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Phantasiegeschichte: Die ultimative Session (Teil 1)

Fr, 28.Okt 2005, 22:40
Hallo Forum,

hier poste ich nun den ersten Teil einer von mir selbst geschriebenen Phantasiegeschichte.

Vormerkung: Alle Personen und ihre Namen sind erfunden. Und ich habe meinen Hauptprotagonisten blind sein lassen, weil ich selbst geburtsblind bin und daher natürlich aus der Perspektive eines Blinden am besten schreiben kann. Viel Spaß wünscht Dreiachser.


Die ultimative Session – Teil 1

Ich drückte auf den Klingelknopf, den mir der Taxifahrer gezeigt hatte, und während der Mann sich schon wieder hinter sein Steuer setzte und den Wagen wendete, ertönte auch schon der Summer des Türöffners. Ich hatte den Griff schon in der Hand, drückte die Haustür nach innen und setzte mich, mit dem Stock vorsichtig tastend, in die Richtung in Bewegung, in der ich die Treppe vermutete, jedenfalls nach der Beschreibung, die ich am Telefon erhalten hatte. Ich war nervös, denn wenn dies hier auch nicht mein erster Studiobesuch war, so hatte ich doch auf diesem Gebiet noch nicht viel Erfahrung, und die Dame, die ich heute aufsuchte, kannte ich bisher nicht. Aber die Beschreibung stimmte, ich fand mit dem Stock die unterste Stufe und das Treppengeländer und ging nach oben. Zweites Obergeschoss rechts, hatte sie gesagt, und auch das stimmte. Ich hörte, dass die Tür offen stand. „Hallo Kurt, komm rein“, hörte ich die mir vom Telefon bekannte kräftige Altstimme. „Hallo“, grüßte ich und hoffte, dass sie mir die Nervosität nicht allzu sehr anmerkte. „Lady de Sado?“
„Richtig“, bestätigte sie, mit ihrer Stimme noch etwas tiefer und in einen geheimnisvollen, bedrohlich klingenden Ton übergehend. Tastend schob ich mich nach vorne und hörte gleichzeitig ihr Näherkommen. Dann spürte ich eine Hand an meinem rechten Arm, der den Stock hielt. „Lass dir helfen“, forderte sie mich auf. „Willkommen in meinem Reich, Kurt. Lass dich führen, wir werden erst im Empfanszimmer die Einzelheiten besprechen.“ Der Stock wurde mir sanft aus der Hand genommen und ich spürte gleichzeitig eine Hand in der meinen, eine überraschend kräftige Hand, wie ich sofort fühlte, und doch eindeutig die Hand einer sicherlich sehr grazilen Frau, wie ich sie mir vorstellte.
Ich ließ mich von ihr durch die Tür führen, die sie hinter mir zumachte und abschloss, und atmete nicht nur in Gedanken tief durch. Nun war ich also hier, nun gab es kein Zurück mehr, jetzt wollte ich auch durchziehen, was ich angefangen hatte. Ich dachte wieder an die Szene vor einigen Tagen zurück, als ich auf dieses Studio gestoßen war.

Vor genau vier Tagen war es gewesen, als ich wieder mal im Internet die Seite des Dominaforums auffgerufen hatte, in dem ich mitlas und auch schon einige Beiträge geschrieben hatte, darunter auch die drei Berichte meiner bisherigen Sessions in einem Studio in der hiesigen Stadt. Aber Madame Dämona die Lederne hatte ihr Domizil für zwei Monate geschlossen und war auf Reisen gegangen, wie sie bekannt gegeben hatte, und ich suchte nach Ersatz, denn wenn ich auch nun keiner derjenigen Studiogänger war, die derlei Locations oft aufsuchten, dreimal im Jahr musste das schon sein. So hielt ich es seit zwei Jahren, seit ich begonnen hatte, meine SM-Neigung auszuleben. Ich durchforstete also das Forum nach den Studios in der hiesigen Stadt und las alle Berichte, die ich darüber finden konnte. Da war die Fürstin Katarina Kaputka, die grausame russische Bärin, wie sie sich selbst nannte, das war nun gar nicht mein Fall. Der Name erinnerte mich nicht nur an etwas Kaputtes, sondern die Bärin erinnerte mich auch noch an ein unattraktives unsympathisches Mannweib. Da ich nun mal keine optischen Betrachtungen anstellen konnte, kam dieses Studio für mich schon deshalb nicht in Frage, und weil ich noch dazu keinen einzigen Bericht über eine Session dort vorfand, ließ ich die russische Bärin kaputt oder nicht kaputt sein und beschloss, mit ihr keinen Kontakt aufzunehmen.
Dann gab es da noch das Studio der Lady Barbara Schmidt, gar nicht weit weg von meiner Wohnung und wohl auch gut geführt, wie ich den Berichten entnehmen konnte, die ich in ungewöhnlich zahlreicher Form vorfand, aber als ich dann mit ihr sprach und erwähnte, dass ich blind war, blockte sie ab und meinte barsch, das käme nicht in Frage, ich solle bloß nicht wagen, jemals vor ihrer Studiotür zu erscheinen. Das hatte mich nun doch geschockt. Bei Madame Dämona hatte es da von Anfang an keine Probleme gegeben, wenn sie mir auch nach der zweiten Session eingestanden hatte, dass ich bisher ihr erster und einziger blinder Gast war und sie anfangs nicht gewusst hatte, wie sie mich behandeln sollte. Aber es war geglückt und wir waren beide gut damit gefahren. Und nun dieses. Eine ganze Woche lang hatte ich das Forum nicht aufgerufen, bis ich mich so weit gefasst hatte, es wieder zu versuchen. Und so entdeckte ich das Studio der Lady Marcia de Sado, im Gewerbegebiet am anderen Ende der Stadt gelegen, aber leicht zu erreichen, wie sie behauptete. Ich fand nur zwei Berichte, aber das erklärte ich mir damit, dass das Studio wohl noch neu war, denn die Woche vorher hatte ich es noch nicht entdeckt. Warum niemand Neuem eine Chance geben? Ich hatte dort angerufen und mit Lady de Sado gesprochen, und wir waren uns schnell einig geworden. Sie hatte auch mit meiner Behinderung kein Problem und beschrieb mir genau den Eingang des Hauses und wie die Treppe und die Eingangstür zu finden seien. Der Termin war abgemacht worden, ich hatte ein Taxi gerufen und war in die angegebene Straße gefahren. Zum Glück war der Taxifahrer ein Mann gewesen, der keine Fragen stellte, ein anderer hätte vielleicht wissen wollen,was ich hier mitten im Industriegebiet wollte, wo kein Mensch lebt, und ich hätte keine plausible Erklärung parat gehabt. Aber wir hatten das Haus gefunden, in dem wohl noch andere Leute zu leben oder Büros zu haben schienen, denn die Klingelschilder waren alle beschriftet, auch das im zweiten Obergeschoss rechts mit dem Namen Schwarz. Der Fahrer zeigte es mir und ich klingelte, und nun war ich hier.
Lady de Sado führte mich ins Empfangszimmer. Ich spürte Teppichboden und hörte leise Musik im Hintergrund, Klaviermusik, irgendwas Klassisches, Georg Sebastian Beethoven oder was weiß ich, ich kenne mich da nicht so aus, aber es passte zur Stimmung hier, und zu dem Duft nach tropischen Pflanzen, der den ganzen Raum dominierte. Kurz darauf fühlte ich auch schon Leder: Einen imposanten Ledersessel, in den sie mich sanft dirigierte. „Etwas zu trinken?“ fragte sie, immer noch mit ihrer tiefen, geheimnisvollen Stimme. Ich nickte und bat um ein Glas Mineralwasser, etwas anderes hätte ich in meiner momentanen Nervosität gar nicht vertragen. Ich hörte sie leise den Raum verlassen und über einen Gang in einen weiter entfernt liegenden Raum gehen. Die Lokalität musste relativ groß sein, sicherlich größer als bei Madame Dämona, die eine umgebaute 100-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Innenstadt als Studio benutzte. Aber ehe ich mir darüber Gedanken machen konnte, war die Lady wieder da und drückte mir ein kühles Glas in die Hand. Ich bedankte mich und setzte es an die Lippen. Gierig, mehr vor Aufregung als aus Durst, leerte ich es in zwei Zügen und gab es ihr zurück. Sie nahm es, ging jedoch nicht, sondern setzte sich gegenüber von mir in einen offenbar zweiten Ledersessel, wie ich an dem Geräusch des Materials hörte. „Nun, was hast du dir vorgestellt?“ fragte sie mich ruhig, und ich begann ihr meine Fantasien zu schildern und wie diese umzusetzen wären: Handschellen, Lederhalsband, Nadeln, ruhig etwas härter, auspeitschen und leichte Atemreduktion. Ich erwähnte noch Dinge wie Nadelung der Zunge und Nagelungen, aber ich sagte, das sei wohl unrealistisch und sowohl zu schmerzhaft als auch zu riskant, was Folgeerscheinungen wie Entzündungen und dergleichen betraf. Wir würden uns also auf Handschellen, Peitschen, Nadeln und leichtes Würgen beschränken. Sie nickte und forderte mich auf, im Voraus den Tribut zu entrichten. Das verwunderte mich nun etwas, aber ich wischte die Bedenken beiseite und gab ihr die am Telefon vereinbarten 300 Euro, auch ein sehr hoher, gesalzener Preis, wie ich fand, aber ich hatte mich bereit erklärt, ihre Bedingungen zu akzeptieren. Lady de Sado strich das Geld ein und führte mich dann zum Bad, wo sie mir die Inneneinrichtung beschrieb, damit ich keine Probleme hätte und zum Frischmachen nicht zu lange bräuchte, wie sie mir verständnisvoll erklärte. „Wenn du aus dem Bad kommst, bist du ein anderer und ich habe die Macht“, meinte sie noch, bevor sie hinter mir die Badezimmertür schloss.
Das Bad war groß, übersichtlich angelegt und, wie ich beim Duschen feststellen konnte, sehr sauber und ordentlich, wohl auch noch neu eingerichtet, wie ich aus dem Geruch nach Farbe schloss, der noch deutlich wahrzunehmen war. Daher hatte ich also über dieses Studio kaum etwas im Forum gefunden.

Ich verließ nackt und noch mit leicht nasser Haut das Bad und wandte mich den Gang entlang nach rechts, wie sie mich angewiesen hatte, bis ich mit den Füßen eine Türschwelle spürte. Auf dieser Türschwelle blieb ich stehen, so war es ausgemacht, hier würde sie mich erwarten und mich auffordern, den Kopf zu heben, damit sie mir das Halsband anlegen konnte. Noch einmal atmete ich tief durch und erwartete das Leder an meinem Hals.

Was ich dann plötzlich spürte, völlig unerwartet und es zuerst kaum glaubend, war etwas kaltes und spitzes, das sich mit immer größerem Druck in meinen Magen bohrte. Ich erstarrte und blieb stocksteif stehen. Was zum Teufel war das?
„Das ist ein Dolch“, hörte ich die Stimme von Lady de Sado vor mir, hart und eiskalt, selbst an kalten Stahl erinnernd. „Bleib wo du bist, bleib ganz ruhig stehen, der Dolch ist echt und gut geschliffen. Wenn du dich rührst, hast du ihn im Magen, und das meine ich ernst. Die Klinge ist 10 cm lang, und glaub mir, ein Dolch im Magen tut verdammt weh, falls du ihn überhaupt überlebst. Kapiert? Und jetzt die Hände auf den Rücken, aber zack!“
Ich war so verblüfft, dass ich einfach nur gehorchte. Panisch wurde ich erst, als ich bemerkte, dass es nicht Lady de Sado war, die mir die Hände mit stählernen Handschellen auf den Rücken fesselte, denn sie stand mit dem Dolch vor mir, sondern jemand anders hinter mir. Da war noch jemand! Was sollte das ganze überhaupt, das war nicht abgesprochen. Aber ich war noch viel zu belämmert, erschreckt und durcheinander, um auch nur einen Laut über die Lippen zu bringen. So spürte ich kaum, wie mir die Handschellen ungewöhnlich stramm angelegt wurden, und auch das Lederhalsband, das mir ebenfalls die zweite Person von hinten um den Hals legte und verschloss, bekam ich kaum richtig mit. Erst als ich hörte, dass die Person hinter mir über meine linke Schulter etwas an Lady de Sado weiterreichte, war ich fähig, etwas zu sagen. „Was soll...“ begann ich, aber da wurde das Halsband bereits zugezogen und mir der Hals eingeschnürt. „Hör zu“, zischte Lady de Sado, „noch ein Laut von dir ohne meine Erlaubnis, und du wirst es bereuen! Durch dieses WAS SOLL hast du bereits 10 Hiebe mit der Bullenpeitsche sicher, also sei vernünftig. Hinter dir steht meine Mitarbeiterin Katja, ein Profi. Sie war früher Aufseherin in einem sibirischen Straflager, also versuche erst gar nicht, dich zu wehren, sie braucht keinen Dolch, um dir Schmerzen zuzufügen.“ Ich hörte das Klicken eines Karabinerhakens und ahnte, dass eine Leine am Halsband eingehakt worden war. Ich verstand die Welt nicht mehr. Wo war ich hier denn hineingeraten? Zwei Dominas, wovon nie die Rede gewesen war, schon gar nicht von der Bullenpeitsche und schon gar nicht von einem Dolch. War ich etwa Verbrechern ins Netz gegangen? Waren das keine Dominas, sondern Kriminelle? Gab es nicht nur deshalb kaum Erwähnungen über dieses Studio im Forum, weil es neu war, sondern weil die Gäste keinen Bericht schreiben wollten oder – oder konnten? Langsam fühlte ich die Panik in mir hochsteigen. Was wollte diese Lady von mir, und war ihre Kollegin wirklich eine russische Lageraufseherin oder war das nur erzählt, um mir noch mehr Angst zu machen? Aber der Dolch, den ich immer noch auf meinem Magen spürte, war auf jeden Fall real, so real wie die harte, eiskalte Stimme der Dame, die mich jetzt an der Leine führte. Ich registrierte im Augenblick nichts, dazu war ich viel zu verängstigt und zu durcheinander, so dass ich erst wieder einen halbwegs klaren Gedanken fassen konnte, als ich plötzlich den Dolch nicht mehr spürte. Dafür spürte ich, dass ich auf ein Bett oder eine Liege dirigiert wurde.
„So, auf den Rücken mit dir“, befahl Lady de Sado, während sie mir gleichzeitig, was mich wiederum überraschte, die Handschellen aufschloss. „Ich werde dir jetzt deine Lage erklären, denn du hast die Wahl. Erstens: Die Sache hier ist kein Spiel, keine Session, so viel will ich dir sagen, damit du Bescheid weißt. Wir sind an deinem Geld, deinem Besitz interessiert. Zweitens: Gib uns bereitwillig Auskunft, wo du wohnst und wo du deine Wertsachen aufbewahrst, und du kommst heil hier raus. Ich werde jemanden bei dir vorbei schicken, und wenn du die Wahrheit gesagt hast, werde ich dir ein Beruhigungsmittel verpassen und dich an einen Ort schaffen, wo man dich morgen findet.
Drittens: Du weigerst dich zu sprechen, dann werden wir dich foltern, und zwar richtig, nicht spielerisch und mit leichten Spuren wie in einer Session, sondern bis zum bitteren Ende, wenn es sein muss und du uns dazu zwingst. Wir wissen, dass du nicht gerade arm bist und einiges an Vermögen besitzt. So, und jetzt darfst du sprechen, ich erlaube es dir.“ Der letzte Satz kam in einem unüberhörbar sarkastischen Ton, der mich noch mehr erschaudern ließ. Ich verstand die Welt nicht mehr. Ja, es stimmte, ich war nicht gerade arm, ich hatte nicht nur vor fünf Jahren bereits einen Lotto-Jackpot von zehn Millionen geknackt, damals noch Mark, sondern hatte auch während des Börsenbooms erfolgreich spekuliert, war rechtzeitig ausgestiegen und hatte auf diese Weise noch ein paar Millionen dazu eingestrichen, so dass ich jetzt über ein Vermögen von mehr als fünf Millionen Euro verfügte. Dazu hatte ich vor einem halben Jahr von meinem tödlich verunglückten Cousin, der außer mir keine Verwandten besaß, einen Ferrari geerbt, den ich seither zu verkaufen versuchte, aber bisher ohne Erfolg. Ich brauchte ihn nicht, konnte nichts damit anfangen, ich war seit meiner Geburt blind und konnte ebenso wenig Auto fahren wie ein Flugzeug steuern oder ein Space Shuttle. Möglicherweise hatte die sogenannte Lady de Sado im Internet die Verkaufsanzeigen für den Ferrari gelesen und war deshalb auf meine Spur gekommen. Sie wusste also, wer ich war, obwohl der Name Kurt, mit dem ich mich hier vorgestellt hatte, nicht mein richtiger war. Ich legte mich auf den Rücken, spürte Latex. Ich nahm Lady de Sado über mir wahr und hörte, dass die zweite Frau ebenfalls näher trat.
„Der Fairness halber“, begann die Lady, „will ich dir beweisen, wie gut wir über dich informiert sind. Du heißt ebenso wenig Kurt wie in meinem Pass Marcia de Sado steht, Oskar Wolf, Schillerstraße 45. Also, ich rate dir: Sprich und du wachst morgen gesund auf, sprich nicht, dann gehen wir bis zum Äußersten und bringen dich um, wenn du uns dazu zwingst.“
„Sie bluffen“, gab ich ihr zur Antwort. Meine Panik war im Abflauen, ich spürte es, und mein Kampfgeist erwachte. Ich war zwar kein Held, war nie einer gewesen, aber kampflos würde ich meinen Besitz nicht preis geben. Außerdem besaß ich bis auf den Ferrari keine Wertsachen, die professionelle Diebe interessieren konnten. Ich besaß weder Schmuck noch teure Designerkleidung und hatte auch nicht mehr Bargeld im Haus als Otto Normalbürger. Mein Haushalt war nicht der eines typischen Millionärs, wie sie sich das vielleicht dachten.
„Das fängt ja gut an“, lachte sie hart. „Hast du gehört, Katja? Ich glaube, wir werden noch viel Spaß haben mit ihm. Hände her.“
Sie zwang mir meine Hände vor den Körper und fesselte sie mir schnell und routiniert mit den Handschellen zusammen, die sie mir gerade aufgeschlossen hatte, und sie legte sie so fest an, dass die Ränder an den Handgelenken einschnitten.
„Du sprichst also nicht? Nun gut. Dann werde ich dir jetzt zuerst die Hände peitschen, deine zarten, empfindlichen Hände, die du so nötig im Leben brauchst. Ich bin so fair und werde aufhören, wenn du sprichst – na ja, unterbrechen.“ Wieder lachte sie hart und diesmal auch etwas meckernd. „Handflächen her!“
Der erste Hieb mit der einriemigen Peitsche war auszuhalten, etwa zwei Sekunden später folgte der zweite, dann der dritte, und sie wurden immer härter. Nach zehn Hieben biss ich die Zähne zusammen, so heftig hatte ich das Brennen noch nie gespürt, nach fünfzehn Schlägen spürte ich, wie die Haut an einer Stelle platzte und es zu bluten begann. Aber ich war entschlossen, es weiter auszuhalten, vielleicht taten ihr ja vorher die Arme weh.
Nach dreißig Hieben lief mir das Blut aus mehreren Wunden über die Handflächen, als sie befahl: „Hände umdrehen!“
Jetzt kamen die Handrücken dran. Obwohl meine Hände schmerzten und so stark bluteten, wie ich es noch nie erlebt hatte, hatte ich bisher nicht aufgeschrien. Das schien die beiden Damen zu beeindrucken.
„Beachtlich“, meinte die Dame, die für mich Lady de Sado hieß, nach dem zwanzigsten Hieb. „Hätte ich nicht gedacht, dass du gerade bei den Händen so viel aushältst. Was sagst du, Katja?“
„Karascho“, antwortete Katja mit einer schweren, rauchigen Stimme und einem starken russischen Akzent. „Aber wird ihm nix helfen, wenn er nix spreche.“
„Richtig“, meinte die Chefin und schlug das nächste Mal zu. Wieder spürte ich meine Haut aufplatzen und Blut fließen, und es kam auch schon der nächste Hieb. Meine Hände brannten wie Feuer, aber die Schmerzen waren auszuhalten, außer dass ich mein Gesicht verzog und die Zähne zusammenpresste, zeigte ich keine Reaktion auf die inzwischen dreißig Hiebe auf die Handrücken. Als sie jetzt nach dem dreißigsten Hieb plötzlich aufhörte, atmete ich tief durch und öffnete ausatmend den Mund.
„Das bringt nichts“, erklärte Lady de Sado. „Ich könnte dir die Hände in Stücke schlagen und du würdest nicht sprechen. Ich will an deine Wertsachen ran und nicht dein verdammtes Blut sammeln. Katja, bring mir die Neunschwänzige. Mal sehen, was dein Oberkörper aushält. Oder sagst du mir jetzt, was ich wissen will? Dann höre ich sofort auf, ich verspreche es dir. Deine Hände werden keinen bleibenden Schaden davontragen, diese Chance habe ich dir bisher gegeben.“
„Von mir erfahren Sie gar nichts, ich arbeite nicht mit Kriminellen zusammen“, brachte ich zwischen den Zähnen hervor.
„Na gut, wie du willst“, entgegnete sie ruhig. „Aber ich warne dich, deine Brust und dein Bauch und vielleicht auch deine Oberschenkel und, wenn ich es für nötig erachte, auch deine Genitalien werden die Neunschwänzige kaum so gut wegstecken wie deine Hände den einzelnen Lederriemen.“
„Und ich gebe trotzdem nichts preis, gerade nicht.“ Die Art dieser Frau forderte mich heraus. Gerade weil mir klar war, dass ich hier an Verbrecher geraten war, dass diese Folterung keine abgesprochene Session war, gerade deshalb würde ich, wenn es mir möglich war, nichts verraten. Was konnte ich auch verraten? Ich besaß weiter keine beweglichen Wertsachen außer den Ferrari, und sollte ich an meine Grenzen kommen, würde ich ihnen den ausliefern. Sie konnten ja ohnehin nichts mit ihm anfangen, ein Ferrari war zu auffällig, um ihn verschieben zu können, das schaffte heutzutage nicht einmal mehr die Russenmafia. Ich vermutete, dass dies der Grund dafür war, warum ihn mir noch niemand gestohlen hatte. Die Garage war mit einem ganz gewöhnlichen Schloss gesichert, weil ich gar nicht damit gerechnet hatte, dass der Wagen so lange bei mir herumstehen würde, wie er jetzt bereits in meinem Besitz war. Ich hatte die Garage nie benutzt, die zum Haus gehörte, ich hatte ja nie ein Auto besessen und würde auch, wenn der Ferrari weg war, keines mehr besitzen.
Ich atmete noch einmal tief durch und hörte jetzt, wie Katja ihrer Chefin etwas reichte, die sich nicht bewegt hatte und jetzt die Peitsche durch die Luft pfeifen ließ, ohne mich damit zu berühren.
„Das ist eine Neunschwänzige Katze, neun harte Lederriemen, kein Vergleich mit der einriemigen Peitsche, mit der ich gerade deine Hände behandelt habe. Du wirst gleich vor Schmerzen schreien, das verspreche ich dir.“
Ich hatte einmal bei Madame Dämona eine Neunschwänzige Katze in der Hand gehabt, wie ich alle Peitschen, die sie in ihrem Studio zur Verfügung hatte, in die Hand genommen hatte. Das Leder dieses Schlaginstruments war sehr hart und konnte böse Verletzungen verursachen.
Und da zog sie mir auch schon das erste Mal das Riemenbündel quer über meine Brust. Die Haut brannte bereits jetzt und ich atmete zischend aus. Sie ließ mir Zeit zum Einatmen, ehe sie erneut zuschlug, diesmal über die Magengegend. Die nächsten Hiebe folgten in kürzeren Abständen und über die selben Stellen, so dass nach sechs Hieben bereits Blut floss und die Haut platzte. Ich hatte wieder die Zähne zusammengebissen und wohl das Gesicht sehr schmerzhaft verzogen, und hätten meine Augen Tränenflüssigkeit produzieren können, wären wohl die ersten Tränen hervorgequollen. Aber meine Augen konnten seit meiner Geburt keine Tränen produzieren, ich besitze keine Tränendrüsen, ein Genfehler.
Als ich dann nach zehn Hieben schließlich zum ersten Mal aufstöhnte, hielt Lady de Sado inne und strich mit ihrer anderen Hand über meinen blutigen Oberkörper. Ich fühlte, dass sie keine Handschuhe trug.
„Na, willst du endlich sprechen, ja? Ein kleiner Nachdruck noch, dann überlegst du es dir sicher.“ Und sie zog mir die Neunschwänzige Katze mit sicherem Schwung über den Hodensack. Der Schmerz, den dieser Hieb zur Folge hatte, überstieg alles, was ich mir jemals an Schmerz hätte vorstellen können, und ich schrie gellend auf, mit der gesamten Kraft meiner Stimme.
Lady de Sado und Katja lachten beide, die eine hart und meckernd, die andere kurz und bösartig. „Karascho“, sagte Katja in ihr Gelächter. „Särr gutt.“
Ich konnte mich nur langsam beruhigen und nahm daher mit halbem Ohr wahr, wie Lady de Sado zu Katja sagte: „Aber Tränen kommen keine, äußerst interessant. Sprich jetzt, wo ist dein Geld?“
„Auf der Bank“, sate ich unter Stöhnen. „Woher nehmt ihr denn die Ansicht, ich habe meine Wertsachen im Haus? Kein Mensch, der nicht ganz bescheuert ist, bewahrt mehr Geld zu Hause auf, als er braucht.“
Wieder lachte die Lady meckernd. „Wir wissen, dass du kein Bargeld im Haus hast, wir sind auch nicht blöd. Wir suchen keine Euroscheine, wir wollen Wertsachen.“ Wieder knallte die neunschwänzige Peitsche auf meinen bluttriefenden, schmerzenden Oberkörper.
„Ich hae keine WERTSACHEN!“ antwortete ich jetzt wahrheitsgemäß, denn es stimmte ja auch. Was diese Leute wohl unter Wertsachen verstanden, besaß ich in der Tat nicht – bis eben auf den Ferrari.
„Willst du noch einen auf die Eier?“ Ehe ich reagieren konnte, traf mich der zweite Hieb der Neunschwänzigen auf die Hoden, und wieder packte dieser Schmerz zu, der nicht zu ertragen war, und ich brauchte länger, um mich beruhigen zu können. Dazu kam, dass ich jetzt auch am Hodensack blutete. Mein Körper wand sich unter Qualen und ich keuchte: „Gut, ihr könnt den Ferrari haben.“
Lady de Sado pfiff durch die Zähne. „Ferrari? Na also, warum nicht gleich so? Das hättest du einfacher haben können, du Idiot, du kannst doch gar nicht Auto fahren. Was willst du überhaupt damit?“
„Er gehörte meinem Cousin“, keuchte ich. „Ralf Renner, der Starprogrammierer von MICRO MACHINES, die das neue Computersystem DOORS auf den Markt gebracht haben, das WINDOWS ersetzen soll. Er ist vor einem halben Jahr tödlich verunglückt, wie ihr vielleicht mitbekommen habt, und weil ich sein einziger Verwandter bin, habe ich den Ferrari geerbt. Wollte ihn schon lange verkaufen, aber bisher hat sich noch niemand gemeldet.“
„Idiot“, sagte die Lady nochmals. „Naja, wenigstens hast du bisher an deinen Eiern wie auch sonst keinen bleibenden Schaden davongetragen. Katja, das Handy.“
Ich hörte, wie sie ein Handy gereicht bekam und es betätigte. „Hallo? Ich bin’s. Wir haben einen grandiosen Tipp: Er hat einen Ferrari. Also, hau ab in die Schiller 45 und schau dich dort um und ruf wieder an, wenn du den Wagen findest.“ Damit beendete sie das Gespräch und wandte sich wieder mir zu.
„Du hast dir eine Pause verdient, Oskar Wolf. Und damit du siehst, dass ich immer noch fair bin und gegen dich nichts habe, wische ich dir jetzt das Blut ab und bring dir was zu trinken.“
Das tat sie auch. Sie wischte mir mit einem kühlen Lappen das Blut ab, das an den Händen langsam trocknete, und setzte mir ein Glas Wasser an die Lippen, das ich gierig leerte. Katja rührte sich nicht von ihrem Platz. Die Lady, die das Wasserglas weggebracht hatte, blieb wieder neben mir stehen. Niemand sprach ein Wort. Meine Schmerzen nahmen langsam ab, nachdem das Blut abgewaschen worden war, aber am Hodensack und in der Magengegend blutete es noch weiter. Mir war klar, dass sie auf den Anruf des Komplizen wartete, der nun meinen Ferrari stehlen sollte. Ich war wütend. Nicht wegen des Autos, daran lag mir ja nichts, aber dass nun irgendein fremder Mensch in meinem Haus herumlief und auf meinem Grundstück, das machte mich wütend und ich ballte unwillkürlich die Fäuste, was zur Folge hatte, dass mir die sehr eng angelegten Handschellen noch tiefer in die Handgelenke einschnitten und die Striemen an den Händen wieder zu bluten begannen.
„Ah, er wird wütend“, spottete Lady de Sado. „Aber du beeindruckst mich doch, du hältst mehr aus, als ich dachte. Und keine Träne, trotz der Schmerzen.“
Ich antwortete darauf nicht. Dass ich keine Tränen habe, ging diese Frau nichts an.

Nach einiger Zeit, ich nehme an, es könnten 20 oder 25 Minuten gewesen sein, begann die Dame offensichtlich ungeduldig zu werden. Ich bemerkte, dass sie immer wieder auf und ab ging. Vermutlich warteten sie auf die Rückmeldung des Komplizen. Diese schien offensichtlich langsam überfällig zu werden, denn auch Katja bewegte sich jetzt von ihrem Platz und begann auf und ab zu gehen. Plötzlich kam die Lady wieder zu mir und fragte: „Du hast doch nicht gelogen, was das Auto angeht, oder?“
„Nein“, antwortete ich wahrheitsgemäß. „Ich bin nicht so dämlich, das zu tun, denn ich weiß, dass ihr das bald bemerken würdet. Euer Komplize würde die Garage öffnen, natürlich kein Auto finden, wenn keines drin steht und hier anrufen. Ich habe zwar kein Abitur, aber ein Trottel bin ich noch lange nicht.“
„Vernünftig“, entgegnete sie sarkastisch. „Wenn in 10 Minuten kein Anruf kommt, gehe ich davon aus, dass du uns angelogen hast, und dann geht es weiter, und zwar verschärft,und das meine ich wörtlich. Katja, bring das Codan und die Nadeln.“
Unter anderen Umständen hätte ich den Nadeln geradezu entgegengefiebert. Ich hatte bei Madame Dämona schon sehr angenehm erregende Sessions mit Nadeln erlebt. Hier aber, in dieser Situation, in die ich hier hineingeraten war, war mir bei dem Gedanken an Nadeln mehr als mulmig zumute.
Ich hörte, wie Katja den Raum verließ, kurze Zeit später zurückkam, der Lady etwas reichte und sich wieder in den Hintergrund begab. Stille herrschte, Stille und Nervosität. Ich glaubte, die Spannung im Raum knistern hören zu können. Warum rief dieser Komplize nicht an? Was für ein Amateur von einem Einbrecher war das, dass er Schwierigkeiten hatte, meine Garage aufzubekommen?
Da dudelte das Handy los: Crazy Frog, dieser Ohrwurm, der momentan in allen Hitparaden rauf und runter lief. Aber ich hörte nicht viel davon, sie eröffnete gleich das Gespräch. „Ja?“
Dann konnte ich sie nach einigen Sekunden tief durchatmen hören und nahm das kurze Piepen wahr, mit dem das Gespräch beendet wurde.
„Du hast mich belogen, du Schwein.“ Mehr sagte sie nicht. Ich verstand die Welt nicht mehr. Aber sie fuhr bereits fort.
„Die Garage ist leer, kein Auto steht drin, gar nichts! Warum hast du das getan? Ich habe dir eine faire Chance gegeben, aber jetzt ist damit schluss. Jetzt wird es ernst. Katja, hilf mir.“
Ich konnte es nicht glauben. Ich hatte sie nicht belogen, was hätte das auch gebracht? Aber ich konnte nichts mehr sagen. Ich hörte, wie Katja zu uns trat, und dann spürte ich auch schon das kühle Desinfektionsmittel und die erste Nadel in der linken Brustwarze.


------ Fortsetzung folgt -----

Karl Arsch

Sa, 29.Okt 2005, 21:12
Hallo Dreiachser,

weil ich selbst nicht gerade der Schnellste bin

(2- bis 4-Finger-Suchsystem ala Adler, sprich kreisen und zuschlagen),

achte ich deine Mühe und das Resultat in jeder Hinsicht ganz besonders und ziehe meinen imaginären Hut vor dir.

Und lass dir ruhig Zeit bei der Fortsetzung, wenn sie dafür so interessant wird wie der erste Teil, lohnt sich das Warten allemal.
Zuletzt geändert von sausauger am Sa, 29.Okt 2005, 21:14, insgesamt 1-mal geändert.

Sorry, rechnischer Defekt

Sa, 29.Okt 2005, 21:13
Hallo Forum,

ich entschuldige mich in aller Form für meinen letzten eitrag, er ist mir technisch daneben gegangen.

Ich wollte in diesem Beitrag schreiben, ich brauche leider länger als andere, um die Fortsetzung zu schreiben. Eigentlich sollte diese Antwort ein Lob für Sausaugers Posting sein, aber ich berührte nach mehreren Sätzen versehentlich die Taste "Context-Menü" und meine drei Sätze waren weg. Das kann passieren, wenn Otto Blindgänger hier schreibt, der ohne Maus mit der Tastatur arbeiten muss und jeden Buchstaben im Sekundentakt einzeln tippen muss. UND DAS MIR ALS SCHREIBKRAFT!!! SCHANDE! Wenn ich Japaner wäre, würde ich jetzt Harakiri begehen! :-). (Das sollte ein Smiley werden). Ihr seht, ich bin ein Vergaser oder Versager oder Gervaser oder wie der heißt :-).

Würde Lady Sabine Weber diese Nachricht lesen, würde sie sich entweder blendend amüsieren oder sich denken, was sie da einen mordsmäßigen Versager zum Kunden hat, wenn sie hier mitlesen würe (würde - vielleicht liest sie ja sogar inzwischen hier mit - ich schäme mich, gehöre an den Pranger). Naja, um zum Thema zurück zu kommen: Ich werde die Fortsetzung schreiben, und zwar, wie Teil 1, als WORD-Dokument, aber das kann dauern, bis nächste Woche oder länger.

An Sausauger: Du bist bisher der einzigek der geantwortet hat, sei dir versichert, es geht weiter, und ich gebe mir weiterhin Mühe, so wie auch bei meiner ersten Session am 7. Oktober bei Lady Sabine Weber in Nürnberg (bei "Dominas in Nürnberg zu lesen, falls Interesse besteht"). Ich hoffe, ich nerve nicht, ich bin nur ein Depp :-).

Bis dann: Dreiachser.

re: Karl Arsch

Sa, 29.Okt 2005, 21:20
Hallo Sausauger,

danke für dein Verständnis :-). Ich merke, ich bin besoffen, hätte die Flasche Wein nicht trinken sollen bei meinem Kolleen und seiner Frau heute nachmittag, war bei denen zu Besuch, trinke sonst keinen Wein, trinke nur Bitburger, aber er hart kein Bit im Hause, nur Weißwein und Klaren, Willi und so, bin ein bisschen daneben, sorry.

Trotzdem werde ich mir Mühe geben. Zum Glück kann ich mir für die Fortsetzung Zeit lassen und die Fehler ausbessern, denn wenn ich sie mache, dann passieren sie mir in WORD auf eigenem PC.

Beschämt das dumme Depüenhaupt (Deppehnaupt) senkend: Dreiachser.

Fortsetzung folgt

So, 06.Nov 2005, 23:26
Hallo Forum,

hier ist nun die angekündigte ortsetzung der Geschichte von der ultimativen Session des fiktiven blinden "Opfers" bei Lady de Sado und ihrer Kollegin. Viel Spaß.

Die ultimative Session – Teil 2

Die erste Nadel war nichts weiter, ich hatte schon mehrere gespürt. Als es dann auf der linken Seite fünf wurden und sie damit begann, die rechte Seite zu nadeln, wurde es mir langsam zuviel. Außerdem musste ich das mit dem Auto klären.
„Hören Sie zu“, begann ich, „ich verstehe das nicht. Das Auto war noch da, stand in der verschlossenen Garage, als ich von zu Hause fortging. Was hat Ihr – Ihr Kollege gesagt?“
„Versuch nicht, dich rauszureden“, entgegnete sie nur und stach mir die nächste Nadel in den Körper. Es wurden auch rechts fünf, ehe ich antworten konnte: „Denken Sie doch mal nach. Ich bin kein Idiot und Sie sind auch keiner. Wenn ich Sie wirklich belogen hätte, dann wäre ich in genau der Situation, in der ich jetzt bin. Glauben Sie, ich würde es darauf ankommen lassen, wenn ich vorher genau ermessen könnte, was mir passiert? Glauben Sie das wirklich?“
„Was geht dich an, was ich glaube? Für mich steht fest, du hast mich belogen, weil ich der Person, die mich angerufen hat, uneingeschränkt trauen kann. Und jetzt halt die Klappe.“
Sie stach mir zwei Nadeln durch die Vorhaut und dann zwei in den Hodensack. Ich musste daran denken, wie sehr ich das genießen könnte, wenn das hier eine normale Session gewesen wäre und nicht das, was es geworden war.
„Hören Sie zu“, begann ich wieder, doch sie fiel mir ins Wort. „Fresse! Ich will keine Lügen mehr hören. Du sagst mir jetzt, wo der Ferrari steht, und wenn nicht, dann werde ich dir die Zunge an deine Unterlippe Nadeln, dann kannst du nichts mehr sagen, klar?“
Wieder überfiel mich Panik. Mit so etwas hatte ich nicht gerechnet, und solche Schmerzen konnte ich mir auch nicht vorstellen. Aber was sollte ich tun? Ich konnte nur die Wahrheit sagen, die ich ihr doch die ganze Zeit gesagt hatte.
„Ich sage die Wahrheit und kann nichts anderes sagen“, gab ich ihr zurück, bemüht, mir die Panik nicht an der Stimme anmerken zu lassen. Aber das hätte ich mir sparen können, ich wusste, sie hatte es bemerkt.
„Also gut, wie du willst.“
Ich schloss den Mund, entschlossen, ihn nicht zu öffnen, und spannte mich an. Das brachte mir einen Peitschenhieb über den Mund ein, einen sehr kräftigen, und ich riss den Mund auf und schrie vor Schmerz. Noch während ich schrie, spürte ich ihre Finger an meiner Zunge, die sie nahm und mir herausstreckte und mir außen auf die Unterlippe zog. Mit ihrer anderen Hand hielt sie wohl die Nadel schon bereit, denn in der gleichen Sekunde spürte ich auch schon den Stich. Mein Schreien ging weiter, das war zuviel, und gleich darauf folgte eine zweite Nadel und eine dritte. Ich spürte, wie sie die Zunge durchdrangen und in die Haut der Lippe fuhren und die Zunge wahrhaftig befestigten. Die Schmerzen strahlten bis in meinen Kopf und hinunter in meinen Hals, alles schien anzuschwellen, dazu spürte ich meinen Speichel den Hals hinab auf meine Brust rinnen. Oder war es Blut? Ich hätte es nicht sagen können, wahrscheinlich war es beides. Ich bin sicher, hätte ich Tränen weinen können, wären sie mir jetzt aus beiden Augen geradezu herausgeflossen.
„So, jetzt ziehen wir andere Saiten auf“, hörte ich Lady de Sado über mir sagen. „Katja, komm her, wir drehen ihn um.“
Ich spürte, wie mir die Handschellen geöffnet wurden und wie Katja näher kam. Dann ergriffen mich die Hände der beiden und hoben mich an, um mich auf den Bauch zu legen. Anschließend wurden mir die Hände wieder gefesselt, links und rechts von meinem Kopf an die Bettpfosten. In meiner Angst, die jetzt mit aller Macht über mich kam, mehr noch als vorhin, spürte ich die ersten Peitschenhiebe kaum, mehrere auf den Hintern und die Oberschenkel. Die Schmerzen im Mund, die die an der Lippe festgenadelte Zunge verursachte, waren einfach zu heftig.
„Jetzt wird es langsam Zeit für deine Bestrafung von vorhin“, meinte Lady de Sado, während sie die Peitsche schwang. Die Hiebe auf den Rücken, mit denen sie jetzt begann, empfand ich, wahrscheinlich weil mein Adrenalinspiegel schon ziemlich hoch sein musste, zu meiner Überraschung gar nicht so stark, da hatte ich sie bei einer „normalen“ SM-Session bei Madame Dämona schon härter gespürt. Doch sie sprach schon weiter.
„Ich hatte dir zehn Hiebe mit der Bullenpeitsche angekündigt, weil du vorhin unerlaubterweise gesprochen hast, aber da du dich derart unkooperativ gezeigt und mich belogen hast, werden wir die Zahl auf fünfzig erhöhen.“
Mir wurde schlecht. Fünfzig Hiebe mit der Bullenpeitsche? Ich hatte noch nie einen Hieb mit diesem Instrument empfangen, aber ich hatte bei Madame Dämona ein solches Gerät in der Hand gehabt und einmal zu ihr gesagt, einen einzigen Hieb probeweise würde ich gerne einmal erleben wollen, aber sicher nicht mehr. Bisher war es zu diesem „Probehieb“ aber noch nicht gekommen. Doch fünfzig Hiebe mit einer Bullenpeitsche würde ich wahrscheinlich nicht überleben, dessen war ich mir ziemlich sicher.
„Katja, das ist dein Gebiet. Du kannst mit der Bullenpeitsche besser umgehen als ich, hast es schließlich früher regelmäßig praktiziert. Mach du das.“
„Karascho“, bestätigte Katja wieder, und mir schlug das Herz, das sowieso bereits ein beachtliches Tempo vorgelegt hatte, noch schneller.
Ich hörte noch, wie sie die große Peitsche ein par mal probeweise durch die Luft pfeifen ließ, bevor der erste Hieb kam. Er traf mich quer über den Rücken, knapp oberhalb der Nierengegend, und bereits nach diesem ersten Hieb fühlte ich, dass es leicht blutete. Mir entrang sich ein gurgelnder Laut, anders aufschreien konnte ich nicht.
„Ich zähle für dich mit, denn zählen kannst du ja jetzt mit geschlossenem Mund nicht“, hörte ich Lady de Sado wieder sprechen und unmittelbar danach wieder kurz und hart auflachen. „Das war also der erste.“
Etwa zehn Sekunden später folgte der zweite, der mir nicht so stark vorkam, dann der dritte. Zwischen dem vierten und fünften wurden die Abstände größer, etwa zwanzig Sekunden, dafür dann wieder kürzer.
Die ersten fünfzehn Hiebe bekam ich halbwegs bewusst mit, aber die Schmerzen wurden immer heftiger. Ich fühlte, wie mehrere der Striemen aufplatzten und das Blut meinen Körper hinunter lief, und als dann die Peitsche gerade diese Stellen wieder traf, muss ich wol wirklich für kurze Zeit das Bewusstsein verloren haben, denn zwischen dem fünfzehnten und dem dreißigsten Hieb kann ich mich an nichts erinnern.
„Einunddreißig“, zählte Lady de Sado. „Katja, ich glaube, der hält die fünfzig gar nicht durch, der macht vorher schlapp. Mach weiter, ich hol das spezielle Halsband.“
Ich fragte mich in irgendeinem Winkel meines Bewusstseins, was ein spezielles Halsband sei und wofür sie das brauchte, aber ich kam zu keinem Ergebnis mehr, da mein gesamter Körper nur noch aus Schmerzen zu bestehen schien und die Hiebe mit unverminderter Härte weiter meinen mittlerweile blutüberströmten Rücken trafen, und mein Adrenalin war wohl schon verbraucht.
Wieder musste einige Zeit vergangen sein, denn als ich Lady de Sado erneut sprechen hörte, fragte sie Katja, wie weit sie sei, und sie antwortete: „Vierzig.“
„Dann beenden wir das hier jetzt. Leg die Peitsche weg, der schafft die letzten zehn sowieso nicht. Ich denke, wir machen ihn alle, der überlebt sowieso nicht.“
„Warum nicht Messer?“ fragte Katja. „Geht schneller.“
„Nein, er würde zu stark bluten, wenn ich ihm den Dolch reinramme. Wir legen ihm das Lederhalsband um und ziehen zusammen zu, das wird gehen.“
Ich war mir sicher, dass ich träumte oder nicht mehr bei Sinnen sei oder vor Schmerzen und Erschöpfung schon lange in einer anderen Welt, denn ich konnte einfach nicht glauben, was ich da hörte. Die wollten mich wirklich umbringen. Aber ich würde wohl auch sterben, wenn sie mir die noch ausstehenden zehn Hiebe verabreichen würden, oder etwa nicht?
Ich wehrte mich nicht, als ich spürte, wie mein Kopf angehoben und mir etwas um den Hals gelegt wurde. Ich hatte in diesem Moment überhaupt keinen Plan mehr, was ich tun konnte oder ob ich überhaupt noch etwas tun konnte. Ich bekam noch mit, wie die beiden Frauen links und rechts neben mich traten und das Halsband, das sie erwähnt und mir angelegt hatten, zuzogen. Schreien konnte ich nicht mehr, bewegen konnte ich mich auch nicht, die Erschöpfung war zu groß, ich dachte noch daran, dass ich noch kein Testament gemacht hatte und musste gleich darauf in Gedanken grinsen. Ob ich meinem Cousin drüben im Jenseits begegnen würde, falls es überhaupt eines gab? Seltsamerweise wurde ich ruhiger, während die Atemluft für mich immer weniger wurde und ich das Bewusstsein schließlich ganz verlor.

• * * * * * *

Ich fühlte warmen, weichen Untergrund, konnte aber nicht erkennen, ob er nicht doch härter war oder härter wurde, denn irgendwie stimmte etwas nicht. Ich bemerkte, dass irgend etwas nicht normal war und versuchte, mich zu bewegen. Der Schmerz, den ich dabei fühlte, brachte mich ganz zu Bewusstsein.
„Er kommt zu sich“, hörte ich eine weibliche Stimme über mir sagen, und wie elektrisiert fuhr ich hoch. Diese Stimme kannte ich: Lady de Sado!
„Bleib ruhig“, sagte sie und ich fühlte ihre Hand in meiner. „Es ist alles in Ordnung.“
Ich kannte diese Stimme, ich versuchte, meine Gedanken zusammenzubekommen. Lady de Sado: Lady de Sado, die mich gefoltert hatte, genadelt, gepeitscht, gefesselt. Gefesselt? Ich war nicht mehr gefesselt, meine Hände waren frei. Ich hob meinen linken Arm und tastete mit den Fingern nach meinem Mund. Die Nadeln waren weg, die Unterlippe war leicht geschwollen. Ich öffnete vorsichtig den Mund und griff hinein, betastete meine Zunge. Sie war geschwollen, aber ich hatte keine Schmerzen. Aber wie war das möglich? Lady de Sado und Katja hatten mich doch – erwürgt. Ich war tot. War ich also tot und sie auch oder wie? Nein, halt, das konnte nicht sein, sie konnte unmöglich auch – oder waren wir alle etwa am Leben, auch ich?
„Wo bin ich, und was ist passiert?“ brachte ich schwerfällig hervor.
„Alles ist in Ordnung“, wiederholte sie ruhig, sanft und in ganz anderer Art, als ich sie in Erinnerung hatte. „Katja holt gerade was zu trinken. Das wird dir helfen, ganz aufzuwachen. Und hab keine Angst mehr, wir haben dich nicht umgebracht und werden es auch nicht tun. Das gehörte alles zur Session.“
Jetzt hörte ich Katja kommen. Die Schritte und Lady de Sados Stimme klangen anders als vorhin, wir mussten in einem anderen Raum sein.
„Wo sind wir hier? Nicht mehr dort, wo wir vorhin waren, nicht wahr?“
„Nein, du liegst in einer Badewanne, deshalb ist es wichtig, dass du so liegen bleibst, bis wir dir raushelfen. Aber jetzt trink erst mal.“
Sie trat zur Seite, um Katja herantreten zu lassen, die mir ein Glas in die rechte Hand reichte und sagte:
„Guten Tag. Wie geht es dir? Noch starke Schmerzen?“
Ich war baff. Das war ohne Frage Katja, die gleiche Stimme, die ich vorhin gehört hatte. Aber da war kein russischer Akzent mehr, keine schwerfälligen K-Laute aus dem Rachen, die fast wie ein hartes H klangen, wie vorhin bei „Karascho“, sondern klare deutsche Aussprache, sogar hiesiger Einschlag.
„Danke“, sagte ich verwirrt und nahm das Glas entgegen. Meine Hand zitterte ein wenig, und sie half mir, es zum Mund zu führen. Es war Wasser, aber vermutlich Wasser mit etwas drin. Das Schlucken war mir aber ohne Schwierigkeiten möglich.
„In dem Wasser ist ein Medikament drin, damit die Schwellung und die Schmerzen schneller zurückgehen“, erklärte Katja, jetzt ganz freundlich und sympathisch. Nichts mehr erinnerte an die eiskalte Folterin von vorhin.
Ich trank das Glas leer und gab es ihr zurück.
„Sie sind keine Russin, nicht wahr?“ fragte ich sie, obwohl ich die Antwort kannte. Das konnte keine Russin sein.
„Nein, ich bin von hier“, sagte sie lächelnd. „Ich bin so wenig eine russische Lageraufseherin, wie du Kurt heißt.“
„Dann war das ganze also alles – Theater?“
„Eine Session“, antwortete Lady de Sado an Katjas Stelle, die wieder näher trat. „Na, wie geht es dir? Wir haben dich gleich behandelt und hier in die Badewanne gelegt. Wenn wir dich jetzt abtrocknen, werden wir dich mit einigen Salben einreiben, um die Heilung der Wunden zu beschleunigen, und dann setzen wir uns noch zu einem ausführlichen Nachgespräch zusammen. Einverstanden?“
Wieder schwirrte mir der Kopf, aber ich nickte. Sie halfen mir heraus, fest und sicher, aber ich spürte gleich, dass sie anders auftraten als vorhin, wie zwei Ärztinnen oder Krankenschwestern, aber zwei kompetente Krankenschwestern, die genau wissen, was sie tun.
Wie sie angekündigt hatten, geschah es. Sie halfen mir beim Abtrocknen, denn ich war immer noch sehr erschöpft und fühlte mich wie jemand, der nach einer sehr langen Krankheit zum ersten Mal wieder aufsteht, aber Schmerzen hatte ich kaum noch.
„Wir haben die Wunden fachmännisch behandelt“, erklärte Lady de Sado. „Wir sind beide Medizinerinnen, allerdings haben wir beide den Abschluss nicht geschafft und dürfen daher beide offiziell nicht praktizieren, deshalb haben wir zusammen das Studio hier eröffnet.“
Katja strich unterdessen kühlende Salbe auf meinen Rücken, der besonders malträtiert worden war. Danach halfen sie mir beim Anziehen. Alles war noch in tadelloser Ordnung. Dann führten sie mich zurück ins Empfangszimmer und halfen mir in den Ledersessel, in dem ich vorhin – oder wann das auch immer war – gesessen hatte.
„Also“, begann die Chefin wieder. „Ich nehme an, du hast eine Menge Fragen. Frage, und wir werden antworten.“
„Warum das ganze alles?“ fragte ich zuerst. „Ihr seid also keine Kriminellen? Was ist mit dem Dolch, und was ist mit den Fragen, und vor allem, was ist mit dem Komplizen, der bei mir eingebrochen ist, und warum hat er dieses verdammte Auto nicht gefunden?“
Lady de Sado lachte, aber diesmal nicht kurz und hart und sarkastisch, sondern ehrlich und herzlich.
„Der Dolch ist echt, und das muss er auch sein, damit es glaubwürdig wirkt. Aber ich hätte keinesfalls zugestochen. Wenn du dich ernsthaft zu wehren versucht hättest, hätte ich dir einen Tritt in den Magen verpasst, das setzt jeden außer Gefecht. Dass du nicht Kurt heißt, sondern Oskar Wolf, das haben wir schon vorher gewusst. Du hast von deinem Festnetzanschluss aus bei uns angerufen und ich habe die Nummer im Display meines Telefons natürlich gesehen, da war es kein Problem herauszufinden, dass der Anschluss auf Oskar Wolf eingetragen ist. Dass du der Oskar Wolf bist, der mit Ralf Renner verwandt war, der vor einem halben Jahr tödlich verunglückt ist und einen Ferrari besaß, den er seinem blinden Cousin vermacht hat, der den Wagen seit Wochen zu verkaufen versucht, das herauszufinden war nun wirklich nicht schwer. Du bist ein Dilettant, merke dir das für das nächste Mal. Und es wird dich übrigens beruhigen, dass dein kostbarer Ferrari, den dir keiner abkaufen will, noch immer in deiner Garage steht. Den Komplizen, den ich angerufen habe und der bei mir zurückgerufen hat, den gibt es nicht. Mit einem Handy kann man sehr gut Anrufe simulieren, man braucht nur den Klingelton auslösen und hineinsprechen und so tun, als würde man mit jemandem telefonieren. Den Komplizen gibt es also nicht, es war nie jemand auf deinem Grundstück und es hat natürlich auch niemand bei mir angerufen und gemeldet, dass der Ferrari nicht da ist.“
„Und – und warum dann noch das mit dem Halsband?“ brachte ich verwirrt hervor. „Hat das noch sein müssen? Das ging mir entschieden zu weit.“
„Entschuldigung, da bin ich wohl über das Ziel hinausgeschossen“, meinte Lady de Sado. „Ich hatte deine Kräfte überschätzt. Aber wir hatten alles im Griff. Wie gesagt, wir sind Medizinerinnen. Wir wissen, wann man mit dem Würgen aufhören muss. Als du besinnungslos warst, haben wir gleich mit der Behandlung begonnen. Wir haben die Wunden versort, gewaschen, genäht und dann haben wir dich in die Wanne gelegt, damit du nicht gleich die Panik bekommst, wenn du aufwachst. Na, wie geht es dir jetzt? Willst du noch was trinken, etwas anderes außer Wasser?“
„Wenn ihr einen Whisky habt, einen Chivas Regal, den könnte ich jetzt brauchen.“
„Haben wir hier.“ Sie holte ihn selbst, und während sie mit dem Whisky beschäftigt war, fragte mich Katja: „Na, wie hat dir die Session gefallen? Und vor allem, welche Dinge gingen zu weit und welche nicht?“
„Die Bullenpeitsche ging mit vierzig Hieben zu weit“, gestand ich. „Und dann die Panik vor dem angekündigten Umbringen, das war wirkliche Todesangst. Ich dachte ja wirklich, ihr seid Schwerverbrecher. Aber jetzt, wo es mir wieder besser geht, muss ich euch eines sagen: Auch wenn ich rein sexuell von dieser Session nichts hatte, denn das hatte ich nicht, ich war ja der Überzeugung, es sei keine normale Session, sondern ich sei mörderischen Schwerverbrechern in die Hände gefallen, da stand mir der Sinn natürlich nicht nach Orgasmus und Abspritzen, aber gerade deshalb war es für mich jetzt – na ja, sagen wir, die ultimative Session. Eine solche Erfahrung werde ich im SM-Bereich nie mehr machen, und so etwas kann man auch kein zweites Mal wiederholen. Darum ist es die ultimative Session für mich, das Non Plus Ultra, wenn ihr versteht, was ich meine.“
„Wir verstehen sehr gut“, bestätigte Lady de Sado, die den Whisky eingeschenkt hatte. „Die ultimative Session. Darauf lasst uns anstoßen. Prost zusammen, auf die ultimative Session.“
Wir tranken uns zu, und dann tranken wir noch einen und noch einen, und bei jedem Drink stießen wir auf einen von uns an.
Danach gaben sie mir noch die Salben nebst Anweisungen für die Behandlung der folgenden Tage mit, Lady de Sado, die mir noch gestattete, sie Marcia zu nennen, bestellte mir ein Taxi und brachte mich noch vor die Haustür. Als der Wagen erschien, stand ich aber wieder alleine auf der Straße, wie es sich gehörte bei einem Dominastudio. Ich suchte mit meinem Stock die Bordsteinkante, der Fahrer kam mir entgegen – eine Fahrerin, wie ich gleich darauf bemerkte.
„Bitteschen, ick chelfe Ihnen, moment“, begrüßte sie mich. Russischer Akzent. Für einen Moment stieg mein Adrenalinspiegel wieder, doch dann beruhigte ich mich auch schnell und stieg ein. Diese Frau war sicher eine echte Russin oder vielleicht auch eine Aussiedlerin, aber sicher keine Domina, dafür war die Stimme zu weich und zu gutmütig.
Zu Hause legte ich mich erst einmal hin und schlief mich aus. Ich erwachte am nächsten Tag, nachdem ich sicher zwölf Stunden geschlafen hatte, ging nach der Behandlung meiner Wunden in die Garage, stellte fest, dass der Ferrari noch da war und startete dann den PC, um den Bericht über diese ultimative Session ins Dominaforum zu stellen. Natürlich änderte ich die Namen aller Beteiligten und verbrämte das ganze als Phantasiegeschichte, denn diese Geschichte würde mir kein Mensch als Wahrheit abkaufen, und womöglich bekämen Lady de Sado und Katja noch Ärger mit der Polizei.
Als ich die Bestätigung erhielt, das die Geschichte angekommen und im Forum abrufbar sei, verließ ich das Forum und machte mir etwas zu essen, denn mittlerweile hatte ich einen verdammt mächtigen Hunger. Und für die nächsten zwei, drei Monate sicherlich keinen Bedarf nach einer SM-Session, denn diese Session würde niemals zu übertreffen sein.



Nachbemerkung:

Diese Geschichte IST REINE PHANTASIE, ALLE BETEILIGTEN SIND ERFUNDEN UND EXISTIEREN MEINES WISSENS NICHT. EINE SOLCHE SESSION HAT NIE STATTGEFUNDEN UND WIRD HOFFENTLICH AUCH NIEMALS IN EINEM DOMINASTUDIO STATTFINDEN.

Viel Spaß mit dieser Geschichte wünscht jedenfalls der Dreiachser.

Die ultimative Session

So, 06.Nov 2005, 23:52
Hallo Dreiachser,

meine Hochachtung für die tolle Fortsetzung und dass es noch einen guten Schluss gegeben hat.

sklave_bernd wird deine Geschichte bestimmt verschlungen haben und angefangen zu Träumen, so Etwas auch einmal erleben zu dürfen. :)

Ich wünsche dir noch eine angenehme Ruhe, für die Nacht und in allen Lebenslagen.

Mo, 07.Nov 2005, 21:24
Hallo Sausauger,

danke für die guten Wünsche, ist alles einetroffen :-).

Für mich war von Anfang an klar, dass die Geschichte einen guten Schluss haben musste, denn es war ja doch alles in allem eine _Session. Hätte ich einen Schluss mit schlechtem Ausgang gewählt, hätte ich einen Krimi draus gemacht und sie in einem Krimiforum eingestellt. Außerdem hätte ich die Hauptperson dann ja schlecht als Ich-Erzähler darüber berichten lassen können, denn als Ermordeter hätte er hinterher mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit von den Vorgängen im Studio berichten können.

Ich persönlich hoffe, dass ich eine Session mit diesem Härtegrad niemals erlebe :-).

Vielleicht äußert sich Sklave_Bernd ja, wie ihm die Geschichte gefallen hat, falls er sie Liest.

Bis neulich: Dreiachser.

Mo, 07.Nov 2005, 22:00
Hallo Linus.z,

danke, dass dir die Story gefällt. Ich werde sicher in absehbarer Zeit etwas Neues schreiben, aber nächste Woche kommt erst mal aus dieser Ecke nichts. Möglicherweise kommt bis zu dem Bericht über meine zweite Session nichts, und nur der Geier weiß bis jetzt, ob die in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester stattfinden kann.

Ich melde mich wieder. Bis neulich: Der, den man Dreiachser nennt, weil er ein Überschwerer ist :-).

Überschwerer?

Mo, 07.Nov 2005, 22:15
Hallo Dreiachser,

du bist ein Überschwerer, kommst also vom Planeten Ertrus aus dem Sonnesystem Kreit, 6136 Lichtjahre von Terra entfernt.

Ab sofort nur noch die standesgemäße Grußformel:

Werde dick und satt!

Noch ein gutes Nächtle. winke winke

re: Überschwerer

Di, 08.Nov 2005, 20:58
Hallo Sausauger,

richtig, ich bin ein Überschwerer, wenn auch nicht ganz so schwer wie jene Außerirdischen, die ja etwa 14 Zentner auf die Waage bringen. Bei mir dürften es nur etwa 110 Kilo sein, aber das reicht auch schon.

Bis dann: Dreiachser.

Vielleicht bald neue Geschichte

Mi, 09.Nov 2005, 22:46
Hallo Leute,

vielleicht kommt doch bald eine neue Phantasiegeschichte, wenn auch nicht in den nächsten Tagen. Mir schwebt da schon was vor: Eine Entführung eines nichtsahnenden Mannes durch mehrere Dominas, da sie ihn mit ihrem eigentlichen Klienten auf der Straße verwechseln, sich also den falschen greifen und - naja, die Story ist noch nicht ausgegoren, und heute fange ich nicht mehr an. Es ist jetzt 22.35 Uhr MEZ, ich verlasse für heute das Forum und schalte den Rechner ab, um fünf ist die Nacht rum und im November und seinen Folgemonaten ist eine Stunde Stehen am zugigen Bahnsteig doppelt anstrengend. Gute Nacht alle zusammen. Gruß Dreiachser.

Vielleicht bald neue Geschichte

Mi, 09.Nov 2005, 22:51
Hallo Dreiachser,

auf die Geschichte bin ich gespannt aber lass dir ruhig Zeit, gut Ding ...

Was den zugigen Bahnsteig angeht, wie gut dass du eine prima Isolierung dein Eigen nennen kannst. Mir bläst der Wind immer gleich fast durch die Rippen, von der Taillengegend einmal abgesehen. :)
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