren. Dominas, die Kunden als standardisierte Objekte anschauen (wie etwa es ein KfZ-Mechaniker tun muss), sind, so dachte ich, hier gar nicht so erwünscht; denn worin unterscheidet sich ihre "Dienstleistung" von jenen, die Geldsklaven suchen?

Allerdings will ich hier nicht den Fehler machen, jemanden zu verteufeln. Denn tatsächlich unterlief mir ein kleines Versäumnis: Ich dachte, als ich den Text hier einsetzte, dass jeder bereits meinen Begrüßungstext gelesen hätte. Vielleicht setzte ich sogar noch mehr an, denn - durch eine Bronchitis anders als geplant - habe ich bislang die ausführlichere Schilderung meiner Probleme nicht zu Ende gebracht. Bei meinen Anfragen an Studios ging es überwiegend darum, dass ich unsicher über meine Wünsche und meine Möglichkeiten bin. Ich fragte fast jedes Mal explizit und zwar noch innerhalb eines ersten kurzen Absatzes danach, ob jemand bereit und in der Lage wäre, sich mit mir in Form des nachfolgenden Textes aus einander zu setzen - gerade um zu verhindern, dass ich irgend jemanden zu etwas nötige oder den vielleicht falschen Eindruck erwecke, dass es hier um die Planung einer Session geht. Eigentlich verfolgte ich zwei Ziele - und beschrieb es auch so - nämlich durch einen Dialog, und sei er noch so kurz - mehr Klarheit in mein Gefühlschaos zu bringen und zugleich jemanden zu finden, der entweder sich zutraut, es mit mir zu wagen, oder einen durch Erfahrung geprägten, eigenen Weg anzubieten. Diese Doppelstrategie beruhte auch auf der Selbsterkenntnis, dass ein Teil meiner heutigen Schwierigkeiten einer Unfähigkeit zu vertrauen geschuldet ist.

Die Idee, sich einfach ins kalte Wasser zu stürzen, kam mir gelegentlich auch. Doch danach erkannte ich, dass in meinem Fall auch negative Folgen damit verbunden sein könnten, die sowohl den Versuch, als auch alles darüber hinaus gefährden könnten. Daher ist es mir so wichtig, wichtiger noch als früher, dass ich zu einer Aktiven ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann und zwar nur potenziell, also von meinen Gefühlen her als möglich eingestuft, aber doch schon im Voraus. Gerade weil die Ergebnisse meiner Anfragen so negativ waren, fühle ich mich jetzt noch verunsicherter.

Weil ich oben schrieb, dass fast alle derart waren, möchte ich noch konkretisieren: Es waren, wohl verteilt über fast ein Jahr, insgesamt sechs, wovon vier per mail erfolgten, eine per Telefon und eine bei einem Besichtigungstermin. Nur zwei der mails waren wirklich lang. Eine mail und das Telefonat hatte ich dagegen anders gestaltet, nachdem ich einen guten Einstieg für mich gefunden zu haben glaubte, nämlich in einer Skizze eines Verlaufs nach einer nur angedeuteten Schilderung meiner Probleme.

So möchte ich auch noch klarstellen, dass ich nicht auf der Suche nach einer "richtigen" Domina für eine bestimmte Session-Gestaltung war, sondern nach einem Ansprechpartner, aus dem vielleicht jemand wird, dem ich gegenüber das Vertrauen habe, er würde mich verstehen oder zumindest in der Art "passend" sein. Wenn aber jemand gar nicht antwortet, wird das schwer. Ich kann auch thali175s Erfahrung bestätigen, denn nach all den Jahren wäre es für mich natürlich hilfreich gewesen, einfach mal unverbindlich die Atmosphäre eines Studios zu schnuppern, ein paar Worte von Angesicht zu Angesicht zu wechseln, was, wie ich weiß, immer sehr vertrauensaufbauend für mich ist. Aber selbst das wurde in einer der beiden kurzen Antworten eher ablehnend beschieden, nach dem Motto: Du kannst es versuchen, aber meist wirst du Pech haben. Mich schreckt eine mehr als einstündige Fahrt, wenn es unter Umständen vergeblich war; in der fremden Stadt zu warten, wäre in Ordnung gewesen, aber ich hatte nicht den Eindruck, willkommen zu sein. Vielleicht unterliege ich auch einem generellem Irrtum, vielleicht wimmelt es auch von einfach, zahlungswilligen Kunden, so dass man sich um Einzelfälle wie mich nicht kümmern muss.

Ich möchte eines noch einmal klarstellen: Mir ging es mit dem Eröffnungstext nicht darum, mein Problem zu bearbeiten oder eine spezielle Domina zu finden. Ich wollte ganz allgemein nach dem Eindruck anderer Studiogänger fragen, ob sie Ähnliches auch schon gefühlt haben.

Re: Erster Kontakt und neue Zweifel

Do, 28.Nov 2013, 09:43
La Marfa hat Recht, suche eine Therapeutin oder eine Domina, die Gesprächstherapien anbietet, siehe die Diskussion, wo es einige Empfehlungen gibt:

http://www.dominaforum.net/forum/topic36821.html

Ich als Dienstleister (was eine Domina ist), auch wenn ich engagiert und sozial wäre, würde Dich direkt ablehnen, da Du unglaublich kompliziert, sicherlich kaum zufriedenzustellen bist und ja selbst schreibst "So möchte ich auch noch klarstellen, dass ich nicht auf der Suche nach einer "richtigen" Domina für eine bestimmte Session-Gestaltung war, sondern nach einem Ansprechpartner, aus dem vielleicht jemand wird, dem ich gegenüber das Vertrauen habe, er würde mich verstehen oder zumindest in der Art "passend" sein. Wenn aber jemand gar nicht antwortet, wird das schwer."
Sorry, aber eine "normale" professionellen Domina bietet Sessions gegen Entgelt an und nicht gratis stundenlange psychologische Überzeugungsarbeit mit einer kleinen Wahrscheinlichkeit, dass es mal zu einer Session kommt. Dein Vergleich mit Geldsklave ist völlig abstrus. Lady Tanja und jede andere Domina bietet eine Session, in denen Du Deine Phantasien ausleben kannst, gegen Geld an. Punkt.

Übrigens finde ich nur schon Deinen Namen "Nur_Arno" vielsagend und um ehrlich zu sein, auch deprimierend.
Antworten

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