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So, 24.Aug 2008, 02:31
Ich persönlich finde "Nice Guys" auch zum Gähnen, sprich Männer, die keine besonderen Eigenschaften haben. (...) Spannend sind Menschen, die Profil haben.
Nice Guys sind nicht unbedingt Männer, die keine besonderen Eigenschaften haben (wobei das ja eh im Auge des Betrachters liegt.) Sie sind vlt. nur nicht in der Lage, ihre Eigenschaften nach aussen hin klar darzustellen, weil sie aus verschiedenen Gründen genau daran gehindert werden. Das sind aber Dinge, die wohl jeder lernen kann.

Zudem sind es (asexuell rüberkommende) Wesen, die zwangsläufig auf der Kumpelschiene landen, weil sie der Frau wie eine gute Freundin zuhören, ihr helfen (wollen) usw. und dabei null Leidenschaft und Erotik ausstrahlen. Was nicht bedeutet dass sie als Menschen generell langweilig sind, Gott bewahre, nur halt als abenteuerliche Liebhaber ungeeignet, weil sie stattdessem Anwälte, Diener udgl. der Frau sind.

Nur am Rande: mir sind übrigens "Bad Girls" bekanntlich auch lieber als unscheinbare Mimöschen, auch wenn es sicher auch seinen Reiz hätte, bei Letzteren mglw. eine verborgene Glut zu heissem Feuer zu entfachen.
Als Gegenpart zu meiner Dominanz faszinieren mich halt eher Submissive - diese sind, wenn sie ihre devote Ader wirklich getrauen auszuleben auch keine langweiligen, profillosen "Nice Guys". Von denen heben sie sich durchaus ab! Nämlich durch ihre Bereitschaft zur Hingabe ...
Laut Satana (ohne n vorne, Tippfehler meinerseits gestern) ist es halt ein Fehler, alles/vieles für die Frau zu tun, weil man sich da manipulieren lässt und zu ihrem Spielball wird (wobei das für SMler ja egtl. keine schlimme Vorstellung ist, für Vaniillas hingegen wohl schon). Im Grunde sagt Sutton ja auch, dass dies Manipulation ist, die Frauen sogar bewusst anstreben (sollten), unbewusst wollen sie ja eh den Mann und seine Sexualität kontrollieren.

Besonders schlimm sei es übrigens auch schlecht zu versuchen Frauen verstehen zu wollen, was nur in Missverständnissen und somit Konflikten ausarten könne und man es daher gar nicht erst versuchen solle . Er nennt das etwas verächtlich den "Pussy-Diagnose-Modus", den es zu vermeiden gelte.

Dem Rest Deiner Ausführungen kann ich nur zustimmen, vor allem der Verweis auf verschiedene Beziehungsebenen im Zusammenleben der Menschen,

Was BDSM angeht, bezeichne ich mich übrigens als "Switcher", will offen für alles in diesem Bereich sein.

So, 24.Aug 2008, 15:48
@Marty McFly:
Laut Satana (ohne n vorne, Tippfehler meinerseits gestern) ist es halt ein Fehler, alles/vieles für die Frau zu tun, weil man sich da manipulieren lässt und zu ihrem Spielball wird (wobei das für SMler ja egtl. keine schlimme Vorstellung ist, für Vaniillas hingegen wohl schon). Im Grunde sagt Sutton ja auch, dass dies Manipulation ist, die Frauen sogar bewusst anstreben (sollten), unbewusst wollen sie ja eh den Mann und seine Sexualität kontrollieren.
Ich denke, das trifft es auf den Punkt:
Wer submissiv ist (egal ob Frau oder Mann) sehnt sich danach manipuliert zu werden (ich spreche hier von Submissiven, nicht von reinen Masochist/innen!). Wer dominant ist (egal ob Frau oder Mann) will kontrollieren und manipulieren.
Treffen Zwei passende Gegenstücke aufeinander, kann es sehr spannend und erotisch werden. o\o

Es kommt darauf an, wie stark die Neigung bei den Beteiligten ist und auch, ob sie bereit sind, diese Neigung für sich zu akzeptieren und sie auszleben. (Was bei vielen wohl nicht der Fall ist.)
Reine Vanillas (die es auch geben mag) können logischerweise gar nichts damit anfangen, die müssen sich halt etwas anderes ausdenken, um mehr Spannung in ihr Sexualleben zu bringen. %lach%

Nochmal zu Satana: Ich finde Bücher dieser Art nicht so schlecht. Wenn Man(n) sie nicht einfach wörtlich nimmt - das würde meiner Meinung nach für mangelndes Denkvermögen sprechen - können sie interessante Gedankengänge und Diskussionen anregen.
Und das kann nie schaden. Insbesondere heute, da - so meine Wahrnehmung - die Denkweise vieler Menschen vom Multimedia-Sex-Overkill kombiniert mit einer prüden, Super-politicalcorrectness-Moral geprägt ist. :shock:

Wie auch immer, um zu der eingangs gestellten Frage zurückzukommen:
Die gute Frau Sutton ist Psychofachfrau und Buchautorin. Und wer auf der Lebensberatungsschiene einigermassen auf einen grünen Zweig kommen und bekannt werden will, muss PROVOKATIVE Thesen aufstellen und EINFACHE Erklärungsmuster bieten. That's business! zwink

Ein schönes Restwochende!
Annemarie
Freiheitsberaubungen aller Art

So, 24.Aug 2008, 18:55
Satana schreibt ja, dass durch Betaisierung der Mann seine sexuelle Anziehungskraft bei der Frau verliert, die ihn zwar immer zu betaisieren versucht, unbewusst aber nie vollständig Erfolg haben will. Demzufolge wäre ein Sklave irgendwann nicht mehr sexuell erregend für Herrinnen. Das stimmt aber nicht.

Obwohl: kann man vlt. diese Synthese aufstellen im Sinne von BDSM: ein in Fachkreisen sog. "toter" Sklave verliert seine Anziehungskraft und nur einer, der noch seinen Stolz hat, ein wenig renitent ist, sich wehrt, der sorgt für die nötige Spannung, da eben noch eine Herausforderung ?
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