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Lady Zara

Do, 22.Sep 2011, 14:09
Hallo Zusammen,

habt ihr das schon gelesen:

„Lady Zara“ soll 500 000 Euro Steuern hinterzogen haben Hat diese Domina auch das Finanzamt gequält?

München – Schwarzes Kostüm, weiße High-Heels, rote Lippen: Monika M. (46) war gestern vor Gericht wirklich nicht zu übersehen.

Zu ihrem Geschäft gehören zudem Peitsche, Lack und Leder: Die Domina betreibt seit 1998 das Bordell „Lady Zara‘s Bizarradies“ – ein Sado-Maso-Studio mit verschiedenen „Playrooms“,
in denen sich Freier mit strengen Dominas oder unterwürfigen „Zofen“ austoben können.

Im Club gibt es eine „Folterkammer“, ein „Klassenzimmer“ oder einen „Bunker“. Dort leben die Kunden ihre sexuellen Phantasien aus.

Auch schon mal so hart, dass die Freier erschöpft zusammen brechen... Brutalo-Sex für viel Geld – bis zu 2000 Euro kostet eine „Session“!

Im SM-Studio arbeiten verschiedene Liebesdamen. Und genau hier fangen die Probleme an: Denn die wegen Zuhälterei vorbestrafte Monika M. soll laut Staatsanwältin für die Damen keine Lohnsteuer gezahlt haben.

Auch bei ihrer Einkommens- und Umsatzsteuer habe es Unregelmäßigkeiten gegeben. Rund 500 000 Euro Steuern soll die Domina hinterzogen haben – deshalb steht sie jetzt vor dem Schöffengericht!

Die im SM-Studio so knallharte Domina weinte gestern viel: „Die Frauen haben sich doch bei mir nur eingemietet, arbeiteten auf eigene Kosten.“

Dafür allerdings kassierte Monika M. pro Tag und Hure 250 Euro, die laut Anklage über Jahre hinweg nicht versteuert wurden. Ihr drohen jetzt vier Jahre Haft.


Hier der DirektLink:

http://www.bild.de/regional/muenchen/mu ... .bild.html



Klinik1001

Do, 22.Sep 2011, 15:02
Sehr populistischer Artikel, der allerdings in das Bild passt, das ich von dieser Zeitung habe. Als Aussenstehender kann man sich in diesem Fall keine verlässliche Meinung aufbauen, sondern muss das Urteil abwarten. "Bild dir deine Meinung", gerne, aber nicht auf Basis solcher Artikel.

Gruß,
Meriten

Do, 22.Sep 2011, 16:22
Möchte nicht wissen, wer in München alles Steuern hinterzieht, aber nicht in der Zeitung auftaucht. Hier geht es ausschließlich um das "Schlüpfrige" im Thema. Und wenn eine Domina morgen wegen eines Verkehrsdelikts vor Gericht stehen sollte, steht das auch in der Zeitung.

Fr, 23.Sep 2011, 04:15
ich würde eher die Frage stellen, wer in dem Gewerbe denn überhaupt steuerehrlich ist. Ich persönlich denke, dass da in eine großen Breite Einnahmen nicht deklariert werden. Natürlich nicht nur im SM-Bereich sondern grundsätzlich im Milieu.
Grüße

Latexus
Bild

Fr, 23.Sep 2011, 06:47
Es sind diese Behauptungen und einfach mal so in den Raum geworfenen, stimmungsvollen und effektheischenden Kommentare, die stören.

Jeder, der Steuererklärung einreicht, hat gleiche Rechte und Pflichten und es ist bei ausreichender Glaubhaftmachung und detaillierter Darlegung der Positionen zunächst von Wahrhaftigkeit auszugehen - eine Personengruppe von diesem verbrieftem Recht auszuklammern, nicht zulässig.

Und ich halte dagegen - Gewerbeanmeldungen zumindest in der dominanten Welt sind im Vergleich zu früher geradezu explodiert, Steuereinnahmen für den Staat im Vergleich zu früher wurden vervielfacht.
Früher war es doch eine ausschließliche Grauzone, das hat sich zu heute in die richtige Richtung verbessert.
In dem Moment, in welchem der Staat den Steuerkunden Verpflichtungen auferlegt, spricht er automatisch Rechte aus. Das " Pflicht = Rechte Prinzip " findet sich überall im Leben wieder.

Im Laufe der Jahre fanden sich Staat ( Behörde ) und Steuerzahler, es gibt Regeln, an welche sich beide zu halten haben und beide wissen, woran man ist.

Studiobesitzer lassen sich die Gewerbeanmeldung der Gastladies bestätigen, darüber hinaus, dass sie Sozialbeiträge in Eigenregie abführen, haben ein Gewerbe als Raumvermieter und vermieten.
Bei einer etwaigen Prüfung wird die Existenz dieser Dokumente und einiges mehr gegengeprüft - das ist transparent, alle wissen, worauf es ankommt und so ist es in Ordnung.
So oder so ähnlich geschieht es deutschlandweit - sofern mir bekannt.

In Bayern bzw. München freilich läuft es anders.

Es werden keine klaren Richtlinien aufgestellt, an die man sich halten kann, man lässt die Dinge offen, was etwaiges behördliches Vorgehen in alle Richtungen zur Folge hat.
Steuerberater können keine finalen Angaben machen, Behördenanfragen diesbezüglich verlaufen im Sande.

Gegenwärtige Steuerzahlerinnen, Studiobesitzerinnen inbegriffen, suchen geradezu händeringend nach Möglichkeiten, regel- und gesetzesgetreu ihrem Gewerbe nachzugehen, haben von der Auswahl ihres Studios gem. Bebauungsplan ( Gewerbe- oder Mischgewerbefläche ), der Gewerbeanmeldung als Raumvermieterin, der Einhaltung bestimmter Verhaltensrichtlinien, Dinge wie eigenständige Außendarstellung der Mieterinnen in Werbung, Gestaltung ihrer Besuchstermine, alleinige Kontakthaltung der Besucher usw. an alles gedacht und halten es auch so ein.

Sie vermieten und nehmen keinerlei Einfluss auf die Geschehnisse im Studio selbst.

Und doch bewegen sie sich auf einem schmalem Grat, müssen permanent Repressalien fürchten und werden angeklagt ( wobei die Hintergründe dafür sicher individuell zu bewerten wären ).
Und genau hier laufen die Dinge, einseitig inszeniert, aus dem Ruder - zum Einen fließen Steuergelder in nicht unbeträchtlicher Höhe, zum Anderen wird drangsaliert und im Besonderem - den dominanten Gewerbetreibenden keine klaren Rahmenbedingungen in Schriftform mittgegeben, nach denen sie angstfrei agieren dürfen.

Ich meine, da sollte der Staat deutlich mehr tun, als bislang erfolgt - den Gewerbetreibenden entweder sagen, ihr dürft und genau so müsst ihr es machen oder es ihnen eben grundsätzlich verbieten.

Alles andere ist unfair.

Der mir unbekannten Zara aus dem Bizarradies wünsche ich jedenfalls genau diese Fairness in ihrem Prozess.



DomHunter
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Fr, 23.Sep 2011, 11:22
Ach Domhunter,
wenn wir dich und dein Wissen nicht hätten :shock:

Da aber in diesem Fall nun mal definitiv ein Steuerstrafverfahren eröffnet wurde, würden etwaige Änderungen im Prozedere der Betroffenen HEUTE nun auch nicht mehr helfen. DER Zug ist abgefahren und die Staatsanwaltschaft muss in ihrem Sinne genug Argumente gefunden haben, um das Verfahren zu eröffnen.

MfG
Lady MacLaine

Fr, 23.Sep 2011, 13:01
Eben - Wissen.

In Berlin scheint es diese grundsätzlichen Probleme nicht zu geben, LadyMacLaine gehts offenbar gut und insofern spekuliert sie in Richtung Zara.

Mir fiel die einseitige Stimmungsmache verschiedener Journalien auf, es wurde hier zum Thema gemacht - für mich Grund genug, die örtlichen Gegebenheiten näher anzusprechen und auch die persönliche Situation betroffener Dominanter in München anzureißen.

Dein Kommentar dazu ist zwar typisch, auch voll in der vorgegebenen Presse- Linie, aber für mich absolut überflüssig und darüber hinaus unkollegial.


DomHunter
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Fr, 23.Sep 2011, 13:14
Ach Gottchen Dommi- hast du jemals etwas von mir geschriebenes als nicht "überflüssig" eingeordnet?
Ich glaube kaum.
Das überlebe ich aber auch noch.

Nun zurück nach München: JEDER, der mit dem sogenannten Milieu vertraut ist, wusste dass die Uhren in Bayern anders ticken und die meistens von uns wussten auch, das vor wenigen Jahren schon einmal eine Betreiberin in München am Finanzamt gescheitert ist.

Auch die Betreiber vom Bizarradies waren sicher genau über die damaligen Umstände informiert. Wenn sie dann dennoch ihrem Betrieb weitergeführt haben und sehenden Auges das Desaster in Kauf genommen haben - ja dann werden sie ihre Gründe doch wohl gehabt haben, oder?

Denkt
Lady MacLaine

Fr, 23.Sep 2011, 13:51
Auch alles Spekulationen und ich habe ja versucht, die Problematik nicht vorhandener, klarer und transparenter Richtlinien in München zu verdeutlichen - unter anderem gab es diesbezüglich ja auch schon Beiträge in Funk und Fernsehen.

Weder du, noch ich kennen die genauen Hintergründe.
Man sollte sich von Stimmungserzeugungen fernhalten, die einen achten drauf, die anderen nicht.

Insofern hast du mit deiner Einschätzung michbezüglich zu deinen Statements zumindest teilweise recht.
Nur ist der erste Absatz deines Beitrages hier bestimmt nicht das Thema.

Und nun haben wirs, oder?


DomHunter
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So, 25.Sep 2011, 11:41
Lady Zara beziehungsweise Ihr Mann betreiben das Studio wie ein Unternehmen. Dort fallen wir in jedem anderen Unternehmen auch Steuern an. Wer diese nicht zahlt muss mit Konsequenzen rechnen.

So einfach ist. Mit klaren Regeln für Prostutierte hat das nichts zu tun.

Lady Zara ist eine sehr sympathische Frau, keine Frage aber sie hätte besser mal in einen guten Steuerberater investiert, jetzt braucht sie einen sehr guten Strafverteitiger. Da die Gefahr der fortlaufenden Steuerhinterziehung besteht kann ein Richter sogar die sofortige Schließung des Studios anordnen was eine Katastrophe wäre. Das BIZ ist einmalig !!!
Zeige niemals deinen Schmerz !

So, 25.Sep 2011, 15:14
Es geht im Kern darum, dass der Staat von Zara Steuern einfordert - und schon hier ist es unklar: Geht es um ihre Mieten, geht es um die Einkünfte insgesamt, welche im Biz erzielt wurden - wer ist zuständig betr. Entrichtung?

Man hat sich diesbezüglich an Lady Zara gewandt.

Ab hier ist alles möglich, keiner weiß es genau - steht bestimmt in den Akten, aber die dürfte von uns niemand kennen und ist Sache des Gerichtes, Anwaltes und der direkt Beteiligten.

Und richtig - um das Bizarradies wäre es schade. Bleibt zu hoffen, dass es von wem auch immer weiter geführt wird und sich dafür überhaupt jemand findet.



DomHunter
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So, 25.Sep 2011, 15:57
DomHunter hat geschrieben:Es geht im Kern darum, dass der Staat von Zara Steuern einfordert - und schon hier ist es unklar: Geht es um ihre Mieten, geht es um die Einkünfte insgesamt, welche im Biz erzielt wurden - wer ist zuständig betr. Entrichtung?

Man hat sich diesbezüglich an Lady Zara gewandt.

Ab hier ist alles möglich, keiner weiß es genau - steht bestimmt in den Akten, aber die dürfte von uns niemand kennen und ist Sache des Gerichtes, Anwaltes und der direkt Beteiligten.

Und richtig - um das Bizarradies wäre es schade. Bleibt zu hoffen, dass es von wem auch immer weiter geführt wird und sich dafür überhaupt jemand findet.



DomHunter
Lieber DomHunter,

wenn man als Zuschauer diesem Prozess beiwohnt erfährt man schon einiges um was es hier geht ;-)

Es geht um richtig viel Geld !
Zeige niemals deinen Schmerz !

Berichterstattung Boulevardpresse

So, 25.Sep 2011, 16:09
msubmuc hat geschrieben:Der Münchner Merkur und die Abendzeitung stehen in ihrer Berichterstattung in diesem Fall der BILD in nichts nach. Im Gegenteil!
Hier ist der entsprechende Artikel der Abendzeitung:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inh ... fd023.html

In dem Artikel wimmelt es m. E. nur so von falschen Zahlen. Denn irgendwie können die dort genannten Beträge nicht stimmen.
DomHunter hat geschrieben:Ich meine, da sollte der Staat deutlich mehr tun, als bislang erfolgt - den Gewerbetreibenden entweder sagen, ihr dürft und genau so müsst ihr es machen oder es ihnen eben grundsätzlich verbieten.
Dominas haben offenbar keine Lobby in Berlin. Deshalb dürfte sich an dieser Front da auch in den nächsten Jahren wenig tun. Obwohl klare gesetzliche Regelungen natürlich wünschenswert wären.
Antworten

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