Interessantes Thema! Ich führe
keine Kartei, dafür aber immer bei einer Cola, einem Saft oder einem Glas Wasser ein ausführliches Vorgespräch.
Das mag Manchen, die einen schnellen, geilen Kick suchen, lästig sein, aber ich möchte immer wieder unvoreingenommen in eine Begegnung gehen und Aufzeichnungen, die Dritten zugänglich wären, würden mich - sogar codiert - belasten. Natürlich merkt man sich dennoch Schlagworte und hat schnell die passende Schublade zum Gesicht parat. Doch nur weil jemand vor drei Monaten Lust auf Dirty-Games hatte, muss er jetzt, da er wieder vor mir sitzt, doch nicht zwangsläufig das Selbe wollen!
Mir ist es wichtig, vorab ein Gefühl für mein Gegenüber zu bekommen und das vermitteln mir die Daten, die in kleines schwarzes Büchlein passen, eh nicht. Da hilft nur: Genau hinhören! Allerdings muss Mann bei dieser Arbeitsweise auch mal mit einer Rückfrage Leben können, die die Illusion zerstört, dass er der einzige Spielpartner in meinem einsamen Leben sei - in einem Dominastudio wohl auch recht unwahrscheinlich!
Ansonsten kann ich rahed nur zustimmen. Auch wenn es in Euren Phantasien anders aussehen mag, aber in den meisten gut geführten Häusern lauern keine gierigen, kleinkriminellen Nymphomaninnen, die Euch erst Euren Samen und dann Euren letzten Cent aussaugen, schütteln - or whatever! Aber auch da gilt eben: Du bist, was Du isst. Oder: Wie man sich bettet, so liegt man.
Wenn ich die Wahl habe zwischen zwei Interessenten für einen Termin, einem, der mich mit verdeckter Nummer anruft und einem, der seine Nummer anzeigen lässt, werde ich mich immer für den zweiten entscheiden. Allein, weil ich Höflichkeit mag. Zurückgerufen, gesimst oder ähnliches habe ich übrigens noch nie, sei es weil der Betreffende nicht erschienen ist oder um den - in einem anderen Beitrag zum Thema Kundenservice gepriesenen - Spannungsbogen zu erzeugen und: Das wird bei mir auch in Zukunft nicht vorkommen.
