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Wie reagiert das Umfeld?

Mi, 09.Nov 2011, 18:20
Ich hatte heute einen Gedanken - eigenartig, dass mir der noch nie kam.
Mich würde doch mal interessieren, wie das unmittelbare Umfeld der professionellen Damen auf ein vielleicht etwas ungewöhnliches Gewerbe im Haus reagiert.
Also Frau Meier hat ein Studio, Etablissement oder wie auch immer im Erdgeschoss. Wenn sie nun ihren Nachbarn auf der Treppe oder am Briefkasten begegnet, blicken die dann verstohlen zur Seite? Stellt man sich am Anfang - wie man das ja eigentlich macht - bei den Nachbarn vor?
"Guten Tag, ich bin Frau Meier und ich betreibe ab nächste Woche im Parterre ein Dominastudio. Kommen Sie doch mal auf eine Tasse Kaffee vorbei."
Oder muss man befürchten, die Nachbarn holen dann gleich die Ordnungshüter.
Vielleicht hat ja die eine oder andere der Damen eine prickelnde Anekdote ihrer Hausgemeinschaft auf Lager.
Viele Grüße
Absatzratte

Do, 10.Nov 2011, 12:51
@
Entweder guckst Du zuwenig Fernsehen oder die falschen Sender. In meinem "Umfeld" stellen sich neue Mieter nicht mehr vor und anders wie in dem von mir bewohnten Haus regieren wohl eher Mißgunst und Neid unter den Mietern, worunter dann letztendlich der Vermieter zu leiden hat.

Vor einigen Wochen erst beim Zappen einen Bericht zu einem Wohnungspuff gesehen, wo es keine zwei Tage dauerte, bis sich eine Bürgerinitiative gründete.
Natürlich gegen den Wohnungspuff, versteht sich...
Mein Nick ist KRANKER - und krank Sein kann so schön sein...
Life is Life - besser heute als zu spät!

Mi, 23.Nov 2011, 11:56
Mein Studio befindet sich ja in einem dorfähnlichen Stadtteil von Karslruhe. Dieser Stadtteil Knielingen ist der älteste Stadtteil von Karlsruhe und wurde sozusagen "zwangseingemeindet". Die Menschen die dort leben, gerade in der Strasse wo ich meine Studio habe, gehören zum alten Teil von Knielingen und sind dort sehr eigen.

Die umliegenden Geschäfte in der Saarlandstrasse veranstalten zur Adventzeit seit neuestem ein Strassenfest und haben mich gefragt ob ich nicht nächstes Jahr mit meinem Sudio mitmachen möchte?
Ich würde ja dazugehöhren mit meinem Geschäft wie alle anderen auch. Das fand ich so nett, gerade weil es so ländlich erscheint.
Da war ich echt gerührt. Also, keine Protest-Schilder vor der Haustür. %gern%

Grüße

Daemona de Lucca

So, 01.Jan 2012, 11:42
@Daemona de Lucca:

In der Tat eine sehr nette Geste Deiner Nachbarn.
Gerade in der Gegend hätte ich alles andere erwartet!
Dürfte aber ein sehr interessantes Strassenfest werden ;-)

Wie wirst Du dein Studio denn dort präsentieren?

Stelle mir das gerade vor: Ein Tag der offenen Tür!

Eine Kollegin von Dir, in Chemnitz, macht das tatsächlich regelmässig!
Sie veranstaltet ca. alle 6 Monate einen Tag der offenen Tür.
Es gibt Informationen, Einblicke und kleine (harmlose) Events.
Die Resonanz ist sehr groß und es kommen auch ganz "normale" Leute um sich zu informieren.
Möglicherweise ändert sich doch so langsam etwas in unserer Gesellschaft?!
Toleranz gegenüber Randgruppen?!

LG Sub5

So, 01.Jan 2012, 16:37
@ sub5: Nichts für ungut, aber "Tag der offenen Tür" für Leute, die mit SM nichts am Hut haben, scheint mir eher Horrorvision. Die Allgemeinheit braucht sich nicht mit unseren Neigungen gross auseinanderzusetzen - ich setze mich ja auch nicht mit anderen Neigungen auseinander, oder? Das einzige, was mich "interessiert", ist dass die Neigungen einvernehmlich ausgelebt werden und niemand missbraucht wird (Kinder, etc.). Sexualität ist für mich etwas diskretes und braucht nicht die Zustimmung der breiten Bevölkerung.

Um mal realistisch zu sein, die Toleranz gegenüber uns als Randgruppe ist fast nirgends so hoch wie hier und es gibt auch keine Zeit, wo dies besser war. Was wünscht Du Dir den noch von der Gesellschaft? Wirst Du diskriminiert, wie es z.B. Leute mit ausländischer Herkunft bei der Wohnungs- oder Jobsuche werden?

Das einzige was m.E. wichtig ist, ist dass die "Allgemeinheit", Nachbarn von einem Studio, etc. wissen, dass
- wir "normale" Menschen sind (Huch, was für eine Überraschung, aber es gibt immer noch Vorstellung, dass z.B. Dominas männerhassende Frauen sind, dass devote und masochistische Menschen Kindheitstrauma verarbeitet oder sonst einen schlimmen Defekt haben, etc.).
- das SM "safe, sane, consensual" ist, d.h. einvernehmliches Spiel unter Erwachsenen, dass eben nichts mit der "normalen" Gewalt zu tun hat.

Ich fand z.B. Bericht über Baroness Mercedes im WDR-Fernsehen sehenswert - nicht voyeuristisch, wie sonstige Berichte und beide Seiten werden als relativ normale Menschen porträtiert - http://www.dominaforum.net/forum/ftopic30312.html.

So, 01.Jan 2012, 18:49
@CM: Ich gehe völlig konform mit Deiner Sichtweise der Dinge!

Wenn Du meinen Text mal genau liest, stelltst Du fest, das ich eher meine Verwunderung über die offensichtlich nette Nachbarschaft und die Teilnahme am geplanten Straßenfest bei Lady Dämona de Lucca ausgedrückt habe.
Daher wollte ich ja auch gerne wissen, wie das funktionieren soll.

@ Lady Dämona de Lucca: Es würde mich tatsächlich interessieren, wie Sie mit der Einladung Ihrer Nachbarn umgehen wollen.

Das mit dem Tag der offenen Tür im Studio in Chemnitz ist allerdings tatsächlich so und es wurde mir durch die Dame des Hauses nur Positives darüber berichtet.

Ich sehe es auch so, das der "Normalstino" eher überhaupt nichts mit unseren Neigungen anfangen kann und besser nicht mit Details konfrontiert werden sollte.

Zum Thema Randgruppe / Subkultur:
So weit am Rand stehen wir offensichtlich gar nicht!
Nach aktuellen Schätzungen dürften in Deutschland knapp 8% der Bevölkerung entsprechende Neigungen besitzen.
Wikipedia schreibt sogar von über 20% in USA!

Und Du hast Recht: Die Toleranz gegenüber SM in unserer Gesellschaft hier in Deutschland ist sehr hoch- und das ist auch gut so!

In diesem Kontext habe ich eine (subjektive) Beobachtung gemacht:
Nirgendwo in Europa (auf der Welt) bieten so viele professionelle Studios und Dominas im Internet ihre Dienste an wie bei uns in Deutschland!
Also entweder werben die Studios in anderen Ländern über andere Medien, oder wir Deutschen sind tatsächlich ein Haufen perverser ;-)

Der Beitrag beim (öffentlich rechtlichen!) WDR war tatsächlich objektiv und ok.
Die Beiträge bei RTL & Co. sind aber eher für die Einschaltquoten denn als Aufklärung geeignet. (Motto: BigBrother, Bauer sucht Frau und andere Perverse....)

Beste Grüße und ein stinofreies neues Jahr ;-)
Sub5

Hamburg

So, 01.Jan 2012, 21:03
....ich habe genau zu dieser Thematik irgendwo im Hamburger Bereich mal etwas gefunden, was ich jetzt nicht wiederfinde.

Es ging da um das Aufeinandertreffen von Studio und Gästen im Erdgeschoß, während darüber ne Familie mit Kindern wohnte.

Ich meine, dass sich das Studio dann von dort wegbewegt und in HH an einer anderen Stellen wieder aufgemacht hat.

Wobei ich auch mitbekommen habe, dass es in HH auch der Fall sein soll, dass Studios von Dominas nicht mehr in Wohngebieten ihrer Tätigkeit nachgehen sollen. Daher wohl auch die vielen Studios mehr in Richtung Gewerbegebieten.

Genaueres und fundiertertest bekommt man aber bestimmt über die dort ansässigen und tätigen Damen.

Euer Heavenly
...SM ist eine faszinierende Welt...

So, 01.Jan 2012, 23:03
Das erste Problem für jede Dame, die ein Studio eröffnen will, ist es, einen toleranten Vermieter zu finden. Leider können Mieter sogar, wenn alles diskret läuft, gegenüber dem Vermieter die Miete mindern, wenn sie bei Abschluss ihres Mietvertrags nicht über das Studio informiert waren. Deshalb muss bei Anmietung dem Vermieter unbedingt alles offen gelegt werden, sonst kann der jederzeit fristlos den Mietvertrag kündigen; bei diesen Voraussetzungen ist es aber klar, wie schwer es ist, überhaupt Räume zu finden.

Sogar in Berlin soll schon mal ein Jugendamt dem im gleichen Haus mit einem Studio wohnenden Vater NUR deshalb den Kontakt zu seinem minderjährigen Sohn untersagt haben, obwohl alles absolut diskret und das Studio nur über das Internet zu finden war.

Wenn frau so weit ist und das Studio mit vollem Wissen des Vermieters betreibt, ist es natürlich toll, dann so offen mit den Nachbarn umzugehen! So ist es dann auch möglich, Anfeindungen freundlich-offensiv zu begegnen. Auch da weiß ich aus Berlin von einem anonymen Anfeindungs-Flugblatt, das die Studiobetreiberin mit einer freundlichen Einladung der Nachbarn zum Kaffee beantwortet hat - mit sehr gutem Erfolg.

Ich denke, wir Sklaven müssen schon sehen, dass es immer noch sehr schwierig und mutig von den Dominas ist, sich - mit eigenen Räumen - selbständig zu machen, und dabei schließlich ja auch eine ganze Menge Geld zu investieren! Unser Part ist da eindeutig der einfachere - hingehen und schauen, dass einen keiner erkennt :)

Grüße aus Berlin
Lunaslave

Mo, 02.Jan 2012, 03:56
Dazu noch die Anmerkung, dass einem SM Studio sogar dann der Vertrag gekündigt werden kann, wenn die Mieterin den Vermieter über alles informiert hat und es darüber hinaus im Vertrag steht - und zwar deshalb, wenn der " Bebauungsplan " des Objektes kein Gewerbe oder Mischgewerbe zulässt.

Und da ein volleingerichtetes Studio gut kostet, Umzug / Einzug sowieso, mietet die schlaue Studiobesitzerin eben in Gewerbegebieten ein.
Oder aber, umliegende Mieter stören sich nicht daran - warum auch, wenn es diskret zugeht.

Und die Thematik " Domina auf Staßenfest " hat was - eine etwas anders gekleidete attraktive Frau, welche durch Witz und Charme überrascht, wäre doch ein echter Hingucker und Besuchermagnet.
Schlaue Leute dort in Knielingen.


DomHunter
( ...Strap-it-On... )
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http://www.flash-emotions.com
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http://www.domina-portrait.com

Mo, 02.Jan 2012, 11:42
Eine wahre Begebenheit.

Bei einem Besuch Anfang der 90er in einem Studio in Neuß was sich in einer kleinen Reihenhaussiedlung befand folgte mir ein Radfahrer.

Als ich das Studio verließ und mich zu Fuß in Richtung Hbf bewegte merkte ich wie ein Radfahrer neben mir auf der Straße herfuhr.Er fuhr sehr langsam und musterte mich dabei mehrmals.Der ist unmittelbar nachdem ich das Haus (Studio) verlassen habe aufgetaucht.Ich hatte das Gefühl als wenn der da die ganze Zeit rumlauerte und die Leute beobachtete wer dort ein und aus ging.Es war für mich auch kein angenehmes Gefühl.
Erst als ich in erbost fragte ob er ein Passfoto haben möchte machte er sich vom Acker.

Kurze Zeit später so habe ich erfahren musste die Betreiberin dort raus und sie zog dann auf die Aachener Str. in Düsseldorf.

Soviel zu Nachbarn und Studiobetrieb.

Gruß
Rubberfriend

Mo, 02.Jan 2012, 12:20
Vor einigen Jahren habe ich in einer fremden Stadt den Weg zu einem Studio gesucht (damals noch ohne Navi) und irrte umher.

Irgendwann habe ich einen Passanten nach der Strasse gefragt.
Die Antwort: Suchen sie diese Domina?!

Glaube das lag auch an meinem fremden Kennzeichen.
Jedenfalls war mir das recht peinlich und unangenehm.
Die Wegbeschreibung hab ich tatsächlich bekommen und war auch noch pünktlich vor Ort ;-)
Kurz danach hab ich mir ein Navi gekauft.
Sub5

Mo, 02.Jan 2012, 13:10
Richard III hat geschrieben:Du gehörst nicht nur zu Knielingen, Du bist wahrscheinlich sogar die einzige echte Sehenswürdigkeit Knielingens! :-)
Knielingen? Der Standort bietet sich doch rein vom Wort her schon ideal für ein Dominastudio an...
Wie nennt man das Sexualorgan des Sklaven? - Gehirn :-)
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